Na, auch Linux statt Windows zu Hause?
Dann patcht mal schön euren Kernel!
Na, auch Linux statt Windows zu Hause?
Dann patcht mal schön euren Kernel!
Da es anscheinend gewaltbereite Menschen davon abhalten kann, gewaltbereit zu sein, wenn man sie zu Beginn einer Veranstaltung, an der sie teilzunehmen vorhaben, nach ihrem Ausweis fragt: Gehörten nicht alle Kriege augenblicklich der Vergangenheit an, würden Soldaten, die vorhaben, die Grenze zu überqueren, ebenfalls vor Beginn des Schusswechsels nach ihrem Ausweis gefragt?
Es ist Montag. Draußen ist es sehr warm, weshalb die Barmer-Krankenkasse mir empfiehlt, mir zum Schlafengehen ordentlich einen von der Palme zu wedeln. Ich frage mich gerade, ob Privatpatienten da eine Hilfskraft gestellt kriegen.
Aufgrund des grandiosen Erfolgs der letzten Tage sei mir nochmals ein kurzer Blick in den Journalismus gestattet: Arne Semsrott ist Schrödingers Journalist, ich finde das witzig. Irgendwelche anderen „Journalisten“ haben währenddessen konzertierte Spammails erhalten, und weil sie vorher irgendwas über den russischen Geheimdienst geschrieben hatten, war das nicht bloß Müll, sondern ein „Hackerangriff“ vom „Russen“. Bonusgummipunkte gibt es dafür, dass eines der Opfer mitteilte, der Umstand, dass .ch-Mailadressen beteiligt waren, mache den „Hackerangriff“ zu einem „Verbrechen auf dem digitalen Territorium der Schweiz“. Hätte ich gewusst, dass die Staatsangehörigkeit so einfach zu wechseln wäre, hätte ich meinen E‑Mail-Adressen-Fundus längst aufgestockt.
Die NATO, deren Fortbestehen ein großes Ärgernis für den Weltfrieden bedeutet, züchtet bewaffnete Neonazikader heran. Warum man da jetzt unbedingt drin sein muss, weiß ich nicht. Wahrscheinlich hat es aber was mit dem Russen zu tun. Aus dessen ehemaligen Verbündeten, den SED-Größen und ‑Spitzeln, ist ja auch was geworden, wenn auch nichts, was man jetzt unbedingt haben wollen würde.
Eine Durchsage von Fefe: Wer es zulässt, dass die eigene Software reich an fehlerhaftem Code anderer Leute ist, der trägt fraglos auch einen Teil der Schuld an entstehenden Sicherheitsproblemen. Natürlich hat 2019 fast jeder Desktoprechner genug RAM, um ein halbes Dutzend Instanzen irgendwelcher Zwei-Gigabyte-Software zu starten, die das abbilden, was früher auf eine Diskette gepasst hätte, nur mit mehr Farben. Wohl dem, der dieser Versuchung nicht verfällt.
Etwas Musik? Etwas Musik.
Guten Morgen.
Spuckeimerschreiberei beim „SPIEGEL“:
Die 31-Jährige erzählte mir von ihrer Kindheit in Ostdeutschland, ihren Studien in Berlin, Lyon, Los Angeles und Dublin sowie ihrer Liebe zur Literatur – insbesondere den literarischen Meister Heinrich von Kleist. Und sie erklärte, wie in der Woche zuvor das neue Zuhause, das sie in Irland gefunden hatte, von einem Artikel im deutschen Magazin „Der Spiegel“ auf den Kopf gestellt worden war.
Und:
Sie beschrieb das Gefühl, vom „Spiegel“ in eine Ecke gedrängt worden zu sein[.] (…) Letzte Woche, im Urlaub an der deutschen Ostseeküste, rief mich Cornelia an, um mir zu sagen, dass die Polizei sich bei ihr gemeldet habe. Ihre Tochter wurde am Vortag tot in ihrem Bett in Dublin gefunden.
(Alle Übersetzungen von mir.)
Bei all der sonstwie begründbaren Kritik an einer mit Preisen überschütteten, jedoch unaufrichtig schreibenden Bloggerin: Ein Dummkopf, wer jetzt noch nicht wütend ist.
