Warum ist das Eigentum an Impfstoffen politisch eigentlich weniger schützenswert als das Eigentum an musikalischen Werken?
Medienkritik in Kürze: Kreatives Vergessen mit der „taz“
Wolfraum (sic! A.d.V.) Rittmeyer, Leserbrief an die „taz“, 3. Februar 1998:
Die Frage, ob ich ein Musikinstrument oder einen Computer kreativ nutzen kann, ist vor allem eine Frage danach, ob ich es erstens selbstbestimmt mache und zweitens wie virtuos ich mit meinem Instrument umzugehen verstehe.
Franziska Seng, „taz“, 16. Dezember 2008:
Im Netz hat sich eine Schreibplattform etabliert, auf der Jugendliche Romane, Comics und TV-Serien recyceln. (…) Das Internet als Forum der kulturellen Alphabetisierung?
Andererseits Emma Haverkamp, 16 Jahre alt (das scheint wichtig zu sein), „taz“, 5. Mai 2021:
Schüler sollten ein Essay über ihr Leben schreiben. Die 16-jährige Emma Haverkamp fragt sich, woher die Kreativität dafür kommen soll.
Die Diskussion darüber, ob wir nicht früher allein mit unserer Fantasie Spaß haben konnten, mag hier deplatziert sein; allein: einen oder zwei Vorschläge hätte ich dann doch.
66 Jahre verbrannte Erde / Chaos SPD Club
Juhu, hurra, aber bitte keine Raketen: Heute vor 66 Jahren – zehn Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs – hat Deutschland sich das mit der Abrüstung noch mal anders überlegt.
Obwohl Sozialdemokraten und außerparlamentarische Gruppen gegen die Wiederbewaffnung protestierten, trat die Bundesrepublik am 6. Mai 1955 offiziell der NATO bei.
Dass die „Sozialdemokraten“ (gemeint ist hier die SPD) die NATO inzwischen als verlässlichen Partner und nicht als Gefahr begreifen, überrascht den Beobachter kaum; von sich selbst distanziert sich die SPD ja fortwährend, was ich ihr zumindest nicht verübeln kann. (Dass ausgerechnet der Chaos Computer Club sich als SPD-Werbeträger übt, indem er im Februar erst deren vermeintliche Ablehnung des Staatstrojaners zufrieden vertwitterte, das kaum überraschende Einlenken jetzt aber allein der CDU vorwirft, lässt mich im Übrigen wünschen, ich wäre noch CCC-Mitglied; einfach, um jetzt erst recht austreten zu können.)
Und wie läuft es in der NATO so? Wohl nicht so gut:
Die NATO zieht ohne Friedensabkommen aus Afghanistan ab. Sie hinterlässt Bürgerkrieg und die Herrschaft der von ihr gestärkten Warlords[.]
Dieses eher unerquickliche Ergebnis von fast zwanzig Jahren Krieg „Friedenseinsatz“ sorgt aber nicht etwa für ein Umdenken, was den sinnvollen Einsatz von Finanzen betrifft; stattdessen nimmt man noch mal Anlauf, um den Kopf mit noch mehr Wucht gegen dieselbe Wand zu rammen: „Angesichts der Forderungen (…), dass Deutschland mehr in die Verteidigung investieren solle, erhöhte die Bundesrepublik 2020 ihr Budget um 5,2 Prozent“, vielleicht klappt es ja nächstes Mal. Liana Fix und Bastian Giegerich quatschten im Oktober 2019 für die „FAZ“ (will nicht verlinkt werden), eine schwächere NATO stellte „insbesondere für Deutschland“ eine „existenzielle Sicherheitsbedrohung“ dar, schrieben aber nicht dazu, vor wem sich Deutschland eigentlich schützen müsse, wenn nicht vor einem schlechten Einfluss der anderen NATO-Mitglieder, was den Einsatz für den Weltfrieden angeht.
Oft schreibe ich an dieser Stelle, ich sei im Übrigen der Meinung, die Bundeswehr gehöre abgeschafft, aber dieses Mal ist das Problem ein wesentlich weiter reichendes. Im September findet wieder eine Bundestagswahl statt. Ich bin so unzufrieden, ich könnte glatt Wahlempfehlungen abgeben. Mach‘ ich aber nicht. Das Volk scheint ja durchaus auch zufrieden zu sein: Ohne NATO kommt der Iwan und das wollen wir ja nicht.
Für das laufende Jahr 2021 hat die Bundesregierung der NATO stolz eine Kriegsausgabe von 53,03 Milliarden Euro übermittelt. Wie viele eigene Server nebst Administratoren für Schulen wären das eigentlich ungefähr?
