MusikkritikKaufbefehle
Kurz­kri­tik: Pon­ti­ak – Dialec­tic of Igno­rance

Pon­ti­ak – wie die Band, nicht wie das Auto – sind seit Jah­ren ein Garant für mehr als bloß erträg­li­che Rock­mu­sik. Auch mit ihrem dies­jäh­ri­gen Stu­dio­al­bum „Dialec­tic of Igno­rance“ wis­sen die drei Brü­der aus Vir­gi­nia wie­der ein­mal zu beein­drucken, was ins­be­son­de­re wenig ver­wun­dert, wenn man bedenkt, dass sie mit der Tra­di­ti­on, jähr­lich neue Auf­nah­men zu ver­öf­fent­li­chen, für „Dialec­tic of Igno­rance“ (Bandcamp.com, Amazon.de) gebro­chen haben, da sie zwi­schen­drin mit der Pen-Druid-Braue­rei ein wei­te­res Stand­bein auf­ge­stellt haben. Soll­te es – möge dies noch in fer­ner Zukunft lie­gen! – mit der Musik ein­mal nicht mehr klap­pen, müs­sen sie zumin­dest nicht am Hun­ger- oder immer­hin Bier­durst­tuch nagen.

Was mich indes annagt, ist die Neu­gier auf die Musik. Hören wir mal rein:

Pon­ti­ak – Igno­rance Makes Me High (Offi­ci­al Music Video)

Aus den Ele­men­ten Stoner, Doom-Metal, Prog­me­tal und Acid Rock rüh­ren Pon­ti­ak einen magi­schen Trank an, der beim Genuss mit sei­nen mono­ton-repe­ti­ti­ven Mustern eine hyp­no­ti­sche Wir­kung erzielt. Wir­beln­de Gitar­ren­so­li und har­ter Orgel­an­schlag wer­den auch und gera­de durch stän­di­ges Über­schrei­ten radio­kom­pa­ti­bler Lied­län­gen zu trei­ben­den Kräf­ten in die­ser musi­ka­li­schen Flut.

Ich höre mal Ske­le­ton$, mal maud­lin of the Well, mit­un­ter etwas Colour Haze und eine Men­ge Pink Floyd, belegt mit einem Nebel­schlei­er, immer wie­der zer­schnit­ten von einer wüten­den Gitar­re, stim­mungs­mä­ßig auf die Spit­ze getrie­ben vom hal­len­den, irgend­wie ent­rück­ten Gesang.

Pon­ti­ak – Tomor­row Is For­get­ting

Das letz­te Stück auf „Dialec­tic of Igno­rance“ trägt den Titel „We’­ve Fucked This Up“. Fast möch­te man ihnen zuru­fen: Nein, habt ihr nicht!
Gern noch etwas mehr davon.

NetzfundstückeNerdkrams
„SPIEGEL ONLINE“ weiß: Audio­da­tei­en haben häu­fig kei­ne Bild­se­quenz.

Am Anfang, so steht es geschrie­ben, war das Netz kalt und grau.

Neben Mail­bo­xen, BBSen, Gopher und dem Use­net eta­blier­ten sich all­mäh­lich erste noch recht chat­la­sti­ge Vor­läu­fer des heu­ti­gen Webs, dar­un­ter Com­pu­Ser­ve, das heu­te zum dama­li­gen Kon­kur­ren­ten AOL gehört. Die Com­pu­ter zur dama­li­gen Zeit konn­ten wie auch die Lei­tun­gen nur ver­gleichs­wei­se wenig zu einem „Mul­ti­me­dia-Erleb­nis“, wie das Angucken von Unsinn in heu­ti­ger Wer­be­spra­che heißt, bei­tra­gen, jedes Byte war wert­voll – ein Grund­satz, der heut­zu­ta­ge lei­der ein wenig in Ver­ges­sen­heit gera­ten ist.

Um trotz­dem das eige­ne Netz ein wenig bun­ter machen zu kön­nen, ent­warf man bei Com­pu­Ser­ve Mit­te der 1980-er Jah­re das Gra­fik­for­mat GIF (Gra­phics Inter­ch­an­ge For­mat, also „Gra­fik­aus­tausch­for­mat“), das mit der erst 1984 ver­öf­fent­lich­ten LZW-Kom­pres­si­on eine damals inno­va­ti­ve Mög­lich­keit bot, auch über behä­bi­ge Lei­tun­gen recht ansehn­li­che Bil­der zu ver­tei­len; die­se, frei­lich, waren zwar auf 256 Far­ben beschränkt, was sowohl 1987 (GIF87a) als auch 1989 (GIF89a) eine Ver­bes­se­rung gegen­über den vor­he­ri­gen Grau­stu­fen­bil­dern dar­stell­te und noch pro­blem­los aus­reich­te, um auf gän­gi­gen Bild­schir­men nicht blöd aus­zu­se­hen, besa­ßen jedoch Funk­tio­nen, die erst fast zehn Jah­re spä­ter mit dem PNG-For­mat wie­der ähn­lich popu­lär wer­den soll­ten, näm­lich das Fest­le­gen von Far­ben als „trans­pa­rent“ sowie ins­be­son­de­re das Zusam­men­fü­gen meh­re­rer Ein­zel­bil­der zu einer Ani­ma­ti­on; eine GIF-Datei kann prak­tisch belie­big vie­le Teil­bil­der, min­de­stens aber 0, ent­hal­ten.

