Sonstiges
Medi­en­kri­tik in Kür­ze: With! Es heißt with!

Es ist ja, aller­wer­te­ster der Ver­la­ge namens cbj, sicher­lich eine ver­mark­tungs­mä­ßig okaye Idee, sich bei der Gestal­tung von Klap­pen­tex­ten von Tot­baum­me­di­en („Bücher“) an aktu­el­len Sprachma­rot­ten zu ori­en­tie­ren, etwa einem Buch­ti­tel eine Rau­te vor­an­zu­stel­len, um einen hash­tag zu simu­lie­ren (der natür­lich nicht nur kei­ne Leer­zei­chen mag, son­dern vor allem jeden Witz im Off­line­kon­text ver­liert, ist die Funk­ti­ons­wei­se eines hash­tags doch nichts als das Kate­go­ri­sie­ren von Din­gen in Medi­en, die sonst kei­ner­lei Kate­go­ri­sie­rung ermög­li­chen, wozu Bücher nun wirk­lich nicht zäh­len), oder es unklar zu las­sen, in wel­cher Spra­che das auf Käu­fer war­ten­de Buch ver­fasst ist, denn vie­le Men­schen mögen Über­ra­schun­gen; aber …

#Find The Girl

… was das „mit“ hier auf dem Titel ver­lo­ren hat, ver­ste­he ich trotz­dem nicht. Da muss bei einer Neu­auf­la­ge drin­gend ein update her!

PolitikIn den Nachrichten
Sie for­dern auch die Buch­sta­ben zurück ins Alpha­bet.

Die Ber­li­ner SPD, seit dem Ende der Tei­lung der Stadt fort­wäh­rend an der Regie­rung betei­ligt, gab zum gest­ri­gen 1. Mai bekannt:

Wir brau­chen einen hand­lungs­fä­hi­gen Staat. Nach der Kri­se benö­ti­gen wir mehr Inve­sti­tio­nen in die digi­ta­le und kom­mu­na­le Infra­struk­tur, mehr Inve­sti­tio­nen in For­schung und Bil­dung und mehr Mit­tel für den Kli­ma­schutz.

Im glei­chen Arti­kel bot sie auch einen Rah­men für das Face­book­pro­fil­bild an. Face­book scheint in der SPD das übli­che Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tel zu sein. Wit­ze über die Ziel­grup­pe von Face­book schrei­ben sich da ganz von selbst.

Der nord­rhein-west­fä­li­sche Lan­des­ver­band der Par­tei, die seit Dezem­ber 2013 das Sozi­al­mi­ni­ste­ri­um führt, teilt in glei­cher Sache mit:

Wir brau­chen einen star­ken Sozi­al­staat mit star­ken Gewerk­schaf­ten und ver­läss­li­chen Sozi­al­part­ner, damit Tarif­po­li­tik und Arbeits­rech­te nicht wei­ter unter­lau­fen und aus­ge­he­belt wer­den.

Einen Schritt wei­ter geht die SPD Döh­ren-Wül­fel, die nicht bloß Gebrauch­tes nennt, son­dern von sich selbst etwas for­dert:

Das war auch schon immer ein Auf­trag in Ver­bin­dung mit dem 1. Mai, ein Rück­blick auf die in der Vor­zeit erkämpf­ten Rech­te, aber auch ein Tag, um klar und deut­lich die Umset­zung von wei­te­ren, sinn­vol­len Ver­än­de­run­gen und Maß­nah­men zu for­dern.

Jemand soll­te die SPD unbe­dingt ein­mal mit poli­ti­scher Ver­ant­wor­tung aus­stat­ten. Die wer­den das Sozi­al­we­sen in Deutsch­land end­lich umkrem­peln!

KaufbefehleMusikkritik
Kurz­kri­tik: Mean­while Pro­ject Ltd – Mar­seil­le

Meanwhile Project Ltd - MarseilleLan­ge nichts mehr über Musik geschrie­ben.

