
Und der Hip-Hop-Importeur mit immer gleichen Interessen
kriegt ’nen Anzug und Krawatte – ist für Spießer angemessen,
doch ich bin der Smudo, das hat er nur vergessen.
Die Fantastischen Vier, „Die Geschichte des O“

Und der Hip-Hop-Importeur mit immer gleichen Interessen
kriegt ’nen Anzug und Krawatte – ist für Spießer angemessen,
doch ich bin der Smudo, das hat er nur vergessen.
Die Fantastischen Vier, „Die Geschichte des O“
Die CIA wollte Julian Assange umbringen. Viel besser als Putin, diese USA. Man lasse sich da bloß nichts anderes einreden.
Zu meiner völlig ausbleibenden Überraschung stellt sich heraus, dass der Webbrowser des weltgrößten Reklamekonzerns künftig nicht bloß das Surf‑, sondern das Computernutzungsverhalten an sich zu überwachen gedenkt. Hoffentlich bringt bald jemand einen zweiten Webbrowser raus.
Seitens „weißer Menschen“, lässt das „Neue Deutschland“ eine Schriftstellerin erzählen, werde „nicht genug über Weißsein gesprochen“. Meine Vermutung ist, dass das daran liegt, dass „weiße Menschen“ ihre wesentliche Identität nur selten auf ihre Hautfarbe zurückführen, weshalb diese ihnen vollkommen egal ist, aber natürlich möchte ich da niemandem reinreden. Ich persönlich habe trotzdem lieber interessantere Eigenschaften. (Habe ich! Wirklich! Bestimmt!)
„Das geht ja wohl gar nicht, dass sich jemand ohne Captcha über Katastrophen informiert!“
„Die Weimarer Republik“, liest man, dürfe sich „nicht wiederholen“ und stattdessen wiederholt sich halt das Kaiserreich.
Soeben scrollte die Information an mir vorbei, dass die Grünen – jetzt ist’s eh egal – wohl doch lieber einen Schweinebauern als eine Völkerrechtlerin als Vizekanzler sehen wollen. Das ist eigentlich erstaunlich – steht dieses protokollarisch dritthöchste Staatsamt (eine ungerade Zahl) nicht einer Frau zu?
Es ist Montag. Das kurze Gedächtnis der Wähler hat – wie so oft – die Wahl gewonnen und zwar vor Schwarz-Grün, keineswegs aber vor der SPD, die es ihren „Wählern“ in Berlin und anderswo gleichwohl wieder schwer gemacht hat, bewahrt. Der Linksrutsch findet, da die Linke anstelle von Susanne Hennig-Wellsow, bisher vor allem mit von ausbleibendem Talent geprägte Aussagen und sonst mit dem Schmeißen von Pflanzen aufgefallen, lieber Sahra Wagenknecht, die ungefähr einzige Linke, die den Sinn der Partei Die Linke – alle, alle Menschen – völlig richtig verstanden hat, öfter mal das Mikrofon abdreht, offenbar bevorzugt außerparlamentarisch statt. Mit einer mitregierenden FDP, die sich jetzt kaum noch vermeiden lässt, wozu ich eine Meinung habe, die ich hier nicht äußern werde (Wahlempfehlungen gebe ich auch weiterhin nicht öffentlich ab, ich bin doch nicht der WDR), dürfte die Opposition damit aus CDU/CSU und AfD bestehen. Hihi – die werden zusammenarbeiten müssen!
Die Klimafront hatte allerdings ihr Bestes gegeben, selbst die ehemalige „Piratenpartei“ hat ohne Rückhalt der Basis (warum auch?) zum Hüpfen aufgerufen. Es ist auch schwierig zu begreifen, was man mit einer „Technikpartei“ anfangen soll, die ihre Gründer und Stammwähler, mithin jede Kernkompetenz, zu Linken und FDP getrieben hat. Das ist durch, das kann weg. Könnte man durch eine Pandabärenpartei ersetzen. Pandabären sind pelzig und fahren nicht so viel Diesel. – Zum Glück wird 2021 nicht so lang.
Kurzes aus der Technik: Etwa zehn Prozent der (getesteten) Websites, berichtet „Golem.de“ (will nicht direkt verlinkt werden, selber schuld), verstoßen mit ihren dämlichen Cookiebannern gegen das Telemediengesetz und/oder die DSGVO; im zugehörigen Forum wird angemerkt, dass dazu wohl auch „Golem.de“ zähle. Ich wiederhole mich ja beinahe ungern, aber es gibt nun mal keine Pflicht dazu, ein kostenloses „Angebot“ im Web bereitzustellen. Wer sich das Pflegen einer Website nicht leisten kann, der möge sie depublizieren und fortan weniger stören.