Obwohl das LZW-Ver­fah­ren (und damit GIF) bis ins der­zei­ti­ge Jahr­tau­send hin­ein patent­be­haf­tet war und wohl auch wegen der Datei­grö­ße setz­te sich das anson­sten funk­ti­ons­rei­che­re APNG (ani­mier­tes PNG) nie­mals durch, auch dann noch nicht, als die Lei­tun­gen immer schnel­ler und die Com­pu­ter immer lei­stungs­fä­hi­ger wur­den. Wäh­rend die begrenz­te Far­ben­zahl GIF für ein­fa­che Gra­fi­ken mit der Zeit gegen­über den fort­ge­schrit­te­nen, mit­un­ter sogar zu klei­ne­ren Datei­en füh­ren­den For­ma­ten JFIF („JPEG“) und PNG an Boden ver­lie­ren ließ, blieb es für ein­fa­che Ani­ma­tio­nen doch die erste Wahl, wor­an selbst das Auf­kom­men und Abeb­ben von Flash sowie die Ent­wick­lung von HTML5 und Web­vi­deo­for­ma­ten nicht viel änder­te. Das tan­zen­de Klein­kind sym­bo­li­siert das jun­ge World Wide Web bis heu­te recht tref­fend.

Die­se neu­en Web­vi­deo­for­ma­te kamen GIF sogar ent­ge­gen: Der belieb­te Bil­der­ho­ster Imgur bie­tet mit GIFV ein eige­nes „For­mat“ an, das hoch­ge­la­de­ne ani­mier­te GIF-Datei­en als MPEG-Video dar­stellt, wobei mit­un­ter tat­säch­lich Spei­cher­platz gespart wer­den kann. Im Jahr 2013 wur­de mit Giphy gar eine eige­ne Daten­bank für ani­mier­te GIF-Datei­en ins Leben geru­fen, die in „sozia­len Netz­wer­ken“ auch auf Smart­phones einen neu­en Ansturm auf wit­zi­ge Ani­ma­tio­nen (lei­der nur noch sel­ten das gute alte Bau­stel­len-GIF), inzwi­schen von stö­ren­den Datei­grö­ßen­hem­mun­gen befreit, aus.

Wenn man all das nicht ver­stan­den hat, aber trotz­dem im Fach­ma­ga­zin „SPIEGEL ONLINE“ mit halb­ga­rem Tech­nik­wis­sen reüs­sie­ren möch­te, klingt obi­ge Erklä­rung statt­des­sen unge­fähr so:

Ein Gif, die Abkür­zung steht für Gra­phics Inter­ch­an­ge For­mat, ist ein meist extrem kur­zes Video. Es zeigt in Dau­er­schlei­fe nur eini­ge weni­ge Bil­der, häu­fig ohne Ton.

Zumin­dest der letz­te Teil des Sat­zes ist ziem­lich prä­zi­se. :-?

In den NachrichtenComputer
Wenn Java­Script Men­schen zu Letz­ten macht

In einem inhalt­lich durch­aus lesens­wer­ten Arti­kel über die von den tech­nisch Zustän­di­gen maß­geb­lich mitigno­rier­te Inter­net­an­bin­dung auf dem Dorf (nament­lich: Schlam­berg, Bay­ern) lässt Sophie Rohr­mei­er das Ehe­paar Hubert und Bir­git Hein­rich sich über die ver­füg­ba­re Netz­an­bin­dung beschwe­ren:

Von 105.912 Per­so­nen in Deutsch­land, die in die­ser Woche den Test gemacht haben, lan­det Huberts Inter­net­an­schluss auf Platz 100.984. Bir­git Hubert fragt: „Wie kann das sein, in einem Land wie Deutsch­land?“

Ja, wie denn nun: Hubert? Bir­git? Hein­rich? Egal, dar­um soll es nicht gehen, son­dern dar­um, wie es sein kön­ne, dass man „in einem Land wie Deutsch­land“ (näm­lich Deutsch­land) in einer Rang­li­ste der Schnell­sten weit unten steht? In Deutsch­land soll­te es kei­ne Men­schen geben, die schnel­ler in irgend­et­was sind als man selbst, und zwar für nie­man­den!

Was für eine Inter­net­lei­tung haben die Hubert-Hein­richs denn und was haben sie damit vor?

