PolitikIn den Nachrichten
„Wie geplant.“

Sät­ze, die tief blicken las­sen:

Damit kann Ange­la Mer­kel am Diens­tag wie geplant zum drit­ten Mal zur Kanz­le­rin gewählt wer­den.

(Her­vor­he­bung von mir.)

Aber kei­ne Sor­ge:

Um zu ver­hin­dern, dass die Par­tei zer­reißt, hat­te Gabri­el das Mit­glie­der­vo­tum vor­ge­schla­gen.

Die Aus­trit­te aus der SPD wer­den sich erfah­rungs­ge­mäß in Gren­zen hal­ten. Mit­ge­fan­gen, mit­ge­han­gen. Man will ja kei­nen Ärger. Wer hat die noch mal gewählt?

In den Nachrichten
Schnad­ak­lei­kro.

So ein Dezem­ber hat es ja tra­di­tio­nell eher schwer, sei­ne Bedeut­sam­keit zu ver­tei­di­gen: Hat er erst ein­mal begon­nen, sind die mei­sten Küren und Fern­seh­sen­dun­gen zum was-auch-immer des Jah­res meist schon erfolgt. Im Dezem­ber woll’n wir nicht mehr infor­miert wer­den, son­dern erst besinn­lich sein (Hei­lig­abend) und uns in den Fol­ge­ta­gen die Besinn­lich­keit wie­der aus dem Schä­del sau­fen (Jah­res­wech­sel). Prost Mahl­zeit.

Um so erstaun­li­cher ist es, dass den Dezem­ber, in dem sich die Medi­en eben­falls tra­di­tio­nell mit so etwas wie Poli­tik – was machen eigent­lich die Ver­ant­wort­li­chen für den „Bun­des­tro­ja­ner“ gera­de? – gar nicht mehr wei­ter beschäf­ti­gen, jetzt doch noch (zumin­dest heu­te und viel­leicht mor­gen) ein was-auch-immer des Jah­res domi­niert, das oben­drein mit Poli­tik zu tun hat: Die Gefü­despra ernennt „Gro­ko“ zum Wode­ja. „Gro­ko“ klingt ja erst mal ganz put­zig, aber ver­schlei­ert, wor­um es eigent­lich geht. Was ver­lei­tet das Volk dazu, eine SPD-CDU-CSU-Koali­ti­on als „Gro­ko“ („Gro­Ko“) zu ver­nied­li­chen? Das ist ja, als wür­de man anläss­lich sei­ner bevor­ste­hen­den Erschie­ßung von „Gewehris“ und „Sol­da­tis“ spre­chen.

Selbst­ver­ständ­lich ist das kür­zer als jedes Mal „gro­ße Koali­ti­on“ sagen zu müs­sen, was der Faul­heit des Men­schen, der aus ähn­li­chem Grund ja auch „Nah­ne­ben­spre­chen“ sagt, wenn er „Nah­ne­ben­sprech­dämp­fung“ (was bekannt­lich das genaue Gegen­teil bedeu­tet) meint, ent­ge­gen­kommt. Inter­es­sant ist aber die Fra­ge, ob in der Kür­ze tat­säch­lich die „Wür­ze“ liegt oder ob sie nicht kon­tra­pro­duk­tiv ist.

Das Ziel die­ser Sprach­po­li­tik ist es, die Anzahl und das Bedeu­tungs­spek­trum der Wör­ter zu ver­rin­gern, um die Kom­mu­ni­ka­ti­on des Vol­kes in enge, kon­trol­lier­te Bah­nen zu len­ken.
Wiki­pe­dia

„Gro­ko“ klingt nied­lich nach Schnap­pi und irgend­wel­chen gad­gets, das sagt man doch gern, das tut kei­nem weh, das macht Spaß. Mit dem Babo aus der Gro­ko für das Öko in den Dis­po! So vie­le „o“, so viel oh-oh. Ich wäre ein schlech­ter Rap­per.

Wie gesagt: Das Volk neigt zur Ver­nied­li­chung. „Sta­si“, „Gesta­po“, „Gro­ko“ – je kür­zer das Wort ist, desto weni­ger bedroh­lich (und büro­kra­tisch) wirkt es. Die Men­schen reden sich ihre Welt eben gern schön, um vor dem Gedan­ken zu flie­hen, dass sie letzt­lich zur Erfül­lung des gro­ßen Gan­zen bedeu­tungs­los sind, weil sie es selbst sein wol­len. Wer nichts ver­än­dern möch­te, der macht es sich auch in der Jau­che­gru­be gemüt­lich.

