Netzfundstücke⁠Nerdkrams
Digitalcourage: Abgenuudelt.

Durch die sozia­len Medi­en wird momen­tan wie­der ein Ter­min­fin­dungs­werk­zeug des digi­tal­cou­ra­ge e.V., bekannt durch sei­ne daten­schutz­feind­li­che Web­site getrie­ben, über das im Janu­ar 2020 fol­gen­de Pres­se­mit­tei­lung raus­ge­ge­ben wur­de:

Digi­tal­cou­ra­ge ruft alle, die im Inter­net Web­sites betrei­ben, ver­ant­wor­ten oder pro­gram­mie­ren auf, Dien­ste im Netz auf Daten­spar­sam­keit und Daten­schutz zu opti­mie­ren und nicht Bequem­lich­keit und Daten­sam­me­lei in den Vor­der­grund zu stel­len. (…) „Bis­her konn­ten wir kein Umfra­ge-Tool vor­be­halt­los emp­feh­len“, sagt Chri­sti­an Pietsch von Digi­tal­cou­ra­ge. „Des­halb haben wir selbst eins auf­ge­setzt, von dem wir wis­sen, dass es maxi­mal daten­spar­sam arbei­tet und auf inte­grer Hard­ware läuft.“

Setzt man nun also – wie vom Ver­ein wei­ter­hin emp­foh­len – eine Java­Script-Blocka­de ein und ver­sucht den maxi­mal daten­spar­sa­men Ter­min­su­cher auf­zu­ru­fen, der ja im Wesent­li­chen nichts ande­res als ein paar HTTP-POST-Anfra­gen ver­ar­bei­ten muss, pas­siert das hier:

[missing key: Step 1.Javascript is disabled on your browser. Its activation is required to create a poll.]

Ich wer­de manch­mal gefragt, war­um ich den digi­tal­cou­ra­ge e.V., anders als so vie­le ande­re durch­aus auch tech­nik­na­he Men­schen, nicht als netz­po­li­tisch kom­pe­ten­ten Ver­ein emp­fin­de. Ich wünsch­te, ich hät­te dar­auf kei­ne Ant­wort.

Sonstiges
Kurz gefragt zu göttlichen Verschwörungstheorien

Was genau unter­schei­det eigent­lich die (all­seits ver­pön­te und poli­tisch nicht gewoll­te) Annah­me, Bill Gates und/oder eine Grup­pe von Ech­sen­men­schen war­te nur noch auf den rich­ti­gen Zeit­punkt, alle, die nicht auf der rich­ti­gen Sei­te ste­hen, mit einem Chip zu imp­fen, um sie end­lich als rei­cher Welt­herr­scher unter­tan zu machen, von der (all­seits belieb­ten und poli­tisch geför­der­ten) Annah­me, ein vor Jahr­tau­sen­den nicht ganz Ver­stor­be­ner war­te nur noch auf den rich­ti­gen Zeit­punkt, um zusam­men mit allen, denen er wohl­ge­son­nen ist und die daher nicht zu ewi­gem Leid ver­dammt sein wer­den, ein neu­es Welt­reich zu regie­ren?

In den Nachrichten⁠Nerdkrams
Nix können, dafür mehr dürfen

Ich habe seit dem Lesen einer Nach­richt eine fan­ta­sti­sche Idee:

Im wei­te­ren Ver­lauf des Pro­zess­ta­ges wur­den fünf Zeu­gen ange­hört, die alle beim BKA mit Ermitt­lun­gen zum Online-Ver­hal­ten des Ange­klag­ten betraut waren. Es ent­stan­den dabei Zwei­fel an der Kom­pe­tenz der Poli­zei­kräf­te in die­sem Bereich und an der Sinn­haf­tig­keit der Ermitt­lungs­struk­tu­ren. Mehr­fach leg­ten Fra­gen der Neben­kla­ge-Ver­tre­te­rin­nen offen, dass ver­meint­li­che Ermitt­lungs­er­geb­nis­se, etwa über die Funk­ti­ons­wei­se von Image­boards oder die dort geteil­te Inhal­te, ledig­lich aus ande­ren Berich­ten oder offen zugäng­li­chen Arti­kel abge­schrie­ben wur­den.

