In den NachrichtenMontagsmusik
Kjell­van­der­ton­bru­ket – Yacht in the Fog // Bekannt­ma­chun­gen ver­bie­ten!

>:-(Es ist Mon­tag. Vor lan­ger, lan­ger Zeit hör­ten Men­schen in Nah­ost, glaubt man ahi­sto­ri­schen Auf­zeich­nun­gen, plötz­lich Stim­men und des­we­gen ist heu­te frei. Ver­rück­te müs­sen belohnt wer­den, so will es die Reli­gi­on.

Apro­pos Ver­rück­te: Beim „SPIEGEL“ – Res­sort „SPIEGEL Wis­sen­schaft“ – wur­de neu­lich einem Viro­lo­gen erklärt, dass Gan­dalf gar nicht kämp­fe, und auf die Fra­ge, wer das sei, ant­wor­te­te der Jour­na­list, ob das der Ernst des Viro­lo­gen gewe­sen sei. Wel­che Wis­sen­schaft das abbil­den soll, weiß ich lei­der nicht.

Neu­es aus der Welt der Poli­tik: Die Län­der, mit­hin die sie regie­ren­den Par­tei­en, von denen ich daher bit­te nie wie­der etwas über EDV hören möch­te, wür­den gern gesetz­lich erzwin­gen, dass Betriebs­sy­stem­her­stel­ler die Jugend­schutz­maß­nah­men in Tele­me­di­en (lies: Porn­hub) gefäl­ligst zu prü­fen hät­ten. Ich bin schon sehr gespannt, was die Län­der tun wer­den, wenn Micro­soft, Goog­le und Apple die­ses Ansin­nen zurück­wei­sen. Etwa Smart­phones ver­bie­ten?

Ich habe neu­lich zufäl­lig her­aus­ge­fun­den, dass das hie­si­ge Lan­des­amt für Sozia­les, Jugend und Fami­lie sei­ne Ver­laut­ba­run­gen – man scrol­le ein wenig hin­un­ter – unter ein Urhe­ber­recht gestellt sieht, dem­zu­fol­ge jene nicht etwa dem Steu­er­zah­ler, son­dern nur der Behör­de gehö­ren, auf dass man sie nur mit Geneh­mi­gung bekannt­ma­che. Ich möch­te obi­ge Anmer­kung zum The­ma Län­der­kom­pe­tenz noch­mals betont wis­sen.

Ganz ohne Ein­ho­lung einer aus­drück­li­chen Geneh­mi­gung mache jeden­falls ich wie­der bekannt: Musik.

Yacht in the Fog

Guten Mor­gen.

Sonstiges
Kurz ange­merkt zur täg­li­chen Schreib­faul­heit

Men­schen, für die die wich­tig­sten Eigen­schaf­ten der schrift­li­chen Kom­mu­ni­ka­ti­on die Ver­füg­bar­keit von mög­lichst vie­len Emo­jis, eine mög­lichst treff­si­che­re auto­ma­ti­sche Kor­rek­tur und eine jeder­zeit ver­füg­ba­re Edi­tier­funk­ti­on sind, so dass sie nicht nur schnell und gedan­ken­los kom­mu­ni­zie­ren, son­dern die dabei unwei­ger­lich gemach­ten Tipp­feh­ler auch spä­ter noch kor­ri­gie­ren kön­nen, ohne dabei unnö­tig viel Spra­che ver­wen­den zu müs­sen, sind immer auch Men­schen, denen ich mit gro­ßem Respekt begeg­ne, denn eine der­art offen dar­ge­bo­te­ne Miss­ach­tung des Gegen­übers, dass es nicht ein­mal mehr für die Mühe reicht, sich selbst um Ver­ständ­lich­keit des eige­nen Anlie­gens zu küm­mern, fin­det man heut­zu­ta­ge lei­der nur noch sel­ten in der Mis­an­thro­pie.

KaufbefehleMusikkritik
Kurz­kri­tik: le_mol – White Noi­se Ever­y­whe­re

le_mol - White Noise EverywhereLan­ge nichts mehr über Musik geschrie­ben.

Da sich die dies­jäh­ri­ge Halb­jah­res­rück­schau aus orga­ni­sa­to­ri­schen Grün­den abseh­bar ver­zö­gern wird, las­se ich es mir nicht neh­men, statt­des­sen schon frü­her eini­ge der ange­nehm­sten Musikal­ben des Jah­res 2020 zu ver­bra­ten, wie man so schön sagt. Heu­te befas­sen wir uns mit le_mol und ihrem dies­jäh­ri­gen her­vor­ra­gen­den Album „White Noi­se Ever­y­whe­re“ (Amazon.de, Bandcamp.com, TIDAL).

