Aber gern!
Verdienste auf dem Feld der Ehre
Wenn man übrigens als Fußball-Bundestrainer mit seiner Mannschaft auf einen fernen Kontinent reist, ein ganzes Land schon vor dem Eröffnungsspiel „Finale, Finale“ zu brüllen scheint, man dann wie bereits zwei Jahre zuvor gegen einen taktisch besseren Gegner spielt, der nach der gleichen Methode wie zwei Jahre zuvor ebenso 1:0 gewinnt wie zwei Jahre zuvor, und dann in einem Spiel um „Platz 3“, also in einem, in dem es nicht einmal mehr um irgendeinen Titel geht, es nur knapp schafft, gegen den deutlich unterlegenen Gegner Uruguay zu gewinnen (wir erinnern uns: zwei Gegentore, weil die Abwehr lieber ganz woanders herumgelaufen ist), bekommt man dafür nicht etwa Teer und Federn über den Kopf und/oder seine Entlassungspapiere ausgehändigt, sondern im Gegenteil feierlich Leichtmetall angepappt.
Wulff lobte besonders den Teamgeist der Mannschaft und ihren Umgang mit Rückschlägen. „Wenn sich da der ein oder andere etwas abguckt, wie hier jeder an seinem Platz das Optimale bringt und als Team überzeugt, dann kann das der Politik Deutschlands in keinster Weise schaden“, sagte der Präsident.
Das trifft zu, aber welchen Mehrwert hat die „Politik Deutschlands“ nun von der Vize-Vizeweltmeisterschaft? Nun, die Spiele selbst ließen ihr ausreichend Zeit, um ein paar unangenehme Gesetze zu verabschieden (während der Pöbel noch „Schland“ skandierte, wurde SWIFT verabschiedet), Joachim Löw hat ihr quasi das Volk vom Leib gehalten. Wie umsichtig von ihm. (Einmal ganz abgesehen davon, dass „Teamgeist“ und ein prima Umgang mit „Rückschlägen“ auch in ganz anderen Milieus zu finden sind; Wehrmacht, anyone?)
Ja, Herr Löw hat sich um die deutsche Politik wahrlich verdient gemacht. Er hat die Mannschaft lange genug im Turnier gehalten, so dass niemand bewusst gemerkt hat, wie seine Bürgerrechte wieder ein Stück weit verhökert wurden. Applaus für Schlaaand. Zuckerbrot und Spiele für das Volk!
Dies wirft natürlich vor allem eine Frage auf:
Wenn es für den dritten Platz das Bundesverdienstkreuz gibt, was wäre ihm angetan worden, hätte es gar für einen Titel genügt?
Andererseits möchte ich das lieber nicht so genau wissen.
Heißhierheute, findensienicht?
Apropos, Weltgeist!
Wenn man verschwitzt durch ein nicht näher benanntes Einkaufszentrum in einer gleichfalls nicht näher benannten und höchstens von böswilligen Scherzbolden so bezeichneten „Stadt“ flaniert und wegen beschränktzahligen Publikumsverkehrs befähigt ist, der Musik zu lauschen, die die Gänge beschallt, gibt es ungefähr zwei drei Lieder auf der Welt, auf die man verzichten kann.
„Satellite“, „Last Christmas“ und, um Himmels Willen, „Heat is on“.
Und jetzt ratet dreimal, welches heute meine Laune verdunkelte.
Fangt hinten an, geht schneller.
(Meine Güte, dieses Wetter.)
Richtig unerträglich ist das vor allem, wenn man versucht, das Leben in vollen Zügen zu genießen (Wortspiel hier entlehnt, Pointe beachten!), gerade, wenn man in einer Großstadt sein Dasein fristet und etwa auf die Eurobahn oder die Berliner S‑Bahn angewiesen ist. Die mögen auch keine Hitze:
Im Führerstand wird es jetzt aber heißer als vorgesehen, weil die Fahrer auf den meisten Bahnhöfen die Türen öffnen müssen, um den Zug abfertigen zu können. Dadurch kommt jedes Mal ein Schwall heißer Luft in den Führerstand, und die Klimaanlage packt es nicht, die Temperatur schnell sinken zu lassen.
Im Winter zu kalt, im Sommer zu warm; man könnte meinen, die Berliner S‑Bahn würde von Apple betrieben.
Ich darf mich wiederholen: Meine Güte.
Gesang in fremden Zungen
Hallo und willkommen zurück, liebe Tagesordnung!
Heute früh hielt mich eine anregende Diskussion vom Schlafen ab. Sujet war das Liedschreiben im Allgemeinen und das Betexten der Resultate im Speziellen.
Warum nämlich greifen auch nur leidlich angloglotte Musiker oft auf die englische Sprache zurück, wenn es darum geht, das Produkt der eigenen Geistesarbeit in Worte zu fassen? Eine Antwort des Mitdiskutanten und der Auslöser für den eigentlichen Zwist war, weil die deutsche Sprache sich nicht zum Singen eigne, weil sie gleichsam weniger melodisch sei als die englische und ein auf Deutsch verfasstes Lied meist Schlagerassoziationen wecke.
