NetzfundstückeIn den NachrichtenPiratenpartei
Pira­ten, Y U NO FIGHT?

Vor einer Woche erklär­te ich, wie­so ich die Pira­ten­par­tei nicht in den Bun­des­tag wäh­len wer­de. Ich möch­te dem nun noch etwas hinzufügen.

Es ist nicht so, dass Pira­ten nicht für ihre Über­zeu­gun­gen auf die Stra­ße gehen wür­den. Wenn der AK Zen­sur oder eine ähn­li­che Inter­es­sens­ge­mein­schaft Demons­tra­tio­nen gegen ACTA und/oder INDECT orga­ni­siert, wehen dort Pira­ten­flag­gen. Wenn irgend­wel­che Akti­ons­bünd­nis­se gegen Rechts demons­trie­ren, wehen dort Pira­ten­flag­gen. Die Pira­ten­par­tei, eine Mit­mach­par­tei: Jemand orga­ni­siert etwas, die Pira­ten machen mit. Hin­ter­her hal­ten dann die Spit­zen­kan­di­da­ten und/oder Vor­stands­mit­glie­der ihre Gesich­ter in Kame­ras und freu­en sich wie ein Schnit­zel, dass sie so toll „wir auch!“ schrei­en kön­nen. „Oh, eine Demo, gleich mal Flag­ge schwenken.“

Es ist eben nur so, dass sie aus eige­nem Antrieb her­aus nichts geba­cken bekommen.

Ich erwähn­te in oben ange­spro­che­nem Bei­trag, dass mich der Kampf für ein frei­es Inter­net vor drei Jah­ren zur Pira­ten­par­tei gebracht hat. Nun ist es mit dem frei­en Inter­net die­ser Tage nicht weit her: Die inter­na­tio­na­le Fern­mel­de­uni­on ITU wür­de gern Staa­ten mehr Kon­trol­le über das Inter­net gewäh­ren, der Bun­des­rat setzt sich der­weil für eine stär­ke­re Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­über­wa­chung ein.

Nicht, dass die Pira­ten­par­tei das noch nicht selbst gemerkt hät­te. Bereits vor vier Tagen wur­de über den Twit­ter­ac­count der Pira­ten­par­tei ein Hin­weis dar­auf ver­brei­tet, was für Schei­ße die Poli­tik da eigent­lich ausklüngelt.

Und was tut die Pira­ten­par­tei dagegen?

Sie schreibt erbos­te Pres­se­mit­tei­lun­gen, dass sie die Vor­gän­ge aufs Schärfs­te ver­ur­teilt, eins­elf, wid­met sich dann wei­ter den inner­par­tei­li­chen Per­so­nal­de­bat­ten und grün­det alber­ne Kaf­fee­kränz­chen, bei­des beglei­tet von gro­ßem Pres­set­am­tam. Und wenn der doo­fe Bun­des­rat die schö­ne Pres­se­mit­tei­lung ein­fach über­liest, dann schreibt sie eben noch eine. Das hat der Bun­des­rat dann davon.

Blog­ge­rin „Daniel­a­KayB“ platzt zu Recht der Kragen:

Leu­te, mal ernst­haft: wenn die damit durch­kom­men, und wir nix dage­gen getan haben, dann war der gan­ze Pira­ten-Scheiss echt umsonst.

Dann haben wir ein­und­dr­ölf­zig Abge­ord­ne­te im Bun­des­tag und eine rau­chen­de Rui­ne, wo frü­her unser digi­ta­les Zuhau­se war.

Sagt mir, Pira­ten: War­um soll­te man uns wäh­len? Weil wir uns so toll für Umwelt und Bil­dung ein­set­zen und weil wir irgend­was mit sozi­al im Pro­gramm haben?

Echt jetzt?

Lasst es mich in einer Spra­che aus­drü­cken, die auch ihr ver­steht, ihr Süße-Kätz­chen-Blog­ger und Facebook-Teiler:

Piraten, Y U NO FIGHT?

„Es ist Wahl­kampf“ geben die etwas Beson­ne­ne­ren von uns zu Recht über die Mai­ling­lis­ten bekannt. Sie ste­hen – so weit nicht zu bean­stan­den – bei (inzwi­schen) ziem­li­cher Käl­te drau­ßen her­um und infor­mie­ren Wäh­ler über die Par­tei, die sich irgend­wann mal für ein frei­es Inter­net ein­ge­setzt hat, jedoch der­weil durch blo­ßes Nichts­tun ihr Bes­tes gibt, ihre eige­nen Zie­le zu verfehlen.

Leu­te, Wahl­kampf ist schön und gut, aber was wol­len wir mit Stim­men, wenn sie nicht mehr frei spre­chen können?
Wir las­sen so letzt­end­lich die im Stich, die auf unse­re Unter­stüt­zung ver­trau­en sollen.

