Wirtschaft⁠In den Nachrichten
Eiderdaus: Es ist ein Papst!

Nach­dem die Öffent­lich-Recht­li­chen den gest­ri­gen Tag damit ver­brach­ten, die 26 Pro­zent Katho­li­ken in Deutsch­land von öffent­li­chen Gel­dern voll­um­fäng­lich zu bespa­ßen, indem immer wie­der Bil­der von Schorn­stei­nen und ver­schie­den­far­bi­gem Rauch ein­ge­blen­det wur­den (däm­lich genug), fiel die Über­ra­schung eher nüch­tern aus: Es ist erneut ein alter männ­li­cher Katho­lik gewor­den.

Anhän­ger des deut­schen (nun ja, bay­ri­schen) Pap­stes Bene­dikt XVI., die ange­sichts sei­nes argen­ti­ni­schen Nach­fol­gers eher skep­tisch waren, kön­nen beru­higt sein: Nichts wird sich ändern.

Und die Mil­lio­nen, die begei­stert auf dem Peters­platz fro­ren und auf wei­ßen Rauch war­te­ten, sie alle sind längst ver­lo­ren für die rei­ne Ver­nunft. Ach, Men­schen. Sie sind so vor­her­seh­bar.


In wei­te­ren Nach­rich­ten: Für die Steu­er­zah­ler war die Ret­tung der Com­merz­bank ein Desa­ster, wie es heißt; das hat ja vor­her nie­mand ahnen kön­nen!

War­um die­se Mel­dung gestern kaum Auf­se­hen erregt hat? Nun, der Anteil an Steu­er­zah­lern in Deutsch­land ist zwar deut­lich grö­ßer als der der Katho­li­ken, aber an der Spit­ze der Com­merz­bank steht eben kein alter Mann in Frau­en­klei­dern, son­dern ein gewöhn­li­cher Ban­kier. Den mag doch kei­ner im Fern­se­hen sehen.

Ach, Men­schen.

Politik⁠In den Nachrichten
Medienkritik in Kürze: SPIEGEL ONLINE, die SPD und der Neoliberalismus

SPIEGEL ONLINE haut mal wie­der so rich­tig auf die Kacke:

War­um die Agen­da 2010 eine unver­stan­de­ne Reform ist

Man bekommt spon­tan Mit­leid! Und die Demon­stran­ten …

Die Geg­ner gab es von Anfang an. Bis heu­te demon­strie­ren sie mon­tags in Frei­burg, Bre­men oder Eisen­hüt­ten­stadt gegen eine Reform, die aus ihrer Sicht vor allem eines gebracht hat: einen „rück­sichts­lo­sen Sozi­al­kahl­schlag“.

… sind sicher­lich alle­samt nur zu kurz­sich­tig, um die Vor­tei­le der Agen­da 2010 zu erken­nen. Da haben ande­re einen bes­se­ren Durch­blick:

Doch in jüng­ster Zeit zei­gen sich vor allem die Freun­de der Agen­da 2010. Zu ihnen gehört (…) [d]er Chef des US-Kon­zerns Gene­ral Elec­tric, der sag­te: „Wir müs­sen mehr wie Deutsch­land wer­den.“

Dass ein Arbeit­ge­ber es gut fin­det, wenn die Löh­ne ange­nehm nied­rig blei­ben und auch mas­sen­haft Ent­las­se­ne nur teil­wei­se als arbeits­los gel­ten, ist doch ein siche­res Zei­chen dafür, dass alles rich­tig gemacht wur­de.

Ist das noch sozi­al­de­mo­kra­tisch? Aber sicher!

Und neu­er­dings auch Schrö­ders Par­tei­freun­de. „Wir kön­nen sehr stolz auf die Agen­da 2010 sein“, sag­te SPD-Chef Sig­mar Gabri­el im Inter­view mit SPIEGEL ONLINE.

Ja, das habt ihr gut gemacht.

Der Ger­hard Schrö­der war übri­gens nicht sehr lan­ge Kanz­ler. Aber das habt ihr sicher nur ver­ges­sen.

Montagsmusik⁠Kaufbefehle⁠Musikkritik
Umphrey’s McGee – In The Puppet Kitchen

Die US-ame­ri­ka­ni­sche Musik­grup­pe Umphrey’s McGee ver­öf­fent­lich­te ihr erstes Album bereits 2002, trotz­dem gehen sie in der gro­ßen Wel­le der „irgend­wie so Rock­bands“ selbst nach dem euro­päi­schen Durch­bruch mit dem Album „Anchor Drops“ (2005) ein wenig unter. Das ist scha­de, denn abwechs­lungs­rei­che Rock­mu­sik abseits der Pro­gres­si­ve-Rock-Pfa­de sucht man­cher Musik­freund dann doch ver­ge­bens. Was das hier ist? Beat und Funk und Jazz und AOR und Pop und Melo­dic Rock und was auch immer man eben gera­de so fin­den mag. Der Lau­ne kommt’s ent­ge­gen.

