Netzfundstücke
Hähn­chen.

„Golem“:

KFC hat zusam­men mit Coo­le­r­ma­ster eine Gam­ing-Kon­so­le gebaut. Die KFCon­so­le läuft auf Intel-Basis, hat eine Asus-Gra­fik­kar­te – und eine Warm­hal­te­kam­mer für Hähn­chen­tei­le.

Wel­che Rea­li­tät ist das eigent­lich gera­de?

Sonstiges
Weih­nachts­wunsch: Kalen­der­rück­sicht.

Wenn man schon unbe­dingt statt der reli­gi­ons­über­grei­fen­den und wenig­stens irgend­wie sinn­voll begründ­ba­ren Win­ter­son­nen­wend­fei­er (21. Dezem­ber) das­je­ni­ge Fest fei­ern möch­te, des­sen Riten das Umbrin­gen eines Baums beinhal­ten, weil man das halt so mache, und sich dabei womög­lich auch noch dar­auf beruft, dass die Tra­di­ti­on das ver­lan­ge, dann soll­te man wenig­stens so tra­di­ti­ons­fest sein, den Vor­abend der Weih­nacht (24. Dezem­ber), die Weih­nacht (25. Dezem­ber) und den Ste­phans­tag (26. Dezem­ber) von­ein­an­der unter­schei­den zu kön­nen.

Am mei­sten freue ich mich ja auf die weni­gen Stun­den zwi­schen dem 26. und dem 28. Dezem­ber, in denen an die Stel­le von „frohs­fest!“ und „frohs­neus!“ ein ange­neh­mes „wie­der­sehn!“ tritt.

Nerdkrams
Kek­se, Blin­ken und dump­fe Beats: Vier Tage vorm #rC3.

Die­ser Arti­kel ist Teil 14 von 20 der Serie Congresskrise(n)

Die Blog­bei­trä­ge wer­den zuse­hends schwe­rer ver­ständ­lich, wenn man den Feh­ler macht und die deutsch­spra­chi­ge Ver­si­on für deutsch­spra­chig hält. Das kann nur eins bedeu­ten: Der „Con­gress“ ist nahe!

Laut Fahr­plan geht es bei der cha­os expe­ri­ence auch in die­sem Jahr um das, was die Ziel­grup­pe (Men­schen, die Löt­an­lei­tun­gen mit vie­len LEDs befol­gen, was mit Hacken unge­fähr so viel zu tun hat wie einen IKEA-Schrank wie emp­foh­len zusam­men­zu­set­zen) wirk­lich inter­es­siert, näm­lich Tech­nik, Quatsch, Kek­se und Blin­ken und dump­fe Beats, nein, Huren und haupt­be­ruf­li­ches Por­no­gucken – so stimmt’s. Was man halt so macht als Hacker. Rund­mails sind zu anstren­gend, Varia­blen in E‑Mails zu erset­zen ist Zau­be­rei. Da kom­men ja nicht mal bun­te Blink­lich­ter drin vor.

Wäh­rend ich dies schrei­be, erhal­te ich die Infor­ma­ti­on, dass der „Hacker­club“ gera­de aus­läuft, also leakt. Mich über­rascht nichts mehr. Hät­ten die halt wen gefragt, der sich mit die­sem Tech­nik­kram aus­kennt.

CCC-Leaks

Zehn Minu­ten nach der ver­meint­li­chen Abschluss­ver­an­stal­tung endet eine Ver­an­stal­tung namens „Die Suche nach dem Alten Wei­ßen Mann“, was iro­nisch wirkt, wenn man über die Geschich­te des Hackens und ihre her­aus­ra­gen­den Hero­en nach­denkt, aber Selbst­iro­nie kön­nen sie ja auch fast nicht mehr.

Schon wie­der sind im Fahr­plan trotz wie­der­hol­ten Ohren­blu­tens mei­ner­seits meh­re­re eng­lisch­spra­chi­ge Vor­trä­ge von Men­schen zu fin­den, weil ihnen irgend­wer nicht davon erzählt hat, dass es zur Über­set­zung von Vor­trä­gen ein gan­zes Über­set­zungs­team geben soll. Ande­rer­seits habe ich das Ver­ste­hen­wol­len schon vor Jah­ren auf­ge­ge­ben. Ich las­se es ein­fach auf mich ein­pras­seln. Ich ver­mu­te, das ist irgend­ei­ne Schutz­maß­nah­me. Sie hilft.