Nun klingen Rammstein und Die Toten Hosen wahrlich nicht nach den Wildecker Herzbuben, weshalb zumindest letzteres Argument bedenkenlos in das Reich der Fiktion abgeschoben werden darf und hier nicht weiter von Belang ist, also kehre ich erst einmal vor der Tür des ersteren Arguments:
Die englische Sprache mag melodischer klingen, weil Konsonanten bei der Aussprache meist verschwimmen, aber ist dies ein Zeichen dafür, dass ihr Wortschatz auch besser zu singen ist? Beim Gesang ist vor allem der Vortragsstil von Bedeutung, anschaulich wird das klar, wenn man abwechselnd zum Beispiel Peter Hammill und Lena Ohnenachnamen lauscht, was auf Dauer zwar gleichermaßen ermüdet, aber bis dahin sollte man verstanden haben, dass die Sprache, der der Text entstammt, nur so melodiös und singbar ist wie das Talent des Interpreten es zulässt.
Sicher denkt mancher beim Thema „deutsche Liedtexte“ primär an Schlager, aber wohl kaum jemand vermag mir stimmig zu erklären, was nun ein Lied, dessen Refrain „Ich liebe dich, komm zurück zu mich mir“ lautet, signifikant von „I love you, come back to me“ unterscheidet. Warum mir gerade dieses Beispiel eingefallen ist? Ehrlich – ich weiß es nicht. Aber hier haben wir doch auch schon den nächsten wichtigen Punkt: Liedtexte haben nicht selten etwas mit Gefühlen zu tun, ob fiktiv oder wahrhaftig, bleibt hierbei der Absicht des Verfassers überlassen. In zumindest zweiterem Fall wäre es indes reichlich töricht, das, was die Seele sprach, zuerst in eine andere Sprache zu transkribieren und dabei womöglich noch in ein Reim- und Versschema zu pressen. Dass dies im Englischen oft leichter fällt, spricht jedenfalls in meinen Augen nicht für den geistigen Anspruch dieser Sprache. (Wer starke Nerven hat und noch zweifelt, der möge bitte den Liedtext von „Satellite“ konsumieren und mir anschließend erläutern, wo der Unterschied zu dem besteht, was beispielsweise im Musikantenstadl aufgeführt wird.)
Wer Musik betreibt, um Kohle zu scheffeln, der ist mit der Anglophonie vermutlich gut bedient; Texte, die das primäre Zielpublikum und oft auch man selbst nicht versteht, behindern den Verkauf bekanntlich nicht. Das Publikum will unterhalten werden. Scooters Frontmann „H.P.Baxxter“ äußerte einmal, er verstehe selbst nicht so genau, was er da ins Mikrofon brüllt. Seltsames wie „Hyper Hyper“, „Fuck The Millennium“ und „How Much Is The Fish?“ jedenfalls verkaufte sich im deutschsprachigen Raum bislang nicht übel.
Wer Musik jedoch allein der Musik wegen betreibt, die Texte als Produkt seiner grauen Zellen und nicht als bloßen Zierrat begreift, gar eine Botschaft (nicht unbedingt auf das Politische beschränkt) vermitteln will, der sollte sich darüber im Klaren sein, dass von dem, was er schuf, nach der Translation ins Englische nur mehr wenig erhalten bleibt, etwaige Metaphorik und feinsinnige Ironie inbegriffen. Das Herz spricht nur die Muttersprache.
Eigentlich schade, dass es mit meiner Musikerkarriere bislang nicht geklappt hat.
Kurzmeldung: Fundstücke von YouTube und Thomann, außerdem Fußball
Liebe Fa. Google, Subdivision YouTube.com:
Es ist ja wirklich nett, dass ihr versucht, etwas zur allgemeinen Internetsicherheit beizutragen (auch wenn ich bezweifle, dass das Stückwerk Opera signifikant mehr Sicherheit als Firefox zu bieten vermag), aber ich verwende bereits Mozilla Firefox in einer aktuellen Version. Korrigiert mal euren Algorithmus.
Und apropos Korrigieren, ein Lektor würde auch dem Musikhaus Thomann gut zu Gesicht stehen, in derem aktuellen Werbeprospekt man sich, direkt nebeneinander, zwischen InEar-Hörern, In-Ear-Hörern und In-Ear Hörern entscheiden kann, immerhin (noch?) nicht für Höhrer jeglicher Art.
(Fußball-EM-Finale 2008: Die Spanier spielen sich die Pässe zu, die Deutschen versuchen verzweifelt, den Ball zu bekommen. Das Ergebnis kennen wir. Fußball-WM-Halbfinale 2010: Die Spanier spielen sich die Pässe zu, die Deutschen versuchen verzweifelt, den Ball zu bekommen. Trööööt … ach, apropos deutsch.)
