Politik
Personalwechsel

Seit heute ist Olaf Scholz offiziell “Müntes” Nach­fol­ger als Min­is­ter für Arbeit und Soziales, kurz “ASoziales”.

Das TuxBlog dankt dem Franz­erl für viele schöne Jahre, wichtige Kom­pro­misse (*) und natür­lich all die lusti­gen Ideen (**), die er ein­brachte. Hof­fentlich wird’s mit dem Scholz auch so spaßig.


ad (*):
Wir erin­nern uns da nur mal an die Mehrw­ert­s­teuer­erhöhung: Die CDU forderte 2 %, die SPD schloss sie aus, und als Kom­pro­miss haben sie sich auf 3 % geeinigt. Danke, Franz!

ad (**):
Es sei, so erwäh­nte er, “unfair”, die Regierungsparteien an ihren Wahlkampfver­sprechen zu messen. Damit hat er vie­len von uns die Augen geöffnet; wie verblendet wir doch waren! Wie kon­nten wir nur so dumm sein! Ab sofort wird wieder mit real­is­tis­chen Maßstäben gemessen: Der Poli­tik­er mit dem unauf­fäl­lig­sten Fam­i­lien­leben wird umge­hend gewählt. So muss es sein, das hat selb­st die BILD kapiert!


Ach Gottchen!
— S.

MusikPolitikNetzfundstücke
Hallo, Verfassungsschutz! 3 — wie ironisch…

Einen entrüsteten guten Abend, liebe Leser­schar,

Ach, was muss man oft von bösen
Buben
hören oder lesen?

(W. Busch, “Max und Moritz”)

Ja, mit der Vor­rats­daten­spe­icherung ist das so eine Sache. Man ist, scheint’s, so lange ein poten­zieller Ter­ror­ist, bis das Gegen­teil bewiesen wurde — und auch dann ste­ht man unter Beobach­tung. Eigentlich beruhi­gend, dass es nicht nur uns Nor­mal­men­schen so geht, son­dern dass auch die deutsche Promi­nenz nicht ver­schont wird:

Zu Unrecht beschat­tet fühlt sich der­weil auch die Band “Mono für Alle!” (MfA). Die Punk­for­ma­tion aus Gießen stand auf­grund von kri­tis­chen Tex­ten etwa beim Lied “Hal­lo Ver­fas­sungss­chutz(jawoll­ja!) schon ein­mal im Zen­trum der Aufmerk­samkeit der bay­erischen Staatss­chützer, welche die Löschung der Song­prosa von der Home­page der Musik­gruppe ver­langte.

Das Lustig­ste daran ist ja eigentlich die Begrün­dung:

[ Der Staatss­chutz ] unter­stellt der Band ein “extrem kon­spir­a­tives Vorge­hen”, da es “kein­er­lei Anhalt­spunk­te zur Iden­ti­fizierung der Mit­glieder” gebe.

Hm, es gibt Videos ihrer Auftritte über­all im Inter­net, genügt das nicht? Natür­lich achtet man als Kün­stler auch ein wenig auf seine Pri­vat­sphäre, dafür gibt es ja Kün­stler­na­men. Aber sind die jet­zt ein Argu­ment?

Ver­haftet Heino! — “Schwarzbraun ist die Hasel­nuss, schwarzbraun bin auch ich”; da würde ich doch als Staatss­chutz die Ohren spitzen, zumal er seinen echt­en Namen sel­ten preis­gibt. Ver­dachtsmo­mente scheinen doch zu genü­gen?
Ger­ade auch, wenn man als Staatss­chutz, wie es scheint, ohne­hin nicht der Schnell­ste und Hell­ste ist:

Erst acht Monate nach dem Beginn der Ermit­tlun­gen kom­men die Staatss­chützer laut der Akte auf die Idee, eine Whois-Abfrage über die Domain der Band-Web­seite zu stellen.

Staatskri­tik­er sind im Gemein­we­sen uner­wün­scht, schreibt euch das hin­ter die Ohren, ihr Ben­gel!

Fre­und­schaft,
— euer DDRinguin.

PolitikIn den Nachrichten
Hallo, Verfassungsschutz! *freundlich wink*

Tschüss, Men­schen­rechte!