Der Wäh­ler will nicht mehr mit Wor­ten gekö­dert wer­den, er will mit Taten über­zeugt wer­den. Für ein frei­es Inter­net kämpft man nicht mit scharf for­mu­lier­ten offe­nen Brie­fen und Pres­se­mit­tei­lun­gen, da braucht es mehr.

Ich wäre dabei – wer macht mit?

Montagsmusik
The Babies – Baby

Wir haben gro­ßes Glück gehabt: Der Amok­läu­fer von Con­nec­ti­cut („wir brau­chen Waf­fen!“ geben Ein­woh­ner der betrof­fe­nen Stadt heu­te zu Pro­to­koll) hat doch kein Com­pu­ter­spiel gespielt, son­dern er litt even­tu­ell am Asper­ger-Syn­drom. Das muss als Erklä­rung genü­gen. War­um darf so jemand wie Cin­thia Bri­se­ño (c/o SPIEGEL ONLINE) eigent­lich über­haupt noch frei rumlaufen?

Aber es ist Mon­tag früh, da wol­len wir uns noch nicht auf­re­gen, davon bekommt man nur Krä­hen­fü­ße. Und damit kann man doch nicht mehr ver­nünf­tig lau­fen. Hören wir lie­ber Musik. Auf gutes­hoe­re­nist­wich­tig fand ich die Pop­grup­pe The Babies. Schön, unauf­fäl­lig und har­mo­nisch. Ide­al für einen Montagmorgen.

The Babies – „Baby“ (Offi­ci­al Music Video)

Guten Mor­gen.

NetzfundstückeMusik
Lei­der etwas spät: Geschen­ke für’s Schrottwichteln.

War­um man übri­gens mit Super­la­ti­ven immer etwas vor­sich­tig sein soll­te, zeigt Amazon.de. In einem Rund­schrei­ben erfuhr ich soeben, dass „die bes­te Musik 2012“ nun redu­ziert im Ange­bot sei. Gewagt, immer­hin wer­den in die­sem Jahr noch eini­ge Musikal­ben erschei­nen, aber viel­leicht weiß Ama­zon da mehr als ich.

Nach einem Klick wird Amazon.de aller­dings etwas klein­laut und gibt zu, dass „die bes­te Musik“ nach eige­ner Anga­be die ist, die sich auf Amazon.de am aller­bes­tes­ten ver­kauft, nicht unbe­dingt die, von der man am wenigs­ten das Kot­zen bekommt:

Die beste Musik 2012

Falls ein Opti­mist unter mei­nen Lesern davon aus­geht, dass die „gan­ze Lis­te“ (unten im Bild ist ein Ver­weis hier­auf zu sehen) die­sen Faux­pas wett­macht: Viel bes­ser wird’s nicht. Im Gegen­teil: Mit ange­füg­ter Num­me­rie­rung offen­bart sich erst das gan­ze Grauen.

Xavier Naidoo

Irre­füh­ren­de Wer­bung mag’s nicht sein; beängs­ti­gend ist es jedoch allemal.
Offen­bar lohnt sich Radio­hö­ren auch Ende 2012 noch nicht.

PolitikIn den Nachrichten
Kurz ver­linkt CXXXIII: Ernst­haf­te Schritte

Der US-ame­ri­ka­ni­sche Prä­si­dent Barack Oba­ma hat heu­te etwas gelernt.

Es gab dort mal wie­der einen Amok­lauf, dies­mal aller­dings in einer Grund­schu­le, also mit Opfern, die nied­li­cher gucken kön­nen als Erwach­se­ne. Wenn in den USA Erwach­se­ne getö­tet wer­den, ist das halt doof, aber kein Grund für Staats­trau­er. Dies­mal hat’s den Prä­si­den­ten jedoch zum Wei­nen gebracht:

Der US-Prä­si­dent Barack Oba­ma kämpf­te mit den Trä­nen, als er nach dem Mas­sa­ker an einer Grund­schu­le im Bun­des­staat Con­nec­ti­cut vor die Pres­se trat. Die USA müss­ten nun ernst­haf­te Schrit­te unternehmen.

Um was für Schrit­te es sich han­delt, hat er nicht gesagt. Viel­leicht möch­te er Grund­schü­ler gesetz­lich bewaff­nen las­sen, damit sie sich im Ernst­fall selbst weh­ren kön­nen? Das wür­de jeden­falls her­vor­ra­gend zu sei­ner bis­he­ri­gen Frie­dens­po­li­tik (sie­he zum Bei­spiel hier) pas­sen.

Eins ist sicher: Dies­mal wer­den es so rich­tig ernst­haf­te Schrit­te, nicht so wie nach den letz­ten grö­ße­ren Amok­läu­fen!!1 Ein ein­ge­schränk­ter Waf­fen­be­sitz viel­leicht? Nein, das wäre mit dem Senat nicht zu machen. Aber viel­leicht hat der Amok­läu­fer ja vor­her ein Computerspiel…

Viel­leicht haben sie Glück.

