Sonstiges
Hal­det eure Statt sau­ba!

Mein Dank gilt heu­te dem poli­ti­schen Enga­ge­ment der jun­gen Leu­te, die selbst unter dem offen­ba­ren Ein­fluss schäd­li­cher Sub­stan­zen kei­ne Gele­gen­heit unge­nutzt las­sen, die­ses Land zu ret­ten; so ein Bahn­war­te­häus­chen, beschrif­tet mit den abwech­seln­den und bebil­der­ten (erstaun­lich, in wie vie­le Rich­tun­gen sich so eine Swa­stika dre­hen lässt!) Auf­schrif­ten Gegen Naxis und Nacis raus zwi­schen der eigent­lich kei­ner Erwäh­nung wer­ten, aber unge­wöhn­lich gut doku­men­tier­ten Lie­bes­be­zie­hung zwei­er Indi­vi­du­en („Nico­le San­dra Nico­le ich lie­be dich usw.“), erhei­tert dann eben doch jeden Tag aufs Neue das Dasein des Zweif­lers und beweist neben­bei, dass man die­se ver­flix­te Kame­ra immer nur dann mit sich führt, wenn der­lei Moti­ve nicht in Reich­wei­te sind.

Näch­stes Mal viel­leicht.

NetzfundstückeMusikkritik
Her­me­lin: Post­rock im Pelz

Ich bin beschämt.

Nicht nur wegen der all­zu kalau­er­haf­ten Über­schrift, son­dern auch und gera­de, weil Peter wie­der ein­mal ein fei­nes Gespür für musi­ka­li­sche Geheim­tipps bewie­sen hat und ich auch nach inzwi­schen einer Woche trotz des abspiel­be­rei­ten Abspiel­ge­rä­tes (das muss­te mal sein) noch nicht die Muße auf­brin­gen konn­te, das Album der Han­no­ve­ra­ner Her­me­lin mit der für die­se Musik­rich­tung ange­mes­se­nen Auf­merk­sam­keit zu hören.

Her­me­lin sind – regel­mä­ßi­ge Leser die­ses Web­logs ahnen es ver­mut­lich bereits – eine Postrock­grup­pe, die unter ande­rem Mog­wai und Isis zum Vor­bild hat, aber auch Grup­pen wie Sonic Youth ver­ehrt. Nicht ganz so ver­träumt wie die Augs­bur­ger Dear John Let­ter – so viel konn­te ich dem ersten Anspie­len bereits ent­neh­men -, so gehen Her­me­lin doch sehr mit­rei­ßend zu Wer­ke. Die Gitar­ren gewit­tern, dass es eine rech­te Freu­de ist.

Peter geht, wie üblich, noch ein wenig ins Detail:

Aber was mei­ne Nach­barn da machen, ist so gut, das sie ein beson­ders schö­nes Zim­mer zuge­wie­sen bekom­men. Eine hörens­wer­te Mischung aus Indie-Rock, Pro­gres­si­ve, Expe­ri­men­tal und schö­nen Gitar­ren. Wol­len wir es Post-Rock nen­nen?

Das Debüt­al­bum, ver­öf­fent­licht erst in die­sem Jahr, ent­hält neun Stücke und steht unter der Crea­ti­ve-Com­mons-Lizenz, ist daher kosten­los anzu­hö­ren und her­un­ter­zu­la­den, kom­plett mit Covern und allem, was dazu­ge­hört. Strea­ming-Freun­de kom­men hier auf ihre Kosten; wer lie­ber gleich das Gesamt­pa­ket her­un­ter­lädt, fin­det bei 12rec, wo man das Album für gera­de ein­mal 7 Euro (inkl. Ver­sand!) auch auf CD erwer­ben kann, und via eMu­le das Album im .zip-For­mat und in durch­weg hoher Qua­li­tät.

Ihr wer­det es nicht bereu­en.

SonstigesNetzfundstücke
Kin­der, Kin­der! / apro­pos „Som­mer­loch“…

Neu­lich auf BRAVO.de, wo auch sonst? …:

ich, 16 habe seit 2 jah­ren einen festen freund, 16. nun wahr er 3 mona­te im aus­land.
vor 1 monat nach einer par­ty habe ich mit einem ande­ren geschla­fen, war betrun­ken. er hat kein kon­dom benutzt, schla­fe sonst nur mit kon­dom mit mei­nem freund.
jetzt bin ich schwan­ger. wie soll ich das mei­nem freund sagen? oder soll ich ohne gum­mi mit mei­nen freund schla­fen und anschlie­ssend sagen das kind sei von ihm?

