PolitikNetzfundstücke
Medi­en­kri­tik extern: Quatsch mit Laber­so­ße

Mar­ga­re­te Sto­kow­ski, staat­lich mehr­fach geprüf­ter Quatsch­kopf („Stu­di­um“ in u.a. Phi­lo­so­phie; ande­re Leu­te wer­den mit so einer Qua­li­fi­ka­ti­on wenig­stens noch anstän­di­ger Bur­ger­bra­ter oder Taxi­fah­rer und sül­zen nicht das Web voll), quatsch­te auf „SPIEGEL ONLINE“ – wo bleibt das ver­damm­te Ver­lags­ster­ben, wenn man es mal braucht? – über die all­täg­li­chen Vor­zü­ge des­sen, in sei­ner Berufs­vor­be­rei­tung vor­ran­gig bis aus­schließ­lich über’s Quat­schen gequatscht zu haben:

Was man in den soge­nann­ten Laber­fä­chern unter ande­rem lernt, ist, auch schlau­en Nazis etwas ent­ge­gen­zu­set­zen. Ein Laber­fach stu­diert zu haben, bedeu­tet auch, das Gela­ber von ande­ren zu erken­nen.

Da sind die Nazis sicher­lich bereits jetzt sehr beun­ru­higt: Wenn sie jetzt nicht sofort auf­hö­ren, Nazis zu sein, kommt Mar­ga­re­te Sto­kow­ski und quatscht ihren die Ohren blu­tig. Blöd nur: Ist Quatsch.

Die Abwe­sen­heit von Wis­sen ist nicht etwa die Qua­li­fi­ka­ti­on, die Abwe­sen­heit von Wis­sen bei ande­ren zu erken­nen, son­dern es ist ein­fach gar kei­ne Qua­li­fi­ka­ti­on. (…) Wenn der Labe­rer schon sich selbst (bzw. sei­nes­glei­chen) nicht als Labe­rer erkennt, dann kann er nicht die Fähig­keit haben, Labe­rer zu erken­nen. Die For­mu­lie­rung „das Gela­ber von ande­ren” ist ja schon ver­rä­te­risch.

Es gibt noch ein zwei­tes logi­sches Pro­blem: Selbst wenn man annimmt, dass der stu­dier­te Labe­rer in der Lage wäre, Labe­rer zu erken­nen, wäre es nutz- und wert­los. War­um? Weil sein Wert­ur­teil nur Gela­ber wäre.

Für „SPON“, zuge­ge­ben, mag’s noch rei­chen.

PolitikIn den NachrichtenComputer
Iwan des Tages: Botrei­se­frei­heit nur mit Aus­weis!

Wenn es eins gibt, das uns mehr Angst machen soll­te als der Iwan, dann sind es laut über­ein­stim­men­den Medi­en­be­rich­ten des Iwans tücki­sche Mei­nungs­ro­bo­ter, deren pro­gram­mier­ter Auf­trag es sei, den­je­ni­gen Leu­ten, die sowie­so lie­ber auf Twit­ter her­um­hän­gen als wäh­len zu gehen, ein­zu­re­den, wen sie wäh­len soll­ten und wen nicht. Hin­ter­häl­tig, nicht wahr?

Nicht ver­za­gen, die Ret­tung naht! Geht es nach Kat­rin Göring-Eckardt, Berufs­quo­te der „Grü­nen“, haben die teuf­li­schen Pro­gram­me bald kein leich­tes Spiel mehr:

Die Grü­nen-Spit­zen­kan­di­da­tin Kat­rin Göring-Eckardt for­der­te am Mon­tag in der Rhei­ni­schen Post eine gesetz­lich vor­ge­schrie­be­ne Kenn­zeich­nung maschi­nell erstell­ter Mel­dun­gen in sozia­len Medi­en[.]

Das ist lobens­wert, kann aber nur der Anfang sein. Der Kampf gegen Unhol­de hin­ter dem Vor­hang des Inter­nets muss unbe­irrt wei­ter­ge­hen. Hier eini­ge Vor­schlä­ge, was Kat­rin Göring-Eckardt noch for­dern könn­te:

  • Eine Kenn­zeich­nungs­pflicht für Spam­mails (via @sixtus).
  • Eine Kenn­zeich­nungs­pflicht für nicht lizen­zier­te Down­loads in Tausch­bör­sen.
  • Abschrecken­de Schock­bil­der (z.B. Vol­ker Beck) auf Crack- und Cry­stal-Meth-Tüt­chen.
  • Die Pflicht zur Mit­füh­rung eines Warn­si­gnals für Jäger, damit nicht dau­ernd so vie­le Tie­re erschos­sen wer­den.
  • Eine Anmel­de­pflicht für geplan­te Mor­de oder Ent­füh­run­gen.
  • Eine Kin­der­si­che­rung für Molo­tow-Cock­tails, damit sich nie­mand dar­an ver­letzt.
  • Ein Ver­bot von nicht fak­ten­ba­sier­ten Nach­rich­ten (zum Bei­spiel „man soll­te Bots kenn­zeich­nen müs­sen“).

