Netzfundstücke
Du bist, was du isst

In den Kolumnen bei SPARGEL „SPIEGEL ONLINE“ wurde dieser Tage nicht nur festgestellt, dass Spargel menschenverachtend sei, sondern auch unter Zuhilfenahme eines Deppenkommas richtig erkannt:

„Zigeunerschnitzel“ zu essen, ist kein Menschenrecht.

So viel Weisheit hätte ich Ferda Ataman („lebt in Berlin“, aber als Diagnose) aufgrund des publizierenden Mediums gar nicht zugetraut: Es gibt kein Menschenrecht darauf, einem Fleischgericht nicht nur einen bestimmten Namen zu geben, sondern es überdies zu verspeisen!

Und weiter:

Politisch korrekt zu sein, steht für die grundsätzliche Haltung, respektvoll miteinander umzugehen.

Und mit seinem Mittagessen, versteht sich.


Inzwischen bei der SPD: Katarina Barley, Spitzenkandidatin ihrer „Partei“ für die kommende Europawahl und somit vielleicht knapp im nächsten europäischen Parlament, erklärt Physik.

Ich finde es gut, dass auch für E-Books bald der verminderte Mehrwertsteuersatz gilt. Meine Lieblingsbücher (…) lassen sich so auch leichter auf Reisen mitnehmen.

Man kennt das ja: Frustrierte Gesichter beim Aufgeben von Koffern – die Mehrwertsteuer ist zu schwer und kann leider nicht mitkommen. Endlich gehört dieses Problem bald der Vergangenheit an!

Senfecke:

  1. Glücklicherweise kennen die Auflagezahlen vom Spargel nur eine Richtung. Mann freut sich schon auf die kommende Pleite. Ich fürchte aber daß SpOn uns erhaten bleibt und die so wie die Taz nur noch Clickbaiting und Shitposts ins Netz kippen. Humor nach 5 Bier…

  2. Jetzt ist der Margot Zwo auch noch das harmlose Gemüse vor die Flinte gelaufen. Spargel ist „der alte weiße Mann der Kulinarik“. Angeblich gibt es einen Kult ums Frühlingsgemüse. Und die ausgebeuteten Massen werden natürlich bei der Ernte „von ihren Vorgesetzten gedemütigt und oft vergewaltigt.“ Ich möchte gar nicht wissen, mit was. Wieder Spargel? Nächster Halt: Salatgurke.

    Das gehört für mich inzwischen in den Jahreszyklus der Empörung. Valentinstag: Erfindung der Blumenkonzerne. Karneval: Spießerveranstaltung mit offizieller Lacherlaubnis. Karfreitag: fettleibige Ü50-Kommentatoren beschweren sich übers Tanzverbot. Endet mit: Glühwein ist doof, Weihnachten ist ein Fest des Konsums (Nein! Doch! Oh!) und Silvester wäre ohne Knaller viel schöner. In der Abenddämmerung der Kultur werfen Themen lange Schatten.

  3. Ich habe mich ja oft gefragt wie Scheitan Adolf veritable Menschenmassen hinter sich bringen konnte, die genau wussten, dass der Weg in den Untergang führt.
    Es reichte wohl das Versprechen: „Ende aller Diskussionen und ungenehmigter Veröffentlichungen.“
    Langsam, ganz langsam, fällt der Groschen.
    :hitler:

:) 
:D 
:( 
:o 
8O 
:? 
8) 
:lol: 
:x 
:aufsmaul: 
:P 
:ups: 
:cry: 
:evil: 
:twisted: 
mehr...
 

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