Nachtrag:
Just, als ich dies schreibe, führt Spanien verdient 1:0.
Der Krake hatte Recht!
Nachtrag von 22:20 Uhr:
Nun, da Deutschland angemessen verloren hat (zu früh gefreut, SPIEGEL Online?), kann ich die Tröte hier, wie versprochen, wieder entfernen.
Genug des Trötens! Zurück zur Tagesordnung bitte.
Italien und Barcelona, ey.
Da ich gestern mit dem ÖPNV und ÖPFV durch das Land gurkte resp. gurken ließ, hatte ich wieder einmal das Vergnügen, mich in der Gegenwart einer Horde Jungmenschen aufhalten zu dürfen; trotz Ferien: Volle Züge.
Und sie, die Jungmenschen, trugen nicht gerade dazu bei, dass meine oft gescholtenen Vorurteile gegenüber dieses Menschenschlages wichen. Ich stelle die Situation, auch im Interesse der Leser, die mich immer wieder um Berichte aus den öffentlichen Verkehrsmitteln bitten, einmal verkürzt dar:
Von den zahlreichen anwesenden Jungmenschen im trotz des Zeitpunktes (Montag Abend) recht vollen Regionalzug von Hannover nach Braunschweig bildeten jedenfalls vier eine Gruppe, darunter ein Pärchen, bestehend aus blondiertem Mauerblümchen und einem Exemplar Männchen, dessen konsistenter Gesichtsausdruck zwischen geistiger Überlegenheit und Apathie einzuordnen war, sowie ein igelhaariger Machotyp, dem nur noch das Goldkettchen zum Klischee gefehlt hätte, und ein nicht näher erwähnenswertes, unspektakuläres weiteres Weibchen, das immerhin selten zu reden begann.
Das Wort „Pärchen“ habe ich bewusst gewählt; Pärchen zeichnen sich gegenüber Paaren bekanntlich durch eine gewisse Penetranz in jeder gemeinsamen Aktivität aus, und wenn ein solches Pärchen fortwährend derart geräuschvoll Zärtlichkeiten austauscht, dass ein ganzes Zugabteil daran teilzuhaben befähigt wird, und sich anschließend triumphierend umschaut, als wolle es sagen: Seht her, wir machen rum, ihr nicht, ätschebätsch, dann schwelgt der stille Beobachter weniger in Neid denn vielmehr in Abscheu. Die Geräuschkulisse einer Schweinefütterung lässt ja auch die wenigsten Menschen in erotische Verzückung geraten.
Dieses Quartett jedenfalls, allesamt, wie den Gesprächen zu entnehmen war, etwa 17 Jahre alt, ließ seine Umwelt ungefragt, weil lautstark, an der eigenen Coolness teilhaben und sprach, Jägermeister „auf Dings“ (sic!) trinkend, fortwährend von dem Mehrwert eines Besäufnisses für die eigene Lebensqualität, ob auf Klassenfahrt oder zu anderen Gelegenheiten. Der Igelhaarige ließ es sich nicht nehmen, den Jägermeisterfleck auf seiner Hose zum Anlass für ein Erwähnen desselben zu verwenden, als wäre es ein Zeichen von Männlichkeit, sich mit Likör zu besabbern; wie er es eben auch für einen Mehrwert hielt, mit 17 allein Auto zu fahren, obwohl er das „eigentlich nicht dürfte, na und?“.
Natürlich durften auch die Freuden des Alkoholismus‘ im Urlaub nicht fehlen: „Wir waren Italien und Barcelona“, Präpositionen sind voll so 90-er, Aldah, „und eigentlisch durften wir ja nisch saufen und so“, und natürlich haben sie es trotzdem getan, weil hart. Um Himmels Willen. Das Gespräch über Alkoholika endete jedenfalls unverhofft mit einer weiteren Pointe: Gehüllt in eine Wolke aus Jägermeisterduft saß das Rudel beieinander, als plötzlich Frauenparfüm den Raum erfüllte und den Schnapsgeruch vertrieb. Und tatsächlich nahmen die Trinkenden diese Änderung ihrer Umwelt wahr, die den Igelhaarigen zu der Frage veranlasste, was denn „hier so scheiße rieche“, und das eigentlich angemessene „deine Mutter, Idiot“ konnte ich, von dem unterprivilegierten Geschwall der vier Schwallenden längst nicht mehr nur amüsiert, mir gerade noch so verkneifen. Es hätte mir aus Niveaugründen wohl auch Leid getan. Ich brauche Urlaub.
Apropos Spanien und nachdem übrigens mindestens „ganz Deutschland“ dem Krakenorakel treu zu Füßen liegt:
Wisst ihr schon, wem der Oktopus den Sieg weissagte?
Ein wahrlich schlaues Tier.
Kurz verlinkt XIX: Von Äpfeln, Fußball und der F.D.P.