(Und falls sich jemand fra­gen soll­te, ob ich lie­ber einen Repu­bli­ka­ner im Amt sehen wol­len wür­de: Nein, auch in den USA gibt es libe­ra­le Par­tei­en. Infor­miert euch bitte.)

In den Nachrichten
Kurz ver­linkt CXXXII: Art­ge­rech­te Speisung

Was macht eigent­lich der Bun­des­tag gera­de so? Nun, gegen Com­pu­ter­sa­bo­ta­ge im Auf­trag des Staa­tes, die schritt­wei­se Auf­wei­chung der Bür­ger­rech­te oder auch nur für den Ver­brau­cher­schutz tut er gera­de nichts, ver­mut­lich ist’s zu kalt.

Nicht zu kalt ist es offen­bar zumin­dest, den Tier­schutz zu reformieren:

Trotz der Pro­tes­te von Tier­schüt­zern hat der Bun­des­tag am spä­ten Abend ein neu­es Tier­schutz­ge­setz verabschiedet.

(Her­vor­he­bung von mir.)

Dabei wur­de unter ande­rem beschlos­sen, dass Betäu­bung bei Kas­tra­ti­on von Fer­keln erst ab 2019 not­wen­dig sein wird. War­um Fer­kel über­haupt kas­triert wer­den? Ganz einfach:

Deutsch­land­weit wer­den jähr­lich rund 20 Mil­lio­nen Fer­kel kurz nach der Geburt kas­triert, damit ihr Fleisch spä­ter nicht streng riecht oder unan­ge­nehm schmeckt.

Ob das irgend­was mit der Beschnei­dung von Jun­gen in eini­gen Sek­ten zu tun hat, weiß ich lei­der nicht. Schme­cken beschnit­te­ne Jun­gen auch besser?

Apro­pos: Die Tier­schutz­ge­set­zes­no­vel­le ver­bie­tet außer­dem Sodo­mie, also das Vögeln von Vögeln und das Fer­keln mit Fer­keln. Dies erfolgt zumin­dest aus einem nicht ganz bescheu­er­ten Grund:

Sexu­el­le Hand­lun­gen von Men­schen an Tie­ren sind geeig­net, den Tie­ren regel­mä­ßig zumin­dest Lei­den im Sin­ne des Tier­schutz­rechts zuzu­fü­gen, da hier­durch die Tie­re zu einem art­wid­ri­gen Ver­hal­ten gezwun­gen werden.

Art­ge­rech­tes Ver­hal­ten von Tie­ren: Sich nicht von einem Men­schen sexu­ell pene­trie­ren las­sen, son­dern jung­fräu­lich und kas­triert geges­sen wer­den. Tote Tie­re lei­den nicht.

„Das ist nicht art­ge­recht. Das über­lebt er nicht.“
– Roger Cicero

MusikkritikKaufbefehle
Pixel – Reminder

Pixel - ReminderIrgend­wer – ver­mut­lich das Maga­zin eclip­sed (Aus­ga­be 10/2012) – ließ mich von „Remin­der“ Kennt­nis neh­men, dem Debüt­al­bum des nor­we­gi­schen Jazz­quar­tetts Pixel, das ich inter­es­sier­ten Lesern ein­fach mal kurz emp­feh­len möchte.

Den Anfang macht mit „Pre­lude“, eben dem Prä­lu­di­um, ein Solo­stück der Kon­tra­bas­sis­tin und Sän­ge­rin Ellen Andrea Wang. Es ist ein biss­chen lang­wei­lig. Mit „Home“ folgt ein etwas ener­gie­rei­che­res Instru­men­tal­stück, das eben­sol­che „Esset“ wird vor­an­ge­trie­ben von Schlag­zeug und Bass und von Saxo­pho­nist Harald Las­sen bemer­kens­wert und mit­un­ter schräg ergänzt. Ich mag schräg.

Das ener­gie­reichs­te Stück auf „Remin­der“, „Call Me“, lässt wie­der ein­mal (wie lei­der noch zu sel­ten) Frau Wang ans Mikro­fon, aller­dings ganz anders als im Prä­lu­di­um. Irgend­wie bes­ser. Dass das dazu gehö­ren­de Musik­vi­deo eher mau ist, tut dem Lied selbst kei­nen Abbruch:

Pixel – Call me (Music video, 2013)

Dass der Gesang hier stel­len­wei­se als zusätz­li­ches Instru­ment und nicht als ein­zeln ste­hen­des Ele­ment ein­ge­setzt wird, ist lobenswert.

Das fol­gen­de „She Knows“ ist wie­der­um ein melo­diö­ses Instru­men­tal­stück, „Wake Up“ (wei­test­ge­hend domi­niert von Schlag­zeug, Bass und Gesang und durch­aus auch für Postrock­freun­de inter­es­sant) in sei­ner Ruhe und Aus­ge­gli­chen­heit sozu­sa­gen das Gegen­stück zum hek­ti­schen, auf­ge­dreh­ten „Call Me“.