Lithiumakkus gegen Rechts waren gestern, heute ist man BH-los gegen Rechts:
Am kommenden Samstag sollen Frauen in ganz Italien einen Tag lang auf das Tragen eines Büstenhalters verzichten. (…) Die beiden Theater-Studentinnen wollen nicht zulassen, dass die «Aufmerksamkeit verlagert» wird, wie es in «einigen rechtsgerichteten Medien» geschehe. (…) Ihre Einladung an alle Frauen, einen Tag lang keinen BH «bei der Arbeit, im Unterricht oder beim Einkaufen in der Stadt» zu tragen, sei ein «friedlicher Versuch», auf den Hass hinzuweisen, den Frauen oft im Alltag erleben.
Gute Nachricht, der Rechtspopulismus ist so gut wie besiegt!
Und als guter Feminist im 21. Jahrhundert steht meine Aufgabe schon fest:
Auch ein paar Männer wollen mitmachen: Statt aber einen BH auszuziehen, wollen die männlichen Teilnehmer einen tragen.
Es muss das Wetter sein. Es kann nur das Wetter sein.
Der Beauftragte der Landesregierung Baden-Württemberg gegen Antisemitismus „informiert“:
Wenn wir den Antisemitismus global und glaubwürdig bekämpfen, für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit einstehen wollen, dann muss dies auch stärkere Anstrengungen für die Wende zu erneuerbaren Energien und die Dekarbonisierung bedeuten.
Wenn man nichts als einen Hammer hat, dann ist die Welt plötzlich voller Nägel.
Dinkel-Knoblauch-Bier.

Warum?
In welcher Art von Gesellschaft leben wir eigentlich, wenn Karl Lauterbach, Herr der Fliegen und SPD-Oberkasperkandidat, als Reaktion auf die Vorstellung einer neuen Elektroautostudie von Bentley (im Besitz von Volkswagen, das wiederum zu 20 Prozent dem Land Niedersachsen gehört, dessen Ministerpräsident Stephan Weil, SPD, ist – dies nur zur ungefähren Relation) zunächst einmal die persönliche Meinung ausgerechnet auf Twitter kundtut, dass man „als Verbraucher“ die Hersteller solcher Autos aus Klimagründen nicht nur boykottieren sollte, was der verbleibenden SPD-Wählerschaft sicherlich ein großes Opfer abverlangt, sondern dass überdies „gerade Luxus“ in Zukunft klimaneutral zu sein habe, als stammten die menschlichen Einflüsse auf die derzeitige Wetterentwicklung vor allem von einem Übermaß an sehr teuren Elektroautos?
Mir ist nach einer kleinen Aufmunterung zumute. Was macht die Piratenpartei?
wir machen schon seit Monaten keinen unüberlegten Scheiß. Das macht langsam ein bisschen nachdenklich.
Ach, hm. Dann gucken wir mal, was der Rest der Welt so macht:
Die kanadische Polizei lässt während einer live übertragenen Pressekonferenz zu Morden auf der Autobahn den Katzenfilter eingeschaltet.
(Blöde übersetzt von mir.)

Wie niedlich!
Ich habe nichtsdestoweniger ein wenig Respekt vor der Zukunft, in der die Zuständigen niemals eine Welt ohne Instagram, Snapchat und Sätze, in denen Emojis Satzzeichen ersetzen, kennengelernt haben. Dann wird es Absicht sein.
Es ist Montag. Das Wirtschaftsministerium findet offenbar, Menschenrechte seien Arbeitnehmern eher nicht von großem Nutzen. Ein Wochenbeginn bereitet, wenn man gut informiert ist, doch gleich doppelt so viel Freude. Früher beschrieb ich an dieser Stelle gern eine Stimmung mit einem Mond und einem Käuzchen. Ich sollte dazu zurückkehren.
