PolitikIn den Nachrichten
Libe­ra­le Unfall­flucht

Jetzt mal ganz lang­sam zum Mit­schrei­ben für Lang­sa­me wie mich:

Die F.D.P. ist seit der unsanf­ten Ent­fer­nung der ein­zi­gen mit so etwas wie Cha­ris­ma aus­ge­stat­te­ten Füh­rungs­per­sön­lich­keit in ihren Rei­hen, Gui­do Wester­wel­le, qua­si bedeu­tungs­los gewor­den. Im Rah­men einer For­sa-Umfra­ge wur­de zuletzt ver­öf­fent­licht, dass das deut­sche Volk das Ver­trau­en in die­se so genann­te Par­tei gänz­lich ver­lo­ren hat, für mehr als null Pro­zent hat es nicht ein­mal in den Rei­hen der Öko­no­me und Hotel­be­sit­zer genügt, was inso­fern erstaun­lich ist, als die­se ja seit eini­gen Jah­ren die pri­mä­re Kli­en­tel (und Lob­by) der F.D.P. dar­stell­ten.

Die weni­gen ver­blie­be­nen F.D.P.-Repräsentanten zei­gen nicht nur, dass sie poli­tisch ahnungs­los durch das Leben tap­sen, son­dern auch, dass sie pri­vat ande­rer­seits ganz gut in die F.D.P. pas­sen:

Sil­va­na Koch-Mehrin kämpft wei­ter­hin um ihren Dok­tor­grad. Am Mitt­woch reich­te die FDP-Euro­pa­po­li­ti­ke­rin Kla­ge gegen die Uni­ver­si­tät Hei­del­berg ein, die ihr den Titel im Juni aberkannt hat­te. (…) Sie erklär­te, ihre Arbeit sei zwar „nicht frei von Schwä­chen, nicht sel­ten unge­nau, ober­fläch­lich und manch­mal gera­de­zu feh­ler­haft“, die wis­sen­schaft­li­chen Ergeb­nis­se ihrer Arbeit beruh­ten jedoch auf ihrer eige­nen Lei­stung.

Glück­wunsch zu die­ser Lei­stung, Frau Koch-Mehrin, und eigent­lich war damit zum The­ma „Flach­köp­fe in der F.D.P.“ alles gesagt; dann tra­ten Chri­sti­an Lind­ner als Gene­ral­se­kre­tär der F.D.P. und Chri­sti­an Schmitt als saar­län­di­scher F.D.P.-Fraktionsvorsitzender zurück. Letz­te­rer ist inzwi­schen bei der CDU, es wächst manch­mal eben zusam­men, was zusam­men gehört. Erste­rer hat einen Nach­fol­ger bekom­men, einen gewis­sen Herrn Göring Döring.

Gegen die­sen Herrn Döring nun wird bereits vor Amts­an­tritt wegen Fah­rer­flucht ermit­telt. Fah­rer­flucht ist es, wenn man sich vor der Ver­ant­wor­tung für einen Unfall zu drücken ver­sucht. Und an die­ser Stel­le hät­te ich mal eine Fra­ge: Wie nennt man das eigent­lich, wenn man statt eines Kraft­fahr­zeugs eine Par­tei gegen den Baum fährt und sich dann vor der Ver­ant­wor­tung drückt?

Falls es noch kein Verb dafür gibt, schla­ge ich „libe­ra­len“ vor, einen Inhalt hat­te das Wort „libe­ral“ ja schon lan­ge nicht mehr. Gibt es Gegen­vor­schlä­ge?


Nach­trag, denn irgend­wie passt die­se Mel­dung zum Nie­der­gang der F.D.P.: Die Deut­schen, heißt es, hät­ten jah­re­lang über ihre Ver­hält­nis­se gelebt; die Zeit des Mas­sen­wohl­stands (sic!) sei jetzt aber vor­bei. Scha­de, jetzt hat­te ich gar nichts davon.

Netzfundstücke
Kurz ver­linkt LXXII: Wecker für Frau­en, Links für Rech­te, Kul­tur für Ein­woh­ner der USA

Es ist schon Mit­te Dezem­ber, und ihr wisst immer noch nicht, was ihr einer Frau eurer Wahl schen­ken könn­tet? Wie wäre es mit einem Vagi­nal­wecker?

(via @IndigoDeLucca)


Von der klas­sen­kämp­fe­risch lin­ken „taz“ kann man hal­ten, was man möch­te; über die­se Bild­un­ter­schrift muss­te ich dann doch ein wenig schmun­zeln:

(via @Weltregierung)


Dass sich US-Ame­ri­ka­ner mit­un­ter ziem­lich unbri­tisch beneh­men, dass sie mit Waf­fen nicht umge­hen kön­nen, die eng­li­sche Spra­che ver­hun­zen und über­wie­gend von Geo­gra­fie kei­nen blas­sen Schim­mer haben, ist bekannt. Die Lösung ist ganz ein­fach: Man glie­de­re die USA wie­der in den Herr­schafts­be­reich Groß­bri­tan­ni­ens ein, und schon sind die­se Pro­ble­me besei­tigt.

The let­ter U will be rein­sta­ted in words such as ‘favour’ and ‘neigh­bour’; skip­ping the let­ter U is not­hing more than lazi­ness on your part. Like­wi­se, you will learn to spell ‘dough­nut’ wit­hout skip­ping half the let­ters.