Eine Furcht ein­flö­ßen­de Gitar­ren­band ist das Wie­ner Shoe­ga­ze­duo le_mol ent­ge­gen mei­ner Ver­mu­tung bis­her nicht gewor­den, obwohl es auf sei­nem vier­ten Album mit­un­ter doch recht bedroh­lich zugeht: Bereits das eröff­nen­de „Mdme Psy­cho­sis“ kün­digt ein Don­ner­grol­len an, das sich im anschlie­ßen­den Titel­stück aber doch in ein­la­dend melo­disch-rhyth­mi­schen Post­rock auf­löst. Gesang, der über elek­tro­nisch über­la­ger­te Sprach­samples (etwa im krau­ti­gen „1/f bruo“) hin­aus­geht, gibt es auch wei­ter­hin kaum, Gesang will ich aber auch nicht haben. Dass der kla­gend vor­ge­tra­ge­ne Text von „Hands“ trotz­dem gut ins Gesamt­ge­fü­ge passt, sei hier­bei nicht ver­schwie­gen. Das Gefühl der see­li­schen Enge, das sich von innen her­aus aus­brei­tet, hilft dabei, le_mol zu ver­ste­hen, und fügt dem Alben­ge­nuss das gewis­se Etwas hin­zu, das in postrock­na­hen Her­vor­brin­gun­gen zu oft ver­misst wird.

1/F Bruo

Post­rock, apro­pos: Dass le_mol das gro­ße Vor­bild Mog­wai immer noch nicht zu leug­nen ver­su­chen, wenn etwa Rai­mund Schla­ger die Gitar­ren­loops unver­mit­telt breit­wan­dig auf­baut und nur weni­ge Sekun­den spä­ter wie­der über dem Hörer ein­stür­zen lässt, trägt zur Qua­li­tät von White Noi­se Ever­y­whe­re bei. Dass die bei­den Her­ren zudem auch ohne Text einen gran­dio­sen Humor in ihre Musik ein­flie­ßen las­sen, beweist das abschlie­ßen­de, unge­wöhn­lich ent­spann­te Instru­men­tal­stück „Por que está todo en Espa­ñol?“ – „War­um ist alles spa­nisch?“.

Emp­feh­lung hier­mit erteilt, es möge Freu­de berei­ten.

In den Nachrichten
Säku­la­ris­mus wann anders. (5)

Ber­lin, die Stadt der Bau­vor­ha­ben, hat jetzt end­lich genug von die­ser Viel­fäl­tig­keit und beruft sich wie­der dar­auf, dass man etwas ja schon immer so gemacht habe:

Wenn Wind und Wet­ter gün­stig sein soll­ten – vor allem der Wind –, wird am Frei­tag die­ser Woche das Kreuz auf die Kup­pel der Schloss-Rekon­struk­ti­on geho­ben. (…) Wenn schon histo­ri­sche Kup­pel, dann mit dem histo­ri­schen Kreuz, wink­ten des­sen Befür­wor­ter ab.

Es ist immer­hin undenk­bar, wenn man irgend­was wie­der auf­baut, aus der Zeit gefal­le­ne Zei­chen (Reli­gi­ons­in­si­gni­en, Haken­kreu­ze und der­glei­chen) schlicht weg­zu­las­sen. Das wäre histo­risch unan­ge­mes­sen. Macht man nicht. Geht nicht.

Aber kei­ne Sor­ge, das­je­ni­ge Gerät, an das vor vie­len Jahr­hun­der­ten reli­gi­ös Auf­müp­fi­ge zwecks Ermor­dung gehängt wur­den, ste­he seit­dem bekannt­lich nicht für Fol­ter, Krieg und Hexen­pro­zes­se, son­dern nur für Gutes:

Das Kreuz als Sym­bol für das Chri­sten­tum steht für Näch­sten­lie­be, Frei­heit, Welt­of­fen­heit und Tole­ranz.

West­li­che Zivi­li­sa­ti­on ist, wenn unter dem Bei­fall einer Groß­stadt gol­de­ne Fol­ter­in­stru­men­te auf Dächer geschraubt wer­den. Ob aus­ge­rech­net Ber­lin ein Sym­bol für Näch­sten­lie­be tra­gen soll­te, ist frei­lich eine ganz ande­re Dis­kus­si­on.

Wie man es auch nimmt: Kann ich die­sen Säku­la­ris­mus noch mal sehen?

NerdkramsMir wird geschlecht
Noch hacker als die Jungs

Der i3 e.V. aus Ham­burg betreibt unter ande­rem ein Pro­jekt, das sich als Hacker­schu­le aus­gibt. Über EDV-Sicher­heit lernt man dort zwar eben­so wenig wie über Pla­ti­nen­lö­ten, aber immer­hin darf man sich aus­su­chen, ob man in der schreck­li­chen Lern­spra­che Python – Kon­zept: BASIC mit Zwangs­ein­rückung – oder in der schreck­li­chen Lern­spra­che Scratch – Kon­zept: BASIC ohne Code – ein Spiel, eine App oder eine Web­site (seit wann pro­gram­miert man eigent­lich Text­an­zei­ge?) in einem natür­lich bin­de­strich­frei­en Hacker School Kurs pro­gram­mie­ren darf:

Wir leben in einem digi­ta­len Zeit­al­ter. Schon für Kin­der und Jugend­li­che ist es wich­tig zu ler­nen, wie Com­pu­ter, Pro­gram­me und Codes auf­ge­baut sind.