Ich wünsch­te, ich emp­fän­de den „Con­gress“ nicht als eine so trau­ri­ge Ver­an­stal­tung. Ich wünsch­te, er wäre mir egal.

NetzfundstückeNerdkrams
Berlin@GMX.de

Die Digi­ta­li­sie­rung so:

Wir bit­ten für die Antrag­stel­lung auf eine stan­dar­di­sier­te E‑Mail-Adres­se bekann­ter Anbie­ter (z.B. web.de, gmx.de etc.) zurück­zu­grei­fen. Andern­falls wird die ine­ter­net­ba­sier­te (sic! A.d.V.) Antrag­stel­lung schei­tern.

Kann ich die­sen elek­tro­ni­schen Behör­den­gang noch mal sehen?

Sonstiges
Medi­en­kri­tik in Kür­ze: Krei­se.

Wer ist die­ser Herr oder die­se Frau Krei­se …

Krei­se: Auch Micro­soft will eige­ne Com­pu­ter­chips bau­en

Krei­se: Bera­tun­gen der Kul­tus­mi­ni­ster am 4. Janu­ar

Krei­se: Brexit-Ver­hand­lun­gen blei­ben schwie­rig

Krei­se: Sie­mens erwägt Ver­kauf der Logi­stik­spar­te

Krei­se: Kret­sch­mann für dra­sti­sche Coro­na-Ein­schrän­kun­gen

… und war­um ist er oder sie eigent­lich immer so gut infor­miert?

Mir wird geschlechtNetzfundstückeIn den NachrichtenMontagsmusik
Ingri­na (live) // Min­der­hei­ten­do­mi­no

MontagslächelnEs ist Mon­tag. Das ritu­el­le Wän­de­be­schmie­ren mit schie­fem Gesang ist in Öster­reich eine unauf­schieb­ba­re beruf­li­che Tätig­keit und mehr muss man über Öster­reich nicht wis­sen. Die haben ja nicht mal Pan­da­bä­ren dort.

Mei­ne­da­mund­herrn, die Inlands­nach­rich­ten: Weil die Men­schen jetzt am lieb­sten online ein­kau­fen, weil der Ein­zel­han­del aus Pan­de­mie­grün­den vor­erst nicht off­line statt­fin­den darf, haben CDU/CSU und SPD die Ansicht geäu­ßert, dass man dem Online­han­del zur Stra­fe mehr Geld abneh­men soll­te. Begrün­det wird die­ser Quark mit „Chan­cen­gleich­heit“, was die­je­ni­gen, die in sowie­so schon innen­stadt­ar­men Dör­fern woh­nen, noch bizar­rer fin­den dürf­ten als ich. Der fei­ne Unter­schied zwi­schen poli­ti­schen Syste­men ist ja auch der, dass es in man­chen Syste­men allen gleich gut, in ande­ren hin­ge­gen gleich schlecht geht. Ande­rer­seits: Deutsch­land holt Dschi­ha­di­stin­nen zurück, so mutig muss man ja auch erst mal sein. – Fast auch Poli­tik: Micha­el Kell­ner (Grü­ne) hat stolz ver­kün­det, sei­ne Par­tei habe mit gro­ßer Mehr­heit ein „Viel­falts­sta­tut“ ange­nom­men, das das bis­he­ri­ge „Frau­en­sta­tut“ ergänzt und unter ande­rem besagt, dass das Prä­si­di­um der Grü­nen und ange­schlos­se­ner Ver­ei­ne künf­tig auch der­art besetzt wer­den soll, dass die Viel­falt in der Gesell­schaft abge­bil­det wird; das heißt: Wenn sich irgend­wann her­aus­stellt, dass zwan­zig Pro­zent der Deut­schen pan­se­xu­el­le ein­bei­ni­ge Auti­sten aus dem Volk der Sin­ti sind, dann muss auch der Bun­des­vor­stand der Grü­nen zu einem Fünf­tel aus pan­se­xu­el­len ein­bei­ni­gen Auti­sten aus dem Volk der Sin­ti bestehen, und obwohl mir das bei den Grü­nen, bei denen ich – als wei­ßer Mann mit deut­li­cher Aver­si­on gegen Krieg und Schwach­sinn immer­hin ihr wesent­li­cher poli­ti­scher Geg­ner – nicht mal tot überm Zaun hän­gen wol­len wür­de, gewis­se Türen öff­nen könn­te, ist mir unklar, wie sie die nöti­gen Daten zu erhe­ben gedenkt, denn es ist zwar recht leicht, das Geschlecht eines Men­schen zu ermit­teln (erbo­ste Zuschrif­ten hier­zu bit­te direkt an den Weih­nachts­mann adres­sie­ren), aber die Zuge­hö­rig­keit zu ande­ren ver­meint­lich oder tat­säch­lich benach­tei­lig­ten Grup­pen wür­de ein outing jedes Bun­des­bür­gers vor­aus­set­zen und das klingt nicht nur sehr auf­wen­dig, son­dern auch sehr kon­tra­pro­duk­tiv. Eine Nach­fra­ge mei­ner­seits auf Twit­ter blieb bis­lang zu nie­man­des Über­ra­schung unbe­ant­wor­tet.

