NerdkramsNetzfundstücke
„Warum Linux bes­ser ist“ oder: PEBKAC!

(Vorbemerkung: Ich set­ze neben Windows auch diver­se Linuxdistributionen ein, ent­spre­chen­de ver­ba­le Entgleisungen wer­den ihr Ziel also verfehlen.)

Gewünscht wur­de, dass ich mal wie­der über Technik und/oder Schnackseln berich­te. Wie es der Zufall so will, kon­fron­tier­te man mich heu­te mit der Internetseite „Warum Linux bes­ser ist“, die gar nicht erst ver­sucht, den Anschein zu erwecken, objek­tiv die Vor- und Nachteile von Linux abzu­wä­gen - viel­leicht wäre „Warum ich Windows nicht mag“ ein bes­se­rer Titel. Vorsicht: Ohne parat lie­gen­de Brechtüte soll­te kein Klick erfolgen.

Anstelle har­ter Fakten fin­det man dort näm­lich zuvör­derst vie­le schö­ne bun­te Bildchen, die wohl von ihrer Inhaltsleere ablen­ken sol­len. Insgesamt hat der Autor 27 Thesen zusam­men­ge­tra­gen, war­um Linux „bes­ser“ - als Windows - sein soll, wahr­schein­lich, weil ihm par­tout kei­ne 27 Unterschiede zwi­schen Äpfeln und Birnen ein­fal­len woll­ten, aber auch eine Sammlung von „FAQ für den Linux-Geek“ zusam­men­ge­stellt, in der er unter ande­rem bekun­det, er selbst habe nicht viel Ahnung von Linux. So viel sei schon ein­mal ver­ra­ten: Von Windows anschei­nend auch nicht. 


These Nummer 1:

Vergiss Viren.

Woran man einen Virus erkennt? Na, ganz einfach:

Wenn dein Computer sich sel­ber unge­fragt her­un­ter­fährt, wenn komi­sche Fenster mit Text, den du nicht ver­stehst, und jeg­li­che Art von Werbung erschei­nen, ohne dass du danach ver­langt hät­test, wenn Emails ohne dein Wissen zu all dei­nen Kontakten ver­schickt wer­den, dann hat dein Computer wahr­schein­lich einen Virus. Und der Hauptgrund dafür ist, dass er unter Windows läuft.

Nee, der Hauptgrund dafür ist, dass der Benutzer alles anklickt, was nicht schnell genug weg­lau­fen kann, und glaubt, das Schwarzkopieren von Photoshop oder auch nur das Anwenden inof­fi­zi­el­ler Patches sei risi­ko­frei und immer eine gute Idee. Wer unter Linux irgend­wel­che Kernelmodule von rus­si­schen Pornoseiten instal­liert, dem wird es auch nicht bes­ser gehen. Menschliche Dummheit kann kein Betriebssystem besiegen.

Linux hat kaum irgend­wel­che Viren. Und das nicht im Sinne von „Naja, nicht sehr oft, du weißt schon“. Sondern im Sinne von „Wenn du jemals von einem rich­ti­gen Linux-Virus gehört hast, sag mir bit­te Bescheid“.

Mir bit­te Bescheid. Und nur, damit es nie­mand von euch über­sieht: Der Beitrag ist 10 Jahre alt. Seitdem hat Linux nicht unbe­dingt weni­ger Verbreitung (und somit Attraktivität für poten­zi­el­le Angreifer) gefunden.


These Nummer 2:

Ist dein System instabil?

(…) [W]enn du Linux instal­lierst, und dein System dann so viel benutzt, wie du willst, und den Computer die gan­ze Zeit lau­fen lässt, kannst du ohne Probleme jah­re­lang so weitermachen.

Kann man unter Windows auch - aller­dings ist das System, wie es auch hei­ßen mag, irgend­wann hoff­nungs­los ver­al­tet, etwai­ge Sicherheitslücken inklu­si­ve. Ohne einen Neustart kann man auch den Linuxkernel nicht ein­fach erneu­ern - kexec jeden­falls funk­tio­niert nicht.


These Nummer 3:

Linux beschützt dei­nen Computer

Wie die Bundeswehr ja auch Deutschland vor den Taliban und der coitus inter­rup­tus vor unge­woll­ter Schwangerschaft beschützt.

Viren, Trojaner, Adware, Spyware … Windows lässt die­se alle recht ein­fach in dein System eindringen.

Auch hier wie­der: PEBKAC - „Windows lässt ein­drin­gen“, aber ohne Zutun des Benutzers dringt nor­ma­ler­wei­se nichts ein. Der „Sasser“-Wurm war eine bekann­te Ausnahme, er befiel eine Sicherheitslücke in einem Windowsdienst, der von „außen“ zugäng­lich war. Nun emp­feh­le ich mei­nen Linux nut­zen­den Lesern, ein­mal nach­zu­se­hen, wie vie­le Dienste bei ihnen so von außen zugäng­lich sind. Es soll­ten eini­ge sein.

Du kannst also ent­we­der 1.) eine Firewall ein­rich­ten, 2.) ein Antivirenprogramm instal­lie­ren, 3.) ein Anti-Adware-Programm instal­lie­ren, 4.) den Internet Explorer und Outlook los­wer­den (und sie durch Firefox und Thunderbird erset­zen) und 5.) beten, dass Piraten nicht schlau genug sind, die­sen Schutz zu über­win­den und dass, wenn eine Sicherheitslücke ent­deckt wird, Microsoft weni­ger als einen Monat braucht, um ein Update zur Verfügung zu stel­len (und das pas­siert nicht sehr oft). Oder du kannst Linux instal­lie­ren und von jetzt an ruhig schlafen.

