Wäre es angesichts des gelegentlich bizarr anmutenden Rufs nach der Überwindung der herrschenden Verhältnisse („Revolution“) im Zuge der Coronasituation und unter Berücksichtigung des Umstands, dass diejenigen, die ihn zahlreich mit einem Gerät, das es ohne kapitalistische Bestrebungen gar nicht gäbe, über ein Netzwerk, in das sie ohne kapitalistische Bestrebungen gar nicht reinkämen, in ein soziales Medium, dessen wesentlicher Antrieb die Kapitalmehrung ist, hineinschreiben, nicht auch und gerade in deren Sinne, man schaffte den Kapitalismus und seine Folgen (bezahlbare EDV und soziale Netzwerke) jetzt erst recht nicht ab?
Abitur, statt, Bildung
Die nordrhein-westfälischen „Jungsozialisten“, Landesverband der vom testosteronstrotzenden Kevin Kühnert geführten „Jugend“-Organisation der Altherren-SPD, versucht in einem wirren Blogartikel zu erläutern, warum 2020 Schulabschlüsse ohne Leistungsnachweis („Prüfungen“) verteilt werden sollen. Hierbei wählten sie folgende Überschrift:
Bildung und Gesundheit, statt Prüfungsfetischismus und Testosteron-Duell!
Hätten sie stattdessen für die Deutschprüfung gelernt, wäre das möglicherweise nicht passiert.
„Willst den Partner stillen?“
Falls hier jemand von der katholischen Kirche mitliest:

Ich glaube, ich erhalte neuerdings versehentlich eure Post.
Liegengebliebenes vom 16. April 2020
Interessantes aus der Kategorie „Nerdpr0n“: Jemand hat einen CS:GO-/Battlefield-Cheat programmiert, der auf ROP basiert und wohl unmöglich zu erkennen ist.
Bei der „WELT“ – weigert sich, verlinkt zu werden (LSR) – berichtet Luisa Hofmeier, „Redakteurin Innenpolitik“, von ihrem Versuch, ihrer Redaktion das erfolgreiche Ende ihres Raucherdaseins zu verkaufen:
Gestern habe ich der Redaktion vorgeschlagen, über mein Aufhören in Corona-Zeiten zu schreiben. „Gerne“, sagt die Ressortleiterin am Telefon, „wir brauchen auf jeden Fall ein Foto von dir mit Zigarette.“ Ich sage, ich kann auf gar keinen Fall eine Zigarette anfassen. Sie sagt: „No picture, no story.“
Was von einem Verlag, der ein Periodikum namens „BILD“, jedoch keines namens „TEXT“ vertreibt, aber auch nicht anders zu erwarten war.
Corona (1): Saubere Luft ist Lava!
Corona (2): Die Bundesregierung ergreift endlich alle nötigen Schritte, um das Volk angesichts einer stabilisierten Lage zu besänftigen, und genehmigt die bedingte Öffnung derjenigen Geschäfte, die den Bürgern in normalen Jahren temperaturbedingt die wichtigsten sind: Biergärten Autohäuser!
Corona (3): Angesichts der weiterhin aufrechterhaltenen Grundrechtseinschränkungen sollte man meinen, die verschollene Piratenpartei könnte in ihrem Kerngeschäft „Bürgerrechte“ endlich wieder auftrumpfen, zumal sie das Prinzip des ganzjährigen Onlineparteitags ja seit vielen Jahren propagiert. Im „ständigen Mitgliederentscheid“ des niedersächsischen Landesverbandes wird folgerichtig zurzeit über ein gerade jetzt außerordentlich wichtiges Thema diskutiert: Das Kriterium der sexuellen Vielfalt fehlt in den Bestimmungen der Landesmedienanstalt, des NDR, des ZDF und des DeutschlandRadio (sic! A.d.V.). Keine weiteren Fragen.
In eigener Sache: Obwohl ich meine Androhung von 2014, hier künftig auf Pelican statt WordPress zu setzen, bislang nicht wahr gemacht habe, habe ich mir das Leben inzwischen trotzdem etwas leichter gemacht und verfasse einige meiner Artikel – unter anderem diesen – in GNU Emacs mit org2blog. Dass org-mode eine der vernünftigsten Textauszeichnungssprachen ist, erleichtert (gerade im Vergleich mit reinem HTML-Code) vieles, und die automatische Vorschau funktioniert besser als erwartet. Wahrscheinlich lasse ich das jetzt einfach so.