„In The Pup­pet Kit­chen“ (video)

And there’s no argu­ment
for wasting time much bet­ter spent
com­pla­cent­ly repla­cing a melo­dy with smo­ke.

Guten Mor­gen.

Persönliches
Regen.

Und die­ser Regen, der an die Schei­ben klopft und (geräusch­lich dafür sorgt, dass man drin­gend aufs Klo muss, und) den Schnee immer­hin ver­drängt, der sich nach eini­gen Son­nen­ta­gen über­ra­schend aus dem Urlaub zurück­mel­de­te, denn eine alte Bau­ern­re­gel besagt, es gibt stets sie­ben Win­ter zwi­schen Som­mer und Som­mer, und das ist dann jetzt der sieb­te gewe­sen, die­ser Regen also lässt Ver­ges­se­nes wie­der auf­le­ben wie ein Déjà-vu oder doch eher ein Mene­te­kel, denn man­ches war nicht grund­los ver­ges­sen: Man stand ja irgend­wann schon mal knut­schend und/oder bedrückt (im Rhein­land sagt man nicht umsonst bedröp­pelt) im Regen und ver­bin­det mit dem Regen nicht vor allem ’ne Erkäl­tung.

Regen bedeu­tet Son­nen­schein, aber eben auch erst spä­ter, und bis dahin steht man am lee­ren Bahn­hof und (friert und) war­tet und/oder knutscht, je nach­dem. Mei­stens ist’s Oder.

Zufrie­den­heits­sta­tus: Satt (wie in: ~ sein – sie­he auch: es ~ haben); bezie­hungs­wei­se: Sehn-Sucht.

„I can’t stand the rain against my win­dow, brin­ging back sweet memo­ries.“
– Tina Tur­ner

In den Nachrichten
Mehdorn wird Weltfrauentag.

Aktu­ell in den deut­schen Twit­ter-Trends laut Trendsmap.com:
Der Welt­frau­en­tag, Frau­en­tag oder wie auch immer man ihn nen­nen möch­te.

Twitter-Trends Trendsmap

Aktu­ell in den deut­schen Twit­ter-Trends laut WhatTheTrend.com:
Der Welt­frau­en­tag. Und Germany’s Next Top­mo­del.

Twitter-Trends WhatTheTrend

Mario Barths ohne­hin bereits recht vor­her­seh­ba­re Wit­ze wer­den gera­de von euch selbst unter­bo­ten, Mädels. Wei­ter so.

Der Welt­män­ner­tag fin­det übri­gens wie jedes Jahr am 3. Novem­ber statt. Fro­hes Fest!

Musik⁠In den Nachrichten
Kurz verlinkt CXLIX: „Immer mitten in die Fresse rein!“

(Vor­be­mer­kung: Die Musik­grup­pe Frei.Wild ist mir nur nament­lich bekannt, ich fin­de die mei­sten gegen­wär­ti­gen Deutschrock­grup­pen unta­len­tiert bis belang­los und habe daher bis­her dar­auf ver­zich­tet, mich aber­mals davon zu über­zeu­gen.)

Der­zeit wird außer Johan­nes Pon­ader, über den man auf SPIEGEL ONLINE, dem renom­mier­ten Des­in­for­ma­ti­ons­ma­ga­zin zur Pira­ten­par­tei, die­ser Tage wie­der aller­lei nicht Ver­lin­kens­wer­tes berich­tet, auch eine ande­re Sau durchs Dorf getrie­ben, näm­lich die Rock­band „Frei.Wild“:

Die Rechts­rocker von Frei.Wild sind für einen Echo nomi­niert. Für Kraft­klub ein Grund abzu­sa­gen. Auch Die Ärz­te fin­den das „poli­tisch frag­wür­dig“. (…) Die Ärz­te las­sen sich durch Frei.Wild den Echo nicht ver­der­ben.

Frei.Wild waren bereits vor eini­gen Wochen in die Schlag­zei­len gera­ten, als das zumin­dest musi­ka­lisch beach­tens­wer­te Musik­ma­ga­zin „Visi­ons“ sei­ne För­de­rung eines Festi­vals absag­te:

Mit Frei.Wild hat das With Full Force eine Band bestä­tigt, die sich mit natio­na­li­sti­schen Ten­den­zen in der Mit­te der Gesell­schaft posi­tio­niert. VISIONS will das nicht unter­stüt­zen und zieht sich des­halb aus der Prä­sen­ta­ti­on des Festi­vals zurück.