(…)

The 2.15% of you who are awa­re that the­re is a world out­side your bor­ders may have noti­ced that no one else plays ‘Ame­ri­can foot­ball’. You will no lon­ger be allo­wed to play it, and should instead play pro­per foot­ball.

Groß­ar­ti­ge Lek­tü­re!

Fotografie
Ladies Night

Nein, Welt­geist, wie sub­til du heu­te wie­der bist:

Eigen­ar­ti­ger­wei­se haben wir heu­te, zwei Tage nach dem 10. Dezem­ber, sowohl den Welt­un­ter­gang als auch die Ladies Night über­lebt. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, was davon mich mehr über­ra­schen soll­te.

Sonstiges
Skan­dal: Justin Bie­ber nackt!

Wahr­schein­lich jeden­falls, wenn er duscht. Da ich aber nun eure Auf­merk­sam­keit habe, ihr per­ver­sen Schwein­chen von der Bou­le­vard­pres­se, hof­fe ich, ihr ver­zeiht mir die­se List, denn ich hät­te da mal ein paar Fra­gen an euch:

  1. Was ist eigent­lich mit EHEC pas­siert? Sind die Erre­ger in den war­men Süden geflo­gen oder an eurer Nicht­be­ach­tung zugrun­de gegan­gen?
  2. Wur­den die für den Staats­tro­ja­ner Ver­ant­wort­li­chen inzwi­schen zur Rechen­schaft gezo­gen oder hat die­ses Ver­bre­chen am deut­schen Vol­ke mit der vor­über­ge­hen­den Aus­set­zung sei­nes Ein­sat­zes sei­nen Nach­rich­ten­wert für euch ver­lo­ren?
  3. Die Dik­ta­tur in Weiß­russ­land inter­es­siert euch nur, wenn einer der Euren dar­un­ter lei­den muss, rich­tig?
  4. Wer­den in der Ukrai­ne nach euren zag­haf­ten Pro­te­sten immer noch mas­sen­haft Hun­de zu Tode gequält? Falls ja, war­um ende­te eure Bericht­erstat­tung dar­über schon nach weni­gen Tagen?
  5. Apro­pos Ver­bre­cher: Sind die über­führ­ten Kin­der­schän­der in den Dien­sten der katho­li­schen Kir­che mitt­ler­wei­le alle­samt gestor­ben, oder genügt eine Straf­ver­set­zung für augen­blick­li­che media­le Reha­bi­li­tie­rung?
  6. Habe ich die Rück­tritts­for­de­run­gen an den Ver­fas­sungs­feind Hans-Peter Uhl bis­her nur über­se­hen, oder arbei­tet ihr noch dar­an?
  7. Wor­in, glaubt ihr, liegt der Unter­schied zwi­schen Jour­na­lis­mus und Popu­lis­mus?

Ich bin schon sehr gespannt!

Montagsmusik
Die sechs von der Müll­ab­fuhr

Ah, es ist wie­der Mon­tag. Eine neue Woche beginnt. Mit ihr kommt die all­wö­chent­li­che, hoch­qua­li­ta­ti­ve Musik­schau mei­ner­seits.

Die­se Woche: War­um nicht ein­fach mal wie­der You­Tube gucken?

Gestern wurd‘ sich drum geris­sen,
heut‘ wird’s auf den Müll geschmis­sen.

(Wo wir gera­de bei Weih­nach­ten waren.)

(Mit dem übli­chen Dank für die Emp­feh­lung.)

Netzfundstücke
Toch­ter Zion

Fro­hes Fest:

Wenn Chri­sten trotz min­de­stens eines Jahr­tau­sends der Pogro­me und der Ent­rech­tung von Juden zum fei­er­li­chen Hohn in der Weih­nachts­zeit „Toch­ter Zion, freue dich“ absin­gen, zeigt sich dar­in die gan­ze eis­kal­te Hirn- und Heil­lo­sig­keit der christ­li­chen Reli­gi­on.

Denn eigent­lich ist es den Schäf­chen – den treu­doo­fen Scha­fen ja auch egal, was sie da eigent­lich schief in den Raum kra­kee­len. Alle sin­gen mit, also sin­ge ich mit. Alle jubeln mit, also jube­le ich mit. Wie damals bei Goeb­bels. Die „stil­le Nacht, hei­li­ge Nacht“ inter­es­siert die Inter­pre­ten nor­ma­ler­wei­se eben­so wenig wie sie Inter­es­se dar­an haben, dass Kin­der­lein zur Krip­pe kom­men.

War­um soll­te man sich anläss­lich des Festes der Lie­be auch nur über irgend­et­was Gedan­ken machen wol­len?

In den Nachrichten
Klacker­dik­lack.

Heda, Bahn,

in einem vor­weih­nacht­li­chen Anflug von Kun­den­nä­he habt ihr beschlos­sen, euch zur Abwechs­lung mal um das Wohl­be­fin­den statt nur um die Ver­grät­zung eurer jede eurer unver­schäm­ten Preis­er­hö­hun­gen nolens volens akzep­tie­ren­den und befol­gen­den Kli­en­tel zu küm­mern. Begin­nen wollt ihr erst ein­mal im Klei­nen, näm­lich damit, etwa­ige Stö­run­gen der Pas­sa­gie­re nach end­lich voll­zo­ge­nem Fahrt­an­tritt zu ver­hin­dern.