Heu­te ist inter­na­tio­na­ler Tag des Jazz. Zwar könn­te ich die­sen Tag nut­zen, um mir sel­ber mit Miles Davis (des­sen ödes Getrö­te mich wirk­lich nicht reizt) kei­nen Gefal­len zu tun, statt­des­sen arbei­te ich die Liste der ange­fal­le­nen Alben die­ses Jah­res ab, bevor sie noch län­ger wird. Da wäre zum Bei­spiel das Köl­ner Duo Mean­while Pro­ject Ltd, das gemein­sam mit Gast­mu­si­kern aus dem hei­mi­schen Sub­way Jazz Orche­stra unter dem Titel „Mar­seil­le“ ein recht ange­nehm zu hören­des Album auf­ge­nom­men hat, das Mit­te April raus­kam. Gesun­gen wird auf Eng­lisch. Immer­hin kein Kölsch!

Die bei­den Vor­ab­sin­gles „Seli­na“ und „Idols Shaking Hands“ zei­gen die sti­li­sti­sche Brei­te der Musi­ker zwi­schen Rock- (erste­re Sin­gle) und Kla­vier­mu­sik (zwei­te­re Sin­gle) bereits weit­ge­hend auf, aber dafür sind wir heu­te ja nicht hier ver­sam­melt. Das Ohren­merk bit­te ich statt­des­sen ins­be­son­de­re auf den Anfang, also auf das Titel­stücks, und die zwei­te Hälf­te der Mit­te des Albums zu rich­ten, denn dort kom­men die Orche­ster­mu­si­ker zu vol­lem Ein­satz. Selbst das abschlie­ßen­de „Ghost with a Toy“, für letz­te Stücke lei­der nicht üblich, zeigt kei­ne Anzei­chen für qua­li­ta­ti­ves Nach­las­sen.

Ghost with a Toy

Das soll frei­lich nicht hei­ßen, dass der Rest des Albums unin­ter­es­sant wäre: Gera­de das melan­cho­lisch stim­men­de „Idols Shaking Hands“ oder das wun­der­voll pul­sie­ren­de „Lost on Demand“ hät­ten mir fast bereits beim ersten Hören einen Druck auf „Wie­der­ho­len“ ent­lockt. Aber nach irgend­was muss ich hier ja sor­tie­ren, sonst wirkt das so nach Wer­be­zet­tel und das mag ich nicht.

Ande­rer­seits: Gera­de jetzt ist ein biss­chen Wer­bung für gute Musik viel­leicht kei­ne schlech­te Idee. Mor­gen, am 1. Mai, zum Bei­spiel wird die Musik­platt­form Band­camp, auf der auch „Mar­seil­le“ zu fin­den ist, auf jeg­li­che finan­zi­el­le Antei­le an Plat­ten- und Down­load­ver­käu­fen ver­zich­ten, um gebeu­tel­ten Musi­kern das Leben nicht noch schwe­rer zu machen. Besorgt euch, wenn ihr Down­loads par­tout lie­ber besitzt als die Schall­plat­te, „Mar­seil­le“ also lie­ber mor­gen, und zwar hier. Das War­ten ist es wert.

Gern gesche­hen.

In den NachrichtenWirtschaft
Ber­lin vene­zue­lern! (2)

Dem­nächst hat Klein-Vene­zue­la zwar immer noch teu­re Woh­nun­gen und kein Geld, aber immer­hin einen neu­en Flug­ha­fen; der wie­der­um, weiß man schon jetzt, kein Geld hat:

Am neu­en Haupt­stadt­flug­ha­fen, der am 31. Okto­ber 2020 end­lich in Betrieb gehen soll, geht die Rech­nung nicht mehr auf. (…) Bis 2023 beträgt der Mehr­be­darf min­de­stens 1,5 Mil­li­ar­den Euro, im ungün­sti­gen Fall sogar 1,8 Mil­li­ar­den Euro, um eine Insol­venz abzu­wen­den.

Der Haupt­stadt­flug­ha­fen, geschäfts­ge­führt von Engel­bert Lüt­ke-Dal­drup (SPD), gehört zu je 37 Pro­zent dem Land Ber­lin („regiert“ von SPD, „Lin­ken“ und „Grü­nen“) und dem Land Bran­den­burg („regiert“ von SPD, CDU und „Grü­nen“). Der Rest gehört dem Bund („regiert“ von CDU und SPD). Den klein­sten gemein­sa­men Nen­ner ein­mal bei­sei­te las­send: Ist die­ses Ver­bren­nen gro­ßer Geld­sum­men eigent­lich schon Teil der Über­win­dung des Kapi­ta­lis­mus?

