Was für ein Zeichen soll es eigentlich setzen, wenn man in einem Land, in dem man keine staatliche Gewalt zu befürchten hat, wenn man lieber mit Gleich- als mit Andersgeschlechtlichen den Beischlaf vollzieht und das auch öffentlich zugibt, die Flagge, unter der sich (unter anderem) Homosexuelle zusammenfinden, an Fußballstadien projiziert (und nicht etwa an die ungarische Botschaft oder, sagen wir, an eine Moschee) und sie vorübergehend für die Senderlogos egaler Privatsender nutzt; und ist Ungarn davon beeindruckt?
Ich mag die Beatles nicht.
Im November 2021 soll – werbefreundlich von einem auf drei Filme gestreckt, was die Absicht dahinter bereits vorwegnimmt – eine „neue“ Dokumentation von Peter Jackson („Braindead“) erscheinen, die sich mit den Beatles beschäftigt. Vertreiben soll’s Disney, was eine passende Kombination ist, denn mit Vertreiben kennt Disney sich ebenso aus wie damit, dass dauernd irgendwer singt und dem Publikum das ganz fürchterlich auf den Wecker fällt.
Als weitere Gemeinsamkeit hatte ich ausgemacht, dass Disneyproduktionen wie auch die Beatles eigentlich vor allem für gefällige Bespaßung einer genügsamen Masse geeignet sind. Ich habe allerdings den vermeintlichen Fehler begangen, diese Beobachtung öffentlich kundzutun. ‘Ich mag die Beatles nicht.’ weiterlesen »
Van der Graaf Generator – La Rossa // Endlich fast superreich!
Es ist Montag. Die Kirche tut endlich was für die Frauenförderung: Komisch sprechen. Muss ja auch reichen. Wohl dem, der die Götzen- und/oder Heiligenbilder schon längst durch Pandabärenbilder ersetzt hat.
Frage des Tages: Wenn Häuser – das fordern „Aktivisten“ – denen gehören sollen, „die drin wohnen“, gehören dann auch Autos, Fahrräder und Brieftaschen denen, die sie benutzen?
Apropos Besitz: Lars Klingbeil, Generalsekretär der autoaggressiven Kleinpartei SPD, hat wahlkämpferisch von sich gegeben, dass das CDU-Wahlprogramm „die Handschrift von Linnemann, Amthor und Merz“ trage, denn in ihm werde „beispielsweise“ gefordert, den Solidaritätszuschlag „auch für die Superreichen“ abzuschaffen. Betrachtet man nun, wie einige Frechdachse es auf Twitter wagten, den Umstand, dass der Solidaritätszuschlag ab einem Nettoeinkommen von 61.717 € p.a. gezahlt werden muss, so wird die Feststellung, dass jedenfalls ich mir „Superreichtum“ immer irgendwie anders vorgestellt habe, leider kaum vermeidbar. Gut, schon verstanden: Wer Geld hat für die Altersvorsorge, der ist für eine Partei, die sich für eine Armenpartei hält, vor allem eine Gefahr.
Keinesfalls gefährlich: Musik.
Guten Morgen.
Sony enteignen! (2)
Sony will per einstweiliger Verfügung die DNS-Auflösung von Domains verbieten.
Es scheint mir im Sinne der Menschheit zu sein, das skrupellose Unternehmen Sony, den bekannten Hersteller und Verteiler von Schadsoftware, mittels bewusster Nutzung der eigenen Kaufkraft immer und immer wieder daran zu erinnern, dass ihm ein bisschen Demut gut zu Gesicht stünde.
(Teil 1.)
Schei�-Variablennamen immer
Was für eine Verschwendung: Rust 1.53 unterstütze es, dass man Variablen, Konstanten, Strukturen und so weiter mit einem Großteil des Unicodezeichensatzes anstelle – wie bisher – nur der 26 Zeichen des westlichen Alphabets und ein paar Sonderzeichen beschriften kann, lässt mich „heise online“ wissen, und dann gehen nicht mal Emojis. Ich erwarte sekündlich einen Aufkreisch, immerhin geht das mal wieder zulasten einer Frau, die sich sehr viel Mühe mit Emojis gibt.