Oder, um es mal in dieser so genan­nten “Kul­tur­sprache” auszu­drück­en: Big Rol­li (S.) is watch­ing us. Und über­haupt, Schäu­ble:

Wir hat­ten den ‘größten Feld­her­rn aller Zeit­en’, den Grö­FaZ, und jet­zt kommt die größte Ver­fas­sungs­beschw­erde aller Zeit­en.

Ein beein­druck­ender Ver­gle­ich. Hat­te man sich nicht darauf geeinigt, dass Men­schen mit “solchen Aus­sagen” nichts in öffentlichen Ämtern ver­loren haben? Mal guck­en, was Kern­er dazu meint.

Wird Lin­ux jet­zt eigentlich ver­boten, weil die geheimerSpion.exe nur unter Win­dows gescheit funk­tion­iert? — Das ist schon fast die Anschaf­fung eines Pow­er­PC-Macs wert, da läuft kein Win­dows drauf. Zum Glück!

Wo doch unter Win­dows derzeit ohne­hin einiges schiefläuft:
Das viel gepriesene Vista kann nur mit einem Hot­fix anständig Dateien kopieren, bei jedem zweit­en Win­dow­sup­date fällt das völ­lig über­flüs­sige Aero aus, sofern aktiviert, und Microsoft bietet sog­ar ein Down­grade auf Win­dows XP an — natür­lich nur für Käufer der teuren Vis­taver­sio­nen. Macht ja nichts, Win­dows “7” ste­ht ja schon wieder bald vor der Tür. Ob es wohl all die Neuerun­gen bietet, die Vista trotz aller Ankündi­gun­gen doch nicht enthält, und vielle­icht sog­ar eine Schnittstelle für den “Bun­de­stro­jan­er”?

Sed quis cus­todi­et ipsos cus­todes?
Die Todgewei­ht­en grüßen dich!

- $me

Persönliches
Hallo, Wien!

Cerve­lat, liebe Leser,

alle Jahre wieder ist’s so weit, da zieht unsere junge, unschuldige Jugend in, wenn man die All­t­agsauf­machung (meter­dick Make­up und was sich noch so Jugend­mode schimpft) betra­chtet, ver­gle­ich­sweise hüb­schen Verklei­dun­gen im Zeichen der völ­lig falsch ver­stande­nen Sol­i­dar­ität mit amerikanis­chen Tra­di­tio­nen durch die Straßen, nehmen von den Reichen (wer immer das ist) und geben den Armen (sich). Im Grunde also genau das, was ihre Onkels und Tan­ten ihnen das ganze Jahr über in Großstädten vor­leben; ich mein­er­seits nenne es Bet­teln.

Und dazu noch so ein “niedlich­er” Wahlspruch, “Süßes oder Saures” (ob man als Bankräu­ber mit dem Spruch auch Erfolg hätte?); da gebe ich ihnen doch lieber Saures, damit sie sehen, dass sich Bet­teln auch und ger­ade in jun­gen Jahren nicht lohnt. Soziale und all­ge­meine Ver­wahrlosung deutsch­er “Zukun­ft” (oje, oje!) unter­stütze ich nicht, auch nicht moralisch.

Oder ich trage ein Madeleine-Kostüm. Dann ent­deck­en sie mich nicht.

Buh!
— euer Pin­guin

KaufbefehleMusikkritik
Musiktipp: Stolen Babies

Und weil’s so schön war:

Im ver­gan­genen Jahr trat eine weit­ere kaputte Musik­grup­pierung aus dem Umfeld der dur­chaus durchgek­nall­ten Avantrock-Kabaret­tis­ten Sleep­y­time Goril­la Muse­um in die “Öffentlichkeit” bzw. den Under­ground:
Sie nen­nen sich “Stolen Babies” und machen zusam­menge­fasst wüsten Pop­krach.