Auf „Remin­der“ spie­len Pixel ins­ge­samt eine hörens­wer­te Mischung aus Pop, Jazz und so manch ande­rem Stil; schwer zu klas­si­fi­zie­ren ist das Dar­ge­bo­te­ne alle­mal, aber was inter­es­siert uns Musik­freun­de schon der Schub­la­den­quatsch? Ganz rich­tig schreibt auch Bruce Lind­say:

Pixel bring a uni­que crea­ti­ve mix to the sce­ne: dif­fi­cult music to cate­go­ri­ze, easy music to enjoy.

Der größ­te Makel des Albums: Bis auf „Hvor ble Den Avi“ ist jedes der zehn Stü­cke kür­zer als fünf Minu­ten. Wenn Pixel aber auf den nächs­ten Alben ihren Stil bei­be­hal­ten oder sogar wei­ter ver­fei­nern, haben sie auf jeden Fall einen groß­ar­ti­gen Erst­ling vor­ge­legt, und man soll­te ihre Geschi­cke wei­ter­hin auf­merk­sam im Auge behalten.

Musik
„…, so I’ll be on my way.“

Das Unter­neh­men Micro­soft ist nor­ma­ler­wei­se nicht zu doof, Lied­tex­te zu hören und zu inter­pre­tie­ren. Für die Wer­be­kam­pa­gnen zur Markt­ein­füh­rung von Win­dows 95 wur­de damals zum Bei­spiel „Start Me Up“ von den Rol­ling Stones (wegen des „Start“-Knopfes, wis­sen­schon) ver­wen­det, das recht gut passte.

If you start me up
If you start me up I’ll never stop

So weit, so naja.

Nun fiel mir heu­te im loka­len Elek­tro­fach­han­del auf irgends­o­ei­nem Album von Alex Cla­re der Auf­kle­ber auf, der besag­te, dies sei das Album mit „dem Lied aus der Inter­net-Explo­rer-Wer­bung“. Ver­ste­he: Wenn man’s schon nicht schafft, Musik zu machen, die irgend­wen wirk­lich bewegt, prahlt man eben statt­des­sen damit, wie toll sie sich als Hin­ter­grund­ge­du­del eignet.

Bei dem Lied han­delt es sich um „Too Clo­se“, es wird in fol­gen­dem Micro­soft-Wer­be­film verwendet:

Text­aus­zug gefällig?

There’s not­hing to say, not­hing to do,
I’ve not­hing to give, I must lea­ve wit­hout you.
You know we’­re hea­ded sepa­ra­te ways.

Wenn’s halt sonst nichts wird.

Netzfundstücke
Scho­ckie­ren­der und absto­ßen­der Content

Ach, You­Tube,

da hast du schon so vie­le tol­le Ent­schul­di­gungs­bild­chen für jede pas­sen­de und unpas­sen­de Gele­gen­heit für uns schutz­be­dürf­ti­ge Schäf­chen vor­be­rei­tet und ach­test mitt­ler­wei­le sogar dar­auf, dass wir uns auf dir, You­Tube, nicht ekeln.

Aber war­um sind dann immer noch sämt­li­che Mit­schnit­te der Reden Frau von der Ley­ens pro­blem­los abruf­bar? Drin­gend Abhil­fe schaffen!
Den Kin­dern zuliebe.

Piratenpartei
War­um ich die Pira­ten­par­tei nicht in den Bun­des­tag wäh­len werde

Ich bin libe­ral. Ich war es immer und ich wer­de es wohl immer sein.

An Poli­tik haben mich in Kin­der­ta­gen ein­zig die Hoch­rech­nun­gen inter­es­siert. Ich fand die bun­ten Bal­ken im Fern­se­hen immer sehr inter­es­sant, obwohl ich kei­ne Ahnung hat­te, was sie bedeu­te­ten. Die Poli­tik änder­te sich ja nicht, Hel­mut Kohl mit sei­ner CDU war immer da und ging ein­fach nicht weg.

Als ich mich zum ers­ten Mal poli­tisch ein­stu­fen muss­te, wähl­te ich aus Über­zeu­gung die F.D.P., die damals noch zumin­dest den Anschein wahr­te, frei­heit­lich-demo­kra­tisch zu agie­ren. Frei­heit und Demo­kra­tie sind bis heu­te zwei Stütz­pfei­ler mei­nes poli­ti­schen Han­delns. Wäh­rend mei­ner Selbst­fin­dungs­pha­se – kurz nach Ein­tre­ten mei­ner Mün­dig­keit als Wäh­ler also – wähl­te ich, abge­se­hen von der CDU, wohl so ziem­lich jede grö­ße­re und/oder bekann­te­re Par­tei. Ich gebe zu: Auch die PDS – oder wie auch immer sie damals gera­de hieß – war schon darunter.