Am Wochenende versehentlich (weil spontanst) live gesehen: Atomic Peat (als Vorband von Skraeckoedlan, die ich ebenso wenig kannte). Gar nicht mal so schlecht, wenn auch scheiße gemischt. Naja, Hannover halt. Eigentlich wollte ich diese Gelegenheit nutzen, um hier einen „Ampel/Ampl.“-Witz zu reißen, aber das wäre nicht disruptiv genug. Ich mag Disruption.
Guten Morgen.
Hoffentlich wird Olaf Scholz Kanzler. Der tut wenigstens, was man ihm sagt, wenn man dabei nur ganz fest aufstampft.
Hey, Olaf: Wenn ich morgen nicht zehntausend Euro bekomme, lasse ich den Nachtisch übermorgen weg!
„T‑Online“ hat sich mit Putin und Erdoğan gegen die Grünen verschworen und „berichtet“, dass auf Twitter momentan der hashtag „Laschet darf nicht Kanzler werden“ trendet, was Anhänger besagter Grünen als großen Erfolg betrachten, erfüllte es sie doch mit Sorge, dass die völlige Untauglichkeit für das Amt des Bundeskanzlers nur bei ihrer eigenen Kandidatin eine Rolle spielt:
„Der Gedanke ist bei mir aus spontaner Frustration entstanden, dass Leute immer noch Laschet wählen wollen, obwohl er nachgewiesen hat, dass er nicht qualifiziert ist.“
Nun bietet sich die Frage an, ob diejenigen, die „immer noch Laschet wählen wollen“, sich ausgerechnet von ein paar Lästertweets davon abbringen lassen. Es mag angesichts der Berichterstattung über hashtags, als seien irgendwelche vorübergehenden Twitteraktionen gleichbedeutend mit interessantem Weltgeschehen (es sei aber auch zu beachten: #sexoderwlan), beinahe enttäuschen, aber ich halte es zumindest für möglich, dass am Wahlabend die Anzahl an Tweets für oder gegen einen Kandidaten kaum Einfluss auf das Wahlergebnis haben wird – man munkelt, es gebe sogar Wahlhelfer, die Tweets überhaupt nicht zählen.
Verrückte Welt.
Die aktuelle Ausgabe der „Cosmopolitan“ („Parfüm hat einen Rhythmus“, ebd.), ausnahmsweise korrekt „Oktober 2021“ betitelt, denn die nächste Ausgabe erscheint voraussichtlich erst nach Oktoberbeginn, geht mit unfairen Mitteln gegen leere Titelseiten vor:

Gekommen, um zu bleiben – Denn das Beste kommt (hihi! A.d.V.) jetzt nach dem Sex
Wenn aber nach dem Sex noch etwas kommt (lmao), ist es nur logisch, dass „ein Seitensprung nicht das Ende bedeuten muss“; und schlimmstenfalls weicht man halt aus:
Cara Delevingne (ich musste den Namen ausgiebig abtippen; A.d.V.) … über ihr neues (Sextoys) Business
(Fehlende Durchkopplung wie im Original.)
Im Artikel zu dem, was nach dem Höhepunkt „KOMMT …“, rofl, ist davon die Rede, das Zauberwort heiße „Aftercare“. Nur Menschen wie ich denken jetzt an Gleitcreme. Ich weiß nicht, worüber das was aussagt.
„Kohle und Selbstbewusstsein“, lässt die „Cosmopolitan“ „Geldcoach Dani Parthum“ auf Seite 163 sagen, „hängen direkt miteinander zusammen“ und das stimmt sogar: Diese Ausgabe der „Cosmopolitan“ – so richtig auf schlimm riechendem Papier – hat mich 2,40 Euro gekostet. Ich fühle mich schlecht.
Aufatmen bei Linken: Bücherverbrennungen sind wiedergewählt.
(Abt.: Weltknall)
Es ist Montag. Die Briten kriegen möglicherweise witzige Maßeinheiten zurück, Unzen zum Beispiel. Wie viel Fußballfelder oder Saarländer 1 Fuß sind, müsste ich aber nachgucken. Und wie viel ist das in Pandabären?
Politik, nutzt ja nix: Vor der Wahl wird noch schnell Geld verteilt. Nach der Wahl ist sowieso unklar, wer überhaupt noch koalieren will: Die Grünen wollen kein Schwarz-Grün, das überdies dazu führen würde, dass „JRehborn“ (wer?) die Grünen verlassen würde, und kein Rot-Rot-Grün, die Linke wiederum, Heimstatt eines Altnazis, will ebenfalls nicht mit den Grünen zusammen regieren, so lange diese die Förderung der NATO zur Voraussetzung machen; allerdings will die Linke ohnehin kein Parlament mehr. FDP und Grüne können einander aus Freiheitsgründen auch nicht leiden, was aber voraussichtlich erst Ende September Konsequenzen haben wird, eine „Ampel“ ist aber schon deshalb undenkbar, weil die FDP ein anderes Steuersystem zur Voraussetzung zu machen behauptet. Immerhin: Sämtliche relevanten Parteien fordern (von wem?), dass ich nach der Wahl weniger Steuern zahlen soll. Ich bin schon sehr gespannt, wie das ausgeht.