Der Autor hat 1.) das Konzept einer Firewall nicht ver­stan­den, hält 2.) Virenschutz und 3.) Programme gegen „Spyware“ jeg­li­cher Art für ein wirk­sa­mes Mittel gegen die Ausnutzung noch nicht weit­hin bekann­ter Sicherheitslücken und glaubt, dass 4.) Firefox und Thunderbird vor­han­de­ne Lücken im System schlie­ßen kön­nen und 5.) Sicherheitslücken in Linux und sei­nen Anwendungen - die meist kri­tisch sind - immer unver­züg­lich beho­ben und die Fehlerbehebungen an alle Anwender ver­teilt wer­den kön­nen. Hin und wie­der kommt es auch vor, dass Lücken, wie jüngst im Adobe Reader, unter Linux erst deut­lich spä­ter als unter Windows beho­ben werden.

Wirklich ent­schei­dend ist, wie schnell eine Sicherheitslücke geschlos­sen wer­den kann, nach­dem sie ent­deckt wur­de. Wenn eine Sicherheitslücke in einem Open-Source-Programm ent­deckt wird, kann jeder inner­halb der Open-Source-Community einen Blick dar­auf wer­fen und hel­fen, das Problem zu fixen.

Dauert halt manch­mal eine Weile.


These Nummer 4:

Bezahl kei­ne 200 € für dein Betriebssystem

(In der Thesenübersicht ist noch von 100 Euro die Rede, aber da kann man sich ja mal ein biss­chen verrechnen.)

Beides erscheint mir aber etwas über­trie­ben; 100 Euro kostet Windows nur in den etwas „grö­ße­ren“ Ausgaben für Firmen und der­glei­chen. Und die bekom­men Mengenrabatt. Schüler und Studenten - Leute, bei denen es eben auf jeden Cent ankommt - zah­len nor­ma­ler­wei­se sowie­so nichts für Windows, MSDNAA sei Dank.

Die mei­sten Leute erwer­ben eine neue Windowslizenz aller­dings mit einem neu­en Rechner zusam­men, neh­me ich an. Diese OEM-Lizenzen (die Verkaufsversion liegt sel­ten bei) kosten noch­mals weni­ger, und dass ein neu­es System ohne Betriebssystem deut­lich preis­wer­ter als mit einer Windows-OEM-Lizenz gebün­delt zu haben wäre, hal­te ich per­sön­lich für einen Mythos, bis man mir das Gegenteil belegt. Vermutlich wür­de es eher teu­rer, da der Lizenzvertrag mit Microsoft dann hin­fäl­lig wäre.


These Nummer 5:

Freiheit!

Das ist nun noch kein Vorteil, aber viel­leicht kommt der ja noch?

Du bist von einer ein­zi­gen Firma abhän­gig und ver­traust ihr voll und ganz an, dass sie etwas so Wichtiges wie heut­zu­ta­ge dei­nen Computer so arbei­ten lässt, wie er soll. Wenn sich Microsoft dazu ent­schei­den wür­de, 1000 € für die näch­ste Version von Windows zu ver­lan­gen, gibt es für dich kei­ne Möglichkeit, etwas dage­gen zu tun (außer natür­lich auf Linux zu wech­seln). Wenn Windows einen Fehler hat, der dich sehr stört und Microsoft ihn nicht behebt, kannst du dich nur mit dem Fehler anfreunden (…).

Während man sich als Nutzer von zum Beispiel Canonicals Ubuntu Linux unge­fähr fol­gen­den Fakten aus­ge­setzt sieht:

Du bist von einer ein­zi­gen Firma abhän­gig und ver­traust ihr voll und ganz an, dass sie etwas so Wichtiges wie heut­zu­ta­ge dei­nen Computer so arbei­ten lässt, wie er soll. Wenn sich Canonical dazu ent­schei­den wür­de, 1000 € für die näch­ste Version von Ubuntu Linux zu ver­lan­gen, gibt es für dich kei­ne Möglichkeit, etwas dage­gen zu tun (außer natür­lich auf eine ande­re Distribution oder ein ande­res Betriebssystem zu wech­seln). Wenn Ubuntu einen Fehler hat, der dich sehr stört, und Canonical ihn nicht behebt, kannst du dich nur mit dem Fehler anfreun­den, falls du nicht pro­gram­mie­ren kannst. Falls du aber doch pro­gram­mie­ren kannst und den Fehler behebst, wird er mit der näch­sten Aktualisierung dei­nes Systems wie­der da sein, bis Canonical dei­ne Korrektur übernimmt.

Bei Quelloffenheit flie­ßen, wenn ein Projekt oder eine Firma auf­ge­ge­ben wird, alle Quellcodes zurück in die Community (…).

Dass die Ubuntu-Gemeinschaft sich rege an der Arbeit des Debianprojekts bedient, aber nicht bereit ist, in glei­chem Maße auch eige­ne Verbesserungen bei­zu­tra­gen, ist bekannt. Auch bei Linuxdistributoren gilt offen­sicht­lich: Jeder ist sich selbst der Nächste. Offene Quellcodes sind ein schier uner­schöpf­li­cher Fundus, aber war­um geben, wenn man statt­des­sen auch nur neh­men kann?

Freiheit, die ich meine, …


These Nummer 6:

Wenn dein System instal­liert ist, war­um soll­test du dann immer noch Software nach­in­stal­lie­ren müssen?