Als einer der Bele­ge für nicht unter­stüt­zens­wer­tes Ver­hal­ten sei­tens Frei.Wilds wird dort ein Lied­text ange­führt:

Das Video zum Song „Halt die Schnau­ze“ von 2008 zeigt eine wei­te­re Sei­te der Band, die wir in einem hohen Maße ableh­nen. Dort heißt es: „Du hast mich provoziert/ Nichts als Hass geschürt/ Und mich nichts als schikaniert/ Jede Mei­nung ignoriert/ Es war dir scheißegal/ Ganz im Gegenteil/ Pro­vo­ka­ti­on total/ Und feu­rig fatal/ Ich sag’s dir ein aller­letz­tes Mal/ Halt die Schnau­ze!“ (…) Hau die um, die dich pro­vo­zie­ren, und tritt rein, wenn sie am Boden lie­gen. Ab wann Gewalt zum pro­ba­ten Mit­tel wird, ist dabei nur noch abhän­gig von der Län­ge der Zünd­schnur des Pro­vo­zier­ten.

Die von SPIEGEL ONLINE als posi­ti­ves Bei­spiel genann­ten Ärz­te – im Hau­se „Visi­ons“ viel­fach geschätzt – ver­öf­fent­lich­ten 1995 das Album „Pla­net Punk“, deren „Schun­der-Song“ auf­grund des gro­ßen Erfolgs mit einer Gol­de­nen Schall­plat­te aus­ge­zeich­net wur­de. In die­sem Lied heißt es:

Jetzt liegst Du vor mir und wir sind ganz allein,
und ich schla­ge wei­ter auf Dich ein.
Das tut gut. Das muß­te ein­fach mal sein.
Immer mit­ten in die Fres­se rein!

Glei­cher Inhalt, ande­rer Kon­text (bzw. eben jeweils gar kei­ner). Gewalt ist ein pro­ba­tes Mit­tel, wenn’s Die Ärz­te besin­gen; oder wenn der Iro­nie­de­tek­tor der „Visi­ons“ halt gera­de mal nicht defekt ist.

„Halt die Fres­se! Red‘ kein‘ Stuss, wenn du nicht musst! Mein Gott, wen juckt’s? Hey, Schnau­ze!“
– Die Fan­ta­sti­schen Vier: Schnau­ze

Netzfundstücke
Krieger des Lichts

Auf der CeBIT 2013 gibt es außer viel lee­rem Geschwätz übri­gens auch Pro­dukt­neu­hei­ten zu betrach­ten. Dazu zählt unter ande­rem „Chan­gers“. „Chan­gers?“ Ja, „Chan­gers“:

Über ein mobi­les, fle­xi­bles Solar­mo­dul, das kaum grö­ßer ist als ein DIN A4-Blatt und nur wenig mehr als 100 Gramm wiegt, kann der Nut­zer über­all auf der Welt sei­ne eige­ne Ener­gie erzeu­gen.

Natür­lich zum Patent ange­mel­det, denn dass etwa getDigital.de so ein Gerät bereits seit Jah­ren ziem­lich preis­wert ver­scher­belt, heißt ja nicht, dass es nicht trotz­dem eine total ori­gi­nel­le Idee sein kann. Noch ori­gi­nel­ler ist eigent­lich nur die Web­site, deren Sprach­aus­wahl­feld rechts oben momen­tan nur Eng­lisch anbie­tet. Trotz­dem dan­ke für den Ver­such. (Die Erzeu­gung von Ener­gie aus dem Nichts ist mit die­sem Gerät übri­gens höchst­wahr­schein­lich auch wei­ter­hin nicht mög­lich; ich neh­me an, gemeint war die Umwand­lung von Son­nen- in elek­tri­sche Ener­gie.)

Wor­um es geht, wird bereits auf der Start­sei­te deut­lich:

Plea­se meet our intel­li­gent and powerful solar char­ger, Kal­huoh­fum­mi and the super light and fle­xi­ble solar panel Maro­shi. Tog­e­ther they are known as the Chan­ger Star­ter Kit.

„Kal­huoh­fum­mi“. Hihi. Und: Soso, ein „Star­ter­kit“. Das heißt, man kann es upgraden, indem man ein­fach noch mehr Gerä­te mit einem blö­den Namen kauft. Oh. Mehr Bat­te­rien haben also auch mehr Ladung. Schön, dass wir dar­über gespro­chen haben.

Aber was ist das? Oh, eine Sei­te namens „Com­mu­ni­ty“! Dort tref­fen sich also die kurz­sich­ti­gen Öko­nar­ren und tau­schen getreu dem Mot­to „ich hab‘ den län­ge­ren (Strom­zäh­ler)“ ihre ver­meint­li­che Erspar­nis aus. Momen­tan haben die gesam­mel­ten Kräf­te etwa 86 Kilo­gramm Ener­gie erzeugt. Ja, im Hau­se Blacks­quared (Name der Her­stel­ler­fir­ma) misst man Ener­gie in Gewicht. So eine Waa­ge hät­te ich auch gern.

Changers - Energie in Kilogramm

Noch nicht voll­ends über­zeugt? Dann ab in den „Shop“! Den gibt es zwar auch auf Deutsch (als – ich wie­der­ho­le – Teil der eng­lisch­spra­chi­gen Web­site, auch den Pfad in der Adress­zei­le beach­ten!), aber war­um soll­te man als Web­ent­wick­ler auch so etwas wie die Sprach­ein­stel­lun­gen des Brow­sers nut­zen? Das wäre doch abwe­gig. Aber das ist nicht schlimm, der eng­lisch­spra­chi­ge „Shop“ ist bescheu­ert genug.