Inso­fern spie­gelt „Gro­ko“ den Zeit­geist 2013 viel­leicht doch ganz gut wider.

In den NachrichtenWirtschaft
Fluch­ha­fen­ping­pong

Unter der Auf­sicht von Klaus Wowe­reit wird der Ber­li­ner Flug­ha­fen nicht fer­tig. Klaus Wowe­reit tritt zurück.

Mat­thi­as Platz­eck über­nimmt. Der Flug­ha­fen wird immer noch nicht fer­tig. Mat­thi­as Platz­eck wird krank und tritt zurück.

Was tun? Rich­tig:

Nach Infor­ma­tio­nen des Tages­spie­gel wird Klaus Wowe­reit mor­gen an die Spit­ze des BER-Auf­sichts­ra­tes zurück­keh­ren.

(Ande­rer­seits: Immer­hin macht’s nicht der Hoe­neß.)

PolitikNetzfundstückeIn den Nachrichten
Die Lage der Nati­on (Stand: 11. Dezem­ber 2013)

Ich könn­te mich jetzt dar­über lustig machen, dass ganz Twit­ter heu­te von einem The­ma domi­niert wur­de, das kei­nes ist: „Oh nein, heu­te wer­den vie­le von uns zum letz­ten Mal in ihrem Leben drei auf­ein­an­der fol­gen­de Zah­len im Datum erle­ben!“ (Oder eben auch: „OMGROFLMAO es ist der 11.12.13 um 14:15:16 Uhr und ich bin 17 Jah­re alt, LOOOL.“)

Immer wen ich 11.12.13 i mine­re TL gseh­ne. Klatscht irgend­wo uf dere Welt eh Chin­der­gärt­ne­rin vor stolz.
@MCKS237

Ich könn­te mich dar­über lustig machen, dass auf dem kom­men­den 30c3 mit­tels irgend­wel­cher Papp­kar­ten („hab gewixt“) ein etwa­iger Dis­kurs mit Zei­ge­fin­gern statt Wor­ten aus­ge­tra­gen wer­den soll. Klar, so ein Nerd ver­sucht den Kon­takt mit ande­ren Men­schen, die womög­lich auch noch atmen, meist zu mei­den. Was kann da schon schief­ge­hen?

Ein Mann wird ver­warnt, weil er einer Frau die Tür auf­hält. Eine Frau wird ver­warnt, weil sie in Gegen­wart von Män­nern eine Bana­ne ißt.

Ich könn­te mich dar­über lustig machen, dass Ursu­la von der Ley­en, die wäh­rend ihrer Tätig­keit als Bun­des­fa­mi­li­en­mi­ni­ste­rin 2008 und 2009 den Auf­stieg der Pira­ten­par­tei Deutsch­land maß­geb­lich geför­dert hat­te, indem sie sich für gesetz­li­che Zer­stö­rung des frei­en Inter­nets („Zugangs­er­schwe­rungs­ge­setz“, vul­go „Kin­der­por­no­sper­ren“) ein­setz­te, in der kom­men­den Regie­rung nicht nur mal wie­der das Mini­ste­ri­um wech­seln (bald hat sie wohl die mei­sten rele­van­ten Mini­ste­ri­en mal aus­pro­biert), son­dern gleich ein ganz neu­es Mini­ste­ri­um bekom­men könn­te, das ihr wie auf den Leib geschnei­dert ist:

Dem­nach soll die der­zei­ti­ge Arbeits­mi­ni­ste­rin Ursu­la von der Ley­en (CDU) ins Bil­dungs- und For­schungs­res­sort wech­seln und den neu­en Bereich „Inter­net und Digi­ta­les“ dazu erhal­ten.

Aber eigent­lich ist das alles zum Heu­len.

