Projekte
eMu­le beba: Aktu­el­les zur Ent­wick­lung

Die letz­te Ver­si­on von eMu­le beba ist nun unge­fähr acht Mona­te alt, in der eMu­le-Welt ist das eine hal­be Ewig­keit, da die Ent­wick­lung neu­er Funk­tio­nen kon­ti­nu­ier­lich vor­an­schrei­tet. Da die­se Netz­prä­senz auch die Auf­ga­be hat, hin und wie­der über Neue­run­gen mei­ner Pro­jek­te zu berich­ten, und dies schon län­ger nicht pas­siert ist, gebe ich hier also bekannt:

Ich arbei­te seit März an Ver­si­on 2.51, die eini­ge Feh­ler behe­ben soll und inzwi­schen auch vie­le wei­te­re Ver­bes­se­run­gen beinhal­tet. Eine Ver­öf­fent­li­chung ist noch aus­ge­schlos­sen, da eine Kern­funk­ti­on, der Cli­ent Ana­ly­zer, noch selbst in der Beta­pha­se steckt und der Ent­wick­ler die­ser Funk­ti­on davon abrät, vor der Fer­tig­stel­lung eige­ne Mods mit dem Ana­ly­zer zu ver­öf­fent­li­chen.

Der­zeit ist die sech­ste Beta­ver­si­on von beba 2.51 für frei­wil­li­ge Tester ver­füg­bar. Falls noch jemand Inter­es­se hat, mir beim Feh­ler­su­chen zu hel­fen, bit­te ich um einen kur­zen Kom­men­tar.

Dan­ke für die Auf­merk­sam­keit.

(Nach­trag vom 21. Novem­ber: Das ita­lie­ni­sche eMu­le-Por­tal eMule-Mods.it hat mich zu eMu­le all­ge­mein und zu sei­ner, also eMu­les, Zukunft befragt. Wer Eng­lisch oder Ita­lie­nisch ver­steht, soll­te mal rein­schau­en.)

In den Nachrichten
Bil­dungs­streik, immer noch?

Der Bil­dungs­streik wird die­ser Tage fort­ge­setzt, und mei­ne Hoch­schu­le macht wie auch ande­re Hoch­schu­len, an denen eini­ge mir bekann­te Stu­den­ten zu stu­die­ren pfle­gen, schlicht­weg nicht mit. (Nach­trag: Die Fakul­tät Sozi­al­we­sen hat dem heu­te in einer E‑Mail wider­spro­chen, ab dem 20.11. wol­len sie sich „soli­da­ri­sie­ren“, was immer das bedeu­ten mag.) Nun lässt die außer­halb der von weni­gen Demon­stran­ten „besetz­ten“ Hoch­schu­len, die täg­lich durch die Medi­en gereicht wer­den, eher unschein­ba­re Betei­li­gung an den Streiks die Ver­mu­tung zu, dass die der­zei­ti­gen Akti­vi­tä­ten nicht ziel­ge­rich­tet koor­di­niert wer­den.

Auch wenn mit nun plötz­lich doch „geplan­ten“ BaFöG-Ver­bes­se­run­gen schon ein klei­ner Teil­erfolg zu ver­bu­chen ist, der sich aller­dings auch schnell als Luft­bla­se her­aus­stel­len kann („geplant“ heißt ja bekannt­lich nicht viel), so sind die ver­blei­ben­den For­de­run­gen der der­zeit Pro­te­stie­ren­den doch recht viel­schich­tig:

  • Bache­lor-Cha­os: Als klein­ster gemein­sa­mer Nen­ner taugt der Ver­druss über die Stoff­fül­le, den stän­di­gen Prü­fungs­druck in über­frach­te­ten Bache­lor-Stu­di­en­gän­gen. Die Stu­den­ten wol­len kein Pro­dukt einer Lern­fa­brik sein. Man­che leh­nen die Bolo­gna-Reform rund­weg ab, ande­re kri­ti­sie­ren eher die schwa­che Umset­zung und auch die Hür­den beim Über­gang vom Bache­lor- zum Master­stu­di­um.
  • Auch Schü­ler for­dern eine Über­prü­fung des Unter­richts­stoffs, nach Ver­kür­zung der Schul­zeit bis zum Abitur von neun auf acht Jah­re (G8). Zum Teil wen­den sie sich gegen das tra­di­tio­nell drei­glied­ri­ge Schul­sy­stem und for­dern Gemein­schafts­schu­len.
  • Stu­di­en­ge­büh­ren: Über die Ableh­nung der Cam­pus­maut kann man unter Stu­den­ten schnell Einig­keit erzie­len – durch­aus nicht aus­sichts­los: In meh­re­ren uni­ons­re­gier­ten Bun­des­län­dern sind die Stu­di­en­ge­büh­ren zwar längst ein­ge­führt, die Lan­des­re­gie­run­gen wer­den auch so leicht nicht wackeln. Aber die Bei­spie­le Hes­sen und Saar­land zei­gen, dass die Ent­schei­dun­gen spä­ter revi­diert wer­den kön­nen.