Zwischendurch spendiere ich euch, liebe Leser, wieder einmal ein paar hübsche Fundstücke aus meinem Fundus an täglich eintreffenden Nachrichten, ungeordnet aufgelistet:
Guido Westerwelle zum Beispiel forderte unlängst einen Neuanfang ohne Kurskorrektur; quasi vorm Abgrund noch mal umkehren, zurück an den Anfang und noch mal die gleiche Strecke zurücklegen. Elegante Benzinverschwendung quasi; muss ja nur noch bis zu den nächsten Wahlen genügen.
Und: Ja, ich gebe zu, ich habe nicht damit gerechnet, dass Deutschlands Nationalmannschaft die argentinische gewinnend aus der Weltmeisterschaft entfernt. Allerdings ist der Fußballsport immer schon ein Sport gewesen, in dem für besonders männlich gehaltenes Imponiergehabe den Ton angibt; man kennt das ja: „Messi auf Fressi“, haha und hoho. Und wenn dann die verdient beste Mannschaft des Turniers – die spanische – den Pokal gewinnt, will keiner mehr etwas davon wissen. Wehe, einer wagt es dann noch, seine Mitmenschen mit Autokorso und Getröte zu nerven, unabhängig von seiner Nationalität oder davon, wie sehr ihn die Penetranz seiner grölenden sog. „Mitbürger“ gezwickt hat, man hat sich dann zu fügen. Wenn „Schlaaaand“ draußen ist, ist Fußball plötzlich wieder das, was es längst sein sollte, nämlich ein Spiel. Nicht mehr, nicht weniger. Man wird ja noch träumen dürfen.
Den schönsten Vergleich mit Apple-Kunden seit langem übrigens zogen die Macher von Futurama bzw. eigentlich, darauf aufbauend, ZGeek.com:
Instead the zombies just began cheering, money in hand for no apparent reason.
Wie wahr, wie wahr.
Full paua.
Ein Kurzer für’s Wochenende:
Im Zug begegnete ich vorgestern einer Frau, die eine Tasche mit sich herumtrug, deren Aufdruck für Gegenstände Werbung machte, die aus Paua, einer Seeschneckenart, gefertigt wurden.
Die Schalen dieser Seeschnecken werden auch in alemannischen Sprachen unter der Bezeichnung „Shell“ verkauft, insgesamt also als Paua Shells.
Und man mag es gern für einen saxophoben Scherz halten, wenn ich nun assoziiere:
Paua Shell?
Powershell!
Hihi.
Gastbeitrag: Archiv für Filmposter
Da der letzte Gastbeitrag so positiv aufgenommen wurde, folgt ein weiterer vom selben Autor, dem ich nochmals herzlich danken möchte.
Ich wurde erneut gebeten, einen Gastbeitrag zu verfassen. Da der Inhaber dieser Site unter nicht ganz unerheblichem juristischem Einfluss steht, was, wenigstens diesmal, jedoch in positivem Sinne zu verstehen ist und was man auch an dem Artikel In eigener Sache: Das mit der Anonymität“ „recht“ deutlich erkennen kann, habe ich einen kleinen juristischen Beitrag gewählt. Natürlich gibt es aus der Juristerei viel Fachspezifisches zu berichten. Mir ist aber durchaus bewusst, dass die Mitteilung dieses Wissens, selbst wenn es ohne die Nennung von Vorschriften dargeboten wird, häufig weder verständlich noch nachvollziehbar ist. Denn in der Juristerei gilt nun mal gerade nicht 1 + 1 = 2. Hier hängt viel von der Argumentation ab. Es gilt eher der Grundsatz „vertretbar“ oder „unvertretbar“. Man kann es auch mit „mal so, mal so“ oder „hü oder hott“ ausdrücken. Ich möchte sagen: Es gibt kaum Rechtssicherheit. Ganz besonders deutlich wird das im Arbeitsrecht. Jeder, der vielleicht einmal ein Kündigungsschutzverfahren „miterleben durfte“, wird dies nachvollziehen können: Meistens erledigen sich diese Verfahren nämlich nicht durch Urteile, sondern durch Vergleiche.
Zur Sache:
Für Filmfreunde möchte ich an dieser Stelle das interessante Archiv für Filmposter vorstellen, das deutsche Filmplakate, Teaserposter und teilweise auch internationale Poster mit Breiten zwischen 250 und 500 Pixeln enthält.
Unter der Rubrik „Spezial“ findet man Texte und Bildsammlungen rund um Kinoplakate.
Besonderheit: Es besteht die Möglichkeit, die Plakate auf der eigenen Website einzubetten, um diese aufzupeppen. Ob das jedoch wirklich in Betracht kommt, muss jeder für sich selbst entscheiden.