Kurzkritik: MOOP
Lange nichts mehr über Musik geschrieben.
Heute ist mir nach etwas Jazz zumute; aber nicht irgendein Jazz soll es sein, sondern Jazz aus dem Land, das man mit Jazz so eng verbindet wie sonst nur Deutschland mit Frohsinn: Frankreich. Über die dortige Musik ist meinerseits schon manches geschrieben worden, über MOOP aber noch nicht. MOOP stammen aus Poitiers, ihr bisher einziges Album, hierzulande beim ohnehin großartigen label Tonzonen Records und sonst eben bei Amazon.de und Bandcamp.com erhältlich, hat nicht nur ein hässliches Coverbild, sondern enthält auch gute Musik.
In der Selbstbeschreibung berichten MOOP, sie vermengten „Metalschwere“ mit „zeitgenössischer Jazzimprovisation“. Zwei Baritonsaxophone, eine Gitarre und ein Schlagzeug sind ja auch irgendwie eine Rockbesetzung. Wer da an King Crimson („Lizard“) denkt, der hat nicht Unrecht. Nur Gesang gibt es hier nicht, er wird aber auch nicht vermisst.
Dass nicht jedes Stück zündet, etwa (trotz des tollen Titels) „Where is my horny car“ mit beinahe gelangweilter Zähigkeit aus dem Kopfhörer fließt, sei der Improvisation zugestanden. Ein vergnügliches Album ist es trotzdem geworden.
💩 (7)
Coronabeschränkungen schön und gut, aber das …
Der Corona-Krise zur Folge werden alle Emojis, die Unicode 14.0 enthalten würde, um 6 Monate verschoben.
… geht jetzt echt zu weit!
The White Stripes – 300 M.P.H Torrential Outpour Blues // Stuhlkreispolitik für die Mafia
Es ist Montag. Überraschend stellt sich heraus, dass die gezielte Förderung von Frauen der wissenschaftlichen Qualität eher einen Bärendienst erweist. Ich empfehle stattdessen Pandabären zu fördern. Die sind wenigstens putzig beim Bärendienst.
Das alles beherrschende Thema ist aber immer noch Corona. Es wird langsam lästig, ich kenne doch längst alle guten Witze darüber. Gut haben es die Benutzer von WhatsApp: Dem Vernehmen nach erreichen diese Witze von Twitter erst Jahre nach allen anderen Internetteilnehmern. Die haben also noch lange was davon. Alle anderen müssen lange suchen, bis sie noch was witziges finden. Wo sucht man heutzutage als moderner Gesellschaftsteilnehmer, wenn man mal so richtig lachen will? Klar: Bei Verlautbarungen aus den Reihen der „Grünen“. Deren Quotenrobert, der offensichtlich als Protest gegen hohe Mietpreise in Talkshows wohnt, hat neulich vorgeschlagen, für die Zeit danach zufällig ausgewählte Bürger auszulosen (vielleicht mit einer Quote für irgendwas), die zwar nicht vom Fach sein müssen, aber über „das Erlebte diskutieren“ sollen, auf dass „die Politik“ daraus Schlüsse ziehen möge. Stuhlkreise als Demokratiesimulation – großartig, und Robert Habeck will nicht mal Eintritt dafür nehmen! In Italien hält derweil die Mafia die Grundversorgung des Plebs aufrecht. Ob es das ist, was Konsenspolitiker meinen, wenn sie sagen, Bürger sollten sich stets daran erinnern, wer ihnen in der Krise geholfen hat?
In noch jeder Krise hat bisher jedenfalls mir geholfen: Musik.
Guten Morgen.
Hannover (2).

Zu eckig.
Auf Schiffen über Luftfahrt reden
Es gibt Neues von den „Aktivisten und Idealisten“ (Piratenpartei.de) der Piratenpartei. Im „Kampf“ gegen „Überwachung, Bevormundung“ und „Monopolisten“ (ebd.) beschreiten sie jetzt ungeahnte Wege:
Btw: Kennt Ihr eigentlich schon unseren #PIRATEN-#Instagram-Account?
