In den NachrichtenNerdkrams
Lie­gen­ge­blie­be­nes vom 20. Okto­ber 2021

In Meck­len­burg-Vor­pom­mern klicken Ver­wal­tungs­mit­ar­bei­ter alles an, was wie ein Link aus­sieht; oder, wie die dpa es nennt: Cyber­an­griff. Ich bin ja auf dem Weg nach Hau­se heu­te auch ange­grif­fen wor­den: Man hat mich zwar nicht um einen Klick auf einen Link gebe­ten, aber nach ein paar Euro für was zu essen gefragt. Die­se Cyber­block­chain­hacker haben es echt auf mich abge­se­hen.

(Grü­ße gehen raus an den spa­ßi­gen Zeit­ge­nos­sen, der pene­tra­ti­ons­te­stend und mei­nen Post­ein­gang inso­fern enorm belä­sti­gend mal gucken woll­te, ob eins mei­ner hier ver­füg­ba­ren PHP-Scripts viel­leicht eine Sicher­heits­lücke haben könn­te. Na – fün­dig gewor­den?)


Host­na­me der Woche: *.netmeister.org.


Rot-Rot-Grün: „Groß­ver­mie­ter ent­eig­nen!“
Ber­li­ner: „Jawohl!“
Rot-Rot-Grün: „Nein.“


Die Schlan­ge am Tre­sen in der Schul­kan­ti­ne ist zu lang? Tol­ler Lösungs­vor­schlag: Gesichtserkennung!!1!


Die CSU kurz erklärt: Jeder drit­te Bay­er haut sei­nem Kind ger­ne mal eine run­ter.

In den NachrichtenMontagsmusik
Kurus­hi­mi – The Myste­ries of Cha­os // E.T.-Feminismus

🎵 No-one knows what it's like ... 🎶 (BY-NC-ND 2.0 Timothy K Hamilton, Flickr)Es ist Mon­tag. Die gute Nach­richt der Woche: Unser aller Geld­ver­mö­gen steigt erneut. End­lich kann ich mir einen Pan­da­bä­ren lei­sten! – Oder sind mit „den Deut­schen“ etwa gar nicht alle gemeint? Ähm, äh – hin­ter euch! Eine zwei­köp­fi­ge Schild­krö­te!

Völ­lig über­ra­schend stellt sich her­aus, dass es kein grö­ße­res Risi­ko für den eige­nen Daten­schutz gibt als Rekla­me im Web. Wäh­rend Gopher, Use­net und IRC noch davon aus­ge­nom­men sind, gilt für den Kram im Web­brow­ser somit mehr denn je: Wer Wer­bung blockiert, der mag bei denen, die ernst­haft anneh­men, das kosten­lo­se Anbie­ten einer Web­site ver­pflich­te die Besu­cher zur Spen­de, finan­zi­ell Ein­bu­ßen ver­ur­sa­chen; wer es aber nicht tut, der ist schön blöd. (Apro­pos: Demi Lova­to sagt, das Wort „Ali­en“ dis­kri­mi­nie­re Außer­ir­di­sche. Hof­fent­lich haben die kein Twit­ter.) – Auch völ­lig über­ra­schend: Gil Ofa­rim hat (ver­mut­lich) gelo­gen. Wie das so ist: Je empör­ter die Empö­re­ria sich empört, desto lei­ser ver­pufft das ver­meint­li­che Übel. Scha­de um die schö­nen Spruch­ban­ner vor dem Hotel und die vie­len Paro­len drauf. Jetzt hat man sich ganz umsonst auf­ge­regt.

Ein Blick in die Ver­ei­nig­ten Staa­ten: Der amtie­ren­de Prä­si­dent von dort – viel bes­ser als Trump – sperrt Whist­le­b­lower auch wei­ter­hin ins Zucht­haus. Land of the free. Home of the Murks.

Kein Murks: Jazz.

The Myste­ries of Cha­os

Guten Mor­gen.