Ein ziem­lich guter Witz ist bereits oben auf der Sei­te zu fin­den: So ein „Star­ter­kit“ wird mal eben mit 149 Euro ver­an­schlagt. Der geneig­te Leser möge par­al­lel oben ver­link­te getDi­gi­tal-Pro­dukt­sei­te öff­nen und sich wun­dern. 2.200 mAh sind auch nicht wesent­lich mehr als 1.500. Aber viel­leicht sind im Preis die abzu­se­hen­den Patent­kla­gen von Apple bereits ent­hal­ten: Weiß, Pla­stik, abge­run­det, nur 1 Schalt­flä­che. Das ist heut­zu­ta­ge sehr gefähr­lich.

Dazu passt, dass man dane­ben mit diver­sen bereits errun­ge­nen Prei­sen wirbt: „Pro­duct Design Award 2012“, „Good Design“ (ah ja) sowie „Ger­man Design Award 2013“, letz­te­res erst als Anwär­ter. Für Inno­va­ti­ons­prei­se reicht es offen­bar nicht. Wie­der so eine Par­al­le­le zu Apple: Wenn’s nicht neu ist, machen wir’s wenig­stens hübsch und teu­er. Die Leu­te wer­den es lie­ben! Nicht umsonst wird unter „Fea­tures“ noch­mals mit dem erwor­be­nen „IF design award 2012“ in der Kate­go­rie „Lei­su­re and Life­style“, „Frei­zeit und Lebens­stil“, gewor­ben. In die­se Kate­go­rie fal­len auch Lava­lam­pen und Sudo­ku­hef­te, neh­me ich an.

Und was ist so alles im Lie­fer­um­fang ent­hal­ten? Kal­huoh­fum­mi, Maro­shi und Pikachu, diver­se Kabel sowie ein Poster namens „Wir sind das Volk!“ (genau so gut könn­te es natür­lich „zicke zacke Hüh­ner­kacke“ hei­ßen), auf dem angeb­lich erklärt wird, war­um die Ein­zel­tei­le so behäm­mer­te Namen tra­gen. Außer­dem ist dort, das ist in der Vor­schau gut zu sehen, der Wer­be­spruch „Stor­ming the Bastil­le.“ zu lesen. Wie wir aus dem Geschichts­un­ter­richt wis­sen, ende­te der Sturm auf die Bastil­le mit ziem­lich vie­len Ent­haup­tun­gen. Das wird lustig. – Apro­pos „unpas­sen­de Zita­te“: Unter „Expe­ri­ence“ (denn man ist ja kein ein­fa­cher Benut­zer eines Kal­huoh­fum­mi) lässt man Drit­te die Wer­be­trom­mel rüh­ren, zitiert etwa irgend­je­man­den aus dem Dis­co­very Chan­nel mit den Wor­ten „One Solar Chan­ger to Rule them All“, „ein Solar­la­de­ge­rät, sie alle zu knech­ten“. Da hat jemand den „Herrn der Rin­ge“ nicht zu Ende geguckt.

Sonst so? Ach ja: „Envi­ron­ment“. „Umwelt“ also. Dar­um geht es ja nor­ma­ler­wei­se, wenn man so ein Solar­teil an den Mann brin­gen will. Dass Her­stel­lung und Trans­port eines Kal­huoh­fum­mis wohl mehr Koh­len­stoff­di­oxid­aus­stoß ver­ur­sa­chen als das Pro­dukt wäh­rend sei­ner gesam­ten Lebens­dau­er ein­zu­spa­ren ver­mag, wird mei­ner­seits gnä­dig über­se­hen. Mit Apo­lo­ge­ten der Solar­ener­gie über den Umwelt­scha­den durch Solar­zel­len zu dis­ku­tie­ren ist in der Regel unge­fähr so aus­sichts­reich wie einem mili­tan­ten Vege­ta­ri­er die Vor­zü­ge des Fleisch­kon­sums schmack­haft zu machen. Unter „Umwelt“ fin­det sich übri­gens in der deut­schen Ver­si­on des „Shops“ auch ein wei­te­rer guter Grund, war­um man sie nicht benut­zen soll­te:

Wir neu­tra­li­sie­ren den Trans­port unse­rer Gerä­te.

(Her­vor­he­bung von denen.)

Das wür­de ich ja schon gern sehen.