Niemand muss irgend­was nach­in­stal­lie­ren. Für Briefeschreiben, Solitär und Internetgucken hat Windows bereits alles an Bord. Wer mehr will, hat die Wahl, was er instal­lie­ren möch­te - unter Linux nennt man das „Vielfalt“ und „Modularität“, unter Windows ist das anschei­nend ein Nachteil. Ich verstehe.

Mit Linux (Ubuntu, Mandriva, Fedora, etc. sind ver­schie­de­ne „Geschmacksrichtungen“ von Linux) bekommst du ohne wei­te­re Installation als Dreingabe:

  • Alles, was du brauchst, um Texte zu schrei­ben, Tabellen zu bear­bei­ten, schö­ne Präsentationen zu erstel­len, zu zeich­nen und Gleichungen zu verändern.
  • Ein Webbrowser (z. B. Firefox) und ein Emailprogramm (z. B. Thunderbird oder Evolution)
  • Einen Fotoeditor (GIMP), der fast so umfang­reich wie Photoshop ist.
  • Ein Instant Messenger.
  • Ein Videoplayer.
  • Ein Musikplayer mit Organisationsfunktionen.
  • Ein PDF-Betrachter.
  • Alles, was du brauchst, um Archive (ZIP usw.) zu entpacken.
  • Und vie­les Weitere.

Linux selbst ist nur ein Kernel, stan­dard­mä­ßig kann man damit nicht mal eine Textdatei anzei­gen las­sen. Die ver­schie­de­nen „Geschmacksrichtungen“ (Distributionen) sind Zusammenstellungen, die außer dem Kernel auch aus­ge­wähl­te Zusatzprogramme ent­hal­ten. Während man die­se Distributionen instal­liert, wer­den die­se Programme also mit­in­stal­liert; manch­mal unge­fragt, manch­mal nach Aufforderung. Es han­delt sich aber eben nur um eine Auswahl. Wenn man zum Beispiel unter Ubuntu Linux statt Mozilla Thunderbird lie­ber KMail oder mutt nut­zen möch­te, kommt man um das Nachinstallieren nicht herum.

Andersherum ist es auch mög­lich, sei­ne eige­ne Windows-Distribution zu erstel­len, die genau die Programme mit­in­stal­liert, die man selbst bevor­zugt. An ein­stei­ger­freund­li­chen Anwendungen, die dies erleich­tern, man­gelt es nicht.


These Nummer 7:

Linux benö­tigt kei­ne wei­te­ren Treiber. Alle Treiber sind bereits im Linux-Kernel, dem Kern des Systems, der mit jeder ein­zel­nen Linux-Installation mit­ge­lie­fert wird, integriert.

… außer eben Treiber für eini­ge aktu­el­le WLAN-Chips und der­glei­chen; und die pro­prie­tä­ren Grafiktreiber des Kartenherstellers (AMD oder nVidia) sucht man nor­ma­ler­wei­se auch ver­geb­lich. Und so einen Treiber unter Linux nach­zu­in­stal­lie­ren erfor­dert etwas mehr als einen Doppelklick auf sein Installationsprogramm, vor allem dann, wenn man (wegen des nicht erkann­ten WLAN-Chips) nicht ins Internet kommt.

Dass die Auswahl der mit­ge­lie­fer­ten Treiber nor­ma­ler­wei­se der Distributor über­nimmt und zum Beispiel Linux Mint mehr Treiber kennt als manch ande­re Distribution, ist dem Autoren auch gera­de sicher nur entfallen.


These Nummer 8:

Update dei­ne kom­plet­te Software mit einem ein­zi­gen Klick.

(…)

Linux hat eine zen­tra­le Stelle namens „Paket-Manager“, die sich eben­so um alles küm­mert, was auf dei­nem System instal­liert ist, wie auch um jede Software, die dein Computer besitzt.

Gut gemeint, lei­der voll dane­ben. Da hat der Autor noch kurz zuvor über die „Geschmacksrichtungen“ von Linux aus­ge­las­sen, und jetzt nimmt er Ubuntu Linux als pars pro toto her. Wahr ist, dass Windows, sofern man nicht nach­hilft, in den bis­her ver­öf­fent­lich­ten Versionen kei­nen „Paketmanager“ für Fremdanwendungen besitzt. Falsch ist, dass Linux selbst einen sol­chen hat. Slackware Linux etwa kennt nicht ein­mal ein rich­ti­ges Paketformat.

Viel Glück beim Klicken wün­sche ich.


These Nummer 9:

Warum Software ille­gal kopie­ren, wenn du sie umsonst haben kannst?

Du bist also völ­lig rei­nen Gewissens, du hast alle Lizenzen erwor­ben *räus­per* für jede Software, die du je benutzt hast *hust*? Nun, wenn das der Fall ist, herz­li­chen Glückwunsch :)

Der Autor gibt sich hier impli­zit als jemand zu erken­nen, der kein Problem damit hat, Programme aus frag­wür­di­gen Quellen her­un­ter­zu­la­den, ohne dafür zu bezah­len. Zuvor hat­te er ja noch Windows dafür die Schuld gege­ben, dass ein Windowsnutzer stän­dig mit „Viren, Trojaner, Adware, Spyware“ und der­glei­chen kon­fron­tiert wird. Dass ihm das mit der Ursache und der Wirkung auch an die­ser Stelle immer noch nicht auf­fällt, betrübt mich ein wenig.

Ich neh­me den Glückwunsch aller­dings gern an.