Fix Sadler von mein­er Lieblings­mail­ingliste drück­te es so aus:

(…) Stolen Babies agieren wesentlich song­di­en­lich­er, kom­men direkt auf den Punkt (mit der Faust in die Fresse) und sehen sich ver­mut­lich sel­ber eher dem Hard­core-POP (HARDCORE bitte wörtlich nehmen) zuge­hörig, als dem Avant­garde… Da singt so ’ne Dame mit einem Gerülpse und Geröchel, dass einem schlecht wer­den mag… Und die gle­iche Dame beweisst auf dem gle­ichen Album, dass sie aus dem nichts her­aus zum ALLERFEINSTEN der Sanges­gilde gehört… Zwis­chen Gwen Ste­fani, Lisa Dal­bel­lo und Kotzy Kotzen Kotzer… (wer es hört; ja, auch diese kreis­chende Qui­etschröhre is datt auch noch attrak­tive, kleine Mädel…) Darüber hin­aus haben wir Psy­cho-Kirmes, Akko­rdeon, Vio­line, Trompete, Geschep­per, Gek­limper, ver­rück­te Arrange­ments und Pow­er bis zum Abwinken. Ham­pelfax kön­nte man auch sagen und täte der Mucke damit nicht unrecht. Die ganze Geschichte ist Art­work-tech­nisch abso­lut rund, Digi­pak, spitzen­stim­mungsvolle Bilder aus dem Hause Schat­ten-Schnitte (…)

Ein makabres Musikvideo mit dem Titel “Push but­ton” gibt’s hier zu bewun­dern. Allein schon die Umset­zung ist kün­st­lerisch abso­lut wertvoll.

Und bei MySpace sind sie natür­lich auch vertreten; reich­lich mor­bid, aber beein­druck­end!

Viel Vergnü­gen…

Sonstiges
Wer hätte dass gedacht?

Hal­lo, liebe Leser­meute,

da wet­tert man jahre­lang gegen die täglichen Sprachverge­wal­ti­gun­gen durch unge­bildete Inter­net­nutzer, dann liest man abends einen humoris­tis­chen Krim­i­nal­ro­man — natür­lich die Zweitau­flage (1976 (1976!)), nicht dieser dig­i­tal­isierte Unfug von heutzu­tage mit der als “augen­fre­undlich” beze­ich­neten ver­wasch­enen Winzschrift und dem Chemiepa­pi­er — und ver­spürt plöt­zlich so ein Kribbeln:

Aua!
— euer Pin­guin

Netzfundstücke
Deutschland sucht den Supernazi

Hal­lo, liebe Leser­lein,

schon wieder ein feines Net­z­fund­stück:

Deutsch­land sucht den Super­nazi!
(Unter­ti­tel: “Wer oder was hat mit dem Nation­al­sozial­is­mus am meis­ten gemein?”)

All das ist natür­lich eine Anspielung auf Eva Her­man und den Vor­fall bei aus­gerech­net Kern­er.
Derzeit (“Gesamt­stim­men: 1840 (gerun­det)”) führt die Antifa mit 23 %. Wer baut den Vor­sprung aus?

Vive la rev­o­lu­tion!
— euer Pin­guin


Nach­trag vom 18. Okto­ber:
Schade, die Umfrage ist ver­schwun­den. Macht nichts, die näch­ste kommt sich­er.

Persönliches
Das Eva-Prinzip

Es war nicht alles schlecht unterm Führer!

Die Jugend sprach noch unver­fälscht­es Deutsch, hat­te noch so etwas wie soziale Kom­pe­tenz und saß nicht den ganzen Tag vor der Glotze.
Und krim­inelle (“krim­inell” ist bitte im Sinne von “den gel­tenden (!) Geset­zen wider­strebend” zu ver­ste­hen) Ban­den wur­den immer­hin kon­se­quent bekämpft; die viel zitierten “Türken­ban­den” hät­ten wir damals nicht mal ins Land gelassen.

(Komm ich jet­zt ins Fernse­hen?)

Pro­vokati, pro­voka­to,
— euer Pin­guin

LyrikIn den Nachrichten
Ein Hoch auf das BKA!

Servus,

nach­dem mod­erne Bild­bear­beitung nun für jed­er­mann erschwinglich ist, ist es nur angemessen, dass par­al­lel zu sink­enden Kosten für IT-Sys­teme auch die Steuern zur Bezahlung IT-gestützter Fah­n­dung min­destens stag­nieren.

