NerdkramsNetzfundstücke
GNU und Linux: Fünf Missverständnisse

(Vor­be­mer­kung: Aus aktu­el­lem Anlass noch mal was zu Betriebs­sy­ste­men; das reicht dann aber auch für die­se Woche.)

Für mei­nen Bei­trag über Mac OS X „Lion” hat­te ich zwar eini­ge Recher­chen ange­stellt, um nur kei­nen inhalt­li­chen Feh­ler zu machen. Was ich aber nicht bedacht hat­te, war, dass ich auch eini­ge Leser habe, die Linux min­de­stens so sehr ver­eh­ren wie ein Mac-Nut­zer Ste­ve Jobs ver­ehrt, und so nahm sich etwa Didi im dor­ti­gen Kom­men­tar­be­reich die Frei­heit, all jene, die nicht aus­schließ­lich auf kosten­lo­se Soft­ware set­zen, als „mit dem Klam­mer­beu­tel gepu­dert” zu bezeich­nen; anders gesagt hält er uns, die wir nicht aus­schließ­lich Linux oder Reac­tOS oder wenig­stens BSD ein­set­zen, für ziem­lich doof.

Also habe ich beschlos­sen, mich noch mal einem lang­wei­li­gen Com­pu­ter­the­ma zu wid­men. Dem Bei­trag über „Mac OS X gegen Win­dows” könn­te ich nun einen Bei­trag „Mac OS X gegen Linux” oder so etwas fol­gen las­sen, aber das wäre doch arg langatmig.

Wie es der Zufall jedoch so will, stieß ich vor ein paar Tagen auf ein wirk­lich ziem­lich schlech­tes Linux-Tuto­ri­um für Win­dows-Umstei­ger (ich twit­ter­te es bereits) und möch­te das nun zum Anlass neh­men, eini­ge grund­le­gen­de Miss­ver­ständ­nis­se zum The­ma GNU und Linux aufzuklären. 


Miss­ver­ständ­nis Num­mer 1: Linux ist bes­ser als Windows.

Linux ist nicht bes­ser – Linux ist anders. Wer bis­lang aus­schließ­lich mit Win­dows gear­bei­tet hat, dem wird Linux wie eine ganz neue, schil­lern­de Welt mit qua­si unbe­grenz­ten Mög­lich­kei­ten erschei­nen. Das bedeu­tet aber auch, dass man sich von den mei­sten womög­lich seit vie­len Jah­ren gewohn­ten Bedien­kon­zep­ten ver­ab­schie­den muss. Das gilt eben­so anders­her­um: Wer nie etwas ande­res als Linux benutzt hat, der ist womög­lich beein­druckt von der Men­ge an Spie­len und Kon­fi­gu­ra­ti­ons­werk­zeu­gen, die unter Win­dows zur Ver­fü­gung ste­hen. (Benei­dens­wert sind Linu­xer aller­dings schon ein biss­chen, immer­hin müs­sen sie sich nicht mal beruf­lich mit Ado­be-Krem­pel herumplagen.)

„Linux ist bes­ser als Win­dows” ist so rich­tig, wie es falsch ist; ein Skate­board ist ja auch nicht „bes­ser” als ein Fahr­rad, nur weil es vier Räder hat.


Miss­ver­ständ­nis Num­mer 2: „Linux” heißt eigent­lich „GNU/Linux”.

Das sagt der Tutor:

linux, wie das betriebs­sy­stem vom user häu­fig genannt wird, heißt kor­rek­ter­wei­se GNU/Linux, was nix and­res bedeu­tet, als dass der ker­nel zusam­men mit eini­gen pro­gram­men aus­ge­lie­fert wird, was das betriebs­sy­stem für den nor­ma­len user nutz­bar macht.