Sicher sind das alles ver­nünf­ti­ge und auf jeden Fall erstre­bens­wer­te Zie­le, aber es muss mehr Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen den Pro­test­grup­pen der Schu­len und Hoch­schu­len geben und man soll­te sich auf einen ein­zi­gen gemein­sa­men Nen­ner eini­gen. Wenn der Hoch­schul­be­trieb mit nur wenig Ein­schrän­kun­gen fort­ge­führt wer­den kann und vie­le Stu­den­ten den Demon­stra­tio­nen fern­blei­ben, weil die Orga­ni­sa­to­ren selbst nicht mit vol­lem Ernst bei der Sache sind, setzt das ein Zei­chen an der fal­schen Stel­le. (Und es wird auch an der fal­schen Stel­le pro­te­stiert. Die Hoch­schu­len sind die fal­schen Ansprech­part­ner, sie kön­nen nur wenig dafür.)

Sicher ist 1968 längst vor­bei, aber die Umstän­de, gegen die heu­te pro­te­stiert wird, sind auch nicht viel mil­der als jene vor 41 Jah­ren. Die­ser Stu­den­ten­pro­test ist kei­ne Spaß­be­we­gung, er will poli­ti­schen Umschwung und Moder­ni­sie­rung errei­chen. Um eine Meta­pher zu bemü­hen: Mit Was­ser­pi­sto­len setzt man auch kei­nen Dik­ta­tor ab. Paro­len lösen die Pro­ble­me nicht.

Wer­det end­lich kon­kret und macht was draus. Für uns alle und für die Zukunft.

In den Nachrichten
Lie­be ist mensch­lich.

Pinguine in LiebeIrgend­wie dann aber auch nied­lich:

Und wie­der ist die Haupt­dar­stel­le­rin ein ver­lieb­ter Vogel: Pin­gu­in-Dame San­dy. Sie hat ihr Herz an ihren Tier­pfle­ger ver­lo­ren.

Und dabei will der Ange­be­te­te gar nicht geliebt wer­den:

„Es wäre schön, wenn San­dy sich im näch­sten Jahr dann wie­der in einen Pin­gu­in ver­lie­ben wür­de.“

„Dazu gehö­ren immer zwei“, heißt es im Volks­mund.
Ich wünsch­te, er hät­te Recht.

PolitikIn den Nachrichten
Sol­da­ten im Inland, Öster­reich macht’s vor.

Das fängt ja gut an:

(…) sol­len Assi­stenz­sol­da­ten künf­tig auch in der Lan­des­haupt­stadt und außer­dem ver­stärkt in gefähr­de­ten Wohn­ge­bie­ten und Gewer­be­zen­tren der Regi­on patrouil­lie­ren, sag­te Sicher­heits­di­rek­tor Erhard Amin­ger.

(…) man wol­le die Res­sour­cen ein­fach gezielt dort ein­set­zen, wo sie gebraucht wer­den. Amin­ger geht davon aus, dass zwi­schen 100 und 120 Sol­da­ten im Bereich Eisen­stadt – Eisen­stadt Umge­bung zum Ein­satz kom­men wer­den.

Irgend­wie habe ich gera­de ein unwoh­les Gefühl. Viel­leicht bin ich auch nur erkäl­tet.

(Ent­schul­di­gung an den unre­gel­mä­ßi­gen Leser, der sich kürz­lich beklag­te, dass es hier in letz­ter Zeit all­zu mensch­lich zugeht. Muss am Wet­ter lie­gen. Dem­nächst folgt wie­der was zum Lachen, ver­spro­chen.)


Nach­trag, da mir gera­de die eini­ger­ma­ßen unsäg­li­che Tages­zei­tung der Regi­on vor­ge­legt wur­de:

Der Mann sei vor die Frau getre­ten und habe ihr sein ent­blöß­tes Geschlechts­teil gezeigt. Anschlie­ßend sei er sofort geflüch­tet.

War­um macht ein Mensch so was? Und was mich viel eher inter­es­siert: Wovor ist er geflüch­tet?
Ich habe da so einen Ver­dacht: Die Frau hat einen Blick auf sein Geschlechts­teil gewor­fen und hat ange­fan­gen zu lachen und Sät­ze wie „Wächst der noch?“ her­vor­ge­bracht. Viel­leicht auch „Darf man den strei­cheln, oder beißt er dann?“.

Nur so eine Idee. Die Zei­tung schweigt dazu.

