In den NachrichtenMontagsmusik
Chub­by Thun­de­rous Bad Kush Masters – Mother Chub // Schä­den und Auren

Mir ist zu warm, holt mich hier raus!Es ist Mon­tag. Die „WELT am Sonn­tag“, kurz und viel lusti­ger „WamS“, frag­te in der­sel­ben Aus­ga­be, in der emp­foh­len wur­de, man sol­le „wie­der ler­nen, hin­zu­se­hen“, ob „wir“ (Deutsch­land) „die Bom­be“ (Atom, Rie­sen­wumms) „brau­chen“. Mon­tags soll­te man die­se Fra­ge lie­ber nicht stel­len und statt­des­sen „uns“ (Deutsch­land) mit Pan­da­bä­ren aus­stat­ten. Pan­da­bä­ren tun nie­man­dem was.

Pan­da­bä­ren sind eben auch kei­ne Inder: In deren Hei­mat­land starb jüngst eine Zie­ge infol­ge einer Mas­sen­ver­ge­wal­ti­gung. Für wel­che zeit­ge­nös­si­sche Sän­ge­rin sie ver­mut­lich gehal­ten wur­de, ist in der Serie „South Park“ hin­rei­chend doku­men­tiert. – Wer im Übri­gen auch reicht, ist ja Hei­ko Maas, aber er geht ein­fach nicht weg: Hei­ko Maas fürch­tet Image­scha­den, so lang­sam möch­te man ja gar nicht sein.

Im Feuil­le­ton von „FAZ.net“ (möch­te wegen des Lei­stungs­schutz­rechts nicht ver­linkt wer­den) über­schrif­te­te gestern Patrick Bah­ners, sonst als schlim­mer Autor bekannt, es sei „genug Aura für alle da“. Wie wahr, wie wahr.

Wovon aber nie­mals genug für alle da sein kann: Musik.

Chub­by Thun­de­rous Bad Kush Masters – Mother Chub (Offi­ci­al Video)

Guten Mor­gen.

In den Nachrichten
Medi­en­kri­tik in Kür­ze: Knopf­au­gen­flücht­lin­ge im Trä­nen­jour­na­lis­mus

Der „Guar­di­an“ hat eine Liste mit über 34.000 ertrun­ke­nen Flücht­lin­gen – Stand: Mai 2018 – ver­öf­fent­licht, natür­lich mit allen not­wen­di­gen Anga­ben (Name, Geschlecht, Alter, Her­kunft), denn um Ratio­na­li­tät geht es schon lan­ge nicht mehr, son­dern um Mit­leid; denn wie es auch ver­meint­li­che Tier­freun­de gibt, die an Steaks den Namen und viel­leicht noch ein Foto des jewei­li­gen Tie­res hef­ten wol­len, weil sie glau­ben, dass es dem Genie­ßer so rich­tig schön leid tut, wenn er sich das Fleisch­stück im noch leben­den, nied­li­chen Zustand vor­stel­len kann, wäh­rend er es ver­zehrt, so scheint es ver­meint­li­che Men­schen­freun­de zu geben, die glau­ben, irgend­et­was wer­de künf­tig bes­ser, wenn man das Erre­gen von Mit­leid für eine vor­neh­me Auf­ga­be von Jour­na­li­sten hält. Als sei das Berich­tens­wer­te die Iden­ti­tät der Toten!

Wie auch das Errich­ten von Denk­mä­lern für jeden ein­zel­nen gefal­le­nen Sol­da­ten des ersten Welt­kriegs dem zwei­ten Welt­krieg eben auch nicht gescha­det hat.

PolitikNetzfundstückeIn den NachrichtenComputer
Lie­gen­ge­blie­be­nes vom 27. Juli 2018

Die hes­si­schen „Grü­nen“ twit­ter­ten am 12. Juli 2018, ange­rei­chert mit Emo­jis und Schwach­sinn: „Mehr wil­den Wald wagen: mit alten Bäu­men 🌲🌳und Kern­flä­chen für den Natur­schutz (…)“. War­um das erwäh­nens­wert ist? Natür­lich, weil die hes­si­schen „Grü­nen“ der­zeit einen Wald der Wind­ener­gie opfern wol­len. (All­er­gi­ker­war­nung: „Tichys Ein­blick“.)


