PolitikProjekte
Gute Vorsätze 2008

Hallo, liebe Leser,

es gibt so vieles, was wir 2008 besser machen können, bietet das abgelaufene Jahr 2007 doch ausreichend Kritikpunkte. Die Kluft zwischen Arm und Reich wird immer größer, in Deutschland verhungern jährlich zahllose Kinder, während in den Fußgängerzonen, angetrieben durch die realitätsferne Politik der Regierung Merkel, zu Spenden für Menschen aufgerufen wird, denen es, wie es heißt, noch viel schlechter gehe als uns.

Kein Geld für Lebensmittel, kein Geld für warme Kleidung im Winter, das Trinkwasser ungesund bis giftig; so sieht’s aus in den armen Ländern.
Und in den Wohlstandsländern (lustigerweise also auch Deutschland) kommt dazu (sic!) noch ein durchgeknallter Terroristenjäger, der seinem Volk allen Ernstes einreden will, die wahre Gefahr komme nicht von außen (hier: Islamismus, Kriegslust der USA), sondern von innen (Schizophrenie und Paranoia gehen oft einher, heißt es), und natürlich sei es daher unverzichtbar, das ganze Volk unter Generalverdacht zu stellen und im Zweifelsfall sämtliche Grundrechte beiseite zu lassen, um bspw. die telefonische Spionage oder den Hausfriedensbruch zu legalisieren, da es mehr als nur wahrscheinlich sei, dass potenzielle Attentäter in ihrer Wohnung, die vermutlich mindestens mit detaillierten Plänen für Anschläge tapeziert werde, sich ausgerechnet auf Hochdeutsch über eine unverschlüsselte Telefonverbindung mit ihren Komplizen unterhalten, bspw. „Ey Mustafa, kommse ma rüber, wir müssen gleich die Bombe zünden” oder so was.

Aber natürlich sind nicht die Islamisten, sondern allein wir daran schuld. Wer außer uns undankbarem, potenziell terroristischem Volk würde es wagen, unsere Politik in Frage zu stellen?

Was also machen wir daraus?
Nun, am besten das, was wir die letzten beiden Male in einer solchen Situation gemacht haben:

Ich fordere die Revolution!

Kopf ab und weg. Oder, da wenigstens wir, die einfachen Bürger, noch ein wenig zivilisiert sind, nur weg. Ohne Kopf ab. Ich kann ohnehin kein Blut sehen.
Wer macht mit?

(Und wo wir schon mal dabei sind, könnten wir eigentlich auch gleich die diversen selbsternannten Webdesigner mit Berufsverbot belegen; eine Webpräsenz, von der selbst der HTML-Validator des W3C das sprichwörtliche Kotzen bekommt, trägt mit Sicherheit nicht zur Wahrung der Netzqualität bei.)

Völker, hört die Signale!
– euer Volkspinguin


P.S. sowie in eigener Sache:


Montag ist’s so weit. :-)

Senfecke:

  1. „[…]während in den Fußgängerzonen, angetrieben durch die realitätsferne Politik der Regierung Merkel, zu Spenden für Menschen aufgerufen wird, denen es, wie es heißt, noch viel schlechter gehe als uns.”

    Würde für diese armen Menschen gespendet, wäre ja alles noch soweit in Ordnung.
    Du scheinst nur den letzten RTL-Spendenmarathon verpasst zu haben. Boris Becker warb zu diesem Anlass für seine Aktion, Spendengelder für mehr Sportgeräte an deutschen Schulen zu verwenden. Damit die armen dicken Kinder, die viel zu wenig Bewegung bekommen, sich wieder mehr sportlich betätigen könnten. Schließlich werden diese fetten Wohlstandsgören durch fehlendes Spielzeug förmlich gezwungen, rumzusitzen und Chips zu fressen.

    Ist ja nicht so, dass man auch einfach einen Fußball nehmen könnte -.-

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