NetzfundstückeIn den NachrichtenMusik
Heu­te ist Schwei­zer Toch­ter­tag. Der Sohn­tag fällt aus. (inkl. Nach­be­mer­kung zu Robert Enke)

Peter hat’s geschafft. Auch er schrieb über die Cau­sa Robert Enke und nutz­te den Anlass, über die Ver­gäng­lich­keit des eige­nen Lebens zu sin­nie­ren. Ich alter Starr­kopf hat­te wie­der, noch im Fluss von mei­nem eige­nen Bei­trag zum The­ma, nur die media­le Aus­ufe­rung des Fal­les im Sinn. Mea cul­pa.

Und nun, da ich einen Tag lang selbst über die Fra­ge nach­ge­dacht habe, ob es einem Unbe­tei­lig­ten über­haupt mög­lich ist, sich eine Situa­ti­on vor­zu­stel­len, in der man bereit ist, das Gewe­se­ne von einem Moment auf den näch­sten mög­lichst kurz und schmerz­los zu been­den, kommt mir dann doch auch wie­der das alte Lied der Toten Hosen in den Sinn:

Jeden Tag stirbt ein Teil von dir,
jeden Tag schwin­det dei­ne Zeit,
jeden Tag ein Tag, den du ver­lierst,
nichts bleibt für die Ewig­keit.

Wich­tig ist nicht, was vom Leben bleibt. Du fabri­zierst Tex­te, du ver­schwen­dest vie­le Byte im vir­tu­el­len Raum, und wenn du Pech hast, kann die auch in zwei­hun­dert Jah­ren noch jemand ent­zif­fern. Nichts ist so alt wie die Zei­tung von gestern.

Für den Augen­blick leben. Nie­mand weiß, was in fünf Minu­ten sein wird. Lang­fri­sti­ge Pla­nun­gen sind opti­mi­sti­sche Hoff­nun­gen und Träu­me. Wenn sie plat­zen, fällt das Kar­ten­haus zusam­men. Woh­nen wir aber nicht in einem Kar­ten­haus, son­dern zie­hen in ein Zelt, hin­dert uns nur wenig dar­an, es jeder­zeit ein­zu­rol­len und woan­ders wie­der auf­zu­bau­en.

Müs­sen wir der Nach­welt etwas hin­ter­las­sen? Will die Nach­welt das über­haupt? (Der Nach­welt nicht hin­ter­las­sen möch­te ich jeden­falls mat­schi­ge Über­re­ste, die sie von einem Ver­kehrs­mit­tel krat­zen müs­sen. Sui­zi­de mit mög­lichst vie­len unschul­dig Geschä­dig­ten sind für mich nicht erstre­bens­wert.)

Es ist wich­tig, ande­ren Men­schen etwas zu bedeu­ten. Ob sich drei Gene­ra­tio­nen spä­ter die Kin­der auf der Stra­ße über mei­ne Nase lustig machen oder in der Schu­le mei­ne Tex­te lesen, ist zweit­ran­gig. Ein­mal am Tag auf­sprin­gen und laut „Ja! Das ist das Leben!“ rufen zu kön­nen – das ist es, was Glück­lich­sein aus­macht. Dies zu errei­chen ist ein Ide­al und das Leben der Weg dort­hin.

Ent­schul­di­gung, ich schwei­fe ab. Bevor das wei­ter aus­ar­tet, nur mal eben kurz ver­linkt und zitiert:

(…) Stän­dig gibt es zusätz­li­che Umer­zie­hungs­maß­nah­men für Män­ner, nach­dem sich die bis­he­ri­gen Frau­en­för­de­rungs­in­stru­men­te als wenig hilf­reich erwie­sen haben.

Män­ner sol­len zu Frau­en umer­zo­gen wer­den. Frau­en sol­len in Män­ner­do­mä­nen vor­sto­ßen. Das Ziel ist die tota­le Gleich­heit der Geschlech­ter. Dahin­ter steckt der Plan, die Fami­lie als Fun­da­ment mensch­li­chen Zusam­men­le­bens zu ent­sor­gen, weil nur so der neue Mensch geschaf­fen wer­den kann, der sich von Geburt an in die neo­so­zia­li­sti­sche Gemein­schaft ein­fügt.

Die­sem Ziel dient der deut­sche „Girl’s Day“ eben­so wie der Toch­ter­tag, den die Schwei­zer heu­te zele­brie­ren. Bei den Eid­ge­nos­sen geht es beson­ders gleich­be­rech­tigt zu: Wäh­rend die Mäd­chen heu­te frei bekom­men, müs­sen die Jun­gen mit Sank­tio­nen rech­nen, wenn sie dem Unter­richt fern­blei­ben. Da ler­nen die klei­nen Eid­ge­nos­sen gleich von Beginn an, was „Gleich­be­rech­ti­gung“ wirk­lich bedeu­tet (…).

Immer wie­der schön zu sehen, dass nicht nur Deutsch­land nahe­zu voll­stän­dig bekloppt ist.