PolitikIn den Nachrichten
Hoff­nung Dexit (3): Heu­te schon Daten gegen den Ter­ror gespen­det?

Wäh­rend ganz Deutsch­land damit beschäf­tigt ist, mög­lichst nicht über ande­re Staa­ten nach­zu­den­ken, stellt die beste Euro­päi­sche Uni­on aller Zei­ten schon wie­der nichts als Unfug an:

Wenn es nach Kom­mis­si­on und Rat geht, könn­ten Inhal­te euro­pa­weit – auch in Deutsch­land – auf Anord­nung von Mit­glied­staa­ten mit popu­li­sti­schen, auto­ri­tä­ren Regie­run­gen gelöscht wer­den. (…) Die auf die­se Wei­se geschaf­fe­ne Zen­sur­in­fra­struk­tur wird abseh­bar über Ter­ro­ris­mus hin­aus aus­ge­wei­tet wer­den.

Ich wünsch­te, ich müss­te das irgend­wann nicht mehr schrei­ben: Es ist nicht alles schlecht in Groß­bri­tan­ni­en.


Das wird eine wit­zi­ge Zeit, wenn Inter­net­ar­chäo­lo­gen sich in ein paar Jahr­zehn­ten mit dem Jahr 2020 befas­sen: „Poli­zei ent­deckt ille­ga­le Fri­seur­ge­schäf­te im Kel­ler“.

In den Nachrichten
StVO: Was gün­stig bleibt

Unter mit ver­schie­de­ner Inten­si­tät krei­schen­den Titeln, von „Zu schnell wird jetzt schnell teu­er“ („ACV Auto­mo­bil-Club Ver­kehr“) über eine Beschwer­de über den „pra­xis­fer­nen“ Buß­geld­ka­ta­log (F.D.P.) bis hin zu „Die neue StVO tut rich­tig weh“ („WELT“), berich­ten zahl­rei­che Medi­en heu­te über die mor­gen in Kraft tre­ten­den Ände­run­gen der Stra­ßen­ver­kehrs­ord­nung. Dass eini­ge die­ser Knall­tü­ten­jour­na­li­sten expli­zit ihre Leser war­nen zu müs­sen anneh­men, dass ab „21 km/h der Füh­rer­schein WEG!“ sei („Wun­der­weib“), womit die nied­rig­ste Geschwin­dig­keits­über­tre­tung für eine sol­che Stra­fe gemeint ist, mag über ihr Publi­kum eben­so etwas aus­sa­gen wie über sie selbst.

Ent­schei­dend scheint mir aber der sonst über­all feh­len­de Hin­weis zu sein, dass „Jetzt wird es teu­er“ („Hei­den­hei­mer Zei­tung“) eine etwas zu kurz gegrif­fe­ne Dar­stel­lung ist. Tat­säch­lich gibt es näm­lich selbst für die­je­ni­gen Men­schen, die den Indi­vi­du­al­ver­kehr gegen­über ande­ren Fort­be­we­gungs­mit­teln bevor­zu­gen, eine gera­de­zu erstaun­lich ein­fa­che Mög­lich­keit, völ­lig legal kei­nen Cent mehr für ihre Fort­be­we­gung zu zah­len als bis­her:

Ein­fach nicht wie ein Arsch­loch fah­ren.

Ich helf‘ ja ger­ne.

In den NachrichtenWirtschaftMontagsmusik
Vim­ma – Kuu // Meteo­ri­ten­ge­fahr: Zu wenig.

OrrrrrEs ist Mon­tag. Der ober­ste Lin­ke hau­te mal wie­der einen raus, indem er schrieb, in unse­rer #Ver­fas­sung ste­he, dass Reich­tum ver­pflich­te, wes­halb man Rei­chen jetzt gefäl­ligst Geld weg­neh­men müs­se. Im Juni 2013 schrieb die „Stutt­gar­ter Zei­tung“, Bernd Riex­in­ger ver­die­ne „5800 brut­to. Plus Weih­nachts- und Urlaubs­geld.“ Wo beginnt eigent­lich Reich­tum und war­um ent­eig­nen wir nicht erst mal die Lin­ken?

