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Ille­ga­le Far­ben – Wie­der raus // Damals im Westen

Eulen- statt Hundebabys 2025! (CC BY-NC-ND Zoe Bowden, Flickr)Es ist Mon­tag. Was wir Pan­da­bä­ren­wert­schät­zer längst ahn­ten, wur­de bestä­tigt: Hun­de­ba­bys sind Wahl­kampf. Aber war­um wird dann (viel­leicht) ein komi­scher SPD-Hei­ni Kanz­ler und nicht das Hun­de­ba­by?

Bei den Grü­nen, die zum Teil das Wahl­al­ter auf 14 Jah­re sen­ken möch­ten, gel­te es als ver­zeih­lich, wenn man mit 14 Jah­ren unbe­dach­ten Unsinn ins Netz kübelt, las ich gestern. Man soll­te sich indes schon ent­schei­den, ob man mit 14 ein­fach noch zu unreif ist, um an sei­nen Taten gemes­sen zu wer­den, oder ob man mit 14 durch­aus über die Geschicke des Lan­des mit­be­stim­men soll­te. Ich hab‘ leicht reden: Es kur­sie­ren der­zeit irgend­wel­che uralten Zei­tungs­ar­ti­kel über mich, weil ich vor elf Jah­ren – kurz nach dem Ende mei­nes völ­li­gen poli­ti­schen Des­in­ter­es­ses und somit selbst nicht gera­de umsich­tig in diplo­ma­ti­schen Fra­gen, heu­te würd‘ ich man­ches sicher­lich anders machen – unbe­dach­ten Unsinn ins Netz gekü­belt habe, wenn­gleich ich damals nicht 14, son­dern [unle­ser­lich] Jah­re alt war. Viel­leicht soll­te ich ein­fach auch kein Wahl­recht haben. Ich bin mit der ver­füg­ba­ren Aus­wahl sowie­so nicht zufrie­den. Alle bescheu­ert, mich selbst ein­ge­schlos­sen.

Hihi: „Linux is only free if your time has no value“. Passt.

Apro­pos frü­her: Patrick Brey­er, der amtie­ren­de Euro­pa­par­la­men­ta­ri­er der Pira­ten­par­tei Deutsch­land, schlägt vor, sozia­le Netz­wer­ke und Mes­sen­ger und der­glei­chen zur „Inter­ope­ra­bi­li­tät“ zu zwin­gen, was letzt­lich bedeu­ten wür­de, dass zum Bei­spiel über Three­ma oder Signal ver­schlüs­selt ver­sen­de­te Nach­rich­ten auch von Whats­App-Nut­zern gele­sen wer­den kön­nen müss­ten; wie das rein tech­nisch funk­tio­nie­ren soll, ohne den Daten­schutz zu gefähr­den, schreibt er aber lie­ber nicht dazu. Das hat sicher­lich inter­es­san­te Grün­de. Eine Nach­fra­ge mei­ner­seits blieb jeden­falls bis­her unbe­ant­wor­tet oder wur­de über­se­hen. Man (zumin­dest: ich) weiß es nicht. – Oft über­se­hen auch: Das ver­damm­te Patri­ar­chat wird in rus­si­schen Gefäng­nis­sen zu Hun­der­ten ver­ge­wal­tigt. Böses rus­si­sches Macho­pa­tri­ar­chat. Sehr frau­en­feind­lich, so ins­ge­samt. Had­mut Danisch berich­tet aus West­deutsch­land: „Vor allem hat­te ich die Mög­lich­keit, die Frei­heit, völ­lig unpo­li­tisch zu blei­ben.“ Wahr, lei­der. Es war nicht alles schlecht.

Wäh­rend aller­dings vie­les – auch das Web – immer fürch­ter­li­cher wird, wird ande­res eigent­lich nur bizar­rer: Die „taz“ lässt Adri­an Lobe kla­gen, das Weg­ma­chen von Rekla­me im öffent­li­chen Raum demon­tie­re „auch einen Teil der Öffent­lich­keit“. Wer­bung, Waf­fe im Kampf um Kon­sum und Kapi­tal, ist jetzt links und sie aus­zu­blen­den kommt Unter­drückung gleich. Ob Marx (Karl, nicht Grou­cho) das gemeint hat?

Naja, Punk.

Ille­ga­le Far­ben – Wie­der raus (Video­clip)

Guten Mor­gen.