Die Schot­ten, noch immer nicht voll­ends als Aus­land akzep­tiert, hin­ge­gen wol­len schon wie­der viel­leicht aus dem Ver­ei­nig­ten König­reich aus­schei­den. Deut­sche Medi­en fin­den das groß­ar­tig, denn wenn eine natio­na­li­sti­sche Par­tei eine Nati­on wie­der gre­at maken will, dann ist das eine gute Nach­richt. Außer, es sind die Deut­schen. Oder Donald Trump. Dass ein Über­tritt der Schot­ten von ihrem wich­tig­sten Han­dels­part­ner in die EU eine bescheu­er­te Idee wäre, erklärt sowohl sich selbst als auch Car­sten Vol­kery, wenn­gleich bereits im Sep­tem­ber.

Wir kom­men zur EDV: Bei Insta­gram sind „Sticker“ mög­li­cher­wei­se nicht mit dem EU-Daten­schutz­recht kom­pa­ti­bel. Mir ist unklar, was man in „Sticker“ rein­tun muss, damit sie mei­nen Daten­schutz gefähr­den, aber ich nut­ze auch kein Insta­gram zum Ver­tei­len der­sel­ben, was offen­bar eine gute Idee ist. „Wired“ wagt der­weil einen Aus­blick auf die Zukunft und unkt, künf­tig fin­de sozia­les Netz­wer­ken nur noch per Stim­me statt per Tasta­tur statt. Dass aus­ge­rech­net die Pod­ca­ster, die­se ver­meint­lich hete­ro­ge­ne Mas­se von Men­schen, die sich dadurch aus­zeich­nen, dass Stil­le sie furcht­bar ner­vös zu machen scheint (gibt es dage­gen kei­ne wirk­sa­me The­ra­pie?), am Ende gewon­nen haben wer­den, muss unbe­dingt ver­hin­dert wer­den. Ich lösche bei­zei­ten mei­ne Web­brow­ser und zie­he ins Use­net um. Sol­len sie doch mit sich sel­ber quat­schen.

Etwas Nerdpr0n: Unter bestimm­ten Umstän­den kann man Arbeits­spei­cher zu WLAN-Anten­nen umfunk­tio­nie­ren. Ich emp­feh­le jede Minu­te so zu ver­brin­gen, dass mög­li­che Angrei­fer beim Fern­aus­le­sen des Spei­chers zumin­dest gute Musik hören müs­sen.

Also:

Guten Mor­gen.

NetzfundstückeNerdkrams
#rC3: Ahi­sto­ri­sches für Tech­nik­frem­de

Die­ser Arti­kel ist Teil 13 von 20 der Serie Congresskrise(n)

Wäh­rend die Vor­be­rei­tun­gen für die dies­jäh­ri­ge Stu­den­ten-CeBIT („remo­te cha­os expe­ri­ence“) anschei­nend getrof­fen wer­den, obwohl von einem Fahr­plan noch immer nichts zu sehen ist, geben die Ver­an­stal­ter in einer Art FAQ (All­er­gi­ker­war­nung: Gen­dera­la­la) ver­schie­de­ne nett gemein­te Hin­wei­se bekannt.

Dar­un­ter auch die­sen:

IRC

Ein­fach gesagt nicht (sic! A.d.V.) ande­res als die klas­si­chen (sic! A.d.V.) Online Chat­räu­me (sic! A.d.V.) der 00er-Jah­re. Ein­fach und schnell.

