Da der letzte Gastbeitrag so positiv aufgenommen wurde, folgt ein weiterer vom selben Autor, dem ich nochmals herzlich danken möchte.
Ich wurde erneut gebeten, einen Gastbeitrag zu verfassen. Da der Inhaber dieser Site unter nicht ganz unerheblichem juristischem Einfluss steht, was, wenigstens diesmal, jedoch in positivem Sinne zu verstehen ist und was man auch an dem Artikel In eigener Sache: Das mit der Anonymität” “recht” deutlich erkennen kann, habe ich einen kleinen juristischen Beitrag gewählt. Natürlich gibt es aus der Juristerei viel Fachspezifisches zu berichten. Mir ist aber durchaus bewusst, dass die Mitteilung dieses Wissens, selbst wenn es ohne die Nennung von Vorschriften dargeboten wird, häufig weder verständlich noch nachvollziehbar ist. Denn in der Juristerei gilt nun mal gerade nicht 1 + 1 = 2. Hier hängt viel von der Argumentation ab. Es gilt eher der Grundsatz “vertretbar” oder “unvertretbar”. Man kann es auch mit “mal so, mal so” oder “hü oder hott” ausdrücken. Ich möchte sagen: Es gibt kaum Rechtssicherheit. Ganz besonders deutlich wird das im Arbeitsrecht. Jeder, der vielleicht einmal ein Kündigungsschutzverfahren “miterleben durfte“, wird dies nachvollziehen können: Meistens erledigen sich diese Verfahren nämlich nicht durch Urteile, sondern durch Vergleiche.
Zur Sache:
Für Filmfreunde möchte ich an dieser Stelle das interessante Archiv für Filmposter vorstellen, das deutsche Filmplakate, Teaserposter und teilweise auch internationale Poster mit Breiten zwischen 250 und 500 Pixeln enthält.
Unter der Rubrik “Spezial” findet man Texte und Bildsammlungen rund um Kinoplakate.
Besonderheit: Es besteht die Möglichkeit, die Plakate auf der eigenen Website einzubetten, um diese aufzupeppen. Ob das jedoch wirklich in Betracht kommt, muss jeder für sich selbst entscheiden.
Laut Info heißt es:
“Ihr könnt gerne Links auf alle unsere PHP-Seiten setzen, allerdings ist das direkte Referenzieren unserer Bilder in irgendwelchen Foren oder sonst wo von uns nicht erwünscht. Falls ihr unsere Poster auf eurer Seite wollt, einfach den Embeded-Code unter jedem groß angezeigten Filmposter in euren HTML-Code kopieren.”
Allerdings heißt es dort auch: “Die Rechte verbleiben bei den jeweiligen Inhabern.” Und: “Wir vermitteln keine Bildrechte. Bitte wende dich an den jeweiligen Rechteinhaber/Verleih…”
Ob die Inhaber wirklich alle Bilder zur Verwertung freigegeben haben, kann man entweder glauben, oder eben nicht. Ich unterstelle hier einfach, dass der Inhaber dieser Site nach bestem Wissen und Gewissen handelt. Doch auch er kann sich irren. Möglicherweise gibt es doch noch irgendwo Rechtsinhaber, die entweder nicht oder nur eingeschränkt der Verwertung zugestimmt haben. Wer weiß das schon? Solange ich nicht die definitive Bestätigung des Rechtsinhabers selbst vorliegen habe, lasse ich bei solchen Seiten äußerste Vorsicht walten. Auf anderen Internet-Seiten, etwa solchen, die Bild-/Fotodateien für die “freie” Verwertung bereitstellen, wird meistens ausdrücklich darauf hingewiesen, dass immer auch im Einzelfall zu prüfen ist, ob die angestrebte Verwertung rechtmäßig ist oder nicht und man sich deshalb im Zweifel an den Urheber zu wenden habe.
Selbst wenn man dem nun entgegenhält, man beschränke sich darauf, nur die wenigen angebotenen ausländischen Filmposter zu verwenden, kann der Urheber u. U. seine Rechte auch hier in Deutschland geltend machen, selbst wenn er aus dem Ausland stammt. Denn möglicherweise hat er sein Verwertungsrecht (teilweise) abgetreten. Auch das bleibt vorliegend völlig im Dunkeln.
Fazit: Ich selbst sehe rein vorsichtshalber von der Möglichkeit des Einbettens ab, so gerne ich auch von dieser Möglichkeit Gebrauch machen würde. Ich stöbere in dem Archiv als ewiger Kinogänger aber sehr gerne und hole mir dort Anregungen für eigene Bilder.

Na das ist wieder typisch… :arrow: Erst bekommt man es angeboten und dann soll sich wer nicht erwische lassen..! Damit einem nichts angehängt werden kann. Ich finde die Juristerei schon ziemlich heftig, erinnert immer ein wenig an ” Die Firma” . Aber ohne geht auch nicht und denke mal wir können uns in Germany ein wenig glücklicher schätzen als z.b. in den USA, weil wie da die Gesetze gestrickt sind, finde ich eher Menschen unwürdig ohne jemanden aus diesem Lande auf dem Schlips zu treten!!
Selbst ein “Arni” hat in seinen ersten drei Monaten Amtszeit schon 2 T.…strafen (Naja wisst schon was ich meine: Diese Sachen mit den Zeugen und dem ENDE) eingewilligt.
Aber wie bei allem in der Welt, ist derjenige mit der meisten “Patte” meist auf der besseren/sicheren Seite, egal wo… :!:
bye
@Bjoern: Man kann den Dienst ja durchaus in Anspruch nehmen. Jeder Laie ohne entsprechendes Hintergrundwissen würde das auch sofort tun. Kaum jemand käme auf die Idee, sich die Stellen, die ich oben zitiert habe, durchlesen. Im Zweifel nimmt man sich den Code und gut ist es. Aber es lohnt sich eben oftmals, genau hinzuschauen. Des eigenen Geldbeutels wegen.
Dies ist nur ein Beispiel unter vielen. Überall dort, wo man fremde Werke benutzt, sollte man sich fragen, ob man sich wirklich auf der sicheren Seite befindet. In den meisten Fällen kann ich das verneinen. Wenn man das verneint oder zumindest zweifelt, ist ist die folgende Frage: Brauche ich die Datei wirklich? Ist sie mir das Risiko wert? Was mich persönlich angeht, kann ich das immer verneinen.
Ich setze auch fremde Musikstücke ein, weil ich mir im Gegensatz zu Bildern keine akzeptablen Stücke selbst erstellen kann. Ich habe aber immer den Urheber angeschrieben und mir sein Einverständnis zum Einbau und zur Veröffentlichung geholt. Meine Anfragen sind auch noch nie abgelehnt worden. Im Gegenteil: Man hat sich gefreut, dass ich Gefallen an der Musik gefunden habe.
Zu den amerikanischen Gesetzen kann ich leider nichts sagen, da ich sie nicht kenne. Ich weiß aber, dass in den USA die Prozesskosten um ein Vielfaches höher liegen, als hier. Insofern gebe ich Dir Recht: Geld regiert die Welt!