Nun, zurück zum „Envi­ron­ment“. Was wird noch gebo­ten? Ah, der koh­len­stoff­freie Flug:

We fly car­bon neu­tral with Atmos­fair

Gut, um Koh­len­stoff geht es eigent­lich nicht, son­dern um Koh­len­stoff­di­oxid, aber das ist womög­lich über­zo­ge­ne Kri­tik. Was ist die­ses Atmos­fair genau? Atmos­fair – Eigen­schreib­wei­se „atmos­fair“ – neu­tra­li­siert nicht den Koh­len­stoff­di­oxid­aus­stoß eines Flug­zeugs, son­dern führt pro Flug einen ange­mes­se­nen Betrag an Kli­ma­schutz­pro­jek­te ab, also viel­leicht an Krom­ba­cher. Dass das den Flug nicht koh­len­stoff­di­oxid- und schon gar nicht koh­len­stoff­frei macht, ist aller­dings auch wie­der so etwas, was man in Gegen­wart von man­chen so genann­ten Kli­ma­schüt­zern viel­leicht nicht laut sagen soll­te, wenn man fried­li­ches Mit­ein­an­der bevor­zugt.

Aber von Fak­ten wol­len wir uns mal nicht unse­ren Lebens­stil rui­nie­ren las­sen. Wie for­dert doch die Start­sei­te an pro­mi­nen­ter Stel­le?

Beco­me a war­ri­or of the light

Den Krie­gern des Lichts gehen eben manch­mal nur Ener­gie­spar­lam­pen auf.

(Mit Dank an B.!)

Politik⁠In den Nachrichten
Frau Merkel wandelt behäbig.

Soso, Frau Mer­kel, deren Bun­des­re­gie­rung das Lei­stungs­schmutz­recht durch­ge­winkt hat, hat nun die CeBIT, die „welt­größ­te Com­pu­ter­mes­se“, eröff­net.

Auf der dies­jäh­ri­gen CeBIT, so war in der heu­ti­gen 20-Uhr-Tages­schau zu ver­neh­men, gebe es einen beson­de­ren Schwer­punkt:

Die CeBIT hat sich ein The­ma auf die Fah­nen geschrie­ben, das eigent­lich schon klei­ne Kin­der ler­nen soll­ten, und zwar das Tei­len. In der Welt der Infor­ma­ti­ons­tech­no­lo­gie geht es um das Tei­len von Daten und Wis­sen (…).

Gene­rell hat die Bun­des­kanz­le­rin auch nichts dage­gen; so fas­sen Redak­teu­re von „hei­se online“ zusam­men:

Mer­kel warb in ihrer Rede dafür, den rasan­ten Wan­del in der IT-Welt mit dem rich­ti­gen poli­ti­schen Rah­men zu stüt­zen, um glo­bal den Anschluss nicht zu ver­pas­sen.

Doof ist’s halt, wenn man Daten und Wis­sen mit jeman­dem tei­len möch­te, die schon einem ande­ren gehö­ren, denn dann ist der poli­ti­sche Rah­men schnell gesteckt. Immer­hin lei­stet die gegen­wär­ti­ge Bun­des­re­gie­rung mit der Dul­dung der „GEMA-Ver­mu­tung“ sogar dem Umstand Vor­schub, dass jedes Land der Welt per You­Tube frei­en Zugriff auf Musik­vi­de­os erhält, nur, hehe, das Inno­va­ti­ons­land Deutsch­land eben nicht:

Fast zwei Drit­tel der 1000 welt­weit belieb­te­sten Vide­os auf You­tube sind in Deutsch­land gesperrt und kön­nen wegen des anhal­ten­den Kon­flikts zwi­schen GEMA und You­tube hier­zu­lan­de nicht abge­ru­fen wer­den.

Fast hät­te ich oben „den rasan­ten Wan­del (…) zu stür­zen“ gele­sen. Ihr auch?

(via @goebelmasse)

Montagsmusik
Steven Wilson – Luminol

Mon­tag? Zeit für etwas Musik.

Ste­ven Wil­son, allei­ni­ger Grün­der von Por­cupi­ne Tree (das waren die hier), hat sich für sein neu­es Solo­al­bum mit ein paar Jazz- und Retro-Prog-Musi­kern zusam­men­ge­tan. Das Ergeb­nis ist hörens­wert, zum Bei­spiel so:

Ste­ven Wil­son ‚Lumi­nol‘ Live In Mexi­co City (HD)

Here we all are born into a strugg­le
to come so far but end up retur­ning to dust.

In die­sem Sin­ne: Guten Mor­gen.

In den Nachrichten⁠Nerdkrams
Kurz verlinkt CXLVIII: Erklärbärjournalismus

Seba­sti­an Hei­ser von der „taz“ schrieb im Febru­ar:

Ich sehe ja mei­ne Auf­ga­be und mei­ne beson­de­re Dienst­lei­stung als Jour­na­list gera­de dar­in, alles so weit wie mög­lich zu ver­ein­fa­chen, damit es ver­ständ­li­cher wird.

Er betrach­tet sich also als einen Erklär­bä­ren, der wie sonst nur die „Com­pu­ter-BILD“ Lesern auch ein­fa­che Din­ge noch ein­fa­cher ver­ständ­lich macht („sprich: Wörd“).