Netzfundstücke
Cyber­son­die­run­gen gegen Links (Nach­trag)

Fefe (kor­rek­ter­wei­se):

Erst haben sie Hacken ver­bo­ten, dann Hacker­tools ver­bo­ten, dann offe­ne WLANs mit dem Urhe­ber­recht weg­ge­schos­sen. Stu­di­en­ge­büh­ren ein­ge­führt. Tja und dann stell­te sich völ­lig über­ra­schend her­aus: Die exi­stie­ren­den Leu­te mit Fach­kom­pe­tenz wol­len die­sem Scheiß­staat nicht frei­wil­lig hel­fen, nicht mal bezahlt. Den Nach­wuchs hat die Regie­rung ja mit den gan­zen Maß­nah­men abge­trie­ben. Völ­lig über­ra­schend ist man jetzt ein Land der Ahnungs­lo­sen, die Regie­rung muss ihre Staats­tro­ja­ner (und Fire­walls und Rou­ter) im Aus­land kau­fen, und sämt­li­che „Erkennt­nis­se“ sind unprüf­ba­res Hören­sa­gen aus den USA.

Der „Digi­tal­stand­ort“ („Wirt­schafts­Wo­che“ et al.) Deutsch­land ist zumin­dest ein Hort der „Sicher­heit“ (Wolf­gang Schäub­le, ande­rer Zusam­men­hang) – Unsi­cher­heit ist ja ver­bo­ten.

PolitikIn den Nachrichten
Cyber­son­die­run­gen gegen Links

Die DKP ist empört, denn das Son­die­rungs­pa­pier ist da. Die Hoff­nung, dass die FDP – anders als in einer „Jamaika“-Koalition, in der sie all­zu leicht der CDU/CSU zustim­men könn­te – im Bünd­nis mit SPD und Grü­nen inhalt­lich über­zeu­gen muss, erweist sich als zutref­fend:

Die digi­tal­po­li­ti­sche Stra­te­gie der Bun­des­re­gie­rung wird neu auf­ge­setzt (u.a. KI-Stra­te­gie, Daten­stra­te­gie, Block­chain-Stra­te­gie). (…) Wir wer­den in allen Berei­chen ent­schlos­sen gegen (…) Links­extre­mis­mus (…) vor­ge­hen, damit Viel­falt auch in glei­cher Sicher­heit für jede und jeden mög­lich ist.

Aus den von allen rele­van­ten Par­tei­en vor der Wahl ver­spro­che­nen Steu­er­sen­kun­gen für Nor­mal­ver­die­ner ist indes die For­mu­lie­rung gewor­den, man stre­be „kei­ne neu­en Sub­stanz­steu­ern“ an. Das ist ja fast das­sel­be. Immer­hin:

Anstel­le der bis­he­ri­gen Grund­si­che­rung (Hartz IV) wer­den wir ein Bür­ger­geld ein­füh­ren.

Soll­te die SPD es end­lich geschafft haben, sich aus dem über­gro­ßen Schat­ten der *blät­ter, papier­ra­schel* SPD zu lösen?


Die CDU stellt unter­des­sen fest:

„Es geht jetzt nicht nur dar­um, dass jemand an die Spit­ze der CDU kommt, der nicht nur am besten unse­re bür­ger­lich-kon­ser­va­ti­ven Wer­te ver­tritt“, son­dern der auch für ein „star­kes und moder­nes Nach­vor­ne­ge­hen in die Zukunft steht“.

Kon­ser­va­tiv-pro­gres­siv also. Gesund­heit!

PolitikIn den Nachrichten
Hoff­nung Dexit (8): Fax­num­mern gegen Ter­ro­ris­mus

Wäh:

Die EU erar­bei­tet zur­zeit eine Richt­li­nie zur Erhö­hung der Cyber­si­cher­heit (über­ar­bei­te­te NIS-Richt­li­nie, kurz „NIS 2“). Danach soll die Regi­strie­rung von Inter­net­do­main­na­men künf­tig die kor­rek­te Iden­ti­fi­zie­rung des Inha­bers in der Whois-Daten­bank ein­schließ­lich Namen, Anschrift und Tele­fon­num­mer vor­aus­set­zen.

