Obwohl ich dem „Suchtforscher Heino Stöver“ („Tagesspiegel“), der sich in den „Tagesspiegel“ reinmikrofonen ließ, man solle dem Problem des Handels mit außergewöhnlich ungesunden psychoaktiven Waren nach dem ausführlich dokumentierten Scheitern der ortsansässigen Verkaufsprävention („Polizei“) dergestalt begegnen, dass man einfach selbst psychoaktive Ladengeschäfte eröffnet, in denen die Waren viel besser sind, denn so was regelt ja bekanntlich der Markt, eine beeindruckende Kreativität nicht absprechen möchte, denn eine scheiternde Polizei dadurch zu kompensieren, dass man das bislang Verbotene einfach selbst tut, ist ein Ansatz, den ich mir auch für andere Vergehen durchaus wünschen würde, verstehe ich auch nach mehrmaligem Lesen der erstbesten zum Thema erstellten Pressetexte die eigentliche Absicht dahinter nicht, „Fachgeschäfte“, in denen „sich Menschen“ bewusstseinserweiternde Dinge „nach strengen Regeln kaufen können“, überhaupt erst kompliziert erlauben zu müssen – ist das Betreiben von Plattenläden etwa neuerdings ungesetzlich?
Iwan des Tages: Böses Darknet!
Hillary Clinton, unpräsidialer Treppenwitz der US-amerikanischen Politik, hat nach ihrem mehrmaligen Scheitern endlich ausgemacht, wer die Schuld daran trägt, dass sie bei den Wählern nicht so recht beliebt ist: Der Russe natürlich!
Was hat der Russe denn diesmal wieder angestellt? Nun, anscheinend hat er im Darknet – huuu! – Videos hochgeladen:
Die ehemalige Außenministerin schrieb ihre Niederlage zum Teil den Wählern zu, die „funkelnde Videos“ von ihr im „Dark Web“ sahen, in denen sie „schreckliche Dinge“ tat.
Ganz offenbar wirkt das sogar schriftlich: Kaum habe ich den oben verlinkten Text gelesen, schon empfinde ich Unbehagen bei der Vorstellung, Hillary Clinton könnte politischen Einfluss zurückerhalten.
Verdammter Iwan.
Ave Smartmaria
Vinyl 3 (8), aber als Disney-Ausgabe.
„heise online“ berichtet: Der Disneykonzern, skrupelloser Massenproduzent unerträglicher Schnulzen und bekannt für das Herbeilobbyieren der sehr nützlichen Gesetzesänderung, der zufolge das Werk eines Künstlers erst 70 Jahre – das ist ungefähr ein halber BER – nach dessen Tod gemeinfrei wird, eröffnet demnächst einen eigenen Streamingdienst. Streaming, so wird es mir immer wieder erzählt, sei die viel bessere Alternative zum Besitz physischer Ton- und Datenträger, denn jedem stehe immer alles ohne Platzaufwand zur Verfügung.
Jedem immer alles? Nein; alle weltweit ungefähr drei Menschen, die es für eine gute Idee halten, Linux auf dem Desktop zu nutzen, gucken diesmal nicht in die Röhre:
Wenn Disney seinen Streamingdienst Disney+ öffnet, müssen Linux-Nutzer draußen bleiben: Wie Netflix und Prime Video setzt auch Disney+ auf das von Google entwickelte DRM-Plug-in Widevine als Kopierschutz, um seine Inhalte zu schützen. Widevine kennt drei Sicherheitsstufen und im Gegensatz zur Konkurrenz nutzt Disney+ derzeit die höchste Sicherheitsstufe, Desktop-Linux-Systeme unterstützen jedoch nur die erste Sicherheitsstufe.
Jemand sollte mal eine Möglichkeit erfinden, Film- und/oder Tonaufnahmen physisch zu kopieren und diese Kopien zu verkaufen. Das klingt nach einer echten Marktlücke.
GitHub (3): Beep!
- Automatismen checken Code ein.
- Automatismen schließen Tickets.
- Automatismen beglückwünschen andere Automatismen.
- Automatismen machen Fehler. Fehler sind nicht vorgesehen.
- Automatismen schaffen Beruf des Programmierers ab.
- Automatismen schaffen alle Berufe ab.
- Automatismen assimilieren Menschen.
- Automatismen assimilieren Automatismen.
- Automatismen schreiben ins Internet rein.
- Skynet muss -
- Piep.
Bildschirme verbieten für’s Urheberrecht!
Als bekennender Freund von Recht und Ordnung begrüße ich den Vorstoß eines ehrenhaften Medienkonzerns, der Entwicklerfirma eines Medienspielers mit der Begründung, dass dieser Medienspieler keinen Unterschied zwischen legal und weniger legal bezogenen Medien mache, juristisch zu zeigen, wo der Hammer hängt.