Ein aktu­el­les Bei­spiel für die­sen Erklär­bär­jour­na­lis­mus gefäl­lig? Gestern ließ das Unter­neh­men Ever­no­te sei­ne Benut­zer per Blog­ar­ti­kel (und wenig spä­ter per Aktua­li­sie­rung der Soft­ware) wis­sen, dass irgend­wo im System offen­bar eine Lücke auf­ge­tre­ten sei, über die es kurz­zei­tig noch Unbe­kann­ten mög­lich gewe­sen sei, „Zugriff auf Benut­zer­in­for­ma­tio­nen wie Benut­zer­na­men, E‑Mail Adres­sen (sic!) und den (sic!) ver­schlüs­sel­ten Pass­wör­tern“ zu erhal­ten.

In ande­ren Wor­ten (Golem.de): Es wur­den Benut­zer­da­ten kopiert.

In wie­der­um ande­ren Wor­ten (SPIEGEL ONLINE): Es wur­den Pass­wör­ter gestoh­len. Ist halt Quatsch. Wenn ich etwas steh­le, hat der ursprüng­li­che Besit­zer es nicht mehr. Wenn ich etwas kopie­re, hat er es immer noch. Ich bit­te die SPIE­GEL-ONLINE-Ver­ant­wort­li­chen, an die­ser Stel­le ein­mal nach­zu­se­hen, ob in irgend­wel­chen Arti­keln Sät­ze feh­len, die ich hier in älte­ren Bei­trä­gen zitiert habe, denn dafür bin ich genau so vor­ge­gan­gen: Ich habe die ursprüng­li­chen Daten kopiert. (Nach aktu­el­lem Stand der Geset­zes­ent­wick­lung ist das zwar bald böse ille­gal, aber immer noch kein Dieb­stahl.)

Kom­men­ta­tor „Micha­el K“ schrieb übri­gens unter Seba­sti­an Hei­sers ein­gangs erwähn­ten Bei­trag:

Wenn Sie das Gefühl haben, nur zwi­schen “kom­pli­ziert” und “falsch” wäh­len zu kön­nen, dann ver­ste­hen Sie Ihre Auf­ga­be nicht.

Da scheint Seba­sti­an Hei­ser immer­hin nicht allein zu sein.

Politik⁠In den Nachrichten
Leistungsschmutzrecht

Zum Lei­stungs­schutz­recht sei von mei­ner Sei­te auf­grund der schier all­ge­gen­wär­ti­gen, über­wie­gend durch­dach­ten und lesens­wer­ten Tex­te ande­rer Ins­in­ter­net­schrei­ber zwecks Red­un­danz­ver­mei­dung nur noch so viel gesagt:

Wenn die Ver­la­ge – die in der Ver­wer­tungs­ket­te des Jour­na­lis­mus am wenig­sten krea­ti­ven Enti­tä­ten – der Mei­nung sind, wir, die wir gele­gent­lich den Feh­ler machen, ihrem gei­sti­gen Eigen­tum Auf­merk­sam­keit zu schen­ken und gar wer­bend aus ihm zu zitie­ren, sei­en Ent­eig­ner ihres rele­van­ten Schaf­fens und soll­ten dafür ordent­lich zur Rechen­schaft gezo­gen wer­den, ist es nur kon­se­quent, wenn wir sämt­li­che ver­blei­ben­den Tages­zei­tun­gen zum nächst­mög­li­chen Zeit­punkt kün­dig­ten und unse­re Infor­ma­tio­nen aus­schließ­lich aus frei­en, das Lei­stungs­schutz­recht ableh­nen­den Quel­len bezö­gen.

Wir wol­len es den Ver­la­gen ja nicht zumu­ten, mit Ver­bre­chern Geschäf­te zu machen, nicht wahr?

Kaufbefehle⁠Musikkritik
iamthemorning – ~

iamthemorning - ~Aus den Län­dern des Ost­blocks dringt zu mei­nem Ohr nur sel­ten gute Musik her­über. Die Ukrai­ne kann gele­gent­lich mit hörens­wer­tem Pop auf­war­ten (Qar­pa), ín Polen ver­steift man sich auf Neo-Prog-Metal (SBB, River­si­de). Und Russ­land? 417.3 (das waren die hier), Zone Six, Pova­ro­vo und hau­fen­wei­se kli­schee­haf­te Volks­lie­der und ‑tän­ze. Und es gibt Bären in Russ­land, heißt es.

Dort gibt es außer­dem, wie mir ein Blick in mei­nen Nach­rich­ten­ticker ver­rät, iamt­he­mor­ning. iamt­he­mor­ning ist ein Oktett in der beein­drucken­den Kon­stel­la­ti­on Schlag­zeug, Gitar­re, Bass, Gesang, Vio­li­ne, Vio­la, Cel­lo und Kla­vier. Beein­druckend auch inso­fern, als die renom­mier­te Web­site Progarchives.com, sonst eher auf Schrä­ges und Bekann­tes spe­zia­li­siert, das iamt­he­mor­ning-Debüt „~“ auf Platz 2 der Top­mu­sikal­ben 2012 auf­führt, noch vor den Flower Kings und mei­nen letzt­jäh­ri­gen Favo­ri­ten Motor­psy­cho und Stå­le Stor­løk­ken. Gespielt wird „Cross­over Prog“, heißt es auf Progarchives.com. Nun, „Prog“ – Pro­gres­si­ve Rock – ist das hier tat­säch­lich nur, wenn man das mit den Gen­res nicht so genau nimmt. Aber dann ist es auch eigent­lich wurscht.