Ich hel­fe ja gern.

(Die­se Liste wur­de maschi­nell erstellt.)

In den NachrichtenMontagsmusik
Fri­ends of Gas – Ein­knick // Schö­ner schla­gen

Käl­te­mon­tag statt Wär­me­sonn­tag; das Leben ist vol­ler Unge­mach, aber man hat es ja eigent­lich auch nicht wesent­lich bes­ser ver­dient. Die pochen­den Kopf­schmer­zen erin­nern dar­an, dass man haupt­be­ruf­lich Mann ist und als sol­cher eigent­lich auch mal weh­lei­dig sein soll­te, um nie­man­des Kli­schee rück­sichts­los zu zer­mah­len; also: aua!

Im Aus­land wird das Aua der­weil zur Kul­tur erho­ben: Nazis ins Gesicht schla­gen, um die Welt zu ver­bes­sern. Das kann nur ein Anfang sein, der zwei­te Schritt soll­te es sein, Gewalt abzu­leh­nen oder kon­se­quent auch mal gegen die anzu­wen­den, die es wahr­lich ver­dient hät­ten, wenn Gewalt eine Lösung für irgend­was und kein Makel der Evo­lu­ti­on wäre: Poli­tik und Kir­che bil­den Bünd­nis für mehr Video­über­wa­chung in Ber­lin, natür­lich. Wenn man in welt­li­chen Fra­gen nicht mehr wei­ter weiß, ein­fach die Kir­che fra­gen, das hat ja Tra­di­ti­on. Da müs­sen gleich die gro­ßen, DDR-erprob­ten Geschüt­ze (näm­lich: Kame­ras) her; nicht, dass die irgend­was ver­hin­dern könn­ten, weil Atten­tä­ter die­ser Tage ja schon aus Grup­pen­zwangs­grün­den stets ihren Aus­weis lie­gen las­sen, nach­dem es zu spät war, sie auf­zu­hal­ten (denn es ist immer zu spät dafür), aber gefühl­te Sicher­heit ist ja immer schön.

Wenn schon sonst kei­ne Sicher­heit mehr besteht, nicht ein­mal die, dass das gleich­falls gefühl­te Pro­mi­nen­ten­ster­ben ein Ende fand: Jaki Lie­be­zeit (Can u.a.) wird die geplan­te Reuni­on von Can nicht mehr mit­er­le­ben. Es ist alles schlimm.

Pas­send dazu: Etwas Musik.

FRIENDS OF GAS // EINKNICK

Guten Mor­gen.

PolitikIn den Nachrichten
Lie­gen­ge­blie­be­nes vom 21. Janu­ar 2017

Im Kampf gegen „Gefähr­der“ will die schwarz-grü­ne Lan­des­re­gie­rung in Baden-Würt­tem­berg eure Com­pu­ter über­wa­chen kön­nen. Es gibt durch­aus Ter­ro­ri­sten, von denen ich mich schon weni­ger gefähr­det gefühlt habe als von CDU und Grü­nen.


Kein Com­pu­ter­pro­gramm kann so tri­vi­al sein, dass die GNU-Hei­nis es nicht rui­nie­ren kön­nen: Deni­al-of-Ser­vice-Lücke in GNU ed.


Auf „ZEIT ONLINE“ freut sich Caro­li­ne Kraft:

Das Netz­werk „Schmal­bart“ will Popu­lis­mus und Fake-News den Kampf ansa­gen. Ganz ein­fach: durch Fak­ten.

Den anti­po­pu­li­sti­schen Drall erkennt man ja schon am Namen des Netz­werks, denn, wie jeder weiß, ist eine über­dies humor­voll gebrauch­te (haha, Breit­bart, Schmal­bart, hihi) Hit­ler­re­fe­renz ein siche­res Zei­chen für Beson­nen­heit und Anstand. Das ist Fakt. :hitler:


Joa­chim Gauck, noch amtie­ren­der Bun­des­prä­si­dent und desi­gnier­ter Vor­gän­ger von Frank-Wal­ter „Guan­tá­na­mo“ Stein­mei­er, hat das Wesen der Demo­kra­tie noch ein­mal betont:

Ohne eine effi­zi­en­te Siche­rung der euro­päi­schen Außen­gren­zen, ohne eine gere­gel­te euro­päi­sche Ein­wan­de­rungs­po­li­tik (…) wer­den kri­sen­haf­te Zuspit­zun­gen auch in Zukunft zu erwar­ten sein.