Dabei ver­sucht ihr natür­lich, gewohnt fami­li­en­freund­lich vor­zu­ge­hen, und schnappt euch erst ein­mal die weni­gen Übel­tä­ter, die sich über­haupt eine Bahn­Card 100 lei­sten kön­nen und also zum Teil absicht­lich mehr Geld zah­len, um gewis­se Vor­tei­le zu genie­ßen. (Bon­zen, elen­de.) Denn was stört eure Kun­den wohl am mei­sten? Rich­tig: Das Geräusch von Tasten­an­schlä­gen.

„Mit Rück­sicht auf ande­re Rei­sen­de wur­de die Nut­zung von Lap­tops in der Bord­gas­tro­no­mie ver­bo­ten.“ Auch eine Begrün­dung lie­fert die Bahn mit: „Vie­le Kun­den füh­len sich durch das Tipp­ge­räusch belä­stigt.“

Rich­tig?

Ach, Bah­ner, nun fah­re ich ja ziem­lich regel­mä­ßig mit euren kom­for­ta­blen (weiß) und weni­ger kom­for­ta­blen (rot) Zügen durch die Gegend, wenn gera­de kein Metro­nom oder ähn­lich lobens­wer­te Alter­na­ti­ven bereit­ste­hen, und habe dann zwar sel­ten eine Tasta­tur, wohl aber stets einen Notiz­block in der Nähe mei­ner vor Geräusch­be­lä­sti­gung (und Kaf­fee) schon ganz zitt­ri­gen Fin­ger bereit­lie­gen. Als ein sol­cher stö­rungs­ar­mer Teil­neh­mer am Pas­siv­ver­kehr möch­te ich euch zur geneig­ten Ver­wen­dung noch eini­ge Din­ge nen­nen, die mich an Bahn­fahr­ten stö­ren: Stun­den­lang plär­ren­de Klein­kin­der mit über­for­der­ten Müt­tern, alko­ho­li­sier­te Pre­ka­ri­er, sich trotz räum­li­cher Nähe nur brül­lend mit­ein­an­der unter­hal­ten­de Jugend­li­che, eben­falls recht geräusch­vol­le Senio­ren­grup­pen, mobil tele­fo­nie­ren­de Mode­bar­bies mit ihrem unter­bre­chungs­frei­en Geplap­per, der wider­li­che Kaf­fee an Bord eurer Züge und vor allem eure offen­kun­di­ge Unfä­hig­keit (oder Unlust), abzu­se­hen­den Ver­spä­tun­gen oder gan­zen Zug­aus­fäl­len mit zeit­na­her Bereit­stel­lung von Ersatz­zü­gen oder wenig­stens einer Zei­tung und mei­net­we­gen auch wei­ter­hin wider­li­chem Kaf­fee zu begeg­nen; von der Dis­kre­panz zwi­schen dem Titel „Ser­vice­mit­ar­bei­ter“ und der Ver­füg­bar­keit derer, die ihn tra­gen, mal ganz zu schwei­gen.

Ihr habt es gut, ihr seid nur sel­ten auf eure Züge ange­wie­sen, und wenn ihr dann doch mal mit ihnen durch die Gegend fahrt, dann immer in eurem eige­nen Abteil, abge­schot­tet vom tat­säch­li­chen Gesche­hen. Den Tag, an dem mich das Geräusch von tip­pen­den Men­schen auf Bahn­fahr­ten ernst­haft echauf­fiert, wer­de ich hin­ge­gen wahr­schein­lich nicht mehr erle­ben. Es ist mir ja bei­na­he unan­ge­nehm, aber ich muss euch da etwas geste­hen. Und wisst ihr, was?

Ich benei­de euch ein biss­chen dar­um.

Netzfundstücke
Kurz ver­linkt LXXI: Gutes Mob­bing, schlech­tes Mob­bing

Es war ja eigent­lich gut gemeint. Schü­lerVZ, der an jün­ge­re Men­schen gerich­te­te Able­ger des „sozia­len Netz­werks“ Stu­diVZ, hat jetzt eine Bewer­tungs­funk­ti­on bekom­men, auf der man ande­re Teil­neh­mer der Platt­form in „top“ oder „flop“ kate­go­ri­sie­ren kann.

Selbst­ver­ständ­lich gehen Eltern da auf die Bar­ri­ka­den:

Damit über­schrei­tet Schü­lerVZ eine Gren­ze, die sie nie­mals hät­ten über­schrei­ten dür­fen. Hat von denen eigent­lich irgend­je­mand Kon­takt zu Jugend­li­chen? Also im rich­ti­gen Leben jetzt? Mob­bing ist kein Kava­liers­de­likt. Mob­bing ist eine der schlimm­sten For­men von Gewalt, die im All­tag deut­scher Schu­len vor­kommt.

Heu­te abend, wenn sie zu Hau­se sind, wer­de ich mich mit mei­nen (jugend­li­chen) Söh­nen hin­set­zen und sie wer­den ihre (selbst­ver­ständ­lich ohne­hin inak­ti­ven) Accounts bei Schü­lerVZ löschen. So einen Dreck wie die­ses Pau­sen­hof­mob­bing mache ich nicht mit, nicht mal pas­siv. Und ich rufe hier und via Twit­ter und Face­book alle Eltern auf, es eben­so zu machen.

