MusikNetzfundstücke
Zeuhl für alle!

Hal­löchen, liebe Musik­fre­unde,

in diesem schnuck­e­li­gen Weblog gibt es kosten­lose Zeuhl-Musik für jeden zum kosten­freien Herun­ter­holen.

“Was ist Zeuhl”, fragt ihr, die ihr zu einem Großteil ver­mut­lich noch nie Musik von Mag­ma hörtet, euch vielle­icht.
Nun, die Baby­blauen Seit­en definieren es so:

Zeuhl ist eigentlich ein Wort aus der von den Mit­gliedern der franzö­sis­chen Band Mag­ma erfun­de­nen Kun­st­sprache Koba­ian­isch und bedeutet etwa “himm­lis­che Musik”. Inzwis­chen wird damit auch das Prog-Genre beze­ich­net, in das Bands ein­ge­ord­net wer­den, die sich haupt­säch­lich durch die Musik von Mag­ma inspiri­eren lassen bzw. teils aus Ex-Mag­ma-Mit­gliedern beste­hen. Zeuhl-Musik zeich­net sich meist durch über­aus kraftvolles, dom­i­nantes Bass-Spiel, repet­i­tive Struk­turen, peitschende Rhyth­mik und Jazz-Anlei­hen aus.

Weit­ere Infor­ma­tio­nen gibt es hier.

Klingt doch gut, oder? ;)

In tiefer Trauer,
— euer Musin­guin (oder so)

Musik
Arrrr, ich bin ein Musikpirrrrat!

Liebe Leser, es ist mal ein ern­stes Wort fäl­lig.

Wo immer man herum­surft, mit wem immer man disku­tiert, wann immer man Fernse­hgerät und/oder Radio ein­schal­tet, es ist stets das­selbe, was einem die Sinne vernebelt:

Raubkopier­er hier, Musikpi­rat­en dort. “Raubkopier­er sind Kinder­schän­der”, und bis zu “Musikpi­rat­en: Schwanz ab!” ist’s wohl auch nicht mehr weit. Dass die zu Unrecht so genan­nte “Musikin­dus­trie” da einige Recht­sla­gen über­sieht, tang­iert die meis­ten Ange­sproch­enen nur periph­er; aufgewühlt durch die alltägliche medi­ale Verblö­dung schließen sie sich im stillen Käm­mer­lein ein und schwören bei Gott, Bud­dha oder den sieben Geißlein, dass sie nie wieder in ihrem Leben einen Com­put­er bedi­enen wer­den. Aber warum das alles?

Fol­gen­des sei mal festzuhal­ten:
GEZ-Gebühren gel­ten auch im Inter­net; irgend­wie logisch, wer­den sie doch seit kurzem auch auf inter­net­fähige Com­put­er erhoben. Daraus fol­gt:

Was man bezahlt hat, darf man herun­ter­laden.
Dazu zählen sowohl Fernsehsendun­gen als auch Radiomitschnitte; bei­des, neben­bei bemerkt, nur, so lange sie nicht kom­merziell ver­trieben wer­den.

Da nun die Indus­trie dur­chaus weiß, dass sie sich, wür­den sie diese Infor­ma­tion allzu offen zugänglich machen, selb­st ins Fleisch schnitte, wird all das ein wenig ver­schleiert, in der wohl lei­der berechtigten Hoff­nung, dass die com­put­er­vers­essene Gen­er­a­tion vergessen hat, was VHS und MC einst waren.

“Früher” (wie das klingt!) wur­den auf Schul­höfen noch unbe­hel­ligt knack­sende Video- und Audioauf­nah­men aus “Eigen­pro­duk­tion” und somit zum Selb­stkosten­preis qua­si ver­schenkt — wegen des nicht kom­merziellen Charak­ters war das auch damals schon legal, wenn auch ver­pönt. Ist der Begriff “Pri­vatkopie” von den Medi­en so tot­disku­tiert wor­den?
Heute indes zuck­en auf Schul­höfen schon Besitzer trag­bar­er MP3-Abspiel­geräte zusam­men, wenn sie jeman­den sehen, dessen Auftreten Zuge­hörigkeit zur GEMA sug­geriert; ste­ht doch an jed­er Straße­necke zu lesen, dass auf den Besitz der­ar­tiger Dateien eine Gefäng­nis­strafe dro­ht.