Die Grünen revoltieren gegen Wahlplakate, die MLPD gegen Satire und die Überwachungspartei SPD gegen sich selbst. „Die junge Generation“, schwätzt ausgerechnet Tilman Kuban von der CDU und meint damit wahrscheinlich sogar sich selbst (Jahrgang 1987, somit für die CDU noch fast ein Kind), brauche „im Bundestag eine noch stärkere Stimme“. Warum das Alter eine bedeutende Rolle spielen soll und was die anscheinend durchschnittlich älteste Partei im Bundestag selbst mit ein paar jüngeren Neuzugängen zu einer Änderung der Situation beitragen soll, weiß ich auch nach dem Lesen des Textes nicht. Politiker halt.
Elektronik möge den Tag erhellen.
Guten Morgen.
Ich empfinde mittlerweile Sympathie für diejenigen, die fordern, Terrorstaaten mit allen Mitteln zu zerbombardieren:
Die US-Streitkräfte haben eingeräumt, bei einem Drohnenangriff in der afghanischen Hauptstadt Kabul Ende August mehrere Unschuldige getötet zu haben. „Ich bin inzwischen davon überzeugt, dass bis zu zehn Zivilisten, darunter bis zu sieben Kinder, bei diesem Angriff auf tragische Weise ums Leben gekommen sind“[.]
Kann ja mal passieren.
Die Bundeswehr will auch bewaffnete Drohnen haben. Wird schon gut gehen. Wir sind ja die Guten.
Es ist schon seltsam: Da lernt man auf dem Weg zum Erwachsenwerden, dass Urkunden über die „erfolgreiche Teilnahme“ an irgendwas kein Qualitätskriterium sind und dass insbesondere im Sport bloße Anwesenheit nicht zu Ruhm und Ehre führt, und dann guckt man aus Versehen beim „rbb“ rein und der sagt, Bezug nehmend auf die 2023 möglicherweise stattfindendende Sonderolympiade („Special Olympics“), was anderes.
„Die Menschen und Athleten stehen komplett im Vordergrund bei der Veranstaltung“ (…). Es sollen Spiele von Athleten für Athleten sein. Und es soll ein Signal sein, dass Sport nicht „höher, schneller, weiter“ bedeuten muss. Sondern, dass er es tatsächlich vollbringt, alle Menschen einzubeziehen.
Wenn es beim Wettkampfsport aber nicht mehr darum geht, wer am Ende die beste Leistung vollbracht haben wird, könnte es sein, dass ich meine kritische Haltung gegenüber Sportveranstaltungen noch mal überdenke. Eine nicht besonders überragende körperliche Leistung vollbringen kann ich eigentlich ziemlich gut.
Für Angebote bin ich aufgeschlossen.
Lange nichts mehr über MusDÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄNG!
DRÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖHN!
WIUUUUUUUUUUUUU!
Herrlich.
(2015. Amazon.de, Bandcamp.)
Es ist Montag. Niedersachsen hat kommunal gewählt, mich jedoch nur mit kümmerlichen Stimmanteilen, was meinen Plan der Weltherrschaft komplizierter gestaltet als erhofft. Na gut, ich arbeite daran.
Immerhin thematisch passend „berichtet“ „Werben und Verkaufen“ („W&V“) darüber, dass der ehemalige Punk Bela B., (ehemaliges?) Mitglied der KPD/RZ und der PARTEI, zusammen mit anderen schlimmen Menschen wie Sven Regener dazu aufgerufen hat, demnächst die Lehrerkinderpartei „Grüne“ zu wählen. Ist das subtile Etablissementkritik, die ich nicht verstehe? Und warum ist das eine Meldung? Immerhin: Jetzt ist Scholz auch mal dran.
Hacker des Tages: Menschen, die E‑Mails verschicken. Eher keine Satire auch: Das US-amerikanische Außenministerium ist betrübt – es gebe „zu wenige“ Frauen in der Talibanregierung. Da haben Frauen in Deutschland es merklich besser; ihr Blut wird in so Werbung künftig rot statt blau simuliert. Adel ist abgeschafft!
Es ist ja auch okay so. Okay?
Guten Morgen.
Je intensiver mir irgendwelche „Aktivisten“ erzählen wollen, wen ich gefälligst aus völlig bekloppten Gründen zu wählen habe, desto mehr Lust habe ich, am 26. September eine Partei zu wählen, die ihnen die Zukunft so unangenehm gestaltet wie möglich.
Bei den ersten 3 Aufgüssen fühlt es sich an als ob von der Nase aus ausgehend das Gesicht schmilzt und gegen ein Brett gedrückt wird[.]
Ich nehm‘ zehn!