Kurzkritik: Neurosenblüte – Hallo Frühling
Lange nichts mehr über Musik geschrieben.
Das Hamburger Trio Neurosenblüte – nach 2016 und 2018 endlich mit einem neuen Album am Start – bleibt konsequenter Meister des Weglassens: Auf dem zweiten Album entfiel der Gesang, das dritte muss auch auf die nice Kartonstecktasche des Zweitlings verzichten; vorerst gibt es da nur einen Download. Außerdem ist Sebastian Neundorf gegangen, der Nachfolger an der Gitarre heißt aber ebenfalls (unter anderem) Sebastian. Allzu viel Umbruch hat bisher nur wenigen Musikgruppen gut getan.
Es hat sich bei mir inzwischen bewährt, zur inhaltlichen Bewertung den Werbetext der drei Herren heranzuziehen. Neben den „üblichen Neurosenblüt’schen Ingredienzen“ scheint dieses Album ein Konzept zu enthalten, nämlich „die Jahreszeiten eines besonderen Jahres“, obwohl mir noch nicht klar ist, welches der zehn Instrumentalstücke – neben „Hallo Frühling“, „Fun in the Sun“, „Tschüss Dr. Sommer (Oh, na na!)“ und „Laubausfall“, deren Zuordnung einigermaßen offensichtlich ist – sich auf den Winter bezieht. Ist es „e e eee“?
Gelegentlich lese ich von Vergleichen mit den 90er-Werken von King Crimson, also mit komplizierter Gitarreneskalation. Da kann ich nicht widersprechen.
In einem besonderen Jahr leben wir sicherlich; und obwohl die Pandemie nicht unbedingt hätte sein müssen, so kann ich meine anderswo geäußerte Feststellung an dieser Stelle nur wiederholen: Schön, dass sie dazu geführt hat, dass Künstler wieder gemeinsam ins Studio gehen, um dort Gutes aufzunehmen.
(Trotzdem: Inzwischen wird es doch ein wenig anstrengend. Ich möchte empfehlen, beizeiten die Pandemie einzustellen.)
Vorratsdatenzombies: Mögliches noch möglicher machen.
„heise online“, 3. Mai 2021:
Das Bundeskriminalamt hat Strafverfahren gegen vier Verdächtige eröffnet, die eine große Kinderpornografie-Plattform im Darknet betrieben haben sollen.
„heise online“, 4. Mai 2021:
Oft stehe der Datenschutz dem Kinderschutz Internet noch im Wege. „Wir haben zum Beispiel ein großes Problem in dem Austausch von Missbrauchsabbildungen über Messenger wie WhatsApp oder Telegram. Da ist es für die Polizei nicht möglich, vernünftig zu ermitteln“[.]
Forum von „heise online“, 4. Mai 2021:
Erfolg! Wir brauchen mehr Rechte sonst geht nicht, was grad ging!
(via und siehe auch Schwerdtfegr)
Keine Pressefreiheit im Westen.
Es gibt schlechte Neuigkeiten von der DSGVO: Zwar sind religiöse, sexuelle und politische Einstellungen schützenswerte personenbezogene Daten, aber wenn ein Schauspieler Mitglied in einer Partei mit doofen Ohren werden will, dann gibt’s Nasenring und Manege.
Immerhin kümmert man sich wenigstens in anderen Bereichen – in denen, in denen die eigenen Kinder betroffen sind – um den Datenschutz und fordert in Lehrer‑, Eltern- und Schülerverbänden sowie Parteien die Abkehr von US-amerikanischer Software in Schulen; freilich ohne zu verstehen, dass außer den bösen Produkten von Microsoft, Google und Apple auch die Linux Foundation mitsamt Linus Torvalds selbst und die Mozilla Corporation US-amerikanischem Recht unterstehen, was die verfügbaren Alternativen doch merklich in der Zahl reduziert. Wahrscheinlich meinen sie „freie Software“, wenn sie „Nicht-US-Software“ schreiben, aber die Forderung steht erst mal im Raum. Zum Glück für sie fragt kaum jemand nach, nicht einmal die Politik. – Diese ist auch gerade mit sich selbst beschäftigt: Die sonst ebenfalls US-kritische „Linke“ beklagt beim US-kapitalistischen Twitter, dass die Bundesländer, in denen sie von 1946 bis 1989 regiert hatte, noch immer nicht das wirtschaftliche Niveau der anderen Bundesländer erreicht habe. Jetzt könnte man darüber diskutieren, woran das wohl liege und wie man das beheben könnte, die „Linke“ empfiehlt derweil, man könne doch die „Linke“ wählen. Humor ham’se ja.