Unklar bleibt, inwie­fern das nun bes­ser als die AfD ist, aber ich bin ja auch kein Jour­na­list.


Apro­pos Nie­ten als Prä­si­den­ten: Der so genann­te „Jour­na­lis­mus“, der den Amts­an­tritt von Donald Trump wider Erwar­ten nicht völ­lig am Berufs­ethos vor­bei ver­hin­dern konn­te, hat inzwi­schen einen Bewusst­seins­zu­stand erreicht, den sich ein Arzt mal genau­er anse­hen soll­te.

PersönlichesSonstiges
Pas­sen­gers (3D): Die Span­nung ist kaum aus­zu­hal­ten.

(Vor­be­mer­kung: Es folgt eine Film­be­schrei­bung. Kei­ne Sor­ge – der Film ist hin­ter­her noch genau so span­nend wie vor­her.)

Aus Ver­se­hen sah ich gestern den Film „Pas­sen­gers“ in der 3D-Fas­sung, mit­hin mei­nen ersten 3D-Film. Kinos aus Preis- und Qua­li­täts­grün­den weit­ge­hend zu mei­den bringt auch sei­ne Beson­der­hei­ten mit sich.

Die Hand­lung ist schnell erzählt: Ein Mann aus der Mit­tel­schicht lernt auf einem gestran­de­ten Raum­schiff zufäl­lig eine leid­lich ansehn­li­che Frau aus bes­se­ren Ver­hält­nis­sen ken­nen. Wahn­wit­zi­ge Pro­gno­sen über den wei­te­ren Film­ver­lauf abzu­ge­ben schien zu Unrecht ver­früht, denn der Film endet genau auf jene Wei­se, auf die Fil­me die­ser Art nun ein­mal enden, wobei wider Erwar­ten die ein­zi­ge leid­lich span­nen­de Teil­hand­lung in „Pas­sen­gers“ kurz vor Ende des Films und selbst­re­dend in letz­ter Sekun­de abge­bro­chen wird.

Von einer Sci­ence-Fic­tion-Komö­die war bezüg­lich „Pas­sen­gers“ die Rede, aller­dings wer­den sowohl Wis­sen­schaft als auch Wit­zig­keit allen­falls ange­kratzt, nie­mals jedoch durch­sto­ßen. Fik­ti­on aber gibt es zuhauf, ange­fan­gen bei der reich­lich unrea­li­sti­schen Hand­lung an sich und längst nicht endend beim glück­li­chen und, ich erwähn­te es bereits, unglaub­lich lang­wei­li­gen Ende. Dass es die­sen Film in 3D gibt, ver­leiht sei­ner Grau­en­haf­tig­keit noch­mals ein beson­de­res flair, denn nach der Ein­lei­tung des Films – die Sony-Ani­ma­ti­on gefällt mir in 3D bedau­er­li­cher­wei­se recht gut – gibt es prak­tisch kei­ne Sze­ne mehr, die von den super­mo­der­nen Super­ef­fek­ten zu pro­fi­tie­ren wüss­te; statt­des­sen sieht man des Öfte­ren Chris Pratt aus­drucks­los vor einem Hin­ter­grund her­um­ste­hen. Wird es jemals eine deut­sche Neu­auf­nah­me geben, möch­te ich schon jetzt Til Schwei­ger für die­se Rol­le vor­schla­gen.

Schön, so was mal gese­hen zu haben. Man spart sich künf­tig so viel Frust.

PolitikNetzfundstücke
Prä­si­den­ten weg­schwu­len mit Ulf Pos­ch­ardt

Ulf Pos­ch­ardt, sei­nes Zei­chens über­führ­ter Publi­zist von Faken­ews und fol­ge­rich­tig seit­dem für die Axel Sprin­ger AG als (unter ande­rem) für die „Welt“ Ver­ant­wort­li­cher tätig, ließ heu­te via Twit­ter das gewohnt unvor­be­rei­te­te Volk die Lösung für das Pro­blem des sicher­lich nicht norm­kon­for­men Umgangs mit dem künf­ti­gen Prä­si­den­ten der Ver­ei­nig­ten Staa­ten ver­kün­den: Wir müs­sen drin­gend schwu­ler wer­den.

