In den NachrichtenPolitik
Kurze Anmerkungen zu “Xaver”

Es kommt ein Sturm!
Sub­way to Sal­ly: Der Sturm

Der deutsche Katas­tro­phen­michel darf es sich heute wieder mit Bier und Knab­berge­bäck vor dem Fernseher/Rechner gemütlich machen; ein “Unwet­ter” (das Gegen­teil von “Wet­ter”?) namens “Xaver” fegt die Straßen und, wenn die Nachricht­en stim­men, Men­schen.

Ich möchte jet­zt gar nicht aus­führlich­er als nötig auf die Imp­lika­tio­nen des Wet­ter­berichts (Züge fall­en aus, Her­mes liefert zu spät, also wird sich eigentlich nicht viel ändern) einge­hen, das tut das Inter­net gegen­wär­tig schon zur Genüge — ich möchte SPIEGEL ONLINE vielmehr danken, dass es, wie es sich für ein Katas­tro­phen­medi­um gehört, per “Livet­ick­er” seine Leser über alles, was sie wis­sen müssen, auf dem Laufend­en hält:

+++ “Xaver”-Liveticker +++: Orkan gefährdet Spiel zwis­chen Werder und Bay­ern

Puh.


Apro­pos doof:

Kurz vor Thanks­giv­ing gab [die NSA] ihren Mitar­beit­ern offen­bar eine schriftliche Argu­men­ta­tion­shil­fe für Feiertags­ge­spräche mit nach Hause.

Warum NSA-Mitar­beit­er über­haupt auf “Feiertags­ge­spräche” vor­bere­it­et sein sollen, erschließt sich mir nicht. Beruf­s­lügn­er, die ihren Beruf­sethos bis in ihr ver­meintlich­es Pri­vatleben hinein gegen alle Widrigkeit­en (Fre­unde, Fam­i­lie und der­gle­ichen) vertei­di­gen, wer­den allen Ern­stes noch auf irgen­deine Feier ein­ge­laden? In Deutsch­land “muss” sich ein Parteivor­sitzen­der schon entschuldigen, wenn er es wagt, einem umstrit­te­nen langjähri­gen Parteim­it­glied die Hand zu geben. Nicht auszu­denken, wenn man hier mit einem NSA-Mit­glied befre­un­det wäre!

Gibt es eigentlich dieses “Teeren und Fed­ern” noch?

Mit wehen­den Fah­nen wer­den wir untergeh’n.
Die Toten Hosen: Wehende Fah­nen