Geben wir dem BKA doch noch mehr Mög­lich­kei­ten, Scha­den über ein ihm frem­des Medi­um auf ihm frem­den Gerä­ten anzu­rich­ten! Geben wir doch einem Klein­kind einen Auto­schlüs­sel! Wird schon gut gehen. Ist ja gegen Ter­ro­ris­mus.

Kaufbefehle⁠Musikkritik
Kurzkritik: Pisse – LP

Pisse - LPLan­ge nichts mehr über Musik geschrie­ben.

Das in die­sem Jahr raus­ge­kom­me­ne unge­fähr sech­ste Album „LP“ (Amazon.de) der „deutsch­land­weit bekann­ten“ (Wiki­pe­dia; sie­he aber auch „hei­se online“) Punk­band Pis­se aus aus­ge­rech­net Hoyers­wer­da fand sei­nen Weg auf den Sta­pel der Plat­ten, die ich mal hören woll­te, vor allem über den Band­na­men. So was bleibt hän­gen, da bin ich aus­nahms­wei­se mal ganz schlicht gestrickt.

Musi­ka­lisch kommt immer­hin nicht aus­schließ­lich Rotz­punk („Feind/Fehler“) her­aus, son­dern die Band bedient sich, bewusst oder unbe­wusst, aus einem wei­ten Feld vol­ler Vor­bil­der von Fehl­far­ben über Fee­ling B bis hin zu den Die Ner­ven. Das Inter­net freut sich dar­über, dass Pis­se auch ein The­re­min ein­set­zen und mal eine Vor­band namens Fickr hat­ten, ich wie­der­um lese die Tex­te und bin irgend­was zwi­schen amü­siert und ent­setzt.

Pis­se – LP – 05 Zu viel Speed

Und Coun­try kommt auch drin vor!

Anders gesagt: Herr­je, ist das furcht­bar.

Pis­se – LP – 02 Duracell

Das ist der­ma­ßen furcht­bar, dass ich fast gewillt bin, es zu emp­feh­len, denn wenn eins im Plat­ten­schrank fehlt, dann ja wohl furcht­ba­re „Pis­se“! Wir sind ja nicht zum Spaß hier.

In den Nachrichten
Inzwischen beim Fußball

Nach dem 1:0‑Sieg des FC Bay­ern gegen Paris Saint-Ger­main im End­spiel der Cham­pi­ons League in Lis­sa­bon ist es am Sonn­tag­abend in der fran­zö­si­schen Haupt­stadt zu Aus­schrei­tun­gen gekom­men

Men­schen, mit denen mich höch­stens (und oft nicht mal) die Natio­na­li­tät ver­bin­det, haben schlech­ter gegen einen Ball getre­ten als ande­re Men­schen, mit denen mich höch­stens (und oft nicht mal) die Natio­na­li­tät ver­bin­det. Ich hau‘ alles kaputt!

Netzfundstücke
Make Them Suffer – Bones // Maskenpflicht für Trumps Schwester

^_^Es ist Mon­tag. Gestern hör­te ich ein Gespräch, in des­sen Ver­lauf die Teil­neh­mer sich einig waren, dass das mit die­sem Som­mer jetzt end­lich vor­bei sei, es rei­che ja auch. Sel­ten habe ich mich ver­stan­de­ner gefühlt. Ich bin da wie die Bahn: Mich wirft fast nichts um, nur ein außer­ge­wöhn­lich übli­ches Wet­ter kann ich nicht aus­ste­hen. Unüb­li­ches Wet­ter hin­ge­gen wür­de ich begrü­ßen, etwa einen Pan­da­re­gen.

Die Schwe­ster von Donald Trump sei nicht gut auf ihren Bru­der zu spre­chen, freu­ten sich am Wochen­en­de Quat­sch­nach­rich­ten. Begie­rig grif­fen Teil­neh­mer sozia­ler Medi­en das auf, „Trumps Schwe­ster“ tren­de­te gestern gar auf Twit­ter. Es ist schwer gewor­den, in die­ser Gesell­schaft noch Poin­ten anzu­brin­gen, die klar als Sati­re und nicht etwa als Doku­men­ta­ti­on zu erken­nen sind. Die inlän­di­sche Poli­tik erwägt inzwi­schen, glaubt man den Medi­en, auf­grund der hohen Infek­ti­ons­zah­len bei Rei­se­rück­keh­rern und auf Fami­li­en­fei­ern eine Mas­ken­pflicht am Arbeits­platz zu beschlie­ßen, was wenig­stens die nur zweit­merk­wür­dig­ste Kon­se­quenz ist. Ich selbst hät­te ja gern eine Mas­ken­pflicht unter der Dusche. Weiß die Bun­des­re­gie­rung eigent­lich, wie unan­ge­nehm es ist, Was­ser in die Nase zu bekom­men?