Laut Info heißt es:
„Ihr könnt gerne Links auf alle unsere PHP-Seiten setzen, allerdings ist das direkte Referenzieren unserer Bilder in irgendwelchen Foren oder sonst wo von uns nicht erwünscht. Falls ihr unsere Poster auf eurer Seite wollt, einfach den Embeded-Code unter jedem groß angezeigten Filmposter in euren HTML-Code kopieren.“
Allerdings heißt es dort auch: „Die Rechte verbleiben bei den jeweiligen Inhabern.“ Und: „Wir vermitteln keine Bildrechte. Bitte wende dich an den jeweiligen Rechteinhaber/Verleih…“
Ob die Inhaber wirklich alle Bilder zur Verwertung freigegeben haben, kann man entweder glauben, oder eben nicht. Ich unterstelle hier einfach, dass der Inhaber dieser Site nach bestem Wissen und Gewissen handelt. Doch auch er kann sich irren. Möglicherweise gibt es doch noch irgendwo Rechtsinhaber, die entweder nicht oder nur eingeschränkt der Verwertung zugestimmt haben. Wer weiß das schon? Solange ich nicht die definitive Bestätigung des Rechtsinhabers selbst vorliegen habe, lasse ich bei solchen Seiten äußerste Vorsicht walten. Auf anderen Internet-Seiten, etwa solchen, die Bild-/Fotodateien für die „freie“ Verwertung bereitstellen, wird meistens ausdrücklich darauf hingewiesen, dass immer auch im Einzelfall zu prüfen ist, ob die angestrebte Verwertung rechtmäßig ist oder nicht und man sich deshalb im Zweifel an den Urheber zu wenden habe.
Selbst wenn man dem nun entgegenhält, man beschränke sich darauf, nur die wenigen angebotenen ausländischen Filmposter zu verwenden, kann der Urheber u. U. seine Rechte auch hier in Deutschland geltend machen, selbst wenn er aus dem Ausland stammt. Denn möglicherweise hat er sein Verwertungsrecht (teilweise) abgetreten. Auch das bleibt vorliegend völlig im Dunkeln.
Fazit: Ich selbst sehe rein vorsichtshalber von der Möglichkeit des Einbettens ab, so gerne ich auch von dieser Möglichkeit Gebrauch machen würde. Ich stöbere in dem Archiv als ewiger Kinogänger aber sehr gerne und hole mir dort Anregungen für eigene Bilder.
In eigener Sache: Das mit der Anonymität.
Liebe Leser meinerseits, liebe Leser seinerseits,
wenn ihr diesen Text hier lest, wurde die komplette Internetpräsenz, auf der ihr euch befindet, an die Anforderungen moderner Datenschutzrichtlinien angepasst.
Das heißt im Klartext:
Anstelle des bisher verwendeten Apache-Log-Verwerters AWStats kommt nun die quelloffene Echtzeitstatistik Piwik gemeinsam mit dem WordPress-Plugin StatPress zum Einsatz. Das Anlegen von Logdateien habe ich serverseitig deaktiviert, alle IP-Adressen – auch die meiner Kommentatoren – werden vor der Speicherung von sowohl den Statistikwerkzeugen als auch WordPress selbst unumkehrbar anonymisiert, mithin werden sie auch nicht, etwa über die Mailbenachrichtigung, Dritten preisgegeben. Analog habe ich auch meine Konten bei blogoscoop.net und bloggerei.de deaktiviert, aufgrund derer ich hier zwei (versteckte) Zählbanner eingebunden hatte.
Wer dennoch misstrauisch ist, der kann die Analyse durch Piwik auch komplett verhindern, indem er das analysierende Javascript, das sich am Seitenende befindet, schlicht blockiert (Firefox-Nutzer: das ohnehin empfehlenswerte NoScript erfüllt hier diesen Zweck), aber nötig ist dies nicht.
Das Übermitteln der eigenen Mailadresse beim Kommentieren erfolgt übrigens nach wie vor freiwillig.
Ich speichere nicht!
Gern geschehen.
(„Drei Worte: RTL II – It’s fun.“, na, da zählen wir noch mal, liebe Programmverantwortliche.)
Medienkritik XXXI: Der Reiz des Verbotenen (Ghetto, yo)
Auf der Suche nach Erfrischung eigentlich eher körperlicher Natur verharrte mein Blick heute auf dem Titelblatt der aktuellen Ausgabe des Klatsch- und Sexheftchens BRAVO. Abgebildet war ein mir zunächst unbekannter Zeitgenosse, der mit „Menowin“ beschriftet worden war. Menowin, das wusste ich aus Erzählungen mir leider nahe stehender Personen, hatte unlängst an ausgerechnet Dieter Bohlens vergeblicher Talentsuche teilgenommen und dabei irgendeinen Platz errungen. Genauer weiß ich es nicht, was letztendlich vermutlich für mich spricht.
Dieser Menowin jedenfalls war offenbar mindestens einmal Insasse einer Justizvollzugsanstalt, und so lautete der begleitende Textaufdruck der BRAVO wie folgt:
Mein geheimes Knast-Tagebuch: Das ging in Menowins Gefängnis wirklich ab
(Hervorhebung wie Wortwahl im Original ebenso.)