16.000 kbit schnell soll­te das Netz sein – was ohne­hin nicht viel ist. Tat­säch­lich sind es jedoch nur 1.400 bis 1.800. (…) Wenn das Netz es zulie­ße, könn­te [Bir­git H., A.d.V.] im Home­of­fice arbei­ten und so lang­sam wie­der in den Beruf fin­den.

Bei­na­he DSL 2000 (von sowas hät­ten wir frü­her ja nicht mal zu träu­men gewagt) sind zwei­fel­los nicht unbe­dingt eine für irgend­wel­chen Mul­ti­me­dia­kram geeig­ne­te Geschwin­dig­keit, an die­ser Stel­le wider­spre­che ich nicht. Inter­es­sant ist jedoch die Annah­me, das Netz sei in der gege­be­nen Geschwin­dig­keit für „Home­of­fice“ (E‑Mails lesen und ver­sen­den, im Web rum­sur­fen, Datei­en auf irgend­wel­che Ser­ver laden und so wei­ter) nicht geeig­net, denn das bedeu­tet, dass irgend­was im Web, wo die Leu­te heut­zu­ta­ge ihre E‑Mails, Doku­men­te und so wei­ter rum­lie­gen haben, weil ihnen nie­mand gesagt hat, dass es sinn­vol­le­re Pro­to­kol­le als das HTTP dafür gibt, plötz­lich lang­sa­mer gewor­den ist als frü­her, denn in den (teil­wei­se bis heu­te) aus­lau­fen­den Neun­zi­gern hat sich kaum jemand ernst­haft beschwert, dass man mit sei­ner gebün­del­ten ISDN- oder ähn­li­chen Lei­tung gegen­über ande­ren Markt­teil­neh­mern ernst­haft benach­tei­ligt sei, weil man im Gegen­satz zu die­sen nicht schnell genug arbei­ten kön­ne.

Könn­te es womög­lich dar­an lie­gen, dass die durch­schnitt­li­che Web­site inzwi­schen über zwei Mega­byte groß ist (das sind fast andert­halb Dis­ket­ten), von die­sen omi­nö­sen, für so etwas wie „Home­of­fice“ im Jahr 2017 bedau­er­li­cher­wei­se üblich schei­nen­den „Web­an­wen­dun­gen“, für die Web­brow­ser von Arsch­lö­chern als Ersatz für ein Betriebs­sy­stem miss­braucht wer­den und die im Wesent­li­chen aus igno­rant gro­ßem – hat ja jeder heu­te zig Mega­bit zu Hau­se – Java­Script bestehen, müs­sen wir da gar nicht erst geson­dert anfan­gen? Könn­te es dar­an lie­gen, dass die­ser geball­te Java­Script-Unfug längst vor allem sich selbst dient und dass es inso­fern eine grau­en­vol­le Idee ist, einen Web­brow­ser statt einer auf den jewei­li­gen Anwen­dungs­fall opti­mier­ten Desk­top­an­wen­dung zum Arbei­ten zu ver­wen­den?

Das Pro­blem mit dem Digi­tal­stand­ort Deutsch­land ist es nicht vor­ran­gig, dass die Inter­net­ver­bin­dun­gen immer weni­ger für effi­zi­en­tes Arbei­ten taug­lich wären, son­dern, dass für die Daten­über­tra­gung so instink­tiv wie fälsch­lich zu einem Pro­to­koll gegrif­fen wird, das dafür nicht gedacht ist, um mit einem Pro­gramm, das dafür nicht gedacht ist, eine Web­site auf­zu­ru­fen, die die Pro­ble­me, die das fal­sche Pro­gramm im fal­schen Pro­to­koll not­wen­di­ger­wei­se bei der Umset­zung berei­tet, auf eine Wei­se, die dafür unge­eig­net ist, zu umge­hen („behe­ben“) ver­sucht.

Aber wer weiß 2017 schon noch so genau, was ein „Hyper­text“ eigent­lich sein soll?

NetzfundstückeMontagsmusik
Jimi Hen­drix – Hey Joe // Frei­heit ist auch das Recht, Unrecht zu haben.

Es ist Montag?!Es ist Mon­tag. Der Som­mer scheint vor­über, zumin­dest herb­stet es sehr. Die Betrüb­nis, die sich ein­stellt, auf das Wet­ter zu schie­ben wäre nicht ange­mes­sen, denn ein Blick auf den Kalen­der offen­bart mehr. Mensch­lich­keit ist eine Schwä­che der Evo­lu­ti­on und sehr ärger­lich. Käuz­chen­wort des Tages: Unge­mach.