Ich aber sage bzw. schreibe: Moooooo­ment! Eigen­tor, liebe Indus­trie. Dank der Gebühren­er­he­bung auf Inter­net­zu­gangs­geräte ist ein PC nun gle­ichzuset­zen mit einem Vide­o­reko­rder und einem Kas­set­ten­recorder, richtig? Bei­des ist, ich schreibe es extra noch mal fett, legal — wieso auch nicht?

Ach ja, worauf ich eigentlich hin­aus­wollte, ist fol­gen­des possier­lich­es Zitat, das ich euch mal fast kom­plett wiedergeben möchte:

Trent Reznor, seines Zeichens Chef und meist auch alleiniges Mit­glied des recht bekan­nten Rock-Pro­jek­ts “Nine Inch Nails” mag seine Plat­ten­fir­ma Uni­ver­sal nicht beson­ders. Auf einem Konz­ert im aus­tralis­chen Syd­ney forderte er die Fans sein­er Musik nun auf, für CDs kün­ftig nichts mehr zu bezahlen.

Reznor, der schon früher gegen Uni­ver­sal gewet­tert hat­te, beze­ich­nete das Unternehmen als “ver­dammte gierige Arschlöch­er”. Er wün­sche sich von seinen Fans, dass sie seine Musik “stehlen und mehr stehlen und all ihren Fre­un­den geben und weit­er stehlen”.

Nur auf diese Weise könne man den Bossen der Musik­fir­men klar machen, dass sie den Leuten das Geld aus der Tasche ziehen, so Reznors The­o­rie. Hin­ter­grund der Tiraden gegen Uni­ver­sal dürfte der hohe Verkauf­spreis seines aktuellen Albums sein, das in Aus­tralien zu deut­lich höheren Preisen ange­boten wird, als die Werke ander­er Kün­stler.

(Quelle)

Kor­rek­turen oder Ergänzun­gen sind jed­erzeit gern gese­hen; bis dahin fröh­lich­es Saugen. ;)
— euer nicht min­der fröh­lich­er Pin­guin

Netzfundstücke
Neu auf StudiVZ: Saufen ohne Reue!

Liebe Leser­schar,

eigentlich ver­achte ich es, direkt hin­tere­inan­der öde screen shots (Bild­schirm­schüsse?) zu veröf­fentlichen, aber mir fiel soeben auf der Daten­samm­lerweb­seite Stu­di­VZ etwas auf, das so einiges erk­lärt:

Kosten­lose Reha mit der Vorzeigesäuferin der “Musik“industrie? Wird ja immer bess­er. Was kommt als näch­stes? “Führung durch den Under­ground von L.A. mit anschließen­dem Rap­bat­tle gegen 50 Cent (Waffe mit­brin­gen!)”?

O Gott, nein!
— euer steinal­ter Pin­guin (morgenissessoweit,verdammt!)

KaufbefehleMusikkritik
Musikreview: dear john letter.

Hal­lo, liebe Leser­schar,

durch Zufall stolperte ich kür­zlich über eine noch recht junge Augs­burg­er Musik­gruppe, die sich zynisch “dear john let­ter” nen­nt und ihr bish­er gesamtes Å’uvre bei aus­gerech­net der Sam­mel­seite für Main­stream­goth­ics MySpace zum kosten­freien Drin­versinken zur Ver­fü­gung stellt.

Die Musik ist sehr psy­che­delisch, es wird viel Wert auf Tiefe gelegt — ober­fläch­lich ist hier nichts, Sig­ur Rós und die ganz, ganz alten Pink Floyd lassen deut­lich grüßen.

Auf ihrer Home­page nun gibt es die erste EP mit vier Liedern, ach, was sag ich, Klang­wel­ten für 7 Euro (inkl. Ver­sand) zu erste­hen — in Eigen­pro­duk­tion gefer­tigt und jedes Exem­plar ein Unikat (num­meriert!). Die Aus­gabe sollte trotz der Gratis­tracks bei MySpace drin sein — es lohnt sich! Nicht nur die Klangqual­ität ist berauschend, auch das knapp 20-minütige Live­v­ideo von Feb­ru­ar d. J. kann überzeu­gen.