Da allsommerlich nahezu überall irgendwelche „CSD-Paraden“ stattfinden, genehmige ich mir ausnahmsweise mal wieder einen Verweis auf Hadmut Danisch, der sachdienlich darauf hinweist, dass die Unterdrückung der Schwulen zurzeit auch und gerade von queeren „Aktivisten“ auszugehen scheint, die ihre Sexualität zu ihrem wesentlichen Lebensinhalt erklärt haben. Es ist wenig erstaunlich, dass man davon wenig liest: Schwul zu sein und so nur auf ein einziges – und dann noch das eigene! – Geschlecht zu stehen ist immerhin nicht bunt. Es bietet sich an, die Paraden aus diesem Blickwinkel zu betrachten zu versuchen und weniger Toleranz der Intoleranz zu gewähren.
Apropos Intoleranz: Zwar fliegen Anhänger und Mitglieder der Grünen mehr als andere Deutsche, jedoch tut ihnen das dann auch am meisten leid. Am Wochenende wurde überdies ein Jubiläum begangen: Am 20. Juli 1944 sind rechtsradikale Terroristen bei dem Versuch gescheitert, den damals amtierenden faschistischen Diktator des Deutschen Reiches mittels Zerbombung durch einen faschistischen Diktator aus den eigenen Kreisen zu ersetzen. In der heutigen antifaschistischen Bundesrepublik Deutschland wird dieses Ansinnen natürlich anders bewertet als sie es erhofft hätten: Dabei würdigte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) den herausragenden Mut der Widerstandskämpfer, das wünscht man niemandem!
Falsch gehörte Liedtexte, las ich auf einer seltsamen Website, seien besser als die tatsächlichen Texte. Ich bin wenig überrascht, höre aber trotzdem heute aus aktuellem Anlass lieber was ohne blöden Text.
Guten Morgen.
In Wien ist der Rechtsstaat noch in Ordnung:
Gegen 9.30 Uhr war eine 30-Jährige in der Ilse-Arlt-Straße unterwegs, als ein selbstfahrender Bus der Wiener Linien gerade auf Höhe der Hausnummer 22 fuhr. Die Frau hatte Kopfhörer in den Ohren und schaute auf ihr Handy. Als sie die Straße betrat, wurde sie seitlich von dem Fahrzeug erfasst.
Andere österreichische Medien sprechen übrigens von einer 29-Jährigen, bekanntlich werden Frauen allerdings auch niemals 30 Jahre alt. Es handle sich, teilt eine Anwohnerin mit, nicht um den ersten Unfall mit einem menschlichen Verkehrshindernis:
„Damals ist ein Bursche mit Kopfhörern in den Ohren vor dem Bus gewesen. Der Bus hat wie wild gebimmelt, der Bursche hat aber keinerlei Anstalten gemacht, wegzugehen. Im Endeffekt hat der Bus eine Vollbremsung hingelegt.“
Selbstverständlich wurden auch in diesem Fall die richtigen Maßnahmen ergriffen, um die rücksichtslose Fußgängerin nachdrücklich an weiterer Gefährdung von Menschenleben zu hindern: Natürlich wurde eine harte Strafe verhängt. Über sie etwa? – Nein, wieso auch?
Als Reaktion auf den Unfall müssen die Wiener Busse erst einmal in der Garage bleiben.
Wie lange es wohl dauern wird, bis ein Verkehrsschild zur Kennzeichnung von Smartphonestraßen eingeführt wird?
Im Jahr 782, so will es die Geschichtsschreibung, erließ Karl der Große, der „Vater Europas“ (Quelle: Internet), ein Gesetz, das Capitulatio de partibus Saxoniae („Verordnungen über Sachsen“) hieß und dem Zweck dienen sollte, die jüngst ins Reich eingegliederten Sachsen zwecks Stärkung dessen, was offensichtlich der einzige Konsens zwischen den schon damals uneinigen Völkern sein sollte, zu christianisieren:
1. Alle stimmen dem Prinzip der höheren Fälle zu, daß die Kirchen Christi in Sachsen nicht geringere, sondern erheblich höhere Geltung haben sollen als die Götzenstätten. (…)
4. Sterben soll, wer die vierzigtägigen Fasten vor Ostern in Verachtung des christlichen Glaubens bricht und Fleisch ißt. (…)
8. Sterben soll, wer Heide bleiben will und unter den Sachsen sich verbirgt, um nicht getauft zu werden oder es verschmäht, zur Taufe zu gehen. (…)
10. Sterben soll, wer mit den Heiden Ränke gegen die Christen schmiedet oder bei ihnen als Feind der Christen ausharren will. Und wer ihn dabei gegen König und Christenheit unterstützt, soll ebenfalls sterben.