Ich finde sogar, er geht noch nicht weit genug: Es ist an der Zeit, Unternehmen wie Acer, LG und BenQ die gleiche Behandlung zuteil werden zu lassen, denn auch die von diesen vertriebenen Bildschirme unterscheiden nicht zwischen Pixeln aus legal und weniger legal bezogenen Medien. Es ist ein Unding, dass diese Machenschaften bislang ungesühnt blieben. Und von Lautsprechern will ich gar nicht erst anfangen!
Fiat iustitia et pereat mundus.
(via Schwerdtfegr)
Niemals vergessen: Ein kurdischer Nachtrag.
Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat die türkische Offensive in Nordsyrien als Verstoß gegen das Völkerrecht bezeichnet.
Ob die Angriffskriegspartei SPD bereits eine Ehrenmitgliedschaft für den türkischen Präsidenten in Erwägung zieht, ist aber leider nicht öffentlich bekannt.
Pree Tone – Choqueen
Es ist Montag. Ich brauche Wochenende! War aber gerade erst. Kann man nichts machen. Ist jetzt blöd. Man reiche mir einen Urlaub!
Zu spät, die Nachrichtenseiten sind schon geöffnet: Rick Osterloh (Google) weist darauf hin, dass es geboten sei, als Besitzer einer Heimwanze („smarter Lautsprecher“) Gäste deutlich darauf hinzuweisen, dass sie gerade überwacht werden. Ich habe da mal was vorbereitet.

Ein bisschen Gesellschaft zum Runterkommen: Letzte Woche berichteten Medien, die Zahl bekannter islamistischer Gefährder sei auf 688 gesunken. Hält man dem entgegen, dass die Zahl bekannter rechtsextremer Gefährder zurzeit 43 beträgt, so hat das vielleicht irgendeine Moral, vielleicht aber auch nicht.
Abschließend ein Blick in die Ukraine: Erwischt man dort jemanden bei einer Vergewaltigung und hackt ihm sicherheitshalber den Penis ab, so wird man härter bestraft als der Erwischte. Auch das hat sicherlich irgendeine Moral. Ich selbst ziehe für mich daraus die Konsequenz, niemals in der Ukraine jemandem den Penis abzuhacken und überdies nicht zu vergessen, dass es dort auch schöne Dinge gibt.
Etwa Musik.
Guten Morgen.
Kurzkritik: Aardvark
Lange nichts mehr über Musik geschrieben.
Aardvark ist Afrikaans und bedeutet „Erdferkel“, es war aber außerdem eine britische Orgelrockband, die – wie man am Coverbild ungefähr bereits erkennen kann – 1970 ihr einziges Album (Amazon.de, TIDAL) veröffentlichte und danach weitgehend spurlos verschwand.
Dieses Album zeichnet sich bereits beim ersten Hören dadurch aus, dass es, nicht anders als viele Alben seiner Zeit, keine Gitarren aufweist, ihre Aufgaben übernehmen unter anderem Keyboards. Obwohl besonders ungewöhnliche Musik zu der Zeit eher non anderen Gruppen veröffentlicht wurde, ist auch bei Aardvark der Spaß am Spiel zu hören, wie etwa „The Outing / Yes“, ein angenehm verquirltes Lärmstück mit ein wenig Spacerockdreingabe, das zeigt, was Aardvark möglicherweise noch alles zustande gebracht hätten, wenn es sie nur noch ein wenig länger versucht hätten.
Ein Sinn für schöne Melodien bewiesen sie jedenfalls durchgängig und allein das hebt sie bereits von anderen Musikgruppen ihrer Zeit an. Beispiel gefällig? Hier:
Nicht völlig schlecht.
Unterhosenbluetoothwichtel
Niemals vergessen.
Das Jahr 2019 markiert im Übrigen auch ein unrühmliches Jubiläum.
Die Deutschen, bis dahin sehr lange Zeit scheinbar demokratisiert und befriedet, schafften es binnen weniger Stunden, ein Land zu überfallen, das ihnen militärisch wenig entgegenzusetzen hatte. Der Herrscher im Reichstag beschrieb diesen Überfall, dem schnell Hunderte Zivilisten zum Opfer gefallen waren, als friedenssichernde Maßnahme – und das Volk, blind für das Weltgeschehen, weigerte sich zu verstehen, was gerade geschehen war. Wenige zogen in Erwägung, das Ausland um Hilfe zu bitten. Was hätte das Ausland auch auf friedlichem Weg ausrichten können?
