Mir wird geschlechtIn den NachrichtenWirtschaft
Diver­sen­quo­te für Mie­ter!

Ein Gesetz, das aus Gleich­be­rech­ti­gungs­grün­den unbe­dingt refor­miert gehört, ist Art. 6 Abs. 4 GG:

Jede Mut­ter hat Anspruch auf den Schutz und die Für­sor­ge der Gemein­schaft.

Die­ser Anspruch stammt zwei­fel­los aus einer Zeit, als die Rol­len­ver­tei­lung noch klar gere­gelt war: Die Män­ner waren in rus­si­scher Kriegs­ge­fan­gen­schaft und die Frau­en waren haupt­be­ruf­lich Mut­ter. Nun hat sich die Gesell­schaft in Deutsch­land seit­dem merk­lich gewan­delt, sowohl hin­sicht­lich der Rol­le von Vätern als auch der von Müt­tern. Ein Erset­zen von „Jede Mut­ter“ durch „Jedes Eltern­teil“ scheint also gebo­ten. Dass Art. 12a GG einen Ein­zug zum Mili­tär trotz­dem nur für Män­ner vor­sieht, ist im Übri­gen ein ärger­li­cher Ana­chro­nis­mus, der aller­dings mit der hof­fent­lich bal­di­gen Abschaf­fung der Bun­des­wehr ver­ges­sen wer­den kann.

Einen wenig­stens ent­fernt ähn­li­chen Gedan­ken hat­te Fran­zis­ka Gif­fey, Mit­glied der SPD und trotz­dem Mini­ste­rin, näm­lich die­je­ni­ge für Fami­lie, Senio­ren, Frau­en und Jugend und somit kei­nes­wegs für Väter, die auf­grund der geän­der­ten gesell­schaft­li­chen Rol­le von Müt­tern das Ärger­nis, dass Unter­neh­men von Män­nern auf­ge­baut und erfolg­reich gemacht wur­den, wes­halb Frau­en nicht auto­ma­tisch vom Kuchen naschen dür­fen, zu bekämp­fen sucht:

Bun­des­fa­mi­li­en­mi­ni­ste­rin Fran­zis­ka Gif­fey (SPD) will für Vor­stän­de gro­ßer Unter­neh­men eine Quo­te von min­de­stens einer Frau ein­füh­ren. (…) Rei­ne „Män­ner­clubs“ sei­en nicht mehr zeit­ge­mäß; frei­wil­li­ge Bekennt­nis­se reich­ten nicht aus.

Dass das Wir­ken gegen Män­ner­clubs, wie oben bereits ange­deu­tet, nicht für die der­zeit lei­der wie­der aktiv geför­der­te Bun­des­wehr, son­dern nur für einen Bereich, in dem mit mini­ma­lem Auf­wand maxi­ma­ler Ertrag winkt, näm­lich für nam­haf­te Unter­neh­mens­vor­stän­de, gel­ten soll, spricht für sich: Kei­nes­wegs geht es dar­um, die Frau als ganz nor­ma­len Mit­bür­ger in den All­tag zu inte­grie­ren, son­dern dar­um, ihr den beruf­li­chen Auf­stieg auf­grund ihrer bio­lo­gi­schen Merk­ma­le gegen­über Men­schen mit ande­ren bio­lo­gi­schen Merk­ma­len zu erleich­tern. Par­al­le­len zur natio­nal­so­zia­li­sti­schen Kra­nio­me­trie zu zie­hen wäre sicher­lich ver­mes­sen. Für bemer­kens­wert hal­te ich aller­dings die Impli­ka­ti­on, Trans- und Inter­se­xu­el­le müss­ten sich künf­tig im Berufs­le­ben wie­der ent­schei­den, ob sie Mann oder Frau sein wol­len. Da hat sich die Über­ein­kunft, künf­tig auch „/d“ in Stel­len­aus­schrei­bun­gen zu schrei­ben, ja wie­der mal beacht­lich gelohnt.