Wir müssen uns gegen Donald Trump wehren und (...) offener, schwuler, multikultureller werden.

Da wird er ganz schön blö­de gucken, der Donald Trump! :ja:

PersönlichesIn den NachrichtenMontagsmusik
David Guet­ta – Memo­ries

Was war DAS?Es ist Mon­tag. Das Wochen­en­de liegt noch schwer in den Kno­chen, man ist das Mensch­li­che eben ein­fach nicht mehr gewohnt oder war es ein­fach noch nie. Zwei­fel und Mis­an­thro­pie im Rausch zu erträn­ken lässt Wirr­nis sich ver­schie­ben, wäh­rend man noch ein Duell führt mit dem, was man für Wahr­heit zu hal­ten schien; Kon­sum, Kon­sum. Man ist so durch, wie man sich fühlt. Zur Per­fek­ti­on allein genügt hät­te, was sel­ten so fehl­te wie dies­mal. Ein König­reich für einen Pelz.

Die Welt trägt das Ihre zur voll­ende­ten Fas­sungs­lo­sig­keit bei. Sicher­heits­lücke im Herz­schritt­ma­cher, da hät­te bestimmt ein­fach nur mehr Inter­net rein gemusst. Die Men­schen wer­den ja auch nicht klü­ger, mit Bil­dung ist dem nicht mehr bei­zu­kom­men: Schü­ler zu doof? Ein­fach Punk­te schen­ken. Geben wir ihnen doch gleich einen Dok­tor­ti­tel und einen Vor­stands­po­sten dazu, damit ihnen kei­ne Nach­tei­le ent­ste­hen gegen­über so Pack, das für sei­ne Lei­stun­gen noch ehr­li­che Arbeit hät­te ver­rich­ten müs­sen.

Wo es für Mathe­ma­tik nicht reicht, braucht man auf son­sti­ge gei­sti­ge Tie­fe auch nicht mehr zu hof­fen: Ran­da­lie­rer behin­dern Hoch­schul­vor­trag eines AfD-Ver­tre­ters und freu­en sich hin­ter­her dar­über, welch erle­se­nen Dienst sie dadurch der Mei­nungs­viel­falt erwie­sen haben. Den Ideen man­cher Mit­men­schen wür­de ein wenig Anstand durch­aus mehr Gewicht ver­lei­hen.

Es ist, jeden­falls, Mon­tag. Hey, hey.

David Guet­ta Feat. Kid Cudi – Memo­ries (Offi­ci­al Video)

Guten Mor­gen.

In den NachrichtenNerdkrams
Tore zum Mist­mach­web (Nach­trag)

Ich so, 2014:

Auf dem Brow­ser der Zukunft soll­te „Bit­te kei­ne Wer­bung ein­wer­fen“ ste­hen.

Euro­päi­sche Uni­on so, gestern:

Das Stich­wort lau­tet „Pri­va­cy by Design“: Die Soft­ware-Anbie­ter sol­len ver­pflich­tet wer­den, alle Vor­ein­stel­lun­gen Pri­vat­sphä­re-freund­lich zu gestal­ten. Das heißt bei­spiels­wei­se, dass Coo­kies von Dritt­an­bie­tern, etwa Wer­be­netz­wer­ken, erst ein­mal geblockt wer­den sol­len. Der Brow­ser soll sich die Ein­wil­li­gun­gen vom Nut­zer ein­ho­len müs­sen.

Die Wirt­schaft so, kurz dar­auf:

Die­se Ver­ord­nung stellt eta­blier­te und von den Ver­brau­chern akzep­tier­te Geschäfts­mo­del­le in Fra­ge und negiert fun­da­men­ta­le Prin­zi­pi­en der Digi­ta­len Wirt­schaft. Das Inter­net, wie wir es heu­te ken­nen, wird es damit nicht mehr geben.

Das Inter­net, wie wir es heu­te ken­nen, jetzt so:

Party (Lizenz: CC0)

(via Trash-Log)

PolitikIn den NachrichtenMontagsmusik
Can – Litt­le Star of Beth­le­hem

Es ist Mon­tag, der Schlen­dri­an hat ein Ende; allein schlen­dert es sich zuwei­len auch weni­ger sanft. Vor zwei Wochen schien die Welt noch in Ord­nung, wenn man nicht so genau hin­sah und sich ein­fach gehen ließ. Die Schwä­che eines Men­schen für den Ande­ren heißt nicht nur dra­ma­tur­gisch so.

