PolitikIn den Nachrichten
Lei­stungs­schutz­recht: Es tut mir leid!

Für mich

war

all das nur ein

Run­ning Gag, der

wit­zig gemeint

war. Ich

konn­te nicht ahnen, dass

die SPD

mei­ne harm­lo­sen Scher­ze

zum Anlass neh­men wür­de,

ein belieb­tes Hob­by

noch stär­ker als bis­her zu

kri­mi­na­li­sie­ren:

Online­dien­ste dürf­ten Bil­der laut dem Ent­wurf nur in einer Grö­ße von 128 mal 128 Pixel dar­stel­len, Video- und Audio­aus­schnit­te dürf­ten nicht län­ger als drei Sekun­den sein. (…) Nut­ze­rin­nen und Nut­zer dürf­ten auf Platt­for­men wie Face­book oder Twit­ter kei­ne län­ge­ren Text­aus­schnit­te mehr ver­brei­ten, weil sie dort öffent­lich ein­seh­bar sind[.]

Damit ist die

sar­ka­sti­sche

Betrach­tung von

Wahl­er­geb­nis­sen der SPD

für unser­eins

nahe­zu unmög­lich gewor­den.

Ich bit­te um zahl­rei­che

Nach­sicht und

rate zur Vor­sicht:

Die SPD ist

anschei­nend sehr,

sehr nach­tra­gend.

(Quel­len: Ver­schie­de­ne.)

PolitikNetzfundstücke
Kli­ma­fran­zo­sen // Kolo­ni­al­ver­ges­sen­heit

Aus­nahms­wei­se mal gut infor­miert ein ZDF-Kor­re­spon­dent:

Das EU-Par­la­ment, das den Kli­ma­not­stand aus­rief…
– reist heu­te mit Tau­sen­den Abge­ord­ne­ten und Mit­ar­bei­tern von Straß­burg nach Brüs­sel zurück
– lässt jeden Monat 120 Limou­si­nen (teils leer) hin- und her­fah­ren
– pro­du­ziert 110 Mio € Rei­se­ko­sten und bis 20.000 Ton­nen CO2 jähr­lich

Frank­reich – Inha­ber Straß­burgs – fin­det das gut, ich wie­der­um fin­de aber­mals den wei­te­ren Ver­bleib in der Euro­päi­schen Uni­on über­den­kens­wert.


Gewohnt schlecht infor­miert ist der ehe­ma­li­ge Außen­mi­ni­ster der noch ehe­ma­li­ge­ren SPD, die zwar an 1945 immer­fort zu den­ken vor­gibt, aber bereits die schie­re Exi­stenz des Reichs­ko­lo­ni­al­am­tes bis 1943 eben­so ein­fach wegt­wit­tert wie die Treib­mit­tel hin­ter den SPD-Waf­fen­ex­por­ten in Kriegs­ge­bie­te, näm­lich Waf­fen & Geld:

Wir haben stär­ke­res als Waf­fen & Geld: Legi­ti­mi­tät! Wir waren nicht am Liby­en-Krieg betei­ligt u. nie Kolo­ni­al­staat.

Wer hat Sig­mar Gabri­el eigent­lich legi­ti­miert?

PolitikIn den Nachrichten
Iwan des Tages: Wie gut lügt der Wis­sen­schaft­li­che Dienst?

Nach den qua­li­täts­me­di­a­l­jour­na­li­stisch wert­vol­len Erkennt­nis­sen von Car­sten Luther („ZEIT“)

[Die] Mit­strei­ter des Bel­ling­cat-Recher­chen­etz­werks haben viel gelei­stet, um rus­si­sche Pro­pa­gan­da und Falsch­in­for­ma­tio­nen zu ent­lar­ven. Wie gut lügt der Kreml?

… und Chri­sti­an Weis­flog („NZZ“)

Dass auch Sol­da­ten der regu­lä­ren rus­si­schen Armee in der Ost­ukrai­ne kämp­fen, ist längst kein Geheim­nis mehr.

