Lange nichts mehr über Musik geschrieben.
Das Kombynat Robotron, das sich selbst КОМВУИАТ ЯОВОТЯОИ schreibt, was man eigentlich ganz anders ausspräche, ist ein falsch nach einem Computerhersteller der DDR benanntes Kieler Quartett, das seit etwas mehr als zwei Jahren existiert und seitdem bereits mehrere Alben veröffentlicht hat. Das aktuellste derselben heißt „Dickfehler Studio Treffen I“ (Amazon.de, Bandcamp.com) und disqualifiziert sich eigentlich schon aus Prinzip für meine diesjährige Musikrückschau, denn es wurde live — wenn auch in einem Studio — aufgenommen.
Zu hören gibt es Krautrock in seiner instrumental-hypnotischen Ausprägung, das Internet schlägt eine Nähe zur Düsseldorfer Genregalionsfigur Neu! vor, aber bei jenen hat mir bislang immer das Mitreißende gefehlt, das Stücke wie „Sequoia“ mir hier bieten.
Sicher: Überraschungen lauern hier nur wenige, das Genre (sagt man das noch?) wird ja seit über fünfzig Jahren bespielt. Trotzdem höre ich hier wenigstens eine feine Abwechslung in dem Einheitsbrei, der heutzutage als Krautrock durchgeht. Ich mag das.


Wunderbares verspieltes Geschrammel vom Feinsten, zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht. und ins Herz!
Danke.
Entschuldigung!
Kannst nix dafür. Bin selber schuld…nein, dieses böse alle niedrigen Instinkte freigebenede Internet…Igitt, nie wieder wuäh
Nachdem auch der Pestarzt davon angetan ist, werd ich auch mal reinhören.
(https://pestarzt.blog/2020/07/04/sottrum-2020/)
Hab ich gelesen. Verrückte gibt’s. Aber bemerkenswert, dass meine eigene Empfehlung nicht reicht. Pfff.