Für eine Partei, die glaubhaft für bessere Bildung für jeden Bürger zu „kämpfen“ behauptet, ist das sprachlich ein als schwach noch zu vorsichtig bezeichneter Tweet, gleichzeitig aber eine gute Werbung für diese politische Forderung. Um zu verstehen zu geben, was bessere Bildung ist, muss man ja zunächst mal schlechte Bildung definieren und am besten auch gleich ein Beispiel vorlegen können.
Weil es geboten schien, die Partei, die dazu anleiten möchte, den „Datenkraken Facebook“ trockenzulegen – dafür müsse allerdings „Europa“ ein „Machtwort sprechen“ -, darauf hinzuweisen, dass es etwas merkwürdig anmutet, von denjenigen „Aktivisten und Idealisten“, die qua politischem Daseinszweck Konzerne wie den Besitzer von Instagram ins Irrelevante zu treiben versuchen, Werbung für Instagram zu erhalten, erfolgte das verschiedenfach. Die von einem Mitglied der Bundespresse gefälltmirte Antwort eines achtzehnjährigen Nachwuchspiraten, man müsse halt dahin gehen, wo die Wähler seien, scheint der wesentliche Aspekt zu sein. Eine breit gestreute Aufmerksamkeit zum Zweck der Stimmengewinnung entspricht meinem Verständnis von Idealismus allerdings nicht. Wir sind auch weiterhin gegen Datenkraken, haben uns aber aufgrund wahltaktischer Überlegungen anders entschieden.
0,37 Prozent der gültigen Stimmen fuhr die Piratenpartei bei der Bundestagswahl 2017 ein. Ihr Problem ist kaum ihre fehlende Bekanntheit, ihr Problem ist, dass sie inzwischen als diejenige Partei bekannt ist, die nicht mehr da ist, wo sie die Wähler gern sehen würde: Nerdig, konsequent für Datenschutz, Privatsphäre und ein anständiges Urheberrecht. Schwierig wird es, wenn einem die eigenen Wähler nicht mehr reichen und man woanders fischen geht. Warum man überhaupt an der Piratenpartei teilnimmt, wenn Stimmen wichtiger werden als Überzeugungen, erschließt sich mir nicht.
Wäre all das in der CDU nicht einfacher?
Fast zum selben Thema: Bei „Telepolis“ hat sich mal jemand „Extinction Rebellion“ von innen angesehen. Sympathisanten dieser Gruppe haben es in der Piratenpartei bis in den amtierenden Bundesvorstand geschafft. Eine Wertung überlasse ich der Nachwelt.
Nach der Freiheit
Die glücklichen Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit.
Marie von Ebner-Eschenbach
Die Abriegelung geht in die nächste Runde. Sperrt sie endlich alle ein! Es ist alles in bester Ordnung, man lasse sich da nichts anderes einreden. Es ändert sich ja auch vieles zum Besseren: Jemanden im Supermarkt mit dem Einkaufswagen umzunieten ist endlich verboten, Parteien versuchen sich schlappe vierzehn Jahre nach Gründung der Piratenpartei stolz an virtuellen Sitzungen, anderen Leuten seine schweißigen Hände zu reichen ist endlich verpönt und es ist überall angenehm menschenarm. Selbst die Systemrelevanten, die noch 2019 darüber klagten, dass sie für zu viel Arbeit für zu unfreundliche Kunden zu schlecht bezahlt werden, bekommen jetzt mehr Geld mehr Entlastung Applaus.
Dem gegenüber stehen freilich die neuen Gefahren. Hätte etwa die CDU schon vor einigen Jahren geahnt, dass sich Menschen freiwillig einen Staatstrojaner installieren würden, wenn sie darüber Videokonferenzen abhalten können, hätten wir alle heute schnellere Internetverbindungen. Schade! Wenigstens das Robert-Koch-Institut („Robert Koch-Institut“, schöner Name auch) macht sich die technische Aufgeschlossenheit zunutze: Dort arbeite man, berichtete jüngst die „Tagesschau“ („tagesschau“), zurzeit statt an der Standortüberwachung an an einer App, die der Virenverbreitung dienen soll. Klingt nützlich. Vermutlich aus dem gleichen Grund ruft es, genderspricht die „taz“, zu „Datenspenden“ auf. Leider habe ich meinen Datenspenderausweis neulich verloren, aber Behörden haben gerade eh viel zu tun.
