NetzfundstückeNerdkrams
GNU und Linux: Fünf Missverständnisse

(Vorbe­merkung: Aus aktuellem Anlass noch mal was zu Betrieb­ssys­te­men; das reicht dann aber auch für diese Woche.)

Für meinen Beitrag über Mac OS X “Lion” hat­te ich zwar einige Recherchen angestellt, um nur keinen inhaltlichen Fehler zu machen. Was ich aber nicht bedacht hat­te, war, dass ich auch einige Leser habe, die Lin­ux min­destens so sehr verehren wie ein Mac-Nutzer Steve Jobs verehrt, und so nahm sich etwa Didi im dor­ti­gen Kom­men­tar­bere­ich die Frei­heit, all jene, die nicht auss­chließlich auf kosten­lose Soft­ware set­zen, als “mit dem Klam­mer­beu­tel gepud­ert” zu beze­ich­nen; anders gesagt hält er uns, die wir nicht auss­chließlich Lin­ux oder Reac­tOS oder wenig­stens BSD ein­set­zen, für ziem­lich doof.

Also habe ich beschlossen, mich noch mal einem lang­weili­gen Com­put­erthe­ma zu wid­men. Dem Beitrag über “Mac OS X gegen Win­dows” kön­nte ich nun einen Beitrag “Mac OS X gegen Lin­ux” oder so etwas fol­gen lassen, aber das wäre doch arg lan­gat­mig.

Wie es der Zufall jedoch so will, stieß ich vor ein paar Tagen auf ein wirk­lich ziem­lich schlecht­es Lin­ux-Tuto­ri­um für Win­dows-Umsteiger (ich twit­terte es bere­its) und möchte das nun zum Anlass nehmen, einige grundle­gende Missver­ständ­nisse zum The­ma GNU und Lin­ux aufzuk­lären.


Missver­ständ­nis Num­mer 1: Lin­ux ist bess­er als Win­dows.

Lin­ux ist nicht bess­er — Lin­ux ist anders. Wer bis­lang auss­chließlich mit Win­dows gear­beit­et hat, dem wird Lin­ux wie eine ganz neue, schillernde Welt mit qua­si unbe­gren­zten Möglichkeit­en erscheinen. Das bedeutet aber auch, dass man sich von den meis­ten wom­öglich seit vie­len Jahren gewohn­ten Bedi­enkonzepten ver­ab­schieden muss. Das gilt eben­so ander­sherum: Wer nie etwas anderes als Lin­ux benutzt hat, der ist wom­öglich beein­druckt von der Menge an Spie­len und Kon­fig­u­ra­tionswerkzeu­gen, die unter Win­dows zur Ver­fü­gung ste­hen. (Benei­denswert sind Lin­ux­er allerd­ings schon ein biss­chen, immer­hin müssen sie sich nicht mal beru­flich mit Adobe-Krem­pel herum­pla­gen.)

“Lin­ux ist bess­er als Win­dows” ist so richtig, wie es falsch ist; ein Skate­board ist ja auch nicht “bess­er” als ein Fahrrad, nur weil es vier Räder hat.


Missver­ständ­nis Num­mer 2: “Lin­ux” heißt eigentlich “GNU/Linux”.

Das sagt der Tutor:

lin­ux, wie das betrieb­ssys­tem vom user häu­fig genan­nt wird, heißt kor­rek­ter­weise GNU/Linux, was nix andres bedeutet, als dass der ker­nel zusam­men mit eini­gen pro­gram­men aus­geliefert wird, was das betrieb­ssys­tem für den nor­malen user nutzbar macht.

Aber GNU und Lin­ux haben nur periph­er miteinan­der zu tun.
Das GNU-Pro­jekt wurde in den 80-er Jahren von Richard Stall­man ins Leben gerufen. Es hat­te zum Ziel, eine freie Alter­na­tive zum damals ger­ade kom­merzial­isierten, pro­pri­etären AT&T Unix zu erschaf­fen. Nach eini­gen Jahren waren die nöti­gen Anwen­dung­spro­gramme (das so genan­nte “User­land”, zum Beispiel der Texte­d­i­tor Emacs, der C‑Compiler gcc und einige andere) weit­ge­hend fer­tig, es fehlte aber noch das Wichtig­ste, näm­lich ein Ker­nel als Plat­tform, auf dem diese Anwen­dun­gen laufen soll­ten. Die Entwick­lung des eige­nen, “Hurd” genan­nten Mikro­ker­nels dauert bis heute an (für 2012 oder 2013 ist eine erste endan­wen­der­taugliche Ver­sion geplant), 1991 entwick­elte jedoch Linus Tor­valds den Lin­ux-Ker­nel und stellte ihn unter die freie GNU-Lizenz GPL, so dass Lin­ux der erste Ker­nel für das geplante “GNU-Betrieb­ssys­tem” wurde.

