Netzfundstücke
„… von MEINEN Gebüh­ren!“ (2)

Neu­lich:

ARD und ZDF wer­den teu­rer: Ab 2021 wer­den monat­lich wohl 86 Cent mehr fäl­lig.

Gestern:

Zu euren Kom­men­ta­ren wegen der Wer­be­ein­blen­dung vor der Anspra­che der Kanz­le­rin: Das war ein Feh­ler, der nicht hät­te pas­sie­ren dür­fen. Wir bedau­ern das sehr!

All­mäh­lich scheint der Unter­schied zwi­schen den öffent­lich-recht­li­chen und den pri­va­ten Fern­seh­sen­dern ein ähn­li­cher zu sein wie der zwi­schen Net­flix und rus­sisch-chi­ne­si­schen Raub­ko­pier­web­sites; nur, dass die usa­bi­li­ty pri­va­ter Fern­seh­sen­der immer noch scheuß­lich ist.

Die besorg­te Nach­fra­ge jün­ge­rer Fern­seh­ge­rä­te, ob man wohl noch am Leben sei, weil man in den letz­ten Minu­ten nicht blö­de auf der Fern­be­die­nung rum­ge­drückt hat, gewinnt humor­be­zo­gen durch sol­che Vor­fäl­le sehr an Qua­li­tät.

NetzfundstückeIn den NachrichtenMir wird geschlecht
Lie­gen­ge­blie­be­nes vom 18. März 2020

Bill Gates hat 2015 gemahnt, dass eine Pan­de­mie die vor­her­seh­bar­ste Kata­stro­phe der Mensch­heit sei. Zum Glück hat die Bun­des­re­gie­rung recht­zei­tig reagiert und erwo­gen, jede zwei­te Kli­nik zu schlie­ßen. Sonst wäre das jetzt sehr gefähr­lich gewor­den.


Geht es nach Lenz Jacob­sen („ZEIT ONLINE“), so eig­ne ich mich nicht zum voll­wer­ti­gen Mit­glied der Coro­na-geplag­ten Gesell­schaft, denn ich habe die­ses Jahr noch kei­ne Frau ver­mö­belt:

Denn neben den medi­zi­ni­schen Risi­ko­grup­pen müs­sen wir uns auch um die sozia­len Risi­ko­grup­pen küm­mern. Allein­er­zie­hen­de, Arme, Obdach­lo­se, Alte, Pfle­ge­be­dürf­ti­ge, Frau­en, denen jetzt häus­li­che Gewalt droht.

Ein Mann zu sein war mal so viel intui­ti­ver als heu­te.


Es ist nicht lan­ge her, dass die neue fin­ni­sche Regie­rung für ihre Weib­lich­keit beju­belt wur­de. Über­ra­schend stellt sich jetzt im „Kampf“ gegen ein Virus her­aus, dass Frau­en auch nicht bes­ser staa­ten­len­ken kön­nen als ande­re Men­schen. Erstaun­lich: Als wäre das Geschlecht völ­lig uner­heb­lich!


Ich drucke mir mor­gen ein T‑Shirt mit der Auf­schrift „Coro­na-Fan­club 2020“: Der Euro­vi­si­on Song Con­test fällt die­ses Jahr aus. Hur­ra!


Die „Rhein-Neckar-Zei­tung“ – will nicht ver­linkt wer­den (LSR) – schreibt: „Die Arbeits­agen­tu­ren wol­len in Coro­na-Zei­ten fle­xi­bel und unbü­ro­kra­tisch agie­ren“. War­um eigent­lich nur jetzt?


Hoch­zeits­ge­schenk gesucht? Klo­pa­pier für über 3.000 Euro, Ring gibt’s dazu. Roman­tik ist nicht tot!

In den NachrichtenPolitik
Nie­mand hat die Absicht.

Es teil­te das Bun­des­mi­ni­ste­ri­um für Gesund­heit am 14. März die­ses Jah­res mah­nend mit, man möge nicht auf „Fake News“ her­ein­fal­len:

Es wird behaup­tet und rasch ver­brei­tet, (…) die Bun­des­re­gie­rung wür­de bald mas­si­ve wei­te­re Ein­schrän­kun­gen des öffent­li­chen Lebens ankün­di­gen. Das stimmt NICHT!
Bit­te hel­fen Sie mit, ihre Ver­brei­tung zu stop­pen.

Viel­mehr möge man:

beson­nen blei­ben und ein­an­der auch unter Stress ver­trau­en.

