PersönlichesMusikNetzfundstücke
Mei­ne Spal­te.

Die deutsch­spra­chi­ge Blogo­sphä­re, wie auch immer man sie defi­nie­ren mag, hat sich gera­de wie­der auf eini­ge leicht zu dif­fa­mie­ren­de Geg­ner ein­ge­schos­sen, nament­lich Frau Dr. Schweit­zer und diver­se Daten­schutz­ver­sa­ger, also bleibt mir mal wie­der nur übrig, zur eini­ger­ma­ßen abwechs­lungs­rei­chen Unter­hal­tung mei­ner geschätz­ten Leser­schar wie­der in den Abgrün­den des Inter­nets zu wüh­len. Eigent­lich woll­te ich mich hier über das zufäl­lig ent­deck­te Pro­gramm Mei­ne­Spal­te amü­sie­ren, aber gera­de noch recht­zei­tig fiel mir ein, dass dies wahr­lich unter dem Niveau wäre, das die Mehr­heit der­je­ni­gen, die hier ab und zu rein­schau­en, hof­fent­lich erwar­tet. Also ver­lin­ke ich statt­des­sen fröh­lich das hier wei­ter, das ich bei Frank fand und das dem­nächst hof­fent­lich in jedem halb­wegs guten Inter­net­ver­zeich­nis unter „Komik“, „Mini­ma­lis­mus“ und „sur­rea­le Absur­di­tä­ten“ zu fin­den sein möge, wo doch die Inter­net­ka­te­go­ri­sier­hei­nis gern mal wun­der­li­che Kate­go­rien (Schub­la­den) erfin­den und dann alles, was sich nicht weh­ren kann, so lan­ge in Wür­fel­form kne­ten, bis es hin­ein­passt.

Nicht alles ist so knet­bar wie abstrak­te Gebil­de, man­ches ver­formt sich auch nicht, wenn man selbst Hand anlegt. Ist es ver­werf­lich, sich an eine Zeit der Zufrie­den­heit mit dem eige­nen Dasein und des see­li­schen Wohl­be­fin­dens (fast woll­te ich schrei­ben: des Glücks) auch nach Jah­ren noch zu erin­nern und jeden Moment, im dem die Schwin­gung ihrer Renais­sance zu spü­ren ist, mit allen Sin­nen fest­zu­hal­ten? Ist es falsch, eben die Renais­sance die­ser Zeit zu erstre­ben, jeden ihrer Fun­ken begie­rig zu ergrei­fen, auch auf die Gefahr hin, sich die Fin­ger zu ver­bren­nen? All dies geschrie­ben unter Zwei­feln.

Zeit ist eine Kon­stan­te, die der Mensch sich erdacht hat, um sich selbst belü­gen zu kön­nen.

All the dreams that we were buil­ding
We never ful­fil­led them
Could be bet­ter, should be bet­ter
For les­sons in love


Aus aktu­el­lem Anlass möch­te ich übri­gens noch­mals dar­auf ver­wei­sen, dass in einer Woche das Kon­zert des Jah­res, wenn nicht sogar das Kon­zert der Deka­de für wenig Geld in der Kul­tur­fa­brik in Hil­des­heim statt­fin­det. Die Prot­ago­ni­sten mei­ner bevor­zug­ten Mai­ling­li­ste wür­den es fol­gen­der­ma­ßen tref­fend for­mu­lie­ren:
Erschei­nen Sie, sonst wei­nen Sie!