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StVO: Was gün­stig bleibt

Unter mit ver­schie­de­ner Intensität krei­schen­den Titeln, von „Zu schnell wird jetzt schnell teu­er“ („ACV Automobil-Club Verkehr“) über eine Beschwerde über den „pra­xis­fer­nen“ Bußgeldkatalog (F.D.P.) bis hin zu „Die neue StVO tut rich­tig weh“ („WELT“), berich­ten zahl­rei­che Medien heu­te über die mor­gen in Kraft tre­ten­den Änderungen der Straßenverkehrsordnung. Dass eini­ge die­ser Knalltütenjournalisten expli­zit ihre Leser war­nen zu müs­sen anneh­men, dass ab „21 km/h der Führerschein WEG!“ sei („Wunderweib“), womit die nied­rig­ste Geschwindigkeitsübertretung für eine sol­che Strafe gemeint ist, mag über ihr Publikum eben­so etwas aus­sa­gen wie über sie selbst.

Entscheidend scheint mir aber der sonst über­all feh­len­de Hinweis zu sein, dass „Jetzt wird es teu­er“ („Heidenheimer Zeitung“) eine etwas zu kurz gegrif­fe­ne Darstellung ist. Tatsächlich gibt es näm­lich selbst für die­je­ni­gen Menschen, die den Individualverkehr gegen­über ande­ren Fortbewegungsmitteln bevor­zu­gen, eine gera­de­zu erstaun­lich ein­fa­che Möglichkeit, völ­lig legal kei­nen Cent mehr für ihre Fortbewegung zu zah­len als bisher:

Einfach nicht wie ein Arschloch fahren.

Ich helf‘ ja gerne.

Senfecke:

  1. „Einfach nicht wie ein Arschloch fahren.“
    Ich wür­de längst nicht jeden, der gegen die­se Regeln ver­stößt, so beti­teln. Denn sehr häu­fig bzw. an vie­len Stellen hat das kei­ner­lei nega­ti­ve Auswirkungen auf ihn oder ande­re. Denn die erlaub­ten Höchstgeschwindigkeiten wer­den oft will­kür­lich fest­ge­legt, ger­ne auch mal zu hoch.

      • Hm? Du fragst nach Alternativen zu „erlaub­ten“? Spaßvogel.
        Ich wür­de da an ande­ren Stellen anset­zen. Beispiele:
        Wenn ich auf ner 2spurigen Straße in eine Richtung inner­halb 2 km 4 mal die erlaub­te Geschwindigkeit zwi­schen 50 und 70 ände­re, kann ich lie­ber gleich bei 50 blei­ben, anstatt direkt hin­ter einem 50-Schild zum abkas­sie­ren einen Blitzer aufzustellen.
        Wenn ich auf ner Autobahn die Geschwindigkeit von einen Tag auf den ande­ren einen km vor­her von 100 auf 80 set­ze, muss ich da nicht am näch­sten Tag mit mobi­len Radarwagen die Leute anhal­ten und abkas­sie­ren, die das noch nicht auf dem Schirm haben.
        21 oder auch 26 km/h zuviel kann het­zu­ta­ge zudem schnell (^^) und auch unbe­ab­sich­tigt passieren.

        • Mein Mitleid mit Menschen, die beim Autofahren nicht auf die Beschilderung ach­ten, wie es ihre ver­damm­te Pflicht ist, und des­halb eine Strafe zah­len müs­sen, hält sich in über­schau­ba­ren Grenzen.

          • Jawoll!. Blinder Gehorsam! Härtere Strafen! Kompromissloses Pflichtbewusstsein! Nur so wer­den wir die gan­zen Arschlöcher los!
            Echt jetzt? „Mitleid“? Die StVO ist unfehl­bar und die­je­ni­gen, wel­che über die Beschilderung ent­schei­den sowie­so? Den Ansatz fin­de ich übertrieben.

            • Wer die StVO miss­ach­tet, der ist im Zweifel eine Gefahr für ande­re Verkehrsteilnehmer. Es gibt kei­ne ver­nünf­ti­ge Entschuldigung für einen Verstoß. Und Straßenverkehr funk­tio­niert halt nur als Konsens („Regeln“).

              • Genau. Denk‘ doch auch mal jemand an die Kinder. Und kurz­zei­tig aus Versehen etwas zu schnell zu fah­ren ist durch _nichts_ zu ent­schul­di­gen. Autofahrer sind alles Mörder. Sofort bestra­fen, Lebenslänglich soll­te es geben auf 3 km/h zu schnell fah­ren. Ach, was sag ich, Todesstrafe. Mindestens.

                  • Ach so ist das^^ Wenn ich mich nicht irre, bestan­den die vori­gen Regelungen seit Jahrzehnten. und dann hat man sich über­legt, die­se zu ver­schär­fen. Ich fra­ge mich dann immer, ana­log zu vie­len Gesetzesverschärfungen, war­um das vor­her noch ok war und jetzt nicht mehr. Und vor allem natür­lich, ob es irgend­was brin­gen wird. Vgl. dazu bspw. das NetzDG.

                    • „Ich fra­ge mich dann immer, ana­log zu vie­len Gesetzesverschärfungen, war­um das vor­her noch ok war und jetzt nicht mehr.“

                      Ja, voll blöd mit die­sen Gesetzesverschärfungen immer. 

                      Vgl. dazu bspw. Das Zwergenwerfen. War frü­her noch ok, dann aber wur­de es ein­fach verboten.

              • Ja super. Totschlagargument. Quasi ne Tautologie.
                Straßenverkehr funk­tio­niert noch vor den Regeln mit Rücksichtnahme, Umsicht und ange­pass­ter Fahrweise. Denn alle Verkehrsteilnehmer machen Fehler und lei­der gibt es zusätz­lich eini­ge, die bewusst/unbewusst aso­zi­al fah­ren. Rechts über­ho­len, zu dicht auf­fah­ren, Beschleunigungsstreifen nut­zen ohne zu beschleu­ni­gen usw. Wenn Du Dich denen ggü. stur regel­kon­form ver­hälst machst Du das nicht lange.

    • Und was wäre, wenn man die Ampeln für eine Richtgeschwindigkeit von 120 km/h auf Autobahnen umstel­len wür­de. Man stellt für die grü­ne Welle ein­fach die Ampeln schneller.

      • Ja, wir könn­ten die Grünen Wellen ein­fach so ein­stel­len, dass wir knapp unter Schallgeschwindigkeit fah­ren kön­nen. Darüber wäre inner­orts zu laut.

  2. Pingback: 124c41
  3. Vielleicht sol­len die Regeln für erd­ge­bun­de­nen Verkehr so ver­schärft werden,damit es sich lohnt um zusteigen…
    auf die dem­nächst in Produktion gehen­den Flugtaxis…
    JAJAJA,ich habe es immer prophezeit.…ich habs drauf!!!
    Andi B. Scheuer ist echt nicht doof.Der weiss total krass was Sache ist…im Leben nicht…

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