Ich fürch­te, Pro­jek­te wie die­ses sind der Grund, war­um das Niveau in der EDV immer wei­ter sinkt. Klar bin ich Hacker, ich habe immer­hin eine Web­site!

Zurück zum Zitat: Über die Defi­ni­ti­on eines digi­ta­len Zeit­al­ters zu dis­ku­tie­ren ist hier nicht nötig, denn in einem sol­chen leben wir tat­säch­lich seit über fünf­zig Jah­ren. Inter­es­san­ter ist die Neben­ein­an­der­stel­lung die­ser bei­den Sät­ze, die eine Art Zusam­men­hang sug­ge­riert. Aber ist das so?

Zum Ver­gleich hier ein ähn­li­cher kur­zer Text, dies­mal von mir:

Wir leben in einem Zeit­al­ter des elek­tri­schen Lichts. Schon für Kin­der und Jugend­li­che ist es wich­tig zu ler­nen, wie Strom­ma­sten, Licht­schal­ter und Ener­gie­spar­lam­pen auf­ge­baut sind.

Nein, offen­bar fehlt da noch ein ent­schei­den­des Kri­te­ri­um. In der Liste der Part­ner des Pro­jekts glau­be ich das feh­len­de Glied – hihi, Glied – gefun­den zu haben: Mer­ce­des-Benz, Luft­han­sa, Tele­kom und irgend­wel­che IT-Unter­neh­mens­be­ra­ter stecken mit im Boot. Man schel­te mich einen Zyni­ker, aber ich wür­de anneh­men wol­len, dass es die­sen Part­nern dar­um geht, mög­lichst früh­zei­tig neu­es Human­ka­pi­tal zu gene­rie­ren. Pro­gram­mie­rer wer­den wohl mehr gesucht als Elek­tri­ker, da kommt so ein Ver­ein, der das Erler­nen markt­taug­li­cher Fähig­kei­ten mit­tels des Bear­bei­tens vor­ge­ge­be­ner Auf­ga­ben als „Hacken“ ver­brämt, gera­de recht.

Und weil im Jahr 2020 nicht nur die Fähig­keit, blö­de vor­ge­ge­be­ne Auf­ga­ben run­ter­pro­gram­mie­ren zu kön­nen, son­dern auch die Fähig­keit, kei­nen Penis zu tra­gen, auf dem Arbeits­markt von ent­schei­den­der Bedeu­tung ist, wur­de das Port­fo­lio des Pro­jekts eigens sowohl um einen sprach­li­chen Unfall als auch um eine Son­der­spar­te erwei­tert:

Gemein­sam mit Frau­en-Ver­bin­den haben wir Anfang Mai die erste GIRLS Hacker School @home für euch durch­ge­führt. In 12 Kur­sen konn­ten Girls im Alter von 11 bis 99 Jah­ren erste Schritt im Pro­gram­mie­ren machen. Die Girls konn­ten sich zu zweit als Tan­dem-Part­ne­rin­nen anmel­den – aber wir hat­ten auch was für Sin­gles. Die Kurs­the­men reich­ten von Scratch und Python über Web­pro­gram­mie­rung mit HTML/CSS bis hin zu Datenschutz/SQL und Bil­der­ken­nung mit Künst­li­cher Intel­li­genz.

Was es über jeman­den aus­sagt, Elf­jäh­ri­ge als Sin­gles und 99-Jäh­ri­ge als Girls zu bezeich­nen, möge bit­te ein ande­rer Leser der ver­link­ten Sei­te aus­for­mu­lie­ren. Dass hin­ter „Frau­en ver­bin­den“ aber­mals die Wirt­schaft steckt, sei mei­ner­seits hier aber kei­nes­wegs ver­schwie­gen.

Zum Inhalt: Dass „Datenschutz/SQL“ hof­fent­lich „Datenbanken/SQL“ hei­ßen soll, las­se ich als Flüch­tig­keits­feh­ler durch­ge­hen, aber bei „HTML/CSS“, also einer Spra­che, die (ähn­lich einem Word­do­ku­ment) Text struk­tu­riert, und einer Spra­che, die (ähn­lich einer Stil­an­ga­be in Word) die­sem struk­tu­rier­ten Text Form und Far­be ande­fi­niert, von „Pro­gram­mie­rung“ zu reden ist ein Ärger­nis, das immer­hin einen spä­te­ren Satz auf der­sel­ben Sei­te beweist:

Infor­ma­tik- und Tech­nik-Skills sind so wich­tig, (sic! A.d.V.) wie nie zuvor und soll­ten in jedem Alter geför­dert wer­den[.]

Viel­leicht soll­te man die Wer­be­ab­tei­lung vom i3 e.V. mal in so einen Kurs set­zen.

Die Inten­ti­on die­ser geschlech­ter­ge­trenn­ten Kurs­wo­chen­en­den ist die­sel­be wie sonst auch:

Die IT-Bran­che braucht mehr Frau­en.