Dann kam das Internet.

Das böse Inter­net, das letzt­end­lich das Mit­tel zur Erlan­gung kom­pro­miss­lo­ser Frei­heit und Demo­kra­tie, unge­ach­tet natio­na­ler Ein­schrän­kun­gen der­sel­ben, ist, begeis­ter­te mich nicht nur, weil man dort so toll Musik und Fil­me klau­en konn­te, son­dern eben auch und vor allem als Instru­ment, sei­ner Mei­nung unge­fil­tert Gehör ver­schaf­fen zu können.

Wie vie­le Men­schen kam auch ich im Jahr 2009 wäh­rend der „Zensursula“-Debatte zur Pira­ten­par­tei, die sich damals als ein­zi­ge Par­tei klar und vehe­ment gegen die geplan­ten Inter­net­sper­run­gen zur Wehr setz­te. Die Idea­le der Par­tei über­zeug­ten mich dabei so sehr, dass ich zum ers­ten Mal in mei­nem Leben mehr als nur Wäh­ler einer Par­tei wur­de: Ich wur­de Mit­glied und brach­te mich, so gut es ging, ein. Die Pira­ten­par­tei stand damals für Frei­heit, Demo­kra­tie, Trans­pa­renz und digi­ta­le Bür­ger­rech­te. Seit­dem hat sich viel getan.

Dass sich so ein Par­tei­pro­gramm auch mal erwei­tern lässt, ist ja noch nicht ver­werf­lich. Ich war stets „Kern­pi­rat“, habe die für mei­ne poli­ti­schen Über­zeu­gun­gen irrele­van­ten Inhal­te also stets gedul­det, aber igno­riert. Sie wider­spra­chen ihnen ja nicht.

Ich habe das Pech, in einem Bereich Deutsch­lands zu woh­nen, des­sen loka­ler Pira­ten-Kreis­ver­band nicht unbe­dingt mit Grö­ße glänzt. So wur­de ich irgend­wann – wohl auch man­gels Bewer­bern – zum Bei­sit­zer in des­sen Vor­stand gewählt. (Ein Vor­stand in der Pira­ten­par­tei – das muss ich für Außen­ste­hen­de kurz erklä­ren – hat ledig­lich ver­wal­ten­de Funk­tio­nen, jedoch kein grö­ße­res Stimm­ge­wicht als jedes ande­re Mit­glied.) Wie x‑beliebig die Vor­stän­de in der Pira­ten­par­tei eigent­lich zusam­men­ge­setzt wer­den, sieht man nicht erst an der Per­so­na­lie Julia Schramm oder an Bernd Schlö­mer, der im Vor­feld des letz­ten Bun­des­par­tei­ta­ges unge­fragt die Pira­ten­par­tei als „sozi­al­li­be­ra­le Par­tei“ defi­nier­te: Eine spä­te­re Neu­wahl im Kreis­vor­stand erhob einen mir unbe­kann­ten Jür­gen A. (Name bewusst gekürzt) eben­falls als Bei­sit­zer in sel­bi­gen. Die­ser Jür­gen A. wur­de am Tag der Wahl zum ers­ten Mal gese­hen und war fort­an nicht mehr auf­zu­fin­den; nomi­nell ist er bis heu­te Mit­glied des Kreis­vor­stan­des, weil ihn noch nie­mand errei­chen konn­te. Zyni­sche Beob­ach­ter könn­ten zusam­men­fas­sen: Es wird Vor­stand, wer gera­de da ist und nicht schnell genug „Nein!“ schreit. (Fai­rer­wei­se möch­te ich hin­zu­fü­gen, dass das sicher­lich nicht in jeder Glie­de­rung der Par­tei so ist.)

Apro­pos „sozi­al­li­be­ral“: Lan­ge Zeit war unklar, wo sich die Pira­ten poli­tisch eigent­lich ein­ord­nen. Pro­gres­siv woll­ten wir sein, raus aus dem Sche­ma „links oder rechts oder bür­ger­li­che Mit­te“. Das hat anschei­nend nicht nur die Medi­en über­for­dert. Die alte Weis­heit, gehört wür­den stets die, die am lau­tes­ten brül­len, hat sich bewahr­hei­tet; flugs kamen Eso­te­ri­ker, ehe­ma­li­ge NPD-Mit­glie­der und Anti­fa-Sym­pa­thi­san­ten in die Par­tei und ver­such­ten sich gegen­sei­tig zu über­tö­nen. Das führ­te zu bizar­ren Ergeb­nis­sen wie etwa dem der Umfra­ge, wie man die Pira­ten­par­tei am ein­fachs­ten zusam­men­fas­sen könn­te: Sie sei radi­kal, links, links­li­be­ral und vor allem gegen Rechts. Dass das mal eben den Grund­prin­zi­pi­en zuwi­der­läuft, auf denen die Par­tei auf­ge­baut ist, scheint nie­man­den wirk­lich zu stö­ren. Außen­ste­hen­den, die das lesen und Wahl­pro­gram­me für Alt­pa­pier hal­ten, den Unter­schied zwi­schen der Pira­ten- und der Links­par­tei zu erklä­ren war noch nie so schwie­rig wie heute.

