Kerrang! meldete bereits in der vorigen Woche:
The Russian government is in the process of drafting a law to make emo and goth music illegal.
Begründet wird dies mit der suizidalen Neigung, die durch diese Genres vermittelt wird.

Ich persönlich füge dem noch hinzu, dass ich auch die Vorbildfunktion von Jugendidolen, denen aus jeder Faser ihres Daseins der Wunsch strömt (können Wünsche strömen?), ihrem ungeliebten Leben eigenmächtig und möglichst öffentlichkeitswirksam ein Ende zu setzen, in Frage stelle.
Dass die so genannte „Emo-Kultur“ reihenweise Menschen beiderlei Geschlechts hervorbringt, die sich allesamt kleiden und schminken, als wären sie ihre eigene Schwester in der Frühphase der Pubertät (Markenzeichen: Fettige Haare, Kirschen und Karos), und sich, dermaßen verunstaltet, als werweißwie individuell bezeichnen, ungeachtet der Tatsache, dass sie sich bis ins Detail zumindest sehr ähneln – geschenkt, das bringen die meisten Jugendkulturen so mit sich.
Es kann natürlich durchaus sein, dass für die negative Entwicklung der Betroffenen auch äußerliche Faktoren eine Rolle spielen, dass die Sehnsucht danach, sich Leid zuzufügen, also durch schulische oder private Misserfolge genährt wird, so wie es eben auch bspw. sein kann, dass die muslimische Religion an sich nicht dafür verantwortlich zu machen ist, dass Attentate seitens ihrer Glaubenden sich in den letzten Jahren nahezu exponenziell auch in Deutschland vermehren; aber einen gewissen Anteil an den hohen Selbstmordraten (ihr wisst schon, it‚s down the road, not across the street) kann man dieser so genannten Jugendkultur nur schwerlich absprechen, scheinen doch die Besitzer so mancher Profilseiten in einschlägigen „dunklen Portalen“ wie bspw. Schwarzes Glück oder vergleichbaren Seiten selbst nicht unbedingt sicher, ob sie jemanden für das ewige Leben oder den sofortigen Tod herbeisehnen.
Und ich beginne zu verstehen, wieso die Neue Deutsche Welle gar nicht mal so übel war.