1995 wur­de Java­Script, wie mir ein ande­rer Tweet lei­der in Erin­ne­rung rief, als eine Spra­che ange­kün­digt, mit der vor allem Gele­gen­heits­ent­wick­ler Code schrei­ben kön­nen. Das hät­te eine War­nung sein müs­sen.


Es gibt jetzt smar­te Fuß­bäl­le.


Die Kryp­to­klit­sche „Coin­ba­se“ hat ein neu­es Pro­dukt ent­wickelt: „e‑gift cards“, Elek­tro­ni­sche-Geschen­ke-Kar­ten also, die man statt mit „Geld“ mit „Coins“, also Spiel­geld, befül­len kann. So haben bei­de etwas davon, denn auch der Schen­ker wird vom Kurs­sturz über­rascht sein.


Mozil­la setzt den Krieg gegen die eige­nen Benut­zer fort und schmeißt nach Gopher, MNG und FTP auch die RSS-Unter­stüt­zung aus Fire­fox raus. Der hier vor über einem Jahr schon mal erwähn­te Autor der in sei­nem Blog als Alter­na­ti­ve vor­ge­schla­ge­nen Erwei­te­rung „Sub­To­Me“, die seit 2016 kei­ne Pfle­ge mehr erhal­ten hat, fin­det die­se Ände­rung natür­lich gut, denn „[die] Feed-Kom­po­nen­te hat seit Jah­ren kei­ne Pfle­ge mehr erhal­ten“.

In den NachrichtenNerdkrams
Wie Win­dows, nur teu­er.

„hei­se online“, 2003:

Als erste deut­sche Groß­stadt stellt Mün­chen die rund 14.000 städ­ti­schen Com­pu­ter von Win­dows auf Linux um. (…) Man sei künf­tig nicht mehr gebun­den, wenn ein Her­stel­ler sage, dass man auf eine neue Vari­an­te sei­ner Soft­ware umstel­len müs­se, hieß es. Die Ent­schei­dung der Stadt war nötig gewor­den, weil Micro­soft die tech­ni­sche Unter­stüt­zung für das bis­he­ri­ge Mün­che­ner System Win­dows NT aus­lau­fen lässt.

„hei­se online“, 2018:

In der nie­der­säch­si­schen Steu­er­ver­wal­tung sol­len die Arbeits­platz-Com­pu­ter von Linux zurück auf Micro­soft migriert wer­den. (…) Ein Upgrade oder Wech­sel des Linux-Systems wäre frü­her oder spä­ter nötig gewe­sen, da die ein­ge­setz­ten Suse-Vari­an­ten von dem Her­stel­ler offi­zi­ell nicht mehr mit Sup­port unter­stützt wer­den. Die rund 12.500 Rech­ner auch auf dem Desk­top in der Open-Source-Welt zu hal­ten, wür­de unter ande­rem neue Schu­lungs­ko­sten sowie mög­li­cher­wei­se den Aus­tausch man­cher Hard­ware ein­spa­ren.

Ob es das ist, was die jetzt natür­lich auf­ge­brach­ten Kom­men­ta­to­ren in Blogs und Foren mei­nen, wenn sie sagen, Linux sei Win­dows inzwi­schen durch­aus eben­bür­tig?

Spaß mit Spam
RE:aluminium pro­fi­le, alu­mi­ni­um coil, alu­mi­ni­um sheet.…..

In einem aus­schließ­lich von Auto­ma­tis­men befüll­ten, inzwi­schen in unge­zähl­ten Daten­ban­ken von Spam­mern zu fin­den­den E‑Mail-Post­fach (sagt man das noch, „Post­fach“?) traf soeben unter obi­ger Über­schrift fol­gen­de freund­li­che Anfra­ge ein:

Hel­lo,

Do you requi­ring for the alu­mi­ni­um pro­fi­le, alu­mi­ni­um coil, alu­mi­ni­um sheet and other Alu­mi­ni­um extru­ded Pro­fi­le?