Also „~“. Es beginnt mit Mee­res­rau­schen. Die „inter­mis­si­on I“ – es gibt ins­ge­samt sie­ben davon, die die übri­gen elf Stücke zu einem gro­ßen Gan­zen zusam­men­kle­ben, ohne dass das auf­ge­setzt und gewollt wirkt – ist ein gelun­ge­ner Ein­stieg. Pink Floyd? Mar­ja­na Syom­ki­na, aus­schließ­lich als Gesangs­per­son auf­ge­führt, lässt ihre kla­re Stim­me sanft ertö­nen, das Muster wie­der­holt sich. (Wir ler­nen: Nicht alles, was sich wie­der­holt, muss Post­rock sein.) Meist schwe­ben die Instru­men­te dazu im Takt, gele­gent­lich (etwa in „would this be“) wagen sie einen Aus­bruch. „mon­sters“ wird domi­niert von aggres­si­ven Kla­vier­tö­nen, Frau Syom­ki­na erin­nert hier mit­un­ter an die scheuß­li­chen Sän­ge­rin­nen von Night­wish, Eis­blu­me und den ande­ren schlech­ten Mäd­chen-Emo-Müll­mu­sik­grup­pen. Zum Glück sind lau­te Töne bei iamt­he­mor­ning eher die Aus­nah­me, meist herrscht die Zurück­hal­tung.

Die­se Zurück­hal­tung ist es wahr­schein­lich, die die Magie von „~“ aus­macht. „~“ ist Musik zum letz­ten Tanz des Abends, zum Glas Wein vor dem Schla­fen­ge­hen, zum Blick auf’s Meer bei Nacht. Die Band­camp-Sei­te der Band gibt zu ver­ste­hen: „don’t let your soul be still for a moment“. Lasst eure See­le nicht für einen Moment still sein. „~“ ist ein ziem­lich bewe­gen­des Album. Wer könn­te da zuwi­der­han­deln?

„~“ ist zur­zeit hier zu hören, her­un­ter­zu­la­den und zu kau­fen. Es spricht nichts dage­gen, dass ihr dies zahl­reich tut.

Persönliches⁠Fotografie
Beziehungs-weise

Denn eigent­lich ist das Leben nicht mehr als das Stre­ben nach Per­fek­ti­on, nach der größt­mög­li­chen Attrak­ti­vi­tät, der Kreis­lauf aus akti­vem und pas­si­ven Kon­sum, denn man ent­stand aus Kon­sum und wird eines Tages kon­su­miert wer­den, und auch in der kur­zen Zeit dazwi­schen ist man selbst die Ware, die zwar aktiv han­delt, aber eigent­lich doch nur nach dem Zwei­ten strebt, der han­deln lässt. Akti­vi­tät ist auch nur ein Aus­druck von Anbie­de­rung.

Und so ein Super­markt ist eigent­lich das idea­le Bio­top für die, die wan­deln, denn man braucht nicht nur Lebens­mit­tel, man ist es selbst, und wäre eben gern der Lebens­mit­tel-Punkt für einen ande­ren Ego­isten. Punkt.

Hier aufreißen

Machen wir uns nichts vor: Am Ende wer­den wir doch nur von einem, der das mit der Rei­fe blö­der­wei­se ver­stan­den hat und wegen sei­ner Rei­fe schon selbst nicht mehr bemerkt, über den Tisch gezo­gen. Der es dann immer­hin pas­send hat, Moment bit­te, jun­ger Mann, und man setzt die Ver­trock­nung im Duett fort. Dem Kon­sum kommt’s zugu­te.

Frü­her war vor allem mehr Spä­ter.

Netzfundstücke⁠Nerdkrams
Google, der sorgende Monopolist. Der will nur spielen.

Erin­nert sich noch jemand an die diver­sen Mono­pol­kla­gen gegen Micro­soft? Micro­soft sei, so hieß es noch vor weni­gen Jah­ren, ein fie­ser Mono­po­list, weil es mit der Kom­bi­na­ti­on aus Win­dows und Office eine Markt beherr­schen­de Stel­lung ein­nimmt und oben­drein die Drei­stig­keit besitzt, sei­nem Betriebs­sy­stem einen Medi­en­spie­ler und einen Brow­ser bei­zu­fü­gen, und müs­se daher zer­schla­gen wer­den. Min­de­stens.