Gegen eine etwas ande­re Art von Unge­mach will die staat­lich finan­zier­te Akti­on „Dop­pel­Ein­horn“ (natür­lich unter Miss­ach­tung gel­ten­der Schreib­wei­sen) etwas tun, die, bebil­dert mit einer nicht mal iro­nisch inter­es­san­ten und respekt­los duzen­den Comic­fi­gur, zum Bei­spiel sug­ge­riert, es gebe kein „Grund­recht auf Schei­ßel­abern“, als sei nur von der Mei­nungs­frei­heit gedeckt, was erstens wahr ist und zwei­tens von nie­man­dem kri­ti­siert wird, denn so ein Grund­recht wäre kei­nes. Nun ist es im besten Sin­ne frag­lich, ab wel­chem Bekloppt­heits­grad Mei­nungs­frei­heit aus staat­li­cher Sicht zum „Schei­ßel­abern“ wird und ob es letzt­end­lich über­haupt ziel­füh­rend ist, das Reden von Stuss unter Stra­fe stel­len zu wol­len, so lan­ge nicht klar ist, wo die Gren­ze zwi­schen erlaub­ter Mei­nung und ille­ga­lem Stuss liegt: Bei posi­ti­ven Rezen­sio­nen von Musik von Phil Coll­ins oder erst bei der Leug­nung des Holo­causts – und war­um?

Gute Nach­rich­ten der­weil: Wis­sen­schafts­leug­nung ist jetzt ein Frei­bur­ger Stu­di­en­fach. Sobald aus­ge­pen­delt wer­den konn­te, wel­che Ster­nen­kon­stel­la­ti­on dar­an schuld ist, wird es sicher­lich eine ent­spre­chen­de Online­de­mon­stra­ti­on geben.

Bis dahin: Musik.

Guten Mor­gen.

Netzfundstücke
War­um Infor­ma­tik kein Pro­gram­mier­un­ter­richt ist (Nach­trag)

Das größ­te unge­lö­ste Pro­blem bei der von Kurz­sich­ti­gen angetreb­ten Ver­pflich­tung zum Pro­gram­mie­ren­ler­nen (denn das ist das, wor­auf der viel­stim­mi­ge Ruf, „Infor­ma­tik“ möge doch bit­te Grund­schul­fach und nicht bloß lang­jäh­ri­ge Aus­bil­dung oder gar Stu­di­um sein müs­sen, im Wesent­li­chen hin­aus­läuft; als wür­de auch nur ein ein­zi­ges EDV-Netz, das nur von Pro­gram­mie­rern betreut wird, dau­er­haft halb­wegs funk­tio­nie­ren!) ist im Übri­gen auch, dass es mehr Pro­gram­mie­rer als Auf­ga­ben gibt. Sam Kriss schrieb zu der Uto­pie der Welt­frem­den:

Ihr Alter oder Ihre Eth­nie oder Ihr Geschlecht sind egal, sie gehö­ren in das Zeit­al­ter der Objek­te. Ler­nen Sie ein­fach zu pro­gram­mie­ren und alles wird gut. Aber etwas fehlt: Was pro­gram­mie­ren? Um was zu tun? Und war­um? (…) Kein Start­up lei­stet etwas neu­es oder inter­es­san­tes. Was nicht ver­wun­dern soll­te: wie oft hat irgend­je­mand eine wirk­lich gute Idee? Was Sie bekom­men, ist nur Code, der her­um­schwappt und schließ­lich in der Form von Apps und Fir­men erstarrt, die nur exi­stie­ren, um zu exi­stie­ren. (…) Es gibt Start­ups, die Zehn­tau­sen­de für Namen und Logo aus­ge­ben, bevor sie über­haupt ein Pro­dukt haben oder wis­sen, ob es irgend­wer haben wol­len wür­de. Das nennt man Inno­va­ti­on, aber was es eigent­lich reprä­sen­tiert, ist eine Kul­tur, die das ver­stüm­mel­te Geröll des Alten auf­häuft, um irgend­et­was neu­es zu schaf­fen, und eine mor­bi­de Wirt­schafts­ord­nung, die in ihrer eige­nen über­flüs­si­gen Liqui­di­tät ertrinkt und wil­lens ist, in jede Bla­se zu inve­stie­ren, die ihr begeg­net.

(Über­set­zung wie üblich von mir.)

Die lächer­li­che Kat­ja Kip­ping von den lächer­li­chen „Lin­ken“ hat sich beschwert, dass die­ses Inter­net einem den gan­zen ruhi­gen Fei­er­abend ver­saut. Viel­leicht soll­te man bei sol­chem gro­bem Unfug anset­zen, wenn es um die Defi­ni­ti­on des­sen geht, was jeder Mensch als EDV-Grund­bil­dung besit­zen soll­te – wenn es bei denen, die Geset­ze machen wol­len, schon an der Kennt­nis vom Aus­knopf schei­tert, wie soll dann ein staat­lich gere­gel­ter Infor­ma­tik­un­ter­richt jemals mehr als per­spek­tiv­lo­se Pro­gram­mier­af­fen, über­be­zahl­te sprich­wört­li­che Inder qua­si, her­vor­brin­gen?