Das zeig­te sich auch wie­der auf besag­tem Bun­des­par­tei­tag in Bochum. Ein Antrag, der gesell­schaft­li­che Inklu­si­on befür­wor­te­te und somit eigent­lich von jedem Lin­ken hät­te gou­tiert wer­den kön­nen (und ent­spre­chend mit über 2/3 der Stim­men – 2/3 der Stim­men waren gemäß der gül­ti­gen Wahl­ord­nung not­wen­dig – ange­nom­men wur­de), ent­hielt in einem Neben­satz den Begriff der Wah­rung der natio­na­len Iden­ti­tät. Wahl­lei­ter Ste­phan Urbach fiel das – nach­dem der Antrag ange­nom­men wor­den war – auf, und er eil­te zum Mikro­fon, um sich über die­se For­mu­lie­rung (offen­bar war er nie in Frank­reich) auf­zu­re­gen und sich für die Ände­rung in „kul­tu­rel­le Iden­ti­tät“ aus­zu­spre­chen. Auch in einem zwei­ten Wahl­gang wur­de der Antrag jedoch bestä­tigt. Ste­phan Urbach unter­schrieb sei­ne Aus­tritts­er­klä­rung. Als der Antrag im drit­ten Wahl­gang mit der Hälf­te der Stim­men (sie­he noch­mals die 2/3‑Regelung, um die Absur­di­tät voll­stän­dig begrei­fen zu kön­nen) end­lich abge­lehnt wur­de, bedank­te er sich, dass „end­lich rich­tig abge­stimmt wur­de“ (was sehr viel über sein Demo­kra­tie­ver­ständ­nis aus­sagt), und zer­riss sei­ne Aus­tritts­er­klä­rung. Wie gesagt: Wer am lau­tes­ten brüllt, der wird gehört.

Womit wir auch beim ande­ren gro­ßen Pro­blem der Pira­ten­par­tei wären: Dem Per­so­nen­kult. Für den kann sie nicht ein­mal etwas.
Die Pira­ten­par­tei setzt sich seit ihrer Grün­dung für The­men statt Köp­fe ein. Einem Pira­ten ist es egal, wer gera­de Spit­zen­kan­di­dat ist, denn so etwas kennt die Pira­ten­par­tei nicht.

Das über­for­dert aber die Pres­se, die gern kon­kre­te und vor allem weni­ge Ansprech­part­ner haben möchte.

Im Lan­des­ver­band Nie­der­sach­sen wur­den 30 Mit­glie­der der Pira­ten­par­tei auf die Lis­te zur Land­tags­wahl 2013 gewählt. Auf Platz 1 und 2 ste­hen ein Mann und eine Frau. Wie gut für die Pres­se, denn so hat sie gleich zwei Leu­te, die sie „Spit­zen­kan­di­da­ten“ nen­nen kann – wären es zwei Män­ner, der auf dem zwei­ten Platz wür­de sie nicht die Boh­ne jucken. Die Pres­se folgt hier klas­si­schen Mus­tern, sie behan­delt die Pira­ten­par­tei wie jede ande­re Par­tei auch und ist nicht bereit, sich mit ihren Beson­der­hei­ten aus­ein­an­der­zu­set­zen. Sie spricht nach wie vor (ver­ein­zelt) von Dele­gier­ten, von Spit­zen­kan­di­da­ten und von sons­ti­gem Blöd­sinn, der in einer basis­de­mo­kra­ti­schen Par­tei schlicht kei­ne Rol­le spielt.

Wir sind ein­mal ange­tre­ten, um die Welt um uns her­um mit pro­gres­si­ver Poli­tik zu ändern. Nun ertap­pe ich uns immer wie­der dabei, wie wir uns der alten, star­ren Welt anpas­sen. Unse­re „Spit­zen­kan­di­da­ten“ haben mit die­sem Wort kein Pro­blem, sie wider­spre­chen höchs­tens noch halb­her­zig. Den Ansprü­chen der Pres­se wol­le man ja genü­gen, sonst kom­me sie nicht mehr zu unse­ren Par­tei­ta­gen, das wäre ja furcht­bar, denn das wür­de uns total dar­an hin­dern, Poli­tik zu machen.