Hier geht es eben nicht um empower­ment für girls, son­dern dar­um, dass die Part­ner spä­ter auf mög­lichst vie­le mög­lichst preis­wer­te Arbeits­kräf­te zurück­grei­fen kön­nen. Ich war erst ein wenig erstaunt, dass die­se „Schu­le“ sogar in kapi­ta­lis­mus­kri­ti­schen Krei­sen bewor­ben wird, aber dann fiel mir wie­der ein, dass Kapi­ta­lis­mus ja nur dann eine schlim­me Sache ist, wenn man selbst weni­ger Vor­tei­le davon hat als ande­re. Hat man hier nicht, wenn man eine Frau ist, also ist die Ver­söh­nung nur kon­se­quent.

Näch­ster Satz:

Der Frau­en­an­teil in der IT liegt unter 20 % – und dabei war die erste Pro­gram­mie­re­rin, Ada Love­lace, eine Frau!

Was natür­lich nicht nur eine Nicht­nach­richt ist (ich bin davon über­zeugt, dass es eben­so unver­schul­det ent­stan­de­ne Grup­pen gibt, denen noch weni­ger EDV-Arbeits­kräf­te ange­hö­ren), son­dern auch histo­risch falsch: Ada Love­laces Ver­dienst war es, lan­ge vor der Exi­stenz eines Com­pu­ters im heu­ti­gen Sinn einen Algo­rith­mus für einen sol­chen auf­ge­schrie­ben zu haben, aber das hat mit Pro­gram­mie­ren an sich erst mal nicht beson­ders viel zu tun; anson­sten wäre ver­mut­lich irgend­ein Grie­che der Anti­ke die erste Pro­gram­mie­re­rin gewe­sen. Erschwe­rend kommt hin­zu: Die unvoll­endet geblie­be­ne Ana­ly­ti­cal Engi­ne, für die Ada Love­lace besag­ten Algo­rith­mus ent­wor­fen hat, wur­de nicht nur von einem Mann ent­wickelt und gebaut, auch stamm­ten wohl alle auf der (nie­mals pro­gram­mier­ba­ren) Maschi­ne jemals aus­ge­führ­ten Berech­nun­gen nicht von ihr. Ihre Pio­nier­ar­beit in der Algo­rith­mik unge­ach­tet: Hin­sicht­lich der Ent­wick­lung von Com­pu­tern müss­ten eigent­lich Charles Bab­ba­ge und sein Sohn wenig­stens einen Teil des Ruhms ern­ten, der heu­te in Gän­ze Ada Love­lace zuteil wird.

Eine wei­te­re, etwas weni­ger schlech­te Aus­re­de, den Kurs für den Geschlech­ter­kampf zu nut­zen, steht wei­ter unten und befasst sich mit dem image der Infor­ma­tik oder, wie der i3 e.V. sie nennt, der Welt der ein­zel­nen und der grup­pier­ten Zustän­de:

[N]och immer hat die Welt der Bits und Bytes das Image, sie wäre eher etwas für die Jungs. (…) Damit sich in den Köp­fen der jun­gen Men­schen hier etwas ändert, braucht es am besten prak­ti­sche Bei­spie­le und geschütz­te Räu­me. Das hat auch die Hoch­schu­le für Tech­nik und Wirt­schaft (HTW) in Ber­lin erkannt und bie­tet seit rund zehn Jah­ren ein Bache­lor­stu­di­um für Infor­ma­tik und Wirt­schaft als rei­nen Frau­en­stu­di­en­gang an.

Ich hal­te es ja für eine inter­es­san­te Fol­ge­rung, man kön­ne jun­gen Men­schen (wir erin­nern uns: 11 bis 99 Jah­re) am besten auf­zei­gen, dass es kei­ne fach­li­chen Unter­schie­de zwi­schen den Geschlech­tern gibt, indem man sie ein­mal im Monat räum­lich von­ein­an­der trennt. Auf Twit­ter teil­te man mir mit, nor­ma­ler­wei­se fän­den Klas­sen geschlechts­un­ab­hän­gig statt, nur die monat­li­chen Mäd­chen­kur­se sei­en hier­von aus­ge­nom­men. Han­delt der i3 e.V. also mit den anschei­nend häu­fi­ge­ren gemisch­ten Klas­sen ohne geschütz­te Räu­me sei­nem eige­nen Ziel zuwi­der? Wit­zig wär’s.

Hacken bedeu­te, tei­len die FAQ mit, ein­fach nur, ein System „bis ins Detail zu ver­ste­hen, es zu ver­än­dern und zu ver­bes­sern“. Das ist nicht völ­lig ver­kehrt, aber mich ärgert es wirk­lich gera­de ein biss­chen, dass ich alters­mä­ßig nicht mehr in die Ziel­grup­pe pas­se.

Ich wür­de näm­lich gern was am System ver­än­dern.


Gute Nach­rich­ten auf einem ganz ande­ren Gebiet: In Öster­reich darf man end­lich wie­der außer­halb der eige­nen Fami­lie hei­ra­ten.