Aber immerhin:
Nennenswert ist zudem, dass die Paket-Registry Cargo neuerdings als Standard-
HEADfür Git-Repositories nicht mehrmasterals Standard erwartet. Damit entfällt für die Repositories, die bereits im Zuge der Umstellung auf nichtrassistische Sprachemainstattmasterfür den Hauptzweig verwenden, die explizite Angabe vonbranch = "main".
(Hervorhebung von mir, im Original ist’s ein Verweis auf eine „Nachricht“ aus dem März 2021.)
Man sieht mich selten heftig nicken, wenn ich was bei „heise online“ gelesen habe, aber hier passt’s: Das ist tatsächlich nennenswert; es erklärt den derzeitigen Zustand der Profession des Softwareentwicklers besser als es jede soziologische Studie vermag.
Hauptsache, kein Server wird mehr unterdrückt. (Huch: „Server“ – ist das nicht auch wieder kolonialistisch? Zu Hülf‘!)
Liegengebliebenes vom 17. Juni 2021
In einem Berliner „Kiez“ – das Wort entstammt der dortigen Umgangssprache und heißt wohl so viel wie „hässliches Wohngebiet“ – soll der Brandschutz geprüft werden. Die Bewohner des hässlichen Wohngebiets kommen diesem Wunsch entgegen und zünden Sperrmüll an, um zu belegen, dass der Brandschutz ganz gut funktioniert. Aber was soll das mit den Steinen?
Naziveranstaltung der Woche: Die Documenta.
Boris Pistorius (SPD) findet, eine anonyme Beteiligung am Internet solle zwar weiterhin möglich sein, aber wenn man da auch was reinschreiben wolle, habe man gefälligst seinen Realnamen anzugeben. Das wirke sich positiv auf die Möglichkeit aus, „Hass, Hetze und Gewaltaufrufe im Internet besser verfolgen zu können“. Ich finde diesen Vorstoß befremdlich, denn auch bisher stellte es für Behörden eigentlich kein bemerkenswert großes Problem dar, die Verantwortlichen für Verlautbarungen im virtuellen Raum ausfindig zu machen.
Auch unter meinem eingetragenen Namen jedenfalls empfinde ich außerordentlich großes Missfallen gegenüber Herrn Pistorius, käme aber niemals auf die Idee, ihm Übles zu wünschen. Der Mann ist bei der SPD, da werfen Flaschensammler ab und zu mal aus Mitleid einen Bon in den Hut. Einen Verdächtigen für Hass und Hetze gegen das freie Internet könnte ich an dieser Stelle – guter Bürger, der ich bin – zwar auch nennen, aber ich mag nicht.
Schöner Satz von ausgerechnet Jan Fleischhauer („FOCUS“, will aber nicht verlinkt werden; LSR): „Das Problem der Linken ist, dass sie Wählerstimmen mit Likes verwechseln.“
In einem größeren deutschen Forum zum Thema Heidentum wurde anlässlich dieses Videos die Frage gestellt, wie die Götter riechen. Offensichtlich gibt es zumindest bei der Herrscherin von Helheim einen diesbezüglichen Konsens. Ein Teil davon irritiert mich.
Mit Ausnahme irgendwelcher Kleinstaaten-Mannschaften vielleicht ist an den Kicker-Kollektiven dieses Turniers irgendwo in Europa (ich weiß ehrlich erstmals nicht, wo) tatsächlich gar nichts „national“: die Einstellung nicht, die Herkunft und Historie nicht, ihre unterjährigen Arbeitgeber nicht, oft auch die Sprachen nicht, nicht einmal mehr der Mythos, der sich dann auch irgendwann abgenutzt hat.
Narr, wer Fähnchen schwingt.
Beunruhigende Beobachtung andererseits:
Die Geschäfte sind wieder auf. Für viele Menschen war der Lockdown wie Entzug, denn Shoppen kann Glücksgefühle auslösen wie Drogen.
Erst mal eine Line Unterhosen ziehen. Dann geht’s wieder.
Lustige Berufe (6)
Heute: Leiterin des Emoji-Subkomitees des Unicode-Konsortiums.
Das Seil ist ein gutes Beispiel. Es wurde bei manchen zu einem Lynch-Emoji. (…) Wir haben daher schließlich ein Knoten-Emoji gemacht. Es hat die gleiche Bedeutung, aber das Design ist anders. Solche Dinge sind meine Hauptpriorität.