Obwohl es mir geboten scheint, diese Anekdote anlässlich wiederkehrender Diskussionen über die historische Bedeutung eines „geeinten Europas“, wie es gern (und falsch) genannt wird, gelegentlich zu berücksichtigen, hatte ich eigentlich gehofft, Gottesstaaterei sei wenigstens in der deutschen Tagespolitik aus der Mode gekommen.
Dann jedoch las ich ein vor einer Woche veröffentlichtes Gespräch auf „WELT ONLINE“ (will nicht verlinkt werden). In diesem Gespräch wurde Armin Laschet, Mitglied der ebenfalls aus der Mode gekommenen CDU und Ministerpräsident Nordrhein-Westfalens, nach seinem Verhältnis zu dem Quatschbegriff der „europäischen Kultur“ gefragt:
WELT: Europäische Kultur, was verbinden Sie damit?
Laschet: Historisch betrachtet sind es für mich zwei wesentliche Säulen, die bis heute unsere Gesellschaft formen: Christentum und Bildung. Das Christentum mit seinem übergeordneten Wert der Nächstenliebe. Und auf Bildung hat schon Karl der Große in seiner Aachener Pfalz großen Wert gelegt. (…) Karl der Große dachte nie nationalistisch, sondern europäisch. Vielleicht sollte man besser sagen: transnational.
Im Kontext ging es wohl um eine Abgrenzung zur AfD, aber ich bin mir nicht ganz sicher, ob es unbedingt empfehlenswert ist, als historisches Vorbild im Kampf gegen Nationalismus und Abgrenzung unbedingt jemanden zu wählen, der die Mehrung der Macht der fränkischen Nation auf Kreuzzüge gegen Andersgläubige gestützt hat. So oder so: Man sollte sich das einmal anschauen.
Insofern sollten die Menschen, die sich jetzt gerne aufs „christliche Abendland“ berufen als Argument für Abgrenzung und Nationalismus, einmal einen Blick in den Aachener Dom werfen.
Dort können sie nämlich lernen, wie weit sie damit kommen: Zu einem eigenen Dom.
Aber es soll ja niemand sagen, Armin Laschet – hat „eine große Skulptur von Karl dem Großen in seinem Büro“ – sei revisionistisch und/oder ein bisschen dumm – vielmehr ist ihm Bildung, wie er später nochmals betont, sehr wichtig:
Laschet: Insgesamt wollen wir das Geschichtsbewusstsein stärken.
Wird wohl Zeit in Nordrhein-Westfalen.
Lange nichts mehr über Musik geschrieben.
Ausgerechnet in der Schweiz wurde 2010 das Quartett Maïak gegründet, über das ich zu meinem Bedauern wenig Neues finden kann, weshalb ich bis auf Weiteres davon ausgehe, dass es schon wieder nicht mehr existiert. Zwischendrin, 2015 nämlich, veröffentlichte es jedoch das Album „A Very Pleasant Way to Die“ (Amazon.de, Bandcamp.com), das ich als gelungen zu bezeichnen wage.
Maïak selbst heißen wie die kerntechnische Anlage, auf deren Gelände sich 1957 der Kyschtym-Unfall zugetragen hatte, was den Titel des Albums zu einem nicht unwitzigen macht. Folgerichtig spielen – oder spielten – sie diejeige Art von Musik, die ich am ehesten mit einem Kernkraftunfall verbinden würde, nämlich Postrock.
Das altbekannte Laut-leise-Spiel, im Postrock ein wesentlicher Grund, warum er es schwer hat, langfristig zu fesseln, schaffen die vier Musiker aufzubrechen, indem sie entweder konstant brodeln („Nutributter Green Is People“) oder schlicht häufiger mal die Richtung („I’m Not a Man, I’m a Free Number“) oder gar das Genre (etwa im Ufftata-Schlussteil von „We All Live in a Yellow Kursk“) wechseln.