Der Ter­mi­nus “GNU/Linux” — etwa in der Dis­tri­b­u­tion Debian GNU/Linux ver­wen­det — besagt, dass das Sys­tem frei und auf das GNU-“Userland” und den Lin­ux-Ker­nel aufge­baut ist. Android zum Beispiel bein­hal­tet zwar den Lin­ux-Ker­nel, aber kein­er­lei GNU-Code, somit ist Android ein Lin­ux, aber kein GNU/Linux. Ob Dis­tri­b­u­tio­nen, die pro­pri­etäre Anwen­dun­gen (etwa Grafik­treiber) enthal­ten, sich eben­falls GNU/Linux nen­nen “dür­fen”, ist strit­tig.


Missver­ständ­nis Num­mer 3: “GNU” heißt, dass es kosten­los ist.

Das sagt der Tutor:

die gpl ist eine lizenz, die angibt, dass alle pro­gramme, die ihr unter­ste­hen, quelloffen(open source) und kosten­los sein müssen

Das GNU-Pro­jekt ver­wen­det zwar den Begriff “freie Soft­ware”, beste­ht aber darauf, dass “frei” wie in “freier Rede”, nicht wie in “Frei­bier” benutzt wer­den soll. “Freie Soft­ware” bedeutet also keines­falls, dass man kein Geld dafür ver­lan­gen darf, son­dern nur, dass der Benutzer dieser Soft­ware, ob er nun dafür bezahlt hat oder nicht, nach eigen­em Ermessen mit ihr ver­fahren kann, ohne irgendwelche Lizenzbes­tim­mungen zu ver­let­zen.


Missver­ständ­nis Num­mer 4: Lin­ux ist sicher­er als Win­dows.

Das sagt der Tutor:

auch für lin­ux gibt es antiviren­pro­gramme und fire­walls, jedoch ist die anzahl an würmern und viren so klein bei lin­ux-basierten sys­tem so klein, dass man diesen aspekt ver­nach­läs­si­gen kann. zudem sind die dis­tri­b­u­tio­nen untere­inan­der so ver­schieden, dass es kaum eine möglichkeit zur ver­bre­itung gibt.

Jedes Betrieb­ssys­tem ist grund­sät­zlich so sich­er wie sein Anwen­der. Dass einige Sys­teme, etwa Mac OS X, häu­fig kri­tis­che Sicher­heit­slück­en haben, die in Lin­ux längst geschlossen sind oder nie offen waren, ist unter anderem dem Umstand geschuldet, dass Lin­ux quellof­fen ist, also viele tausend Benutzer den Quell­code nach möglichen Fehlern durch­suchen kön­nen. Viren und Würmer ver­bre­it­en sich aber ohne­hin nur sel­ten über tat­säch­liche Sicher­heit­slück­en, meist ist men­schlich­es Ver­sagen die Ursache, etwa, indem man unbe­dacht Mailan­hänge zweifel­hafter Herkun­ft öffnet. Wenn man dann noch als Sys­temad­min­is­tra­tor ein­gel­og­gt ist, was unter aktuellen Win­dowsver­sio­nen eben­so wie unter Lin­ux nicht mehr der Nor­mal­fall ist, dann kann so ein Virus auf der Fest­plat­te natür­lich nach Belieben seines Pro­gram­mier­ers arbeit­en. Aber was kann Win­dows dann dafür?

Übri­gens gibt es auch unter Lin­ux eine stan­dard­mäßig aktivierte Paket­fil­ter-Soft­ware (vul­go “Per­son­al Fire­wall”) namens ipt­a­bles; insofern ist Lin­ux stan­dard­mäßig genau so sich­er oder unsich­er wie jedes andere Sys­tem auch. (Wer einen Lin­ux-Serv­er ohne Viren­schutz betreibt, der wird das irgend­wann bereuen.)


