Prickelnd wie sonst nur “Merkozy” — da sieht selbst Carla Bruni alt aus, Alter — ist dann auch die HTML-formatierte Müllmail, die mich heute erreichte und die außer dem üblichen Werbeschmonzes einen bemerkenswerten Aufmacher beinhaltet:
Dass das männliche Modell auf mich eher wie die Inkarnation eines Homosexuellen-Klischees (und wie der eine Vampir da aus “Twilight”) wirkt, ist nicht einmal der primär interessante Aspekt an diesem Ausschnitt. Erwähnenswerter ist der Text rechts daneben:
Deine private erotik Zone!
Total privat; so privat, dass die ersten tausend kostenlos reinkommen. Meine private Erotikzone war bislang eigentlich vor solchem Zulauf gefeit, allerdings wird sie auch nicht in mir bekannten Massenmails beworben. (Schade eigentlich.)
Gleich nach dem Anmelden werden dir deine gewünschten Partner vorgestellt ohne lange zu suchen.
Einmal abgesehen davon, dass ich unter “einander vorstellen” in all meiner rückständigen Spießigkeit dann doch etwas anderes verstehe als “guck Bild, guck Titten, jetz ficken!”, ist das ganze Anliegen fragwürdig: Man möchte mir gern den Schrägstrich die gewünschten Partner — woher auch immer man den Schrägstrich die “gleich nach dem Anmelden” kennen oder ermitteln können soll — vorstellen, ohne lange zu suchen; also mir quasi den erstbesten Schrott andrehen und versuchen, ihn mir bei eher verhaltenem Interesse schönzureden, oder wie?
Da kann ich auch in’ne Disco gehen.
Kreiere deine prikelnd heisse Zone!
So sehr ich das leider aus der Mode geratene Wort “kreieren” auch schätze: Wenn etwas so heiß ist, dass es prickelt, sollte man sich schleunigst davon entfernen, denn sonst gibt es nachhaltige Verbrennungen, die man nicht mit viel gutem Zureden wieder loswird. Wer das nicht glaubt, der darf gern mal mit den Fingern in kochend heißem Wasser rühren, bis die Nudeln gar sind.
Viel Glück!


Du denkst demnach sogleich an Tittenficks. Bemerkenswert.
Ich erwähnte die beiden Bestandteile des Kompositums separat.