Wer keinen selbstgeklöppelten Mundschutz trage, gefährde andere, kolportieren die weniger Schlauen. Dass in einer (methodisch schwachen) Studie herausgefunden wurde, dass das nicht nur scheiße aussieht, sondern überdies von weniger Mehrwert begleitet ist als einfach darauf zu verzichten, andere Menschen anzuspucken, verbreitet sich weniger schnell als man annehmen sollte. Vernunft ist optisch selten wahrnehmbar und was man nicht sieht, eignet sich nicht zum Populismus (außer Religion). Ich habe den erstaunlichen Effekt an mir selbst festgestellt, dass ich von Menschen mit einem Tuch vor dem Gesicht, das ja vor allem zu meinem Schutz dienen soll, instinktiv einen größeren Abstand halte als von normalen Menschen. Das könnte die gleiche psychische Ursache haben wie der Umstand, dass ich auch von zu meinem Schutz bewaffneten Knallköpfen („Soldaten“) weniger gern umgeben bin als von unbewaffneten Menschen. Ich werde darüber beizeiten nachdenken, es ist ja gerade nicht viel anderes zu tun.
Das faktische Reiseverbot, Besuchsverbot und Buchleseverbot im Freien, meist begleitet von einer rechtlichen Unsicherheit, weil es vor allem den Kontrolleuren obliegt, Augenmaß einzusetzen, mag ebenso wie das medial beworbene Sichverfolgenlassen nach der Krise wieder zurückgefahren werden, aber der Samen ist gesetzt: Die Einwohner Bayerns, des Vorreiterlandes in gefährlichen politischen Ideen, würden sich gerade mit großer Mehrheit was verbieten lassen, sie können sich nur noch nicht entscheiden, von wem. Ich klatsche vom Balkon, allerdings als Folge des Sprungs. Was ist Freiheit eigentlich wert, wenn sie nur in ruhigen Zeiten gilt?
Die Maßnahmen enden irgendwann nach Ostern, gibt die Regierung des Souveräns souverän bekannt. Endlich kann man dann wieder Pflegekräften und Kassierern applausfrei beim unterbezahlten Ausbrennen zusehen, bei Geschäftsterminen Fische quetschen, in Schlangen dem Vordermann in den Nacken atmen und vor allem diesen ganzen Onlinefirlefanz wieder weglassen. Es ging doch immer schon ohne. Haben wir schon immer so gemacht. Tradition. Dass aber mittels Verordnungen die Exekutive faktisch judikative Gewalt bekommt, ist ein Ärgernis, das die Situation gerade zu akzeptieren hilft. Wenn wir uns jetzt aber gerade in der Zeit zwischen der Freiheit befinden, was man jetzt eben so hinnehmen müsse: Was wird nach ihr kommen?
Alles Unheil kommt von einer einzigen Ursache: dass die Menschen nicht in Ruhe in ihrer Kammer sitzen können.
Blaise Pascal
„Das ist kein echter Kommunismus!“
Es informiert Ulrike Guérot, Professorin und Leiterin des Departments für Europapolitik und Demokratieforschung an der Donau-Universität Krems:
Ein marktkonformer Liberalismus scheint also zunehmend nur noch durchzusetzen zu sein, wenn man die Demokratie dafür opfert, und genau das macht China vor[.]
Genau! Die marktkonform liberalistische Diktatur der Chinesen darf kein Vorbild sein!
Gotteskriegers Rückkehr
Allahu akbar, es spricht der Papst:
Liebe Jugendliche, fühlt euch berufen, euer Leben einzusetzen. Habt keine Angst, es für Gott und die anderen zu geben, ihr werdet dabei gewinnen!
Halleluja, amen und Waidmanns Heil!
Stop Motion Orchestra – Instant Everything!