Andererseits mutantur die tempora ohnehin auch im Westen (den „alten Bundesländern“; ich bin gespannt, ob in acht Jahren, wenn die „neuen Bundesländer“ so lange zur Bundesrepublik gehören, wie die DDR überhaupt existiert hat, wenigstens dieser Name endlich aus dem unironischen Sprachgebrauch verschwindet) in einer Weise, die niemandem gefallen sollte:
So verlangen Landesmedienanstalten in mehreren Fällen von Bloggern die Angabe von Quellen für unerwünschte Beiträge. Auch das restliche Angebot sollen die Betreiber auf Einhaltung journalistischer Standards überprüfen.
Das bedeutet im Wesentlichen, dass nicht nur satirische Beiträge, sofern sie das inhaltliche Missfallen der Behörden erregen, sondern auch alle anderen Beiträge in privaten Publikationen wie der, die ihr hier gerade lest (i.e.: meiner), künftig gefälligst bequellt sein müssen, was bemerkenswerte Wechselwirkungen mit dem Leistungsschmutzrecht hat: Zitiert man Quellen, so wollen die Verleger Geld für das Zitat haben; zitiert man sie nicht, so wollen die Landesmedienanstalten Geld dafür haben, dass man es lässt. Deutschland ist kein besonders gutes Land, um publizistisch tätig zu sein. Gestern war Welttag der Pressefreiheit (die „tagesschau“ schrieb was vom „Grundpfeiler der Demokratie“, scheint aber ansonsten zu diesen Entwicklungen zu schweigen), Deutschland kam aber als schlechtes Beispiel nur selten vor.
Es wurde schon für weit weniger eine Revolution begonnen.
Volvopenta – One To Five // Demokratisiert den Vatikan!
Es ist Montag. „Fridays for Future Frankfurt“ informiert, dass Enteignungen „ein wichtiges Mittel“ zugunsten der „Klimagerechtigkeit“ seien. Der Tweet wurde von einem Smartphone versendet, es steht aber nicht dran, um wie viel Grad weniger sich das Klima erwärmte, nähme man es „Fridays for Future Frankfurt“ weg und gäbe es jemandem, der noch keines hat. Dabei wäre die Abwendung einer Klimakatastrophe doch am ehesten im Sinne derer, die an der Diskussion nicht mal lesend teilnehmen können; zum Beispiel der Pandabären.
Die höchste Digitalkompetenz trauen die Deutschen laut Umfragen CDU/CSU (zensieren das Internet) und den Grünen (wollen Schadsoftware auf meinem Computer installieren) zu. Der Wert solcher Umfragen ist damit hinreichend gut beschrieben. Völlig konsequent gilt auch HP („High Price“, nein, „Hewlett Packard“) in Umfragen noch immer als empfehlenswerter Hersteller von Druckern, obwohl sie doch ihr Bestes tun, um nie wieder auch nur einen einzigen Drucker zu verkaufen. Ähnliches Sinnieren über Wahlumfragen erspare ich dem Publikum an dieser Stelle; sie funktionieren ebenso.
Fürchterliche Frage des bisherigen Monats: „Ist Sterben in der Mietwohnung erlaubt?“ – Jemand, der dieses Problem zumindest nicht hat, hat derweil festgestellt, dass es eigentlich ziemlich leicht ist, mitten in Europa eine absolute Monarchie zu errichten, ohne dabei auch nur geringfügig an internationaler Beliebtheit einzubüßen; es genügt der Glaube an den richtigen Gott. Wenn andere Staaten Gottesrecht über Menschenrecht stellen und allgemein wenig von der modernen Welt halten, dann fliegen da manchmal Flugzeuge hin und setzen den Autokraten medienwirksam ab. Hat der Vatikan eigentlich Ölvorkommen und/oder Massenvernichtungswaffen (außer schweren Büchern zum Werfen)?
Noch mal etwas EDV zum Schluss: Es hat sich überraschend als schlechte Idee herausgestellt, in Alarmanlagen Internet reinzutun. Eine gute Idee hingegen war, ist und bleibt: Musik.
Guten Morgen.
Progressivdenker
Was genau war noch mal das Problem mit den Querdenkern – dass sie keine Maske tragen?
(Quelle: Lower Class Magazine.)
Hinein zum 1. Mai!