Nun exi­stie­ren IRC-Net­ze im Wesent­li­chen seit 1988, erleb­ten ihre Hoch­zeit in den Neun­zi­gern und ihre Nut­zer­zah­len sind trotz eini­ger Unbe­lehr­ba­rer wie mir, die von den Beglückungs­ideen von irgend­wel­chen Web­hip­stern, die glau­ben, ein Doku­men­ten­be­trach­ter („Web­brow­ser“) sei eine gute Platt­form, und dar­um auch wei­ter­hin in zuse­hends mehr IRC-Räu­men rum­hän­gen, wenig hal­ten, seit spä­te­stens 2003 meist im frei­en Fall befind­lich.

Aller­dings ist unser­eins in den 00er-Jah­ren auch in klas­si­chen Online Chat­räu­men (mein Kopf!) unter­wegs gewe­sen. Sie hie­ßen zum Bei­spiel „Chat-Tem­pel“ und lie­fen in einem Javaapp­let, was damals schon fürch­ter­lich zu benut­zen war, oder sie hie­ßen zum Bei­spiel ICQ und mach­ten wit­zi­ge Geräu­sche, wenn man eine Nach­richt bekom­men hat. Ich wür­de anneh­men wol­len, dass die­je­ni­gen, denen man erklä­ren muss, was ein „IRC“ sein soll, sich genau das unter einem klas­si­chen Online Chat­raum der 00er-Jah­re (mei­ne Augen!) vor­stel­len und nicht etwa so was:

mIRC. Screenshot: George Araujo

Aber gut. Muss man nicht wis­sen, ist bloß Tech­nik. Hat nichts mit blin­ken­den LEDs, schlim­mer Bums­mu­sik und Dro­gen­han­del zu tun. Da kennt man sich beim CCC nicht aus.

Wen genau wol­len die Macher des Ver­an­stal­tungs­blogs eigent­lich infor­mie­ren und zu wel­chem Zweck?

Persönliches
Zum Glück haben Arme nur im Win­ter Hun­ger.

Ich bewun­de­re ja jedes Jahr aufs Neue den Zynis­mus, mit dem irgend­wel­che Zei­tun­gen und irgend­wel­che Kir­chen­ver­ei­ne – die zwar selbst genug Geld hät­ten, aber der Was­ser­kopf braucht eben sei­ne Yacht – pünkt­lich zur aus­wär­ti­gen Abküh­lung off­line und (die­ses Jahr bevor­zugt) online dar­um bit­ten, dass die­je­ni­gen Men­schen, die ohne­hin gera­de so viel Geld für blö­den Krem­pel aus­ge­ben wie sonst nur sel­ten, weil der Kalen­der das für eine gute Idee hält, auch ihnen ein paar Dut­zend Euros in den Becher wer­fen, damit Arme/Obdachlose/Kinder/Pan­da­bä­ren kei­ne über­ra­schend schlech­te Lebens­qua­li­tät mehr haben; schon, weil man wäh­rend der ande­ren Mona­te im Jahr nur wenig von ihnen liest, sieht und/oder hört.

Offen­sicht­lich gehö­ren Arme/Obdachlose/Kinder/Pandabären einer sel­te­nen Spe­zi­es an, die nur im Dezem­ber arm/obdachlos/Kind/Pandabär ist und sich wäh­rend der ande­ren elf Mona­te bester Gesund­heit und exzel­len­ter Ver­sor­gung erfreut, denn sonst wür­de das ja bedeu­ten, dass es die­sen Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen gar nicht dar­um geht, das Leben die­ser Menschen/Bären wirk­lich zu ver­bes­sern – son­dern bloß um gute Pres­se.

Das wäre doch absurd, oder?

(Nach­trag: Wie vie­le Impf­do­sen könn­te man eigent­lich mit einem Jahr Kir­chen­steu­ern bezah­len?)

Sonstiges
Din­ner For One (Coro­na-Edi­ti­on)

Ohne Fred­die Frin­ton und May War­den.

ARVE error: Modus: lazy­load nicht ver­füg­bar (ARVE Pro nicht aktiv?), Ver­wen­de Nor­mal­mo­dus

Scha­de.

PersönlichesPiratenpartei
Last Exit Netz­par­tei: Hier gärt­nert der Bock noch selbst.

Wisst ihr noch, damals, als wir noch Träu­me hat­ten?