Vorwerfen könnte man Maïak, sofern man das unbedingt möchte, die gelegentlich etwas verwaschene Produktion. Aber wer wäre ich, eine Band allein nach ihren technischen Möglichkeiten statt nach ihren Fähigkeiten zu bewerten? Ein Unmensch, sage ich.
Insofern: Gutes Album.
Apropos „apropos Instagram“. In der „Neuen Zürcher Zeitung“ war – jedenfalls online – schon im April zu lesen:
Die Umweltkosten der Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) werden zumeist unterschätzt. (…) So wird der Anteil der ICT-Branche an den weltweiten Treibhausgasemissionen auf 3,7% geschätzt; das ist fast doppelt so viel wie der Beitrag der zivilen Luftfahrt (2%) und knapp die Hälfte des Schadstoffausstosses aller Personenfahrzeuge und Motorräder (8%).
Passenderweise ist heute Freitag, da gehen „Schüler“, viele von ihnen längst jenseits der Schulzeit, bekanntlich allwöchentlich auf die Straße und demonstrieren dort dafür, dass die Politik ihnen endlich was verbietet. Heute war es besonders schön, denn heute war Greta Thunberg in Berlin und hatte dort junge Fürsprecher:
„Ich möchte unbedingt ein Foto von Greta“, sagt der 10-Jährige Milan aus Berlin im Vorfeld der Kundgebung. (…) Er fordert: „Es muss endlich aufhören, dass Kohle in Kraftwerken verbrannt und so viel CO2 ausgestoßen wird.“
Johannes Ponader, bekannt aufgrund seiner Schuhe, war ebenfalls dort und hat sich das mal angeguckt:

Die Kameras heutzutage sind so gut – man könnte fast meinen, man sei beim Klimawandel selbst dabei gewesen.
In weiteren Nachrichten: In Berlin wollen Stadtplaner aus Sicherheitsgründen einen Graben vor dem Reichstag ausheben lassen. Ich werde die Entwicklung erst dann aufmerksam zur Kenntnis nehmen, wenn die Gerüchte, es werden auch Wasser und Krokodile hineingelassen, bestätigt worden sind.
Apropos Instagram.
„SPIEGEL ONLINE“, 12. März 2019:
Teenager schlagen Saltos, tanzen, imitieren Musikstars und fordern sich in sogenannten Challenges gegenseitig heraus: Die Video-App TikTok ist weltweit ein Hit – und macht US-Plattformen wie Instagram und Snapchat Konkurrenz. (…) Sie wollen die Trend-App aus China mal auszuprobieren (sic! A.d.V.)? Hier erklären wir Ihnen Schritt für Schritt, wie sie funktioniert[.]
„SPIEGEL ONLINE“, 17. Juli 2019:
Die Mitglieder der Jonas Brothers, einer amerikanischen Pop-Rock-Band, sind alle um die 30 Jahre alt. Ein Foto auf ihrem Twitteraccount zeigt die drei nun aber im Rentenalter. Möglich macht dies FaceApp – eine Smartphone-Anwendung, die mithilfe künstlicher Intelligenz Gesichter auf Fotos manipuliert. (…) Im Gespräch mit der australischen Rundfunkgesellschaft „ABC“ äußerte sich der Datenschutzexperte David Vaile kritisch zu FaceApp. Der Dienst würde sich weit mehr Rechte einräumen, als er für die bereitgestellten Funktionen benötigt, urteilte er. (…) Der Topdemokrat im US-Senat, Chuck Schumer, hat sich nach Informationen der Nachrichtenagentur AP an die Bundespolizei gewandt. In einem Brief äußert er demnach die Sorge, dass FaceApp „ein Risiko für die nationale Sicherheit und die Privatsphäre von Millionen US-Bürgern“ darstellen könnte. Eine Überprüfung sei dringend nötig. Schumer nannte es „zutiefst beunruhigend“, dass „einer gegnerischen Macht, die Cyber-Vergehen gegen die USA verübt“ persönliche Daten zukommen könnten.
Hoffentlich kaufen die Russen bald „SPIEGEL ONLINE“.
(siehe auch Fefe)