Da aber gleich­zei­tig der Ber­li­ner Ver­band der­sel­ben SPD mit zwei ande­ren Kla­mauk­par­tei­en beschlos­sen hat, dass es bis auf Wei­te­res dem städ­ti­schen Woh­nungs­markt hel­fen könn­te, wenn man das Sanie­ren von Woh­nun­gen für den Ver­mie­ter teu­rer macht als bis­her, wovon wie­der­um beson­ders Frau­en betrof­fen sind, die von Ver­mie­tern – glaubt man einem 2017 ver­öf­fent­lich­ten Inter­view im „Stern“ – auf­grund ihres oft eher ruhi­gen Ver­hal­tens bevor­zugt behan­delt wer­den: Wäre es nicht rat­sam, man führ­te in Ber­lin eine Nicht­frau­en­quo­te für Mie­ten ein, damit auch Nicht­frau­en eine fai­re Chan­ce auf eine der zuse­hends begehr­te­ren Woh­nun­gen haben?

In den NachrichtenMontagsmusik
Nose­holes – Snowsu­it Ran­ger // Ham­bur­ger Dun­kel­zif­fern

Heute ist Montag?!Es ist Mon­tag. Die bri­ti­sche Poli­zei ver­kün­det, dass, wer Kali Linux nut­ze, unter Ver­dacht ste­he, ein Hacker zu sein. Ich hal­te dage­gen: Wer Kali Linux nutzt, der ist ein unta­len­tier­ter Hei­ni. Man nut­ze lie­ber Pan­da­bä­ren. Die hacken zwar auch nicht, sind aber wenig­stens put­zig anzu­se­hen.

Apro­pos put­zig: Beim inzwi­schen bekann­ten Ham­bur­ger Lin­ken Tom Rad­tke hat ein sozi­al­me­di­al als „pfui, weil CDU“ zusam­men­ge­fass­ter Jurist fest­ge­stellt (Sei­te 22, Spie­gel hier), dass eine per Whats­App ver­schick­te Nach­richt aus Daten­schutz­grün­den als eigent­lich öffent­li­che Infor­ma­ti­on zu behan­deln ist. Ich freu‘ mich auf die Gerichts­ent­schei­dung.

Die Stadt Ham­burg, berich­tet die dort ansäs­si­ge „Ham­bur­ger Mor­gen­post“, die sich aus Lei­stungs­schutz­grün­den das Ver­linkt­wer­den ver­bit­tet, sol­le im Bezirk Mit­te künf­tig eine Quo­te für Jugend­ein­rich­tun­gen bekom­men: Da 71,7 Pro­zent („72 Pro­zent“, „Ham­bur­ger Mor­gen­post“) der dor­ti­gen Jugend­li­chen einen Migra­ti­ons­hin­ter­grund haben, sol­len auch ihre Betreu­er bevor­zugt eine „sicht­ba­re Migra­ti­ons­ge­schich­te“ (ebd.) auf­wei­sen. End­lich macht sich Schwarz­ar­beit bezahlt! Scherz bei­sei­te: Dass Haut­far­be künf­tig wie­der eine Rol­le beim Ein­stel­lungs­pro­zess spie­len soll, hal­te ich für eine Ent­wick­lung, von der es wün­schens­wert wäre, fän­de sie statt­des­sen woan­ders statt. Scha­de um das schö­ne mensch­li­che Fort­kom­men.

Bei der Wahl des Nach­fol­gers von Anne­gret Kramp-Kar­ren­bau­er als CDU-Vor­sit­zen­de – Jens Spahn, Armin Laschet oder Fried­rich Merz – wird von „der CDU“, ist zu lesen, eine „Team­lö­sung“ ange­strebt. Etwa aus Jens Spahn, Armin Laschet und Fried­rich Merz?

Ach – Musik.

Nose­holes – Snowsu­it Ran­ger (Offi­ci­al Music Video)

Guten Mor­gen.