Cont­act us for more details.

Warm regards,
Mr. Hen­ry
MAXL INTERNATIONAL GROUP CO.,LTD
Wen­Chen Indsti­al zone, chi­p­ing coun­ty, Liaocheng,Shandong pro­vin­ce, Chi­na
Tel: 86–13773228028
Fax: 86–512-58975331

Lei­der benö­ti­ge ich gera­de nicht für das Alu­mi­ni­um­pro­fil, Alu­mi­ni­um­spu­le, Alu­mi­ni­um­blatt und ande­res Alu­mi­ni­um­strang­press­pro­fil. Aber ich kom­me gern spä­ter auf das Ange­bot der Indstie­zo­ne zurück.

(Mein armer Kopf.)

In den NachrichtenMontagsmusik
Koen­ji Hyak­kei – Dho­rim­vis­kha

Montagsmotivation (Symboleule)Es ist Mon­tag, da darf der Tag doch gern mit einem Pan­da­bä­ren begin­nen. Im Natio­nal Zoo etwa fei­er­te Mei Xiang Geburts­tag und sah dabei über­aus bärig aus. Bärig­keit ist eine will­kom­me­ne Eigen­schaft, das soll­te nicht ver­ges­sen wer­den. Bärig ist selbst ein Mon­tag zu ertra­gen.

Zu den Nach­rich­ten: Beein­druckt von der über­wäl­ti­gen­den Reso­nanz hat die Stadt Frank­furt beschlos­sen, künf­tig dau­er­haft homo­se­xu­el­le Ampel­pär­chen ein­zu­blen­den. Anschei­nend gibt es Men­schen, die ihre eige­ne Sexua­li­tät nur dann für akzep­tiert hal­ten, wenn die­se auf Ver­kehrs­schil­dern abge­bil­det ist. Vor die­sem Hin­ter­grund schla­ge ich erstens vor, außer­dem Ampeln mit pik­to­gra­fi­schen Men­schen in einer Drei­er- oder Vie­rer- oder gar einer objekt­op­hi­len Bezie­hung aus­zu­stat­ten, denn nichts davon ist gesell­schaft­lich bis­her so unkri­tisch ange­kom­men wie Homo­se­xua­li­tät, zwei­tens hal­te ich, unver­se­hens in Spott­lau­ne gera­ten, die „Elternteil-mit-Kind“-Straßen- und Weg­schil­der für eini­ger­ma­ßen bedenk­lich und wür­de gern eine Umge­stal­tung zur Dis­kus­si­on stel­len.

Inzwi­schen haben sich Die Ärz­te (aus Ber­lin, A.d.V.) mal wie­der irgend­wo blicken las­sen, näm­lich in einem Video zwecks Bewer­bung von Schleu­ser­tum („See­not­ret­tung“). Ihre Ver­mu­tung: Men­schen, die vor der liby­schen Küste in einem Schlauch­boot sit­zen, über meh­re­re tau­send Kilo­me­ter nach Euro­pa zu schlep­pen, statt sie an Land zu brin­gen, sei „Ret­tung“ und kein Schleu­ser­tum. Das kann man so in eine Kame­ra rein­spre­chen, aller­dings habe ich die Ver­mu­tung, dass Berühmt­heit nicht unbe­dingt zu Weis­heit füh­ren muss. Wor­in die Gren­zen lie­gen, möge selbst­re­dend die Recht­spre­chung ent­schei­den, mir scheint aber beid­sei­tig sehr viel behaup­tet und allein dadurch für wahr gehal­ten zu wer­den.

Apro­pos Wer­den: Mei­ne Blog­soft­ware, die ich hier vor etwas über zwei Jah­ren ange­kün­digt hat­te, jedoch lie­ber nur anders­wo selbst ein­set­ze, hat am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de eine recht umfang­rei­che Aktua­li­sie­rung erhal­ten, sie kann nun – theo­re­tisch – etwas fle­xi­bler gestal­tet wer­den und funk­tio­niert mög­li­cher­wei­se auf Syste­men mit vie­len Ker­nen etwas zuver­läs­si­ger als bis­lang. Mir schien die Gele­gen­heit geeig­net, noch ein­mal etwas Wer­bung dafür zu machen. Die Welt­herr­schaft ergibt sich nicht von allein.