Aber GNU und Linux haben nur peri­pher mit­ein­an­der zu tun.
Das GNU-Pro­jekt wur­de in den 80-er Jah­ren von Richard Stall­man ins Leben geru­fen. Es hat­te zum Ziel, eine freie Alter­na­ti­ve zum damals gera­de kom­mer­zia­li­sier­ten, pro­prie­tä­ren AT&T Unix zu erschaf­fen. Nach eini­gen Jah­ren waren die nöti­gen Anwen­dungs­pro­gram­me (das so genann­te „User­land”, zum Bei­spiel der Text­edi­tor Emacs, der C‑Compiler gcc und eini­ge ande­re) weit­ge­hend fer­tig, es fehl­te aber noch das Wich­tig­ste, näm­lich ein Ker­nel als Platt­form, auf dem die­se Anwen­dun­gen lau­fen soll­ten. Die Ent­wick­lung des eige­nen, „Hurd” genann­ten Mikro­ker­nels dau­ert bis heu­te an (für 2012 oder 2013 ist eine erste end­an­wen­der­taug­li­che Ver­si­on geplant), 1991 ent­wickel­te jedoch Linus Tor­valds den Linux-Ker­nel und stell­te ihn unter die freie GNU-Lizenz GPL, so dass Linux der erste Ker­nel für das geplan­te „GNU-Betriebs­sy­stem” wurde.

Der Ter­mi­nus „GNU/Linux” – etwa in der Dis­tri­bu­ti­on Debi­an GNU/Linux ver­wen­det – besagt, dass das System frei und auf das GNU-„Userland” und den Linux-Ker­nel auf­ge­baut ist. Android zum Bei­spiel beinhal­tet zwar den Linux-Ker­nel, aber kei­ner­lei GNU-Code, somit ist Android ein Linux, aber kein GNU/Linux. Ob Dis­tri­bu­tio­nen, die pro­prie­tä­re Anwen­dun­gen (etwa Gra­fik­trei­ber) ent­hal­ten, sich eben­falls GNU/Linux nen­nen „dür­fen”, ist strit­tig.


Miss­ver­ständ­nis Num­mer 3: „GNU” heißt, dass es kosten­los ist.

Das sagt der Tutor:

die gpl ist eine lizenz, die angibt, dass alle pro­gram­me, die ihr unter­ste­hen, quelloffen(open source) und kosten­los sein müssen

Das GNU-Pro­jekt ver­wen­det zwar den Begriff „freie Soft­ware”, besteht aber dar­auf, dass „frei” wie in „frei­er Rede”, nicht wie in „Frei­bier” benutzt wer­den soll. „Freie Soft­ware” bedeu­tet also kei­nes­falls, dass man kein Geld dafür ver­lan­gen darf, son­dern nur, dass der Benut­zer die­ser Soft­ware, ob er nun dafür bezahlt hat oder nicht, nach eige­nem Ermes­sen mit ihr ver­fah­ren kann, ohne irgend­wel­che Lizenz­be­stim­mun­gen zu verletzen.


Miss­ver­ständ­nis Num­mer 4: Linux ist siche­rer als Windows.

Das sagt der Tutor:

auch für linux gibt es anti­vi­ren­pro­gram­me und fire­walls, jedoch ist die anzahl an wür­mern und viren so klein bei linux-basier­ten system so klein, dass man die­sen aspekt ver­nach­läs­si­gen kann. zudem sind die dis­tri­bu­tio­nen unter­ein­an­der so ver­schie­den, dass es kaum eine mög­lich­keit zur ver­brei­tung gibt.

Jedes Betriebs­sy­stem ist grund­sätz­lich so sicher wie sein Anwen­der. Dass eini­ge Syste­me, etwa Mac OS X, häu­fig kri­ti­sche Sicher­heits­lücken haben, die in Linux längst geschlos­sen sind oder nie offen waren, ist unter ande­rem dem Umstand geschul­det, dass Linux quell­of­fen ist, also vie­le tau­send Benut­zer den Quell­code nach mög­li­chen Feh­lern durch­su­chen kön­nen. Viren und Wür­mer ver­brei­ten sich aber ohne­hin nur sel­ten über tat­säch­li­che Sicher­heits­lücken, meist ist mensch­li­ches Ver­sa­gen die Ursa­che, etwa, indem man unbe­dacht Mai­l­an­hän­ge zwei­fel­haf­ter Her­kunft öff­net. Wenn man dann noch als System­ad­mi­ni­stra­tor ein­ge­loggt ist, was unter aktu­el­len Win­dows­ver­sio­nen eben­so wie unter Linux nicht mehr der Nor­mal­fall ist, dann kann so ein Virus auf der Fest­plat­te natür­lich nach Belie­ben sei­nes Pro­gram­mie­rers arbei­ten. Aber was kann Win­dows dann dafür?

