(Vorbemerkung: Eine Menge „SPIEGEL ONLINE“ in meinen Quellen heute – Allergiker mögen bitte geeignete Quellen selbst finden.)
Deutschland gedenkt seine Autobahnen an private Investoren zu verscherbeln. Die Großartigkeit der Privatisierung von Staatseigentum, letztlich also die Abwehr eines Sozialismus, für den nicht einmal Ostdeutschland noch überzeugend stehen kann, wurde mit Telekom und Deutscher Bahn ja bereits ausreichend erwiesen. Dass diese privaten Investoren ihr hineingestecktes Geld natürlich auch gern wieder herausholen würden, steht bis auf Weiteres außer Frage, und ich ahne für den weiteren Fernverkehr auf deutschen Straßen bis zum Beweis des Gegenteils schlimme Folgen.
Zum Glück lenken Terrorhysterie mit Sippenhaft einer- und „Klimakiller Trump“ („SPIEGEL ONLINE“, 30. Mai 2017) andererseits recht willkommen davon ab, was da eigentlich gerade passiert; gut gefüllt sind die Nachrichten mit Informationen zu irgendwelchen Poprockfesten und Fotos von Gewittern. Dieser rücksichtslose Präsident kündigt ein sanktionsfreies und redundantes Abkommen und deswegen wird unser Wetter schlecht!
Am Zerstören der Umwelt nämlich kann nur etwas geändert werden, indem der Kohlendioxidausstoß weltweit gesenkt wird, und während weitgehend kohlendioxidneutrale Kernkraftwerke dieses Problem elegant und nachhaltig lösen könnten, sind sie hierzulande im Gegensatz zu einigen unserer Nachbarländer nach energischer Einwirkung der Wind- und Sonnenenergielobby doch eher verpönt. Kann ja explodieren, so’n Teil. Außerdem ist es Atomenergie nicht grün-vegan genug und absichtlich nicht grün-vegan zu sein ist rechts und Nazi. Wollen wir nicht. Wir, andererseits, sind auch fein raus, denn für uns gilt das Abkommen auch weiterhin, denn wir sind gute Menschen. Natürlich machen wir als gute Menschen auch mal Fehler, denn das gehört zum Menschsein dazu:
Bereits vor zehn Jahren hat sich die Bundesregierung das Ziel gesetzt, die Emissionen bis 2020 im Vergleich zu 1990 um 40 Prozent zu reduzieren. Damit wird sie krachend scheitern. Bislang sind es gerade einmal 28 Prozent.
Aber wir haben den anderen Teilnehmerstaaten des Abkommens versprochen, dass wir es besser machen wollen würden, und nur das zählt. Denn sonst wäre es doch geradezu absurd, wenn ausgerechnet wir den Ausstieg aus diesem Abkommen als naturfeindlich verurteilten.