Soso, via Face­book. Face­book, wir erin­nern uns, war die Platt­form, die eben­falls als „Hot or Not?“ ange­fan­gen hat.

Ein wenig Geschich­te:

22. Sep­tem­ber 2009: Ein 15-jäh­ri­ges Mäd­chen ist von einer Brücke in den Tod gesprun­gen, nach­dem sie mona­te­lang bei Face­book und MySpace gehän­selt wor­den war.

28. April 2010: Ein beson­ders schlim­mer Fall von Face­book-Mob­bing lan­de­te bei der Bera­tungs­stel­le Safer Inter­net: Drei Jah­re lang war Cari­na den Attacken ihrer Mit­schü­ler aus­ge­setzt. Mit 13 Jah­ren muss­te die Gym­na­sia­stin die Schu­le wech­seln.

14. Febru­ar 2011: Jun­ge begeht nach Face­book-Mob­bing Selbst­mord.

17. Sep­tem­ber 2011: Sie gaben ihrer 12-jäh­ri­gen Tocher fie­se Spitz­na­men und poste­ten Gemein­hei­ten bei Face­book – also orga­ni­sier­te eine Mut­ter aus New York ein Tref­fen der Streit­häh­ne. (…) Doch zur Ver­söh­nung kam es nicht, statt­des­sen gab es eine wil­de Prü­ge­lei.

6. Novem­ber 2011: „(…) mei­ne Schwe­ster hat mir eben gesagt, dass auf Face­book so ein paar Jungs mein Bild ver­un­stal­tet haben & nun Cyber­mob­bing machen.“

Böses, böses Schü­lerVZ.

NetzfundstückeNerdkrams
„War­um Linux bes­ser ist“ oder: PEBKAC!

(Vor­be­mer­kung: Ich set­ze neben Win­dows auch diver­se Linux­dis­tri­bu­tio­nen ein, ent­spre­chen­de ver­ba­le Ent­glei­sun­gen wer­den ihr Ziel also ver­feh­len.)

Gewünscht wur­de, dass ich mal wie­der über Tech­nik und/oder Schnack­seln berich­te. Wie es der Zufall so will, kon­fron­tier­te man mich heu­te mit der Inter­net­sei­te „War­um Linux bes­ser ist“, die gar nicht erst ver­sucht, den Anschein zu erwecken, objek­tiv die Vor- und Nach­tei­le von Linux abzu­wä­gen – viel­leicht wäre „War­um ich Win­dows nicht mag“ ein bes­se­rer Titel. Vor­sicht: Ohne parat lie­gen­de Brech­tü­te soll­te kein Klick erfol­gen.

Anstel­le har­ter Fak­ten fin­det man dort näm­lich zuvör­derst vie­le schö­ne bun­te Bild­chen, die wohl von ihrer Inhalts­lee­re ablen­ken sol­len. Ins­ge­samt hat der Autor 27 The­sen zusam­men­ge­tra­gen, war­um Linux „bes­ser“ – als Win­dows – sein soll, wahr­schein­lich, weil ihm par­tout kei­ne 27 Unter­schie­de zwi­schen Äpfeln und Bir­nen ein­fal­len woll­ten, aber auch eine Samm­lung von „FAQ für den Linux-Geek“ zusam­men­ge­stellt, in der er unter ande­rem bekun­det, er selbst habe nicht viel Ahnung von Linux. So viel sei schon ein­mal ver­ra­ten: Von Win­dows anschei­nend auch nicht. ‘„War­um Linux bes­ser ist“ oder: PEBKAC!’ wei­ter­le­sen »

Spaß mit Spam
Herz­li­chen Gl�ckwunsch Gewin­ner

Oh, was will denn die „Lote­ria Nacio­nal“ mit der täu­schend echt aus­se­hen­den E‑Mail-Adres­se HilegESp23@wyf62j7a5.homepage.t‑online.de von mir?

Sie haben gewon­nen, fьr wei­te­re Infor­ma­tio­nen rufen Sie

Ja, das ist der gan­ze Text. So sehr ich aber auch rufe, nichts geschieht.

Ah, jetzt sehe ich es, die Mail geht ja noch wei­ter.
Ange­hängt ist eine .zip-Datei. Ent­hal­ten ist eine .doc-Datei, in der steht:

Wir sind erfreut, Sie zu infor­mie­ren, das Sie ein gluck­li­cher Gewin­ner vom inter­na­tio­na­lem Euro Mil­li­on Spiel­pro­gramms sind, das am 09/11/2011, abge­hal­ten wur­de.

Ich habe eine Mil­li­on Spiel­pro­gram­me gewon­nen?

Wir Sind sehr gluck­lich Sie ALS einen der Gewin­ner zu benach­rich­ti­gen das Ihr Name mit der Kar­ten­se­ri­en­num­mer uber­ein­stimm­te: 134–03650116-211 und die Stempf­el­zahl: 51225–0 gekauft durch Ihren Bear­bei­tungs­agen­ten von den Kosten von zwei Euro, hat folg­lich den Preis in der 2. Kate­go­rie mit den Gewinn­zah­len: 04–18-32–40-46+06:07.gewonnen Wir Ent­schul­di­gun­gen für die spä­te benach­rich­ti­gung, da es zu Ver­wechs­lun­gen von Namen und Adres­sen kam..