NetzfundstückeIn den Nachrichten
Robert Enke und die bes­se­ren Men­schen

Robert Enke hat beschlos­sen, sein Leben vor­zei­tig zu been­den, und über die Grün­de wird wild spe­ku­liert, weil man ihn selbst ja nicht mehr fra­gen kann und sich die Men­schen gern mal Gerüch­te aus­den­ken und sie ver­brei­ten, um auch mal jeman­den zu haben, der einem zuhört; aber dem schlie­ße ich mich hier nicht an. Viel lie­ber zitie­re und kom­men­tie­re ich zwei Bei­trä­ge aus dem Kom­men­tar­be­reich des oben blau gefärb­ten Stern.de-Artikels.

Num­mer 1:

budbundy69 (10.11.2009, 22:48 Uhr):
Und Leh­mann bricht nicht mal sei­ne Geburts­tags­fei­er ab !
Da wird gefei­ert, gesun­gen und geju­belt. geschmack­los !

Ich kann ver­ste­hen, dass Men­schen ihre Ido­le haben, denen sie einen gott­glei­chen Sta­tus zuer­ken­nen, und ich ken­ne es auch zur Genü­ge, dass bei Miss­ach­tung die­ses Sta­tus durch Drit­te in meter­gro­ßen Buch­sta­ben „geschmack­los“ in den erst­be­sten gera­de greif­ba­ren Kom­men­tar­be­reich gerotzt wird, aber ich hal­te es für nicht in Ord­nung, unbe­tei­lig­ten Men­schen den Spaß am Leben ver­der­ben zu wol­len. Sicher ist es kei­nes­falls ein Grund zu fei­ern, wenn jemand stirbt, genau so wenig, wie jemand, der einen Mord beab­sich­tigt, spä­ter als Held ver­ehrt wer­den soll­te, aber es soll­te auch kein Anlass sein, jeg­li­che Fest­ak­ti­vi­tä­ten im Land ein­zu­stel­len.

Und bevor mir nun wie­der die ewig Empör­ten sau­re Ein­trä­ge hin­ter­las­sen oder sich schrä­ge Wit­ze über mich aus­den­ken, als Ergän­zung auch noch Kom­men­tar Num­mer 2, bevor ich selbst zu einer etwas umfas­sen­de­ren Erklä­rung aus­ho­le:

Broe­sel­bub (10.11.2009, 22:31 Uhr):
Woh­ne in Kon­stanz und muß regel­mä­ßig erle­ben wie sich Men­schen vor den Zug wer­fen. In der Nähe (Rei­chen­au) ist eine Pyscho-Kli­nik und da kommt es halt öfters vor. Aber war mal jemals ein Herr Öttin­ger dort und hat Bei­leid bekun­det? Aber viel­leicht ist es in Nie­der­sach­sen anders. Selbst­mord ist nichts ande­res wie Angst vor dem Leben.

Da haben wir es doch schon wie­der: Men­schen, die von einer aus­rei­chend gro­ßen Grup­pe an Men­schen für ihren Beruf ver­ehrt wer­den, wer­den von der All­ge­mein­heit als wich­ti­ger, mit­hin als höher­wer­tig ein­ge­stuft als Mit­glie­der der ein­fa­chen Arbei­ter­klas­se oder gar, uah!, Arbeits­lo­se. Ein Mini­ster­prä­si­dent lässt in der Regel alles ste­hen und lie­gen, wenn ein Sport­ler oder ein Poli­ti­ker aus dem eige­nen Bun­des­land aus dem Leben schei­det, aber wenn Men­schen, die nur für ihre Fami­lie und ihre Freun­de von Bedeu­tung waren, ein ähn­li­ches Ende wäh­len, reicht es gera­de mal zu einer Anzei­ge im „Ach, übrigens“-Teil des loka­len Klatsch­blat­tes – sofern die Ange­hö­ri­gen sie sich lei­sten kön­nen, ver­steht sich.

Jeder hat sei­ne Hel­den, auch ich habe sie. Aber ich habe Trau­er als etwas Per­sön­li­ches, etwas Inti­mes ken­nen gelernt und kei­nes­falls als Sta­tus­sym­bol. Damit wir uns nicht falsch ver­ste­hen: Ich ver­ste­he und respek­tie­re die Trau­er von Men­schen um ande­re Men­schen, ganz gleich, um wen es sich han­delt oder wie die genau­en Umstän­de beschaf­fen sind; jedoch ist es in mei­nen Augen schlicht per­vers, mit die­ser Trau­er hau­sie­ren zu gehen oder zu ver­su­chen, sie zu einem Groß­ereig­nis zu machen.

Da fehlt ja eigent­lich nur noch das Spen­den­kon­to.