Lotus Titan – Héroïne // Ablassbriefe: 6,99 Euro.
Es ist Montag. Da guckt ihr, ne? Man reiche mir ein Frühstück und einen Pandabären, ich möchte die Woche beginnen!
Die vergangene Woche verlief eher mäßig gut, sowohl beruflich als auch privat (man ist ja doch öfter einem normalen Menschen nicht ganz unähnlich als man’s erhofft); aber genug von mir, gucken wir in die Nachrichten rein: In Hamburg kann man neuerdings beim Biertrinken aus der Kneipe heraus zugucken, wie draußen trinkende Jugendliche weggeräumt werden. Hätte Hamburg eine Protestkultur, wäre das jetzt interessant, aber es ist ja Pandemie, da passiert nicht viel. Hamburg ist in sehr vieler Hinsicht das Antiberlin, auch ästhetisch, versteht sich. – Nicht weit von Hamburg, an der Nordsee, nehmen Windräder jetzt einander den Wind weg. Ich möchte ja wirklich nicht ständig wieder mit dem leidigen Thema Kernenergie anfangen, aber Kernenergie macht so was nicht.
Gute Frage vom „Postillon“: Ist der Staatstrojaner eigentlich DSGVO-konform? Die cloud ist es jedenfalls meist nicht, allerdings hat sich auch völlig überraschend herausgestellt, dass man, verzichtet man völlig auf Lastverteilungsesoterik, mitunter deutlich zuverlässigere Internetdienste erhält. Was war noch mal die Aufgabe von CDNs – die Nichtverfügbarkeit sicherzustellen? – Apropos technische Lösungen für nicht aufgetretene Probleme: Eine Komponente von systemd, die unter „modernen“ (lies: unbrauchbaren) Linuxdistributionen dafür sorgen soll, dass nicht jeder einfach alles mit dem System anstellen kann, hatte sieben Jahre lang einen Fehler, der zur Folge hatte, dass jeder einfach alles mit dem System anstellen konnte. Als Vorteil von open source wird mir gelegentlich genannt, dass Sicherheitslücken schnell gefunden und behoben werden können. Ich hege leise Zweifel.
Wir bleiben beim Thema Religion: Ein früherer Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (der Zentralrat der Fliesentischbesitzer ist empört!) hat festgestellt, dass für Kinder schändende Amtsträger in der katholischen Kirche zweifellos alle Mitglieder der Kirche verantwortlich seien. Ich begrüße diesen Vorstoß, er eröffnet ganz neue Möglichkeiten für die taktische Kritik an Menschen, die auch 2021 immer noch freiwillig Kirchensteuern zahlen. 2021 zahlen Bundesbürger – Mitglied oder nicht – übrigens im Schnitt als Strafe dafür, Bundesbürger zu sein, 6,99 Euro pro Kopf an die „christlichen“ Kirchen, weil § 140 GG von keiner hinreichend starken Partei für umsetzungswert befunden wird. (Falls hier eine hinreichend starke Partei mitlesen sollte, bitte ich um Befassung mit diesem Problem, verstehe aber nicht, warum hier überhaupt noch jemand mitliest. So unterhaltsam ist das Thema doch nun wirklich nicht.) – Andere Religionen, andere Sitten: Am kommenden Wochenende ist Sommersonnenwende, und während religiöses Schächten in Deutschland toleriert wird, so lange man das Tier hinterher aufisst, sind Tier- und Menschenopfer ohne anschließendes Verspeisen derzeit nicht gern gesehen. Das Verständnis von Religionsfreiheit seitens des Gesetzgebers findet in erschreckend engem Rahmen statt. Ich prangere das an.
Erfreulich: Laut dem „Ruhr-Nachrichten“-Verleger ist Gedrucktes im Zeitungswesen bald Geschichte. Erst noch in der Zukunft hingegen ist das Album „Odyssées“ von Lotus Titan (Franzosen, natürlich) zu finden, das zwar auf Bandcamp.com bereits herumliegt, in physikalischer Form aber erst im Dezember 2021 erscheinen soll.
Ich freue mich schon darauf.
Guten Morgen.