PolitikIn den Nachrichten
Si vis pacem, para bel­lum. (10)

Das Inter­net:

Die Luft­han­sa soll mit 9.000.000.000 Euro geret­tet wer­den. (Die Luft­han­sa ist eine Flug­ge­sell­schaft, die enorm zu der Zer­stö­rung unse­rer Umwelt bei­trägt und allein im Jahr 2018 für über 32,6 Mil­lio­nen Ton­nen CO2 ver­ant­wort­lich war.) Statt­des­sen könn­ten wir auch (…) ein Fünf­tel aller Schu­len Deutsch­lands sanie­ren[.]

Die Nach­rich­ten:

Nach Infor­ma­tio­nen der Süd­deut­schen Zei­tung beläuft sich die Sum­me der im Finanz­plan ver­an­schlag­ten Rüstungs­pro­jek­te der näch­sten Jah­re auf 137 Mil­li­ar­den Euro.

Kei­nes­wegs aber das Inter­net:

Statt­des­sen könn­ten wir auch jede Schu­le Deutsch­lands drei­mal sanie­ren und/oder jedem Schü­ler eine anstän­di­ge EDV-Aus­rü­stung bezah­len.

Wie ein­fach es doch ist, den Deut­schen ein Unter­neh­men, das für zu viel Geld Men­schen rum­fliegt, madi­ger zu reden als eine staats­na­he Orga­ni­sa­ti­on, die für zu viel Geld über gefahr­lo­ses Meu­cheln refe­riert!

Im Übri­gen bin ich der Mei­nung, dass die Bun­des­wehr abge­schafft gehört.

Nerdkrams
Chrom­e­fox‘ neu­es Pass­wort­ein­fü­gen

Ganz tol­le Idee vom Her­stel­ler eines ehe­mals erträg­li­chen Web­brow­sers, die da durchs Web gespült wird:

Mozil­la gedenkt sich in Fire­fox 77 eines ner­vi­gen Pro­blems in Zusam­men­hang mit dem Ein­fü­gen auf Sei­ten, die ein maxlength-Attri­but set­zen, anzu­neh­men, um das Beschnei­den von Pass­wör­tern beim Über­mit­teln von For­mu­lar­da­ten zu ver­hin­dern. (…) Fire­fox wird das For­mu­lar­feld als ungül­tig kenn­zeich­nen, wenn eine in es ein­ge­füg­te Zei­chen­ket­te das Maxi­ma­le-Län­ge-Attri­but (sofern gesetzt) über­schrei­tet. Der Benut­zer wird hier­über infor­miert, so dass die Ein­ga­be kor­ri­giert wer­den kann, bevor die Daten an den Ser­ver geschickt wer­den.

(Freie Über­set­zung von mir.)

Ich fin­de, die­ses fea­ture ist noch aus­bau­fä­hig. Es macht Brute-For­cing von Pass­wör­tern immer noch nicht ein­fach genug. Neben dem Höchst- soll­te es auch ein Min­dest­län­gen­at­tri­but sowie eines, das die erlaub­ten Zei­chen ent­hält, geben. Da geht noch was, Mozil­la!

PolitikIn den NachrichtenMontagsmusikComputer
Cha­ri­va­ri – When Levia­than Dreams (live) // Sig­mar Gabri­el aus­stop­fen!

Kawaii!Es ist Mon­tag. Eine Kolum­ni­stin beru­higt mich, dass ich kein Fleisch essen müs­se. Dan­ke, das ist sehr nett, aber ich hät­te trotz­dem gern das Inter­net der Hoch­schu­len anstel­le des Inter­nets der Kolum­ni­stin­nen zurück. Oder wir machen statt­des­sen ein Inter­net der Pan­da­bä­ren auf, das wäre auch eine Opti­on.

Ich habe schwin­den­des Inter­es­se an Nach­rich­ten, faseln irgend­wel­che Daten­er­he­bun­gen ins Inter­net rein, aber ich habe eigent­lich ein stei­gen­des Inter­es­se an Nach­rich­ten. Nur bescheu­ert sol­len die dann halt nicht sein. Da wäre etwa die Nach­richt von Sig­mar Gabri­el, der gesagt habe, man sol­le ihn nach sei­nem Tod aus­stop­fen und immer raus­ho­len, wenn man wen brau­che, der schuld sei. Das hal­te ich für eine gute Idee, denn es ist wahr­schein­lich rich­tig. Im glei­chen Arti­kel wird der­sel­be mit dem Hin­weis zitiert, er habe sich der Deut­schen Bank statt der Auto­mo­bil­bran­che ange­dient, weil er kein Lob­by­ist wer­den wol­le. Hof­fent­lich fan­gen Ban­ken nicht auch irgend­wann mit Lob­by­is­mus an. Das wäre ja fatal für sein (und ihr) Anse­hen.