NetzfundstückeIn den NachrichtenPiratenpartei
Apro­pos Netz­z­ensur

Zwi­schen­durch mal wie­der ein wenig Poli­tik, weil wir lan­ge nichts mehr von den dank der Popu­la­ri­tät der Pira­ten­par­tei zwi­schen­zeit­lich ver­scho­be­nen Inter­net­sper­ren gehört haben:

… ein Debat­ten­bei­trag von Doro­thee Bär (CSU), Spre­che­rin der CDU/CSU im Deut­schen Bun­des­tag für “Neue Medi­en”, die eine Aus­wei­tung der gera­de auf Eis geleg­ten Netz­z­ensur-Infra­struk­tur vor­schlägt:

So kön­nen bspw. durch das im Kampf gegen Kin­der­por­no­gra­phie bereits erfolg­reich ange­wen­de­te sog. „Access-Blocking“ auch Erfol­ge im Kampf gegen Isla­mi­sten erzielt wer­den.

Dass das von der CSU kommt, ist nur wenig über­ra­schend und auch kei­ner wei­te­ren Wor­te bedürf­tig, aller­dings:

Erfolg­reich ange­wen­det? Bit­te wann und wo und woge­gen?
Hat das sog. „Access-Blocking“ die Pro­duk­ti­on und/oder Exi­stenz von Kin­der­por­no­gra­fie ver­rin­gert? Wenn ja, wor­an ist das erkenn­bar?

Und nun also auch gegen Isla­mi­sten? Als wür­den fana­ti­sche Bewe­gun­gen den Antrieb ver­lie­ren, wenn man ihre Inter­net­sei­ten nur noch über Umwe­ge erreicht!

(Was genau soll mir eigent­lich der fröh­lich grin­sen­de HIV-Infi­zier­te „Gary“ auf WorldAIDSDay.org ver­mit­teln? Mit HIV hat man immer gute Lau­ne?)

’s ist doch alles nicht wahr.

FotografiePersönlichesMusikMusikkritik
Resü­mee einer Kon­zert­nacht

Unterwegs in der Supp-CulturIch bin wie­der da und habe (lei­der wegen kon­zert­ty­pisch recht unan­ge­neh­mer Licht­in­suf­fi­zi­enz mit­un­ter recht ver­pi­xel­te und nur unzu­rei­chend am Com­pu­ter nach­be­ar­bei­te­te) Bil­der mit­ge­bracht. Auf Ton­mit­schnit­te habe ich ver­zich­tet; zu mit­rei­ßend war der Gitar­ren­re­gen, der in der Kul­tur­fa­brik Löse­ke auf die Besu­cher nie­der­ging.

Kalt war’s, aber das Dop­pel­kon­zert fand erfreu­li­cher­wei­se drin­nen statt. Um 22 Uhr soll­te es los­ge­hen, das ließ uns, die wir – zum Glück – eine unge­fäh­re Stun­de zu früh ein­tra­fen, aus­rei­chend Zeit, um uns mit dem Ver­an­stal­ter zu unter­hal­ten und auch mit ande­ren Kon­zert­gän­gern ein wenig zu plau­dern. Wir wur­den gewarnt, dass es recht laut wer­den könn­te. Das ließ hof­fen.

Eini­ge Minu­ten spä­ter als ange­kün­digt betrat dann das Han­no­ve­ra­ner Quar­tett Her­me­lin die klei­ne Büh­ne.

Hermelin: Prima Einstieg für den Abend.

Mit ihrem fast instru­men­ta­len Post­rock schuf (schu­fen?) Her­me­lin Klang­wän­de und riss sie wie­der ein, das Publi­kum war ent­spre­chend beein­druckt und belohn­te die Dar­bie­tung durch wil­den Tanz und fre­ne­ti­schen Applaus. Spon­ta­ne Asso­zia­ti­on: Explo­si­ons In The Sky.

Noch mehr Foto­gra­fien:

Hermelin: Zwei Gitarren, viel Musik. Hermelin: Schüttel dein Kopfhaar!

Kaum war man ent­rückt in die sur­rea­le Traum­welt ein­ge­taucht und hat­te ver­ges­sen, wo man eigent­lich ist, ließ sich die Rea­li­tät mal wie­der blicken, und eine kur­ze Pau­se gewähr­te Zeit, die durch gedan­ken­lo­ses Schüt­teln bela­ste­ten Gelen­ke zu ent­span­nen. Nach einer kur­zen Atem­pau­se in der küh­len, ver­rauch­ten Nacht­luft Hil­des­heims stan­den die Ham­bur­ger Nihi­ling schon auf der Büh­ne, und sie tra­ten einen wei­te­ren Beleg für mei­ne vor eini­gen Mona­ten in klei­nem Kreis auf­ge­stell­te The­se, dass Bas­si­stin­nen aktu­el­ler Rock­grup­pen grund­sätz­lich ver­dammt nied­lich – man ver­zei­he mir aus­nahms­wei­se die­se Aus­drucks­wei­se – sind, an.