Meine EP hat übri­gens die Num­mer 07023. ;-)

Viel Spaß und gute Unter­hal­tung!
— euer Pin­guin (abge­hoben trotz Flu­gun­fähigkeit)

Politik
Tragische Komik — komische Tragik

Hal­lo, liebe Leser,

was muss ich da lesen?

Drei Män­ner mit islamistis­chem Hin­ter­grund sollen Bombe­nan­schläge auf den Frank­furter Flughafen und die US-Mil­itär­ba­sis Ram­stein geplant haben.

(Quelle)

Was da in näch­ster Zeit auf uns wohl noch an Geset­zen zukom­men mag, ist blasend im Wind bzw. in den ver­wor­re­nen Hirn­win­dun­gen des Dr. Jekyll, halt, Schäu­ble. Und alles in allem bzw. “im End­ef­fekt” (wie geht denn der Anfangsef­fekt?) wird unser Großer Brud­er stolz vor den Bun­destag treten rollen und verkün­den, dass seine mit keinem Grun­drecht vere­in­bare Schnüf­felei (Kokain?) einen sicht­baren Erfolg gebracht hat, ungeachtet der Zahl der­er, die eben nicht erwis­cht wer­den.

Ach, eins noch:
Während im oben auch schon ver­link­ten Bericht noch beze­ich­nen­der­weise ein(e) gewisse® Yassin Mushar­bash mitschrieb, ist der Haup­tar­tikel völ­lig quel­len­los. Zufall? “The answer, my friend, …”

Bedrückt,
— euer Pin­guin

MusikProjekte
Ausbluten!

Heute auf­grund über­aus unschön­er Laune nur mal ein Kurz­er:

I bleed it out, dig­ging deep­er just to throw it away.

Ken­nt ihr das, wenn ihr verse­hentlich in diese Klin­gel­ton­sender rein­zappt und bei einem Ohrwurm lan­det, oben­drein noch aus einem Genre, das ihr zuvor aus Überzeu­gung ver­achtetet? Ich hoffe, das wird nicht zur Gewohn­heit!

Bis bald,
— euer Pin­guin (paints it black)


Ach ja:
Da, wie schon ander­swo erwäh­nt, Ablenkung in Form von geistiger Beschäf­ti­gung ein pro­bates Mit­tel zur Schmerzver­drän­gung ist, gibt es jet­zt wieder eine neue beba-Ver­sion — viel Spaß!

Persönliches
Reisebericht Italien (mit Bildern, jawoll!)

Auf “all­ge­meinen” Wun­sch mal eine kurze Zusam­men­fas­sung der von mir neb­st Fam­i­lie erfol­gre­ich durchge­führten Urlaub­sreise. Alle Bilder sind auf­grund der Bild­größe auss­chließlich anklick­bar.

Tag 1: Abfahrt … Tag 2: Ankun­ft
… prak­tis­cher­weise am 10. August abends um 11, aus dem ein­fachen Grund, dass die Auto­bah­nen nachts schön frei sind. Wir kamen auch stau­los durch; nach ein­er kleinen Ver­fahrerei um unge­fähr 15 Kilo­me­ter (tief inner “Zone”, wo die Straßen dank Sol­i­dar­itäts­d­ings bess­er sind als bei uns im Nor­den — wo bleibt der Zuschlag für die westdeutschen Straßen?) und ein­er Früh­stückspause in Tirol (her­rje, dieser Dialekt!) um acht Uhr mor­gens waren wir dann gegen Mit­tag nach unge­fähr 1020 Kilo­me­tern am Ziel, genau genom­men in einem dieser alber­nen Touris­ten­camps (gibt es dafür ein adäquates Wort im Deutschen?) — aber dazu später mehr.

(Zwis­chenbe­merkung, die Aut­o­fahrt betr­e­f­fend: Sechs Stun­den lang nur Berge um uns herum. Her­rje!)

Bild zum Klick­en: Die Berge.