Gute Nach­rich­ten: In Nord­rhein-West­fa­len machen dem­nächst die Kir­chen wie­der auf. So löst sich das Pro­blem des noch immer rele­van­ten Katho­li­zis­mus viel­leicht dem­nächst auf natür­li­chem Wege. Auf über­na­tür­li­che Todes­ar­ten ist jeden­falls kein Ver­lass: Nach­weis­lich von einem Meteo­ri­ten erschla­gen wur­de bis­her nur ein Ein­woh­ner des 19. Jahr­hun­derts.

Na, auch kei­nen Wer­be­blocker? Über­ra­schend stellt sich her­aus, dass über die­je­ni­gen Ser­ver, denen man so blind ver­traut, auch Schad­soft­ware ver­teilt wird. Da freut man sich doch gleich dop­pelt über irgend­wel­che Quatsch­ver­la­ge, die einem die Wahl las­sen: Rekla­me zulas­sen oder Rekla­me zulas­sen? Lässt man all die­se Quatsch­ver­la­ge aber unver­linkt, so muss es halt „Rus­sia Today“ mit einer vie­ler­orts zu fin­den­den Mel­dung rich­ten: Deut­sche, fand ein „Nah­rungs­lob­by­ist“ her­aus, könn­ten nicht mehr kochen. Das erklä­re, heißt es, auch, war­um aus­ge­rech­net Nudeln und der­glei­chen zu Beginn der Kri­se schnell aus­ver­kauft waren: Mehr krie­gen sie ein­fach nicht mehr hin. Das muss ein eini­ger­ma­ßen unin­ter­es­san­tes Leben sein.

Man­che Wit­ze gehen nach hin­ten los: Im Novem­ber wit­zel­te jemand auf Twit­ter, das Virus sei gera­de frei­ge­las­sen wor­den. Ich schau‘ lie­ber nach vorn und sehe dort noch viel Musik. Fan­gen wir doch mal mit Vim­ma an!

VIMMA – Kuu (Stu­dio Live)

Guten Mor­gen.

In den NachrichtenPiratenpartei
Pira­ten­par­tei: Fri­days For Feu­erer­fin­dung

Zuge­ge­ben: Die Über­schrift ist schon falsch. Für die Erfin­dung von Feu­er und Rad ist die Pira­ten­par­tei dann doch zu spät dran.

Als Par­tei, die immer­hin schon seit vier­zehn Jah­ren exi­stiert, hat sie aber durch­aus ein paar alt­ge­dien­te Recken an Bord, etwa den neu­er­dings sat­te 20 Jah­re alten Bun­des­the­men­be­auf­trag­ten für Umwelt, Kli­ma und Tier­schutz, Mau­rice Con­rad aus Mainz. Laut sei­ner Web­site sei er „Schau­spie­ler & Soft­ware Engi­neer“, „intel­li­gene­te (sic! A.d.V.) Soft­ware“ sei sei­ne Pas­si­on. Ein Mann vom Fach also!

In einer Neben­be­set­zung als „Initia­tor der Fri­days-For-Future-Bewe­gung in Mainz“ (Wiki­pe­dia) trat er gestern in der „Tages­schau“ auf, um dar­über zu spre­chen, dass Kli­ma­de­mon­stra­tio­nen zur­zeit online statt­fin­den (ich berich­te­te). Dabei sei das gera­de­zu fol­ge­rich­tig, denn Fri­days For Future habe etwas hier­für Ent­schei­den­des erfun­den, das immer wich­ti­ger wer­de: Die digi­ta­le Kom­mu­ni­ka­ti­on.

Das, was wir erfunden haben, die digitale Kommunikation,

wird immer wichtiger.

Seit­dem plagt mich eine Fra­ge: Kann etwas, was vor Tik­Tok exi­stier­te, wirk­lich digi­ta­le Kom­mu­ni­ka­ti­on sein?

In den Nachrichten
Inzwi­schen in einem Par­al­lel­uni­ver­sum

Der Fuß­ball lei­det am mei­sten dar­un­ter.