Es ist Montag. Gestern war Palmsonntag, aber heute scheint eher Unkrautmontag zu werden. Wenn es wenigstens Bambus wäre! Aber es ist kein Bambus. Es ist nie Bambus.
In Österreich wird erwogen, nur noch diejenigen Menschen frei herumlaufen zu lassen, die sich eine Überwachungsapp aufs Mobilgerät laden. Der nächste logische Schritt wäre es, den Nichtbesitz eines überwachungsfähigen Mobiltelefons unter Strafe zu stellen. Vorwärts immer.
Apropos vorwärts: Es ist zu erfahren, dass Microsoft sein Office-365-Paket nicht nur in „Microsoft 365“ umzubenennen gedenkt (funktioniert dann wohl in Schaltjahren nicht mehr richtig), sondern überdies – „zunächst“ in den Vereinigten Staaten – der hässlichen Tabellenkramsoftware Excel eine Funktion („Money Addon“) spendieren wird, die einen Zugriff auf Bankdaten erlaubt. Tabellenkalkulationen sind ja großartig für so was geeignet. Was kann da schon schiefgehen? Wolfgang Schäuble schlägt währenddessen vor, im Bundestag auch Onlinesitzungen zuzulassen, aber um zu verhindern, dass mir der Mann doch noch sympathisch wird, wehren sich vor allem „linke“ Fraktionen dagegen, gerade jetzt Gesetze dafür anzupassen. Schönwetterdigitalisierung hat ihren Preis.
Eine meiner Lieblingsüberschriften in den Onlinenachrichten der letzten Tage stand ausgerechnet in der „taz“: „Kirche nur schwer erziehbar“. Das bedrückt mich. Erst mal Musik.
Guten Morgen.
Kurzkritik: Pinkish Black – Concept Unification
Lange nichts mehr über Musik geschrieben.
In Krautrock und im Doom Metal ist gleichermaßen wenig wirklich Neues zu finden, wie mir beim Zusammenstellen der halbjährlichen Bestenlisten immer wieder auffällt. Folgerichtig kombinierte das Duo Pinkish Black aus Texas nicht nur zwei sehr unterschiedliche Farben, sondern auf ihrem anscheinend vierten Album „Concept Unification“ (Amazon.de, Bandcamp.com, TIDAL) von 2019 auch diese zwei sehr unterschiedlichen Stile im Sinne einer, nun, Konzeptvereinheitlichung.
Folgerichtig ist die Schubladisierung hier keine leichte: Elektronisches (entfernt vergleichbar mit den neueren The Notwist), Canterbury-Verspieltheit und düstere Vokaldarbietung werden bereits im eröffnenden Titelstück, in die andere Richtung schwingend im dritten und meiner Meinung nach besten Stück „Dial Tone“, auf eine sehr hörbare Art atmosphärisch reizvoll miteinander verwoben.
Schwache Momente hat das Album nicht, weshalb wiederum ich schwach werde und eine Empfehlung ausspreche. Genuss ist ja besonders wichtig in diesen Tagen.
Hirnfick 2.0 demonstriert fürs Klima
Der digitale Klimastreik, informiert Luisa Neubauer, finde auch in der dritten Woche statt: Unter dem witzigen Hashtag „#NetzstreikFuersKlima“ werden, Klimafolgen aus Gründen beiseite schiebend, offenbar regelmäßig Streiks per Videokonferenz ausgetragen, in deren Verlauf Teilnehmer ihre Schildchen mangels externen Publikums eben vor ihre Webcam halten. Dann haben wenigstens die Geheimdienste ein schlechtes Gewissen danach.
Dass ein Streik üblicherweise darin besteht, dass jemand währenddessen sein übliches Tun unterlässt, ist in einer Zeit, in der sowieso jeder jedes Tun unterlässt, natürlich ärgerlich. Aber davon lassen wir uns doch nicht unterkriegen!
Als Zeichen meines guten Willens nehme also auch ich heute am Netzstreik fürs Klima teil. Ich gehe sogar mit gutem Beispiel voran und halte zwar eine Parole vor die Kamera, lasse diese jedoch ausgeschaltet. Das Klima wird es mir danken.