Übri­gens gibt es auch unter Linux eine stan­dard­mä­ßig akti­vier­te Paket­fil­ter-Soft­ware (vul­go „Per­so­nal Fire­wall”) namens ipta­bles; inso­fern ist Linux stan­dard­mä­ßig genau so sicher oder unsi­cher wie jedes ande­re System auch. (Wer einen Linux-Ser­ver ohne Viren­schutz betreibt, der wird das irgend­wann bereu­en.)


Miss­ver­ständ­nis Num­mer 5: Die beste Linux­dis­tri­bu­ti­on ist ganz klar openSUSE/Ubuntu/Debian/Fedora/…

Das sagt der Tutor:

wenn ihr euch fragt, war­um gera­de ubun­tu: es ist mei­ner mei­nung nach am anfän­ger­freund­lich­sten (…) und hat eine super hard­ware­un­ter­stüt­zung. es sieht schön aus (…) und ist nicht mit über­flüs­si­gen anwen­dun­gen über­la­den, da es für jede auf­ga­be nur ein pro­gramm zur ver­fü­gung stellt.

Einer der Vor­tei­le von Linux, die rie­si­ge Aus­wahl an frei­er Soft­ware, ist also plötz­lich ein Nach­teil; ver­ste­he. Jeden­falls ist es kei­ne gute Idee, sich dar­auf zu ver­las­sen, was ande­re Linu­x­an­wen­der als „die beste Linux­dis­tri­bu­ti­on” bezeich­nen, denn jeder Anwen­der hat ande­re Vor­lie­ben und Kennt­nis­se im Umgang mit Betriebssystemen.

Nach rei­nen Äußer­lich­kei­ten soll­te man auch nicht gehen. Die mei­sten Arbeits­um­ge­bun­gen wie etwa KDE, Gno­me und Xfce ste­hen für jede Linux-Dis­tri­bu­ti­on, eini­ge auch für BSD oder Mac OS X, zur Ver­fü­gung und las­sen sich unter jedem die­ser Syste­me gleich bedie­nen. (Eine Aus­nah­me ist Ubun­tus „Unity”-Oberfläche, die aller­dings auch weder son­der­lich ein­stei­ger- noch pro­fi­freund­lich ist.)

Aber so ähn­lich sich die Linux-Dis­tri­bu­tio­nen auch sind, unter der Hau­be unter­schei­den sie sich doch. So ist zum Bei­spiel Debi­an „Sta­ble”, wie der Name schon sagt, auf Sta­bi­li­tät opti­miert, was bedeu­tet, dass zwar ver­al­te­te, aber erwie­se­ner­ma­ßen qua­si feh­ler­freie Pake­te den Weg in die ver­öf­fent­lich­te Ver­si­on fin­den. Das genaue Gegen­teil davon ist Fedo­ra, des­sen Ent­wick­ler auf die neue­ste Soft­ware set­zen, was aller­dings hin und wie­der zu Inkom­pa­ti­bi­li­tä­ten füh­ren kann. Linux Mint der­weil, ein Neu­zu­gang auf Debi­an- oder Ubun­tu-Basis, hebt sich durch ein­stei­ger­freund­li­che Assi­sten­ten von den ande­ren Dis­tri­bu­tio­nen ab.