Dau­er­haf­te Gei­ster­spie­le stel­len auch für die Spie­ler von Bun­des­li­ga-Herbst­mei­ster eine men­ta­le Her­aus­for­de­rung dar. (…) „Das Wich­tig­ste ist, dass die Liga wie­der star­tet“, sag­te Krö­sche. Der 39-Jäh­ri­ge beton­te zudem, dass man sich aktu­ell „in den Hän­den der Poli­tik“ befin­de.

Gedan­ken und Gebe­te, Bru­der. Gedan­ken und Gebe­te.

In den Nachrichten
Lie­gen­ge­blie­be­nes vom 23. April 2020 (Coro­na-Spe­zi­al­aus­ga­be)

Eine „demo­kra­ti­sche Zumu­tung“ wie sonst nur Demut (Chri­stoph Möl­lers) und die jüng­ste Ham­bur­ger Bür­ger­schafts­wahl (Mat­thi­as Iken, „Ham­bur­ger Abend­blatt“) sei „die­se Pan­de­mie“, teil­te Ange­la Mer­kel, Bun­des­kanz­le­rin aus der demo­kra­ti­schen Zumu­tung CDU, heu­te mit, denn sie sor­ge für Ein­schrän­kun­gen. Dass „die­se Pan­de­mie“ neu­er­dings bereits legis­la­ti­ve Kom­pe­ten­zen besitzt, war mir aller­dings bis­her nicht klar.


Nach­dem Bernd Riex­in­ger („Lin­ke“) infol­ge eines Auf­re­gers, dass Unter­neh­men, die zu deut­schen Min­dest­löh­nen unter deut­schen Arbeits­be­din­gun­gen in Deutsch­land so Mas­ken her­stel­len las­sen, die­se viel zu teu­er ver­kauf­ten, dar­auf hin­ge­wie­sen wur­de, dass der Nach­teil am Min­dest­lohn ist, dass alles ange­mes­sen bezahlt wer­den muss, voll­zog er eine Teil­wen­de, blieb aber dabei, dass Mas­ken, sofern ver­pflich­tend, bezahl­bar blei­ben müs­sen. In den Kom­men­ta­ren kam die Fra­ge auf, ob ein Staat denn sei­ne Bür­ger über­haupt dazu zwin­gen kön­ne, auf eige­ne Kosten irgend­was zu kau­fen. Bleibt man bei die­ser Ana­lo­gie, dann dür­fen so Mas­ken künf­tig kei­nes­wegs teu­rer sein als ein Per­so­nal­aus­weis oder zum Bei­spiel eine Auto­bahn. Das klingt schaff­bar.


Das Coro­na­vi­rus för­dert Ras­sis­mus: Für die wei­te­re Unter­drückung der Bür­ger Palä­sti­nas kommt die Pan­de­mie Isra­el gera­de recht.

NetzfundstückeNerdkrams
Mit Apple die Fran­zo­sen besie­gen

In der Mel­dung, Frank­reich stö­re es, dass iPho­nes die staat­lich beab­sich­tig­te Bür­ger­be­we­gungs­über­wa­chung („Kon­takt­ver­fol­gung“) per Blue­tooth nicht ganz ein­fach machen, amü­siert mich am mei­sten die offi­zi­el­le Ver­laut­ba­rung, Apple sol­le das gefäl­ligst ändern, denn es sei der in der Ent­wick­lung befind­li­chen Über­wa­chungs­app im Weg. Ich wage nicht, dar­aus eine Emp­feh­lung abzu­lei­ten, aber anschei­nend macht Apple gera­de sehr vie­les sehr rich­tig.


Wit­zi­ge Idee: Auf dem näch­sten tai­wa­ni­schen Pass könn­te vorn Bubble Tea abge­bil­det wer­den. Hof­fent­lich wird die­se Idee zum Vor­bild. Viel mehr Staa­ten soll­ten ihr bekann­te­stes Pro­dukt auf ihren Päs­sen abbil­den (außer viel­leicht Öster­reich).

PolitikIn den Nachrichten
Der Tier­arzt sagt, ich sei gesund.