… lässt sich aus der Stel­lung­nah­me der Wis­sen­schaft­li­chen Dien­ste

Ein Sach­stand der Wis­sen­schaft­li­chen Dien­ste des Bun­des­tags zur „rus­si­schen Ein­fluss­nah­me im Don­bass-Krieg“, der am 9. Dezem­ber vor­ge­legt wur­de, hat bis­lang wenig Beach­tung gefun­den. Das mag auch dem Umstand geschul­det sein, dass sei­ne Erkennt­nis­se nicht nur die Poli­tik der EU und der Nato nicht stüt­zen, son­dern auch medi­en­kri­tisch sind. (…) Auf­fäl­lig ist zwar, dass der Dienst aus­schließ­lich Medi­en wie Spie­gel, Zeit oder Deutsch­land­funk oder die Stif­tung Wis­sen­bschaft und Poli­tik (SWP) oder die Inter­na­tio­nal Cri­sis Group zitiert, die auch von der rus­si­schen Trup­pen­prä­senz oder von einer rus­si­schen Mili­tär­ope­ra­ti­on in der Ost­ukrai­ne am Beginn des bewaff­ne­ten Kon­flikts gespro­chen haben. Aber er kommt dann doch zu dem Schluss, (…) dass nichts wirk­lich belegt ist, son­dern es sich weit­ge­hend um Spe­ku­la­tio­nen han­delt[.]

… wohl nur eines fol­gern: Der Rus­se finan­ziert Sepa­ra­ti­sten in den Wis­sen­schaft­li­chen Dien­sten, um mit Mei­nungs­ro­bo­tern und bezahl­ten Trol­len die Inte­gri­tät der Pres­se zu Fall zu brin­gen. Ver­damm­ter Putin!

PolitikIn den Nachrichten
Kurz ange­merkt zur Klar­na­men­pflicht

Das wesent­li­che Pro­blem des Vor­sto­ßes Wolf­gang Schäubles, Bun­des­tags­prä­si­dent die­ses von einer digi­tal inkom­pe­ten­ten Bun­des­re­gie­rung gebeu­tel­ten Lan­des, man möge auf Anre­gung der Bun­des­ju­stiz­mi­ni­ste­rin (SPD, natür­lich) stär­ker gegen „Hass im Netz“ vor­ge­hen, indem künf­tig jeder – auch die­je­ni­gen, die eher als Opfer aus­ge­sucht wer­den dürf­ten – dazu ver­pflich­tet wer­den soll, Essens­fo­tos, öden Pop­müll und/oder Hit­ler­bild­chen nur noch nach Anga­be ladungs­fä­hi­ger Anschrift des bür­ger­li­chen Namens in „sozia­le Netz­wer­ke“ rein­spei­en zu dür­fen, wird dem geneig­ten Beob­ach­ter bereits in dem Moment klar, in dem er sich des Umstan­des bewusst wird, dass Wolf­gang Schäub­le bis­her noch jede sei­ner das freie Mit­ein­an­der der Bür­ger behin­dern­den Beglückungs­ideen unter sei­nem ech­ten Namen in Poli­tik und Medi­en ein­ge­bracht hat, ohne jemals auch nur die gering­ste juri­stisch ver­häng­te Stra­fe dafür zu erhal­ten oder gar antre­ten zu müs­sen, was hin­rei­chend aus­führ­lich doku­men­tie­ren soll­te, dass kein ein­zi­ges ent­fern­tes Feld zur frei­en Namens­ein­ga­be einen Schur­ken jemals dar­an hin­dern kann, Schur­ke­rei­en zu betrei­ben.

In den NachrichtenMontagsmusik
Tor­toi­se – TNT (live)

Besser als Teeei: Teeeule.Es ist Mon­tag. Man­che EDV-Ent­wick­lun­gen sind der­ma­ßen bedrückend, da gibt sogar Fefe auf. Wenn die Cloud das klein­ste Übel wird, kann man den Laden eigent­lich nur noch abrei­ßen und Bäu­me drauf pflan­zen. So beginnt man eine Woche doch gern!

Apro­pos Inter­net: Gwy­neth Palt­row ver­scher­belt neu­er­dings eine Ker­ze, die nach ihrer Vagi­na riecht. Ich weiß nicht, was ich davon hal­ten soll, aber bin davon über­zeugt, dass ich jedes wei­te­re Ange­bot, in die Nähe von Gwy­neth Palt­rows Vagi­na zu gera­ten, lie­ber aus­schla­gen soll­te. Die Ker­ze sei im Übri­gen aus­ver­kauft, behaup­tet das Inter­net. Kann ich die Zeit vor der Digi­ta­li­sie­rung noch mal sehen?

