ComputerIn den Nachrichten
Aus­bre­cher ver­hin­dern? Gefäng­nis­se spren­gen!

Oder:

Ermitt­ler wei­sen seit Jah­ren auf die Rol­le von Stra­ßen bei Unfall­to­den hin.

Oder auch:

Ermitt­ler wei­sen seit Jah­ren auf die Rol­le von Was­ser bei Haus­halts­un­fäl­len hin.

Bezie­hungs­wei­se, wie es rich­tig heißt:

„Wir müs­sen erken­nen, dass Kin­des­miss­brauch im Netz wei­ter ver­brei­tet ist, als wir bis­her ange­nom­men haben.“ (…) Die­se Ein­schät­zung über­rascht, denn Ermitt­ler (…) wei­sen seit Jah­ren auf die Rol­le des Inter­nets bei Kin­des­miss­brauch hin.

Das wird noch teu­er.


Inzwi­schen in Polen:

IKEA hat­te einen Mit­ar­bei­ter gefeu­ert, der in der inter­nen Fir­men­kom­mu­ni­ka­ti­on Homo­se­xu­el­len mit dem Tod gedroht hat­te. Die Staats­an­walt­schaft geht davon aus, dass damit die Reli­gi­ons­frei­heit des Homo-Has­sers ver­letzt wur­de.

War­um gehört das Chri­sten­tum eigent­lich zu Deutsch­land?

KaufbefehleMusikkritik
Kurz­kri­tik: Kom­by­nat Robo­tron – Dick­feh­ler Stu­dio Tref­fen I

Kombynat Robotron - Dickfehler Studio Treffen ILan­ge nichts mehr über Musik geschrie­ben.

Das Kom­by­nat Robo­tron, das sich selbst КОМВУИАТ ЯОВОТЯОИ schreibt, was man eigent­lich ganz anders aus­sprä­che, ist ein falsch nach einem Com­pu­ter­her­stel­ler der DDR benann­tes Kie­ler Quar­tett, das seit etwas mehr als zwei Jah­ren exi­stiert und seit­dem bereits meh­re­re Alben ver­öf­fent­licht hat. Das aktu­ell­ste der­sel­ben heißt „Dick­feh­ler Stu­dio Tref­fen I“ (Amazon.de, Bandcamp.com) und dis­qua­li­fi­ziert sich eigent­lich schon aus Prin­zip für mei­ne dies­jäh­ri­ge Musik­rück­schau, denn es wur­de live – wenn auch in einem Stu­dio – auf­ge­nom­men.

Zu hören gibt es Kraut­rock in sei­ner instru­men­tal-hyp­no­ti­schen Aus­prä­gung, das Inter­net schlägt eine Nähe zur Düs­sel­dor­fer Gen­re­ga­li­ons­fi­gur Neu! vor, aber bei jenen hat mir bis­lang immer das Mit­rei­ßen­de gefehlt, das Stücke wie „Sequoia“ mir hier bie­ten.

Dick­feh­ler Ses­si­on No. 1 || КОМВУИАТ ЯОВОТЯОИ – Sequoia

Sicher: Über­ra­schun­gen lau­ern hier nur weni­ge, das Gen­re (sagt man das noch?) wird ja seit über fünf­zig Jah­ren bespielt. Trotz­dem höre ich hier wenig­stens eine fei­ne Abwechs­lung in dem Ein­heits­brei, der heut­zu­ta­ge als Kraut­rock durch­geht. Ich mag das.

In den NachrichtenMontagsmusik
Edwyn Coll­ins – A Girl Like You // Gam­mel­lu­xus statt Bil­lig­gam­mel

Wie ich gucke, wenn ich die Nachrichten leseEs ist Mon­tag. Irgend­wel­che Medi­en und Ver­la­ge fin­den mal wie­der, Face­book sol­le gefäl­ligst nicht so nach­läs­sig mit den Daten sei­ner Besu­cher hau­sie­ren gehen. Das dür­fen nur sie. Es hat Grün­de, war­um das Web von vie­len nicht als der inter­es­san­te­ste Teil des Inter­nets ange­se­hen wird. Wer ahnt, wel­che es sind?