(via jwz)

PolitikIn den Nachrichten
Ber­li­ner Kreuz­rit­ter

Tho­mas de Mai­ziè­re erklärt Ber­li­ner Steu­er­zah­lern, war­um auf ihr olles Ersatz­stadt­schloss aller Säku­la­ri­sie­rung zum Trotz ein Kreuz drauf­ge­klebt wer­den soll:

Wer das Kreuz ablehnt, müss­te dann auch dafür sein, dass die Fas­sa­de mit Put­ten und Engeln ent­fernt wird. Auch das sind christ­li­che Sym­bo­le.

Ich bin ja kein Ber­li­ner, aber mei­nes Dafür­hal­tens wäre das nicht etwa, wie Tho­mas de Mai­ziè­re es dar­zu­stel­len ver­sucht, voll­kom­men über­zo­gen, son­dern nur kon­se­quent. Gebäu­de, die über­wie­gend reich­lich unchrist­li­che Men­schen bezahlt haben, soll­ten nicht unge­fragt um des über­kom­me­nen Kon­zep­tes des Chri­sten­tums – Katho­li­ken­pack, beschä­men­des! – Wil­len, das dem gei­sti­gen Fort­schritt der Mensch­heit bis­lang noch nicht beson­ders zuträg­lich war, zwecks Ver­zie­rung um ein anti­kes Fol­ter­in­stru­ment erwei­tert wer­den dür­fen.

Hät­te ich in Ber­lin etwas zu sagen, wür­de ich noch wei­ter gehen; an reg­te ich näm­lich nicht nur das Sich­spa­ren christ­li­cher Sym­bo­le an volks­ei­ge­nen Neu­bau­ten, son­dern über­dies das nach­träg­li­che Ent­fer­nen von reli­giö­sen Ein­flüs­sen im welt­lich-ratio­na­len Mit­ein­an­der, wo immer dies ohne wei­te­ren finan­zi­el­len Auf­wand mög­lich ist.

Mit den sich als „christ­lich“ ver­ste­hen­den Par­tei­en, in einer auf­ge­klär­ten Gesell­schaft, die funk­tio­nier­te, schon the­ma­tisch eigent­lich ohne Aus­sich­ten auf Gehör, wür­de ich anfan­gen wol­len. Auch das „C“ ist ein christ­li­ches Sym­bol, selbst in sei­ner heu­ti­gen Rol­le als Fei­gen­blatt.

Die Welt ver­bes­sern wir nicht mit Beten.

In den NachrichtenNerdkrams
Linux­nut­zer ent­setzt: Von der NSA ent­wickel­te Soft­ware ist über­ra­schend unsi­cher!

Wiki­pe­dia (schon län­ger):

SELi­nux (…) ist eine Erwei­te­rung des Linux-Ker­nels (…). SELi­nux wird maß­geb­lich von der NSA und von dem Linux-Dis­tri­bu­tor Red Hat ent­wickelt.

Nach­rich­ten (gestern):

Das sudo-Kom­man­do in Linux-Dis­tri­bu­tio­nen mit SELi­nux-Unter­stüt­zung ent­hält eine kri­ti­sche Schwach­stel­le. Über die­se kön­nen Anwen­der belie­bi­ge Daten auf dem System über­schrei­ben und sich so mehr Rech­te sichern, als ihnen eigent­lich zuste­hen.

Die Ein­schlä­ge kom­men näher.

PolitikIn den Nachrichten
Men­schen­rechts­extre­mi­stin­nen

Die bri­ti­sche Pre­mier­mi­ni­ste­rin schrieb gestern:

Sofern Men­schen­rech­te uns bei der Bekämp­fung von Extre­mis­mus und Ter­ro­ris­mus im Weg ste­hen, wer­den wir die­se Rech­te ändern, damit Bri­ten sicher leben kön­nen.

(Frei über­setzt von mir.)

Dies ist offen­kun­dig eine Reak­ti­on auf die jüng­sten Anschlä­ge, zum Bei­spiel den in Man­che­ster, zu dem sich der IS bekannt hat, der von Sau­di-Ara­bi­en mit Waf­fen aus­ge­rü­stet wird, die wohl zu einem beträcht­li­chen Teil aus bri­ti­schen Lie­fe­run­gen stam­men. Ja, Extre­mis­mus und Ter­ro­ris­mus bekämpft man gern, indem man den Agi­ta­to­ren ein paar Waf­fen zur Ver­fü­gung stellt.

Die Bun­des­zen­tra­le für poli­ti­sche Bil­dung erklärt dazu:

Amt­lich wer­den als Rechts­extre­mis­mus (…) Bestre­bun­gen ver­stan­den, die sich gegen die (…) fun­da­men­ta­le Gleich­heit der Men­schen rich­ten und die uni­ver­sel­le Gel­tung der Men­schen­rech­te ableh­nen.