Ein Blick in die EDV: Über­ra­schend hat jemand her­aus­ge­fun­den, dass Web­brow­ser, die immer mehr Mög­lich­kei­ten bie­ten, inter- und pro­ak­tiv Code aus­zu­füh­ren, dazu miss­braucht wer­den kön­nen, auf dem eige­nen Rech­ner nach offe­nen Ports zu suchen. Wer jetzt noch kei­ne Java­Script-Blocka­de initi­iert, ist selbst schuld. Da lobe ich mir doch das Web der spä­ten 90er!

Falls abschlie­ßend noch jemand ange­nom­men hat­te, aus­ge­rech­net die Craft­bier- sei die mutig­ste Bran­che der Geträn­ke­indu­strie: Es gibt jetzt Whis­ky aus dem Grün­tee­fass. Sláin­te mhaith!

Und dazu passt am besten: Musik.

Cha­ri­va­ri – When Levia­than Dreams (Live)

Guten Mor­gen.

In den NachrichtenWirtschaft
Kapi­ta­li­sti­sche Über­wa­chungs­struk­tu­ren weg­mas­ken dank Coro­na

Gute Nach­rich­ten gibt es aus der Wirt­schaft zu ver­mel­den: Das, was von dem Virus gera­de am här­te­sten bedroht ist, scheint die mil­lio­nen­schwe­re Über­wa­chungs­in­du­strie („Gesichts­er­ken­nungs­in­du­strie“) zu sein.

Gesichts­mas­ken ver­decken einen wesent­li­chen Teil des­sen, was Gesichts­er­ken­nung braucht, um Men­schen zu iden­ti­fi­zie­ren und zu erken­nen – damit bedro­hen sie im Kern die Zukunft einer Mul­ti­mil­li­on-Dol­lar-Indu­strie, sofern die Tech­nik nicht ler­nen kann, Men­schen hin­ter der Ver­deckung zu erken­nen.

(Mie­se Über­set­zung von mir.)

Das scheint mir unse­re Chan­ce zu sein. Es wäre jetzt grund­falsch, auf das Tra­gen von Gesichts­mas­ken aus den mora­lisch rich­ti­gen Grün­den zu ver­zich­ten (an die­ser Stel­le alles Gute zum 71. Geburts­tag, Grund­ge­setz!; scha­de, dass die Tren­nung von Staat und Kir­che immer noch ein Lip­pen­be­kennt­nis bleibt). Viel­mehr gilt es jetzt bis noch weit nach Coro­na, so oft und so viel einer Mas­kie­rung der wenig­stens unte­ren Gesichts­hälf­te nach­zu­ge­hen, wie es die jeweils gel­ten­den Regeln erlau­ben. Tragt Guy-Faw­kes-Mas­ken beim Ein­kau­fen, tragt Schna­bel­mas­ken in der Apo­the­ke, tragt Schals im Bus – und gern so oft eine ande­re Ver­hül­lung wie mög­lich.

Hät­ten wir nur viel frü­her gewusst, wie leicht es sein wür­de, die­ser Indu­strie den Nähr­bo­den zu ent­zie­hen!


Kas­per des Tages: Jan Böh­mer­mann (ZDF, nicht wit­zig) fin­det, Unter­neh­men, die auf dem frei­en Markt ohne staat­li­che Zuwen­dun­gen nicht über­le­ben kön­nen, soll­ten ein­fach geschlos­sen wer­den. Gute Idee: Tschüss, ZDF!

In den NachrichtenPolitik
Wahl­schuld

Ich wür­de ja echt gern nicht mehr über die SPD lästern müs­sen, aber war­um eine Par­tei, die das Thü­rin­ger Pro­blem der­ge­stalt zu lösen ver­sucht, dass sie einen der Ihren, der es – zumal aus­ge­rech­net im feind­li­chen Bay­ern – in einer gehei­men Wahl mit den Stim­men der Fal­schen™ auf einen eini­ger­ma­ßen ega­len Kom­mu­nal­po­sten schafft, direkt raus­zu­wer­fen beab­sich­tigt, als sei es ein gro­ber Ver­stoß gegen die Sat­zung der SPD, in einer Wahl auch mal irgend­was zu gewin­nen, poli­tisch mit der Zeit gegan­gen sein wird, her­aus­zu­fin­den, scheint eine Auf­ga­be zu sein, mit der die Poli­tik­wis­sen­schaft als „unter­for­dert“ noch grob ver­harm­lo­send beschrie­ben wäre.

Netzfundstücke
Medi­en­kri­tik in Kür­ze: Leser DIESER Zeit­schrift haben ein ande­res Stern­zei­chen.

Aus dem Hau­se „Jolie“ („Wenn du die­ses Stern­zei­chen bist, fühlst du dich anders als die mei­sten“; mein­ten Sie: hast?) astro­lo­giert es:

Unser Stern­zei­chen kann so eini­ges über uns und unse­re Per­sön­lich­keit aus­sa­gen und ver­ra­ten, wel­che Ver­an­la­gun­gen uns in die Wie­ge gelegt wur­den. Span­nend ist, dass uns die Stern­zei­chen auch Aus­kunft dar­über geben, ob wir hoch­be­gabt auf die Welt gekom­men sind. Eines der Zei­chen im Tier­kreis fällt beson­ders oft durch eine hohe, ana­ly­ti­sche Intel­li­genz auf.