Selbst, wenn man das Nonsens-Adjektiv „geheim“ gedanklich streicht (wie sonst nennt die BRAVO dann etwas, was sie eben nicht Millionen von fehlgeleiteten Lesern öffentlich mitteilt; womöglich „supergeheim“?): Was soll das?
Ist es wieder im Trend, sich nach der Seife zu bücken, gar ein Statussymbol? Seht her, Kinder, so ein Knast ist voll doof und so, aber, hey, ich bin voll berühmt deswegen weil ich besser singen kann als manch anderer, was natürlich gar nichts mit meiner Lebensgeschichte, die seitdem wöchentlich die Prekariatspresse ziert, zu tun hat! Ihr wollt doch sicher auch so werden wie ich!
Das Gangstatum wird wieder salonfähig, mit der Ära 50 Cents, in der sich die Anzahl an überlebten Schießereien noch zum Prahlen eignete, war es noch längst nicht vorüber. Ghetto, Alter. Yo. Nur für echte Schießereien sind sie zu feige, man könnte ja versehentlich verlieren, und dann steht man da bzw. eben nicht mehr, also bleibt ihnen ihre Vorgeschichte, die ihnen so unglaublich peinlich zu sein scheint, dass sie, wie erwähnt, nahezu wöchentlich immer wieder darauf zu sprechen kommen. So richtig abschreckend wirkt das ja nun nicht gerade. „Boah, der war im Knast, cool!“
Meine Jugendidole waren nie so. Gute, alte Zeit.
(Erklärung: Auf den Kauf der BRAVO habe ich aus Niveaugründen verzichtet, sollte im inhaltlichen Teil also etwas anderes stehen als von mir angedeutet, so bitte ich um Nachsicht.)
Apropos Niveau: eMule beba 2.61 ist da. Holt es euch, so lange es noch frisch ist!
Von Kraken und anderen Leuchten
Ich hatte es für einen Scherz gehalten, als man mir davon erzählte, es gebe ein Krakenorakel, das bislang jedes Ergebnis der deutschen Fußballnationalmannschaft korrekt vorhergesagt habe. Soeben scrollte jedoch im IRC-Kanal der Piratenpartei dies an mir vorbei:
(laromeid) +++++ BREAKING NEWS +++++ DAS KRAKENORAKEL VERSPRICHT SIEG FÜR DEUTSCHLAND! +++++ RTL II TOP-NEWS +++++
Ich folgte den folgenden Verweisen und war entsetzt:
Tatsächlich gibt es im Oberhausener Aquarium offenbar einen Kraken, dem man jeweils die entsprechenden Flaggen kredenzt, die er mittels Tentakelbewegungen dann als „Siegerflagge“ kennzeichnet. Das Viech scheint nunmehr Anerkennung als Orakel gefunden zu haben.
Und jetzt sagt es voraus, dass Deutschland auch gegen Argentinien gewinnen wird.
Man muss schon ein ziemlich verquer denkender Mensch sein, um derlei als einer Fernsehnachricht würdig zu erachten, was mich nebenbei auch darin bekräftigt, mich von RTL II, der BILD und ähnlichen Idiotenmedien konsequent fernzuhalten; aber dass dieses Tier auch von Leuten für halbwegs ernst genommen wird, denen ich eigentlich mehr zugetraut hätte, ist erschreckend.
Na, spätestens am Sonntag gibt’s Frischfleisch im Fischgeschäft. Selber schuld.
Apropos Piratenpartei übrigens:
„Das Internet darf kein rechtsfreier Raum sein“, sagte Gauck dem Abendblatt. „In unserem Land mit unserer Geschichte darf all das, was in gedruckter Form verboten ist, im Netz nicht ohne Weiteres erlaubt sein.“
Aufstachelung zum Rassenhass oder Anstiftung zum Terrorismus könnten nicht außerhalb des Rechtsstaates stattfinden, forderte der ehemalige DDR-Bürgerrechtler. „Deswegen müssen solche Inhalte aus dem Netz gelöscht werden.“ Der Ruf etwa der Piratenpartei nach unbegrenzter Freiheit habe „einen Hang zur Vermessenheit“, kritisierte er.
(Hervorhebung von mir.)
Seltsam; mir war, als wäre „Löschen statt Sperren“ genau das, was die Piratenpartei bereits seit Jahren fordert. Sollte ich mich da etwa geirrt haben, oder kann es auch nur sein, dass Joachim Gauck, der im Internet meist als bestgeeigneter Kandidat beschrieben wird, schlichtweg keine Ahnung hat, was für einen Unsinn er sich da zusammenfabuliert hat?
Mir graut es bereits vor dem Ergebnis der Präsidentschaftswahl. Au, weia.
Vielleicht doch lieber ein Knödel?