Auf einem Fleisch­gip­fel (hihi), heißt es, habe die Bun­des­agrar­mi­ni­ste­rin vor­ge­schla­gen, man kön­ne Fleisch doch teu­rer machen, denn dann wür­de es Mensch und Tier bei des­sen Her­stel­lung sicher bes­ser erge­hen. Bekannt­lich sor­gen höhe­re Prei­se näm­lich stets für bes­se­re Bedin­gun­gen und nicht etwa für höhe­re Ren­di­ten. Sol­len die Armen doch Kuchen essen! Wumms. – Sibel Schick, die mich noch im Mai, von der lästi­gen Pflicht, andau­ernd Fleisch essen zu müs­sen, befreit hat, kämpft eben­so noch immer für Gerech­tig­keit: Tür­ki­sche Neo­na­zis wer­den mar­gi­na­li­siert und sind daher eine schüt­zens­wer­te Min­der­heit. Gute Idee: Ich habe gele­sen, im Fern­se­hen wer­den dem­nächst wie­der Spre­cher­po­sten frei.

Ver­kehr­te Welt: Der „Deutsch­land­funk“ beruft sich wie zur Abgren­zung zur Kon­kur­renz dar­auf, dass Ein­ord­nun­gen nicht jour­na­li­stisch, weil sub­jek­tiv sei­en, und prompt ertönt ein lau­tes Geschrei, dass es gefäl­ligst die Auf­ga­be des „Deutsch­land­funks“ zu sein habe, den Mit­tei­lun­gen sei­ner Kolum­ni­sten min­de­stens eine Abwer­tung bei­zu­le­gen. Viel­leicht sind es ja gar nicht die Ver­la­ge, die ein Ana­chro­nis­mus sind, son­dern ihre Kun­den?

Zeit­los und daher unge­fähr­det hin­ge­gen bleibt: Musik.

Guten Mor­gen.

In den Nachrichten
Geben wir die Simpsons doch ein­fach den Chi­ne­sen!

Gute Nach­rich­ten, der Ras­sis­mus ist so gut wie besiegt:

Seit dem Tod von Geor­ge Floyd setzt sich alle Welt wie­der mehr mit dem The­ma Ras­sis­mus aus­ein­an­der. Das trifft auch die Kult­se­rie “Die Simpsons”: Dort wer­den bis­her auch nicht wei­ße Figu­ren wie Apu von wei­ßen Schau­spie­lern ein­ge­spro­chen, was auf Kri­tik stößt. (…) Wie unter ande­rem der “Spie­gel” und “Deutsch­land­funk” (…) berich­ten, soll sich das jetzt ändern. Das betrifft dem­nach kon­kret die Figu­ren Apu Nahas­apee­ma­pe­ti­lon und Dr. Hib­bert, die künf­tig nicht mehr wie bis­her von wei­ßen Spre­chern syn­chro­ni­siert wer­den sol­len.

Nun ist die ein­zi­ge wirk­lich wei­ße Figur in den „Simpsons“ der jüdi­sche Clown Krus­ty (die Reli­gi­on sei­nes Spre­chers ist mir bedau­er­li­cher­wei­se unbe­kannt), der nur sel­ten mit sei­ner natür­li­chen Haut­far­be zu sehen ist. Nahe­zu alle ande­ren Figu­ren sind gelb.

Was sagt es eigent­lich über die­je­ni­gen aus, die für schwar­ze Comic­fi­gu­ren gefäl­ligst schwar­ze Stim­men hören wol­len, gleich­zei­tig aber gel­be Figu­ren für wei­ße Figu­ren hal­ten, dass sie auch nur irgend­was von dem, womit sie Seri­en­ma­cher die­ser Tage belä­sti­gen, völ­lig ernst mei­nen?

Netzfundstücke
J@@@.

Lil­ly Blau­ds­zun, SPD-Teen­ager und beein­flus­send, kün­dig­te auf Twit­ter an, sie wer­de zur Eröff­nung der mor­gi­gen TINCON spre­chen. Die TINCON ist eine unter ande­rem von meh­re­ren Bun­des­mi­ni­ste­ri­en und Stif­tun­gen geför­der­te Kon­fe­renz für Jugend­li­che, die von einem Mitt­fünf­zi­ger und sei­ner Frau erson­nen wur­de und auch sonst nur weni­ge Teen­ager – hier­für steht das T im Namen – unter den spea­k­ern auf­wei­sen kann.

Die Begei­ste­rung der – ich wie­der­ho­le mich: von meh­re­ren Bun­des­mi­ni­ste­ri­en geför­der­ten – Aus­rich­ter kann­te kaum Gren­zen, vor allem nicht sprach­lich:

J@@@! Lil­ly, wenn du los­legst, schä­len wir uns erst­mal 1 Cor­net­to auf den Kick­off ✌ *Freu*

Seit­dem pla­gen zwei ent­schei­den­de Fra­gen mich und mein see­li­sches Wohl­be­fin­den: Wann genau fand die Abkopp­lung zwi­schen der Jugend und uns statt und war­um fühlt sich das so ange­nehm an?