Missver­ständ­nis Num­mer 5: Die beste Lin­uxdis­tri­b­u­tion ist ganz klar openSUSE/Ubuntu/Debian/Fedora/…

Das sagt der Tutor:

wenn ihr euch fragt, warum ger­ade ubun­tu: es ist mein­er mei­n­ung nach am anfänger­fre­undlich­sten (…) und hat eine super hard­ware­un­ter­stützung. es sieht schön aus (…) und ist nicht mit über­flüs­si­gen anwen­dun­gen über­laden, da es für jede auf­gabe nur ein pro­gramm zur ver­fü­gung stellt.

Ein­er der Vorteile von Lin­ux, die riesige Auswahl an freier Soft­ware, ist also plöt­zlich ein Nachteil; ver­ste­he. Jeden­falls ist es keine gute Idee, sich darauf zu ver­lassen, was andere Lin­ux­an­wen­der als “die beste Lin­uxdis­tri­b­u­tion” beze­ich­nen, denn jed­er Anwen­der hat andere Vor­lieben und Ken­nt­nisse im Umgang mit Betrieb­ssys­te­men.

Nach reinen Äußer­lichkeit­en sollte man auch nicht gehen. Die meis­ten Arbeit­sumge­bun­gen wie etwa KDE, Gnome und Xfce ste­hen für jede Lin­ux-Dis­tri­b­u­tion, einige auch für BSD oder Mac OS X, zur Ver­fü­gung und lassen sich unter jedem dieser Sys­teme gle­ich bedi­enen. (Eine Aus­nahme ist Ubun­tus “Unity”-Oberfläche, die allerd­ings auch wed­er son­der­lich ein­steiger- noch profifre­undlich ist.)

Aber so ähn­lich sich die Lin­ux-Dis­tri­b­u­tio­nen auch sind, unter der Haube unter­schei­den sie sich doch. So ist zum Beispiel Debian “Sta­ble”, wie der Name schon sagt, auf Sta­bil­ität opti­miert, was bedeutet, dass zwar ver­al­tete, aber erwiesen­er­maßen qua­si fehler­freie Pakete den Weg in die veröf­fentlichte Ver­sion find­en. Das genaue Gegen­teil davon ist Fedo­ra, dessen Entwick­ler auf die neueste Soft­ware set­zen, was allerd­ings hin und wieder zu Inkom­pat­i­bil­itäten führen kann. Lin­ux Mint der­weil, ein Neuzu­gang auf Debian- oder Ubun­tu-Basis, hebt sich durch ein­steiger­fre­undliche Assis­ten­ten von den anderen Dis­tri­b­u­tio­nen ab.

Welche Lin­ux-Dis­tri­b­u­tion “die beste” ist, hängt also von der ver­wen­de­ten Hard­ware — je exo­tis­ch­er, je neuer, desto mehr Prob­leme kön­nte die Treiberin­stal­la­tion bere­it­en — und von den Ansprüchen an das Sys­tem ab. Sta­bil­ität, Ein­steiger­fre­undlichkeit und Aktu­al­ität sind nur drei mögliche Aspek­te.

Angesichts der schieren Vielzahl an Lin­ux-Dis­tri­b­u­tio­nen, die etwa Dis­troWatch auflis­tet, ist es schwierig, den Überblick zu behal­ten. Es ist unter Umstän­den empfehlenswert, sich anfangs auf die “bekan­ntesten” Dis­tri­b­u­tio­nen zu beschränken, son­st bekommt man einen Haschmich.


Das eigentlich Erschreck­ende ist ja, dass diese Missver­ständ­nisse schon fast so alt sind wie Lin­ux selb­st und den­noch immer wieder auftreten; und dass sie im Laufe der Jahre nicht klein­er, son­dern vielmehr größer wer­den.

Das Mit­mach-Inter­net ist schon pri­ma, all diese Infor­ma­tio­nen, die es dort gibt! Wenn es doch nur eine Möglichkeit gäbe, sie zu durch­suchen…!

Ich hoffe, mit diesem Artikel meinen Teil zur Aufk­lärung beige­tra­gen zu haben. Kom­mentare sind erwün­scht.

Senfecke:

  1. Wenn man dann noch als Sys­tem­ad­mi­nis­tra­tor ein­ge­loggt ist, was unter aktu­el­len Win­dows­ver­sio­nen eben­so wie unter Lin­ux nicht mehr der Nor­mal­fall ist, dann kann so ein Virus auf der Fest­platte natür­lich nach Belie­ben sei­nes Pro­gram­mie­rers arbei­ten.