#OpTinfoil: Das Gegenteil von Hacken
Was „t‑online“ behauptet, was Hacker sind:
Die Hacker suchen nach Schwachstellen in der Struktur von Internetauftritten, um Rechte und Zugriffe zu bekommen. (…) Anonymous bereitet die Entdeckungen dabei in eigenen Texten auf.
Was Hacker allerdings auch sind:
Hacker spüren Sicherheitslücken auf, ohne diese für ihren Vorteil zu nutzen oder Schaden anzurichten.
Was „AnonLeaks“ – den Behauptungen von „t‑online“ zum Trotz – angestellt hat:
Das schrie förmlich nach Defacement – natürlich nachdem man die Daten gesichert hatte. Denn im Falle KenFM musste es ein Wipe & Fulldeface sein. Es blieb nur noch das, was Anonymous hinterließ.
Was die Verantwortlichen für den Blödsinn also nicht sind:
Hacker
Kreative Beschimpfungsvorschläge, die man für das amüsante Häuflein stattdessen künftig verwenden sollte, nehme ich gern entgegen. Es ist Sonntag, da bin ich selbst traditionell faul unkreativ. Derzeit tendiere ich noch zu „kriminelle Spinner“, was mir selbst etwas langweilig erscheint.
Nichtnachrichten über Apple
Genug von der Berichterstattung darüber, was Apple anlässlich der WWDC vorgestellt hat? „9to5mac“ nennt sechs Dinge, die Apple anlässlich der WWDC nicht vorgestellt hat und die deshalb keine Neuigkeiten sind, flankiert von Qualitätsmedien wie „Mac Life“ und dem gewohnt beknackten „t3n“, das sieben Absätze, drei Überschriften und zu viele Bilder dafür nutzt, bekanntzugeben, dass es derzeit nichts bekanntzugeben gibt.
Welche Stufe des Endzeitkapitalismus ist das nun eigentlich wieder?
Kurz angemerkt: Keine Wut dank keines Protests
Eine Generation, deren musikalischer Protest sich nicht mehr in mit alten Normen brechenden Instrumenten und/oder Texten („My Generation“, „Keine Macht für Niemand“, „Anarchy in the U.K.“, aus Deutschland kam da jedoch auch schon längere Zeit kaum noch etwas von Belang), sondern in „radikal komplexen Rhythmen“ zwecks Mittanzens („NZZ“ u.a.) ausdrückt, weshalb sie selbst im wohl gefühlsreichsten Teil der oft gemeinsamen Freizeitgestaltung zum „tönenden Biedermeier“ („Telepolis“) greifen, der ihnen die Lust an der Auflehnung zuverlässig austreibt, ist eine Generation, deren Annahme, ausgerechnet die Wahl einer Oppositionspartei werde es dem System mal so richtig zeigen und das genüge dann auch schon als Ausdruck der wütenden Jugend, zwar nach wie vor schrecklich falsch, aber doch zumindest verständlich ist.
Steuern zahlen ja nur die anderen.
Die Zahl der Privatinsolvenzen – nicht aber die der Unternehmenspleiten – steige, quatschte neulich die „tagesschau“ nur wenige Wochen, nachdem „viele Deutsche“ („t‑online“) verkündet hatten, sie würden den Pandemiefolgen gern beikommen, indem mehr Steuern erhoben werden.
Der offensichtliche Widerspruch ist damit zu erklären, dass die Befürworter höherer Steuern davon ausgehen, dass die zusätzlichen Ausgaben nur diejenigen träfen, die reich seien; die Linke etwa wirbt offensiv mit einer „Umverteilung“ von Nochreich zu Nocharm.
Jetzt könnte ich eingehend darauf eingehen, dass wahrer Reichtum ja nichts mit dem Kontostand zu tun hat und ein Abend mit guter Musik, gutem Whisky und (im Bestfall) dem guten Lebenspartner bereits ein Ausdruck von Luxus sei, aber ich mache ja hier nichts mit hygge und Baumschmusen, sondern hier zählen Fakten, Fakten, Fakten:
Paare ohne im Haushalt lebende Kinder, die mehr als 5.294 Euro netto monatlich zur Verfügung haben, zählen in Deutschland zu den reichsten zehn Prozent. Bei Singles liegt die Grenze bei 3.529 Euro.
