Seit kurzem, rein filmtechnisch, meine zweite große Leidenschaft (meine erste ist, nach wie vor ungeschlagen, Woody Allen):
Luis Buí±uels surrealistische Werke.
Bekannt geworden (die Pixies haben sogar ein Lied daraus gemacht) ist vor allem sein Erstwerk Ein andalusischer Hund von 1929.
Der Kurzfilm (ungefähr 17 Minuten lang) ist im Wesentlichen eine Ansammlung von Traumsequenzen. Der Film beginnt damit, dass ein Mann seiner Frau, die auf dem Balkon steht, von hinten mit einer Rasierklinge das Auge zerschneidet, wie auch eine vorbeiziehende Wolke den Vollmond zerschneidet — in Nahaufnahme natürlich, damit man sich schön ekeln kann. Später kriechen auch Ameisen aus seiner Hand, als er sie genau betrachtet.
Und da 1929 schon ein paar Jahre her ist, steht der Film inzwischen gemeinfrei zur Verfügung, und zwar hier.
Wer indes nicht ein allzu großer Freund des verwendeten Filmformats ist, dem empfehle ich, den Film zusammen mit einem anderen Film des gleichen Ursprungs — Das Goldene Zeitalter — auf Datenträgern zu erwerben. Die Kunst ist es wert.
Ich wünsche angenehme Unterhaltung.


