Wenn man schon unbedingt statt der religionsübergreifenden und wenigstens irgendwie sinnvoll begründbaren Wintersonnenwendfeier (21. Dezember) dasjenige Fest feiern möchte, dessen Riten das Umbringen eines Baums beinhalten, weil man das halt so mache, und sich dabei womöglich auch noch darauf beruft, dass die Tradition das verlange, dann sollte man wenigstens so traditionsfest sein, den Vorabend der Weihnacht (24. Dezember), die Weihnacht (25. Dezember) und den Stephanstag (26. Dezember) voneinander unterscheiden zu können.
Am meisten freue ich mich ja auf die wenigen Stunden zwischen dem 26. und dem 28. Dezember, in denen an die Stelle von “frohsfest!” und “frohsneus!” ein angenehmes “wiedersehn!” tritt.

Ein einfaches: “Kopp zu!! ” hätte doch auch gereicht. Das wäre auch ehrlicher.
Es ist schon skurril. Da jammert man wegen Waldsterben herum, aber wenn es darum geht
die schönsten Bäume zu schlagen, wegen Weihnachten aufzustellen und dann wieder als
Grünmüll zu entsorgen, damit hat wieder niemand ein Problem.
Das schlimmste ist eher, wenn Plantagenbäume, oh Wunder, voller Pestizide sind. Verkehrte
Welt, eine Wiederaufforstung macht ja auch keine Arbeit. Insbesondere braucht es wieder
Generationen, bis so wunderschöne große Bäume heranwachsen.