    Kor­rekt, aber Quatsch.
    De fac­to ist Otto­nor­mal-dau immer root. Egal auf welchem Sys­tem. Bspw. die Ein­führung des UAC unter Win (was fast iden­tisch ist mit der Vorge­hensweise unter Ubuntu/etc. ist) wirft die Sicher­heit um Jahre zurück.
    Speziell zu Win­dows ist festzuhal­ten: die Sicher­heit war unter W2k/XP bess­er gelöst, da man dort als eingeschränk­ter User mit der Nase drauf gestossen wurde/wird was man ger­ade vorhat, näm­lich ein direk­tes Ein­loggen als Admin­is­tra­tor, will man “sexy-teen.exe” instal­lieren.
    Unter neuen Win-ver­sio­nen mit UAC&Co bekommt man den nervi­gen Dia­log zu sehen, den man die let­zten 200 Mal auch schon ohne Lesen weggek­lickt hat.
    Bei Ubun­tu, Mac­ces & Co ist das ähn­lich, nur dass man dort zusät­zlich noch das Pass eingeben muss. (welch­es man nach 200maligen eingeben auch nur noch automa­tisiert tut)
    Meine Fre­undin (Otto­nor­maluser) hat Ubun­tu, und ich weiss genau, dass sie bei der Instal­la­tion eines Virus das root-ken­nwort eingeben wird. Nicht weil sie doof ist, son­dern weil das Sys­tem abs­tumpft. (Gut, man kön­nte das etwas restrik­tiv­er ein­stellen, das bringt dann aber andere Prob­leme mit sich)
    Her­rje, Romane und so … wollte das nur mal ein­wer­fen

  2. Die einzig DAU-sichere Lösung ist, dass so was wie “sudo” kom­plett wegfällt. Wobei: Gibt es schon, auf dem iPhone; mögen die Nutzer aber nicht, also hack­en sie sich selb­st Admin­rechte. Damit sie auf ihrem iPhone eben auch sexy_teens.app nutzen kön­nen.

    Die Sys­teme sind sich­er, nur die Nutzer sind blöd.

  3. …und so nahm sich etwa Didi im dor­ti­gen Kom­men­tar­be­reich die Frei­heit, all jene, die nicht aus­schließ­lich auf kos­ten­lose Soft­ware set­zen, als „mit dem Klam­mer­beu­tel gepu­dert“ zu bezeich­nen;…

    Unrichtig ist die Behaup­tung, ich hätte dargelegt, dass jene, die nicht aus­schließ­lich auf kos­ten­lose Soft­ware set­zen, mit dem Klam­mer­beu­tel gepu­dert und damit doof seien.
    Richtig ist vielmehr Fol­gen­des: Ich habe ledigllich behauptet, dass jene, die kein kosten­los­es Betrieb­ssys­tem nutzen, mit dem Klam­mer­beu­tel gepud­ert sein dürften (nicht sind!): Als kosten­los­es Betrieb­ssys­tem käme z. B. ein kosten­los­es Lin­ux oder oder auch ein kostenpflichtiges Win­dows oder Mac OS in Betra­cht. Natür­lich ist Let­zteres im Kon­text zu meinen weit­eren Kom­mentaren Deines Artikels zu sehen. Diese Frei­heit nahm ich mir in der Tat.

    …anders gesagt hält er uns, die wir nicht aus­schließ­lich Lin­ux oder Reac­tOS oder wenigs­tens BSD ein­set­zen, für ziem­lich doof.

    Das ist allein Deine Behaup­tung.

  4. Lin­ux ist nicht bes­ser?—?Linux ist anders

    Richtig.

    Wer bis­lang aus­schließ­lich mit Win­dows gear­bei­tet hat, dem wird Lin­ux wie eine ganz neue, schil­lernde Welt mit qua­si unbe­grenz­ten Mög­lich­kei­ten erschei­nen.

    Ich habe bis XP (da ich im Gegen­teil zu Dir Microsofts Taschen­spiel­er­tricks nicht mit­gemacht habe) mit Win­dows gear­beit­et. Seit 3 Ubun­tu-Ver­sio­nen arbeite ich mit ver­schiede­nen Lin­ux-Dis­tris. Den­noch erscheint mir Lin­ux auch heute noch als ein Sys­tem mit qua­si unbe­gren­zten Möglichkeit­en.