Die Fra­ge allein ist schon so rich­tig schön doof, aber die ohne Berück­sich­ti­gung der zwi­schen­zeit­lich erhal­te­nen Ant­wort­bei­trä­ge gefun­de­ne Ant­wort übertrifft’s noch:

ich kann nicht anders. der ech­te vater ist der freund mei­ner besten freun­din mar­ti­na.
ich habe mei­nen freund nun erzählt ich neh­me die pil­le, dies woll­te er schon lan­ge. ich war­te nun noch eini­ge wochen und sage ihm dann ich sei schwan­ger. wir haben nun bereits ein­mal ohne gum­mi geschla­fen

das ist die beste lösung für alle. wegen krank­hei­ten muss ich wohl kei­ne angst haben, er war schläft nur mit mar­ti­na

Dazu sage ich: Glück­wunsch!

(Ach so, ja, Olym­pia is‘ ja auch noch: Deutsch­land ist offen­bar recht erfolg­reich bis­her, und die Spring­rei­ter, die in Hong­kong statt in Peking näch­ti­gen, haben, dies schreibt der SPIEGEL vori­ger Woche, sogar Inter­net und Alko­hol und bemer­ken, dies füge ich hin­zu, von all dem poli­ti­schen Durch­ein­an­der ver­mut­lich mehr als die weit­ge­hend von der Außen­welt abge­schnit­te­nen Stars, immer­hin! … Dabei­sein ist schließ­lich alles. Man muss ja nicht drü­ber reden.)

Wie lan­ge dau­ert so ein Som­mer­loch eigent­lich nor­ma­ler­wei­se?

SonstigesNetzfundstückePolitik
Donald Duck hat es gewusst!

Und nun doch noch mal Chi­na, weil es gera­de so schön passt:

Carl Barks, der alte Philosoph!


Nach­trag, da ich ohne­hin gera­de alte, hass­erfüll­te Din­ge hier hin­ein­ko­pie­re:

Sie haben eine Oma abzu­ge­ben? In Wil­mers­dorf ist bestimmt noch eine Woh­nung frei irgend­wo. Da stirbt ja stän­dig wer, bei­spiels­wei­se aus Lan­ge­wei­le.

(via Spree­blick)

PolitikIn den Nachrichten
„… für die­sel­be Sache und das alte Leid …“

Nanu, seit wann stört es die USA in irgend­ei­ner Form, wenn eine Welt­macht aus nie­de­ren Beweg­grün­den ein klei­nes Land bom­bar­diert?

Die gesam­te Regie­rung Bush gehört vor ein Kriegs­ver­bre­cher­tri­bu­nal, bevor ich ihr in irgend­ei­ner Form das (per­sön­li­che) Recht zuspre­che, sich da ein­mi­schen zu dür­fen.
(Und was das Gan­ze nun kon­kret mit Deutsch­land zu tun hat und wie­so mich per­sön­lich ein Krieg im Kau­ka­sus krat­zen resp. tan­gie­ren soll­te, konn­te mir bis­lang auch noch nie­mand eini­ger­ma­ßen plau­si­bel erklä­ren.)

Nichts Bes­se­res weiß ich mir an Sonn- und Fei­er­ta­gen,
Als ein Gespräch von Krieg und Kriegs­ge­schrei,
Wenn hin­ten, weit in der Tür­kei,
Die Völ­ker auf­ein­an­der schla­gen.

(J. W. v. Goe­the)

Aber auf den hört ja mal wie­der kei­ner.

SonstigesNetzfundstücke
Polit­kri­tik und war­um dann doch nichts dar­aus wur­de.

Chi­na ist schuld. Immer und über­all.
„Drau­ßen“, in der gro­ßen wei­ten Welt, wer­den mit der Insze­nie­rung des olym­pi­schen Gei­stes Zen­sur und Gewalt zu ver­decken ver­sucht, und hier­zu­lan­de fal­len erst mal rei­hen­wei­se Ser­ver aus (unter ande­rem sei­ner und mei­ner). Zusam­men­hang? Kann sein.