In den NachrichtenPolitikNetzfundstücke
Medi­en­kri­tik in Kür­ze: Wie Sig­mar Gabri­el ein­mal log und die „taz“ es nicht bemerk­te

560 Schrift­stel­ler so:

WIR FORDERN DAHER, dass jeder Bür­ger das Recht haben muss mit­zu­ent­schei­den, in wel­chem Aus­maß sei­ne per­sön­li­chen Daten gesam­melt, gespei­chert und ver­ar­bei­tet wer­den und von wem; dass er das Recht hat, zu erfah­ren, wo und zu wel­chem Zweck sei­ne Daten gesam­melt wer­den; und dass er sie löschen las­sen kann, falls sie ille­gal gesam­melt und gespei­chert wur­den.

Sig­mar „Vor­rats­da­ten­spei­che­rung“ Gabri­el so (Unter­strei­chung von mir):

Ein sol­cher Auf­ruf darf in der Poli­tik nicht unge­hört blei­ben!

Seid ihr auch schon so gespannt auf die Inter­net­po­li­tik der SPD wie ich, sofern die Koali­ti­on mit der „Uni­on“ zustan­de kommt?


Die „taz“ so:

Ver­lo­gen? Genau! – Gro­ße Inter­net­kon­zer­ne wie Goog­le oder Face­book star­ten eine Kam­pa­gne gegen Spio­na­ge. Selbst wol­len sie auf das Daten­sam­meln aber nicht ver­zich­ten.

Die „taz“ aber ande­rer­seits so: 8 „Tracker“ beim Sei­ten­auf­ruf, unter ande­rem von Goog­le Adsen­se und Dou­ble­Click, das inzwi­schen Goog­le gehört.

Ver­lo­gen? Genau!

NetzfundstückeMir wird geschlecht
Bischof: Fami­li­en zer­stö­ren­der Gen­der­un­sinn scha­det kirch­li­chem Gegen­un­sinn.

Der Chu­rer Bischof Vitus Huon­der (heißt wahr­schein­lich echt so) hat zum Tag der Men­schen­rech­te – das ist mor­gen, obwohl es mir etwas selt­sam vor­kommt, dass nur ein Tag im Jahr den Men­schen­rech­ten gewid­met sein soll – etwas zum The­ma Gen­der­wahn­sinn gesagt.

Vor­der­grün­dig geht es im Gen­de­ris­mus um die Gleich­stel­lung der Geschlech­ter auf allen gesell­schaft­li­chen Ebe­nen. Die Unter­drückung der Frau zum Bei­spiel, wie sie in man­chen Gesell­schaf­ten und Kul­tu­ren noch immer vor­herrscht, wird zu Recht beklagt. (…) Tat­säch­lich han­delt es sich bei die­ser Ideol­gie (sic! A.d.V.) aber um einen Angriff auf Ehe und Fami­lie als die tra­gen­den Struk­tu­ren unse­rer Gesell­schaft. Unge­rech­tig­keit im Ver­hält­nis der Geschlech­ter kann durch die Leug­nung der Geschlech­ter­po­la­ri­tät nicht beho­ben wer­den. Des­halb lehnt die Kir­che die Ideo­lo­gie des Gen­de­ris­mus ab.

So weit ist’s gekom­men mit der Gleich­be­rech­ti­gung, dass eine Sek­te, die jahr­hun­der­te­lang gemor­det und gefol­tert hat und deren Wür­den­trä­ger kei­ne Frau sein dür­fen (wobei das mit Frau­en und Wür­de ja ange­sichts all der sel­fies mit Enten­ge­sicht ein The­ma für einen eige­nen Arti­kel wäre), sich über eine Men­schen ver­ach­ten­de Ideo­lo­gie beklagt, die in der Gesell­schaft zu viel Raum ein­nimmt, und die Unter­drückung der Frau nicht gut fin­det. Ali­ce Schwar­zer ist übri­gens evan­ge­lisch getauft wor­den.

Wäh­rend ich bis hier­hin dem Hir­ten­brief (ich muss bei „Hir­te“ immer an den Rat­ten­fän­ger von Hameln den­ken und weiß auch nicht, wie­so) weit­ge­hend zustim­men konn­te, ist die Argu­men­ta­ti­on zu sel­bi­gem eher absurd:

Der Gen­de­ris­mus leug­net die Schöp­fungs­ord­nung

So als Bischof muss man’s natür­lich erst mal mit der Bibel ver­su­chen. Die Erschaf­fung des Men­schen als Mann und Frau ist eine Vor­ga­be des Schöp­fers, und des­we­gen darf’s kein drit­tes Geschlecht geben. Die Erde darf sich nach römisch-katho­li­scher Ansicht bekannt­lich auch erst seit 1992 um die Son­ne dre­hen. Na end­lich!

