Einer der interessanteren Aspekte des Daseins als Schmarotzer Student ist die Vielzahl an unterschiedlichen Institutionen wunderlichen Namens, mit denen man in Berührung zu kommen zumindest in der Lage ist.
Und das klingt alles so vornehm:
“Zentrum für Medien- und Informationsdienstleistungen” (vulgo Bücherei)!
“Zentrale Einrichtung für Multimedia, Kommunikationstechnik und Informationsverarbeitung” (Rechenzentrum)!
Und sogar ein “Frauen- und Gleichstellungsbüro”! -
Nee, Moment, äh, habe ich das nun richtig verstanden?
Eine gesonderte Institution, die den Titel “Gleichstellungsbüro” trägt und in der Selbstdarstellung dies anführt:
Wir unterstützen die Hochschule bei ihrem gesetzlichen Auftrag, aktiv zur Gleichstellung von Frauen und Männern beizutragen.
- man möge mich mit Schimpf und Schande aus jeglicher menschlichen Gesellschaft ausstoßen, wenn ich allzu falsch liege, aber lässt sich in dem separaten Titel “Frauenbüro” nicht ein anderes Ziel erkennen?
Damit einher gehen dann auch die Details; dass nämlich das Gleichstellungsbüro samt und sonders aus Frauen zu rekrutieren scheint und die vorgebliche Chancengleichheit an der Hochschule dadurch unter- bzw. eben eingemauert wird, dass ein “Schnupperstudium für Schülerinnen” (ob diese mehrheitlich kettenqualmenden Personen überhaupt noch schnuppern können?) und ähnliche unter der Flagge der Gleichheit und/oder Gleichgültigkeit angebotenen Vorzüge, für die man allein dadurch quasi prädestiniert ist, weiblichen Geschlechts zu sein, feilgeboten wird, lässt mich erschaudern.
(Einmal abgesehen davon, dass in unserer aus irgendwelchen historischen Zusammenhängen heraus so genannten christlichen Wertegemeinschaft die routinemäßige Unterdrückung der Frau per se kein Thema mehr sein sollte, ich aber andererseits auch ohne das pervertierte Gleichstellungsbüro nur selten den inneren Drang verspüre, eine Frau zu unterdrücken und/oder zu quälen, und daher nicht verstehen kann, wieso es kein “Schnupperstudium für Schüler beiderlei Geschlechts” gibt.)
Und ich hoffe, dass sich auch die Mehrzahl der Studentinnen hierzulande — gesetzt den Fall, dass es sich an den meisten Hochschulen ähnlich verhält — für die lebenslangen Extrawürste wenigstens ein klein wenig schämt.