Dass ich einen Bear­bei­tungs­agen­ten habe, wuss­te ich noch nicht. Das klingt auch ein biss­chen nach Sta­si. Hof­fent­lich will er sei­ne zwei Euro nicht von mir ein­trei­ben, das wird erfah­rungs­ge­mäß teu­er.

Aber Sie sind für einen Pau­schal­be­trag von €915.810, 00 NEUN HUNDERT FÜNFZEHN TAUSEND ACHTHUNDERT ZEHN EURO in bar aus­ge­sucht wor­den die, Sicher­heits­zahl lau­tet: EIK-547-K6-75. Dies IST von einem gesamt Geld­preis von 15.568.770, 00(FÜNFZEHN MILLIONEN FÜNFHUNDERT ACHTUNDSECHZIG TAUSEND, SIEBENHUNDERT SIEBZIG EURO) war­den geteilt unter den 14 Inter­na­tio­na­len Gewin­nern in die­ser Kate­go­rie.

15.568.770 geteilt durch 14 sind 1.112.055. Wenn jeder der 14 Gewin­ner einen Pau­schal­bei­trag von 915.810 Euro bekommt, wür­de mich die genaue Gew­inn­ta­bel­le ja schon mal inter­es­sie­ren. Wobei: Da steht, ich sei für einen Pau­schal­bei­trag „aus­ge­sucht wor­den“. Muss ich den jetzt zah­len? Wenn ja: An wen?

Fur Ihren Anspruch bit­te Kon­takt zu neh­men mit, DON JUAN PEREZ, Aus­län­di­scher Betrie­be­ma­na­ger der CLICK SEGUROS S.A. SPAIN Tel: +34645511480, Fax: +34 911 881 363 Email:clickseguros@aol.com für die Ver­ar­bei­tung und die Geld­über­wei­sung von Ihrem sieg­rei­chem Gewinn.

Mein Gewinn war sieg­reich? Da muss ich ihm gleich mor­gen eine Glück­wunsch­kar­te schrei­ben. Hof­fent­lich erreicht sie ihn noch recht­zei­tig!

(…) Und die von Ihnen zu bezah­len­den 10 % Ihres Gewin­nes an den Fond Ihres Bear­bei­tungs­agen­ten, nach­dem Sie Ihren Gewinn erhal­ten haben.

An den Fond? Dort, wo sei­ne Rück­bank steht? Ah, ich ver­ste­he: Mein Agent möch­te sich von mei­nem Gewinn ein neu­es Heck für sein Auto kau­fen. Na, dem wer­de ich was erzäh­len.

Wei­ter gibt es irgend­ei­ne Ände­rung Ihrer Adres­se, infor­mie­ren Sie Ihren Bear­bei­tungs­agen­ten sobald wie mög­lich.

Das klingt jetzt sehr nach Tele­kom: „Irgend­was hat sich geän­dert, dan­ke fürs Lesen.“
Aber wie infor­mie­re ich den Herrn nun?

Bit­te aus­ge­füllt an Ihren Bear­bei­tungs­agen­ten faxen: +34 911 881 363. Vie­le Glück­wün­sche noch ein­mal von allen Mit­ar­bei­tern unse­rer Abtei­lung und wir freu­en uns Sie als einen ‚Teil von unse­rem INTERNATIONALEN BEFÖRDERUNGS PROGRAMMS zu begrussen.

Ah, da ist der Haken. Ich besit­ze kein Fax­ge­rät.

Dann bleibt mir wohl nur das Beför­de­rungs­pro­gramm:
Gera­de­wegs in den digi­ta­len Lokus. Scha­de eigent­lich.

Aber die­ser Agent soll mir mal zwi­schen die FIn­ger kom­men!

In den Nachrichten
Hei­te­res Län­der­ra­ten

Das ist ja furcht­bar:

Die US-Rating­agen­tur Stan­dard & Poor’s droht nun mit einer Her­ab­stu­fung des Euro-Ret­tungs­schirms EFSF um zwei Stu­fen von „AAA“ auf „AA“. Zuvor hat man Deutsch­land und 14 wei­te­re Euro-Staa­ten gewarnt.

Oi-oi-oi, das ist wirk­lich schlimm: US-ame­ri­ka­ni­sche Rating­agen­tu­ren ver­brin­gen die letz­ten paar Mona­te anschei­nend damit, Schul­no­ten für euro­päi­sche Län­der und son­sti­ge Insti­tu­tio­nen zu ver­ge­ben, die eine unge­fäh­re Aus­sa­ge dar­über dar­stel­len sol­len, ob das Bewer­te­te nun liqui­de ist oder nicht. Dass Grie­chen­land auf­grund sei­ner enor­men Kauf­kraft gera­de nicht gera­de ein Fass auf­ma­chen kann, hät­ten wir ohne sol­che Agen­tu­ren sicher­lich nie ver­stan­den, denn das andau­ern­de Her­um­hacken der „BILD“ auf den „Plei­te-Grie­chen“ wäre ohne die Her­ab­stu­fung durch die Agen­tur Moody’s wahr­schein­lich nie­man­dem über­haupt auf­ge­fal­len.