Dafür gestimmt hat natür­lich die SPD. Wenn es um das Erschwe­ren des rechts­si­che­ren Betriebs von Web­sites in Deutsch­land geht, ist die SPD grund­sätz­lich vorn dabei.

EU-Aus­tritt: Jetzt.

Alter­na­ti­ven: Kei­ne.

Es ist nicht alles schlecht in Groß­bri­tan­ni­en.

MusikkritikKaufbefehle
Kurz­kri­tik: Svart­sinn – Traces of Not­hing­ness

Svartsinn - Traces of NothingnessLan­ge nichts mehr über Musik geschrie­ben.

Wer hier gele­gent­lich mal mei­nen Musiktippskauf­be­feh­len folgt, der könn­te mein Fai­ble für frei­för­mi­ge Klang­land­schaf­ten ohne erkenn­ba­re Tak­te und Melo­dien bereits wahr­ge­nom­men haben (sie­he zum Bei­spiel „asia“ und „Tri Tone“). Hier­un­ter fällt auch „Traces of Not­hing­ness“, das 2003 raus­ge­kom­me­ne und 2021 neu auf­ge­leg­te Dritt­werk von Svart­sinn (Amazon.de, TIDAL, Band­camp).

Svart­sinn ist der Pro­jekt­na­me von Jan Roger Pet­ter­sen aus Trond­heim, Nor­we­gen, der seit 1999 „Dark & Obscu­re Ambi­ent“, wie er es nennt, auf­nimmt und ver­öf­fent­licht. „Svart­sinn“ sei Schwe­disch und hei­ße irgend­was mit Pes­si­mis­mus, behaup­tet das Inter­net. Name und Titel pas­sen in der Tat zur hier zu hören­den Musik. „Traces of Not­hing­ness“ ist eine musi­ka­li­sche Ein­öde. eine ver­ton­te ver­las­se­ne Fabrik­hal­le, eine Spur von Nichts eben; und somit genau das, was ich – wenig­stens manch­mal – mag.

Through Apa­the­tic Eyes

Kei­ne Ahnung, was das schon wie­der über mich aus­sagt.

In den NachrichtenMontagsmusik
Ille­ga­le Far­ben – Wie­der raus // Damals im Westen

Eulen- statt Hundebabys 2025! (CC BY-NC-ND Zoe Bowden, Flickr)Es ist Mon­tag. Was wir Pan­da­bä­ren­wert­schät­zer längst ahn­ten, wur­de bestä­tigt: Hun­de­ba­bys sind Wahl­kampf. Aber war­um wird dann (viel­leicht) ein komi­scher SPD-Hei­ni Kanz­ler und nicht das Hun­de­ba­by?

Bei den Grü­nen, die zum Teil das Wahl­al­ter auf 14 Jah­re sen­ken möch­ten, gel­te es als ver­zeih­lich, wenn man mit 14 Jah­ren unbe­dach­ten Unsinn ins Netz kübelt, las ich gestern. Man soll­te sich indes schon ent­schei­den, ob man mit 14 ein­fach noch zu unreif ist, um an sei­nen Taten gemes­sen zu wer­den, oder ob man mit 14 durch­aus über die Geschicke des Lan­des mit­be­stim­men soll­te. Ich hab‘ leicht reden: Es kur­sie­ren der­zeit irgend­wel­che uralten Zei­tungs­ar­ti­kel über mich, weil ich vor elf Jah­ren – kurz nach dem Ende mei­nes völ­li­gen poli­ti­schen Des­in­ter­es­ses und somit selbst nicht gera­de umsich­tig in diplo­ma­ti­schen Fra­gen, heu­te würd‘ ich man­ches sicher­lich anders machen – unbe­dach­ten Unsinn ins Netz gekü­belt habe, wenn­gleich ich damals nicht 14, son­dern [unle­ser­lich] Jah­re alt war. Viel­leicht soll­te ich ein­fach auch kein Wahl­recht haben. Ich bin mit der ver­füg­ba­ren Aus­wahl sowie­so nicht zufrie­den. Alle bescheu­ert, mich selbst ein­ge­schlos­sen.