Gestern las ich eine Mel­dung von 2011, in Ber­lin sor­ge eine Fle­der­maus für Schrecken, weil man annahm, sie sei toll­wü­tig. Es hat sich nicht viel ver­än­dert, nur die Dia­gno­se ist neu.

Auch neu, aber sehr viel ange­neh­mer: Musik (heu­te mal weni­ger sanft).

Make Them Suf­fer – Bones (Offi­ci­al Music Video)

Guten Mor­gen.

In den Nachrichten
Der maskenlose Prophet gilt nichts im eigenen Land.

Bun­des­re­gie­rung:

Die Bun­des­re­gie­rung hat die Miss­ach­tung von Hygie­ne­re­geln bei der Demon­stra­ti­on gegen Coro­na-Auf­la­gen am Wochen­en­de in Ber­lin scharf kri­ti­siert. „Die Bil­der, die wir da am Wochen­en­de sehen muss­ten, sind inak­zep­ta­bel“, sag­te die stell­ver­tre­ten­de Regie­rungs­spre­che­rin Ulri­ke Dem­mer. (…) [Es sei] nicht hin­nehm­bar, dass Demon­strie­ren­de sich ihrer Ver­ant­wor­tung gegen­über ande­ren, mög­li­cher­wei­se Schwä­che­ren in der Gesell­schaft, nicht bewusst sind oder die­se bewusst igno­rie­ren und deren Gesund­heit und Leben ris­kie­ren.

Weiß­russ­land:

Keine Masken in Weißrussland

Bun­des­re­gie­rung:

Die Bil­der von den fried­li­chen Demon­stra­tio­nen in Bela­rus haben uns alle in den letz­ten Tagen sehr bewegt. Der Mut der­je­ni­gen, die fried­lich demon­striert haben, hat uns beein­druckt.

Ja, wie denn nun: Inhalt oder Form?

Spre­chen die sich eigent­lich auch mal ab?

Kaufbefehle⁠Musikkritik
Kurzkritik: Ditz – 5 Songs (EP)

Ditz - 5 SongsLan­ge nichts mehr über Musik geschrie­ben.

Ditz ist eine fünf­köp­fi­ge und zehn­händ­ri­ge Post­punk­band aus Brigh­ton, deren Name unge­fähr ein dum­mes Mäd­chen vom Dorf bezeich­net, was eigent­lich gar nicht so gut passt.

Auf ihrer im Juli erschie­ne­nen EP „5 Songs“ (Amazon.de, Bandcamp.com) sind … nun ja, fünf Lie­der von jeweils unter drei Minu­ten Spiel­zeit ent­hal­ten, dar­un­ter außer einer gelun­ge­nen Cover­ver­si­on von Pea­ches‘ „Fuck the Pain Away“, das noch wit­zi­ger ist, wenn es (wie hier) ein Mann singt, anschei­nend aus­schließ­lich Eigen­kom­po­si­tio­nen.

Die kur­ze Spiel­zeit wis­sen sie indes wei­se zu nut­zen, indem sie sich nicht lan­ge mit Span­nungs­auf­bau auf­hal­ten; dem Freund von Punk­ge­wit­tern sagt’s zu. Mir zum Bei­spiel.

DITZ – Total 90

Nicht der schlech­te­ste Zeit­ver­treib des Jah­res.

In den Nachrichten
Danke, Corona!

Bit­te kein Impf­stoff vor 2050:

Muss die näch­ste Kar­ne­vals­sai­son wegen Coro­na kom­plett aus­fal­len? Mit ent­spre­chen­den Aus­sa­gen wird Gesund­heits­mi­ni­ster Spahn seit Diens­tag zitiert.

Hät­te ich das geahnt, hät­te ich schon viel frü­her eine Fle­der­maus geges­sen.


Der selt­sa­me Wunsch der Poli­tik nach mehr Aka­de­mi­kern trägt Früch­te:

Ein Sti­pen­di­um der Ham­bur­ger Hoch­schu­le für bil­den­de Kün­ste (HFBK) will das Nichts­tun beloh­nen. Als eine Art künst­le­ri­sche Inter­ven­ti­on gedacht, sol­len drei Men­schen je 1600 Euro bekom­men und dafür … nichts tun.