PolitikIn den Nachrichten
Miet­sei­ten­wech­sel

Und dann war da noch Dr. Johan­nes Fech­ner von der SPD, die im Janu­ar 2018 100.000 Euro von einem Herrn Diet­mar Bücher, sei­nes Zei­chens Immo­bi­li­en­an­bie­ter („10.000 Woh­nun­gen in 40 Jah­ren“, ebd.), gespen­det bekom­men hat, der in einer Rede gegen­über einer Kon­kur­renz­par­tei die­ser Tage vor­wurfs­voll wet­ter­te, wer 100.000 Euro an Spen­den von einem „Bau­lö­wen“ anneh­me, bei dem sei „klar, auf wes­sen Sei­te er steht“, näm­lich: „Ganz sicher nicht auf der Sei­te der Mie­te­rin­nen und Mie­ter.“

Wie ist es eigent­lich in von der SPD regier­ten Regio­nen um das Woh­nungs­an­ge­bot bestellt?

NetzfundstückeIn den NachrichtenComputer
Lie­gen­ge­blie­be­nes vom 14. Febru­ar 2020

Ah, Valen­tins­tag. Der per­fek­te Tag, um viel Zeit mit dem Inter­net zu ver­brin­gen!

Dort gibt es gele­gent­lich lesens­wer­tes:

Exper­ten für IT-Secu­ri­ty haben im Moment grob zwei Zie­le. Erstens: Gerä­te sau­ber von Hin­ter­tü­ren hal­ten. Zwei­tens: Star­ke, veri­fi­zier­te Kryp­to­gra­fie ohne Hin­ter­tü­ren aus­rol­len. Ihr tut das glat­te Gegen­teil davon. Die Schnitt­men­ge zwi­schen dem was ihr tut und dem was Exper­ten tun ist leer.

Man­che nen­nen es Head­ban­gen, ich nen­ne es ange­mes­sen zustim­men­des Nicken.


Apro­pos EDV:

Man­geln­de IT-Sicher­heit führt zu Rekord-Daten­ver­lu­sten, berich­tet IBM in einer aktu­el­len Stu­die.

Wer nicht auf sei­ne Daten auf­passt, dem gehen die Daten auch mal ver­lo­ren? Hof­fent­lich war die Stu­die nicht so teu­er! Das­sel­be hof­fe ich im Übri­gen hin­sicht­lich des Gehalts von Mar­kus Feil­ner („iX“), der im sel­ben Arti­kel schrieb:

Der aktu­el­le IBM X‑Force Thre­at Intel­li­gence Index 2020 von IBM Secu­ri­ty berich­tet von einer deut­li­chen Zunah­me der Anzahl der gestoh­le­nen Daten­sät­ze 2019.

Dem Bericht zufol­ge sind im letz­ten Jahr aus falsch kon­fi­gu­rier­ten Syste­men 8,5 Mil­li­ar­den Daten­sät­ze ent­wen­det wor­den[.] Für den Ein­bruch die­nen Hackern über­wie­gend gestoh­le­ne Pass­wor­te und bekann­te Soft­ware­schwach­stel­len.

(Her­vor­he­bun­gen von mir.)

Das Pro­blem ist doch nicht, dass Daten­sät­ze und Pass­wör­ter („Pass­wor­te“) gestoh­len wor­den sind, was schon fach­lich schwie­rig sein dürf­te. (Nach­trag: Zur Defi­ni­ti­on des Dieb­stahls emp­feh­le ich den Kon­sum der hie­si­gen Kom­men­ta­re.) Das Pro­blem ist, dass sie kopiert wor­den sind. Der Besit­zer der Daten­sät­ze und Pass­wör­ter („Pass­wor­te“) ist noch immer der­sel­be, aber jemand hat eine Kopie davon und kann auch rein­gucken.

Was macht Mar­kus Feil­ner („iX“) eigent­lich beruf­lich?


Darf man Björn Höcke einen Faschi­sten nen­nen? Das hängt davon ab.