In den Nachrichten
Medi­en­kri­tik in Kür­ze: Plün­dern ist auch bloß Pogo.

Die scheuß­li­che „taz“, Fach­ma­ga­zin für die Unkennt­nis von der Funk­ti­ons­wei­se eines Kata­ly­sa­tors, brüllt wegen Stutt­gart:

Kata­ly­sa­tor für die Gewalt ist wohl die Tat­sa­che, dass die Clubs in Stutt­gart wegen Coro­na geschlos­sen sind und man­che, die man frü­her wohl Halb­star­ke genannt hät­te, in die­ser par­ty­ar­men Zeit nicht wis­sen, wohin mit ihrer Kör­per­lich­keit.

Kennt man ja: Da lädt man drei Freun­de aus einem Wohn­wa­gen mal nicht zum Fei­ern ein und schon grün­den sie eine Ter­ror­or­ga­ni­sa­ti­on. Und wie viel Tote man hät­te ver­hin­dern kön­nen, hät­te Afgha­ni­stan 2001 nur einen Tanz­club gehabt!


Trau­er beim WDR: Die Viel­falt der Spra­che auch im Aus­druck von Miss­fal­len mache …

[…] es für Netz­wer­ke wie Face­book schwer, mit „künst­li­cher Intel­li­genz“ dage­gen vor­zu­ge­hen.

Da hilft nur noch News­peak! :ja:

KaufbefehleMusikkritik
Kurz­kri­tik: Fri­ends of Gas – Kein Wet­ter

Friends of Gas - Kein WetterLan­ge nichts mehr über Musik geschrie­ben.

Da ich gera­de bei 2020 war: Auch das neue Album der Fri­ends of Gas (nach 2016) ist da (Amazon.de, Band­camp, TIDAL) und es ist gran­di­os. Nina Wal­ser, mitt­ler­wei­le auch als Gast­sän­ge­rin bei Gewalt auf­ge­taucht, ver­leiht der gewohnt repe­ti­ti­ven Lyrik zu unge­wohnt druck­vol­lem Instru­men­ta­ri­um ihre ganz eige­ne Wür­ze, die auch vier Jah­re danach nichts von ihrem Reiz ver­lo­ren hat.

Text­lich bleibt es im wei­ten Feld zwi­schen Exi­sten­tia­lis­mus („Im Bad“) und Revo­lu­ti­on der Psy­che mit gele­gent­li­chen Aus­flü­gen in die Lie­be („Stech­pal­men­wald“), kei­ne Sekun­de lang beglei­tet von musi­ka­li­scher Tri­stesse, selbst im im eigent­lich gut abge­han­ge­nen Post­punk noch­mals ein Aus­ru­fe­zei­chen set­zen­den „Teil­chen“ über­wiegt der Bewe­gungs­drang des Hörers. Wie ärger­lich. Das geht doch wie­der auf die Gelen­ke.

Schrump­fen

Das letz­te Stück „Sel­ber Kei­ne“ ist über zehn Minu­ten lang und basiert auf der ener­gisch vor­ge­tra­ge­nen und zu sehr gei­lem Gitar­ren­ge­flim­mer wie­der­hol­ten Fest­stel­lung, man sei eben­dies, näm­lich sel­ber kei­ne.

Ein Album wie „ein Wald­brand, ein Wald­brand, ein Wald­brand“ („Wald­brand“). Da wird, wie in den besun­ge­nen sozia­len Medi­en, nicht gelöscht. Da wird nur noch bewun­dert. Mei­nen Glück­wunsch und mei­nen Dank.

KaufbefehleMusikkritik
Kurz­kri­tik: T E S A – C O N T R O L

TESA - CONTROLLan­ge nichts mehr über Musik geschrie­ben.

Dass ich tesa – inzwi­schen mit einer stei­gen­den Zahl an Leer­zei­chen unge­fähr „T E S A“ geschrie­ben – nach ihrem wun­der­vol­len Album „G H O S T“ ein biss­chen ver­nach­läs­sigt habe, tut mir selbst ja auch leid. 2020 – in dem Jahr, in dem sogar mei­ne Halb­jah­res­rück­schau­en lei­den müs­sen – kamen sie mit „C O N T R O L“ (Amazon.de, Band­camp, TIDAL) jeden­falls zurück in mei­ne Auf­merk­sam­keits­sphä­re und spie­len immer noch einen „groß­ar­tig groo­ven­den Post­rock“ (ich wie­der­ho­le mich, wo es ange­bracht ist), der vor­he­ri­gen Alben in nichts nach­steht.