Mög­li­che Poin­ten zum Sel­ber­ankreu­zen:

  • Haha, Poli­ti­ker­sti­pen­di­um qua­si.
  • Haha, Beam­ten­sti­pen­di­um qua­si.
  • Haha, BGE-Sti­pen­di­um qua­si.
  • Seit wann ist Ham­burg in Ber­lin?

Netzfundstücke⁠Nerdkrams
Medienkritik in Kürze: Fremde Firmen im eigenen Haus

„Über­me­di­en“ fragt:

War­um wol­len Online-Medi­en so drin­gend Dut­zen­de Coo­kies von frem­den Fir­men auf unse­ren Gerä­ten spei­chern?

Der im Tweet ver­link­te, gera­de mal ohne Bezahl­schran­ke ver­füg­ba­re Arti­kel beginnt so:

Die deut­sche Ver­lags­bran­che hat sich Jah­re auf einer schlam­pi­gen Gesetz­ge­bung aus­ge­ruht: Auch ohne kon­kre­te Ein­wil­li­gung der Nut­zer hat sie die Wer­be­bran­che Daten sam­meln und aus­wer­ten las­sen. Nun macht ein Gerichts­ur­teil dem ein Ende.

Auch rich­tig ist die­se Fest­stel­lung:

Es reicht nicht mehr abzu­war­ten, ob eine Nut­ze­rin oder ein Nut­zer sich selbst küm­mert, und bis dahin ein­fach Coo­kies zu set­zen[.]

Inzwi­schen steht bei „Über­me­di­en“ in der Daten­schutz­er­klä­rung aller­dings:

Wir ver­wen­den Dien­ste der Fa. Ste­ady Media UG (haf­tungs­be­schränkt), Schön­hau­ser Allee 36, 10435 Ber­lin. (…) Hier­für setzt Ste­ady Coo­kies auf unse­rer Web­site ein.

Und:

Wir set­zen „Ses­si­on-Coo­kies“ der VG Wort, Mün­chen, zur Mes­sung von Zugrif­fen auf Tex­ten ein, um die Kopier­wahr­schein­lich­keit zu erfas­sen.

Und:

Wir benut­zen Goog­le Ana­ly­tics, einen Web­ana­ly­se­dienst der Goog­le Inc. („Goog­le“). (…) Goog­le Ana­ly­tics ver­wen­det sog. „Coo­kies“, Text­da­tei­en, die auf Ihrem Com­pu­ter gespei­chert wer­den und die eine Ana­ly­se ermög­licht, wie Sie unse­re Web­sei­te nut­zen. (…) Durch die Nut­zung die­ser Web­site erklä­ren Sie sich mit der Bear­bei­tung der über Sie erho­be­nen Daten durch Goog­le in der zuvor beschrie­be­nen Art und Wei­se und zu dem zuvor benann­ten Zweck ein­ver­stan­den.

War­um will „Über­me­di­en“ so drin­gend Dut­zen­de meh­re­re Coo­kies von frem­den Fir­men auf unse­ren Gerä­ten spei­chern?

An den Finan­zen mag’s nicht lie­gen:

Finan­ziert wird Über­me­di­en von inzwi­schen rund 4.000 Abon­nen­tin­nen und Abon­nen­ten.

Aber:

Das Ver­trau­en in Medi­en ist stark gesun­ken.

Wor­an indes das jetzt wie­der liegt, möge „Über­me­di­en“ in sei­nen Ana­ly­tics ergoog­len.

In den Nachrichten
Beruflich sitze ich gerne herum (2): Kleben fürs Klima.

Manch­mal erüb­rigt sich jeder zusätz­li­che Kom­men­tar:

Sie besetz­ten Abflug­hal­len und woll­ten sich mit Sekun­den­kle­ber am Roll­feld fixie­ren: Akti­vi­sten der Kli­ma­schutz­be­we­gung „Extinc­tion Rebel­li­on“ haben an vier Flug­hä­fen gegen inner­deut­sche Flü­ge demon­striert. (…) Drei Akti­vi­sten hat­ten den Anga­ben zufol­ge Flug­tickets für einen Flug nach Mün­chen.