„West­li­che Wer­te“ des Tages:

Ein katho­li­scher Prie­ster sag­te, Pädo­phi­lie töte nie­man­den, nach­dem er Unter­stüt­zer von Abtrei­bung von der Kom­mu­ni­on aus­ge­schlos­sen hat­te.

(Freie Über­set­zung von mir.)

Der beste Tag für einen Kir­chen­aus­tritt war schon immer der gest­ri­ge.


Apro­pos Reli­gi­on:

Ver­tei­di­ger Rudolf May­er hielt fest, dass die Beschul­dig­ten beim Able­ben der 13-Jäh­ri­gen nicht nur am Bett geses­sen sei­en, son­dern „im festen Ver­trau­en dar­auf, dass Gott ein­grei­fen wird“, gefa­stet und gebe­tet hät­ten. „Es ist nicht absurd, an Wun­der und Wun­der­hei­lun­gen zu glau­ben“, sag­te der Jurist – „sonst wäre unter ande­rem auch die katho­li­sche Kir­che absurd“.

Undenk­bar! :ja:

Netzfundstücke
Medi­en­kri­tik in Kür­ze: Die netz­po­li­ti­sche Ursa­che ist gefun­den.

Beim „SPIEGEL“ läuft zur­zeit offen­bar ein sozi­al­theo­re­ti­sches Expe­ri­ment mit dem Ziel, her­aus­zu­fin­den, wie Geheim­dien­ste und ande­re Ver­bre­cher es schaf­fen, so schein­bar ohne jeden Wider­stand Schad­soft­ware auf dem Com­pu­ter ihrer Opfer zu instal­lie­ren. Teil­neh­mer sind Men­schen, die Java­Script zu deak­ti­vie­ren zu ängst­lich sind, denn die­se erhal­ten statt des gewohn­ten Qua­li­täts­jour­na­lis­mus zunächst ein rus­si­sches Rou­lette ange­bo­ten.

Ein Narr, wer oben drückt.

NetzfundstückeIn den NachrichtenMontagsmusik
Pli­ni – Pastu­res

Untertitel? Was für Untertitel?Es ist Mon­tag. Sony hat gru­se­li­ge Paten­te. Auch gru­se­lig: Bei der CDU hat jemand einen rich­ti­gen Satz gesagt (mei­ne Leser sind gehal­ten, die­sen Satz selbst zu ermit­teln) und das ärgert mich sehr. Ich will denen doch nicht zustim­men! Wo ist nur der Not­fall­pan­da­bär, wenn man einen braucht?

Der „SPIEGEL“ schrieb zu einem ganz ande­ren The­ma, ein Mäd­chen sei „von einem Auto“ „töd­lich ver­letzt“ wor­den. Wird echt Zeit, dass mal jemand mensch­li­che Fah­rer für Autos vor­schreibt. Die Din­ger schei­nen ja, wenn man nicht auf sie auf­passt, brand­ge­fähr­lich zu sein. Ande­rer­seits schreibt der „SPIEGEL“ auch, vie­le Jah­re nach dem „Zensursula“-Mem, Men­schen, die Ver­schlüs­se­lung ver­bie­ten wol­len, sei­en Kin­der­schüt­zer und nicht etwa Kanail­len.

Hin­sicht­lich der Gesetz­ge­bung zu Digi­tal­the­men sieht es zur­zeit aller­dings ohne­hin nicht gut für frei­heits­lie­ben­de Bür­ger aus, wie der EU-Abge­ord­ne­te Patrick Brey­er lau­fend doku­men­tiert. Ein schwa­cher Trost: Die Musik­in­du­strie ist immer noch trau­rig, weil sei­ne Man­dats­vor­gän­ge­rin ihr das Inter­net voll­ends unter­tan zu machen sich gewei­gert hat. Ich weiß noch nicht, wie ich das fin­de, aber Bedau­ern emp­fin­de ich nicht.