Ich las neulich etwas von einer zusätzlichen Steuer ab einem fünfstelligen Betrag. Warum so hoch?
Andererseits: So schlecht scheint die Baumschmuserdefinition von Reichtum im Vergleich dazu dann doch nicht zu sein.
Nebenbei: Warum schließen die Pissnelken von der SPD eigentlich, wenn sie das Haus verlassen, die Tür hinter sich, aber fordern dann von allen anderen Bürgern, Hintertürchen im Computer offen zu lassen?
Frisch gewichst: Der gröbste Schreibfehler im Norden.
Hans Wilhelm Fick hat einen Supermarkt (🎶 i‑a-i-a‑o 🎵) und versilbert seinen Namen zum Unmut von Puritanern:
Im Internet haben Fotos von Mitarbeiter-T-Shirts des Busdorfer Edeka-Marktes aktuell heftige Diskussionen ausgelöst(…) [, weil] auf deren Rückseite gut leserlich die Aufschrift: „Der Beste Fick im Norden“ prangt.
Das würde mich auch ärgern, hätte ich einen eigenen Supermarkt und dann ginge nahezu das komplette Werbebudget für einen Text mit Schreibfehler drauf; es muss natürlich „Der beste Fick im Norden“ heißen.
Feuchte Träume ohne Basis
Es handle sich um „feuchte Träume“, aber die SPD, versprach Saskia Esken bereits 2019, werde „das nicht mitmachen“:
Ich lehne #Staatstrojaner in Händen der Dienste auch dann ab, wenn Berufsgeheimnisträger ausgeschlossen wären.
Das geht einfach gar nicht.
Jetzt könnte man vermuten, dass die SPD – wie so oft – sich darauf zurückzieht, dass der Koalitionspartner es aber leider so will. Dem sei aber nicht so, denn selbst die SPD habe verstanden, dass es im Volk gar nicht gut ankommt, wenn sie in der Regierung gar nicht als eigenständige Partei auffällt, weshalb man „keine Basis“ für eine weitere Zusammenarbeit sehe, informierte die SPD-Covorsitzende vorletzte Woche:
Die SPD-Vorsitzende räumte ein, dass die Leistungen der SPD in den Koalitionen auf Landes- und Bundesebene zu wenig sichtbar geworden seien. „Das ist das Phänomen der Mitregierung, der sogenannten Juniorpartner, das wir immer wieder erleben.“ Deshalb müsse deutlicher hervorgehoben werden, dass es „einen Unterschied macht, wenn die SPD mitregiert“.
Das sieht in der Praxis übrigens so aus:
Die Bundespolizei soll Staatstrojaner gegen Personen einsetzen, die noch gar keine Straftat begangen haben. Darauf haben sich SPD und Union im Bundestag geeinigt, übermorgen wollen sie das Gesetz beschließen. Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken hatte eigentlich angekündigt, das „auf keinen Fall“ mitzutragen.
(Allergikerwarnung: „Netzpolitik.org“.)
Ein „Planet ohne Affen“ drohe die Erde zu werden, las ich anderswo. Schön, dass die SPD sich wenigstens dieses Problems aufrichtig annimmt. Aber müssen die unbedingt auch Wahlrecht bekommen?
Apropos unappetitlich: „Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier betrachtet die zunehmende Säkularisierung der Gesellschaft offenbar als Bedrohung.“ Ding-dong!
Das mit den Fähnchen.
Da ich jüngst einen Supermarkt von innen sah, habe selbst ich, dessen Fähigkeit zum Ausblenden langweiliger Ereignisse ich für geschärft gehalten hatte, mitbekommen, dass demnächst wieder – überwiegend vor Fernsehern – kistenweise ungesunder Kram („bewusste Ernährung“, schlägt der aktuelle ALDI-Prospekt direkt nach einer Doppelseite Dosenbier vor) konsumiert werden wird, während auf der anderen Seite des Fernsehers Fremde für zu viel Geld einem langweiligen Sport nachgehen; Darts oder Golf oder so. Wer wohl dieses Jahr Leberschadenweltmeister wird? ‘Das mit den Fähnchen.’ weiterlesen »