Der Herrscher im Reichstag wurde nicht verstoßen, das Volk stand hinter ihm. Hätte es am nächsten Tag eine Wahl gegeben, er hätte sie noch einmal gewonnen.
Und er wusste das.
Das war der Anfang vom Ende für die friedliche Republik – nein: Das war das Ende.
Damals.
Als Deutschland ein Land überfiel, bombardierte, mordete.
Damals, im März 1999 im Kosovo.
Umfassende Konzertkritik: Magma (17. Oktober 2019, Berlin)
Alter.
Theusz Hamtaahk! Ẁurdah Ïtah! Mekanïk Destruktïw Kommandöh!
Einfach nur: Alter.
(Aber hätt‘ der Gesang so schlecht gemischt werden müssen?)
Piraten: Mit dem „Neuen Deutschland“ gegen das Grundgesetz.
Nachdem an der Universität Hamburg ein Pöbel aus Universitätsfernen – darunter die „Omas gegen Rechts“ – Bernd Lucke daran gehindert hat, seiner Pflicht zur Wiederaufnahme der Lehrtätigkeit nach Abschluss seines Abgeordnetendaseins nachzukommen, ertönte in sozialen Netzen ein großes Geschrei. Diejenigen, die am lautesten schrien, waren, wie absehbar, die Unterstützer des Protests. Es sei ein Unding, jemanden, der die AfD verlassen habe, als sie anfing, das Thema Einwanderung von einer sehr rustikalen Seite zu betrachten, so zu behandeln, als sei er ein ganz normaler Mensch mit allen einem Menschen zustehenden Rechten und kein Schwein. Die ehemalige SED-Parteizeitung „Neues Deutschland“ berichtete. Die Entmenschlichung von Menschen mit der falschen politischen Ausrichtung hat ja durchaus Tradition.
Dagegen stellte sich jedoch auch leiser Protest, dessen Ausübende vor allem bemängelten, dass die Methoden des Pöbels sich kaum bis gar nicht vom Umgang des NSDStB mit jüdischen Dozenten unterscheiden, wenn auch mit dem Unterschied, dass Bernd Lucke als Nazischwein und nicht etwa als Judensau beschimpft wurde. Einer der leise Protestierenden hat es ebenfalls ins „Neue Deutschland“ geschafft, er ist Mitglied der Brandenburger Piratenpartei.
Ein kurzer Exkurs: Dort, wo sich heute die Humanisten tummeln, stand, das wissen viele jüngere Wähler vielleicht gar nicht mehr, vor gar nicht allzu vielen Jahren noch die inzwischen mit einem erschreckenden Gesellschaftsbild ausgestattete Piratenpartei. Die allzu oft Einfältiges schreibende Betreuung des Twitteraccounts gab in der Sache, dem Vernehmen nach in Absprache mit dem Bundesvorstand der Partei, zu Protokoll:
Der Versuch, rechte Politiker als Opfer darzustellen ist durchschaubar und wird unserer historischen Verantwortung nicht gerecht.
Denn die historische Verantwortung der Deutschen zeigt eindeutig: Ein rechter Politiker hat sich alles, was ihm widerfährt – im vorliegenden Fall das Beworfen‑, Angerempelt- und Anderberufsausübunggehindertwerden -, selbst zuzuschreiben. Wieso ist er auch rechts?
Um nicht selbst ins Visier der Antifaschisten zu geraten und mich als guter Demokrat zu beweisen, werde ich gleich morgen einem Mitglied der rechtspopulistischen SPD für jeden einzelnen Toten im Kosovo jeweils einen Eiswürfel in den Kragen stecken. Vorwärts immer!
Berlin.
Ja.

Nordisches Modell für Olaf Scholz!
Unter einer Prostituierten, vulgo Nutte, versteht der Volksmund zumeist eine Person, deren ganzes wenigstens berufliches Streben darauf ausgerichtet ist, auf Kosten ihrer Freier zugunsten des Zuhälters, der sie mitunter an der sprichwörtlichen kurzen Leine hält, im Wortsinne die Beine breit zu machen. Klerikalen und sonstigen rückständigen Kreisen missfällt dieses Tun so sehr, dass sie, wo immer es ihnen möglich ist, das Freiertum bestrafen, die Prostituierten aber unbehelligt lassen wollen.
Ich weiß aber nicht so genau, wieso ich beim Schreiben des obigen Absatzes „Wähler“ statt „Freier“, „Seniorpartner“ statt „Zuhälter“ und „Partei“ statt „Person“ schreiben wollte – und wieso mir gerade ausgerechnet die SPD in den Sinn kommt.