„Tele­po­lis“:

Man kann anneh­men, dass all dies anders ver­lau­fen wäre, wenn das Gesund­heits­mi­ni­ste­ri­um mit einem Arzt oder einer Ärz­tin besetzt und der vom Mini­ste­ri­um ernann­te Lei­ter des Robert Koch Insti­tuts (Robert-Koch-Insti­tuts, A.d.V.) ein Epi­de­mio­lo­ge oder Viro­lo­ge gewe­sen wäre. Die begrenz­te Kom­pe­tenz des Gesund­heits­mi­ni­ste­ri­ums hat für Deutsch­land die­se Epi­de­mie dra­ma­tisch ver­schlim­mert.

„Tages­spie­gel“ hin­ge­gen (ande­rer Kon­text):

Ex-Mini­ster­prä­si­dent Bodo Rame­low (Lin­ke) sieht in (…) einer Exper­ten­re­gie­rung kei­nen gang­ba­ren Weg aus der Thü­rin­gen-Kri­se. „Es wäre gut, wenn die Ber­li­ner Par­tei­zen­tra­len jetzt mal stil­ler wären“, sag­te Rame­low im Gespräch mit der Deut­schen Pres­se-Agen­tur in Erfurt.

Denn sich von Men­schen vom Fach regie­ren zu las­sen ist des Deut­schen Sache nicht. Ein­zig der Innen­mi­ni­ster macht sei­ne Sache rich­tig: Er ist – gera­de jetzt – oft drin.

MontagsmusikIn den Nachrichten
iamt­he­mor­ning – Os Luna­tum // Ein Dram Weih­was­ser bit­te.

Ich kann nicht mehr!Es ist Mon­tag. Die twit­tern­den Bei­der­po­li­zei­sei­en­den von „Poli­zei Ber­lin Ein­satz“ waren am Sonn­abend Kund­tuen­de, der Hin­ter­ein­gang einer Knei­pe sei ein von „Brett­spie­len­den“ benutzt wer­den­der. Den Brett­spie­len­den ist mei­ne Hoch­ach­tung sicher: Ich könn­te nicht wäh­rend eines Brett­spiels einen Hin­ter­ein­gang benut­zen. Da fällt doch alles run­ter.

Gewohnt irre ist auch die Kir­che: Wäh­rend eini­ge ihrer Leit­fi­gu­ren noch immer Pan­de­mien stur weg­be­ten wol­len, ver­sucht die Kom­man­do­zen­tra­le der katho­li­schen Kir­che, ihren Mit­glie­dern den ein­zig wah­ren Segen (14-jäh­ri­gen Oban) vor­zu­ent­hal­ten. Frech­heit! Nur wenig über­ra­schend ist es da, dass gläu­bi­ge Chri­sten hier­zu­lan­de längst in der Min­der­heit sind. Könn­ten wir jetzt bit­te noch mal über die ver­pflich­tend zu fei­ern­den Son­der­ta­ge des post­auf­ge­klär­ten Kalen­ders dis­ku­tie­ren?

Aber genug von welt­frem­dem Unfug. Musik ab!

Iamt­he­mor­ning – Os Luna­tum (cham­ber live ver­si­on) (from Beligh­ted)

Guten Mor­gen.

In den Nachrichten
Tele­brems

Die Uni­ons­frak­ti­on (Link; Vor­sicht: Möch­te­gern-Bezahl­schran­ke) so:

Die Uni­ons­frak­ti­on hat der EU-Kom­mis­si­on vor­ge­wor­fen, den flä­chen­decken­den Aus­bau des schnel­len Inter­nets in Deutsch­land zu behin­dern. Die Brüs­se­ler Behör­de soll dem­nach ohne Ein­schrän­kun­gen zulas­sen, dass die Bun­des­re­gie­rung vor allem auf dem Land alte Kup­fer­ka­bel durch neue Glas­fa­ser­an­schlüs­se erset­zen kann.

Der Brüs­se­ler Behör­de unter­ste­hen­de Staa­ten so: Kup­fer­ka­bel? So was gibt es noch?

31,9 Pro­zent der Tele­kom sind in deut­schem Staats­be­sitz, mit­hin zur­zeit maß­geb­lich in dem der Uni­ons­frak­ti­on. Hat sich die EU-Kom­mis­si­on das eigent­lich schon mal ange­guckt?