Es gab vie­le gro­ße poli­ti­sche Übel – und ein klein­stes unter den gro­ßen; so klein, dass man zu schnell zu viel woll­te. Es wur­den nicht nur vie­le Frei­wil­li­ge ver­heizt, son­dern auch Mit­glie­der rein- und raus­ge­spült, als wäre man in einen nicht enden wol­len­den Tsu­na­mi hin­ein­ge­ra­ten. ‘Last Exit Netz­par­tei: Hier gärt­nert der Bock noch selbst.’ wei­ter­le­sen »

Netzfundstücke
Freie Demo­kra­ti­sche Punks

Die Fried­richs­hain-Kreuz­ber­ger F.D.P., Heim­statt des ehe­ma­li­gen Pira­ten­vor­sit­zen­den Bernd Schlö­mer, sei jetzt Punk, teil­te sie auf Twit­ter mit.

Prompt schar­ten sich ande­re Anwe­sen­de um die­sen Tweet, um ein­an­der falsch zu erklä­ren, was Punk wohl sei: Ein Bekennt­nis gegen rech­te Welt­an­schau­un­gen oder gar offen anti­ka­pi­ta­li­stisch, was natür­lich bei­des nicht stimmt, denn kom­mer­zi­el­ler Miss­erfolg macht einen Men­schen noch nicht zum Punk und auch die pau­scha­le Leckt-mich-Atti­tü­de, deret­we­gen selbst Sioux­sie Sioux und Sid Vicious – bei­de nicht unbe­dingt für ihr Rechts­sein bekannt – Swa­sti­ken tru­gen, ist vor allem ein aus­drück­li­ches Bekennt­nis gegen die­je­ni­gen Welt­an­schau­un­gen, die eine eng­stir­ni­ge Vor­stel­lung von Moral zula­sten der Frei­heit des Ein­zel­nen zur Maxi­me zu erklä­ren ver­su­chen. Die Punks der 1970er wür­den inso­fern heut­zu­ta­ge ver­mut­lich die Grü­nen als ihren Geg­ner aus­ma­chen.

Dass aus­ge­rech­net Die Ärz­te von ver­schie­de­nen Kom­men­ta­to­ren als qua­li­fi­zier­te Instanz zur Punk­de­fi­ni­ti­on aus­ge­macht wor­den sind, irri­tiert aber doch: Wenn eins kein Punk ist, dann ja wohl Die Ärz­te!

(Abt.: Seufz.)

In den NachrichtenMontagsmusik
Sasha – Kauf­mann und Maid // Mini­netz für Mini­di­gi­ta­les

Flauschig!Es ist Mon­tag und Mon­tag ist Pan­da­tag. Wenn man schon gera­de nichts mit Men­schen machen soll: Von der Ver­mei­dung des Kon­takts mit mehr als drei Pan­da­bä­ren zur glei­chen Zeit war ja nie die Rede.

Statt­des­sen ist die Rede von Digi­ta­lem. Da Digi­ta­les bekannt­lich erst mal nichts mit Com­pu­tern zu tun hat, ruft das auch die Lai­en auf den Plan: Die SPD möch­te, weil die Kapa­zi­tät für das gan­ze Inter­net ein­fach nicht aus­reicht, ein Schul­web ein­füh­ren. Älte­re erin­nern sich viel­leicht noch an Com­pu­ser­ve, das Micro­soft Net­work und AOL. Das war auch so was ähn­li­ches. Die bun­de­s­te Regie­rung aller Zei­ten möch­te zur sel­ben Zeit Emis­sio­nen sen­ken, aber von Kern­ener­gie schreibt sie lie­ber nichts. Das wäre ja auch lästig mit der gan­zen Effi­zi­enz.

Immer­hin: Der See­krieg steht bevor. Hala­li!

Und dum­di­dei.

Sasha,Subway to Sally,Feuerschwanz,Tanzwut,dArtagnan,Patty Gur­dy – Kauf­mann & Maid

Guten Mor­gen.

In den NachrichtenMir wird geschlecht
Medi­en­kri­tik in Kür­ze: Das Bun­des­nicht­män­ner­mi­ni­ste­ri­um ist empört.

Eine Ver­ständ­nis­fra­ge: Wenn ein Ver­ein schreibt, er for­de­re …

[…] Gleich­be­hand­lung für Frau­en- und Män­ner­ver­bän­de – im öffent­li­chen Gehör und in der staat­li­chen finan­zi­el­len För­de­rung

… und …

den offe­nen, ganz­heit­li­chen und inklu­si­ven Dis­kurs in der Geschlech­ter­po­li­tik

, dann han­delt es sich dabei um was?