Und sie­he, man blieb beson­nen, ver­trau­te unter Stress und fiel her­ein:

Die Bun­des­re­gie­rung und die Regie­rungs­chefs der Bun­des­län­der haben am 16. März 2020 fol­gen­de Leit­li­ni­en zum ein­heit­li­chen Vor­ge­hen zur wei­te­ren Beschrän­kung von sozia­len Kon­tak­ten im öffent­li­chen Bereich ange­sichts der Coro­na-Epi­de­mie in Deutsch­land ver­ein­bart:

(…) Für den Publi­kums­ver­kehr zu schlie­ßen sind
– Bars, Clubs, Dis­ko­the­ken, Knei­pen und ähn­li­che Ein­rich­tun­gen
– Thea­ter, Opern, Kon­zert­häu­ser, Muse­en und ähn­li­che Ein­rich­tun­gen (…)
– Spiel­plät­ze.

Ehr­lich­keit ist im Jahr vor so einer Bun­des­tags­wahl ja auch deut­lich über­be­wer­tet.

Dass nun aber Hän­de­schüt­teln und Got­tes­dien­ste glei­cher­ma­ßen uner­wünscht sind, gefällt mir gut. Ich wür­de dazu gern eine Peti­ti­on zur dau­er­haf­ten Auf­recht­erhal­tung ein­rei­chen. Wer wür­de mit­ma­chen?

MontagsmusikIn den Nachrichten
Insect Ark – Philae // Afri­ka ist wie Auto­bahn.

Kaffee?Es ist Mon­tag. Die dies­jäh­ri­ge re:publica wird ver­scho­ben, was ärger­lich ist. Die paar Tage Ruhe vor der Alpha­blog­ge­ria, die eini­ge Tage lang um sich selbst kreist und mit sich selbst spricht, waren immer wie­der etwas, wor­auf man sich freu­en könn­te.

Coro­na? Coro­na. Ich las­se mal ein paar Anmer­kun­gen hier, weil mehr als Anmer­kun­gen ja auch kei­ner (mich ein­ge­schlos­sen) mehr lesen oder hören kann und/oder will; bezie­hungs­wei­se wenig­stens zwei: Mexi­ko erwägt, die Gren­ze zu den Ver­ei­nig­ten Staa­ten zu schlie­ßen, um die Virus­aus­brei­tung zu ver­lang­sa­men. Wer dafür wohl bezah­len wird? Ande­rer­seits: In Los Ange­les wol­len sie das Virus anschei­nend ein­fach abknal­len. Land of the free, home of the bra­ve. Die besten Wit­ze über die USA schreibt ein Tag in den USA.

Unter­des­sen hat die „NZZ“ her­aus­ge­fun­den, wie­so das Virus sich in Deutsch­land so plötz­lich so schnell aus­brei­ten konn­te: Kar­ne­val ist schuld. Sofort ver­bie­ten. Gern noch ein paar Jahr­zehn­te lang, nur so zur Sicher­heit. Wir wol­len ja kein Risi­ko ein­ge­hen.

Aus einem ähn­li­chen Grund wur­de bei Bahl­sen neu­lich „ent­schie­den“, den Keks „Afri­ka“ nicht mehr wie einen Kon­ti­nent zu nen­nen. Das sei ras­si­stisch, wur­de argu­men­tiert. Afri­ka sagt man nicht mehr. Das ist wie Auto­bahn. Sagt man „Afri­ka“ und isst dabei einen über­dies dunk­len Keks, dann ist man schlim­mer als Hit­ler. Und wir wis­sen ja, was mit Men­schen pas­siert, die schlim­mer sind als Hit­ler.

Bes­ser als Hit­ler ist unter­des­sen: Musik.

INSECT ARK – Philae (offi­ci­al audio)

Guten Mor­gen.

Sonstiges
Abschlie­ßend ange­merkt zur Coro­na­si­tua­ti­on

Soll­te die Mensch­heit wegen der Coro­na­si­tua­ti­on tat­säch­lich nen­nens­wer­te Ver­lu­ste erlei­den, dann hän­gen die­se mit gro­ßer Wahr­schein­lich­keit damit zusam­men, dass auf die Mit­tei­lung, dass Mund­schutz und Des­in­fek­ti­ons­mit­tel weni­ger nütz­lich sind als Sei­fe, welt­weit reagiert wur­de, indem als Vor­be­rei­tung auf eine Qua­ran­tä­ne auf­grund einer Atem­wegs­er­kran­kung gan­ze Autos mit Klo­pa­pier bela­den wer­den, bis einer heult – und wie auch immer das aus­geht: Ich freue mich auf die Ver­fil­mung.