Links­sein muss man sich lei­sten kön­nen, schreibt man im „Guar­di­an“: Anschei­nend bezah­len wei­ße Frau­en in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten gro­ße Geld­sum­men dafür, dass man ihnen beim Essen erzählt, war­um sie Ras­si­sten sind. Als Film wäre die­se Rea­li­tät ein Kas­sen­schla­ger. Wer macht’s?

Ich mache so lan­ge etwas, was weni­ger Geld kostet: Ich höre Musik.

Pli­ni – Pastu­res (Audio)

Guten Mor­gen.

Politik
Thür- (2)

Über Thü­rin­gen zu reden ist noch immer ohne Reiz für mich, daher möch­te ich statt­des­sen in die ande­re Him­mels­rich­tung gucken, näm­lich ins Euro­päi­sche Par­la­ment:

Ihren Wahl­sieg hat Ursu­la von der Ley­en vor allem den Rechts­po­pu­li­sten zu ver­dan­ken. Denn die Stim­men aus den pro­eu­ro­päi­schen Frak­tio­nen hat­ten nicht für eine Mehr­heit gereicht.

Ist es nicht ein beäng­sti­gen­der Gedan­ke, wenn deut­sche Poli­ti­ker mit den Stim­men von Rechts­po­pu­li­sten in hohe Par­tei- (die Prä­si­den­tin der Euro­päi­schen Kom­mis­si­on ist qua Amt Mit­glied des CDU-Bun­des­vor­stands) oder gar Staats­po­si­tio­nen gelan­gen? Zum Glück hat sie sich unter dem Ein­druck der an ihr geüb­ten Kri­tik schnell rich­tig ent­schie­den und das Amt nicht abge­legt. Sonst wür­de das am Ende noch Schu­le machen.

Netzfundstücke
„Only in Ger­ma­ny“: EC-Kar­ten? Mae­stro, darf ich bit­ten?

Mich amü­siert es doch ein wenig, dass im glo­ba­li­sier­ten 2020, auf dem Weg zur Abschaf­fung des Bar­gelds, die Kar­ten­zah­lung mit­un­ter an der Sprach­hür­de schei­tert:

Kas­sen­mann schreit mich an: „Wir neh­men nur EC-Kar­te!“ (…)

Drei Leu­te gucken ihre Kar­ten an, fin­den aber nur Mae­stro, vPay und Giro­card.

Der Kas­sen­mann: „Steck halt rein, das wird nicht funk­tio­nie­ren!“

Der ver­stör­te Schwe­de steckt die Kar­te rein, gibt die PIN ein und die Kas­se druckt.

Dann bin ich dran und zah­le frech mit Apple Pay.

Für den Kas­sen­mann eben­so wie für drei Leu­te stell­te sich über­ra­schend her­aus, dass es sich gemäß momen­ta­nem Mar­ken­recht bei einer „EC-Kar­te“ nicht etwa um eine Mae­stro- oder son­sti­ge Debit­kar­te, son­dern um eine Kre­dit­kar­te han­delt. Es ist ver­mut­lich müßig zu erwäh­nen, aber mit Bar­geld wäre das nicht pas­siert.

In den Nachrichten
West­li­che Wer­te des Tages (5)

Die Halb­zeit­re­vue beim dies­jäh­ri­gen Super Bowl mit Shaki­ra und Jen­ni­fer Lopez, die auf der Büh­ne in gewag­ter Klei­dung tanz­ten, zog Zorn von rech­ten Chri­sten auf sich[.] (…) [E]in christ­li­cher Akti­vist, Dave Dau­ben­mo­re, geht noch wei­ter. In sei­nem Pod­cast „Pass the Salt“ sag­te Dau­ben­mi­re, dass er vor­hat, die Natio­nal Foot­ball League zu ver­kla­gen, weil die Halb­zeit­re­vue ihn dar­an zu hin­dern droht, „in das König­reich des Him­mels zu gelan­gen“.
„Raw Sto­ry“

PolitikNetzfundstückeIn den Nachrichten
Thür-

Ich könn­te mich an die­ser Stel­le über die Mini­ster­prä­si­den­ten­wahl in Thü­rin­gen oder über den Umgang der poli­ti­schen Wett­be­wer­ber mit dem Wahl­sie­ger aus­las­sen, über die Vor­zü­ge der direk­ten Demo­kra­tie selbst dann, wenn der eige­ne Kan­di­dat vorn liegt, und dar­über, dass Hass sel­ten sym­pa­thisch macht.