Ein Jahr­zehnt spä­ter spricht von Micro­soft kaum noch jemand, das Haupt­au­gen­merk liegt auf den Kon­tra­hen­ten Apple und Goog­le. Goog­le ist, das lässt uns Mar­tin Wei­gert heu­te in einem anson­sten eigent­lich lesens­wer­ten Text wis­sen, schlicht zu gut für die­se Welt:

Selbst­fah­ren­de Autos, die revo­lu­tio­nä­re Cyber­bril­le Goog­le Glass, eige­ne Laden­ge­schäf­te, Tablets und Smart­phones unter eige­ner Mar­ke, (…) ein geplan­ter Musik­strea­ming­ser­vice à la Spo­ti­fy, Goog­le Maps und natür­lich die Web­su­che sowie das Wer­be­ver­mark­tungs­ge­schäft gehö­ren zu den zahl­rei­chen Eck­pfei­lern des Unter­neh­mens – und in die­ser Auf­zäh­lung feh­len sogar noch eini­ge Tätig­keits­fel­der. In allen Seg­men­ten ist der Kon­zern aus Moun­tain View ein­zi­ger ernst­zu­neh­men­der Anbie­ter, Markt­füh­rer oder zumin­dest eine der trei­ben­den Kräf­te.

Nicht schlecht, Goog­le ist sogar „ein­zi­ger ernst­zu­neh­men­der Anbie­ter“ oder gar „Markt­füh­rer“ in einem Bereich, in dem es außer Pla­nung (Musik­strea­ming) noch nicht viel vor­zu­wei­sen hat und in dem es bereits zahl­rei­che eta­blier­te Anbie­ter gibt. Chuck „Goog­le“ Nor­ris: Markt­füh­rer in einem Markt, den es noch nicht mal betre­ten hat. Logisch.

Goog­le ist kein Mono­pol. Wer will, kann mit Bing oder Duck­Duck­Go suchen statt mit Goog­le, über Out­look oder Yahoo E‑Mails ver­schicken statt über Gmail, Vide­os bei Dai­ly­mo­ti­on hoch­la­den statt bei You­Tube und so wei­ter.

Ein Mono­pol ist kein Mono­pol, wenn es Alter­na­ti­ven gibt – gut, dass das damit abschlie­ßend geklärt ist. Kon­se­quent hat­te die SED in der DDR auch kein Mono­pol, es gab ja ande­re Par­tei­en. Die wur­den nur nicht gefragt. Nur für Micro­soft kommt die­se Infor­ma­ti­on zu spät. Ärger­lich, dass Mar­tin Wei­gert damals nicht pro­te­stiert zu haben scheint.

Aber das war ja auch nur Micro­soft und nicht Goog­le. Goog­le ist gut.

Das Beson­de­re an der Ent­wick­lung ist, dass Goog­le die­se Rol­le (als omni­prä­sen­ter Bestand­teil des täg­li­chen Lebens, A.d.V.) bis dato fast aus­nahms­los durch von den smar­te­sten Men­schen auf die­sem Pla­ne­ten geschaf­fe­ne, hoch­gra­dig qua­li­ta­ti­ve, lei­stungs­fä­hi­ge und für Mil­lio­nen Men­schen sehr attrak­ti­ve Pro­duk­te erreicht hat, nicht durch das (Aus)-Nutzen mono­po­li­sti­scher Struk­tu­ren.

Ja, Goog­le weiß, was Haus­frau­en wün­schen. Mir scheint, Mar­tin Wei­gert mag Goog­le sehr – immer­hin erwähnt er sol­ches an meh­re­ren Stel­len im Text. Dass er dann gegen Ende des Tex­tes doch noch kurz die Gefah­ren eines all­ge­gen­wär­ti­gen, zen­tra­len Kon­zerns, in des­sen Hand jeder Mensch auf ein­fach­ste Wei­se alle Daten über sein Leben legen kann, anspricht, scheint ihm bei­na­he in der See­le weh zu tun.

Der Unter­schied zwi­schen einem Mono­pol und einer Markt beherr­schen­den Stel­lung ist es nach mei­nem Sprach­emp­fin­den, dass ein Mono­po­list es Kon­kur­ren­ten schwer macht, mit den eige­nen Pro­duk­ten (etwa Betriebs­sy­ste­men) zu kon­kur­rie­ren. Dazu passt die­se Mel­dung:

Bis­her hat­ten Chrome­books nur bedingt Unter­stüt­zung für eine INstal­la­ti­on (sic!) alter­na­ti­ver Betriebs­sy­ste­me. Ein Haupt­grund dafür ist die Firm­ware der Gerä­te. Matthew Gar­ret hat­te bereits erwähnt, dass Goog­le bei den Chrome­books sehr restrik­tiv ist.

„Na gut“, denkt sich Mar­tin Wei­gert jetzt mög­li­cher­wei­se, „viel­leicht ist Goog­le ja doch ein Mono­po­list. Aber ein guter!“ – Fei­nes Goog­le bekommt sicher immer fei­nes Fres­si zu Hau­se bei Wei­gerts.

(Ja, das war jetzt etwas pole­misch.)