Eine ande­re Les­art lau­tet so: Da sit­zen also ein paar über­be­zahl­te Quar­k­na­sen in gro­ßen, voll­ver­gla­sten Büros in irgend­ei­ner teu­ren Gegend der seit dem Kal­ten Krieg qua­si expo­nen­zi­ell weni­ger finanz­star­ken USA her­um, tip­pen die übli­chen Berich­te der Finanz­mi­ni­ste­ri­en in ihren Com­pu­ter ein und bewer­ten das Gele­se­ne von „supi­gut“ bis „kann­ste abha­ken“. Das kann ich auch, aber ich wür­de nicht dafür bezahlt.

Dass da schon mal Feh­ler pas­sie­ren, etwa die ver­se­hent­li­che Her­ab­stu­fung der Boni­tät Frank­reichs, ist nicht etwa ein Anlass, kei­nen Pfif­fer­ling mehr auf die Bewer­tun­gen jener Quar­k­na­sen zu geben, son­dern ein „schwer­wie­gen­der Vor­fall“, der umfang­rei­che Ermitt­lun­gen und viel Ver­zweif­lung nach sich zieht. Wenn man eben sonst kei­ne Sor­gen hat.

Über­haupt bin ich wil­lens, die Rele­vanz der Rating­agen­tu­ren mit dem eben­falls ziem­lich blöd­sin­ni­gen „ifo-Geschäfts­kli­ma­in­dex“ zu ver­glei­chen: Jeden Monat fragt das ifo-Insti­tut Unter­neh­men nach ihren Erwar­tun­gen für kom­men­de Geschäf­te und tippt das in Com­pu­ter ein, die das dann in Zah­len umwan­deln, die aus irgend­ei­nem Grund anschei­nend irgend­je­man­den inter­es­sie­ren. Nun bin ich in Sachen Finanz­wirt­schaft unge­fähr so beflis­sen wie Hel­mut Schmidt im Nicht­rau­cher­schutz und könn­te mich also gewal­tig irren, aber wenn ich jetzt zum Bei­spiel bei Volks­wa­gen anru­fe und fra­ge, ob man bis Ende des Jah­res eher mit Gewinn oder mit Ver­lust rech­net, dann ist die even­tu­el­le Ant­wort genau so aus­sa­ge­kräf­tig wie der Wet­ter­be­richt: Kann stim­men, muss aber nicht.

Es muss kein Zufall sein, dass die Rating­agen­tu­ren aus den USA jetzt gera­de den Euro auf dem Kie­ker haben, behaup­tet Dr. Paul Craig Roberts:

Aus sei­ner Sicht han­del­te es sich um eine fein abge­stimm­te Akti­on sei­tens des US-Finanz­mi­ni­ste­ri­ums, der Euro­päi­schen Zen­tral­bank (EZB), EU-Behör­den und der pri­va­ten Ban­ken, die fau­le Staats­schul­den in ihren Büchern füh­ren. Sie wol­len Deutsch­land in die Knie zwin­gen und dazu brin­gen, den Wider­stand gegen das Anwer­fen der Geld-Druck­ma­schi­ne sei­tens der EZB auf­zu­ge­ben. Damit soll das Über­grei­fen der euro­päi­schen Staats­schul­den­kri­se auf die USA ver­hin­dert wer­den, was anson­sten wohl die Chan­cen von Prä­si­dent Barack Oba­ma auf Wie­der­wahl bei den Wah­len im näch­sten Jahr ver­min­dern wür­de.

In den USA hat man ja auch der­zeit kei­nen Grund zur Sor­ge, alles läuft bestens, die Ban­kiers bekom­men wie­der groß­zü­gi­ge Bonus­zah­lun­gen für ihr „Enga­ge­ment“ und auch sonst hat man kei­ne gro­ße Lust dar­auf, sich von so etwas wie einer Finanz­kri­se, an der man, wie schon 1929, nicht ganz unschul­dig war, irgend­wie beein­flus­sen zu las­sen:

Ame­ri­ka­ni­sche Inve­sto­ren zei­gen sich unbe­ein­druckt von der Dro­hung der Rating­agen­tur Stan­dard and Poor’s (S&P), Län­der der Euro-Zone her­ab­zu­stu­fen.

„Die USA wer­den wohl kaum vor­erst grö­ßer auf die Dro­hung der US-Rating­agen­tur reagie­ren,“ sag­te Händ­ler Mar­kus Huber von ETX Capi­tal der FTD. „Die Ame­ri­ka­ner kon­zen­trie­ren sich der­zeit auf das Weih­nachts­ge­schäft. Der Wirt­schaft geht es bes­ser als erwar­tet.“

Käpt’n Offen­sicht­lich ist anschei­nend aus dem Urlaub zurück.