Genau, um Frau­en­hass sei­tens rech­ter Akteu­re, faselt das Fach­ma­ga­zin für ange­wand­te Imper­ti­nenz („taz“), da besag­ter Ver­ein unlängst Bud­get vom für Eltern­be­lan­ge zustän­di­gen Mini­ste­ri­um bewil­ligt bekom­men hat:

Der Ver­ein dis­kre­di­tie­re allein­er­zie­hen­de Müt­ter und die Gleich­stel­lung von Frau­en, so Ulle Schauws. Auf der Web­sei­te des Forums Sozia­le Inklu­si­on heißt es zum Bei­spiel: Die Belan­ge von Jun­gen, Män­nern und Vätern wür­den durch die Bun­des­po­li­tik oft „vor­sätz­lich unsicht­bar gemacht“. Des­halb sehe sich der Ver­ein gezwun­gen, sich „deut­lich den Bedürf­nis­sen“ von Män­nern zu wid­men.

Frech­heit: Da setzt sich ein Ver­ein ein­fach mal für Men­schen ein, die mit einem ande­ren Geschlecht als dem weib­li­chen gebo­ren sind. Das ist ganz klar frau­en­feind­lich, denn Män­ner sind kei­ne Frau­en und es ist ein Unding, dass man sol­chen Leu­ten über­haupt zuhört.

Sind ja auch Rech­te:

Wenn rech­te Akteu­re ihre For­de­run­gen über demo­kra­ti­sche Par­tei­en ein­brin­gen kön­nen, wer­de Gleich­stel­lungs­po­li­tik ad absur­dum geführt.

War­um? Steht da nicht. Ist halt so. Kla­rer Fall: Gleich­stel­lungs­po­li­tik funk­tio­niert nur, wenn man nur eine Sei­te der Waa­ge befragt. Die ande­re ist rechts. Ham­wa so defi­niert.

Wo bleibt eigent­lich die Revo­lu­ti­on?

PolitikIn den Nachrichten
Zuver­sicht eines Coro­na­leug­ners

Als Coro­na­leug­ner, wie ich es nun mal bin, hat man, wie ich heu­te in den Nach­rich­ten lese, viel weni­ger Ver­ständ­nis­pro­ble­me als ande­re, denn es gibt neue Regeln und sie sind gera­de­zu gro­tesk.

In Baden-Würt­tem­berg dür­fen Restau­rants nach 20 Uhr zwar Essen zum Mit­neh­men anbie­ten, aber man darf es nicht mehr mit­neh­men. Um genau 19:59 Uhr näm­lich hat Coro­na sei­nen Wecker gestellt – dann geht’s rund. Außer­halb Baden-Würt­tem­bergs ist die Welt aber auch nicht von ratio geprägt: In Grup­pen getrof­fen wird sich nicht – außer, man ist reli­gi­ös bei­sam­men, dann scheint es kei­ne Grö­ßen­be­schrän­kun­gen zu geben, so lan­ge man nicht singt. Es soll­te mich inso­fern nicht erstau­nen, wenn das Hei­den­tum – Grund­ge­dan­ke: Tref­fen im Frei­en – im Janu­ar Deutsch­lands größ­te Reli­gi­ons­ge­mein­schaft sein wird.„

Die deutsch­land­wei­ten Regeln – ein­schließ­lich der erneu­ten Erdolch­ung des gera­de leid­lich gene­se­nen Ein­zel­han­dels – fin­den ab kom­men­den Mitt­woch Anwen­dung. Es ist undenk­bar, dass das die Infek­ti­ons­ge­fahr viel­leicht stei­gern statt sen­ken könn­te, indem sich mor­gen und über­mor­gen Men­schen in den Geschäf­ten trau­ben­wei­se um die ver­meint­lich welt­weit aller­letz­te Rol­le Klo­pa­pier prü­geln. Logik? Wer redet hier von Logik?

Immer noch dür­fen Rau­cher nach 20 Uhr ihrer Sucht nach­ge­hen, Trin­ker hin­ge­gen nicht. Die Steu­ern auf Alko­hol sind klar zu nied­rig, das ist die ein­zig denk­ba­re Begrün­dung.

Wel­che Wis­sen­schaft ist das eigent­lich, auf die hier gehört wird?