Schlech­te Nach­rich­ten für die pan­eu­ro­päi­sche Pira­ten­par­tei, in deren Bun­des­vor­stand seit einer Wei­le auch eine Ver­tre­te­rin von Extinc­tion Rebel­li­on her­um­tol­len darf: In Groß­bri­tan­ni­en wird Extinc­tion Rebel­li­on jetzt als Ter­ror­or­ga­ni­sa­ti­on ein­ge­stuft. Ich fin­de das gut, bedau­re aber ein wenig, dass ich eine schär­fe­re Ter­ror­ge­setz­ge­bung mit Über­wa­chung und so wei­ter nach wie vor für eine aus­ge­spro­chen beknack­te Idee hal­te. Die außer­ge­wöhn­lich beklopp­te Ent­gel­dungs-SPD hat der­weil vor Gericht ver­lo­ren: Pfand­fla­schen­sam­meln wird nicht mehr auf Hartz IV ange­rech­net. Man müs­se Sozia­lis­mus nur mal rich­tig machen, kol­por­tiert der lin­ke Flü­gel der SPD. Mein­ten sie das damit?

Kur­ze Durch­sa­ge vom Deutsch­land­funk: Com­pu­ter­spie­le unter­drücken Frau­en, weil die­se in ihnen oft als sexy dar­ge­stellt und objek­ti­fi­ziert wer­den und nahe­zu nie­mals eine Haupt­rol­le in einem Spiel bekom­men. Der „femi­ni­sti­sche Akti­vist und Autor“ Jens van Tricht, der, wäre er statt­des­sen Män­ner­recht­ler, ver­mut­lich einen „Incel“ – also jeman­den, der nicht ran­ge­las­sen wird – geschol­ten wür­de, stimmt ein: „Patri­ar­cha­li­sche Vor­stel­lun­gen“ in Com­pu­ter­spie­len sei­en „die Ursa­che für (…) poli­ti­sche Pro­ble­me – bis hin zu Armut, Gewalt und Krie­gen“. Wir hät­ten den 2. Welt­krieg also ganz ein­fach ver­hin­dern kön­nen, indem wir recht­zei­tig auf­rei­zen­de Frau­en­fi­gu­ren in Com­pu­ter­spie­len ver­bo­ten hät­ten. Ver­dammt!

Ver­hin­dern wir wei­te­re Eska­la­tio­nen also statt­des­sen mit dem, was am besten beru­higt: Musik.

Tor­toi­se | TNT Full Set | Mid­win­ter 2019

Guten Mor­gen.

KaufbefehleMusikkritik
Kurz­kri­tik: Mir­rors For Psy­chic War­fa­re

Mirrors For Psychic WarfareLan­ge nichts mehr über Musik geschrie­ben.

2016 ver­öf­fent­lich­te Scott Kel­ly (unter ande­rem als Mit­glied von Neu­ro­sis bekannt) zusam­men mit San­ford Par­ker (mir bis­her gar nicht bekannt) eines von bis­her zwei Alben unter dem Duo­pro­jekt­na­men Mir­rors For Psy­chic War­fa­re, näm­lich das un- bzw. eigen­be­nann­te Debüt­al­bum (Amazon.de, Band­camp, TIDAL). Als Teil die­ses Duos macht er mal was ande­res, näm­lich Musik spie­len, die zwi­schen Post­punk, Indu­stri­al, Noi­se und Ambi­ent den ver­mut­lich idea­len Mit­tel­punkt gefun­den hat: Mal laut kla­gend („CNN WTZ“), meist beschwö­rend repe­ti­tiv („A Thorn To See“) klingt unbe­stimm­tes Unheil an, beglei­tet vor allem von stets zuge­ge­nem Schlag­zeug und einem hoch­ge­re­gelt ver­zerr­ten Gitar­ren-sound. Auf der Band­camp­sei­te steht „Folk“ in den tags. Das Volk möch­te ich sehen!