PolitikIn den Nachrichten
Sozi­al­de­mo­kra­tisch ein­bre­chen zur Sicher­heit

Es ist doch erstaun­lich, …

Mit den Stim­men der (rechts­po­pu­li­sti­schen, A.d.V.) Regie­rungs­frak­tio­nen von SPD und CDU sowie der oppo­si­tio­nel­len AfD hat der Land­tag Meck­len­burg-Vor­pom­merns am Mitt­woch die lan­ge umstrit­te­ne Novel­le des Sicher­heits- und Ord­nungs­ge­set­zes (SOG) ver­ab­schie­det. Die Poli­zei kann damit künf­tig mit Rich­ter­ge­neh­mi­gung IT-Syste­me wie Com­pu­ter oder Smart­phones prä­ven­tiv heim­lich online durch­su­chen. Auch eine Befug­nis zur Quel­len-Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­über­wa­chung (TKÜ) ist ent­hal­ten. (…) Für bei­de Sze­na­ri­en grei­fen die Behör­den in der Regel auf soge­nann­te Staats­tro­ja­ner zurück und nut­zen dafür Sicher­heits­lücken aus. Für die Online-Durch­su­chung räu­men die Abge­ord­ne­ten den Ord­nungs­hü­tern nun auch das Recht ein, Woh­nun­gen mit rich­ter­li­cher Erlaub­nis heim­lich betre­ten und durch­su­chen zu kön­nen.

… wie tref­fend das ein­zi­ge Max-Goldt-Zitat, des­sen regel­mä­ßi­ges Auf­tau­chen sogar mich all­mäh­lich lang­weilt, bleibt, wenn man den Ant­ago­ni­sten aus­tauscht:

Die SPD ist ein Organ der Nie­der­tracht. Es ist falsch, sie zu wäh­len. Jemand, der zu die­ser Par­tei bei­trägt, ist gesell­schaft­lich abso­lut inak­zep­ta­bel. Es wäre ver­fehlt, zu einem ihrer Mit­glie­der freund­lich oder auch nur höf­lich zu sein. Man muss so unfreund­lich zu ihnen sein, wie es das Gesetz gera­de noch zulässt. Es sind schlech­te Men­schen, die Fal­sches tun.

Und die erdrei­sten sich, in Netz­po­li­tik­din­gen Oppo­si­ti­on zu spie­len. :zensur:

Unlängst wur­de ermit­telt, dass die AfD eine Strö­mung besit­ze, der ein Gesell­schafts­kon­zept ver­fol­ge, „des­sen zugrun­de­lie­gen­den Punk­te im Wider­spruch zum Grund­ge­setz (…) stün­den“ und der „die demo­kra­ti­sche Ord­nung [ver­ach­te]“ und „offen­siv einen ‚System­um­sturz‘ [for­de­re]“, wes­halb der Ver­fas­sungs­schutz sich zustän­dig sehe. Was das über die SPD, deren Ver­tre­ter offen­siv den Sozia­lis­mus und eine Frau­en­quo­te for­dern, aus­sagt, obliegt eben­so zu ent­schei­den nicht mir.


In wei­te­ren Nach­rich­ten: Des Ver­kehrs­mi­ni­sters Tele­fon­si­che­rung ist ver­schwun­den. Mit der Vor­rats­da­ten­spei­che­rung wäre das nicht pas­siert.

MusikNetzfundstücke
Hirn­fick 2.0 streamt abge­sag­te Ver­an­stal­tun­gen

Der Rund­funk Ber­lin-Bran­den­burg teilt unter der Über­schrift „Events zum Publi­kum brin­gen“ mit:

rbb streamt abge­sag­te Ver­an­stal­tun­gen

Nach Rück­spra­che mit mei­nem Ein­per­so­nen­team (bestehend aus mir) habe ich beschlos­sen, mei­nem Bil­dungs­auf­trag nach­zu­kom­men, indem auch ich aus­ge­wähl­te abge­sag­te Ver­an­stal­tun­gen strea­me. Die Rei­he beginnt mit die­sem Bei­trag, ich zei­ge einen voll­stän­di­gen Stream des abge­sag­ten gest­ri­gen Kon­zerts von Johan­nes Oer­ding in Rostock:

Vor allem der Ton war sen­sa­tio­nell. Das könn­te an der Tech­nik lie­gen. Von die­ser Art Kon­zert darf es künf­tig gern noch vie­le wei­te­re geben. :ja:

Netzfundstücke
Pani­sche Gelas­sen­heit

Den Klü­ge­ren unter den Pani­schen (ist Gre­ta jetzt zufrie­den?) genügt der Hin­weis, dass Sei­fe das beste Des­in­fek­ti­ons­mit­tel für nicht Tod­kran­ke ist. Die ande­ren Pani­schen sind ins­ge­samt beru­higt:

Bereits um 6.45 Uhr stan­den rund 10 Kun­den vor der Tür der Aldi Filia­le Bar­do­wicker Stra­ße in Lin­den-Mit­te. (…) Eine Mit­ar­bei­te­rin über­gab die Des­in­fek­ti­ons­sprays, Des­in­fek­ti­ons­ge­le und Hygie­ne­tü­cher ein­zeln durch die Tür des Lager­raums an jeden Kun­den, der sich davor in einer War­te­schlan­ge ange­stellt hat­te. (…) Offen­sicht­lich gehen die Men­schen in Lin­den ver­hält­nis­mä­ßig gelas­sen mit Gefahr (sic! A.d.V.) der Virus­ver­brei­tung um.

Frü­her war sogar die Gelas­sen­heit weni­ger voll.

In den NachrichtenMontagsmusik
Misu­se – While it lasts // Ant­wort­ge­schos­se

Pah - ich geh nach Hause!Es ist Mon­tag. Laut der „Tages­schau“ wur­de Frank-Wal­ter Stein­mei­er in Publi­kum gesich­tet, als Frank-Wal­ter Stein­mei­er sprach. Ich befür­wor­te es, Frank-Wal­ter Stein­mei­er als Publi­kum für Frank-Wal­ter Stein­mei­er zwangs­zu­ver­pflich­ten. Dann redet er viel­leicht mal weni­ger dum­mes Zeug.

„Mäd­chen wür­den nie gewin­nen, sag­ten die Jungs“ über­schrieb Mat­thi­as Dell einen Arti­kel über eine Doku­men­ta­ti­on über die nie gewin­nen­de Hil­la­ry Clin­ton. Offen­bar sind Jungs manch­mal gar nicht so doof, wie alle behaup­ten. – Apro­pos doof: Die „Lin­ke“ hat auf ihrer „Stra­te­gie­kon­fe­renz“ unter ande­rem fest­ge­stellt, dass die „Schüs­se an der Gren­ze“ die „Ant­wort auf die Poli­tik der BRD“ waren, „die DDR durch die Abwan­de­rung vie­ler ihrer Bür­ger auf die Knie zu zwin­gen“ (Sei­te 556). In Ein­heit mit dem Umstand, dass der par­tei­ei­ge­ne Thü­rin­ger Wie­der­mi­ni­ster­prä­si­dent neu­lich ein Mit­glied der AfD öffent­lich­keits­wirk­sam zu irgend­was wähl­te, ist die Aus­sicht auf „rot-rot-grün“ in noch mehr Län­dern als bloß dem blö­den Ber­lin eine zwar wit­zi­ge, aber doch irgend­wie unbe­hag­li­che. Was die F.D.P. wohl gera­de macht?

Jens Spahn rät von „nicht not­wen­di­gen Rei­sen“ nach (unter ande­rem) Nord­rhein-West­fa­len ab. Scha­de, dass er wohl nicht die Archi­tek­tur und die Kul­tur der Ein­hei­mi­schen mein­te, son­dern so ein blö­des Virus. Das Robert-Koch- und irgend­ein ande­res Insti­tut arbei­ten aber bereits gemein­sam an der Aus­rot­tung des­sel­ben: Smart­phone­über­wa­chung gegen Krank­heit! Hat Horst See­ho­fer eigent­lich schon Video- und Desk­top­über­wa­chung gegen das Coro­na­vi­rus in Erwä­gung gezo­gen?

Am MIT wird momen­tan mal wie­der Unix neu geschrie­ben. Ein nicht völ­lig unin­ter­es­san­tes Pro­jekt, sieht man von der aus heu­ti­ger Sicht natür­lich völ­lig ver­al­te­ten Archi­tek­tur ab.

Noch zeit­lo­ser aber ist: Musik.

Misu­se live: While it lasts @ gaga­rin

Guten Mor­gen.

PolitikIn den Nachrichten
Todes­die­ner gegen Paro­len (Nach­trag): … aber bit­te nur gute!

Was sagt es eigent­lich über eine Gesell­schaft, die trotz seit inzwi­schen drei­ßig Jah­ren feh­len­der äuße­rer Fein­de ihre ver­meint­li­che „Ver­tei­di­gungs­ar­mee“ über­wie­gend ganz gut fin­det, aus, wenn ihre laut Medi­en­be­rich­ten der­zeit größ­te Sor­ge in Bezug auf die­se Armee die­je­ni­ge ist, dass eini­ge die­ser Men­schen, deren steu­er­lich bezahl­ter Beruf das Töten ist, womög­lich gar kei­ne anstän­di­gen Sozi­al­de­mo­kra­ten, son­dern rechts­extrem sind?