Wel­che Linux-Dis­tri­bu­ti­on „die beste” ist, hängt also von der ver­wen­de­ten Hard­ware – je exo­ti­scher, je neu­er, desto mehr Pro­ble­me könn­te die Trei­ber­in­stal­la­ti­on berei­ten – und von den Ansprü­chen an das System ab. Sta­bi­li­tät, Ein­stei­ger­freund­lich­keit und Aktua­li­tät sind nur drei mög­li­che Aspekte.

Ange­sichts der schie­ren Viel­zahl an Linux-Dis­tri­bu­tio­nen, die etwa Distro­Watch auf­li­stet, ist es schwie­rig, den Über­blick zu behal­ten. Es ist unter Umstän­den emp­feh­lens­wert, sich anfangs auf die „bekann­te­sten” Dis­tri­bu­tio­nen zu beschrän­ken, sonst bekommt man einen Haschmich.


Das eigent­lich Erschrecken­de ist ja, dass die­se Miss­ver­ständ­nis­se schon fast so alt sind wie Linux selbst und den­noch immer wie­der auf­tre­ten; und dass sie im Lau­fe der Jah­re nicht klei­ner, son­dern viel­mehr grö­ßer werden.

Das Mit­mach-Inter­net ist schon pri­ma, all die­se Infor­ma­tio­nen, die es dort gibt! Wenn es doch nur eine Mög­lich­keit gäbe, sie zu durchsuchen…!

Ich hof­fe, mit die­sem Arti­kel mei­nen Teil zur Auf­klä­rung bei­getra­gen zu haben. Kom­men­ta­re sind erwünscht.

Senfecke:

  1. Wenn man dann noch als Sys­tem­ad­mi­nis­tra­tor ein­ge­loggt ist, was unter aktu­el­len Win­dows­ver­sio­nen eben­so wie unter Linux nicht mehr der Nor­mal­fall ist, dann kann so ein Virus auf der Fest­platte natür­lich nach Belie­ben sei­nes Pro­gram­mie­rers arbeiten.

    Kor­rekt, aber Quatsch.
    De fac­to ist Otto­nor­mal-dau immer root. Egal auf wel­chem System. Bspw. die Ein­füh­rung des UAC unter Win (was fast iden­tisch ist mit der Vor­ge­hens­wei­se unter Ubuntu/etc. ist) wirft die Sicher­heit um Jah­re zurück.
    Spe­zi­ell zu Win­dows ist fest­zu­hal­ten: die Sicher­heit war unter W2k/XP bes­ser gelöst, da man dort als ein­ge­schränk­ter User mit der Nase drauf gesto­ssen wurde/wird was man gera­de vor­hat, näm­lich ein direk­tes Ein­log­gen als Admi­ni­stra­tor, will man „sexy-teen.exe” installieren.
    Unter neu­en Win-ver­sio­nen mit UAC&Co bekommt man den ner­vi­gen Dia­log zu sehen, den man die letz­ten 200 Mal auch schon ohne Lesen weg­ge­klickt hat.
    Bei Ubun­tu, Mac­ces & Co ist das ähn­lich, nur dass man dort zusätz­lich noch das Pass ein­ge­ben muss. (wel­ches man nach 200maligen ein­ge­ben auch nur noch auto­ma­ti­siert tut)
    Mei­ne Freun­din (Otto­nor­ma­luser) hat Ubun­tu, und ich weiss genau, dass sie bei der Instal­la­ti­on eines Virus das root-kenn­wort ein­ge­ben wird. Nicht weil sie doof ist, son­dern weil das System abstumpft. (Gut, man könn­te das etwas restrik­ti­ver ein­stel­len, das bringt dann aber ande­re Pro­ble­me mit sich)
    Herr­je, Roma­ne und so … woll­te das nur mal einwerfen

  2. Die ein­zig DAU-siche­re Lösung ist, dass so was wie „sudo” kom­plett weg­fällt. Wobei: Gibt es schon, auf dem iPho­ne; mögen die Nut­zer aber nicht, also hacken sie sich selbst Admin­rech­te. Damit sie auf ihrem iPho­ne eben auch sexy_teens.app nut­zen können.