Eigent­lich jeden­falls woll­te ich an die­ser Stel­le zeit­nah über von der Öffent­lich­keit weit­ge­hend unbe­merk­te Per­ver­si­tä­ten im Rah­men der bis­lang über­trie­ben­sten Zur­schau­stel­lung des Egos diver­ser Natio­nen berich­ten, aber aus tech­ni­schen Grün­den muss­te dies folg­lich aus­fal­len. Immer­hin, ande­re kön­nen das auch, so ent­geht der Welt nichts.

Und wer will schon was von Tibet hören, wenn doch weit drin­gen­de­res unter den Nägeln brennt?

’s ist ja auch nicht immer leicht, in Zei­ten wach­sen­der Ver­blö­dung den kon­ser­va­ti­ven Medi­en­kon­su­men­ten die Welt ver­ständ­lich zu erklä­ren, davon kann auch der Bou­le­vard­sen­der RTL ein Lied pfei­fen.

Es wird alles wie­der gut!

Netzfundstücke
Medi­en­kri­tik VI: Will­kom­men im pro­mi­nen­ten Dro­gen­sumpf

Soeben wur­de mir von Fr. Gene­ral­feld­mar­schall die­ses Bild zuge­spielt:

Celebrity? Rehab!

Fest­zu­stel­len ist, dass man in der Teil­neh­mer­li­ste des unsäg­li­chen Schunds Cele­bri­ty Rehab, der wohl ein neu­es Erfolgs­for­mat von MTV dar­stel­len soll, ver­mut­lich tat­säch­lich nur die Frau Niel­sen weit­hin kennt, und selbst die nur in frag­wür­di­gen Zusam­men­hän­gen; indes steht die Aus­sa­ge der Bild­un­ter­schrift daher tat­säch­lich nicht zur Dis­kus­si­on.

Was war zuerst da?
Hen­ne oder Ei? Rehab oder Pro­mi­nenz?

Ein Dro­gen­ent­zug ist, das jeden­falls ist aus der Sen­dung ersicht­lich, ein ähn­lich unan­ge­neh­mer Weg zur Berühmt­heit wie die bis­lang füh­ren­de Metho­de, Inti­mi­tä­ten mit Boris Becker und/oder Die­ter Boh­len aus­zu­tau­schen. Und ob das die anschlie­ßen­de Schmach, in sol­cher­lei Sen­dun­gen auf­tre­ten zu dür­fen, aus­gleicht, wage ich nicht zu beur­tei­len.

Letzt­end­lich aber kom­men, wie so oft, die wich­ti­gen Din­ge nicht zur Spra­che.
Was bedeu­tet schon kur­zer Ruhm, gemes­sen an der Ewig­keit?

(Ande­rer­seits: was weiß das poten­zi­el­le Publi­kum des von mir geschol­te­nen Sen­ders von der Ewig­keit, wenn doch jede flüch­ti­ge Lieb­schaft den Stem­pel 4ever, also „vür immer“, auf­ge­drückt bekommt, was dann, je nach Situa­ti­on, um von weni­gen Tagen bis zu meh­re­ren Jah­ren sein Ver­falls­da­tum zu ver­schie­ben weiß?)

Das war jetzt viel­leicht etwas zu phi­lo­so­phisch.

MusikIn den Nachrichten
Rus­si­sche Regie­rung will „Emo“ und Gothic ver­bie­ten

Ker­rang! mel­de­te bereits in der vori­gen Woche:

The Rus­si­an govern­ment is in the pro­cess of draf­ting a law to make emo and goth music ille­gal.

Begrün­det wird dies mit der sui­zi­da­len Nei­gung, die durch die­se Gen­res ver­mit­telt wird.
Emo Kids - Oh god, why?
Ich per­sön­lich füge dem noch hin­zu, dass ich auch die Vor­bild­funk­ti­on von Jugend­ido­len, denen aus jeder Faser ihres Daseins der Wunsch strömt (kön­nen Wün­sche strö­men?), ihrem unge­lieb­ten Leben eigen­mäch­tig und mög­lichst öffent­lich­keits­wirk­sam ein Ende zu set­zen, in Fra­ge stel­le.

