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Vom „Brexit“ für die EU lernen

Der Vorsitzende der Liberal Democrats, der britischen F.D.P., vermeldete gestern auf Twitter einen großartigen Erfolg der Stop-Brexit-Kampagne seiner Partei: Auf zwei Fotos ist eine anscheinend große Zahl an Menschen zu sehen, die Schilder bei sich tragen, auf denen unter anderem „We demand a people’s vote“ („Wir verlangen eine Volksabstimmung“), „Put it to the people“ („Überlasst es dem Volk“) und „I want a say on Brexit“ („Ich würde beim Brexit gern mitreden dürfen“) steht. Dem Vorsitzenden zufolge habe man nun eine Mehrheit von 60 Prozent beisammen, die einen Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union ablehne.

Es ist wahrscheinlich nicht notwendig, darauf hinzuweisen, dass solche Zahlen meist von der Situation sowie von der Auswahl der Befragten abhängen. Ich halte es aber für bemerkenswert, dass sich nicht einmal drei Jahre nach einer Volksabstimmung, bei der es dem Volk überlassen wurde, was mit der EU-Zugehörigkeit künftig passieren solle, ausreichend viele Menschen zusammenfinden, die, unzufrieden mit der Entscheidung des Volkes, gern so oft abstimmen lassen würden, bis ihnen das Ergebnis passt.

Andererseits birgt dieses Verhalten eine große Chance auch für die Europäische Union und Deutschland: Bekommen die angenommenen 60 Prozent der Briten ihren Willen und dürfen einfach noch mal abstimmen, dann sollte es kein großes Problem darstellen, das auch in anderen Mitgliedsstaaten der EU durchzuführen. Wer nicht unzufrieden mit der Arbeit seiner Regierung ist, werfe den ersten Kugelschreiber. Wählen wir doch künftig einfach wöchentlich und retten wir die Demokratie. Die, die regelmäßig unanständigen Parteien in Berlin (Land) und Berlin (Bundeshauptstadt) zu Einfluss verhelfen, sprechen selten für die Mehrheit: 78 Prozent der Deutschen seien unzufrieden mit der Bundesregierung, zitierte „ZEIT ONLINE“ letzten Juli. Keine Ahnung, wo die Wähler immer herkommen.

Vielleicht sollte man Wahlen an sich künftig durch die Frage ersetzen, mit welcher Regierung man am ehesten zufrieden wäre. Das wären amüsante Ergebnisse für uns Zyniker.

Senfecke:

  1. Und Adam und Eva waren
    Boris“the horrible“ Johnson und Thersa „you can call me Terrible-Brexit“ May!
    Und eine Regierung mit der man ehesten zufrieden wäre…
    verträgt sich nicht mit den Stimmen ausm Kopf…
    hab da ein paar herum stehen
    Wagner aus Gips,Aristoteles,Freddy Krüger….
    wollen immernur Tetris spielen, aber ohne Hände!

  2. Pingback: Hirnfick 2.0 » Vom "Brexit" für die EU lernen (2)

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