„Nicht zu mor­bi­de“ sei das Album, befand das Inter­net, die Stim­mung aber sei „bedrückend“. Dem schlie­ße ich mich an: Fröh­li­che Hüpf­pop­mu­sik ist das hier wahr­lich nicht. Aber gefäl­lig ist es schon, doch.

A Thorn to See

Den Nach­fol­ger gibt es hier.

In den NachrichtenWirtschaft
Brüs­se­ler Prio­ri­tä­ten

Der bal­di­ge EU-Aus­tritt der Ver­ei­nig­ten König­reichs zwingt die Euro­päi­sche Uni­on zu schnel­lem Han­deln: Wirt­schaft­lich geht das bri­ti­sche Volk ein hohes Risi­ko ein. Wie Pres­se­agen­tu­ren berich­ten, wird sich die Euro­päi­sche Uni­on daher in den ersten Ver­hand­lun­gen mit dem Ver­ei­nig­ten König­reich auf den wich­tig­sten Punkt kon­zen­trie­ren: Auf ein Han­dels­abk- gemein­sa­me Über­wa­chung des Vol­kes.

Den Auf­bau neu­er Struk­tu­ren der Zusam­men­ar­beit und die künf­ti­ge Part­ner­schaft im Kampf gegen Ver­bre­chen und Ter­ro­ris­mus nann­te [EU-Unter­händ­ler] Bar­nier als Punkt eins und zwei, ein Han­dels­ab­kom­men als drit­ten Punkt.

Wenn sie kein Brot haben, sol­len sie halt Staats­tro­ja­ner essen.

Netzfundstücke
Lusti­ge Beru­fe (5)

Heu­te: Staat­lich geprüf­ter Influen­cer.

Die Rosa-Luxem­burg-Stif­tung möch­te ange­hen­de Medi­en­ak­ti­vi­sten und Influen­cer in spe ein­la­den, um die Ergeb­nis­se der Stu­die «Von lin­ken Influen­cern ler­nen» mit den Autoren Dani­el Mar­wecki und Mari­us Liedt­ke zu dis­ku­tie­ren und pas­sen­de Wei­ter­bil­dungs­an­ge­bo­te zu ent­wickeln.

(Zitat auto­ma­tisch ent­sternt)

Die Rosa-Luxem­burg-Stif­tung wird von meh­re­ren Mini­ste­ri­en finan­zi­ell unter­stützt – womit wie­der ein­mal gilt: Mit der rich­ti­gen Aus­bil­dung kann man in Deutsch­land alles wer­den! 8)

In den NachrichtenWirtschaft
Manö­ver­kri­tik: Fahr­schein­freie Rüpe­lei­en

Im Prin­zip wäre zu der Nach­richt, dass ein paar Fahr­schei­nigno­ran­ten natür­lich in Ber­lin angeb­lich drei ‑kon­trol­leu­re ange­grif­fen haben, weil die­se es gewagt haben, ihrer natür­lich schlecht bezahl­ten Arbeit nach­zu­ge­hen, mit einem Wort alles gesagt:

Des­halb gel­te die­se Paro­le: „Helft euch gegen­sei­tig den Kon­trol­let­tis zu ent­kom­men! Für den Nah­ver­kehr muss mensch nicht bezah­len.“

Doch.

Aber weil hin­ter die­ser Nach­richt viel mehr Inhalt steckt, möch­te auch ich mich aus­nahms­wei­se zu mehr Inhalt hin­rei­ßen las­sen.

Dass weder Dienst­lei­stungs­an­ge­stell­te noch ‑erschlei­cher auf­grund einer Mei­nungs­ver­schie­den­heit bezüg­lich der anfal­len­den Kosten ver­dro­schen wer­den soll­ten, bedarf auf die­ser Sei­te kei­ner wei­te­ren Erläu­te­rung. Die Leser des „links­extre­mi­sti­schen Inter­net­por­tals“ („Tages­spie­gel“) „Indy­me­dia“, wie auch immer man sich ein „links­extre­mi­sti­sches Inter­net­por­tal“ vor­zu­stel­len hat, sind sel­ten auch Leser des mei­nen. Ein ent­schei­den­der Feh­ler zieht sich aber bereits seit min­de­stens 2013 durch die Bericht­erstat­tung: Ein kosten­lo­ser Nah­ver­kehr wird von kaum jeman­dem ange­strebt, denn Kosten fal­len immer an. Ein fahr­schein­frei­er Nah­ver­kehr hin­ge­gen, also einer, des­sen anfal­len­de Kosten von den Pas­sa­gie­ren anders als über den Kauf von Fahr­schei­nen gedeckt wer­den, etwa über Steu­ern, könn­te gesell­schaft­lich wie auch wirt­schaft­lich für bei­de Sei­ten enor­me Vor­tei­le bie­ten.