Put­zig fin­de ich übri­gens den Hin­weis, man habe Euro-Staa­ten zuvor vor der Her­ab­stu­fung „gewarnt“. Wäre ich ein Euro-Staat, ich krümm­te mich ange­sichts der Aus­sicht dar­auf, mein „supi­gut“ von irgend­ei­ner Hor­de Pri­vat­leu­te ohne beson­de­re Pri­vi­le­gi­en in ein „fast supi­gut“ umge­wan­delt zu bekom­men, ver­mut­lich vor Lachen am Boden, aber ich bin kein Euro-Staat. Die Euro-Staa­ten, die Euro-Staa­ten sind, krüm­men sich aber nicht vor Lachen am Boden, son­dern lau­fen wie auf­ge­schreck­te Hüh­ner durch die Gegend und fin­den es nicht etwa voll dol­le schlimm, dass ihre finan­zi­el­le Lage nicht rosig ist, son­dern, dass eine fie­se, gemei­ne Rating­agen­tur dafür auch noch eine schlech­te Note ver­gibt.

Ein Gutes haben die­se Agen­tu­ren jeden­falls an sich: Je mehr sie mit ihrem Quatsch beschäf­tigt sind, desto weni­ger Leu­te, die dort ange­stellt sind, sit­zen arbeits­los auf der Stra­ße her­um und sau­fen sich ins Koma. Dafür kann man sie gar nicht genug loben.

(Dan­ke an L.!)

Politik
Dau­ernd beschäf­tigt mit Hans-Peter Uhl

Hans-Peter Uhl, innen­po­li­ti­scher Spre­cher der Frak­ti­on der CDU/CSU im Bun­des­tag, gab laut heu­ti­ger „Braun­schwei­ger Zei­tung“ zum The­ma NPD-Ver­bot zu Pro­to­koll:

[D]er Kampf gegen extre­mi­sti­schen Wahn bleibt eine Dau­er­auf­ga­be.

Extre­mi­sti­scher Wahn ist p.d. ein Zustand, der sich gegen die frei­heit­lich-demo­kra­ti­sche Grund­ord­nung rich­tet. Die­se frei­heit­lich-demo­kra­ti­sche (auch: frei­heit­li­che demo­kra­ti­sche) Grund­ord­nung hat das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt bereits 1952 fol­gen­der­ma­ßen defi­niert:

Frei­heit­li­che demo­kra­ti­sche Grund­ord­nung im Sin­ne des Art. 21 II GG ist eine Ord­nung, die unter Aus­schluß jeg­li­cher Gewalt und Will­kür­herr­schaft eine rechts­staat­li­che Herr­schafts­ord­nung auf der Grund­la­ge der Selbst­be­stim­mung des Vol­kes nach dem Wil­len der jewei­li­gen Mehr­heit und der Frei­heit und Gleich­heit dar­stellt.

In ande­ren Wor­ten: Die frei­heit­lich-demo­kra­ti­sche Grund­ord­nung besagt, dass die Regie­ren­den nach der Pfei­fe des Wahl­vol­kes zu tan­zen und sich an die Spiel­re­geln zu hal­ten haben.

Anfang 2010 hat das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt (die haben wohl viel zu tun dort) ver­kün­det:

Die Mas­sen-Spei­che­rung von Tele­fon- und Inter­net­da­ten zur Straf­ver­fol­gung ist unzu­läs­sig. Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt in Karls­ru­he ent­schied, dass die Vor­rats­da­ten­spei­che­rung gegen die Ver­fas­sung ver­stößt.

Im Juli 2011 schwa­dro­nier­te Herr Uhl unbe­irrt daher:

Im Vor­feld muss die Über­wa­chung von Inter­net­ver­kehr und Tele­fon­ge­sprä­chen mög­lich sein. Nur wenn die Ermitt­ler die Kom­mu­ni­ka­ti­on bei der Pla­nung von Anschlä­gen ver­fol­gen kön­nen, kön­nen sie sol­che Taten ver­ei­teln und Men­schen schüt­zen.

Anläss­lich der Taten des „natio­nal­so­zia­li­sti­schen Unter­grun­des“ insi­stier­te er im Novem­ber 2011:

„Die gan­ze Repu­blik rät­selt, wie groß der brau­ne Sumpf in Deutsch­land ist“, sag­te der CSU-Poli­ti­ker der Neu­en Osna­brücker Zei­tung. Ohne Inter­net- und Tele­fon­ver­bin­dungs­da­ten der Mit­glie­der der rechts­ra­di­ka­len Zel­le dürf­te das schwer zu klä­ren sein. Der Bay­er appel­lier­te an den Koali­ti­ons­part­ner FDP, sei­nen Wider­stand gegen die Vor­rats­da­ten­spei­che­rung auf­zu­ge­ben.

Im Sin­ne von Hans-Peter Uhl bleibt da nur noch eines: Auf in den Kampf!
Er bleibt eine Dau­er­auf­ga­be.

Spaß mit Spam
Dei­ne pri­kelnd hei­sse Zone

Prickelnd wie sonst nur „Mer­ko­zy“ – da sieht selbst Car­la Bruni alt aus, Alter – ist dann auch die HTML-for­ma­tier­te Müll­mail, die mich heu­te erreich­te und die außer dem übli­chen Wer­be­schmon­zes einen bemer­kens­wer­ten Auf­ma­cher beinhal­tet:

Dass das männ­li­che Modell auf mich eher wie die Inkar­na­ti­on eines Homo­se­xu­el­len-Kli­schees (und wie der eine Vam­pir da aus „Twilight“) wirkt, ist nicht ein­mal der pri­mär inter­es­san­te Aspekt an die­sem Aus­schnitt. Erwäh­nens­wer­ter ist der Text rechts dane­ben:

Dei­ne pri­va­te ero­tik Zone!