Unsere Schlüs­sel soll­ten wir, wie wir an der Rezep­tion, deren Mitar­bei­t­erin­nen immer­hin mul­ti­lin­gual (gebroch­enes Deutsch, gebroch­enes Englisch, gebroch­enes Ital­ienisch) aus­ge­bildet waren, erfuhren, erst um 17 Uhr erhal­ten — ich ver­mute, die Zeit zwis­chen 10 Uhr (vorschriftsmäßige Schlüs­se­lab­gabe der Vormi­eter der Bun­ga­lows) und 17 Uhr (vorschriftsmäßiger Bezug­ster­min ebendieser Bun­ga­lows) wurde zur Reini­gung durch die Raum­reini­gungs­fachkräfte (a. k. a. Putzfrauen) genutzt -, so dass eine Dusche erst mal nicht in Reich­weite war, was nach ein­er über 12-stündi­gen Aut­o­fahrt ger­ade für Nord­deutsche, die Tem­per­a­turen über 30 Grad nicht gewohnt sind (und es wurde täglich wärmer), nicht ger­ade angenehm war. Aber “wat will­ste machen” — erst mal Gelände erkun­den und runter zum See.

Bild zum Klick­en: Der See.
Bild zum Klick­en: Lat­er­ne und ich mit kaput­ter Frisur, außer­dem See.

Exkurs: Die Unterkun­ft
Tja nun, die Reise haben wir aus Kosten­grün­den über Neck­er­mann gebucht, was uns in die für Kul­tur­in­ter­essierte wie mich missliche Lage brachte, fernab vom “richti­gen” Ital­ien in ein­er dieser Touris­ten­camps wohnen zu “dür­fen”, wo es eigentlich nur zwei große Volks­grup­pen gab, namentlich Deutsche und Nieder­län­der, und wenige englis­chsprachige Bewohn­er, nur Ital­iener gab es kaum (wieso soll­ten Ital­iener auch für teures Geld in Ital­ien Urlaub machen? Nur so ein Gedanke.) — zumin­d­est war das der erste Ein­druck.
Mit der Zeit stellte sich her­aus, dass “Bel­la Italia” (das Camp, nicht das Land) in drei Bezirke unterteilt war (omnia divisa in partes tres sozusagen): Blau (Nieder­län­der, nieder­ländis­che Ani­ma­teurin), Rot (Ital­iener, ital­ienis­che Ani­ma­teurin) und Gelb (Rest der Welt, deutsche/schweizerische Ama­teure, äh, Ani­ma­teure).
Ja, richtig gele­sen, Ani­ma­teure liefen dort herum, sie waren sozusagen “im Preis inbe­grif­f­en”. Wir mussten zum Glück nicht irgend­wo herum­tur­nen, es gab halt täglich Aktio­nen (mor­gens Schwimm­baderotik (*), halt, nein, ‑aer­o­bic, abends The­ater­vor­führun­gen oder Kinder­spiele) zur frei­willi­gen Anwe­sen­heit.

Bild zum Klick­en: Die Unterkun­ft von außen neb­st Men­schen.
Bild zum Klick­en: Die Viech­er liefen über­all herum. Süß, sozusagen.

Zur ital­ienis­chen (“roten”) Ani­ma­teurin noch ein Wort: Niemals habe ich so ein klis­chee­haftes Italodeutsch gehört, vor allem die allabendlichen Laut­sprecher­durch­sagen (wobei die Frau ohne­hin eine Laut­sprech­er­stimme hat­te, wenn ihr ver­ste­ht) waren faszinierend. Man gewöh­nt sich aber dran.

* und apro­pos Erotik:
Ich hat­te mir Schwimm­bäder und Strände, an denen auf­grund der Außen­tem­per­a­turen Damen jeglichen Alters oft “oben ohne” zu sehen sind, inter­es­san­ter vorgestellt. Das hat­te sich erledigt, als sich vor mir eine Greisin ent­blößte. Gnah!

Wider Erwarten recht hüb­sch sind auch die ital­ienis­chen Mülleimer; sie weck­en Assozi­a­tio­nen an die ungeliebten Dehnübun­gen im Sportun­ter­richt, lang ist’s her:

Bild zum Klick­en: Dehnen, dehnen, …!

Essen gab’s mor­gens und abends in einem so genan­nten Ris­torante (also auf gut Deutsch ein­er Fress­bude), Halbpen­sion macht’s möglich. Mor­gens Buf­fet mit Obst, Joghurt und Kuchen, abends halt das, was wir dekadentes Volk zu Mit­tag zu uns zu nehmen gewohnt sind.
Anmerkung zur Qual­ität: In Deutsch­land ist ital­ienis­che Piz­za irgend­wie bess­er, weil saftiger. Aber der caf­fé (wir nen­nen so was “Espres­so”) haut einen um. Warum die Ital­iener allerd­ings alle­samt ihre “Musik” (Tokio Hotel: Through the mon­soon) min­destens dop­pelt so laut wie in Deutsch­land hören müssen, ist mir nicht ganz klar. Vielle­icht, damit sie nicht mit den unan­genehmen Touris­ten reden müssen?

