In den Nachrichten
Kurz notiert zur römi­schen Selbstinquisition

Und sie­he, Gott sand­te ein Zeichen und ließ die Vertreter der Vertreter sei­nes Vertreters auf Erden im Drogenrausch dort, wo noch bis 1908 der Name der hei­li­gen Inquisition sei­ne Verkörperung fand, der Unzucht frö­nen, als besit­ze das Neue Testament im Stammland der weni­ger anti­se­mi­ti­schen Hälfte des euro­päi­schen Christentums nur für jene Menschen Gültigkeit, die sich mit dem Gedanken an ein kon­ser­va­ti­ves Familienleben anfreun­den kön­nen, und als sei eben­je­ne hei­li­ge Inquisition, die im Einklang mit den Glaubensnormen die betei­lig­ten Pfaffen als Ketzer wenig­stens einer gött­li­chen Todesstrafe hät­te unter­wer­fen müs­sen, nie gesche­hen; und dann sei aber zu ihrer mora­li­schen Entlastung erwähnt, dass, so wenig man auch von der katho­li­schen oder über­haupt irgend­ei­ner Kirche hält, dies­mal nur zwar gei­stig unrei­fe (denn sonst wären sie nicht katho­lisch), wohl aber kör­per­lich erwach­se­ne Menschen Teil der Ausübung der höchst unchrist­li­chen sexu­el­len Freiheit waren, was, wenn die Sexualität von Katholiken in den Nachrichten ist, ja durch­aus nicht als Regelfall ange­se­hen wer­den sollte.

(via Schwerdtfegr)