Amt­lich haben wir es bei The­re­sa May also mit einer Rechts­extre­mi­stin zu tun, die im Begriff ist, die Rech­te, die sie einem Tier oder einem Kühl­schrank welt­weit vor­aus hat, ein­schrän­ken („ändern“) zu wol­len. Unklar bleibt, wel­chen Umgang mit sol­chen Extre­mi­stin­nen die bri­ti­sche Regie­rung künf­tig recht­lich vor­se­hen wird – Ker­ker oder Aus­lie­fe­rung in den Jemen?

Es bleibt span­nend.


In wei­te­ren Nach­rich­ten: Die Grü­nen wol­len, dass im Online­han­del, der sonn­tags meist unbe­setzt ist, sonn­tags nicht gear­bei­tet wird.

Die Grü­nen woll­ten damit „den Sonn­tag ver­tei­di­gen“.

Nehmt dies, ihr kauf­wil­li­gen Fein­de des Sonn­tags!

In den NachrichtenMontagsmusik
Vale­rin­ne – Sola­st­al­gia // Bit­te nicht mehr mus­li­misch aus­se­hen!

Es einfach mal wie diese Eule machen und sich schlafen setzen.Es ist Mon­tag. Weil in einer alten Erzäh­lung davon zu hören ist, dass zu Pfing­sten vor lan­ger Zeit eini­ge Men­schen plötz­lich in frem­den Spra­chen zu reden anfin­gen, wird heu­te trotz­dem nur wenig gear­bei­tet. Das ist nur fol­ge­rich­tig und sicher­lich auch sinn­voll, denn sonst wür­de der Gesetz­ge­ber, dem Arbeit bekannt­lich nicht völ­lig unwich­tig ist, ja sicher­lich anders ent­schei­den, nicht wahr? – Wenn doch nur alles so leicht wäre!

Apro­pos Geset­ze: Die Welt ist beru­higt, in Lon­don wur­den die Bösen, wie es sich für einen Rechts­staat gehört, zeit­nah gemeu­chelt bezie­hungs­wei­se „aus­ge­schal­tet“, wie es bei Licht­schal­tern und in der ein­schlä­gi­gen Bericht­erstat­tung mit ihren Live­tickern und News­blogs (was neben­bei die Fra­ge auf­wirft, was, wenn kein „News­blog“, die betei­lig­ten Jour­na­li­sten denn sonst so zu schrei­ben mei­nen) heißt. Über die Täter war schnell alles Not­wen­di­ge bekannt, denn gemäß den Nach­rich­ten (u.a. gest­ri­ge „Sat.1‑Nachrichten“) han­del­te es sich um „mus­li­misch aus­se­hen­de“ Män­ner, denn, wie gera­de wir als Deut­sche ja wis­sen, ist es zwar völ­lig unan­ge­bracht, die Reli­gi­on eines Men­schen an sei­nem Aus­se­hen zu erken­nen, aber bei den Mos­lems macht man da in der Ter­ror­hy­ste­rie schon mal eine Aus­nah­me, denn die sehen ja alle gleich aus. Jemand soll­te mal etwas gegen die­se Bär­ti­gen unter­neh­men.

Aus der Welt der gro­ßen Über­ra­schun­gen: Wer sei­ne Pass­wör­ter auf den Com­pu­tern ande­rer Men­schen („Cloud“) ablegt, dem gehen sie auch mal ver­lo­ren. Der unbe­dach­te Umgang der Men­schen mit ihren Daten war irgend­wann ein­mal ein trei­ben­des The­ma für eine auf­stre­ben­de deut­sche Par­tei, die­se jedoch sonn­te sich am Wochen­en­de lie­ber auf einer Sexua­li­täts­pa­ra­de. Ich wünsch­te, es wür­den sich auch nur annä­hernd so vie­le poli­tisch akti­ve Men­schen für ihre digi­ta­le Frei­heit wie für Sex­po­li­tik inter­es­sie­ren, aber ich bin natür­lich auch ein biss­chen merk­wür­dig.

Eben­falls merk­wür­dig, klingt aber wenig­stens gut: Musik.

Guten Mor­gen.

PolitikIn den Nachrichten
Dicke Luft in Washing­ton

(Vor­be­mer­kung: Eine Men­ge „SPIEGEL ONLINE“ in mei­nen Quel­len heu­te – All­er­gi­ker mögen bit­te geeig­ne­te Quel­len selbst fin­den.)

Deutsch­land gedenkt sei­ne Auto­bah­nen an pri­va­te Inve­sto­ren zu ver­scher­beln. Die Groß­ar­tig­keit der Pri­va­ti­sie­rung von Staats­ei­gen­tum, letzt­lich also die Abwehr eines Sozia­lis­mus, für den nicht ein­mal Ost­deutsch­land noch über­zeu­gend ste­hen kann, wur­de mit Tele­kom und Deut­scher Bahn ja bereits aus­rei­chend erwie­sen. Dass die­se pri­va­ten Inve­sto­ren ihr hin­ein­ge­steck­tes Geld natür­lich auch gern wie­der her­aus­ho­len wür­den, steht bis auf Wei­te­res außer Fra­ge, und ich ahne für den wei­te­ren Fern­ver­kehr auf deut­schen Stra­ßen bis zum Beweis des Gegen­teils schlim­me Fol­gen.