Tag 2: Besich­ti­gun­gen
In der Hoff­nung, außer­halb des Feri­en­camps (ich ver­achte Anglizis­men, aber was tun?) auf etwas mehr Kul­tur zu stoßen, gin­gen wir mal durche Gegend und schaut­en uns den Ort an. Schön­er Strand, viele Schwäne, und Verona (siehe unten) qua­si “um die Ecke”.
Ein­drücke:

Bild zum Klick­en: Denkmal für die Gefal­l­enen des “Frieden­skampfes” (2. Weltkrieg auf Ital­ienisch); Hin­ter­grund: Hafen.
Bild zum Klick­en: “Typ­isch ital­ienis­che” Gasse mit ein­er vortr­e­f­flichen gela­te­ria (übri­gens recht hoch­preisig im Som­mer).

Tag 3: Verona
Nein, nicht die olle Pieps­frau ausm Fernse­hen, son­dern die Stadt. Bevor ich allerd­ings näher auf sie (die Stadt) einge­he, noch ein wenig Kri­tik am ÖPNV in Ital­ien:

  1. Auf­grund von Staus kom­men Busse gern mal mit über ein­er hal­ben Stunde Ver­spä­tung, und es wird öffentlich toleriert. Wenn das Herr Mehdorn wüsste!
  2. Busse müssen nicht unbe­d­ingt mit ein­er Num­mer oder einem Tick­er mit allen Hal­testellen darauf aus­ges­tat­tet sein. Trotz­dem ist zweistündi­ges Warten auf einen Bus, von dem nie­mand weiß, woran man ihn erken­nt, über­aus unan­genehm, vor allem wenn unbe­wusster­weise mehrere “passende” Busse unerkan­nt vor­beifahren.

Aber zurück zur Stadt:
Verona, die Stadt der Schuhe und der Geschichte von Romeo und Julia. Und ein einiger­maßen brauch­bar erhaltenes Amphithe­ater hat’s dort auch! Aber teuer, teuer ist’s…

Bild zum Klick­en: Das Amphithe­ater (außen).
Bild zum Klick­en: Das Amphithe­ater (innen).
Bild zum Klick­en: Romeo e Juli­et­ta. Auf­grund unver­schämter Preise nur von außen.

Die restlichen Tage:
Weit­ere größere Unternehmungen gab’s nicht; allerd­ings fiel unsere Anwe­sen­heit mit der aria di fes­ta, ein­er Art Stadt­fest, zusam­men, das/die vier Tage dauerte. Zum Abschluss gab’s im teatro (einem großen Platz mit Bühne, wo son­st “Kinderdis­co” und ähn­liche Tanzver­anstal­tun­gen mit der immer gle­ichen Musik stat­tfind­en) eine Abschiedsshow mit Punk­tezäh­lung (die Kinder aus den drei “Bere­ichen” hat­ten in den Tagen zuvor unter der Leitung der jew­eili­gen Ani­ma­teure einige Spiele zum Punk­te­sam­meln unter­nom­men) und Feuer­w­erk am Strand.
Und ich habe dank zahllos­er in der Sonne ver­brachter Leses­tun­den ein neues Lieblings­buch. Bei Inter­esse komme ich später nochmals darauf zurück…

Kalt hier. Brrrr.

MusikNetzfundstücke
“Indie-Rock”?

Hal­lo, liebe Leser,

nicht viel los hier in let­zter Zeit, nicht wahr? Nun, ich ver­brachte die let­zten Tage damit, meinen Wikipedia-Account mit ein paar Spiel­ereien zu verse­hen sowie, angeregt unter anderem durch einen weit­eren mir bekan­nten Weblog­ger, mein­er sorgfältig gepflegten Musik­samm­lung einige weit­ere Stücke hinzuzufü­gen, wobei ich auf eine Gen­re­beze­ich­nung stieß, deren Vertreter mir teil­weise zusagten, teil­weise aber auch völ­lig unbekan­nt waren.