Geht’s etwas genau­er? Natür­lich:

Der Mensch exi­stiert, so die Schöp­fungs­ord­nung, als Mann oder Frau. Die natur­wis­sen­schaft­li­chen Erkennt­nis­se sagen uns:Jede sei­ner Kör­per­zel­len ist ent­we­der männ­lich oder weib­lich. Dies ist eine kla­re Vor­ga­be sei­ner Exi­stenz. Die unter­schied­li­che kul­tu­rel­le Prä­gung als Mann oder Frau hebt die­se Pola­ri­tät nicht auf.

Stimmt. Der Gen­de­ris­mus erkennt das bio­lo­gi­sche Geschlecht ja auch als sol­ches an, inso­fern stimmt Herr Huon­der ihm hier sogar zu. Mensch, Vitus, das geht aber auch mit mehr Sub­stanz. Zum Bei­spiel so:

Obwohl sich der Gen­de­ris­mus wis­sen­schaft­lich gibt, hal­ten sei­ne Grund­la­gen der Wis­sen­schaft nicht stand. Vie­le aus­ge­wie­se­ne For­scher wider­spre­chen den Ergeb­nis­sen der „Gen­der-Stu­dies“. Dass es psy­chi­sche und phy­si­sche Stö­run­gen der von Mann und Frau nicht auf. (hä? A.d.V.)

Der Gen­de­ris­mus ist wis­sen­schaft­lich unhalt­bar. Der Gen­de­ris­mus leug­net die Schöp­fungs­ord­nung. Kei­ne Poin­te.

Papst Bene­dikt XVI. sag­te in sei­ner Anspra­che vor dem Kar­di­nals­kol­le­gi­um und der Kurie am 21. Dezem­ber 2012 zum Gen­de­ris­mus: „(…) Im Kampf um die Fami­lie geht es um den Men­schen selbst. Und es wird sicht­bar, dass dort, wo Gott geleug­net wird, auch die Wür­de des Men­schen sich auf­löst.“

Was genau Papst eme­ri­tus Bene­dikt XVI. unter der Wür­de des Men­schen ver­steht, hat er in besag­ter Anspra­che zu erläu­tern ver­säumt; schon im Janu­ar 2012 teil­te er aller­dings mit, dass jede Form der mensch­li­chen Zwei-oder-Mehr­sam­keit zwi­schen nicht hete­ro­se­xu­el­len Paa­ren mit der Wür­de des Men­schen nichts zu tun habe, den eige­nen Penis in einen Mess­die­ner (m) zu stecken also ver­mut­lich eben­falls nicht; obwohl: Nicht der Mensch ent­schei­det, nur Gott ent­schei­det, wer Mann und wer Frau ist.

Wür­de ist eben vor allem ein Kon­junk­tiv.

Amen.

Spaß mit Spam
Das Mad­chen hat sich ins Pferd ver­liebt

Über das Gemüt einer Frau in der Vor­stel­lung von Spam­mern sagt die­se Mail, die ich heu­te im Post­fach fand, wahr­schein­lich auch mehr aus als sie soll­te:

Das Madchen hat sich ins Pferd verliebt - Das schone Madchen schlaft mit seinem Hund

Das Mäd­chen hat sich ins Pferd ver­liebt und schläft (des­halb?) mit ihrem Hund. Wahr­schein­lich, damit das Pferd auf sie auf­merk­sam wird und ihr Blu­men schickt oder so.

:facepalm:

PersönlichesLyrik
Sie. (Frag­ment 8)

„I woar z’jung, du woarst z’scheen,
sunst hätt i des ois kum­man g’sehn.“
– EAV: I hob des G’fühl


Wie eine Kat­ze mit der Beu­te spie­len, bis sie kei­nen Aus­weg mehr sieht. Dann das Genick durch­bei­ßen. In der Tier­welt funk­tio­niert das ziem­lich ein­fach. Er aber war ein Mensch, ein Jäger und Samm­ler. Die­se Jagd soll­te ihm den Ver­stand rau­ben.