Was sich aber jede Woche wie­der neu ergibt, ist, dass plötz­lich gute Musik aus dem Kopf­hö­rer schallt. Heu­te etwa die­se:

Dho­rim­vis­kha- Koen­ji Hyak­kei 高円寺百景

Guten Mor­gen.

PolitikIn den Nachrichten
#aus­ge­lacht

Wäh­rend in Mün­chen wohl zu gro­ßen Tei­len nicht dort wahl­be­rech­tig­te „Zehn­tau­sen­de“ („ZEIT ONLINE“), dar­un­ter aus­ge­rech­net Fah­nen schwin­gen­de Mit­glie­der der popu­li­sti­schen PARTEI und der Ver­bots­par­tei „Die Grü­nen“, unter dem twit­ter­ty­pisch infan­ti­len Mot­to „aus­ge­hetzt“ – nur echt mit hash­tag – gegen „Het­ze“, „Den­ke“ und „Spre­che“ demon­strier­ten, haben im schwä­bi­schen Kauf­beu­ren fast 60 Pro­zent dage­gen gestimmt, dass die DİTİB eine Moschee auf öffent­li­chem Boden bau­en darf.

Man könn­te fast mei­nen, die poli­ti­sche Agen­da lin­ker Nord- und Mit­tel­deut­scher sei bay­ri­schen Wäh­lern völ­lig egal.

(via @_donalphonso)

KaufbefehleMusikkritik
Kurz­kri­tik: Abra­ham – Look, here comes the dark!

Abraham - Look, here comes the dark!Lan­ge nichts mehr über Musik geschrie­ben.

In der Schweiz ist vie­les anders als in ande­ren Län­dern: Die Spra­che ist bizarr, die Bier­prei­se sind absurd, die Züge sind pünkt­lich, die Land­schaft ist mit­un­ter bezau­bernd und die Musik­sze­ne ist krea­tiv und pro­duk­tiv. Im Ver­lauf der ver­gan­ge­nen Jah­re, von mir bis­lang unbe­merkt, erspiel­te sich die im fran­zö­sisch­spra­chi­gen Teil des Lan­des ansäs­si­ge Grup­pe Abra­ham „einen Ruf als eine der füh­rens Post Metal Bands (sic!) in Euro­pa“, glaubt man den Ver­mark­tern, die wahr­schein­lich „eine der füh­ren­den Post-Metal-Bands“ mein­ten. Bei ihrem im Mai die­ses Jah­res ver­öf­fent­lich­ten drit­ten Album „Look, here comes the dark!“ (Amazon.de, Bandcamp.com, TIDAL) han­de­le es sich dem­nach um eine „post­apo­ka­lyp­ti­sche Dys­to­pie“. Zum Glück klingt es trotz­dem nur wenig töd­lich.

Ande­rer­seits wür­de ich den fünf Her­ren durch­aus eine wenig­stens künst­le­ri­sche Aggres­si­on zutrau­en, denn sie haben nicht nur Grow­ling, son­dern auch instru­men­ta­le Kraft im Reper­toire.

Abra­ham – Wind (Offi­ci­al Video)

Selbst in den ruhi­ge­ren Momen­ten sieht man sich zur eige­nen Bewe­gung ver­lei­tet, in den ande­ren, zah­len­mä­ßig über­le­ge­nen indes­sen gibt es kaum ein Hal­ten. Das ist ein biss­chen scha­de, wenn man sich ein biss­chen aus­ru­hen möch­te, aber dafür sind Abra­ham auch nicht gera­de die am besten geeig­ne­te Band. Dich­ter, hek­ti­scher Gara­gen­rock („I Ride the Last Sun­ri­se“), ein­fa­cher („Won­derful World“, „Silent at Last“) und Dro­ne-Metal („To the Ground“, „Wind“), har­mo­nisch ein­an­der ergän­zend, fin­den auf „Look, here comes the dark!“ Platz und strö­men von dort in den Kopf­hö­rer und aus die­sem in den Kopf.