Oder ich könn­te hier ein nied­li­ches Tier­vi­deo zei­gen. Das wäre weni­ger bescheu­ert.

Guy Cat­ches Ado­rable Ground­hog Eating His Veggie Gar­den | The Dodo Wild Hearts

Guckt mal!


Wäh­rend alle Welt die FDP in Thü­rin­gen belä­stigt, macht die SPD in Nie­der­sach­sen übri­gens Din­ge im Inter­net kaputt. Nur wei­ter so, alle Welt. Nur wei­ter so.

PolitikNetzfundstücke
Todes­die­ner gegen Paro­len

Hei, die Twit­te­ria eska­liert wie­der. Der Grund dafür ist, dass Mario Six­tus, mir dadurch unge­wöhn­lich sym­pa­thisch gewor­den, gut begrün­det dar­über klag­te, dass in einem vol­len Zug Men­schen in Tötungs­klei­dung für einen Fahr­kar­ten­preis von 22 Euro p.P. viel Platz bele­gen, obwohl Aus­la­stung und Ver­schleiß bei der Deut­schen Bahn bereits jetzt zu hoch sind.

Der Vor­wurf der Tötungs­klei­dung scheint hier­bei der ent­schei­den­de Kri­tik­punkt zu sein, denn es mag Men­schen geben, die aus mir unkla­ren Grün­den „zum Bund“ gehen, obwohl sie Gewalt ableh­nen. Nur:

Natür­lich ist der Kern des Sol­da­ten­be­rufs das Töten ande­rer Sol­da­ten und nicht bspw. der Schutz der Bevöl­ke­rung vor Hoch­was­ser o.ä., sonst hät­ten Sol­da­ten als Stan­dard­aus­rü­stung einen Klapp­spa­ten und kein Sturm­ge­wehr.

So weit, so rich­tig. Trotz­dem fühl­te sich ein Sol­da­ten­ver­ste­her und „syste­mi­scher Coach für Kom­mu­ni­ka­ti­on und Kon­flikt­ma­nage­ment“ so gereizt, dass er unbe­dingt dum­mes Zeug von sich geben muss­te und dabei auch ver­such­te, Mario Six­tus‘ ver­meint­li­chen Arbeit­ge­ber zu belä­sti­gen:

Mario Six­tus erdrei­stet sich, uns als Mör­der zu bezeich­nen.
Bis heu­te bin ich davon aus­ge­gan­gen, dass wenig­stens der öffent­li­che Jour­na­lis­mus kei­ne dum­men Paro­len ver­brei­tet. Eine Schan­de für das @ZDF! #wir­die­nen­deutsch­land

(Hash­tags gekürzt.)

Dass das ZDF als einer von Mario Six­tus‘ Kun­den mit dem „Ver­brei­ten“ der „dum­men Paro­le“, Sol­da­ten sei­en Men­schen, die Men­schen töten, gar nichts zu tun hat, hät­te ein „Coach für Kom­mu­ni­ka­ti­on“ sicher­lich her­aus­fin­den kön­nen. Wit­zig ist das aber noch nicht, wit­zig ist viel­mehr, dass jemand den impli­zi­ten Wunsch, jemand ande­res möge auf das Ver­brei­ten „dum­mer Paro­len“ ver­zich­ten, mit der dum­men Paro­le been­det, Men­schen, deren Berufs­kern das Töten ist, „die­nen Deutsch­land“.