In den Kom­men­ta­ren zu einer ande­ren Nach­richt zum The­ma, die ich lei­der gera­de nicht wie­der­fin­de, wird zu Recht dar­auf hin­ge­wie­sen, dass ande­re Län­der statt der Fahr­schein­kon­trol­len Absper­run­gen an ihren Bahn­sta­tio­nen hät­ten, durch die man nur mit einer gül­ti­gen Fahr­kar­te gehen kön­ne. In Lon­don gibt es aller­dings sowohl sol­che Absper­run­gen als auch Kon­trol­len; offen­bar wird der Wir­kung der Absper­run­gen selbst nicht getraut. Die Absper­run­gen wür­den aber, argu­men­tier­te man, dazu füh­ren, dass in Deutsch­land mit ihnen end­lich so etwas wie die herr­li­che Oyster Card der herr­li­chen Stadt Lon­don mög­lich wür­de. Die­se card ist eine Art Pre­paid­kar­te, die man anonym kau­fen und bar auf­la­den, anschlie­ßend ein­fach über­all im städ­ti­schen Nah­ver­kehr abfah­ren kann. Obwohl mir die Kosten für die Umrü­stung der bis­he­ri­gen Fahr­schein­au­to­ma­ten eben­so nicht ganz klar sind wie alle wei­te­ren Kosten und ich daher fast so unqua­li­fi­ziert zu einer ver­nünf­ti­gen Ein­schät­zung wie das „links­extre­mi­sti­sche Inter­net­por­tal“ bin, fin­de ich die­se Idee doch nicht unin­ter­es­sant: Das Ver­kehrs­un­ter­neh­men bekommt trotz­dem sein Geld, jetzt eben nur im Vor­aus – und das zeit­in­ten­si­ve Kau­fen von Fahr­kar­ten ent­fällt eben­so wie die Not­wen­dig­keit zur Kon­trol­le, weil das Ent­gelt beim Ver­las­sen des Ziel­bahn­steigs sowie­so auto­ma­tisch ent­rich­tet wer­den muss.

In Deutsch­land exi­stiert so etwas – lei­der noch mit Zwang zur Offen­le­gung einer Bank­ver­bin­dung – bis­her nur in Form der „Fle­xi­kar­te“ in Schwein­furt, von der nicht bekannt ist, ob sie die Bus­wirt­schaft der Stadt bereits zum Erlie­gen gebracht hat. Ist das nicht der Fall, so spricht eigent­lich nichts dage­gen, die­ses Kon­zept deutsch­land­weit ein­zu­füh­ren.

Eigent­lich.


Hihi: „Die­sel­be Bun­des­re­gie­rung, die vor weni­gen Tagen brav die Klap­pe gehal­ten hat­te, als die USA ein ira­ni­sches Regie­rungs­mit­glied mit einem Luft­schlag ermor­de­te, hat nun den Gegen­an­griff Irans aufs Schärf­ste ver­ur­teilt.“

In den NachrichtenPolitik
„Das ist alles nur Kunst, eo, eo.“

Ist das Dieb­stahl oder kann das weg?:

Polit­ak­ti­vi­sten haben aus zahl­rei­chen Kir­chen bun­des­weit zwei der drei Hei­li­gen Köni­ge aus den dor­ti­gen Weih­nachts­krip­pen ent­fernt. (…) Die Grup­pe, die sich als Künst­ler­kol­lek­tiv „Aus­ge­grenzt“ bezeich­net, will damit nach eige­nen Anga­ben auf die gra­vie­ren­de huma­ni­tä­re Not­la­ge in den Flücht­lings­la­gern an den euro­päi­schen Außen­gren­zen auf­merk­sam machen.