Es soll sich, heißt es, um den Was­ser­mann han­deln. Lei­der nicht bei­gefügt ist eine Sta­ti­stik dar­über, wie vie­le hoch­be­gab­te Men­schen mit hoher ana­ly­ti­scher Intel­li­genz die „Jolie“ regel­mä­ßig kon­su­mie­ren. Gute Nach­rich­ten aber im dies­wö­chi­gen Horo­skop:

Wie die­se Woche wird, hängt natür­lich nicht nur von eurem Stern­zei­chen oder eurem Horo­skop ab. Es gibt noch unzäh­li­ge Fak­to­ren, die eben­falls eine Aus­wir­kung auf euer Leben haben. Dazu gehö­ren neben eurem Son­nen­zei­chen, eurem Aszen­dent, dem Mond etc., auch Fak­to­ren wie Gescheh­nis­se in eurem Umfeld, äuße­re Ein­flüs­se, zwi­schen­mensch­li­che Bezie­hun­gen, eure Gesund­heit und noch vie­le ande­re Din­ge.

Ande­rer­seits: Ich glau­be ja nicht an den Mond. Aber das ist ver­zeih­lich. Ich fal­le eben nicht beson­ders oft durch mei­ne hohe, ana­ly­ti­sche Intel­li­genz auf,

PolitikIn den Nachrichten
Flag­gen kauf‘ ich am lieb­sten im Dark­net (2): Regen­bo­gen­rech­te

„Die Wer­te, auf die sich die Uni­on grün­det, sind die Ach­tung der Men­schen­wür­de, Frei­heit, Demo­kra­tie, Gleich­heit, Rechts­staat­lich­keit und die Wah­rung der Men­schen­rech­te ein­schließ­lich der Rech­te der Per­so­nen, die Min­der­hei­ten ange­hö­ren.“
– Art. 2 EU-Ver­trag


Im Zuge der Trans­for­ma­ti­on der ein­sti­gen EWG von einer Wirt­schafts- zu einer ver­meint­li­chen Wer­te­uni­on galt die Flag­ge der­sel­ben bereits seit 1955 als Sym­bol für den „Schutz der Men­schen­rech­te und die För­de­rung der euro­päi­schen Kul­tur“. Im Rah­men ihrer Befug­nis­se hat die heu­ti­ge Euro­päi­sche Uni­on es auch weit­ge­hend hin­be­kom­men, dass die mei­sten ihrer Mit­glieds­staa­ten die Rech­te, Gleich­heit und Wür­de der mei­sten Men­schen, Erwerbs­lo­se aus­ge­nom­men, meist als unver­äu­ßer­lich ver­ste­hen.

Neu­er­dings aber scheint der Gleich­heits­grund­satz aber nicht mehr zu gel­ten, wie ein Chor aus Qua­li­täts­me­di­en anläss­lich des „Inter­na­tio­na­len Tags gegen Homo‑, Bi‑, Inter- und Trans­pho­bie“ gestern mit­teil­te. So freu­te sich etwa Jan­nis Hag­mann von der „taz“:

Zum Inter­na­tio­na­len Tag gegen Homo‑, Bi‑, Inter- und Trans­pho­bie hat die Euro­päi­sche Uni­on, die­ser Hort der Auf­klä­rung, am Sonn­tag die Regen­bo­gen­flag­ge gehisst – und zwar nicht nur zu Hau­se im bun­ten Brüs­sel, son­dern mit­ten in der Haupt­stadt des Irak: an der EU-Ver­tre­tung in Bag­dad.

Mir ist durch­aus klar, was die Euro­päi­sche Uni­on damit mit­tei­len woll­te: Man ste­he als Gemein­schaft für glei­che Rech­te für Men­schen jeder sexu­el­ler Ori­en­tie­rung und Iden­ti­tät. Statt­des­sen mit­ge­teilt hat sie aber, dass es am Tag gegen usw. nicht nur um Menschen‑, son­dern auch um Homo‑, Bi‑, Inter- und Trans­se­xu­el­len­rech­te geht; sie hat die Rech­te der letz­te­ren Grup­pie­rung somit von den­je­ni­gen Rech­ten, für die die EU-Flag­ge vor­geb­lich steht, getrennt, was wie­der­um bedeu­tet, dass die EU-Flag­ge viel­leicht auch wei­ter­hin noch für die Wah­rung der Rech­te von Min­der­hei­ten steht, nur eben nicht für die von sexu­el­len Min­der­hei­ten.