Dass die so genann­te „Emo-Kul­tur“ rei­hen­wei­se Men­schen bei­der­lei Geschlechts her­vor­bringt, die sich alle­samt klei­den und schmin­ken, als wären sie ihre eige­ne Schwe­ster in der Früh­pha­se der Puber­tät (Mar­ken­zei­chen: Fet­ti­ge Haa­re, Kir­schen und Karos), und sich, der­ma­ßen ver­un­stal­tet, als wer­weiß­wie indi­vi­du­ell bezeich­nen, unge­ach­tet der Tat­sa­che, dass sie sich bis ins Detail zumin­dest sehr ähneln – geschenkt, das brin­gen die mei­sten Jugend­kul­tu­ren so mit sich.

Es kann natür­lich durch­aus sein, dass für die nega­ti­ve Ent­wick­lung der Betrof­fe­nen auch äußer­li­che Fak­to­ren eine Rol­le spie­len, dass die Sehn­sucht danach, sich Leid zuzu­fü­gen, also durch schu­li­sche oder pri­va­te Miss­erfol­ge genährt wird, so wie es eben auch bspw. sein kann, dass die mus­li­mi­sche Reli­gi­on an sich nicht dafür ver­ant­wort­lich zu machen ist, dass Atten­ta­te sei­tens ihrer Glau­ben­den sich in den letz­ten Jah­ren nahe­zu expo­nen­zi­ell auch in Deutsch­land ver­meh­ren; aber einen gewis­sen Anteil an den hohen Selbst­mord­ra­ten (ihr wisst schon, it‚s down the road, not across the street) kann man die­ser so genann­ten Jugend­kul­tur nur schwer­lich abspre­chen, schei­nen doch die Besit­zer so man­cher Pro­fil­sei­ten in ein­schlä­gi­gen „dunk­len Por­ta­len“ wie bspw. Schwar­zes Glück oder ver­gleich­ba­ren Sei­ten selbst nicht unbe­dingt sicher, ob sie jeman­den für das ewi­ge Leben oder den sofor­ti­gen Tod her­bei­seh­nen.

Und ich begin­ne zu ver­ste­hen, wie­so die Neue Deut­sche Wel­le gar nicht mal so übel war.

PolitikIn den Nachrichten
Oba­ma II (Sol­da­ten und Repu­bli­ka­ner)

End­lich dreht sich die Spi­ra­le der Poli­tik wie­der in einer kom­men­tar­wür­di­gen Geschwin­dig­keit:
Wäh­rend in Ita­li­en der Not­stand aus­ge­ru­fen wur­de, um des Immi­gran­ten­pro­blems – wie­so kommt in Deutsch­land eigent­lich nie­mand auf sol­che Ideen? – Herr zu wer­den, bekommt America‚s next Top Pre­si­dent Oba­ma Schel­te von sei­nem Kon­kur­ren­ten McCain:

Noch bevor Oba­ma in der Nacht zum Sonn­tag in Chi­ca­go lan­de­te, pran­ger­te sein repu­bli­ka­ni­scher Riva­le John McCain einen feh­len­den Besuch des Sena­tors bei ver­wun­de­ten US-Sol­da­ten in Deutsch­land an. Poli­ti­ker hier­zu­lan­de kri­ti­sier­ten Oba­mas Vor­schlag, durch mehr Nato-Trup­pen in Afgha­ni­stan Steu­er­sen­kun­gen in den USA zu finan­zie­ren.

(Quel­le)
Das ist aber auch nicht nett. Gegen mör­de­ri­sche Ter­ror­re­gimes, die die Todes­stra­fe gar befür­wor­ten, muss man doch mit allen Mit­teln vor­ge­hen! Wen küm­mert da ein wenig Kol­la­te­ral­scha­den? Herr­je.

Was mich per­sön­lich aber ver­wun­dert, ist die Kri­tik deut­scher Poli­ti­ker an den Vor­schlä­gen eines ame­ri­ka­ni­schen Prä­si­dent­schafts­kan­di­da­ten. Gera­de das Ent­sen­den wei­te­rer Trup­pen mit dem ein­zi­gen Ziel, der USA mög­lichst viel öko­no­mi­schen Scha­den zu erspa­ren, war doch bis­lang offen­bar stets im Inter­es­se unse­rer Regie­rung.
Soll­te sie am Ende aus der immer lau­ter wer­den­den Kri­tik des Vol­kes gelernt haben? Soll­te sie am Ende bemerkt haben, dass es in unse­rem Land wirt­schaft­lich auch nicht gera­de per­fekt steht (apro­pos „per­fekt“)?