Aber ein Bild könn­te noch pas­sen.

In den Nachrichten⁠Montagsmusik
Twinkranes – Double Negative (live) // Positive Kraft ohne Glücksbärchis

Erst mal ein NickerchenEs ist Mon­tag. Laut ver­schie­de­nen Quel­len haben wir über­ra­schen­der­wei­se wochen­lang son­ni­ges Wet­ter im August. Man könn­te fast mei­nen, das wäre eine eige­ne Jah­res­zeit. Ande­rer­seits: Pan­da­bä­ren woh­nen nor­ma­ler­wei­se in sub­tro­pi­schen Gebie­ten. Es gibt noch Hoff­nung für eine Sied­lung in einem Teil Deutsch­lands.

Mozil­la hat 2018 für Ent­wick­ler nur unge­fähr dop­pelt so viel wie für Vor­stän­de aus­ge­ge­ben. Da jetzt vie­le Ent­wick­ler gehen muss­ten, ist wenig­stens noch genug Geld für das Fir­men­flug­zeug da. Im Namen des frei­en Inter­nets, neh­me ich an. Eher welt­lich wird die Frei­heit der­weil im Aus­weis pene­triert, indem EU-Bür­ger – tol­le Sache, die­se EU, ver­ste­he gar nicht, wie­so da so vie­le Leu­te lie­ber raus­wol­len – ab 2021 gefäl­ligst ihre Fin­ger­ab­drücke in sel­bi­gem hin­ter­las­sen müs­sen. Falls sie mal kri­mi­nell wer­den soll­ten. Wer­den ja die mei­sten, sonst wäre das ja höchst unan­ge­mes­sen.

Irgend­ei­ne Zei­tung nennt die Ernen­nung von Olaf Scholz zum Kanz­ler­kan­di­da­ten durch eine Par­tei­eli­te ein Zei­chen für „die posi­ti­ve Kraft von Wah­len“, ver­gisst aber zu erwäh­nen, dass eine Wahl wahr­schein­lich ein ganz ande­res Ergeb­nis zuta­ge geför­dert hät­te.

Stets mit posi­ti­ver Kraft ver­se­hen: Musik (gut).

Twin­kra­nes – Dou­ble Nega­ti­ve – The Par­lour

Guten Mor­gen.

Nerdkrams
beAchtlich unsicher

Ich wur­de gebe­ten, ein paar Wor­te zum Abschluss­gut­ach­ten zur Sicher­heit des immer­hin über 30 Mil­lio­nen Euro teu­ren „beson­de­ren elek­tro­ni­schen Anwalts­post­fachs“ zu ver­lie­ren. Das System sei anschei­nend erschreckend lücken­haft.

Beim Lesen des Gut­ach­tens war mir auf­ge­fal­len, dass die mei­sten Sicher­heits­pro­ble­me aber bereits als beho­ben gel­ten. Daher möch­te ich das Augen­merk auf die­sen Abschnitt auf Sei­te 28 und 29 len­ken:

Durch die Web­an­wen­dung wer­den Java­Script-Biblio­the­ken von Dritt­an­bie­tern ein­ge­setzt. Es wur­den ver­al­te­te Biblio­the­ken iden­ti­fi­ziert, die gegen­über bekann­ten Schwä­chen ver­wund­bar sind. (…) Laut Aus­sa­ge des Dienst­lei­sters kommt die Ver­si­on der Biblio­thek mit der ver­wen­de­ten Ver­si­on des Frame­works „Pri­me­faces“ und wird nach erfolg­ter Betriebs­über­nah­me aktua­li­siert.

Da inve­stiert man also meh­re­re Mil­lio­nen Euro in die Ent­wick­lung von Soft­ware und dann besteht die Ent­wick­lung dar­in, dass ein Dienst­lei­ster Frame­works aus ande­ren Frame­works zusam­men­schraubt; mit­hin nicht viel mehr tut als frem­den Code zu einem neu­en Paket zu schnü­ren und die Inhal­te im Best­fall nie mehr anzu­rüh­ren. „Da kann ICH doch nichts für, dass die Kom­po­nen­te das halt so macht!1!! Für mehr hat­ten wir kei­ne Zeit (oder: kein Budget)!1!!“

Ich wünsch­te, aus Feh­lern ande­rer Leu­te wür­de man gera­de in der EDV irgend­wann ler­nen.