Wenn du Linux lau­fen hast und freie Software instal­lierst, wirst du dir dar­über (über das Beschaffen und Betreiben von Schwarzkopien, A.d.V.) nie­mals wie­der Sorgen machen müs­sen! Die mei­ste Freie (wie in RedeFREIheit) Software ist frei (wie in FREIbier). Du kannst frei­en Ersatz für den Großteil kom­mer­zi­el­ler Software finden.

Wenn mir einer mei­ner Leser auch nur ein ein­zi­ges kom­mer­zi­el­les Programm nen­nen kann, für das es unter Windows noch kei­nen adäqua­ten frei­en (belie­big defi­niert) Ersatz gibt, bekommt er ein Fleißbienchen. Selbst für Adobes Lightroom gibt es mit RawTherapee, UFRaw und der­glei­chen mehr als genug Alternativen. (Zugegeben: Bei Videobearbeitung müss­te ich gera­de passen.)


These Nummer 10:

Du brauchst neue Software? Durchsuche nicht das Netz, Linux besorgt sie für dich.

(…)

Linux hat etwas an Bord, das sich „Paketmanager“ nennt: Jede Software ist in ihrem eige­nen Container (Paket) enthalten.

Hier hat der Autor geschum­melt: Dies ist im Wesentlichen ein Duplikat von These Nummer 8, mei­ne Replik bit­te ich dort zu entnehmen.


These Nummer 11:

Erlebe die näch­ste Desktop-Generation.

(…) Linux kann bes­se­re Effekte dar­stel­len, ist kosten­los und läuft auch auf älte­ren Systemen.

Linux selbst kann das nicht, Zusatzprogramme für Linux kön­nen das. Betreibt man die­se Zusatzprogramme auf „älte­ren Systemen“, wird man an den „bes­se­ren Effekten“ aber nicht mehr viel Freude haben. Wem sol­che Spielereien Behagen berei­ten, der kann natür­lich auch unter Windows etli­che Programme instal­lie­ren, die sie qua­si nach Belieben ergän­zen; oder nutzt gleich einen Mac.


These Nummer 12:

Wenn dir bereits bekannt ist, was Fragmentierung ist und es bereits gewöhnt bist, dei­ne Platte ein­mal im Monat oder so zu defrag­men­tie­ren, ist hier die Kurzversion: Linux benö­tigt kei­ne Defragmentierung.

Wenn man bestimm­te Dateisysteme, etwa Reiser4, ver­wen­det, wird man frü­her oder spä­ter fest­stel­len, dass auch hier Fragmentierung besteht, die über das übli­che Maß von weni­gen Prozent hin­aus­geht. Üblicherweise begeg­net man dem, indem man Hintergrundprozesse mit der Defragmentierung beauftragt.

Genau das tut Windows seit Vista auto­ma­tisch. An Defragmentierung muss man auch hier nor­ma­ler­wei­se kei­nen Gedanken mehr verschwenden.


These Nummer 13:

So ziem­lich alle Windowsnutzer haben den glei­chen Desktop. Man kann noch den Hintergrund oder die Farben und Dekoration der Fenster ändern (stan­dard­mä­ßig blau), aber im Grunde ist alles die Windowsstandard-Benutzeroberfläche.

Blödsinn.


These Nummer 14:

Windows hat eini­ge Designfehler, wes­halb es immer lang­sa­mer und lang­sa­mer wird und nicht sehr lan­ge durch­hält. Du wirst wohl öfter schon gehört haben, wie jemand sag­te „Mein Windows ist total zuge­müllt, ich werd’s neu instal­lie­ren“. Eine Neuinstallation von Windows behebt das Problem … bis zum näch­sten Mal.

Von allein „müllt“ nichts und nie­mand Windows „zu“. Wer aller­dings stän­dig irgend­wel­che Schwarzkopien von zum Beispiel Photoshop instal­liert oder auch ein­fach nur bei jeder Installation aus­schließ­lich die „Weiter“-Schaltfläche betä­tigt, der wird schnell einen Geschwindigkeitsverlust beim Start bemer­ken. Das ist aber mensch­li­che Dummheit und kein Verschulden von Windows.

Im Gegenteil: Wer unter Linux des Öfteren neue Programme und vor allem Systemdienste instal­liert, der wird auch nur all­zu bald damit kon­fron­tiert wer­den, dass sein Arbeitsspeicher nicht unend­lich groß ist. Auch hier gilt: PEBKAC.

Der Autor die­ses Textes hat vie­le Leute davon über­zeugt, auf Linux zu wech­seln (…). Seit dem Tag des Wechsels haben die mei­sten von ihnen Windows ein- bis zwei­mal im Jahr neu­in­stal­liert; Linux dage­gen läuft immer noch schnell und sta­bil wie am ersten Tag.

(Nur, falls noch jemand dach­te, die auf­ge­stell­ten Thesen sei­en objek­tiv zu werten.)


These Nummer 15:

Tja, sich für Linux zu ent­schei­den kann durch­aus einen Einfluss auf unse­re Umwelt haben:

  • Windows und Mac OS wer­den in Schachteln ver­kauft. Das bedeu­tet, dass eine nicht unbe­trächt­li­che Menge an Papier und Plastik pro­du­ziert und nach dem Kauf wie­der ent­sorgt wer­den müs­sen. Linux kann kosten­frei aus dem Netz her­un­ter­ge­la­den wer­den; hier­bei wird weder Papier noch Plastik verwendet.
  • Unfreie (pro­prie­tä­re) Software für Windows und Mac OS wird eben­falls in Schachteln in hie­si­gen Geschäften ver­kauft, wäh­rend man die mei­ste Software für Linux kosten­frei aus dem Netz laden kann (wie­der wird kei­ner­lei Papier und Plasik verwendet).
  • Da die Mindestanforderungen für Windows und Mac OS höher und höher wer­den, wer­den vie­le Computer obso­let und müss­ten ent­sorgt wer­den … Aber da Linux selbst auf sehr alten Maschinen recht gut läuft, kön­nen die­se für ver­schie­de­ne Zwecke (Speicherplatz, Internetzugriff, Media-Center usw.) umfunk­tio­niert wer­den, anstatt sie wegzuwerfen!
  • Millionen von CDs wer­den für Windows und Mac OS gepresst und an Verbraucher ver­kauft. Für Linux muss zwar auch eine CD gebrannt wer­den (auch wenn Installationen über das Netzwerk, von der Festplatte oder dem USB-Stick durch­aus üblich sind). Allerdings ent­schei­den sich vie­le Anwender dafür, es auf eine wie­der­be­schreib­ba­re CD („CD-RW“) zu bren­nen, die nach der Installation für ande­re Zwecke wie­der­ver­wen­det wer­den kann (anders als bei pro­prie­tä­ren Betriebssystemen muss man nach der Installation die CD nicht auf­be­wah­ren, da man sie im Zweifelsfall wie­der her­un­ter­la­den kann).
  • Linux, zum Beispiel openSUSE, wird in Schachteln ver­kauft. Das bedeu­tet, dass eine nicht unbe­trächt­li­che Menge an Papier und Plastik pro­du­ziert und nach dem Kauf wie­der ent­sorgt wer­den müs­sen. Das macht Mac OS bes­ser, da die neu­en Versionen von Mac OS X aus­schließ­lich über Apples „App Store“ erhält­lich sind.
  • Unfreie (pro­prie­tä­re) Software für Linux wird eben­falls in Schachteln in hie­si­gen Geschäften ver­kauft. Das macht Mac OS bes­ser, da alles auch über Apples „App Store“ erhält­lich ist.
  • Da die Mindestanforderungen für Linux und sei­ne Desktopumgebungen höher und höher wer­den, wer­den vie­le Computer obso­let und müss­ten ent­sorgt wer­den … Aber da zum Beispiel Windows 98 selbst auf sehr alten Maschinen recht gut läuft, kön­nen die­se für ver­schie­de­ne Zwecke (Speicherplatz, Internetzugriff, Media-Center usw.) umfunk­tio­niert wer­den, anstatt sie wegzuwerfen!

„Kann denn nicht wenig­stens einer end­lich mal an die Kinder denken?“


These Nummer 16:

Keine Hintertüren in dei­ner Software.

(…)

Das ist der Grund, war­um du sicher sein kannst, dass Open-Source-Software kei­ne bösen Dinge hin­ter dei­nem Rücken tut: Die Gemeinschaft hat stets ein Auge auf alle Rezepte.

2. Dezember 2010: Hintertür in ProFTPD (unter Linux) ein­ge­schleust, blieb tage­lang unbe­merkt, erlaub­te Übernahme des Systems.
4. Juli 2011: Hintertür in vsftpd (unter Linux) ein­ge­schleust, erlaub­te Übernahme des Systems.

Und so wei­ter und so fort. Damit wäre, ganz neben­bei, das mit dem „offe­ner Quellcode ist immer bes­ser“ auch geklärt.


These Nummer 17:

Eines (sic!, A.d.V.) der Vorteile frei­er Software (und ins­be­son­de­re Linux) ist, dass man es mit einer rich­ti­gen Gemeinschaft zu tun hat. Anwender und Entwickler sind wirk­lich da drau­ßen, in Webforen, auf Mailinglisten, in IRC-Chats, immer bereit, Neulingen zu hel­fen. Sie alle freu­en sich, dass mehr und mehr Menschen zu Linux wech­seln und hel­fen ihnen ger­ne, mit dem neu­en System zurechtzukommen.

Menschen, die ihre Freizeit damit ver­brin­gen, Windowsnutzern bei ihren Problemen zu hel­fen, gab es schon, bevor es Linux gab. An deutsch­spra­chi­gen Hilfeforen für Windows man­gelt es jeden­falls nicht, eine kur­ze Suche nach win­dows hil­fe forum mit einer Suchmaschine eurer Wahl bestä­tigt das sicher.


These Nummer 18:

Zu vie­le Fenster? Benutz Arbeitsflächen.

Wird gemacht.

Ich war nie ein Windowsbenutzer und es gibt eine Sache, die ich ein­fach nicht ver­ste­he: Wenn du erst­mal dein Schreibprogramm, dei­nen Webbrowser, dein Emailprogramm, dei­nen Instant-Messenger und ein paar Fenster, um dei­ne Daten zu über­blicken, offen hast, wie schafft man es dann als Windowsbenutzer, sich nicht zwi­schen all die­sen Fenstern auf dem­sel­ben Bildschirm zu ver­lie­ren?

Wenn das alles wäre, was der Autor nicht ver­steht, wür­de ich die­sen Text hier nicht schrei­ben. Dass er nie Windows benutzt hat, hät­te er aller­dings nicht expli­zit dar­le­gen müs­sen - das springt dem Leser gera­de­zu ins Gesicht. Übrigens, wir Windowsnutzer haben da ein ganz ein­fa­ches Konzept, um den Überblick zwi­schen gera­de benö­tig­ten Fenstern zu behal­ten: Es heißt „Minimieren“. Das kann ich nur weiterempfehlen.


These Nummer 19:

Kein Riesendurcheinander in dei­nem Startmenü

(…)

Alle instal­lier­ba­ren Linuxanwendungen kom­men mit der Information, wel­che Art von Software sie ent­hal­ten, sodass der Benutzer (das wärst dann du!) über­haupt nichts tun muss, um die Applikationen ordent­lich in Kategorien sor­tiert zu haben[.]