Weni­ger dra­ma­tur­gisch als dra­ma­tisch: Deutsch­land hat Angriffs­krie­ge mit Jah­res­be­ginn für gedul­det erklärt, wenn’s nur den Iwan oder son­sti­ge Ter­ro­ri­sten trifft. Dem End­sieg der Guten steht also nichts mehr im Wege. Zuge­stimmt haben mit Bauch­schmer­zen, lei­der aber ohne Ver­stand, natür­lich auch die Grü­nen, deren Aggres­si­on im Koso­vo die Kriegs­un­schuld Deutsch­lands nach fuff­zich quä­len­den Jah­ren ja end­lich been­de­te. Die sind wie­der wer.

Urde­mo­kra­tisch sind sie noch dazu, denn auch sie las­sen ihre Mit­glie­der abstim­men. Wäh­le eine Frau oder dei­ne Stim­me ist für’n Gul­li, aber du darfst dir immer­hin aus­su­chen, ob zusätz­lich ein Mann mit­ma­chen darf. So läuft das und sie bemer­ken nicht ein­mal, wie sehr sie damit das grund­le­gen­de Ver­ständ­nis von der Gleich­heit der Men­schen per­ver­tie­ren. Der Fut­ter­trog will erstrit­ten sein.

Musik, sonst Auf­re­gen.

Can-Litt­le Star Of Beth­le­hem (Full Length Ver­si­on-Alter­na­te Mix HQ Audio-Rare)

Guten Mor­gen.

PersönlichesKaufbefehleMusikkritik
Kurz­kri­tik // So melan­cho­lisch muss man erst mal sein: Hal­ma – Gra­nu­lar

Manch­mal – sel­ten, aber mit stei­gen­der Fre­quenz -, wenn die Gesamt­si­tua­ti­on den Ver­fas­ser die­ser Zei­len zu mehr Trüb­sinn als Freu­de ver­lei­tet, greift er (also: ich) nicht unbe­dingt zur Fla­sche oder zum Text­edi­tor, son­dern in die Spie­le­ki­ste, denn dann steht ein wun­der­ba­rer Kanal zur Gedan­ken­rei­ni­gung offen: Hal­ma spie­len, um die Sehn­sucht zu ver­trei­ben.

Das Ham­bur­ger Quar­tett die­ses Namens näm­lich ver­öf­fent­lich­te 2015 mit „Gra­nu­lar“ (vgl. Ama­zon) bei der Plat­ten­fir­ma von, natür­lich, Nihi­ling ein wun­der­ba­res Slow­co­re­al­bum, des­sen bass­ge­führ­tes Instru­men­tal­fun­da­ment unter die Haut geht wie sonst nur Täto­wie­run­gen, aber sich als ihnen in jeder Hin­sicht über­le­gen zeigt.

Der Musik gewor­de­ne Melan­cho­lieschwamm ent­schleu­nigt, ohne trä­ge zu wir­ken. Klän­ge wie ein Herz­schlag, das Album zum #was­fehlt-Hash­tag. Von Kraut­rock ist gele­gent­lich die Rede, wird über die­ses Album gespro­chen. Sel­ten war es so packend, dass das mal nicht stimm­te. Eine tie­fe Ver­beu­gung nach Ham­burg und ein Glas in die Höhe. Ich bin beein­druckend bedrückt.

NerdkramsIn den Nachrichten
Was hat Mar­kus Becke­dahl eigent­lich gegen eine libe­ra­le Gesell­schaft?

„tan­te“, 29. Novem­ber 2016, über die unsäg­li­che „Digi­tal­char­ta“ von Mar­kus Becke­dahl und so wei­ter:

Arti­kel 5 ist für die Mei­nungs­frei­heit sehr gefähr­lich, ins­be­son­de­re, weil der Ein­griff grund­sätz­lich vor das Ver­ge­hen gescho­ben wird.

„hei­se online“, 31. Dezem­ber 2016, über Mar­kus Becke­dah­ls ver­ba­le Selbst­fünf auf dem schreck­li­chen 33C3:

Bei den geplan­ten Maß­nah­men gegen Ter­ror und Fake-News im Inter­net droht die Eta­blie­rung einer Zen­sur-Infra­struk­tur, warnt Blog­ger Mar­kus Becke­dahl. (…) „Wir sind zu weni­ge, um für alle Pro­ble­me auf der Welt auch sofort die Lösung prä­sen­tie­ren kön­nen.“ Des­halb sei es nötig, dass sich mehr Men­schen an der Dis­kus­si­on betei­lig­ten und die Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren in Brüs­sel kri­tisch beglei­te­ten.

Wer beglei­tet eigent­lich Mar­kus Becke­dahl kri­tisch?