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Resümee einer Konzertnacht

Unterwegs in der Supp-CulturIch bin wieder da und habe (leider wegen konzerttypisch recht unangenehmer Lichtinsuffizienz mitunter recht verpixelte und nur unzureichend am Computer nachbearbeitete) Bilder mitgebracht. Auf Tonmitschnitte habe ich verzichtet; zu mitreißend war der Gitarrenregen, der in der Kulturfabrik Löseke auf die Besucher niederging.

Kalt war’s, aber das Doppelkonzert fand erfreulicherweise drinnen statt. Um 22 Uhr sollte es losgehen, das ließ uns, die wir – zum Glück – eine ungefähre Stunde zu früh eintrafen, ausreichend Zeit, um uns mit dem Veranstalter zu unterhalten und auch mit anderen Konzertgängern ein wenig zu plaudern. Wir wurden gewarnt, dass es recht laut werden könnte. Das ließ hoffen.

Einige Minuten später als angekündigt betrat dann das Hannoveraner Quartett Hermelin die kleine Bühne.

Hermelin: Prima Einstieg für den Abend.

Mit ihrem fast instrumentalen Postrock schuf (schufen?) Hermelin Klangwände und riss sie wieder ein, das Publikum war entsprechend beeindruckt und belohnte die Darbietung durch wilden Tanz und frenetischen Applaus. Spontane Assoziation: Explosions In The Sky.

Noch mehr Fotografien:

Hermelin: Zwei Gitarren, viel Musik. Hermelin: Schüttel dein Kopfhaar!

Kaum war man entrückt in die surreale Traumwelt eingetaucht und hatte vergessen, wo man eigentlich ist, ließ sich die Realität mal wieder blicken, und eine kurze Pause gewährte Zeit, die durch gedankenloses Schütteln belasteten Gelenke zu entspannen. Nach einer kurzen Atempause in der kühlen, verrauchten Nachtluft Hildesheims standen die Hamburger Nihiling schon auf der Bühne, und sie traten einen weiteren Beleg für meine vor einigen Monaten in kleinem Kreis aufgestellte These, dass Bassistinnen aktueller Rockgruppen grundsätzlich verdammt niedlich – man verzeihe mir ausnahmsweise diese Ausdrucksweise – sind, an.

Nihiling: Irgendwo zwischen Oceansize und Tool

Trotz Erkältung hatten auch diese sechs Musiker offensichtlich recht viel Spaß bei der Sache und spielten über die Dauer von weit über einer Stunde neben Bekanntem auch neues Material, das an Oceansize und vor allem auch an die sonst im Postrock nur allzu selten zitierten Tool erinnerte.

Visuelle Eindrücke:

Nihiling: Bass in Trance. Nihiling: Come in, come out. Nihiling: Gitarrenarbeit par excellence. Nihiling: Musik wie aus einer anderen Welt.

Beide Musikgruppen haben gezeigt, dass die Luft bei ihnen noch lange nicht raus ist, und Vorfreude auf kommende Tonträger und Konzerte geweckt. Zu hoffen ist, dass sich in nicht allzu ferner Zukunft nochmals eine Gelegenheit ergibt, einem solchen Ereignis beizuwohnen.

Ich nehme an, in absehbarer Zeit wird es bei Peter bessere Bilder und noch mehr Text geben. Empfohlen wird daher, ab und zu mal nachzuschauen.
Nachtrag von 22:01 Uhr: Der ausführliche Bericht mit noch besseren Bildern ist nun auf Schallgrenzen.de zu finden.


Am gleichen Abend wurde vor dem Schloss-Einkaufszentrum in Braunschweig übrigens für „Wetten, dass…?“ kollektiv getanzt:

ZDF: Bühne für 'ne Stadtwette

Schade; die Beteiligten wissen nicht, was ihnen entgangen ist.

Gern und jederzeit mehr davon!

Senfecke:

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