    Die Syste­me sind sicher, nur die Nut­zer sind blöd.

  3. …und so nahm sich etwa Didi im dor­ti­gen Kom­men­tar­be­reich die Frei­heit, all jene, die nicht aus­schließ­lich auf kos­ten­lose Soft­ware set­zen, als „mit dem Klam­mer­beu­tel gepu­dert“ zu bezeichnen;…

    Unrich­tig ist die Behaup­tung, ich hät­te dar­ge­legt, dass jene, die nicht aus­schließ­lich auf kos­ten­lose Soft­ware set­zen, mit dem Klam­mer­beu­tel gepu­dert und damit doof seien.
    Rich­tig ist viel­mehr Fol­gen­des: Ich habe ledigllich behaup­tet, dass jene, die kein kosten­lo­ses Betriebs­sy­stem nut­zen, mit dem Klam­mer­beu­tel gepu­dert sein dürf­ten (nicht sind!): Als kosten­lo­ses Betriebs­sy­stem käme z. B. ein kosten­lo­ses Linux oder oder auch ein kosten­pflich­ti­ges Win­dows oder Mac OS in Betracht. Natür­lich ist Letz­te­res im Kon­text zu mei­nen wei­te­ren Kom­men­ta­ren Dei­nes Arti­kels zu sehen. Die­se Frei­heit nahm ich mir in der Tat.

    …anders gesagt hält er uns, die wir nicht aus­schließ­lich Linux oder Reac­tOS oder wenigs­tens BSD ein­set­zen, für ziem­lich doof.

    Das ist allein Dei­ne Behauptung.

  4. Linux ist nicht bes­ser?—?Linux ist anders

    Rich­tig.

    Wer bis­lang aus­schließ­lich mit Win­dows gear­bei­tet hat, dem wird Linux wie eine ganz neue, schil­lernde Welt mit qua­si unbe­grenz­ten Mög­lich­kei­ten erscheinen.

    Ich habe bis XP (da ich im Gegen­teil zu Dir Micro­softs Taschen­spie­ler­tricks nicht mit­ge­macht habe) mit Win­dows gear­bei­tet. Seit 3 Ubun­tu-Ver­sio­nen arbei­te ich mit ver­schie­de­nen Linux-Distris. Den­noch erscheint mir Linux auch heu­te noch als ein System mit qua­si unbe­grenz­ten Möglichkeiten.

    Das bedeu­tet aber auch, dass man sich von den meis­ten womög­lich seit vie­len Jah­ren gewohn­ten Bedien­kon­zep­ten ver­ab­schie­den muss.

    Nein, ganz im Gegen­teil: Ein­mal ver­in­ner­licht, emp­fin­de ich Linux als äußerst kom­for­ta­bel, von eini­gen spe­zi­el­len Distris für Pro­fis mal abgesehen.

    Linux ist siche­rer als Windows.

    Rich­tig, wenn man die­se Aus­sa­ge im Zusam­men­hang mit den ein­set­zen­den Nut­zern sieht. Den­noch las­se ich mich auf die­se Dis­kus­si­on nicht wei­ter mehr ein. Sie ist uferlos.

    Es ist unter Umstän­den emp­feh­lens­wert, sich anfangs auf die „bekann­tes­ten“ Dis­tri­bu­tio­nen zu beschrän­ken, sonst bekommt man einen Haschmich.

    Rich­tig. Vor allem soll­te man auf die Unter­stüt­zung einer gro­ßen Gemein­schaft ach­ten, wie z. B. ubuntuusers.de, was für anfäng­li­ches Umden­ken sehr hilf­reich ist. Dadurch ergibt sich natür­lich auch das zu ver­wen­den­de Betriebs­sy­stem (von Mint mal abge­se­hen). Jeden­falls ist der dadurch beding­te Lern­fak­tor enorm, wenn man auf Kom­mu­ni­ka­ti­on und nicht lie­ber auf irgend­wel­che Hand­bü­cher setzt.