Hihi: „Linux is only free if your time has no value“. Passt.

Apro­pos frü­her: Patrick Brey­er, der amtie­ren­de Euro­pa­par­la­men­ta­ri­er der Pira­ten­par­tei Deutsch­land, schlägt vor, sozia­le Netz­wer­ke und Mes­sen­ger und der­glei­chen zur „Inter­ope­ra­bi­li­tät“ zu zwin­gen, was letzt­lich bedeu­ten wür­de, dass zum Bei­spiel über Three­ma oder Signal ver­schlüs­selt ver­sen­de­te Nach­rich­ten auch von Whats­App-Nut­zern gele­sen wer­den kön­nen müss­ten; wie das rein tech­nisch funk­tio­nie­ren soll, ohne den Daten­schutz zu gefähr­den, schreibt er aber lie­ber nicht dazu. Das hat sicher­lich inter­es­san­te Grün­de. Eine Nach­fra­ge mei­ner­seits blieb jeden­falls bis­her unbe­ant­wor­tet oder wur­de über­se­hen. Man (zumin­dest: ich) weiß es nicht. – Oft über­se­hen auch: Das ver­damm­te Patri­ar­chat wird in rus­si­schen Gefäng­nis­sen zu Hun­der­ten ver­ge­wal­tigt. Böses rus­si­sches Macho­pa­tri­ar­chat. Sehr frau­en­feind­lich, so ins­ge­samt. Had­mut Danisch berich­tet aus West­deutsch­land: „Vor allem hat­te ich die Mög­lich­keit, die Frei­heit, völ­lig unpo­li­tisch zu blei­ben.“ Wahr, lei­der. Es war nicht alles schlecht.

Wäh­rend aller­dings vie­les – auch das Web – immer fürch­ter­li­cher wird, wird ande­res eigent­lich nur bizar­rer: Die „taz“ lässt Adri­an Lobe kla­gen, das Weg­ma­chen von Rekla­me im öffent­li­chen Raum demon­tie­re „auch einen Teil der Öffent­lich­keit“. Wer­bung, Waf­fe im Kampf um Kon­sum und Kapi­tal, ist jetzt links und sie aus­zu­blen­den kommt Unter­drückung gleich. Ob Marx (Karl, nicht Grou­cho) das gemeint hat?

Naja, Punk.

Ille­ga­le Far­ben – Wie­der raus (Video­clip)

Guten Mor­gen.

Netzfundstücke
الإله مات

Hen­ri­et­te Reker, Köl­ner Ober­bür­ger­mei­ste­rin, so:

Köln ist die Stadt der (reli­giö­sen) Frei­heit & Viel­falt. (…) Den Muez­zin-Ruf zu erlau­ben ist für mich ein Zei­chen des Respekts[.]

Sou­fi­an El Kha­ya­ri, „Nok­tara“, so:

[D]er Zen­tral­ver­band der Athe­isten [hat] an meh­re­ren Stand­or­ten in Köln Haus­dä­cher und Tür­me ange­mie­tet. Ehren­amt­li­che Mit­glie­der sol­len dann wie sie gera­de Lust und Lau­ne haben das athe­isti­sche Pen­dant eines Mina­retts bestei­gen, um laut­stark „Es gibt kei­nen Gott und das war’s auch schon!“ oder ande­re are­li­giö­se Aus­sa­gen über die Nicht­exi­stenz Got­tes und das abso­lu­te Ende nach dem Tod aus­zu­ru­fen.