Mit ande­ren Worten: „Linux“ ent­mün­digt den Benutzer, sei­ne eige­ne Kategorisierung vor­zu­neh­men, und drängt ihm statt­des­sen vor­ge­ge­be­ne Kategorien auf. Inwieweit alpha­be­ti­sche Sortierung nun ein „Durcheinander“ ver­ur­sacht, leuch­tet mir gera­de nicht ein; was ich am Windows-Startmenü aber sehr schät­ze, ist die Möglichkeit, nach Belieben eige­ne Ordner und Unterordner („Kategorien“) anzu­le­gen und dar­in auf­zu­be­wah­ren, was mir gera­de in den Kram passt.

Übrigens hat KDE 4 sicher nicht zufäl­lig ein Suchfeld im „Startmenü“ spen­diert bekom­men: So über­sicht­lich ist das mit den Kategorien eben auch nicht, wenn man pro­duk­tiv damit arbei­ten möchte.


These Nummer 20:

Warte nicht jah­re­lang dar­auf, dass Bugs beho­ben wer­den; mel­de sie und bring sie zur Strecke

Eigentlich ist dies ein Duplikat von These Nummer 16, mei­ne Replik bit­te ich an die­ser Stelle gedank­lich einzufügen.


These Nummer 21:

Bist du es leid, dei­nen Computer stän­dig neu­star­ten zu müssen?

Hast du gera­de ein oder zwei Kleinigkeiten auf dei­nem Windows-System mit dem „Windows-Update“ aktua­li­siert? Bitte neu­star­ten. Hast du gera­de neue Software instal­liert? Bitte neu­star­ten. Scheint dein System insta­bil zu sein? Versuch neu­zu­star­ten, wahr­schein­lich wird danach alles bes­ser funktionieren.

Den Linux-Kernel kann man ohne einen Neustart eben­falls nicht aus­tau­schen (sie­he These Nummer 2), und dass die Installation eines Programms zwin­gend einen Neustart erfor­dert, dürf­te auch kaum noch vor­kom­men. Wie unter Linux brin­gen man­che Programme ledig­lich ihre eige­nen Treiber und/oder Dienste mit, die in der Regel auto­ma­tisch ihr Werk ver­rich­ten. Die weni­gen Ausnahmen ohne einen Neustart zu laden bezie­hungs­wei­se zu star­ten ist sogar ein­fa­cher als unter Linux, denn Windows erfor­dert kei­ner­lei Konsoleneingaben hierfür.

Ach, ich ver­gaß: Der Autor hat nie Windows benutzt. Sollte er viel­leicht mal.


These Nummer 22:

Windows benö­tigt mit stei­gen­der Versionsnummer (95, 98, 2000, Me, XP, Vista, 7 usw.) mehr und mehr Hardware-Power. Wenn du also Windows wei­ter benut­zen willst, musst du stän­dig neue Hardware kau­fen. (…) Aber war­um soll­ten die mei­sten Nutzer, die im Netz sur­fen, Emails lesen und schrei­ben sowie Textdateien und Folien ver­fas­sen, sich alle zwei, drei oder vier Jahre einen neu­en Computer kau­fen, außer dass die Händler dar­an verdienen?

Warum soll­ten die mei­sten Nutzer, die im Netz sur­fen, E-Mails lesen und schrei­ben sowie Textdateien und Folien ver­fas­sen, ihre gewohn­te Arbeitsumgebung (zum Beispiel Windows 98) aus­tau­schen wol­len? Wer immer das Neueste haben möch­te, der wird auch unter Linux frü­her oder spä­ter bemer­ken, dass die vor­han­de­ne Rechenkraft nicht mehr genügt. „Never chan­ge a run­ning system.“ Windows 7 läuft nicht auf der betag­ten Kiste? Man muss es nicht benut­zen. So ein­fach kann das Leben sein.


These Nummer 23:

Spiel hun­der­te von frei­en Spielen

Beinahe alles Nötige habe ich dazu schon unter These Nummer 9 geschrie­ben, allen­falls möch­te ich noch eine Ergänzung anbrin­gen: Auch an frei­en Spielen man­gelt es Windows nicht.


These Nummer 24:

Hilf ande­ren Ländern inklu­si­ve dei­nem eigenen
(…)

Bei Freier Software (z. B. Linux) könn­te die Wirtschaft (und das IT-Wissen) dei­nes Landes pro­fi­tie­ren, da eine Menge klei­ner und mitt­le­rer Unternehmen an die Anforderungen der Kunden ange­pass­te Lösungen, Beratung und Support etc. anbie­ten könnten.

Menschen, die wis­sen, wie man Dinge erle­digt und das Geld im Land hal­ten, wer­den dar­aus einen grö­ße­ren Vorteil zie­hen als sol­che, die nur Schachteln ver­kau­fen, das Geld ver­schicken und Leute zurück­las­sen, die IT nicht wirk­lich verstehen.

Nun läuft die digi­ta­le Verwaltung in Deutschland zu einem beträcht­li­chen Teil unter Windows ab. Das Umlernen sei­tens aller betrof­fe­nen Mitarbeiter in Schulungen kostet wahr­schein­lich (berück­sich­tigt man den Arbeitsausfall) mehr als die Windowslizenzen, die man sich dann spa­ren wür­de; von den auf Windows zuge­schnit­te­nen Spezialanwendungen, die öffent­li­che Einrichtungen in der Regel ein­set­zen, ein­mal ganz zu schweigen.