  5. Die Linux-man­pages doku­men­tie­ren Linux umfang­rei­cher als irgend­wel­che Foren das je kön­nen wer­den. Wer natür­lich zu faul ist, sich ein­zu­le­sen, der wird nie viel Freu­de mit sei­nem Linux haben, denn er ist dar­auf beschränkt, nur sol­che Pro­gram­me ein­zu­set­zen, die sich wie Win­dows bedie­nen las­sen; idio­ten­si­cher eben. (Stich­wort: Vim.) Eine gro­ße Gemein­schaft hat inzwi­schen fast jede Dis­tri­bu­ti­on hin­ter sich, und, wie ich andeu­te­te, soll­te es auch kein gro­ßes Pro­blem dar­stel­len, z.B. im Debi­an­fo­rum Lösun­gen für Pro­ble­me mit Ubun­tu zu bekom­men; oder im Ubuntu­fo­rum mit Fedo­ra usw.

    Du hast dich nicht wört­lich so aus­ge­drückt, aber zumin­dest hältst du mich als Win­dows­nut­zer – obwohl ich seit Jah­ren immer irgend­wo „neben­bei” was mit Linux gemacht habe – für anfäl­lig gegen­über „Taschen­spie­ler­tricks”, was ich ja nun nicht unbe­dingt für kor­rekt hal­te. Beden­ke, Cano­ni­cal finan­ziert sich auch nicht von Luft und Liebe.

    Übri­gens bezweif­le ich, dass ein blau­äu­gi­ger Win­dows­nut­zer mehr Scha­den anrich­ten kann als ein blau­äu­gi­ger Linux­nut­zer, der sein System eh für unan­greif­bar hält…

  6. Ich habe sehr viel Freu­de mit Linux, viel mehr, als ich je mit Win­dows hat­te bzw. haben wer­de: Ein­fach und sicher sur­fen, bzw. mein System schnell, ein­fach und sicher nach Belie­ben anzu­pas­sen. Pro­gram­me, wie Vim, ver­der­ben aller­dings den Spaß: Schließ­lich stu­die­re ich auch nicht erst die Schalt­plä­ne eines TV-Gerä­tes, um beim Fern­se­hen Spaß zu haben. Es reicht mir, den Sen­der­such­lauf zu star­ten und mei­ne Pro­gram­me zu genie­ßen. Der Rest ist was für Spe­zia­li­sten, und dazu zäh­le ich nicht, zumal ich den gan­zen Tag Fach­lek­tü­re ande­rer Art zu lesen habe.
    Ich ken­ne vie­le Online-Gemein­schaf­ten: Die von Dir genann­ten und auch alle ande­re kön­nen ubuntuusers.de noch nicht ein­mal ansatz­wei­se das Was­ser rei­chen. Die Debi­an-Gemein­schaft ist jeden­falls nur etwas für Pro­fis und damit ‑zumin­dest für mich- völ­lig unbrauchbar.
    Alles ande­re sind Unter­stel­lun­gen, die kei­ner wei­te­ren Kom­men­tie­rung bedürfen.

  7. Ein Betriebs­sy­stem soll auch kei­nen Spaß machen, son­dern eine Platt­form für Anwen­dun­gen bereit stel­len, die Spaß machen. Um das vol­le Spaß­po­ten­zi­al aus­schöp­fen zu kön­nen, soll­te man erst mal wis­sen, was das System über­haupt alles kann. Dafür gibt es die manpages.

    debianforum.de zum Bei­spiel hat mir auch schon wirk­lich sehr blö­de Ein­stei­ger­fra­gen beant­wor­tet. Nicht jeder Debia­ner ist ein Linux-Guru.