Ich hat­te ja vor zwei Wochen schon eines der Stücke hier, hier ist der Rest:

T E S A – C O N T R O L (Full Album 2020)

End­lich kann ich mir den Namen erklä­ren: Was hier gespielt wird, lässt sich Zeit und bleibt doch hän­gen. Hübsch, das.

WirtschaftIn den Nachrichten
Mehr­fleisch­steu­er

Neu­lich:

Um den Kon­sum anzu­kur­beln, hat die Bun­des­re­gie­rung beschlos­sen, die Mehr­wert­steu­er vor­über­ge­hend zu sen­ken. (…) Sie ruft die Händ­ler dazu auf, die gesenk­te Mehr­wert­steu­er eins zu eins an die Ver­brau­cher wei­ter­zu­ge­ben.

Aber:

Eini­ge Unter­neh­men haben bereits ange­kün­digt, die Sen­kun­gen nicht oder nur teil­wei­se an Ver­brau­cher wei­ter­zu­ge­ben und den ver­rin­ger­ten Steu­er­satz nur auf aus­ge­wähl­te Pro­duk­te anzu­wen­den.

Vor­ge­stern:

Bun­des­land­wirt­schafts­mi­ni­ste­rin Julia Klöck­ner hat den Preis­kampf bei Fleisch kri­ti­siert[.] „Fleisch ist zu bil­lig“, sag­te die CDU-Poli­ti­ke­rin der Deut­schen Pres­se-Agen­tur am Sams­tag. (…) Kon­kret schla­gen die Exper­ten dabei einen Preis­auf­schlag von 40 Cent pro Kilo Fleisch, zwei Cent pro Kilo Milch und pro Ei sowie 15 Cent für ein Kilo Käse oder But­ter vor.

Bestimmt läuft es dies­mal ganz anders!

In den NachrichtenMontagsmusik
Spoon – Insi­de Out (live) // Kif­fen macht wütend.

Wie, Montag?!Es ist Mon­tag. Die cloud macht das Leben mal wie­der lie­bens­wert: Blu-ray-Spie­ler könn­ten mög­li­cher­wei­se nach einem Update nicht mehr so recht funk­tio­nie­ren, was sie natür­lich gegen­über dem guten, alten Video­re­kor­der klar als Fort­schritt aus­weist. Im Forum zum Arti­kel schrieb jemand, das sei alt­be­kannt, auch bei ihm habe ein teu­er gekauf­tes Abspiel­ge­rät irgend­wann auf­ge­hört, man­che Din­ge abspie­len zu kön­nen, und er habe sich damit abge­fun­den. Ist ja auch bloß Geld und nichts von Bedeu­tung (zum Bei­spiel ein Pan­da­bär).

Am Wochen­en­de wur­de Stutt­gart geham­burgt. Poli­zei­be­rich­ten zufol­ge führ­te eine Kon­trol­le wegen eines Joints zu einer spon­ta­nen Soli­da­ri­sie­rung der städ­ti­schen Par­ty­sze­ne, und selbst unter der Annah­me, dass die Exi­stenz einer Par­ty­sze­ne in aus­ge­rech­net Stutt­gart mehr als ein blo­ßes Hirn­ge­spinst ist, bleibt die Fra­ge: Wenn Kif­fer wegen einer Kon­trol­le bereits eine Stadt demo­lie­ren, soll­te man dann nicht über die Lega­li­sie­rung von Can­na­bis, weil Kif­fen psy­chisch viel unge­fähr­li­cher sei als Alko­hol, noch mal kri­tisch nach­den­ken?

Weni­ge Stun­den zuvor frag­te jeden­falls die „taz“, über deren künf­ti­ge Ver­link­bar­keit wie­der­um ich mich kri­tisch nach­zu­den­ken ver­an­lasst sehe, wie viel Poli­zei­ge­walt ver­hin­dert wer­den könn­te, wenn Poli­zi­sten nur end­lich zwecks Kom­mu­ni­ka­ti­on mit typi­schen Tätern Ara­bisch sprä­chen. Wie viel Pro­zent der Vor­fäl­le die­se Ergän­zung des poli­zei­li­chen Hand­werks­zeugs abdecken wür­de, steht sicher­heits­hal­ber aber nicht dran.