Die Argu­men­ta­ti­on dahin­ter, glaubt man aus­nahms­wei­se der „taz“, sei, dass nicht hete­ro­se­xu­el­le Men­schen sich im Irak und in eini­gen ande­ren Staa­ten, qua­si als Gegen­pol zu Ber­lin, dau­ern­der Ver­fol­gung aus­ge­setzt sähen und daher beson­de­rer Ver­tei­di­gung bedürf­ten. Die­se Argu­men­ta­ti­on hal­te wie­der­um ich für eine gefähr­li­che, denn wenn die Gewich­tung von Grund­rech­ten anhand ihrer jewei­li­gen Gefähr­dung erfolgt, so bedeu­tet das, dass die Grund­rech­te einer nicht aktiv ver­folg­ten Grup­pe in einem weit­ge­hend frei­heit­lich ori­en­tier­ten Staat kaum noch eine Schwe­re in sich tra­gen. Das Gebot der Gleich­heit von Men­schen und ihren Rech­ten kann ent­spre­chend nur dann noch einen wesent­li­chen Wert haben, wenn man ihm kei­nen Hin­weis auf ein­zel­ne Grup­pen, die unter bestimm­ten Umstän­den beson­ders gefähr­det sind, bei­fügt. Wenn die EU-Flag­ge nicht mehr genügt, um die Regen­bo­gen­flag­ge zu pro­ji­zie­ren, dann ist das jeden­falls kein Pro­blem, das mit dem Auf­hän­gen von Flag­gen ein­zel­ner Teil­grup­pen sinn­voll zu lösen ist.

Oder auch: War­um hängt die EU in Deutsch­land eigent­lich kei­ne Kin­der­rechts­flag­gen auf?


Auch wit­zig: Kei­ne Fuß­ball­fans im Sta­di­on? Set­zen wir doch statt­des­sen Sex­pup­pen rein! Die Damen und/oder Her­ren, die dar­auf­hin ein Ersu­chen um Ent­schul­di­gung (wofür?) sei­tens des Ver­eins für not­wen­dig hiel­ten, sind im Übri­gen bedau­erns­wer­te Hans­wür­ste.

In den NachrichtenMontagsmusik
Dari­us – Leap of Faith // Pil­ler­spiel­de­bat­te

MontagslächelnEs ist Mon­tag. Jüngst erfuhr ich, dass es ein austra­li­sches Pro­jekt gibt, das die Nach­fol­ge von Geo­ci­ties anzu­tre­ten imstan­de ist: Es heißt Vista­serv und bie­tet einen Home­page-Bau­ka­sten mit­samt ent­an­ti­alia­sten Schrift­ar­ten an. Ich fin­de das sowohl wit­zig als auch gru­se­lig und emp­feh­le eine Zur­kennt­nis­nah­me.

Gestern fand der „inter­na­tio­na­le Tag gegen Homo‑, Bi‑, Inter- und Trans­pho­bie“ statt. Die­sel­ben Men­schen, die im Par­la­ment der Ansicht sind, wir alle müss­ten ganz­tags online wie off­line über­wacht wer­den, damit wir nichts anstel­len, haben die Chan­ce genutzt, in „sozia­len Medi­en“ etwas über Frei­heits­rech­te und deren unbe­ding­te Wich­tig­keit zu erzäh­len. Ich wünsch­te, SPD und Grü­ne wür­den end­lich damit auf­hö­ren, mich davon abzu­hal­ten, mich mal wie­der mit den Ver­feh­lun­gen ande­rer poli­ti­scher Prot­ago­ni­sten beschäf­ti­gen zu kön­nen. – Apro­pos Über­wa­chung: Nut­zer eines Mail­pro­gramms für Apple­sy­ste­me konn­ten neu­lich ver­se­hent­lich Mails ande­rer Benut­zer sehen. Aber natür­lich muss­te da unbe­dingt mehr cloud rein. Es ist ja auch völ­li­ger Blöd­sinn, ein Mail­pro­gramm zu benut­zen, das nicht all sei­ne Benut­zer in einer ein­zi­gen Daten­bank zusam­men­führt. Wie, das sei kei­ne gute Idee? Das ist die Zukunft, Sie ewig­gest­ri­ger Opa!

Apro­pos ewig­gest­rig: Die bescheu­er­te „taz“ pam­phle­tet, zur Fra­ge, „ob Kunst gesell­schaft­li­che Diver­si­tät abbil­den und etwa in Kunst­wer­ken repro­du­zier­te Geschlech­ter­rol­len hin­ter­fra­gen muss“, möge es „ver­schie­de­ne Hal­tun­gen geben“. Das stimmt: Die eine Hal­tung ist die der Kunst­frei­heit, die ande­re ist die, die Kunst selek­tiv als ent­ar­tet beschreibt. Ein star­ker Mann wird abge­bil­det oder gar eine Frau mit Kind? Raus damit aus den Muse­en und vor allem aus den ver­damm­ten Online­spie­len! Kil­ler­spiel­de­bat­te? Hat hier jemand Kil­ler­spiel­de­bat­te gesagt? Und wo lie­gen eigent­lich die Gren­zen der Jour­na­lis­mus­frei­heit?

Da wir gera­de bei „taz.de“ sind: Heu­te schon jeman­den aus den Goog­le-Such­ergeb­nis­sen gefegt? War­um nicht? End­lich wäre mehr Platz für etwas schö­nes, zum Bei­spiel für Pan­da­bä­ren.

Und für Musik.

Dari­us – Leap of Faith (offi­ci­al video)

Guten Mor­gen.