Das ist eine gera­de­zu vor­bild­li­che Akti­on, die hof­fent­lich Schu­le macht. Ich emp­feh­le die Grün­dung eines Künst­ler­kol­lek­tivs namens „Lächeln und Win­ken“, das in Frank­reich die – oder wenig­stens eine – „Mona Lisa“ ent­fernt, um damit auf die fran­zö­si­sche Sicher­heits­po­li­tik auf­merk­sam zu machen, die wirk­lich nicht zum Lächeln ist. Anschlie­ßend rege ich an, ein paar Mer­ce­des­s­ter­ne und/oder Außen­spie­gel von den Autos von WDR-Mit­ar­bei­tern zu ent­fer­nen, um damit gegen die­se Art von Bericht­erstat­tung zu pro­te­stie­ren. Man kann sie ja danach wie­der zurück­ge­ben.

Das wäre sicher­lich etwas für das Föje­tong – ist ja dann Kunst.

In den NachrichtenMontagsmusik
Col­lap­se Under The Empire – Bey­ond Us // Gesichts­er­ken­nung für die Bahn!

>:(Es ist Mon­tag. Die USA haben im Irak einen Ter­ror­an­schlag ver­übt. Wo blei­ben die Gra­tis­kon­zer­te? Ande­rer­seits: Die spie­len da eh nur Schund. Das hat das Jahr 2020 nicht ver­dient. Bis jetzt. Die „Neue Zür­cher Zei­tung“ fand unter­des­sen her­aus, das olle Gebal­ze via Tin­der mache müde. Ich emp­feh­le auf müde Men­schen zu ach­ten. Man kann sie mit die­ser Infor­ma­ti­on künf­tig sicher­lich treff­lich necken.

Ein biss­chen Poli­tik zum Run­ter­kom­men: Unter ande­rem an 135 Bahn­hö­fen soll, wie man auf „SPIEGEL ONLINE“ (will nicht ver­linkt wer­den) lesen kann, bald die Bun­des­po­li­zei auto­ma­ti­sche Gesichts­er­ken­nung aus­üben dür­fen. Ich begrü­ße die­se Ent­schei­dung, möch­te nur die Ver­ant­wor­tung woan­ders hin­schie­ben: Auf den (etwas bes­se­ren) Bahn­Cards muss ohne­hin ein Foto des Besit­zers drauf sein, weil isso. Könn­te man das nicht mit einer Sitz­platz­re­ser­vie­rung ver­bin­den, so dass das System auto­ma­tisch wahr­nimmt, dass der Reser­viert­ha­ben­de da sitzt, wo er sit­zen woll­te, und für den Rest der Fahrt in Ruhe gelas­sen wird? Das wür­de auch das Pro­blem lösen, dass Bahn­Card-100-Kun­den vom „Kom­fort-Check-In“ (allein das Wort schon!) aus­ge­schlos­sen blei­ben. Bei der Bun­des­po­li­zei aller­dings hat ein sol­ches System nichts zu suchen. Bahn­kun­den, die ihren Zug blö­der­wei­se ver­passt haben und/oder fest­stel­len, dass er zu spät kommt und/oder ganz aus­fällt, wer­den der Gesichts­er­ken­nung andern­falls ver­mut­lich als aggres­siv und gefähr­lich erschei­nen. Das wär’s ja noch: Erst kriegt man auf­grund unge­wöhn­lich nor­ma­ler Tem­pe­ra­tu­ren sei­nen Zug nicht, kann daher einen womög­lich wich­ti­gen Ter­min nicht wahr­neh­men und wird dann auch noch sicher­heits­hal­ber elek­tro­ge­schockt, weil man dar­über an einem öffent­li­chen Ort miss­mu­tig reagiert hat. Dan­ke, Merk See­ho­fer!

Wenig­stens in Ber­lin ist bald alles in bester Ord­nung: Man möch­te mit der Kri­mi­na­li­tät end­lich kur­zen Pro­zess machen und mehr Falsch­par­ker bestra­fen. Soll ja kei­ner sagen, dort wür­de gegen die Orga­ni­sier­ten nichts unter­nom­men! – Apro­pos kri­mi­nell: An der Cam­bridge-Ana­ly­ti­ca-Sache, berich­te­te der „Guar­di­an“, sei­en 68 Staa­ten betei­ligt. Ins­ge­samt kann man also getrost davon aus­ge­hen, dass dem­nächst der Fall für die Medi­en abge­schlos­sen sein wird: Es war (auch) der Rus­se!