Zum Glück len­ken Ter­ror­hy­ste­rie mit Sip­pen­haft einer- und „Kli­ma­kil­ler Trump“ („SPIEGEL ONLINE“, 30. Mai 2017) ande­rer­seits recht will­kom­men davon ab, was da eigent­lich gera­de pas­siert; gut gefüllt sind die Nach­rich­ten mit Infor­ma­tio­nen zu irgend­wel­chen Poprock­fe­sten und Fotos von Gewit­tern. Die­ser rück­sichts­lo­se Prä­si­dent kün­digt ein sank­ti­ons­frei­es und red­un­dan­tes Abkom­men und des­we­gen wird unser Wet­ter schlecht!

Am Zer­stö­ren der Umwelt näm­lich kann nur etwas geän­dert wer­den, indem der Koh­len­di­oxid­aus­stoß welt­weit gesenkt wird, und wäh­rend weit­ge­hend koh­len­di­oxid­neu­tra­le Kern­kraft­wer­ke die­ses Pro­blem ele­gant und nach­hal­tig lösen könn­ten, sind sie hier­zu­lan­de im Gegen­satz zu eini­gen unse­rer Nach­bar­län­der nach ener­gi­scher Ein­wir­kung der Wind- und Son­nen­en­er­gie­lob­by doch eher ver­pönt. Kann ja explo­die­ren, so’n Teil. Außer­dem ist es Atom­ener­gie nicht grün-vegan genug und absicht­lich nicht grün-vegan zu sein ist rechts und Nazi. Wol­len wir nicht. Wir, ande­rer­seits, sind auch fein raus, denn für uns gilt das Abkom­men auch wei­ter­hin, denn wir sind gute Men­schen. Natür­lich machen wir als gute Men­schen auch mal Feh­ler, denn das gehört zum Mensch­sein dazu:

Bereits vor zehn Jah­ren hat sich die Bun­des­re­gie­rung das Ziel gesetzt, die Emis­sio­nen bis 2020 im Ver­gleich zu 1990 um 40 Pro­zent zu redu­zie­ren. Damit wird sie kra­chend schei­tern. Bis­lang sind es gera­de ein­mal 28 Pro­zent.

Aber wir haben den ande­ren Teil­neh­mer­staa­ten des Abkom­mens ver­spro­chen, dass wir es bes­ser machen wol­len wür­den, und nur das zählt. Denn sonst wäre es doch gera­de­zu absurd, wenn aus­ge­rech­net wir den Aus­stieg aus die­sem Abkom­men als natur­feind­lich ver­ur­teil­ten.

In den Nachrichten
Anstän­di­ge Anwoh­ner gegen den Pfand­ter­ro­ris­mus

Es ist noch unge­klärt, wel­che Art von Untat genau eines Tages unter die unsäg­li­che und gemein­hin als ille­gal wahr­ge­nom­me­ne Aus­spä­hung des Lebens sämt­li­cher Ein­woh­ner die­ses gebeu­tel­ten Lan­des („Vor­rats­da­ten­spei­che­rung“) fal­len wird, nach­dem die Hür­de gemäß aktu­el­len Medi­en­be­rich­ten bei­na­he wöchent­lich gesenkt zu wer­den scheint.

Als sicher darf gel­ten: Gegen die­se Rent­ner, die bra­ven Bür­gern zwecks Auf­bes­se­rung der zum Leben kaum mehr aus­rei­chen­den Ren­te ein­fach den Müll klau­en, muss end­lich mal wer was tun!

Anwoh­ner hat­ten beob­ach­tet wie der 64 Jah­re alte Mann und sei­ne 65 Jah­re alte Frau mit Hil­fe eines Greif­arms 18 Pfand­fla­schen aus einem Con­tai­ner geholt hat­ten. Sie ver­stän­dig­ten die Poli­zei.

Denn bei der ordent­li­chen Müll­tren­nung ist der Anwoh­ner an sich peni­bel. Grün­glas in Grün­ton­ne, Braun­glas in Braun­ton­ne, Arme ins Armen­haus und nicht ans wert­vol­le Alt­glas. Geht ja mal gar nicht. Poli­zei! Scha­de, dass das mit dem Hän­de­ab­hacken aus der Mode gekom­men ist, nicht wahr?

Es soll­te mehr Park­plät­ze vor Fen­stern von so Anwoh­nern geben. Die wür­den sie erst ein­mal eine Wei­le beschäf­ti­gen.