Auf so etwas wie die Ver­harm­lo­sung von Gewalt durch Mit­glie­der der Pira­ten­par­tei möch­te ich an die­ser Stel­le nicht wei­ter ein­ge­hen, das wür­de ver­mut­lich zu weit füh­ren. Nur noch so viel: Die Bun­des­par­tei steht momen­tan poli­tisch für nichts, was ich per­sön­lich mit gutem Gewis­sen mit­tra­gen kann. Leu­te wie Ste­phan Urbach, der sich eben­falls in den Bun­des­tag wünscht, kann und wer­de ich nicht mit mei­ner Stim­me unter­stüt­zen. Um es mit Ste­phan Urbach zu sagen: Das ist nicht mehr mei­ne Partei.

War­um ich – wie auch er – trotz­dem noch Pirat bin?

Ers­tens: Weil zumin­dest auf Lan­des­ebe­ne – der Lan­des­ver­band Nie­der­sach­sen leis­tet immer noch eine wirk­lich beacht­li­che Arbeit – noch nicht alles ver­lo­ren ist und ich die Pira­ten­par­tei hier vor­erst auch wei­ter­hin wäh­len und nach Mög­lich­keit unter­stüt­zen wer­de. 2013 wer­den wir wis­sen, ob das ein Feh­ler war.

Zwei­tens: Weil, Mit­glieds­aus­weis hin oder her, das, was die Pira­ten­par­tei einst aus­mach­te, nach wie vor das ist, wofür ich mich poli­tisch ein­set­zen möch­te und wer­de. Ob mit hüb­schen Bänd­chen am Arm, wenn mal wie­der abge­stimmt wer­den soll, oder ohne sie. So bedau­er­lich, weil hin­der­lich das manch­mal auch ist: Es gibt momen­tan kei­ne ernst zu neh­men­de poli­ti­sche Alter­na­ti­ve für uns neti­zens.

Ob ich kon­se­quent sein wer­de, wird sich zei­gen. Damit hät­te ich vie­len von euch so genann­ten Pira­ten da drau­ßen aber etwas voraus.

Und, ja, die Kom­men­ta­re hier sind absicht­lich deak­ti­viert. Heult euch woan­ders aus.


(Ange­regt von @lev3renz, der aller­dings einer ganz ande­ren Par­tei angehörte.)

NetzfundstückeIn den Nachrichten
Bil­der des Tages (10. Dezem­ber 2012)

Put­zig: Nord­ko­rea hat ein Rake­ten­pro­gramm. Das Kon­troll­zen­trum sieht auch fast ein biss­chen tech­nisch aus:

Aller­dings wir­ken die acht Wis­sen­schaft­ler in dem gro­ßen Raum an ihren klei­nen Schreib­ti­schen doch ein biss­chen verloren.

In der Ver­grö­ße­rung erkennt man, dass sie auf ihren Com­pu­tern offen­bar auch nicht viel mehr als auf der Pro­jek­ti­on an der Wand sehen kön­nen; wo dann eben auch (oben rechts) eine Grup­pe Korea­ner beim Kla­vier­spiel zu sehen ist. Musik und Rake­ten­wis­sen­schaft sind in Nord­ko­rea offen­bar näher bei­sam­men als manch einer womög­lich glau­ben mag.

Das Gerät vorn rechts im Bild ist auch recht beach­tens­wert. Ist das ein Geld­au­to­mat? Falls nicht: War­um ist es nicht ein­ge­schal­tet, son­dern der Ste­cker liegt lose her­um? (Und ist das Goog­le Earth auf dem lin­ken Bild­schirm hin­ten rechts?)

Frü­her haben Regie­run­gen beim Bil­der­ma­chen ja wenigs­tens noch ver­sucht, gut zu lügen.


Put­zig auch: Der Iran eröff­net ein eige­nes Video­por­tal. Mit Black­jack und Nut­ten mehr isla­mi­scher Kul­tur, um den Sit­ten­ver­fall aufzuhalten.

Laut US-Medi­en soll mehr.ir den Ein­fluss des Islam und der ira­ni­schen Kul­tur stärken.

Und was läuft dann da so? Nun:

Auf der Start­sei­te ganz groß: Aus­schnit­te eines Cham­pi­ons-League-Spiels des FC Bayern

Dann haben wir ja nichts zu befürchten.

Montagsmusik
Cine­kod – Cry

(… und so ein Wochen­en­de vol­ler Nichts geht ja auch immer fast so schnell vor­bei wie ein glück­li­cher Moment, ganz gleich, wie lang er sein mag; aber man ver­misst es nicht, wenn es vor­über ist.)

Beim Begut­ach­ten der noch zu sich­ten­den Musikal­ben in mei­nem Archiv stieß ich zufäl­lig auf die instru­men­ta­le Post­rock-Grup­pe Cine­kod. Einer der Titel auf dem Album („Peo­p­le Chan­ge, Things Chan­ge, You’ll Never Gon­na Be The Same For Me“) heißt „Cry“ und ist trotz des (kein biss­chen) feh­len­den Gesangs dem Titel ent­spre­chend reich­lich melan­cho­lisch; wie’s eben auch Death Metal ist, wenn man nur depri­miert genug ist.