These Nummer 25:

Benutz MSN, AIM, ICQ und Jabber mit einem ein­zi­gen Programm.

Aber mit Vergnügen.


These Nummer 26:

Linux hat vie­le Musikplayer (wie Amarok, Rhythmbox, Banshee usw.) und man­che von ihnen sind groß­ar­tig. Teste z. B. Amarok (…): Er ver­wal­tet und spielt dei­ne Musik per­fekt, lernt, wel­che Stücke du am lieb­sten hörst, ruft auto­ma­tisch deren Titel (und Songtexte) aus dem Internet ab und besorgt dir sogar das CD-Cover!

Ich per­sön­lich fin­de Amarok, den es seit April 2007 auch für Windows gibt, eher mäßig „groß­ar­tig“. An kosten­lo­sen Musikspielern, als da wären Winamp, foobar2000, 1by1, VLC (der auch Videos abspie­len kann), AIMP und so wei­ter, man­gelt es Windows jeden­falls eben­falls nicht.


These Nummer 27:

Bist du es leid, ein Thermometer drau­ßen am Fenster zu haben und es zu über­prü­fen, bevor du raus gehst? Wirf ein­fach nur einen Blick auf den Linux-Bildschirm und behalt das Wetter im Auge[.]

Wir Windowsnutzer ken­nen ja einen gehei­men Trick: Wenn wir wis­sen wol­len, ob es kalt ist, machen wir das Fenster ein­fach auf. Selbstverständlich kön­nen wir aber auch eine Wetteranzeige nut­zen, falls wir im fen­ster­lo­sen Kellerraum leben.


Warum Linux nun bes­ser ist, weiß ich immer noch nicht, und der Autor scheint auch nicht mehr zu wis­sen. Wenn die 27 Thesen (die Duplikate mit­ge­zählt) ein Anlass zum Umstieg sein sol­len, haben sie ihr Ziel jeden­falls gründ­lich verfehlt.

Aber so sind sie, die fana­ti­schen Linuxjünger: Ein Betriebssystem ist für sie nicht bloß Mittel zum Zweck, son­dern ihr Heiligtum. Vor reli­giö­sem Wahn ver­liert man da schon mal die Bodenhaftung. Preiset den HErrn Torvalds und ver­fol­get die Ungläubigen, auf dass sie geheilt wer­den von ihrem Fluch. Amen?

Senfecke:

  1. hal­lo

    Als Windows und Linux Nutzer habe ich mit viel Spass die­sen Beitrag gele­sen. Ich werd sicher noch öfters hier rein­schau­en! :)

  2. Falls du aber doch pro­gram­mie­ren kannst und den Fehler behebst, wird er mit der näch­sten Aktualisierung dei­nes Systems wie­der da sein, bis Canonical dei­ne Korrektur übernimmt.

    Nicht zwin­gend. Ich kann das Paket was den Fehler ver­ur­sacht auch weg­schmei­ssen und mein eige­nes verwenden.

    (belie­big definiert)

    Naja, biss­chen in die Trickkiste gegrif­fen? Beliebig defi­nie­ren kann man viel. Trotzdem ist Gimp kei­ne wirk­li­che Alternative zu PS/FW, Pidgin zu Miranda, Xchat zu Mirc. Kann man schön bis auf’s Messer dis­ku­tie­ren, wur­de aber schon zur Genüge, des­we­gen müs­sen wir das hier nicht von vorn anfan­gen ;)

    Ansonsten: Top-Liste, viel Stuss schreibt der gute Junge. Ich bezweif­le aller­dings, dass der all­zu lang auf ’ner Linux-distri unter­wegs wäre. Der is letz­te Woche von Windows Vista gewech­selt und muss sich jetzt beschwö­ren dass das rich­tig war, obwohl er total abkotzt…

  3. Die „belie­bi­ge Definition“ erwähn­te ich, weil auch der Autor „freie Rede“ und „Freibier“ mun­ter durch­ein­an­der­wür­felt. Übrigens: GIMP ist eine Alternative zu Photoshop, vor allem, wenn du es mit Plugins voll­stopfst - aber nur, bis du mal Photoshop gese­hen hast. (Ich mag Photoshop trotz­dem nicht.)

    Nachtrag: Erklär mal einem Laien, wie er defek­te Pakete iden­ti­fi­zie­ren und Ersatz fin­den kann.

  4. das mit dem Laien ist mir wohl klar, aber Du sprachst nicht von einem :p

    Zu Gimp vs PS sag ich wie gesagt nix, jedem so umständ­lich wie er’s braucht.

  5. Ich wünsch­te mir Technik und kei­ne Blasphemie. Bei Schwarzkopien von zum Beispiel Photoshop kennst Du Dich ganz offen­sicht­lich rich­tig gut aus.

  6. :winken:

    ‚tux­pro­ject‘ und ‚tux‘ klingt wie ein nick von einem Pinguin-Fanatiker. 

    Außerdem muß kei­ner Ubuntu benüt­zen. Er kann auch Fedora, Archlinux, Debian oder sonst was benut­zen. Jede die­ser Distris ent­hält unge­fähr die­sel­ben Programme. Man muß auch nicht KDE4 benüt­zen. Man kann statt­des­sen auch XFCE4 benüt­zen. Archlinux + XFCE4 läuft bei mir auf einer 12 Jahre alten Büchse. Im Augenblick arbei­te ich damit viel lie­ber als mit WinXP. Letzteres braucht etwa 2 Minuten für den Start. Dann poppt unnd bim­melt das Ding andau­ernd, weil die­se Software aktua­li­siert wer­den möch­te und jene die käuf­li­che Vollversionen anpreist. Und wenn man, um end­lich Ruhe zu bekom­men, mal auf OK drückt, dann aktua­li­siert sich das Ding und ver­sucht dann den Rechner neu­zu­star­ten, und reißt mich aus der Arbeit her­aus. Installation von Programmen ohne anschlie­ßen­den Neustart ist eher unge­wöhn­lich; stört mich aber nicht so sehr wie der Aktualisierungswahnsinn, der mich bei der Arbeit stört.