Morgen – an einem Sonnabend – ist der 1. Mai. Deutsche sind in diesem Jahr besonders benachteiligt, denn man darf am Tag der Arbeit weder arbeiten noch einkaufen, und wenn Deutsche sonnabends nicht einkaufen können, ist die Revolution so zum Greifen nahe wie sonst nur selten. Vor einem außerordentlich schlecht sortierten und viel zu engen Supermarkt sah ich heute eine Schlange, deren Drinsteher die Zahl derer, die gleichzeitig drin sein dürfen, ungefähr erreicht haben, wie mir schien. Anscheinend muss man sonnabends gar nicht einkaufen können, an anderen Abenden haben ja auch alle Zeit. Hoffentlich spricht sich das nicht herum.
Nach dem Einkaufsexzess mit vollem Kühlschrank kann es morgen dann mit den „Proteste[n] gegen Kapitalismus zum 1. Mai“ („Deutschlandfunk“) losgehen; endlich können die, die mit den Sorgen und Nöten der Arbeiter dank eines reichen Elternhauses wenig verbindet, wieder für ihre eigene Enteignung seitens des freundlichen Staates kämpfen – gefilmt, fotografiert und auf kapitalistischen sozialen Netzwerken geteilt via Luxussmartphone, versteht sich. Aber Kapitalismus ist nicht das Problem.
Von den Alten ist wenig geblieben, denn ohne den äußeren Freund und inneren Feind erlahmt auch die Kampfeslust. Unvergessen bleibt mir diesbezüglich ein Dialog mit einem Alt-68er, der sagte, er könne doch nicht mehr „Ho Ho Hồ Chí Minh“ rufen, wobei er teilironisch eine Faust reckte, woraufhin ich fragte, warum nicht, woraufhin ihm keine Antwort einfiel. Meines Wissens hat er seitdem aber trotzdem nicht mehr „Ho Ho Hồ Chí Minh“ gerufen.
Seine Altersgenossen, die Gewerkschaftsgreise vom DGB und angeschlossenen Sendeanstalten (DKP, ver.di und so weiter), werden es sich dennoch nicht nehmen lassen, zumindest vorübergehend in den Städten zu randalieren Informationsmaterial zu verteilen, während die Jungen mit ihrer seit Jahrzehnten kaum veränderten Choreographie (schlimme Parolen, schlimme Aktionen, schlimme Empörung), dankbar wiedergekäut von denen, die für diesen Zirkus den Eintritt kassieren („Journalisten“), ihren Teil dazu beitragen, ihr Andenken in gesamtgesellschaftliche Vergessenheit zu entsenden.
Montag kann man wieder einkaufen. Der Kampf geht weiter.
Popmusik verbieten!
Ordnungswidrig handelt, wer eine grob ungehörige Handlung vornimmt, die geeignet ist, die Allgemeinheit zu belästigen[.]
§ 118 OWiG
Medienkritik in Kürze: Wohlstandskritikverwahrlosung
Der „Tagesspiegel“ fragt anlässlich einer Reihe von Videos, in denen Schauspieler satirisch den medialen Umgang mit den als „Maßnahmen“ verbrämten (Impfen ist eine Maßnahme, alles andere ist keine Maßnahme, sondern Überbrückung zur Maßnahme) und bereits angefochtenen Pandemieregelungen aufs Korn nehmen:
Ja, die Kulturbranche leidet seit mehr als einem Jahr, etliche stehen vor dem Ruin, die Hilfen sind unzureichend. Aber diese Aufnahmen zeigen privilegierte, gut verdienende Menschen, viele von ihnen sind etablierte „Tatort“-Darsteller. Ist ihre Teilnahme ein Zeichen von Zivilcourage oder nicht eher von Wohlstandsverwahrlosung?
Was der „Tagesspiegel“ leider nicht dazu schreibt, ist wenigstens ein grob geschätztes Bruttogehalt, ab dem Zivilcourage automatisch in Wohlstandsverwahrlosung umschlägt. Das ist etwas schade, denn auch ich als Vertreter der finanziellen Mittelschicht habe gelegentlich das Ansinnen, mich kritisch über von mir als ungerecht empfundene Entwicklungen zu äußern, habe jetzt aber Angst, dass der „Tagesspiegel“ deshalb über mich schreiben wird, ich solle mich nicht so anstellen, manche verdienen immerhin weniger Geld als ich und halten trotzdem die Fresse.