Nach nichts als Ste­tig­keit stand ihm weni­ger der Sinn, als er auf sie traf. Er woll­te nicht mehr ver­lie­ren und wuss­te, dass jeder Ver­such zwangs­läu­fig zum Irr­tum füh­ren wür­de. Auch sie war froh über den Aus­weg aus ihrem All­tags­trott. Dass in den Jah­ren ihres Kon­takts jeder außer ihnen selbst zu erken­nen imstan­de war, dass sie sich lieb­ten, wur­de ihnen nur lang­sam bewusst.

Wie eine Kat­ze mit der Beu­te spie­len. Die Beu­te küsst die Kat­ze nicht, die Kat­ze küsst nicht zurück. Ren­nen, immer wei­ter ren­nen. Wer ist Tom, wer Jer­ry?

Er wuss­te, dass er sie ergrün­den muss­te, aber immer, wenn er es ver­such­te, schei­ter­te er an sei­nen eige­nen Gren­zen. Sie krei­sten umein­an­der wie Tra­ban­ten um Pla­ne­ten, ohne sich jemals zu berüh­ren. Nur manch­mal spien sie in einer immer viel zu kur­zen Erup­ti­on das Feu­er in ihnen so hoch, dass sie ein­an­der ent­flamm­ten. Kei­ner von ihnen aber wag­te es, es aus­zu­spre­chen. Sie ver­spra­chen ein­an­der die Ewig­keit und hat­ten doch Angst vor ihr. Ren­nen, ren­nen.

Jedes Mal, wenn es zu viel wur­de, zog einer von ihnen einen Strich unter das Kapi­tel, nur um das näch­ste anzu­fan­gen. Sie wuss­ten, dass jedes Buch ein­mal endet. „Die unend­li­che Geschich­te“ hat über 400 Sei­ten, aber eben auch eine letz­te Sei­te. Er hat­te sie nie bis zum Ende gele­sen. Reka­pi­tu­la­ti­on setz­te Kapi­tu­la­ti­on vor­aus.

Sie hat­te den ersten Schritt gemacht und sie schloss die Tür hin­ter sich zu. Im Spiel des Lebens war er wie­der ein­mal Zwei­ter gegen sich selbst. Das letz­te Kapi­tel blieb unge­schrie­ben. …


„You only know you love her when you let her go
and you let her go.“
– Pas­sen­ger: Let Her Go

In den NachrichtenPiratenpartei
USA-Nazis im All

Apro­pos Nazi­pi­ra­ten: Im Jahr 2010 gab es – wir erin­nern uns – bezüg­lich des von den Pira­ten anläss­lich der „Stopp-ACTA“-Demonstrationen ver­wen­de­ten Logos mit einem abge­bil­de­ten Kra­ken („ACTA“) wegen des­sen Ähn­lich­keit zu einer juden­kri­ti­schen Kari­ka­tur aus frü­he­rer Zeit auf die Müt­ze. Ist böse, macht man nicht, alles Nazis da bei den Pira­ten.

Kra­ken, die irgend­was umschlin­gen, dür­fen nie wie­der als Sym­bol für All­machts­fan­ta­sien ver­wen­det wer­den, weil …

NROL-39

ach, ich geb’s auf.

(via @Fritten)

PolitikIn den Nachrichten
Kur­ze Anmer­kun­gen zu „Xaver“

Es kommt ein Sturm!
Sub­way to Sal­ly: Der Sturm

Der deut­sche Kata­stro­phen­michel darf es sich heu­te wie­der mit Bier und Knab­ber­ge­bäck vor dem Fernseher/Rechner gemüt­lich machen; ein „Unwet­ter“ (das Gegen­teil von „Wet­ter“?) namens „Xaver“ fegt die Stra­ßen und, wenn die Nach­rich­ten stim­men, Men­schen.