ABRAHAM – Silent at Last (Offi­ci­al Video)

Ein Hur­ra und eine Emp­feh­lung von mir.

In den Nachrichten
Dan­ke, ich bin grund­ver­sorgt.

Es ver­stößt, das bleibt gesi­chert, nicht gegen die Grund­rech­te, wenn jemand dazu genö­tigt wird, die angeb­li­che „Grund­ver­sor­gung“ mit, wenn schon nicht guter Musik (denn das liegt nicht im Inter­es­se der Plat­ten­ver­la­ge), wenig­stens Rosa­mun­de-Pilcher-Fil­men, Spiel­shows, Rei­se­be­rich­ten und dem Blöd­sinn von Jan Böh­mer­mann aktiv mit­zu­fi­nan­zie­ren, obwohl er nichts davon jemals sehen woll­te, denn, wie das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt bemerkt hat, er hat ja trotz­dem wei­ter­hin gemäß Vor­schrift die Mög­lich­keit dazu.

Jetzt wäre es natür­lich inter­es­sant her­aus­zu­fin­den, ob es nicht eben­so nicht gegen die Grund­rech­te ver­stößt, wenn jeder Steu­er­zah­ler jähr­lich dazu genö­tigt wird, den jeweils durch­schnitt­li­chen Preis eines Neu­wa­gens eben­so in eine geson­der­te Kas­se zu zah­len, denn auch, wenn er gar kein neu­es Auto haben möch­te, soll­te er doch wenig­stens die Mög­lich­keit dazu haben.

In den Nachrichten
Kurz ange­merkt zum Für und Wider der See­not­ret­tung

Wäh­rend es außer Fra­ge steht, dass es sel­ten eine fal­sche Ent­schei­dung sein kann, ohne vor­ran­gig wirt­schaft­li­che Moti­va­ti­on in kör­per­li­che Gefahr gera­te­ne Men­schen trotz der sta­ti­stisch gege­be­nen Wahr­schein­lich­keit, dass unter ihnen in nicht zu ver­nach­läs­si­gen­der Zahl durch­aus zu Gewalt berei­te Anti­se­mi­ten sind, aus die­ser kör­per­li­chen Gefahr zu befrei­en, geht in der poli­ti­schen Dis­kus­si­on dar­über die Fra­ge nach den Ursa­chen zu Unrecht völ­lig unter, denn obwohl selbst die ehe­mals kri­ti­sche Pira­ten­par­tei sich auf das Sym­ptom kon­zen­triert, beschlie­ßen Men­schen ja eher sel­ten mor­gens am Früh­stücks­tisch bei Kaf­fee am reich­hal­tig gedeck­ten Ess­tisch im intak­ten Ein­fa­mi­li­en­haus, im Pad­del­boot ins Aus­land zu fah­ren, son­dern wur­den zuvor unter Zuhil­fe­nah­me von Waf­fen aus deut­scher Hand oder wenig­stens deut­scher Pro­duk­ti­on, ver­kauft von oder im Auf­trag der SPD, die­ses intak­ten Ein­fa­mi­li­en­hau­ses – wenn nicht bereits: der Fami­lie – beraubt und hat­ten somit eigent­lich nichts mehr zu ver­lie­ren, wes­halb es noch über­mä­ßig freund­lich als bizarr zu bezeich­nen ist, dass die For­de­rung nach einem Aus-dem-Meer-Fischen von dem Schiff­bruch nahe ste­hen­den (bzw. sit­zen­den) Flücht­lin­gen auch von der SPD-Bun­des­tags­frak­ti­on geteilt wird, die erst im Janu­ar die­ses Jah­res wie­der mit der Schlag­zei­le medi­al auf­fäl­lig gewor­den war, ihre (ehem. „die gro­ße“) Koali­ti­on habe „so vie­le Waf­fen in Kri­sen­ge­bie­te ver­kauft wie noch nie“, womit „vor allem die SPD ihr Ver­spre­chen nicht gehal­ten“ habe, was nur seman­tisch nach einer Über­ra­schung klingt.