Nihiling: Irgendwo zwischen Oceansize und Tool

Trotz Erkäl­tung hat­ten auch die­se sechs Musi­ker offen­sicht­lich recht viel Spaß bei der Sache und spiel­ten über die Dau­er von weit über einer Stun­de neben Bekann­tem auch neu­es Mate­ri­al, das an Oce­an­si­ze und vor allem auch an die sonst im Post­rock nur all­zu sel­ten zitier­ten Tool erin­ner­te.

Visu­el­le Ein­drücke:

Nihiling: Bass in Trance. Nihiling: Come in, come out. Nihiling: Gitarrenarbeit par excellence. Nihiling: Musik wie aus einer anderen Welt.

Bei­de Musik­grup­pen haben gezeigt, dass die Luft bei ihnen noch lan­ge nicht raus ist, und Vor­freu­de auf kom­men­de Ton­trä­ger und Kon­zer­te geweckt. Zu hof­fen ist, dass sich in nicht all­zu fer­ner Zukunft noch­mals eine Gele­gen­heit ergibt, einem sol­chen Ereig­nis bei­zu­woh­nen.

Ich neh­me an, in abseh­ba­rer Zeit wird es bei Peter bes­se­re Bil­der und noch mehr Text geben. Emp­foh­len wird daher, ab und zu mal nach­zu­schau­en.
Nach­trag von 22:01 Uhr: Der aus­führ­li­che Bericht mit noch bes­se­ren Bil­dern ist nun auf Schallgrenzen.de zu fin­den.


Am glei­chen Abend wur­de vor dem Schloss-Ein­kaufs­zen­trum in Braun­schweig übri­gens für „Wet­ten, dass…?“ kol­lek­tiv getanzt:

ZDF: Bühne für 'ne Stadtwette

Scha­de; die Betei­lig­ten wis­sen nicht, was ihnen ent­gan­gen ist.

Gern und jeder­zeit mehr davon!

PolitikIn den Nachrichten
Über die Beschnei­dung von Rech­ten

Argh:

Mit einem neu­en Straf­tat­be­stand soll die Geni­tal­ver­stüm­me­lung an Mäd­chen und Frau­en künf­tig här­ter bestraft wer­den. Auf der Justiz­mi­ni­ster­kon­fe­renz in Ber­lin stell­ten die Län­der Baden-Würt­tem­berg und Hes­sen am Don­ners­tag dazu eine gemein­sa­me Geset­zes­in­itia­ti­ve vor.

Seit 1995 gilt die Geni­tal­ver­stüm­me­lung inter­na­tio­nal als Men­schen­rechts­ver­let­zung. Auch in Deutsch­land wur­den nach Anga­ben der Justiz­mi­ni­ster­kon­fe­renz schät­zungs­wei­se 20.000 Frau­en Opfer einer Geni­tal­ver­stüm­me­lung.

(Her­vor­he­bun­gen wie­der ein­mal von mir)

Zum Ver­gleich hier­zu eine Zahl vom August 2009, die auch Arne Hoff­mann schon zitier­te:

The mul­ti-par­ty com­mit­tee embark­ed on the tour to find solu­ti­ons fol­lo­wing the deaths of 53 initia­tes this sea­son.

So sieht’s aus: Beschnei­dung ist nur so lan­ge eine Ver­stüm­me­lung, wie sie nicht an Jun­gen und Män­nern durch­ge­führt wird; in ihrem Fall ist es ein auf jeden Fall zu schüt­zen­der reli­giö­ser und/oder son­sti­ger kul­tu­rel­ler Ritus. 53 Todes­fäl­le allein in die­ser Sai­son, sicher­lich scha­de, aber nicht mehr zu ändern.

(Natür­lich, immer­hin gehö­ren Jun­gen und Män­ner dem star­ken Geschlecht an, dem auch mal ein klei­ner Krieg in der Jugend sicher gut tut. Und es gibt eh recht vie­le von denen, da stört es die Sta­ti­stik nicht, wenn ein Teil von ihnen in einer Holz­ki­ste zurück­kommt.)

Außer­dem, was sind schon 53 tote Jun­gen per sea­son gegen unge­fähr 20.000 tote Frau­en und Mäd­chen ins­ge­samt? Die zwei­te Zahl ist doch viel grö­ßer! …

Könn­te bit­te end­lich mal jemand das mit der „Gleich­be­rech­ti­gung der Frau“ ganz schnell wie­der ver­ges­sen?


(Apro­pos spiegel.de: In einer US-ame­ri­ka­ni­schen Mili­tär­ba­sis haben ein paar Sol­da­ten wild um sich geschos­sen. Hat eigent­lich schon jemand nach­ge­schaut, ob sie viel­leicht vor­her mit Com­pu­ter­spie­len geübt haben?)