    Das bedeu­tet aber auch, dass man sich von den meis­ten womög­lich seit vie­len Jah­ren gewohn­ten Bedien­kon­zep­ten ver­ab­schie­den muss.

    Nein, ganz im Gegen­teil: Ein­mal verin­ner­licht, empfinde ich Lin­ux als äußerst kom­fort­a­bel, von eini­gen speziellen Dis­tris für Profis mal abge­se­hen.

    Lin­ux ist siche­rer als Win­dows.

    Richtig, wenn man diese Aus­sage im Zusam­men­hang mit den ein­set­zen­den Nutzern sieht. Den­noch lasse ich mich auf diese Diskus­sion nicht weit­er mehr ein. Sie ist ufer­los.

    Es ist unter Umstän­den emp­feh­lens­wert, sich anfangs auf die „bekann­tes­ten“ Dis­tri­bu­tio­nen zu beschrän­ken, son­st bekommt man einen Haschmich.

    Richtig. Vor allem sollte man auf die Unter­stützung ein­er großen Gemein­schaft acht­en, wie z. B. ubuntuusers.de, was für anfänglich­es Umdenken sehr hil­fre­ich ist. Dadurch ergibt sich natür­lich auch das zu ver­wen­dende Betrieb­ssys­tem (von Mint mal abge­se­hen). Jeden­falls ist der dadurch bed­ingte Lern­fak­tor enorm, wenn man auf Kom­mu­nika­tion und nicht lieber auf irgendwelche Hand­büch­er set­zt.

  5. Die Lin­ux-man­pages doku­men­tieren Lin­ux umfan­gre­ich­er als irgendwelche Foren das je kön­nen wer­den. Wer natür­lich zu faul ist, sich einzule­sen, der wird nie viel Freude mit seinem Lin­ux haben, denn er ist darauf beschränkt, nur solche Pro­gramme einzuset­zen, die sich wie Win­dows bedi­enen lassen; idioten­sich­er eben. (Stich­wort: Vim.) Eine große Gemein­schaft hat inzwis­chen fast jede Dis­tri­b­u­tion hin­ter sich, und, wie ich andeutete, sollte es auch kein großes Prob­lem darstellen, z.B. im Debian­fo­rum Lösun­gen für Prob­leme mit Ubun­tu zu bekom­men; oder im Ubuntu­fo­rum mit Fedo­ra usw.

    Du hast dich nicht wörtlich so aus­ge­drückt, aber zumin­d­est hältst du mich als Win­dows­nutzer — obwohl ich seit Jahren immer irgend­wo “neben­bei” was mit Lin­ux gemacht habe — für anfäl­lig gegenüber “Taschen­spiel­er­tricks”, was ich ja nun nicht unbe­d­ingt für kor­rekt halte. Bedenke, Canon­i­cal finanziert sich auch nicht von Luft und Liebe.

    Übri­gens bezwei­fle ich, dass ein blauäugiger Win­dows­nutzer mehr Schaden anricht­en kann als ein blauäugiger Lin­uxnutzer, der sein Sys­tem eh für unan­greif­bar hält…

  6. Ich habe sehr viel Freude mit Lin­ux, viel mehr, als ich je mit Win­dows hat­te bzw. haben werde: Ein­fach und sich­er sur­fen, bzw. mein Sys­tem schnell, ein­fach und sich­er nach Belieben anzu­passen. Pro­gramme, wie Vim, verder­ben allerd­ings den Spaß: Schließlich studiere ich auch nicht erst die Schalt­pläne eines TV-Gerätes, um beim Fernse­hen Spaß zu haben. Es reicht mir, den Sender­such­lauf zu starten und meine Pro­gramme zu genießen. Der Rest ist was für Spezial­is­ten, und dazu zäh­le ich nicht, zumal ich den ganzen Tag Fach­lek­türe ander­er Art zu lesen habe.
    Ich kenne viele Online-Gemein­schaften: Die von Dir genan­nten und auch alle andere kön­nen ubuntuusers.de noch nicht ein­mal ansatzweise das Wass­er reichen. Die Debian-Gemein­schaft ist jeden­falls nur etwas für Profis und damit ‑zumin­d­est für mich- völ­lig unbrauch­bar.
    Alles andere sind Unter­stel­lun­gen, die kein­er weit­eren Kom­men­tierung bedür­fen.