Total pri­vat; so pri­vat, dass die ersten tau­send kosten­los rein­kom­men. Mei­ne pri­va­te Ero­tik­zo­ne war bis­lang eigent­lich vor sol­chem Zulauf gefeit, aller­dings wird sie auch nicht in mir bekann­ten Mas­sen­mails bewor­ben. (Scha­de eigent­lich.)

Gleich nach dem Anmel­den wer­den dir dei­ne gewünsch­ten Part­ner vor­ge­stellt ohne lan­ge zu suchen.

Ein­mal abge­se­hen davon, dass ich unter „ein­an­der vor­stel­len“ in all mei­ner rück­stän­di­gen Spie­ßig­keit dann doch etwas ande­res ver­ste­he als „guck Bild, guck Tit­ten, jetz ficken!“, ist das gan­ze Anlie­gen frag­wür­dig: Man möch­te mir gern den Schräg­strich die gewünsch­ten Part­ner – woher auch immer man den Schräg­strich die „gleich nach dem Anmel­den“ ken­nen oder ermit­teln kön­nen soll – vor­stel­len, ohne lan­ge zu suchen; also mir qua­si den erst­be­sten Schrott andre­hen und ver­su­chen, ihn mir bei eher ver­hal­te­nem Inter­es­se schön­zu­re­den, oder wie?

Da kann ich auch in’ne Dis­co gehen.

Kre­iere dei­ne pri­kelnd hei­sse Zone!

So sehr ich das lei­der aus der Mode gera­te­ne Wort „kre­ieren“ auch schät­ze: Wenn etwas so heiß ist, dass es prickelt, soll­te man sich schleu­nigst davon ent­fer­nen, denn sonst gibt es nach­hal­ti­ge Ver­bren­nun­gen, die man nicht mit viel gutem Zure­den wie­der los­wird. Wer das nicht glaubt, der darf gern mal mit den Fin­gern in kochend hei­ßem Was­ser rüh­ren, bis die Nudeln gar sind.

Viel Glück!

PolitikIn den NachrichtenMontagsmusik
Blum­feld – Die Dik­ta­tur der Ange­pass­ten

Der ehe­mals grü­ne Josch­ka Fischer erklärt Krieg dann mal eben zur Josch­ka- statt Chef­sa­che:

Für Fischer ver­spricht das näch­ste Jahr nur fol­gen­de Optio­nen:

Krieg oder Nukle­ar­macht Iran? Oder eine durch­aus rea­li­sti­sche ande­re Vari­an­te: Krieg und dann Nukle­ar­macht Iran?”

Na Haupt­sa­che Krieg. Dass die Alter­na­tiv­lo­sig­keit des Bom­bens und Mor­dens durch den Auf­stieg Irans zur Atom­macht gera­de eben durch­bro­chen sein könn­te und unbe­dingt das Gegen­teil erfor­dert, soll­te man doch mei­nen. Oder ist der Atom­krieg inzwi­schen eine Opti­on unter ande­ren?

Die Medi­en hel­fen ihnen beim Dumm­sein, ein star­ker Staat hilft ihnen beim Stumm­sein…

14 – Blum­feld – Die Dik­ta­tur der Ange­pass­ten

In den Nachrichten
Kurz ver­linkt LXX: Poli­zist sein macht Spaß, Kin­der!

Ach­jeh:

Statt sei­nen vol­len Namen zu nen­nen, springt Poli­zei­haupt­mei­ster W. aus dem Strei­fen­wa­gen und rammt Mar­ti­na S. unver­mit­telt sei­ne Faust in den Bauch, dann greift er nach ihrem Arm, nimmt sie in den Poli­zei­griff und drückt ihren Kopf auf den Motor­hau­be. Die Hand­schel­len klicken. „Wegen Behin­de­rung der Poli­zei­ar­beit“, schnaubt er.

(…)

Vor der Poli­zei­dienst­stel­le erklärt die Frau den bei­den Poli­zi­sten, dass sie so lan­ge im Fahr­zeug war­ten wer­de, bis ihr Mann ange­kom­men sei. „Ich woll­te sicher­ge­hen, dass noch eine wei­te­re Per­son von dem Ver­hal­ten der Poli­zei­be­am­ten Kennt­nis hat.“ Haupt­mei­ster W. blafft: „Ich ent­schei­de, was hier geschieht“, und packt Mar­ti­na F. an den Haa­ren. Sie stol­pert aus dem Auto. W. schleift sie meh­re­re Meter über den Boden.

(…)

Poli­zei­haupt­mei­ster W. (…) steht schon weni­ge Tage spä­ter vor Hun­der­ten Schul­kin­dern und erklärt, wie­so er ger­ne Poli­zist sei: Es sei ein abso­lut span­nen­der Beruf. Jeder Tag brin­ge etwas Neu­es.

Recht und Ord­nung, ein span­nen­der Beruf; und mit Schwä­che­ren prü­geln könnt ihr euch auch! Ist das nicht ein­fach fabel­haft?
(Die Reak­ti­on der Schul­kin­der ist nicht über­lie­fert.)