NetzfundstückeNerdkrams
Medi­en­kri­tik in Kür­ze: t3n (unse­ri­ös)!

Es schrieb Andre­as Domin, angeb­lich Infor­ma­tik­stu­dent und somit immer­hin noch nicht nach­ge­wie­se­ner­ma­ßen mit kri­ti­schem Urteils­ver­mö­gen aus­ge­stat­tet, in sein vir­tu­el­les Heim­blatt „t3n“ einen Text hin­ein, der auf Twit­ter so bewor­ben wur­de:

Es gibt viel zu vie­le unse­riö­se Apps und Brow­ser-Erwei­te­run­gen im Netz. Dabei räumt ihr selbst die Rech­te zur #Spio­na­ge ein!

Ohne hash­tag kein Twit­ter, das wis­sen selbst die „Digi­tal­pio­nie­re“ (ein, wie ich mei­ne, etwas zu hoch gegrif­fe­nes Selbst­ver­ständ­nis: „t3n“ exi­stiert erst seit 2005) von der yee­ba­se media GmbH aus Han­no­ver. Was also will Andre­as Domin mit­tei­len?

Wer auf sei­nem Smart­phone eine App oder bei Chro­me und Fire­fox eine Erwei­te­rung instal­liert, soll­te eins beden­ken: die­se Tools nicht sel­ten Zugang zu einem Teil eurer per­sön­li­chen Daten. Bei den mei­sten Anwen­dun­gen wer­den die Daten ledig­lich für die Funk­ti­on der App ver­wen­det. Ande­re wie­der­um fra­gen nach Rech­ten, die für die eigent­li­chen Fea­tures des Tools über­flüs­sig sein müss­ten. (…) Es gibt noch viel mehr unsi­che­re Tools in den Stores, die flei­ßig Daten für zwei­fel­haf­te Zwecke sam­meln. (…) Wer also nicht will, dass sei­ne per­sön­li­chen Daten miss­braucht wer­den, soll­te genau­er dar­auf ach­ten, wem er Zugriff dar­auf gibt.

Hin­ter dem Link zum Arti­kel, des­sen „Fea­tures“ – es soll ein Text ange­zeigt wer­den – kei­ner­lei zusätz­li­che Berech­ti­gun­gen benö­ti­gen wür­den, ver­ber­gen sich fol­gen­de Daten­samm­ler für zwei­fel­haf­te Zwecke:

  • Ein von cloudfront.net ein­ge­bun­de­nes CSS-Style­sheet. Cloud­Front gehört zum Ama­zon-Kon­zern.
  • Diver­se eben­falls von dort her­un­ter­ge­la­de­ne Gra­fik­da­tei­en.
  • Ein außer­dem von dort her­un­ter­ge­la­de­nes Java­Script namens adlib-irgend­was.js, das Unver­schämt­hei­ten von Goo­gles Wer­be­ser­vern nach­zu­la­den ver­sucht.
  • Meh­re­re zum Goog­le Tag Mana­ger gehö­ren­de Java­Script-Datei­en.
  • Ein Zähl­script von INFOn­line.
  • Eine Java­Script-Datei von adgoal (hier als „smart­re­di­rect“ fir­mie­rend).
  • Ein Zähl­script von con­tent­pass.

Bedau­er­li­cher­wei­se hat Andre­as Domin das nicht erwähnt – aber ich hel­fe ja gern.

In den NachrichtenWirtschaftMontagsmusik
Spurv – Et blekt lys lyder

Das Wochenende ist vor-WAS?Es ist Mon­tag. Zum Glück dau­ert das nie lan­ge. Seit Sonn­ta­ge nur noch schnö­des Wochen­en­de sind, hat vie­les ver­lo­ren. Gewin­nen kann nur, wer die bedient, die beim Den­ken meist Pech haben: Kylie Jen­ner, anschei­nend weder durch Talent noch durch Aus­se­hen reich und berühmt gewor­de­ne „Influen­ce­rin“, hat zum Bei­spiel eine Anhän­ger­schar, die der­zeit Spen­den dafür sam­meln, dass sie es noch 2018 in die Rie­ge der Mil­li­ar­dä­rin­nen schafft. Nicht alles, was bescheu­ert ist, ist Sati­re.