Neu­es vom Sturm auf die Sta­tu­en: In Gel­sen­kir­chen habe aus­ge­rech­net die MLPD gera­de jetzt eine Lenin­sta­tue errich­tet, wird berich­tet; damit wol­le sie den Weg­be­rei­ter für „Frei­heit und Demo­kra­tie für die Mas­sen“ (MLPD) ehren. Das ist aller­dings auch das gute Recht der MLPD: Die Sta­tue wur­de auf ihrem Pri­vat­be­sitz errich­tet. Pri­ma Sache, die­ser Pri­vat­be­sitz.

Was man drin­gend auch pri­vat besit­zen soll­te: Musik.

Spoon per­forming „Insi­de Out“ Live on KCRW

Guten Mor­gen.

Netzfundstücke
Anti­fa gegen Bür­ger­rä­te

So moral­fle­xi­bel muss man sich ja als Guter auch erst mal ver­bie­gen kön­nen, dass einem als Ant­wort auf den Ein­wand, es sei womög­lich unan­ge­mes­sen, Men­schen auf­grund ihres Berufs mit Abfall gleich­zu­set­zen, sofort ein­fällt, dass die Gewerk­schaft der so Geschol­te­nen, histo­risch alles ande­re als ein Vehi­kel der dem Nazis­mus Nahe­ste­hen­den, eine rech­te sei; hier­für im Übri­gen mein Respekt.

PolitikMir wird geschlecht
Guter-Wumms-Gesetz

Beim „SPIEGEL“ – will nicht ver­linkt wer­den – inter­view­twur­de Kat­rin Göring-Eckardt immer­hin nicht völ­lig falsch:

„Bazoo­ka“, „Kraft­pa­ket“, „Wumms“: Schon an der Spra­che wer­de klar, für wen in der Coro­na­kri­se Poli­tik gemacht wird, sagt die Grü­nen-Frak­ti­ons­chefin Kat­rin Göring-Eckardt.

Ich fän­de das aller­dings weit bedrücken­der, wenn außer­halb der Coro­na­kri­se eine ande­re Spra­che gewählt wür­de als aus­ge­rech­net der weib­li­che Gegen­part:

Nach Ansicht von Bun­des­fa­mi­li­en­mi­ni­ste­rin Gif­fey tref­fen das „Gute-Kita-Gesetz“ und das „Star­ke-Fami­li­en-Gesetz“ genau den Bedarf der Eltern.

Erstaun­lich, dass im Kraft­pa­ket kei­ne Lut­scher­ga­ran­tie zuge­si­chert wur­de.

(sie­he auch: Feyn­sinn)


Nach­trag vom 28. Juni 2020: Sie­he auch RND.

In den NachrichtenNerdkramsWirtschaft
Open Source (Sym­bol­mel­dung)

War­um Deutsch­land nicht selbst über ein gro­ßes Unter­neh­men zur Her­stel­lung von Smart­phones ver­fü­ge, wur­de ich heu­te gefragt, und was ich gegen Open Source hät­te, frag­te man mich zuvor.

Bei­des beant­wor­tet zufrie­den­stel­lend Golem.de:

Die Coro­na-App soll bei ledig­lich 80 Pro­zent aller Begeg­nun­gen die Abstän­de kor­rekt mes­sen. (…) SAP und die Deut­sche Tele­kom haben die App für einen Net­to­preis von 20 Mil­lio­nen Euro in den ver­gan­ge­nen Wochen ent­wickelt. (…) Sowohl die Ver­tre­ter der Bun­des­re­gie­rung als auch die betei­lig­ten Unter­neh­men lob­ten dabei den Open-Source-Ansatz bei der Ent­wick­lung der App.

Nun ist natür­lich eine von T‑Systems und SAP ent­wickel­te Soft­ware, die in 80 Pro­zent der Fäl­le rich­tig funk­tio­niert, trotz­dem eine erst mal erfreu­li­che Nach­richt. Aber wie vie­le Schü­ler hät­te man eigent­lich mit 20 Mil­lio­nen Euro aus 20 Pro­zent Feh­ler­quo­te her­aus­leh­ren kön­nen?

Doch immer­hin:

Daten­ver­kehr, der durch die Nut­zung der neu­en Coro­na-Warn-App anfällt, wird von deut­schen Pro­vi­dern nicht vom Kon­tin­gent abge­zo­gen. Das teil­te die Tele­kom mit.

Erstaun­lich, für wel­chen Quatsch (Pod­casts, Musik­vi­deo­the­ken, Bewe­gungs­ver­fol­gung) der Daten­ver­kehr plötz­lich belie­big umfang­reich sein kann und nichts mehr kostet. War­um zahlt eigent­lich noch jemand für mehr Giga­byte mehr Geld?