  8. @ „Ado­be Krem­pel”, nicht alles ist Schrott von Abobe…nenn mir z.B. einen RAW Con­ver­ter der bes­ser ist als Ado­be Ligh­troom und dazu auch noch auf Linux läuft… rich­tig, gibts kei­nen, auch nicht mit WINE…und die­se Sache ist die Ein­zi­ge die mich vom Debi­an abhält, fie­se Sache eigent­lich :evil:

  9. Die CS-Suite ist super. Den Pro­gram­men kann kein ande­rer Anbie­ter das Was­ser rei­chen. Wer etwas ande­res behaup­tet, hat nie aus­gie­big und pro­fes­sio­nell mit dem Kon­vo­lut gearbeitet.

  10. Du schaffst es noch ein­mal, dass Lay­out Dei­ner Sei­te in den Griff zu bekom­men. Dann dürf­te Ado­bes Suite erst recht ein Buch mit sie­ben Sie­geln sein.

  11. Das ist doch intakt?
    Sogar die Inter­net-Explo­rer-Ver­si­on geht wie­der, hat­te da was über­se­hen. Sagt mir natür­lich auch mal wie­der kei­ner. Ärgerlich.

  12. Ich wer­de die­ses Pro­blem dem Ent­wick­ler mel­den, der das hier ver­wen­de­te Emo­ti­con-Plugin ver­bro­chen hat. Alle ande­ren Plugins mit Cachefunk­ti­on behal­ten die ein­ge­stell­ten Rech­te ja auch bei.

  13. Guter Arti­kel im Prin­zip, nur ein wenig zuviel Lie­bes­er­klä­rung an WinLoo­se­dows :twisted:
    Ein wei­te­rer Vor­teil von Linux gegen­über ande­ren OS: ich kann mit Hil­fe eines bestimm­ten Tools ein Back­up mei­nes Systems machen und davon eine Live-DVD erstel­len, die ich auf jedem ande­ren Rech­ner, ob PC oder MAC ist egal, star­ten kann (inso­fern kei­ne pro­prie­tä­ren Trei­ber instal­liert sind). Grund­sätz­lich hat sich die Benut­zer­freund­lich­keit von Linux sehr ver­bes­sert und mir geht es bei eini­gen Distros (Ubun­tu ist da ganz weit vor­ne) eigent­lich schon zu sehr in Rich­tung Win­dows, weil durch die­se gan­ze auf­ge­bläh­te Gra­fik das System unnö­tig bela­stet wird. Über Spei­cher- und Datei­ver­wal­tung will ich hier nicht gro­ße­ar­tig reden. Da ver­sagt Win­dows ein­fach nur.
    Zum Sicher­heits­aspekt sei gesagt: Anwen­der haben mit ihrem Ver­hal­ten einen gro­ßen Ein­fluß auf die Sicher­heits­aspek­te eines Systems, stimmt. Die gan­zen Sicher­heits­up­dates von Win­dows aller­dings spre­chen auch eine eige­ne Sprache.

    Übri­gens, pro­bier mal Darkta­ble unter Debi­an, hab gehört, dass das ganz gut sein soll. Hab aber nicht wirk­lich Ahnung ;-)

  14. Wer „Loser” mit „oo” schreibt, ist…

    Ich kann mir eine Win­dows-Live-CD erstel­len, Win­PE sei Dank. DarkTa­ble ken­ne ich mitt­ler­wei­le, bin aber bei Raw­The­ra­pee hän­gen geblie­ben. :)

Comments are closed.

https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_smilenew.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_biggrin2.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_sadnew.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_eek.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_shocked.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_confusednew.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_coolnew.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_lol.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_madnew.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_aufsmaul.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_seb_zunge.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_blushnew.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_frown.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_twistedevil1.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_twistedevil2.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/icon_mad.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_rolleyesnew.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_wink2.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_idea2.gif  https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_arrow2.gif 
mehr...
 

Erlaubte Tags:
<strong> <em> <pre> <code> <a href="" title=""> <img src="" title="" alt=""> <blockquote> <q> <b> <i> <del> <span style=""> <strike>

Datenschutzhinweis: Deine IP-Adresse wird nicht gespeichert. Details findest du hier.