Das haben auch die Demon­stran­ten gegen den Besuch Donald Trumps in Groß­bri­tan­ni­en nicht ver­stan­den, die einen Bal­lon in Baby-Trump-Gestal­tung stei­gen lie­ßen, als eig­ne sich eine sol­che Ese­lei zum Ersatz für eine inhalt­li­che Aus­ein­an­der­set­zung. Sel­ber blöd, bääh! – Aber ich war ja noch bei Reich­tum: Die „Wirt­schafts­wo­che“ erkun­de­te jüngst, für wen sich ein Auto-Abon­ne­ment, denn ein sol­ches bie­ten eini­ge Unter­neh­men offen­sicht­lich bereits an, denn loh­ne. Deutsch­land geht es gut? Welch Unter­trei­bung!

Abge­se­hen von Bay­ern, ver­steht sich, denn in Bay­ern scheint das Trink­was­ser noch immer Din­ge zu ent­hal­ten, über die ich lie­ber gar kei­ne Gewiss­heit haben möch­te. Am gest­ri­gen Sonn­tag fand dort das 128. Gau­trach­ten­fest statt, „Bay­ern pur!“ (M. Söder), natür­lich mit ange­schlos­se­nem und bedau­er­lich zahl­reich besuch­tem Got­tes­dienst. Dort darf man noch leben wie sei­ne Vor­fah­ren; den Gau­trach­ten­lei­ter freut’s.

Wo muss denn unbe­dingt mehr Block­chain rein? Na, in Smart­phones natür­lich! In die­sen Mon­tag muss aller­dings etwas ande­res hin­ein, näm­lich Musik.

Spurv – Et blekt lys lyder (Music video)

Guten Mor­gen.

Netzfundstücke
Si vis pacem, para bel­lum. (4)

War­um wir noch in der NATO sind? Na, für den Frie­den™ natür­lich!

Die aus dem Westen stam­men­den Waf­fen, die in Deraa von bewaff­ne­ten Grup­pen auf­ge­ge­ben wor­den waren, sind laut dem rus­si­schen Außen­mi­ni­ste­ri­um ein „mate­ri­el­ler Beweis wider­li­cher Ein­mi­schung“ in Syri­en.

(Grau­en­vol­le Über­set­zung von mir.)

Im Übri­gen bin ich der Mei­nung, dass die Bun­des­wehr abge­schafft gehört.

Politik
Pro­gram­me, schlim­mer als Hit­ler.

Im Jahr 1920 ver­öf­fent­lich­te die Natio­nal­so­zia­li­sti­sche Deut­sche Arbei­ter­par­tei (NSDAP) – zur Redak­ti­on gehör­te damals ein spä­te­rer Reichs­kanz­ler, über den hier nicht wei­ter gespro­chen wer­den soll – ein 25-Punk­te-Pro­gramm, auf dem die Poli­tik der Fol­ge­jah­re auf­ge­baut wer­den soll­te. Aus gege­be­nem Anlass steht mir der Sinn danach, die­ses Pro­gramm ein­mal mit den Pro­gram­men heu­ti­ger Par­tei­en zu ver­glei­chen; denn wenn schon jemand kei­ne Nazis wäh­len will, dann doch bit­te mit Bedacht. In mei­ne Über­le­gun­gen zie­he ich die Wahl­pro­gram­me von 2017 der CDU/CSU, der SPD, der Grü­nen, der Lin­ken, der F.D.P., der AfD, der PARTEI und der Pira­ten­par­tei mit ein. Das soll­te eigent­lich genü­gen.

‘Pro­gram­me, schlim­mer als Hit­ler.’ wei­ter­le­sen »