Argh:
Mit einem neuen Straftatbestand soll die Genitalverstümmelung an Mädchen und Frauen künftig härter bestraft werden. Auf der Justizministerkonferenz in Berlin stellten die Länder Baden-Württemberg und Hessen am Donnerstag dazu eine gemeinsame Gesetzesinitiative vor.
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Seit 1995 gilt die Genitalverstümmelung international als Menschenrechtsverletzung. Auch in Deutschland wurden nach Angaben der Justizministerkonferenz schätzungsweise 20.000 Frauen Opfer einer Genitalverstümmelung.
(Hervorhebungen wieder einmal von mir)
Zum Vergleich hierzu eine Zahl vom August 2009, die auch Arne Hoffmann schon zitierte:
The multi-party committee embarked on the tour to find solutions following the deaths of 53 initiates this season.
So sieht’s aus: Beschneidung ist nur so lange eine Verstümmelung, wie sie nicht an Jungen und Männern durchgeführt wird; in ihrem Fall ist es ein auf jeden Fall zu schützender religiöser und/oder sonstiger kultureller Ritus. 53 Todesfälle allein in dieser Saison, sicherlich schade, aber nicht mehr zu ändern.
(Natürlich, immerhin gehören Jungen und Männer dem starken Geschlecht an, dem auch mal ein kleiner Krieg in der Jugend sicher gut tut. Und es gibt eh recht viele von denen, da stört es die Statistik nicht, wenn ein Teil von ihnen in einer Holzkiste zurückkommt.)
Außerdem, was sind schon 53 tote Jungen per season gegen ungefähr 20.000 tote Frauen und Mädchen insgesamt? Die zweite Zahl ist doch viel größer! …
Könnte bitte endlich mal jemand das mit der “Gleichberechtigung der Frau” ganz schnell wieder vergessen?
(Apropos spiegel.de: In einer US-amerikanischen Militärbasis haben ein paar Soldaten wild um sich geschossen. Hat eigentlich schon jemand nachgeschaut, ob sie vielleicht vorher mit Computerspielen geübt haben?)