In den Nachrichten
Real und die Klo­pa­pier­käu­fer­ziel­grup­pen­ana­ly­se

Als daten­schutz­in­ter­es­sier­ter und tech­nik­af­fi­ner Mensch traut man sich vor lau­ter Furcht kaum noch ein kur­zes Schläf­chen zu hal­ten. Kaum hat man die Dis­kus­si­on über ein Ver­bot von Sicher­heits­soft­ware in Gän­ze auf­ge­nom­men und sei­ne gegen­wär­tig ein­ge­setz­ten Sicher­heits­vor­keh­run­gen auf etwa­ige Kon­se­quen­zen über­prüft, braut sich vor der Haus­tür schon das näch­ste Unglück zusam­men:

Der Super­markt­be­trei­ber Real lässt die Gesich­ter von Kun­den ana­ly­sie­ren, die Bild­schir­me mit Wer­bung im Kas­sen­be­reich anschau­en. (…) Die Erken­nung der Per­so­nen erfol­ge kom­plett anonym, das System erkennt ledig­lich etwa einen Mann von rund 45 Jah­ren.

Das Ziel die­ser Kon­trol­le sei nicht etwa Ter­ror­ab­wehr, was immer­hin ange­nehm unge­wöhn­lich ist, son­dern eine bes­se­re Anpas­sung der ein­ge­blen­de­ten Wer­be­fil­me an den­je­ni­gen, der sie sehe, lässt der Super­markt­be­trei­ber unwi­der­spro­chen sei­nen Spre­cher aus­rich­ten.

Nun war das Erken­nen von per­sön­li­chen Wün­schen anhand einer unge­fäh­ren demo­gra­fi­schen Ein­ord­nung noch nie beson­ders ein­fach, was gera­de Män­ner kli­sche­emä­ßig bestä­ti­gen kön­nen soll­ten, und auch in vor­lie­gen­dem Fall erscheint mir das Erfas­sen von Gesich­tern als unzu­rei­chend für den Zweck, pas­sen­de Wer­bung ein­zu­blen­den. Wie sieht denn jemand aus, der total ger­ne Wer­bung im Super­markt ansieht und nicht ein­fach genervt an ihr vor­über­schlen­dert? Bes­ser noch: Ich zum Bei­spiel sehe am lieb­sten (sofern dies ein Kri­te­ri­um ist) Wer­bung, die mög­lichst däm­lich ist, käme aber nie auf die Idee, auf die­ser Grund­la­ge eine Kauf­ent­schei­dung zu tref­fen. Wer­bung für Damen­bin­den zum Bei­spiel ist oft gran­di­os absurd, jedoch ver­dient in abseh­ba­rer Zukunft kein Her­stel­ler die­ser Pro­duk­te etwas an mir. Kauft eine Frau von etwa 23 Jah­ren, die gera­de an der Kas­se steht und aus unkla­rem Grund auf den Spio­na­ge­bild­schirm schaut, qua Gesicht lie­ber Tam­pons oder Kat­zen­fut­ter?

Haupt­sa­che, man hat ein Video; die­se Argu­men­ta­ti­on zumin­dest teilt der Super­markt­be­trei­ber Real mit eini­gen Unter­neh­men, deren Kun­de ich dann aller­dings doch lie­ber nicht sein möch­te.


Da wir gera­de sowie­so auf „SPIEGEL ONLINE“ waren, viel­leicht noch dies: Das Ärger­li­che an der Bericht­erstat­tung über Donald Trump sind nach wie vor die jour­na­li­sti­schen Stan­dards, die ihr zugrun­de lie­gen. Seht her, ein Schreib­feh­ler! ROFL!

MusikIn den Nachrichten
Fuß­ball und Kom­merz

Am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de erhielt „Deutsch­lands größ­ter Musik­star“, wie es heißt, näm­lich Hele­ne Fischer, eine viel­stim­mi­ge Rück­mel­dung hin­sicht­lich sei­nes Auf­tritts mit­ten in einem Fuß­ball­spiel; von einer plötz­li­chen Kom­mer­zia­li­sie­rung des gelieb­ten Brüll­balls ist die Rede, als wäre ange­sichts der Mil­lio­nen­ge­häl­ter von Fuß­ball­funk­tio­nä­ren und ‑spie­lern der Auf­tritt einer sowie­so schon längst quä­lend oft gehör­ten „Träl­ler­trul­la“ (Twit­ter über Hele­ne Fischer) ein Sym­ptom für ein uner­war­te­tes Umden­ken, die die­je­ni­gen, die für jedes Spiel, dem sie direkt bei­woh­nen, sozu­sa­gen ihren Wochen­lohn opfern, auf dass der Ver­ein sich wei­te­re Reprä­sen­tan­ten, die für diver­se Mil­lio­nen Euro andert­halb Stun­den lang ein wenig her­um­lau­fen, lei­sten kann, nicht mit­tra­gen wol­len, denn Fuß­ball ist bekannt­lich weit davon ent­fernt, mehr mit Geld als mit sport­li­cher Lei­stung etwas zu tun haben zu wol­len.

Sol­len sie halt Fuß­ball essen.