Kei­nes­wegs der Rus­se, son­dern der Ham­bur­ger war aber dies­mal der mit der Musik.

Col­lap­se Under The Empire – Bey­ond Us

Guten Mor­gen.

PolitikIn den Nachrichten
Medi­en­kri­tik in Kür­ze: Papier­ne Auf­mus­ke­lung

Ange­sichts der Vor­komm­nis­se in Leip­zig-Con­ne­witz an Sil­ve­ster, im Ver­lauf derer irgend­wel­che Kra­wall­hei­nis irgend­wel­chen Poli­zi­sten wegen deren gewähl­ten Berufs Scha­den zuge­fügt haben, dröhn­te Jan Fed­der­sen mit min­de­stens einem Neo­lo­gis­mus in die „taz“ rein:

Schon vor dem Jah­res­wech­sel hat­ten bei­de Sei­ten auf­ge­mus­kelt.

Denn wäh­rend die eine Sei­te mit Aggres­si­on um sich warf wie Schim­pan­sen mit ihrem Kot …

Bereits am Sonn­tag brann­ten auf einem Leip­zi­ger Poli­zei­ge­län­de meh­re­re Autos und ein Strom­ver­tei­ler­ka­sten. In einem Beken­ner­schrei­ben heißt es, die „Schwei­ne“ hät­ten zu Sil­ve­ster eine Fal­le für Auto­no­me vor­be­rei­tet. „Daher haben wir Sil­ve­ster ein paar Tage vor­ver­legt.“

…, tat die ande­re Sei­te Unge­heu­er­li­ches:

Die Poli­zei wie­der­um ver­teil­te schon vor der Sil­ve­ster­nacht Flug­blät­ter in Con­ne­witz, in denen sie einen „Poli­zei­ein­satz zur Gewähr­lei­stung der öffent­li­chen Sicher­heit“ ankün­dig­te. Am Abend dann krei­ste sie mit einem Hub­schrau­ber über dem Stadt­teil und führ­te laut Augen­zeu­gen ver­dachts­un­ab­hän­gi­ge Kon­trol­len durch. Am Ende stand die erwar­te­te Eska­la­ti­on.

Nicht nur gab es unpro­vo­zier­te Per­so­nen­kon­trol­len in die­sem offen­bar völ­lig fried­li­chen Gebiet – es wur­den auch Flug­blät­ter ver­teilt. Aus Papier! Wofür Bäu­me ihr Leben las­sen muss­ten! Und das in unse­rer kli­ma­freund­li­chen Zeit!

Jetzt gehen die­se Schwei­ne echt zu weit. :mad:

Netzfundstücke
Reli­gi­on (abschlie­ßend)

Land­ge­richt Aschaf­fen­burg, 21. April 1978:

Bei den Ange­klag­ten, die sämt­lich fest an eine per­so­na­le Exi­stenz des Teu­fels glaub­ten, kon­sta­tiert das Gericht eine erheb­li­che Ver­min­de­rung ihrer Ein­sichts­fä­hig­keit i.S.v. § 21 StGB.

§ 21 StGB:

Ist die Fähig­keit des Täters, das Unrecht der Tat ein­zu­se­hen oder nach die­ser Ein­sicht zu han­deln, aus einem der in § 20 bezeich­ne­ten Grün­de bei Bege­hung der Tat erheb­lich ver­min­dert, so kann die Stra­fe (…) gemil­dert wer­den.

§ 20 StGB:

Ohne Schuld han­delt, wer bei Bege­hung der Tat wegen einer krank­haf­ten see­li­schen Stö­rung, wegen einer tief­grei­fen­den Bewußt­seins­stö­rung oder wegen Schwach­sinns oder einer schwe­ren ande­ren see­li­schen Abar­tig­keit unfä­hig ist, das Unrecht der Tat ein­zu­se­hen oder nach die­ser Ein­sicht zu han­deln.

Man las­se daher Vor­sicht im Umgang mit beken­nen­den Chri­sten wal­ten: Es könn­te sich um juri­stisch Schwach­sin­ni­ge han­deln.