Nimmt man immer noch an, ich sei Deutsch­land, so muss ich die­ser Selbst­auf­fas­sung ener­gisch wider­spre­chen. Mir die­nen Pfle­ge- und Ret­tungs­kräf­te, Kata­stro­phen­schutz, Musi­ker, Bier- und Whis­ky­pro­du­zen­ten, Pro­gram­mie­rer und nicht zuletzt die Poli­zei. Sie alle in Berufs­klei­dung (sofern vor­han­den) mit mir im glei­chen Zug zu wis­sen trüb­te mein see­li­sches Wohl­be­fin­den nicht. Wer mir aber kei­nes­falls dient, sind Men­schen, deren beruf­li­che Exi­stenz­grund­la­ge es ist, den Iwan dar­an zu hin­dern, Ost­deutsch­land zurück­zu­er­obern, und die die Zeit bis dahin über­brücken, indem sie „am Hin­du­kusch“ (Peter Struck) Kriegs­ver­bre­chen bege­hen.

Vor eini­ger Zeit war auf Twit­ter in einer Wel­le falsch ver­stan­de­ner Soli­da­ri­tät viel­fach die For­de­rung zu lesen, „Faschos“ mögen „aufs Maul“ bekom­men. Das hielt ich für eine kon­tra­pro­duk­ti­ve For­de­rung, denn noch nie­mals hat jemand durch blo­ße Gewalt­ein­wir­kung sei­ne poli­ti­schen Ansich­ten wesent­lich geän­dert, son­dern sie wur­den oft noch gestärkt. Es läge mir fern, Sol­da­ten und Faschi­sten gleich­zu­set­zen, denn faschi­sti­sche Uni­for­men begeg­nen mir im Zug eher sel­ten, aber ich per­sön­lich hät­te gegen den Twit­ter­trend „Sol­da­ten aufs Maul“ kaum ver­nünf­ti­ge Ein­wän­de vor­zu­brin­gen. Das Betrei­ben von Gewalt ist immer­hin des Sol­da­ten wesent­li­che Beru­fung.

Im Übri­gen bin ich der Mei­nung, dass die Bun­des­wehr abge­schafft gehört.

NerdkramsNetzfundstücke
Wer sich in die „Cloud“ begibt, der kommt dar­in um (6).

Bei Goog­le Pho­tos („die Foto-App, die so smart ist wie Sie“, belei­digt mich die Eigen­wer­bung) kocht man auch nur mit Was­ser:

Lei­der wur­den (…) eini­ge Vide­os in Goog­le Pho­tos fälsch­lich in die Archi­ve ganz ande­rer Benut­zer auf­ge­nom­men. Ein oder meh­re­re Video(s) in Ihrem Goog­le-Pho­tos-Kon­to war(en) von die­sem Pro­blem betrof­fen.

(Über­set­zung von mir.)

Die Mit­ar­bei­ter von Goog­le neh­men den Fakt, dass die cloud auch nur ein Com­pu­ter ande­rer Leu­te ist, offen­bar sehr ernst. Immer­hin kann nie­mand mehr behaup­ten, es sei mit dem Risi­ko des Daten­ver­lu­stes ver­bun­den, dort sei­ne Datei­en abzu­le­gen. Im Gegen­teil: Neu­er­dings wer­den sogar dezen­tra­le Siche­rungs­ko­pien ange­fer­tigt.

Ob man will oder nicht.

In den NachrichtenWirtschaft
Kurz ange­merkt zum Ber­li­ner Mie­ten­deckel

Ein Land, das sei­ne Bür­ger dafür bestraft, auf eige­ne Kosten dem umkämpf­te­sten der deut­schen Woh­nungs­märk­te etwas Lin­de­rung zu gewäh­ren, ist ein Land, das sich jeden wei­te­ren Zuzug von poten­zi­ell Steu­er­pflich­ti­gen offen­sicht­lich ver­bit­tet.