(via Schwerdt­fe­gr)

PolitikIn den Nachrichten
Was kostet ein Wer­te­ka­non?

Was macht man eigent­lich, wenn man es als „sozi­al­de­mo­kra­ti­scher“ (Quel­le: ver­schie­de­ne) Poli­ti­ker zum Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den und Oppo­si­ti­ons­füh­rer für eine „sozia­li­sti­sche“ (Quel­le: Par­tei­do­ku­men­te) Par­tei gebracht hat, aber eines Tages über­rascht fest­stellt, dass wei­te Tei­le die­ser Par­tei, von der Basis bis hin zum Bun­des­vor­stand, „inak­zep­ta­ble“ poli­ti­sche Ansich­ten beju­beln, die dem eige­nen „Wer­te­ka­non“ wider­spre­chen?

Rich­tig: Man tritt aus tritt zurück lässt sich von ihr einen Posten geben – wird ja gut bezahlt.

Und wie teu­er ist euer Wer­te­ka­non?


Nach­trag: Bei der FDP zu sein und von der AfD gewählt zu wer­den geht gar nicht. Man muss gefäl­ligst bei der „Lin­ken“ sein und die AfD wäh­len!

In den NachrichtenMir wird geschlecht
Zwin­kers­mi­ley (anzüg­lich)

Politik zum AnfassenNa, auch bei der letz­ten EU-Wahl nicht die Pira­ten­par­tei gewählt, weil Julia Reda gesagt hat, da sei zu viel Sexis­mus drin? Statt­des­sen doch lie­ber für die „wit­zi­ge“ „Sati­re­par­tei“ mit dem Neo­na­zi­fim­mel ent­schie­den, in die erst neu­lich nach Thü­rin­gen unzäh­li­ge „Pro­gres­si­ve“ ein­ge­tre­ten sind, um es der AfD mal so rich­tig zu zei­gen? Gar selbst Mit­glied gewor­den, weil das so links und anders ist?

Dann habe ich schlech­te Nach­rich­ten:

Der Brief, der Die-PAR­TEI-Chef Mar­tin Son­ne­born im März 2019 erreicht, hat es in sich. In der Par­tei wür­den sich Per­so­nen breit­ma­chen, die sich sexi­stisch äußer­ten und „genau­so han­deln“, heißt es in dem Schrei­ben. Ein Mit­glied habe etwa bei einer Par­tei­ver­an­stal­tung eine Kell­ne­rin in die Küche ver­folgt und ihr „ange­bo­ten“, ihr sei­nen Penis zu zei­gen. (…) Zwei Mona­te spä­ter holt Die PARTEI sen­sa­tio­nel­le 2,4 Pro­zent bei der Euro­pa­wahl, kurz dar­auf tritt das 40.000. Mit­glied ein. Die PARTEI fei­ert. Doch intern pran­gern wei­te­re Mit­glie­der mut­maß­li­che Über­grif­fe durch Genos­sen an. (…) Eini­ge wol­len des­halb aus­ge­tre­ten sein. Ein Mann, der öffent­lich bekannt hat, die Gren­zen einer Genos­sin über­schrit­ten zu haben, soll zudem vom Vor­stand wei­ter geschützt wer­den.

Nur die AfD, schrei­ben die Autoren für „VICE“, habe noch weni­ger weib­li­che Mit­glie­der als die PARTEI. Das ist mir wirk­lich ein Rät­sel.

MusikIn den Nachrichten
Vinyl 3 (9): Schall­plat­ten als Bestands­schutz

Wie fän­det ihr es, kämt ihr eines Tages nach Hau­se, lie­ßet euch in euren Ohren­ses­sel fal­len und woll­tet bei einem guten Glas Whis­ky eure Lieb­lings­plat­te genie­ßen, aber in eurer Abwe­sen­heit hät­te jemand auf die­ser Plat­te meh­re­re Stücke aus­ge­kratzt, weil es in ihnen um den Bei­schlaf geht?

Nicht gut? Ihr wür­det dem­je­ni­gen, der sich erdrei­stet, eure Plat­ten unan­ge­kün­digt ganz oder teil­wei­se eurem Zugriff zu ent­zie­hen, gern hand­fe­ste Kri­tik zukom­men las­sen und ihn auf kei­nen Fall auch noch für die­se Ent­mün­di­gung bezah­len wol­len?

War­um wer­det ihr dann Kun­de von Strea­ming­dien­sten?