Traumberuf Schrottverkäufer
Womit man, wenn man den unter dem Scheibenwischer mancher Autos zu findenden Visitenkarten trauen darf, übrigens auch ein gewisses Vermögen anhäufen kann, ist das Handeln mit kaputten Fahrzeugen, Motorschaden inklusive:
Dass auf der Rückseite „An- und Verkauf“ steht, schmälert das Interesse daran, jemals mit derlei Gestalten ins Geschäft zu kommen, doch erheblich.
Tiling Window Managers: awesome für Windows
Ich lasse mich bekanntlich gern begeistern von wunderlichen, produktivitätssteigernden Computerprogrammen aller Art. So ist es dann auch nur wenig erstaunlich, dass ich früher oder später awesome kennen und schätzen lernen musste.
awesome ist ein so genannter Tiling Window Manager, der im Gegensatz zum Beispiel zu Windows, das seit Version 2.0 einen „Stacking“, also einen „stapelnden“, Fensterverwalter besitzt (bedeutet: man schiebt die Fenster kreuz und quer durch die Gegend, lässt sie sich überlappen u.a.), die Arbeitsoberfläche quasi kachelt, also Fenster neben- und übereinander anordnet. Damit es nicht zu voll auf dem Bildschirm wird, stellt awesome zudem insgesamt 9 „workspaces“, also Arbeitsbereiche, bereit, zwischen denen per Tastenkombination umgeschaltet werden kann, ähnlich dem auch unter Windows inzwischen geschätzten Prinzip der „virtuellen Desktops“.
Die nunmehr überflüssigen Fenster-Titelleisten werden ebenfalls ausgeblendet. Die gesamte Fensterverwaltung erfolgt fortan mit Tastenkürzeln, was nach ein wenig Eingewöhnungszeit, gerade, wenn man mit mehreren Anwendungen gleichzeitig arbeitet (etwa Chatprogramm und Browser, Texteditor und IDE, …), eine deutliche Zeitersparnis und ggf. Arbeitserleichterung bedeutet. Unter Linux sieht dieses Konzept etwa so aus:
Nun hat Microsoft Windows eine Fensterverwaltung beschert, die das Ausführen alternativer Fenstermanager deutlich erschwert, soll heißen: gar nicht erst unterstützt. Möchte man also diese hübsche Tiling-Funktion auch unter Windows nachbilden, bleiben im Wesentlichen nur drei Möglichkeiten offen:
Erstens: Man installiert eine alternative Shell, die den Explorer mitsamt Desktop und Startmenü ersetzt. Allerdings erschwert dies zunächst das Auffinden von Dateien und Programmen, man muss sich in eine völlig neue Umgebung einarbeiten, und führt auch nicht zwangsläufig zum Ziel; ob es überhaupt eine Alternative gibt, die nach dem Kachelprinzip arbeitet, ist mir gerade nicht bekannt.
Zweitens: Man arrangiert sich irgendwie mit dem in Windows 7 eingeführten Aero Snap oder vergleichbaren Anwendungen, etwa AeroSnap oder (eingeschränkt) ac’tivAid, die das Prinzip aber nur unzureichend simulieren können.
Drittens: Man greift zu einer der wenigen Anwendungen, die den Explorer um eine Tiling-Funktion erweitern.
Ich möchte hier letztere Lösung genauer erläutern, da sie am einfachsten anzuwenden ist und das Resultat awesome, technisch gesehen, am ehesten gleicht.
Neben dwm-win32, das eine bloße Windows-Portierung von dwm, der Grundlage für awesome, und gerade für Einsteiger eher schwierig zu konfigurieren ist, stellen HashTWM und bug.n hervorragende Alternativen dar.
HashTWM enthält ebenso wie das ähnliche, aber anscheinend nicht mehr weiter entwickelte Tiler lediglich die Tiling-Funktionen, nicht aber eine „workspace“-Unterstützung, diese kann bspw. mit Dexpot nachgerüstet werden. Mit HashTWM werden alle Fenster automatisch angeordnet, es stehen neben Kacheln auch gleichförmige Gitter, Stapel und ein Vollbildmodus zur Verfügung. Zum Umschalten und Bedienen von HashTWM dienen Tastenkürzel, es wird daher empfohlen, sich vor dem Starten der Anwendung mit der Dokumentation – der Datei readme.txt – zu befassen. Die Bedienung basiert auf Kombinationen mit Strg-Alt (in der Dokumentation „Mod“, „Modifikator“, genannt), HashTWM lässt sich etwa mit Strg-Alt-Esc beenden.
Etwas umfangreicher ist bug.n, derzeit die entsprechende Anwendung meiner Wahl. Ich beziehe mich im Folgenden auf die Version 3.6 Alpha, die, wie mir der Entwickler per Mail mitteilte, für diesen Zweck eher geeignet ist als die „neue“ Version 7.0, allerdings ein installiertes AutoHotkey voraussetzt. Die Installation dieses Programms sollte indes kein Problem darstellen.