Wün­schens­wert wäre es ja.
Aber ich fürch­te, ein aut­ar­kes, fried­lie­ben­des Deutsch­land mit sta­bi­ler Wirt­schafts­la­ge wer­de ich nicht mehr erle­ben.

Nach­trag vom 29. Juli:
Wie durch Oba­mas Anwe­sen­heit ver­se­hent­lich der vor­läu­fi­ge Tief­punkt der Live-Über­tra­gun­gen erreicht wur­de, erfährt man immer­hin bei der FAZ, ent­spre­chend grau­si­ge Bil­der zum Text stellt der Medi­en­pi­rat zur Ver­fü­gung.

In den NachrichtenPersönlichesNetzfundstücke
Gina-Lisa und die Ero­tik­fil­me­rei

Nach­dem ich mehr­fach dar­auf ange­spro­chen wur­de, dass von einer der zahl­lo­sen Hob­by­hun­ger­ha­ken aus­’m Fern­se­hen eine Video­auf­zeich­nung exi­stiert, an der vor allem die Beklei­dung des Dreh­part­ners von für das Bou­le­vard erstaun­li­cher Wich­tig­keit zu sein scheint, sehe ich mich nahe­zu dazu genö­tigt, mei­ne Mei­nung zu die­sem Film­chen, das ich mir aus ästhe­ti­schen Grün­den nur aus­zugs­wei­se anschau­te, schrift­lich zu fixie­ren:

Die Haupt­dar­stel­le­rin trifft mei­nen Geschmack nicht im Ansatz, und von einem auf­re­gen­den Akt kann auch nicht die Rede sein. Man ist fast ver­sucht, sich an „1 Night in Paris“ zu erin­nern; dann lässt man es aber doch lie­ber. Schön ist das nicht.

Das ein­zig Inter­es­san­te an dem Film ist dann, abge­se­hen von den Socken des Dreh­part­ners, wohl tat­säch­lich der Name der Dar­stel­le­rin. Aber für den kann die Dame ja nichts. Ohne sie jedoch wür­de das Mach­werk – zu Recht – in der Bedeu­tungs­lo­sig­keit ver­schwin­den, ohne in diver­sen Online­me­di­en wie dem, das Sie soeben kon­su­mie­ren, ver­ris­sen zu wer­den.

Und über­haupt, apro­pos Bedeu­tungs­lo­sig­keit: Wer kennt die­se Frau in einem Jahr noch?
Ein wei­te­res Stern­chen, das sei­ne 15 minu­tes of fame mit dem Abdre­hen öder Eigen­wer­be­spots ver­tut.

Aber immer­hin singt sie nicht.


In eige­ner Sache:
War­ten auf das Come­back. Es gibt nichts zu ver­lie­ren, man kann nur gewin­nen. Wie sonst sel­ten im Leben.
I love you some­ti­mes, always never. Muss was dran sein.

Sonstiges
Medi­en­kri­tik V: Scha­de, nichts gelernt.

Der­zeit auf MTV:

In die­sem MTV Masters gibt’s die größ­ten Momen­te aus dem Musik-Biz. Unter ande­rem mit dabei: Der Brit­ney-Madon­na-Kuss, Janet Jack­sons Nipp­le­ga­te und Kurt Cobains Selbst­mord.

Also die unge­zähl­te Wie­der­ho­lung einer Sen­dung, in der Leu­te, die den Namen Nir­va­na schon mal irgend­wo gehört haben, bekannt­ge­ben, dass sie den Namen Nir­va­na schon mal irgend­wo gehört haben.

Und jetzt, lie­be Leser, gilt es, sich zu infor­mie­ren über des Herrn Cobain Sui­zid­an­lass. Für die Lese­fau­len: Es hat­te, wie es heißt, etwas mit den Anfor­de­run­gen der Mas­sen­me­di­en zu tun und dem Druck, den es ver­ur­sacht, stän­dig in dritt­klas­si­gen Fern­seh­sen­dun­gen erwähnt wer­den zu müs­sen.