Und wenn ich so was lese, bin ich froh, in einem mod­er­nen Staat zu leben. Der­ar­tige Exper­tise ist jeden Cent wert!

Polizeiexperten macht­en die Bear­beitung rück­gängig

Erforder­liche Ken­nt­nisse: Umgang mit The GIMP sowie die Fähigkeit, eine Such­mas­chine (Stich­wort: “Pho­to­shop Wirbel”) zu bedi­enen.

Im näch­sten Leben geh ich zum BKA!
— euer über­fordert­er Pin­guin


Und, der Besinnlichkeit wegen, noch ein Tipp des Tages, gefun­den hier:

Ein Wal­roß las im Inter­net:
„Ein Wal­roß ist erschreck­end fett.“
Nun kan­nte es sich endlich aus
und ging sehr gut­ge­launt nach Haus.
Moral: Man soll die Welt ver­stehn
und gut­ge­launt nach Hause gehn.

Merkt euch das für die Zukun­ft!

Sonstiges
Pinguinspiele für lau!

Hal­lo, liebe Leser­schar,
eins vor­weg:

Ich habe keine Ahnung, wieso TuxBlog.dl.am plöt­zlich nicht mehr auf dieses Weblog ver­weist. Und so lange ich diesen Umstand nicht klären kon­nte, wird dieses Weblog bis auf Weit­eres nur unter https://tuxproject.de/blog zu find­en sein; ich bitte die Book­marks (yeah, mark my book!) entsprechend zu kennze­ich­nen.

Aber mal zu meinem Haupt­gericht bzw. ‑bericht:
Wie ihr, werte Leser, sich­er wisst, gibt es unzäh­lige kosten­lose Spiele für jedes Betrieb­ssys­tem. Und da Pin­guine aus mir noch immer nicht ganz erfind­lichen Grün­den die neuen Lieblingstiere viel­er Men­schen sind, habe ich hier mal meine “Top 3” der schön­sten Pin­guin­spiele für euch zusam­mengestellt — vielle­icht find­et ihr was.

Alle hier genan­nten Spiele laufen, soweit mir bekan­nt ist, unter Lin­ux und aktuellen Win­dowsver­sio­nen (für let­ztere wird sog­ar ein Instal­la­tion­spro­gramm bere­it­ge­hal­ten); bis auf Pin­gus sind mir auch MacOS-X-Umset­zun­gen bekan­nt.

  1. Super­Tux

    Super­Tux ist — wie der Name schon andeutet — ein “Super Mario”-Klon. Man hat auch die aus Super Mario Land bekan­nten Feuer­bälle zur Ver­fü­gung.

    Hin­weis: Win­dows­nutzern wird emp­fohlen, die Steuerung vor dem Spie­len anzu­passen, da die meis­ten aktuellen Tas­taturen mit der Stan­dard­bele­gung Prob­leme haben.

    Screen­shots

  2. Pin­gus

    Pin­gus ist die Pin­guin­ver­sion der bekan­nten Lem­mings-Spiel­rei­he. Auch in dieser Umset­zung geht es darum, möglichst viele Lem­minge (lies: Pin­guine) mit­tels der Zuweisung von Aktio­nen lebendig ins Ziel zu bekom­men; mit steigen­dem Lev­el erhöht sich auch der Schwierigkeits­grad. Allerd­ings ist das Piepsen der geretteten Pin­guine, wie Ziska es aus­drück­en würde, aller­lieb­st.

    Screen­shots

  3. Extreme Tux Rac­er

    Dieses Spiel schließlich ist erst­mals kein Klon eines pop­ulären Com­put­er­spiels. Im Wesentlichen geht es darum, den Pin­guin Tux auf ein­er Rodel­bahn in möglichst kurz­er Zeit möglichst viele Heringe ein­sam­meln zu lassen. Wer die mit­geliefer­ten Streck­en erfol­gre­ich absolviert hat, bekommt hier übri­gens zahllose weit­ere cours­es, deren Instal­la­tion hier ein­steiger­fre­undlich erk­lärt wird.

    Screen­shots

Viel Spaß!
— euer Spielp­in­guin (oder so)