Bereits Ende 2018 war Köln mehr­heit­lich nicht christ­lich. In eini­gen neu­heid­ni­schen Foren sieht es so aus, dass der Anteil an Neu­hei­den sich der­zeit über­pro­por­tio­nal erhöht. Das wird wit­zig, wenn die auch einen eige­nen Turm haben wol­len.

KaufbefehleMusikkritik
Kurz­kri­tik: God­speed You! Black Emper­or – G_d’s Pee AT STATE’S END!

G_d's Pee AT STATE'S END!Lan­ge nichts mehr über Musik geschrie­ben.

Ich hat­te es ja schon im Mai geschrie­ben: Wenn Mog­wai 2021 schon nicht über­zeu­gen kön­nen (deren aktu­el­les Album „As the Love Con­ti­nues“ ist der­ma­ßen belang­los, dass es mei­ne sonst recht hohen Qua­li­täts­an­sprü­che deut­lich unter­lau­fen wür­de, es in der Jah­res­end­be­sten­li­ste, an der ich, es ist ja schon Okto­ber, auch drin­gend mal arbei­ten soll­te, auch nur als abschrecken­des Bei­spiel auf­zu­li­sten), müs­sen es halt die Kana­di­er rich­ten.

Und sie rich­ten es bes­ser als je zuvor: „G_d’s Pee AT STATE’S END!“ (hör­bar auf Amazon.de, TIDAL und so wei­ter) – allein der Titel schon! – erfreut nach einer doch unge­wöhn­li­chen Ein­füh­rung Herz und Hirn des Postrock­be­gei­ster­ten mit dem, was God­speed You! Black Emper­or immer schon gemacht haben, näm­lich instru­men­ta­lem Aku­stik­ki­no ohne Scheu vor nicht elek­trisch ver­zerr­ten Instru­men­ten und unter Miss­ach­tung des zu oft geschrie­be­nen Geset­zes, man möge gefäl­ligst Laut und Lei­se abwech­seln.

Dar­an krat­zen zwar Stücke wie „First of the Last Gla­ciers“, sofern man den Beginn die­ses Stücks in einem Album der flie­ßen­den Über­gän­ge über­haupt aus­ma­chen kann, mit­un­ter, aber das Erfül­len von Erwar­tun­gen war noch nie eine Kom­pe­tenz in der guten Musik. God­speed You! Black Emper­or, gefühlt mit gestie­ge­nem Anteil an iri­scher Folk­mu­sik im Instru­men­ta­ri­um, zei­gen einen bild­lo­sen Film, eine Natur­do­ku­men­ta­ti­on ohne Effek­te eben­so wie (die Band ist als poli­tisch links bekannt) eine Gesell­schafts­kri­tik ohne Text, wenn­gleich gele­gent­li­che Kriegs­ge­räu­sche („GOVERNMENT CAME“ (9980.0kHz 3617.1kHz 4521.0 kHz)“, das, je nach Medi­um, ein Teil eines longtracks namens „GOVERNMENT CAME” (9980.0kHz 3617.1kHz 4521.0 kHz) / Cliffs Gaze / cliffs’ gaze at emp­ty waters’ rise / ASHES TO SEA or NEARER TO THEE“ ist oder auch nicht und des­sen Kilo­hertz­an­ga­ben mir bit­te irgend­je­mand erklä­ren soll­te, weil ich zu doof bin, dies­be­züg­lich erfolg­rei­che Recher­chen anzu­stel­len) zumin­dest Auf­schluss geben.

Und es funk­tio­niert.

“GOVERNMENT CAME” (9980.0kHz 3617.1kHz 4521.0 kHz)

Dan­ke, 2021!

NetzfundstückeMir wird geschlecht
Lie­gen­ge­blie­be­nes vom 7. Okto­ber 2021

Twit­ter will künf­tig dran­schrei­ben, wenn Unter­hal­tun­gen etwas hit­zig wer­den könn­ten. Da krieg‘ ich direkt schlech­te Lau­ne.