NetzfundstückeKaufbefehlePolitik
Lese­tipp: Das bür­ger­li­che Mani­fest – Auf­ruf für eine Zei­ten­wen­de

Peter Slo­ter­di­jk, einer der weni­gen noch halb­wegs ernst zu neh­men­den zeit­ge­nös­si­schen Phi­lo­so­phen, äußert sich in der aktu­el­len Aus­ga­be des Polit­quatsch­blatts (© S. Gärt­ner) Cice­ro wie folgt:

Wir haben uns – unter dem Deck­man­tel der Rede­frei­heit und der unbe­hin­der­ten Mei­nungs­äu­ße­rung – in einem System der Unter­wür­fig­keit, bes­ser gesagt: der orga­ni­sier­ten sprach­li­chen und gedank­li­chen Feig­heit ein­ge­rich­tet, das prak­tisch das gan­ze sozia­le Feld von oben bis unten para­ly­siert.

Nicht so ganz ver­stan­den hat das immer­hin rp online, wo man grund­sätz­lich alles auf Thi­lo Sar­ra­zin zurück­führt, der inhalt­lich sicher viel rich­ti­ges gesagt hat, aber nun auch so lang­sam nervt.

Nein, Slo­ter­di­jk setzt tie­fer an, direkt an der Wur­zel und somit, das wis­sen wir vom Zahn­arzt, dort, wo es weh tut. Dass man von der Norm abwei­chen­de Mei­nun­gen bes­ser nur ver­hal­ten äußern soll­te, ist nur ein Sym­ptom der Krank­heit, an der das System Deutsch­land labo­riert.

Die Deut­schen sind bin­nen eines hal­ben Jahr­hun­derts, das sie in Wohl­stand, Frie­den und Harm­lo­sig­keit ver­brach­ten, ein Savoir-viv­re-Kol­lek­tiv gewor­den, das sich so leicht von nie­man­dem um den Ver­stand brin­gen lässt.

Das Pro­blem der Poli­tik für die­ses Kol­lek­tiv ist, schreibt Slo­ter­di­jk, die Selbst­ver­ständ­lich­keit der Par­tei­en. Eine Par­tei, die ihrer Nach­fol­ge­rin in der Regie­rung nichts als Pro­ble­me hin­ter­lässt, kann sich sicher sein, dass die­se strau­cheln und erfolg­los blei­ben wird; erfolg­reich gezeigt an der SPD ab 1998, der die CDU einen Flicken­tep­pich hin­ter­las­sen hat­te.

Den voll­stän­di­gen Elf­sei­ter (Wer­bung abge­zo­gen und teil­wei­se befüll­te Sei­ten groß­zü­gig auf­ge­run­det) gibt es in „Cice­ro“, Aus­ga­be Novem­ber 2009, zu lesen. Ver­dammt gut inve­stier­te sie­ben Euro.

(Den Rest kann man, wie üblich, igno­rie­ren.)


Nach­trag:
Einen etwas ande­ren, auf die stän­di­gen Schreie nach „mehr Wachs­tum“ gerich­te­ten Blick auf die Phra­sen­dre­sche­rei hat Chris im Dok­tors­blog hin­ter­las­sen. Vor­sicht, Flü­che!

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Kurz und gut: Our Cea­sing Voice zum Zwei­ten

Und da wir gera­de alle so schön empört sind, kom­me ich zur all­ge­mei­nen Ent­span­nung noch­mals auf die Halb­jah­res­ana­ly­se 2009 zurück. Ich schrieb damals:

Nicht ganz eine hal­be Stun­de füllt das Quar­tett mit psy­che­de­li­schen Klang­flä­chen, die hier und da auch mal durch Gitar­ren­wän­de unter­bro­chen wer­den.

Inzwi­schen ist eine spe­cial edi­ti­on, also eine Son­der­auf­la­ge, des Ton­trä­gers erschie­nen, die wei­te­re vier Stücke, davon zwei alter­na­ti­ve Auf­nah­men bereits zuvor ent­hal­te­ner Stücke, drauf­legt, so dass es inzwi­schen zu fast einer Stun­de fort­ge­schrit­te­nen Musik­ge­nus­ses reicht.

Apro­pos Musik:
Kei­nes­falls ärger­lich sind die mei­sten Stu­di­en, die letz­tens über die Kauf­ge­wohn­hei­ten von Tausch­bör­sen­nut­zern ange­stellt wer­den, für jeden­falls mich.

Eine neue Stu­die bestä­tigt eine frü­he­re Unter­su­chung, wonach Nut­zer von File­sha­ring-Platt­for­men zwar durch­aus ille­gal Musik aus dem Netz laden, aber trotz­dem das mei­ste Geld für lega­le Musik­ein­käu­fe aus­ge­ben.

Eine wahr­lich gute Zeit für eMu­le-Freun­de – in Deutsch­land wer­den kaum noch Pro­zes­se gegen sei­ne Nut­zer geführt, da es sich ein­fach nicht lohnt, und der Indu­strie gehen die Argu­men­te aus, über­haupt noch etwas gegen sie unter­neh­men zu wol­len.