Dazu wieder ein­mal ein wenig Senf bzw. Ketchup mein­er­seits:
Es ist dur­chaus erfreulich, dass der oft genug tot­ge­sagte Rock wieder Einzug in den Massen­markt hält. Allerd­ings lasse ich mir nicht weis­machen, dass die zahllosen nahezu iden­tisch klin­gen­den Brit­pop­jauler von Franz Fer­di­nand, Man­do Diao usw. irgend­was in dieser Kat­e­gorie ver­loren haben. “Inde­pen­dent”, also unab­hängig von Gen­res, würde ich da jed­erzeit als Etikett anheften, aber “Rock” klingt für meine ver­wöh­n­ten Ohren doch etwas anders.

In stillem Gedenken an John Lennon,
— euer Musik­faschist (sur­vival of the fittest!)


Nach­trag für die Win­dows­nutzer unter euch:
Gestern stieß ich auf ein dur­chaus beein­druck­endes Pro­gramm, das die Musikqual­ität vor allem preiswert­er Laut­sprech­er und Kopfhör­er deut­lich zu erhöhen in der Lage ist. Probiert’s mal aus!


P.S.:
Alles Gute zum 16. Geburt­stag, liebes WWW!

Netzfundstücke
Neue Veganerwitze

Hal­lo, liebe Leser­schar,

es wird immer blöder:

Eine Veg­aner­in habe ihr beispiel­sweise berichtet, sie fände Nicht-Veg­an­er zwar attrak­tiv, wolle ihnen aber nicht kör­per­lich nahe kom­men: “Ich möchte nicht intim mit jemand wer­den, dessen Kör­p­er buch­stäblich aus den Kör­pern ander­er beste­ht, die für seine Nahrung ster­ben mussten.”

(Quelle, mit bestem Dank an Kapitänin Jack!)

Ich würde das glatt unkom­men­tiert ste­hen lassen, aber ich kann’s mir ein­fach nicht verkneifen:

  1. Aber Dinge essen, die von Tieren als Toi­lette benutzt wer­den, ist akzept­abel?
  2. “Ari­er, schlaft nicht mit Ju…” halt, nein!

Schö­nen frieri­gen Restjuli noch…
— euer Nichtve­g­an­er

PolitikNetzfundstücke
“Jetzt zahlen wir es euch heim!”

„Juden und Chris­ten sind dem Schweißges­tank von Kame­len und Dreck­fressern gle­ichzuset­zen und gehören zum Unre­in­sten der Welt“Â¦ Alle nicht­mus­lim­is­chen Regierun­gen sind Schöp­fun­gen Satans, die ver­nichtet wer­den müssen.“

Kommt euch das, liebe Leser, noch von “ganz früher” in ähn­lich­er Weise bekan­nt vor?

Wenn man zudem berück­sichtigt, von wem das Zitat stammt, wird einem als gezwun­gener­maßen tol­er­an­tem Deutschen doch irgend­wie schon flau im Magen.

Reli­gions-/Mei­n­ungs­frei­heit und Tol­er­anz gegenüber ein­er (zugegeben­er­maßen nicht ger­ade kleinen) Grup­pierung, die zur Durch­set­zung ihrer Ziele offen zum Genozid an Ander­s­denk­enden aufruft, in deren Namen schon öfters mal Ortho­doxe und Juden (sic!) von ganzen Land­strichen “getil­gt” wur­den und in der nicht zulet­zt die so genan­nten Ehren­morde nicht nur toleriert, son­dern gar erwün­scht sind?

Inter­es­sant, inter­es­sant. Bloß keinen Wider­stand leis­ten, “die Irren kön­nten böse wer­den” (H. M. Broder) — ist Appease­ment immer der richtige Weg?

Wider­stand gegen Min­der­heit­en (NPD, Chau­vin­is­ten, Bet­tler) wird uns auf der Straße gelehrt, aber die wirk­lichen Gefahren für unsere Kul­tur wer­den ver­schwiegen. Aus Angst oder aus (fehlplatziert­er) Tol­er­anz?

Schade, dass wir keine eige­nen Ras­sis­ten mehr aus­bilden; sie wür­den zur Völk­erver­ständi­gung enorm beitra­gen.

Betrübte Grüße,
— euer PInguin