Ist dies geschafft, ist bug.n einsatzbereit; zum Starten ist die Datei bugn.ahk, ein AutoHotkey-Skript, zu öffnen. In der Regel genügt hierzu ein Doppelklick auf sie.
bug.n bietet neben neun Arbeitsflächen, hier wie auch in einigen Vorbildern aus der Linuxwelt „Tags“ genannt, deren Status standardmäßig am oberen Bildschirmrand angezeigt wird (dies, wie auch vieles andere, kann man mit einem Texteditor in der Datei config.ahk anpassen), viele weitere Funktionen, etwa das automatische Zuweisen von „Tags“ zu bestimmten Programmen. Als „Modifikator“ dient in bug.n die Windows-Taste, das Skript erzeugt aber außerdem ein Symbol im Benachrichtigungsfeld neben der Uhr, über dessen Kontextmenü einige Funktionen zur Verfügung stehen.
Nach dem Starten von bug.n wird am oberen Bildschirmrand die Statusleiste ein- und, je nach Konfiguration in der bereits erwähnten Datei config.ahk, die Windows-Taskleiste ausgeblendet. Der Bildschirm ist – bei der voreingestellten Horizontalansicht – zweigeteilt: Links befindet sich die „master area“, also der Bereich, in dem das Fenster, mit dem man primär arbeiten möchte, mit voller Höhe angezeigt wird, rechts werden die übrigen Fenster gestapelt. bug.n unterstützt wie HashTWM auch andere Darstellungen, etwa „floating“, also die in Windows üblichen frei schwebenden Fenster, und „grid“, also ein gleichförmiges Gitter.
Standardmäßig haben alle Fenster alle neun verfügbaren „Tags“, sind also auf jeder Arbeitsfläche sichtbar. Die wichtigsten Befehle in Kurzform („Win“ bedeutet „Windows-Taste“, „Umsc“ „Umschalttaste“):
- Win+[1–9]: Zeige nur Fenster mit dem Tag 1..9
- Win+Umsc+[1–9]: Weise dem aktiven Fenster den Tag 1..9 zu (das Fenster ist fortan nur noch dort sichtbar)
- Win+Umsc+Leer: Aktiviere/deaktiviere die Fensterverwaltung für das aktive Fenster (wenn deaktiviert, verhält sich das Fenster wie ohne bug.n)
- Win+Links: Verkleinere die „master area“
- Win+Rechts: Vergrößere die „master area“
- Win+T: Zeige/Verstecke die Windows-Taskleiste
- Win+Return: Schiebe aktives Fenster in die/aus der „master area“
- Win+Umsc+Q: Beende bug.n
Auch hier empfiehlt es sich, zunächst die Dokumentation (docs/help.txt) zu lesen.
Fragen? Anregungen? Kommentare? Gern!
Ansonsten bitte ich alle Leser, die Häufung von Computerthemen in letzter Zeit zu verzeihen; ist erst mal der letzte Beitrag dieser Art. Ich möchte ja niemanden unnötig langweilen.
Nachtrag vom 21. Juli 2015: Ich habe einige Links angepasst.
Zum „Sieg“ der „deutschen“ Mannschaft (4:2 interpoliert)
Zum Ausgleich für das hirnlose „Schlaaaaand“, das durch die Straßen tönt und selbst für in der Psychologie Unstudierte einiges über seine Sprecher aussagt, auch mal ein paar Beispielrufe meinerseits:
„Mist. Mistmistmist. Riesenmist.
Verflucht! So ein Kack!
Aaaaaargh! Das hätte nicht sein müssen.
Der Schiedsrichter hat seinen Beruf verfehlt! Idiot!
Und überhaupt: Unverdient! UNVERDIENT!“
Nicht, dass die englische Mannschaft spieltechnisch schlechter wäre als die, die man aus irgendwelchen seltsamen historischen Beweggründen heraus „deutsche Nationalmannschaft“ nennt, obwohl die Namen anderes suggerieren; dennoch haben sie es irgendwie geschafft, ihre Abwehr genau dort zu platzieren, wo man sie nicht benötigt hat. Schönster Fernsehkommentar: „Rache für Wimbledon“, fängt halt wie „Wembley“ mit einem „W“ an.
Apropos Fernsehkommentare: Welchen Mehrwert bietet es dem Publikum eigentlich, wenn man Fußballspielern nach dem Spiel ein Mikrofon unter die Nase hält und tiefsinnige Fragen wie „Wie nervös waren Sie?“ stellt, um ebenfalls tiefsinnige Antworten wie „Wir, ääääh, sind eine, ähm, gute Mannschaft“ zu erhalten? Diese Menschen sollen (meinethalben und offenkundig schlechten) Fußball spielen und ansonsten die Fresse, aber keine Reden halten. Oder möchte im Gegenzug jemand, dass bspw. Angela Merkel eine WM gewinnt? Himmelherrje.
(Tja, bleibt euch die Vuvuzela hier halt noch ein paar Tage erhalten. Ätsch.)















