Da sitzt man mal wieder doof im ÖPNV der Stadt, die verarmte Alkoholisierte seit heute zwar immer noch nicht zu therapieren vermag, aber immerhin seit heute nicht mehr zu Gesicht bekommen will, herum und wird zufällig Ohren- und Augenzeuge eines Dialogs zweier Prekatiarier, von denen einer, wie ich mitbekam, ein wichtiges juristisches Gespräch führen sollte, und als ich gerade Bewunderung für diesen Menschen zu empfinden begann, der sich trotz seiner misslichen Lage nicht in endlosem betrunkenen Gestammel verlor, sondern eine akzeptable Ausdrucksweise beibehielt, hob er erneut zu sprechen an und sprach wie folgt:
„… weil, ich kann ja gut reden.“
Kennt ihr diese Momente, in denen Triple Facepalm immer noch als zu wenig erscheint?
(Gerade, als ich an diesem Text feile, ist die Siegerin aus der Sendung „Unser Star für Oslo“ im Fernsehen zu sehen und redet ein wirres Gemisch aus deutschen Satzfetzen mit einem hörbaren Dialekt und englischen Wortbrocken. Kann nicht bitte endlich der nächste Sieger irgendeines drittklassigen Gesangswettbewerbs gekürt werden, am besten einer mit einer angenehmeren Stimme?)
Was ich gerade bei Fefe fand und auch bemerkenswert fand, war übrigens dies:
Vor einer Weile haben die deutschen Steuerzahler unter anderem die Commerzbank gerettet, und sie versprach, die Rettung schleunigst zurückzuzahlen, und etwa zur gleichen Zeit wurden der Kaupthing Bank einige Mrd. Euro in den Hintern geblasen. Auf Wikileaks.org wurde heute eine Liste von Investoren dieser Bank veröffentlicht; darunter neben der Commerzbank auch die Deutsche Bank und, aufgemerkt!, Goldman Sachs.
Es scheint, als könnte das mit der Rückzahlung noch eine Weile dauern.

