Dann hat man den Redak­teu­ren des Klin­gel­ton­sen­ders eini­ges vor­aus, und sei es nur jour­na­li­sti­scher Weit­blick.

Scha­de drum.

Nerdkrams
Das Ende einer Ära

Kein Scherz, um so trau­ri­ger:
Nach­dem das Ende von Win­dows XP offi­zi­ell ange­kün­digt wur­de, ist nun auch für Win­dows 3.11, den Vor­gän­ger von Win­dows 95, end­gül­tig Schluss:

for tho­se that were not awa­re, we recent­ly announ­ced that effec­ti­ve Novem­ber 1st, 2008, OEM’s will no lon­ger be able to licen­se Win­dows for Work­groups 3.11 in the embedded chan­nel. Now we all know that it’s been long gone in the stan­dard (retail/OEM) chan­nel, but one of the uni­que things in the embedded busi­ness is that we allow the clas­sic OS pro­ducts to be sold lon­ger than the other chan­nels. it’s *final­ly the end of an era!

(Quel­le)

„Sag zum Abschied lei­se ser­vus…“

PolitikIn den Nachrichten
Kopf ab gegen Gewalt!

Hal­lo, lie­be Leser. Die­ser Arti­kel, im Nach­fol­gen­den voll­stän­dig zu fin­den, wur­de von mir im Nach­hin­ein für über­aus mies for­mu­liert erach­tet und könn­te ein fal­sches Licht auf mei­ne Beweg­grün­de wer­fen. Daher habe ich ihn von der Start­sei­te ent­fernt und ver­wei­se statt­des­sen hier­her. Ent­schul­di­gung.

‘Kopf ab gegen Gewalt!’ wei­ter­le­sen »

Sonstiges
„Vize is‘ ja auch was.“

Wie sie alle gegrölt haben, und selbst Peter war flei­ßig am Het­zen gegen die­ses aus­län­di­sche Pack, das ver­sucht, uns arrrr­ri­schem Volk die wodurch auch immer erar­bei­te­te Euro­pa­mei­ster­schaft strei­tig zu machen.

Aber Oppor­tu­nis­mus können’se nach wie vor gut, die Deut­schen:
Die BILD wur­de pünkt­lich zum ver­dien­ten Sieg für Spa­ni­en unge­wohnt klein­laut und ‑buch­sta­big und gröl­te zum Glück nicht „Wir sind Vize!“, so wie es heu­te allent­hal­ben auf den hit­ze­ge­schä­dig­ten Stra­ßen, die bis vor kur­zem noch Fan­me­ter bzw. ‑mei­len waren, zu hören war. Und auch Peter wan­del­te sich von „die alte Regel lau­tet, ein Tor mehr als die ande­ren“ zu „Nur Zwei­ter – und das zu Recht“.

Ein Hoch auf alle, die ihrer Mei­nung von vorn­her­ein trotz aller Dro­hun­gen aus ihrem Umfeld treu geblie­ben sind. Wen­de­häl­se sind, das sei gesagt, ein gei­stig schwa­ches Völk­chen. Zumal es beim Sport ja auch nicht dar­um geht, zu einer Mann­schaft zu hal­ten, nur weil alle ande­ren sie auch mögen oder mögen zu müs­sen mei­nen, man hat ja auch Pflich­ten als Deut­scher usw., wofür man dann eigent­lich nicht mal was kann.

Nun, „Zwei­ter is‘ ja auch was“. Ja, nur was?
Pokal gibt’s nicht, inter­na­tio­na­le Aner­ken­nung gibt’s auch nicht, und, nun ja, gewon­nen hat man eben­falls nicht. Aber so etwas prallt an den selbst ernann­ten Welt­mei­stern der (eige­nen) Her­zen natür­lich ab wie kon­struk­ti­ve Kri­tik an der deut­schen Ver­tei­di­gung, man weiß ja genau, was man tut.
Gewin­nen scheint’s aller­dings, das beto­ne ich hier genuss­voll ein wei­te­res Mal, nicht zu sein.

Nun ja. ¡Que viva Espaí±a! – ver­dient ist’s alle­mal.
Und jetzt ist end­lich Ruhe da drau­ßen. Herr­lich!