    Ansonsten hast Du natür­lich recht. Diese Pinguin-Fanatiker nerven.

  7. Ach, nein, ein Fanatiker bin ich nicht. Ich mag nur Pinguine. :)

    Fedora ent­hält nicht unge­fähr die­sel­ben Programme wie Arch Linux. Nur, weil das GNU-Userland über­all drin­steckt, heißt das nicht, dass man die Distributionen belie­big aus­tau­schen könnte.

    Installation von Programmen ohne anschlie­ßen­den Neustart ist eher ungewöhnlich;

    Ich fra­ge mich ernst­haft, was du für Programme einsetzst.

    stört mich aber nicht so sehr wie der Aktualisierungswahnsinn, der mich bei der Arbeit stört.

    Dein Problem ist, dass Windows Sicherheitsaktualisierungen bekommt? Na dann: Win+R - „services.msc“ - Windows Update - beenden.

  8. Fedora ent­hält nicht unge­fähr die­sel­ben Programme wie Arch Linux. Nur, weil das GNU-Userland über­all drin­steckt, heißt das nicht, dass man die Distributionen belie­big aus­tau­schen könnte.

    Dafür gibt es gcc, make & Co.

    Ich fra­ge mich ernst­haft, was du für Programme einsetzst.

    Lexware-Steuerberatungssoftware, AntiVir-Dingsbums, Python+Reinteract+Gtk+…, Google-Chrome, irgend­so­ein Wirtschaftssimulationsprogramm, Adobe-Flashplayer und Adobe-Acrobat-Reader, SUN-Java, Apple-Quicktime (fürch­ter­lich!) und vie­les andere.

    Dein Problem ist, dass Windows Sicherheitsaktualisierungen bekommt? Na dann: Win+R – “services.msc” – Windows Update – beenden.

    Nö, das Windows-Update geht dis­kret von­stat­ten und unter­bricht mich nicht bei der Arbeit. Dieser Lexware-, AntiVir- und Adobe-Krempel und der Krempel von ande­ren Firmen, der nervt. Übrigens ist Updaten unter Linux mei­stens ent­span­nen­der, u.a. weil das gesam­te System mit allen sei­nen Anwendungsprogrammen in einem Zug aktua­li­siert wird. Bei Archlinux muß man danach natür­lich die Konfiguration reparieren.

  9. „gcc, make & Co.“, eben das GNU-Userland, aber das gan­ze GUI-Brimborium nicht. Übrigens: Niemand zwingt dich, die ein­ge­bau­ten Aktualisierungsdienste der Programme zu ver­wen­den. Auch nicht unter Windows.

  10. Ich stim­me dem Schreiber des Artikels zu. Ich bit­te ihn jedoch, „Linux-Jünger“ nicht zu ver-allgemeinern. 

    Ich sel­ber nut­ze Linux seit nun meh­re­ren Jahren, jedoch weil es genau das hat was ich brau­che. So wie ich Windows nut­ze, weil ich gewis­se Dinge von Windows brauche.

    Noch etwas zum Thema Freiheit: Wer „frei“ sein will, der soll so frei sein, sich einen 8052 Basic Interpreter zule­gen und sich sei­nen Rechner sel­ber löten + sel­ber pro­gram­mie­ren. Ich per­sön­lich respek­tie­re Microsoft - für die Arbeit die sie in der Vergangenheit gelei­stet haben und für dass, was sie in Zukunft noch lei­sten wer­den. Ebenso respek­tie­re ich Linus, für sei­ne über­ra­gen­de Arbeit an einem Kernel. Ach und übri­gens ;) Linux war eigent­lich nie als frei­er Kernel gedacht o; Selbst Linus woll­te eigent­lich Kommerz dar­aus beziehen.

    Ich fin­de Geld ehr­lich gesagt däm­lich. Es ver­ur­sacht vie­le nega­ti­ve Dinge. Aber wür­de man es umdre­hen: Ohne Geld wür­de wohl min­de­stens genau so viel schiefgehen.

    Danke für dei­nen Blog-Post über die­se schreck­li­che Seite. Sie ist DER Beweiß wie blöd man­che Nutzer sind. Wer auch immer meint „Linux ist die erleuch­tung“ der hat wohl weder Ahnung von Betriebssystemen noch von deren Gebrauch. Jedes System ist für eine bestimm­te Nutzergruppe, für einen bestimm­ten Zweck, etc am besten geeignet.

    Es bleibt jeden selbst über­las­sen, wel­ches System er nutzt. Wir brau­chen kei­ne Propagandisten.

    LG, Anonymous

  11. Ich ver­all­ge­mei­ne­re nicht, „Linuxjünger“ sind eben die, die Linux als Religion betrach­ten. Die muss man nicht ver­all­ge­mei­nern, das kön­nen sie schon ganz gut allein, etwa durch ihre Präsenz.

    Laut dem Buch „Just For Fun“ hat­te Linus eigent­lich nicht mal eine groß­räu­mi­ge Verbreitung im Sinn. Was stimmt denn nun?

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