Uner­war­te­te Befür­wor­te­rin des gene­ri­schen Mas­ku­li­nums: Chri­sti­ne Lam­brecht, SPD.


Wäh­rend der beklopp­te CCC noch Ein­hör­ner und Welt­frie­den in Koali­ti­ons­ver­trä­ge schrei­ben las­sen will, ist der LOAD e.V. nebst ange­schlos­se­nen Par­tei­en schon wei­ter: „Mit einer deut­li­chen Mehr­heit hat sich das Euro­päi­sche Par­la­ment (…) gegen bio­me­tri­sche Mas­sen­über­wa­chung und für ein Ver­bot die­ser Prak­ti­ken inner­halb der Euro­päi­schen Uni­on aus­ge­spro­chen“; was sicher­lich fre­chen Unfug wie die Upload­fil­ter, die gleich­falls ohne das Euro­päi­sche Par­la­ment hier nicht in die­ser Form statt­fin­den müss­ten, kaum ver­ges­sen lässt, aber man muss soll­te ja auch mal die guten Sei­ten und so wei­ter und so fort.


Aus den Pres­se­be­rich­ten der bay­ri­schen Poli­zei von unge­fähr gestern: Eine Frau ging spa­zie­ren und erblick­te dabei einen Herrn, der sich in aller Ruhe am Weges­rand einen run­ter­ge­holt hat. Weil das puri­ta­ni­sche Bay­ern aber vom Kreuz regiert wird und Jesus es sicher­lich auch nicht wol­len wür­de, dass wert­vol­ler Samen vor eine Park­bank und nicht – wie sonst – in einen Mini­stran­ten gespritzt wird, muss­te sie schnell han­deln: „Umge­hend ver­stän­dig­te die 38-Jäh­ri­ge die Poli­zei“, die wer­den den Wich­ser schon krie­gen!

Kann ich das Patri­ar­chat noch mal sehen?


Aus den­sel­ben Pres­se­be­rich­ten: „Unbe­kann­ter ver­sprüht Reiz­stoff­spray in Schu­le; sie­ben Schü­ler leicht ver­letzt – Au“.

Au!


Die „EMMA“, eines der weni­gen Maga­zi­ne, das sich mal auf Tot­holz über mich beschwert hat, wird ent­we­der mir immer sym­pa­thi­scher oder ich wer­de ein­fach komisch im Alter (oder bei­des): Neu­lich brach­te sie einen Arti­kel über die Absur­di­tät der inner­par­tei­li­chen Quo­ten­re­geln der Grü­nen, die dem­nächst – ich sag’s ungern – ver­mut­lich wie­der blö­de in der Bun­des­re­gie­rung rum­sit­zen wer­den, dem ich voll­um­fäng­lich zustim­men muss kann. Gibt es so was wie Alters­fe­mi­nis­mus?


Ver­steh‘ ich nicht: Wer bestellt sich denn um 22:30 Uhr ein Penis­e­mo­ji?

Spaß mit Spam
Fluch

Mit obi­ger Über­schrift unti­ges im Post­fach gese­hen:

Mein Name ist Dr. Aya­ba, ich bin ein San­go­ma-Hei­ler und ein
Zau­ber­wir­ker, der natür­li­che Kräu­ter und Wur­zeln aus dem Wald
ver­wen­det, um Zau­ber und Medi­zin her­zu­stel­len, um alle Arten von
Krank­hei­ten und Krank­hei­ten zu hei­len und zu hei­len. Ich habe die­se
gro­ßen Kräf­te von mei­nen Vor­fah­ren geerbt, bevor sie star­ben. seit
mei­ner geburt bin ich auf­ge­wach­sen, um der mensch­heit zu hel­fen und
see­len vor dem lei­den hier auf erden zu ret­ten. Ich bin eine Frau zu
mei­nem Wort, ich habe nicht viel zu sagen, aber mei­ne Arbeit spricht
für mich auf der gan­zen Welt. Mai­len Sie uns jetzt

Und wahr­lich, die Arbeit spricht für sich.