Zurück­leh­nen, ’n Rad­ler öff­nen und sich fra­gen, war­um man sich die­sen gan­zen Quatsch namens Leben Mon­tag eigent­lich immer noch antut.

Cine­kod – Cry

Guten Mor­gen.

PolitikIn den Nachrichten
Kurz ver­linkt CXXXI: Anti­kor­rup­ti­ons­tag? SPD.

Heu­te wird übri­gens der Welt-Anti­kor­rup­ti­ons­tag der UNO began­gen. Pas­send dazu wur­de Peer Stein­brück heu­te mit nur etwas mehr als 93 Pro­zent der Stim­men zum Kanz­ler­kan­di­da­ten der SPD gewählt.

Stein­brück? Ach so, der:

Laut SPIEGEL erhielt Stein­brück zudem Hono­ra­re von Fir­men, die wäh­rend sei­ner Zeit als Bun­des­fi­nanz­mi­nis­ter von Auf­trä­gen des Minis­te­ri­ums pro­fi­tiert hät­ten, und pfleg­te eine grö­ße­re Nähe zu Ban­ken­lob­by­is­ten als bis­her bekannt.

Und ich hat­te schon gedacht, die Pira­ten­par­tei wäre die ein­zi­ge Par­tei in Deutsch­land, die einen Wahl­kampf mit Selbst­iro­nie führt. Jetzt müs­sen sich die Pira­ten offen­bar ranhalten.

In den Nachrichten
Pünkt­lich wie immer: Die Bahn (wird teurer).

Es ist selbst schuld, wer mit der Bahn zufrie­den ist, denn das wird nun teu­er: Höhe­re Prei­se für zufrie­de­ne Bahn­kun­den – für unzu­frie­de­ne bleibt’s wahr­schein­lich unver­än­dert zu teu­er – ste­hen an. Das aller­dings nicht überraschend:

Alle Jah­re wie­der zu Beginn des Win­ter­fahr­plans erhöht die Deut­sche Bahn ihre Prei­se. Dar­auf kön­nen sich die Kun­den auch in die­sem Jahr verlassen[.]

Bekannt­lich ist näm­lich Zuver­läs­sig­keit eine der prä­gnan­tes­ten Eigen­schaf­ten der Deut­schen Bahn. Dem Kun­den kommt’s zugute:

Die Kun­den­zu­frie­den­heit ist Gru­be (Chef­fe von­ner Bahn, A.d.V.) bekann­ter­ma­ßen viel wert.

Das Drän­gen auf Kun­den­zu­frie­den­heit sei­tens der Bahn hat ja bereits in den letz­ten Mona­ten so eini­ge Schlag­zei­len gemacht: Da wer­den schon mal Klein­kin­der aus Zügen gewor­fen, sofern die mal fah­ren. Das tun sie bekannt­lich nicht, sobald im Novem­ber plötz­lich und uner­war­tet der Som­mer endet: Die Deut­sche Bahn erwar­tet im Win­ter wie­der Ver­spä­tun­gen und Zug­aus­fäl­le. Immer­hin sagen sie das vor­her an.

Aber zah­len­de Kun­den krie­gen ja auch was für ihr Geld:

Die Stamm­kun­den der Bahn rei­sen vom 1. April nächs­ten Jah­res an im Fern­ver­kehr umwelt­be­wuss­ter, weil kom­plett koh­len­di­oxid­frei. Die Ener­gie­men­ge für die Fern­fahr­ten aller Bahn­card- und Zeit­kar­ten­in­ha­ber wird als Öko­strom ins Netz eingespeist.

Und die Ener­gie für alle ande­ren kommt nach wie vor vom Atom­dings. Züge beherr­schen dabei dank diver­ser Umbau­ten eine intel­li­gen­te Erken­nung ihrer Insas­sen und schal­ten pro Sitz­platz die Ener­gie­quel­le um.

Man treibt also eini­gen Auf­wand, um sein Ziel (nicht unbe­dingt das Fahrt­ziel, wenn man das Pech hat, in Wolfs­burg aus­stei­gen zu wol­len) zu erreichen:

Des­halb wer­den jetzt die Bonus­zah­lun­gen der Bahn­ma­na­ger auch dar­an geknüpft – und nicht nur an den Gewinn. Zu die­sem Zweck wird die Zufrie­den­heit der Fahr­gäs­te regel­mä­ßig gemessen.

Rich­tig gele­sen: Nicht etwa erfragt oder anders­wie erkun­digt, son­dern gemes­sen. Bekommt man künf­tig als Fahr­gast coo­le Elek­tro­den an den Kopf geschnallt oder wer­den nur Blut­druck­mes­ser ver­teilt? Bei­des wäre ziem­lich lustig.

Wenn’s bei der Bahn eben sonst nicht viel zu lachen gibt.

(Mit Dank an Monti_Jones für die Idee zur Überschrift.)