Ich möch­te jetzt gar nicht aus­führ­li­cher als nötig auf die Impli­ka­tio­nen des Wet­ter­be­richts (Züge fal­len aus, Her­mes lie­fert zu spät, also wird sich eigent­lich nicht viel ändern) ein­ge­hen, das tut das Inter­net gegen­wär­tig schon zur Genü­ge – ich möch­te SPIEGEL ONLINE viel­mehr dan­ken, dass es, wie es sich für ein Kata­stro­phen­me­di­um gehört, per „Live­ticker“ sei­ne Leser über alles, was sie wis­sen müs­sen, auf dem Lau­fen­den hält:

+++ „Xaver“-Liveticker +++: Orkan gefähr­det Spiel zwi­schen Wer­der und Bay­ern

Puh.


Apro­pos doof:

Kurz vor Thanks­gi­ving gab [die NSA] ihren Mit­ar­bei­tern offen­bar eine schrift­li­che Argu­men­ta­ti­ons­hil­fe für Fei­er­tags­ge­sprä­che mit nach Hau­se.

War­um NSA-Mit­ar­bei­ter über­haupt auf „Fei­er­tags­ge­sprä­che“ vor­be­rei­tet sein sol­len, erschließt sich mir nicht. Berufs­lüg­ner, die ihren Berufs­ethos bis in ihr ver­meint­li­ches Pri­vat­le­ben hin­ein gegen alle Wid­rig­kei­ten (Freun­de, Fami­lie und der­glei­chen) ver­tei­di­gen, wer­den allen Ern­stes noch auf irgend­ei­ne Fei­er ein­ge­la­den? In Deutsch­land „muss“ sich ein Par­tei­vor­sit­zen­der schon ent­schul­di­gen, wenn er es wagt, einem umstrit­te­nen lang­jäh­ri­gen Par­tei­mit­glied die Hand zu geben. Nicht aus­zu­den­ken, wenn man hier mit einem NSA-Mit­glied befreun­det wäre!

Gibt es eigent­lich die­ses „Tee­ren und Federn“ noch?

Mit wehen­den Fah­nen wer­den wir untergeh’n.
Die Toten Hosen: Wehen­de Fah­nen

Spaß mit Spam
Kurz­spam: Hel­lo

Och nö, nicht schon wie­der die …

Hi
My name is Olga.
I am from Rus­sia.
Look my pho­to in attach­ment.

Hal­lo
Ich bin .tux.
Ich bekam die­se Mail.
In Anhang da ist zip mit exe drin.
.tux nicht doof.
Spam­mer erfolg­los.

(Ich fin­de es ja schon ziem­lich sexi­stisch, dass Kri­mi­nel­le offen­bar zumin­dest bei man­chen wohl zumeist männ­li­chen Inter­net­nut­zern schon dadurch Erfolg bei der Ver­brei­tung ihrer Schad­soft­ware haben, dass sie „hal­lo, hier ein Bild von mir, tschüss“ dran­schrei­ben. Ich möch­te hier­mit noch­mals eine Geset­zes­än­de­rung anre­gen, die jedem, der doof genug ist, auf so etwas her­ein­zu­fal­len, den Zugang zum Inter­net ver­wehrt. Die CDU ver­bie­tet doch sonst auch jeden Käse.)

:facepalm:

Mir wird geschlechtPolitikIn den NachrichtenMontagsmusik
Cheer-Acci­dent – Cra­zy

Wie ver­rückt ist die Welt gewor­den? So ver­rückt: Andrea Nah­les (SPD, „man kann nicht alle paar Wochen die Basis fra­gen“) hat „ange­droht“, im Fal­le einer Ableh­nung der Koali­ti­on mit der CDU/CSU wür­de der gesam­te SPD-Par­tei­vor­stand womög­lich zurück­tre­ten. Gerüch­te, sie habe außer­dem mit Frei­bier und Steu­er­erlass für jeden gedroht, der mit Nein stim­me, konn­ten bis­her aber nicht bestä­tigt wer­den.


Wie ver­rückt ist die Welt gewor­den? So ver­rückt:

Es ist offen­siv, anma­ßend, belä­sti­gend und es belei­digt mich, wenn man glaubt, dass das Wackeln mit den sekun­dä­ren Geschlechts­merk­ma­len Ein­fluss auf mei­ne Noten­ge­bung haben könn­te. Nein, hat es lei­der nicht.

(Die Sache hat­te natür­lich ein Nach­spiel mit Auf­schrei.)


Wie ver­rückt ist die Welt gewor­den? So ver­rückt:

Cheer Acci­dent – Cra­zy

Guten Mor­gen!