  7. Ein Betrieb­ssys­tem soll auch keinen Spaß machen, son­dern eine Plat­tform für Anwen­dun­gen bere­it stellen, die Spaß machen. Um das volle Spaßpoten­zial auss­chöpfen zu kön­nen, sollte man erst mal wis­sen, was das Sys­tem über­haupt alles kann. Dafür gibt es die man­pages.

    debianforum.de zum Beispiel hat mir auch schon wirk­lich sehr blöde Ein­steiger­fra­gen beant­wortet. Nicht jed­er Debian­er ist ein Lin­ux-Guru.

  8. @ “Adobe Krem­pel”, nicht alles ist Schrott von Abobe…nenn mir z.B. einen RAW Con­vert­er der bess­er ist als Adobe Light­room und dazu auch noch auf Lin­ux läuft… richtig, gibts keinen, auch nicht mit WINE…und diese Sache ist die Einzige die mich vom Debian abhält, fiese Sache eigentlich :evil:

  9. Die CS-Suite ist super. Den Pro­gram­men kann kein ander­er Anbi­eter das Wass­er reichen. Wer etwas anderes behauptet, hat nie aus­giebig und pro­fes­sionell mit dem Kon­vo­lut gear­beit­et.

  10. Du schaffst es noch ein­mal, dass Lay­out Dein­er Seite in den Griff zu bekom­men. Dann dürfte Adobes Suite erst recht ein Buch mit sieben Siegeln sein.

  11. Das ist doch intakt?
    Sog­ar die Inter­net-Explor­er-Ver­sion geht wieder, hat­te da was überse­hen. Sagt mir natür­lich auch mal wieder kein­er. Ärg­er­lich.

  12. Ich werde dieses Prob­lem dem Entwick­ler melden, der das hier ver­wen­dete Emoti­con-Plu­g­in ver­brochen hat. Alle anderen Plu­g­ins mit Cache­funk­tion behal­ten die eingestell­ten Rechte ja auch bei.

  13. Guter Artikel im Prinzip, nur ein wenig zuviel Liebe­serk­lärung an WinLoose­dows :twisted:
    Ein weit­er­er Vorteil von Lin­ux gegenüber anderen OS: ich kann mit Hil­fe eines bes­timmten Tools ein Back­up meines Sys­tems machen und davon eine Live-DVD erstellen, die ich auf jedem anderen Rech­n­er, ob PC oder MAC ist egal, starten kann (insofern keine pro­pri­etären Treiber instal­liert sind). Grund­sät­zlich hat sich die Benutzer­fre­undlichkeit von Lin­ux sehr verbessert und mir geht es bei eini­gen Dis­tros (Ubun­tu ist da ganz weit vorne) eigentlich schon zu sehr in Rich­tung Win­dows, weil durch diese ganze aufge­blähte Grafik das Sys­tem unnötig belastet wird. Über Spe­ich­er- und Dateiver­wal­tung will ich hier nicht großear­tig reden. Da ver­sagt Win­dows ein­fach nur.
    Zum Sicher­heit­saspekt sei gesagt: Anwen­der haben mit ihrem Ver­hal­ten einen großen Ein­fluß auf die Sicher­heit­saspek­te eines Sys­tems, stimmt. Die ganzen Sicher­heit­sup­dates von Win­dows allerd­ings sprechen auch eine eigene Sprache.

    Übri­gens, pro­bier mal Dark­table unter Debian, hab gehört, dass das ganz gut sein soll. Hab aber nicht wirk­lich Ahnung ;-)

  14. Wer “Los­er” mit “oo” schreibt, ist…

    Ich kann mir eine Win­dows-Live-CD erstellen, WinPE sei Dank. Dark­Table kenne ich mit­tler­weile, bin aber bei RawTher­a­pee hän­gen geblieben. :)

Comments are closed.

https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_smilenew.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_biggrin2.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_sadnew.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_eek.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_shocked.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_confusednew.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_coolnew.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_lol.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_madnew.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_aufsmaul.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_seb_zunge.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_blushnew.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_frown.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_twistedevil1.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_twistedevil2.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/icon_mad.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_rolleyesnew.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_wink2.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_idea2.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_arrow2.gif 
mehr …
 

Erlaubte Tags:
<strong> <em> <pre> <code> <a href="" title=""> <img src="" title="" alt=""> <blockquote> <q> <b> <i> <del> <tt> <span style=""> <strike>

Datenschutzhinweis: Deine IP-Adresse wird nicht gespeichert. Details findest du hier.