Kurz angemerkt zu #ReichtumUmverteilen
„Verschiedene linke Gruppen“, entnehme ich den Medien, möchten gemeinsam mit Aktivisten, Sozialwissenschaftlern, Politikwissenschaftlern und Mitmenschen vergleichbar öder Profession („Intellektuellen“, schreibt andererseits die „taz“, erklärt aber nicht, wen davon sie meint) der als Tatsache beschimpften selbst aufgestellten Behauptung, Reichtum entstehe „erst durch die Arbeit anderer“, entgegenwirken, indem sie sich nicht etwa dafür einsetzen, dass auch weniger Reiche eine Chance auf eine vernünftige Altersvorsorge (mehr Geld für alle) haben, sondern höhere Steuern (weniger Geld für einige) auch für diejenigen fordern, die es gewagt haben, sich als Arbeiterkind hinreichend viel Einkommen zu erarbeiten, dass sie die Grenze zum „Reichtum“ (vulgo: Mittelstand) überschreiten, wobei sie – die Fordernden – freilich Paul Kirchhof entweder nicht kennen oder nicht verstehen, der vollkommen korrekt festgestellt hat, durch Steuern werde „der fremde Erfolg zum eigenen“, was wiederum bedeutet, dass sie das, was sie anprangern, mit ihren Forderungen nicht besiegen, sondern bekräftigen; was ihnen, wenn ich das feedback aus den Reihen der designierten Regierungs- und bewährten Steuererhöhungspartei „Die Grünen“ richtig verstehe, zwar offiziell nicht bewusst ist, wohl aber in Kauf genommen wird, denn vorher gehen eigentlich fast alle, die von „Reich“ nach „Arm“ umverteilen wollen, davon aus, dass sie selbst auf keinen Fall zu denen gehören, die „reich“ sind.
Bayern können
Kanzlerkönnen war gestern, heute ist …

… Bayernkönnen!
(Quelle: FAZ.net – will nicht verlinkt werden [Leistungsschutzrecht].)
Nichts gelernt: 35 Jahre Idiotie
Heute vor 35 Jahren, berichtet unter anderem die „tagesschau“, …
Der GAU in Tschernobyl vor 35 Jahren bleibt als Katastrophe im Gedächtnis.
… hat im Kernkraftwerk Tschernobyl ein Idiot seine Position missbraucht, was nicht gut ausging:
Der Schichtleiter Akimow lehnte die Durchführung des letztlich zum Unglück von Tschernobyl führenden Tests aufgrund des Zustands des Reaktors ab, wurde von Djatlow als Vorgesetzten mit der Drohung einer Kündigung aber zur Fortsetzung des Tests angehalten.
Was ich daran nicht verstehe: Zwar ist schon seit Jahren vielerorts zu lesen, man habe aus dem „Unglück von Tschernobyl“ gelernt und der Vorfall sei „Mahnung und Verpflichtung zugleich“, aber nach wie vor scheint es weder politischen noch gesellschaftlichen Druck zu geben, verantwortungsvolle Positionen keinem Idioten zu übertragen.
Weltpinguintag – Over the Border // Nie wieder Hamlet!
Es ist Montag. Das zufällige Fundstück des Wochenendes ist Intimpflegecreme gegen so Gerüche fürs Büro. Ich weiß nicht, in was für einem Büro diejenigen arbeiten, die sich die Werbegrafiken ausgedacht haben, aber ich hoffe, es ist weit weg von hier.
Das Zitat des Wochenendes wiederum las ich auf Twitter, da ich aber die Tweetkopierhistorie nicht kenne, verlinke ich es hier nicht; es ging jedenfalls so: Birgit Schmid stellte in der „NZZ“ fest, dass die Forderung, homosexuelle Figuren nur noch von homosexuellen Schauspielern spielen zu lassen, die Frage nach sich ziehe, von wem dann Massenmörder und Pädosexuelle gespielt werden sollten, woraufhin jemand antwortete, Hamlet dürfe nie wieder aufgeführt werden, denn der Prinz von Dänemark stehe als Darsteller „voraussichtlich längere Zeit“ ja auch nicht zur Verfügung. Das war zwar fürchterlich platt, aber es rang selbst mir – bekannt für fehlenden Humor – einen debilen Gesichtsausdruck („Schmunzeln“) ab. – Weniger witzig: CDU/CSU, SPD und AfD, also Schwarz-Rot-Blau, beschlossen am vergangenen Donnerstag, dass Saisonarbeiter noch länger als sowieso ohne gültige Sozialversicherung beschäftigt werden dürfen. Wen wählt man eigentlich, wenn man Arbeitnehmerrechte für habenswert hält? (Der erste Kommentar, der die Grünen vorschlägt, wird von mir höchstpersönlich mit einem Augenrollen bedacht.)
Gestern war zwar ausnahmsweise – der Zentralrat der Pandabären ist hoffentlich nicht allzu empört – nichts mit Pandabären, jedoch Weltpinguintag (langjährige Leser haben schon mal davon gehört). Das hätte ich fast vergessen.
Guten Morgen.