Wer sei­ne eige­nen Kun­den kri­mi­na­li­siert, ver­schwin­det irgend­wann in der Bedeu­tungs­lo­sig­keit. An die­ser Stel­le mein Dank an die Grün­der von Platt­for­men wie Jamen­do und MySpace, die zei­gen, dass es auch anders geht.

(Jetzt ist aber auch mal gut.)

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Mei­ne Spal­te.

Die deutsch­spra­chi­ge Blogo­sphä­re, wie auch immer man sie defi­nie­ren mag, hat sich gera­de wie­der auf eini­ge leicht zu dif­fa­mie­ren­de Geg­ner ein­ge­schos­sen, nament­lich Frau Dr. Schweit­zer und diver­se Daten­schutz­ver­sa­ger, also bleibt mir mal wie­der nur übrig, zur eini­ger­ma­ßen abwechs­lungs­rei­chen Unter­hal­tung mei­ner geschätz­ten Leser­schar wie­der in den Abgrün­den des Inter­nets zu wüh­len. Eigent­lich woll­te ich mich hier über das zufäl­lig ent­deck­te Pro­gramm Mei­ne­Spal­te amü­sie­ren, aber gera­de noch recht­zei­tig fiel mir ein, dass dies wahr­lich unter dem Niveau wäre, das die Mehr­heit der­je­ni­gen, die hier ab und zu rein­schau­en, hof­fent­lich erwar­tet. Also ver­lin­ke ich statt­des­sen fröh­lich das hier wei­ter, das ich bei Frank fand und das dem­nächst hof­fent­lich in jedem halb­wegs guten Inter­net­ver­zeich­nis unter „Komik“, „Mini­ma­lis­mus“ und „sur­rea­le Absur­di­tä­ten“ zu fin­den sein möge, wo doch die Inter­net­ka­te­go­ri­sier­hei­nis gern mal wun­der­li­che Kate­go­rien (Schub­la­den) erfin­den und dann alles, was sich nicht weh­ren kann, so lan­ge in Wür­fel­form kne­ten, bis es hin­ein­passt.

Nicht alles ist so knet­bar wie abstrak­te Gebil­de, man­ches ver­formt sich auch nicht, wenn man selbst Hand anlegt. Ist es ver­werf­lich, sich an eine Zeit der Zufrie­den­heit mit dem eige­nen Dasein und des see­li­schen Wohl­be­fin­dens (fast woll­te ich schrei­ben: des Glücks) auch nach Jah­ren noch zu erin­nern und jeden Moment, im dem die Schwin­gung ihrer Renais­sance zu spü­ren ist, mit allen Sin­nen fest­zu­hal­ten? Ist es falsch, eben die Renais­sance die­ser Zeit zu erstre­ben, jeden ihrer Fun­ken begie­rig zu ergrei­fen, auch auf die Gefahr hin, sich die Fin­ger zu ver­bren­nen? All dies geschrie­ben unter Zwei­feln.

Zeit ist eine Kon­stan­te, die der Mensch sich erdacht hat, um sich selbst belü­gen zu kön­nen.

All the dreams that we were buil­ding
We never ful­fil­led them
Could be bet­ter, should be bet­ter
For les­sons in love


Aus aktu­el­lem Anlass möch­te ich übri­gens noch­mals dar­auf ver­wei­sen, dass in einer Woche das Kon­zert des Jah­res, wenn nicht sogar das Kon­zert der Deka­de für wenig Geld in der Kul­tur­fa­brik in Hil­des­heim statt­fin­det. Die Prot­ago­ni­sten mei­ner bevor­zug­ten Mai­ling­li­ste wür­den es fol­gen­der­ma­ßen tref­fend for­mu­lie­ren:
Erschei­nen Sie, sonst wei­nen Sie!

Sonstiges
Schreck­lich, mor­gen ist schon wie­der Hal­lo­ween.

Heu­te wie­der nur ein Kur­zer wegen all­ge­mei­ner Müdig­keit des Schrei­bers:

Wie seit Wochen aus den Süß­wa­ren­ab­tei­lun­gen von Lebens­mit­tel­ge­schäf­ten ersicht­lich ist, ist mor­gen schon wie­der „Hal­lo­ween“, das Fest des Bösen, des­sen nega­ti­ve Kon­no­ta­ti­on noch dadurch ver­stärkt wird, dass es aus dem Hei­den­tum stammt.

Schlimm, wie? Nun, über Sil­ve­ster und Hei­lig­abend brei­ten wir also lie­ber den Man­tel des Schwei­gens.

;)

(Was genau es mit dem Glau­ben zu tun haben soll, sei­nen Nach­wuchs wild­frem­de Leu­te mit­tels „Süßes, sonst gibt’s Sau­res“ erpres­sen zu las­sen, mag mir auch noch nicht so recht ein­leuch­ten; aber ich wie­der­ho­le mich auch nur ungern.)