MusikkritikKaufbefehle
Musik 06/2017 – Favo­ri­ten und Analyse

Die­ser Arti­kel ist Teil 18 von 25 der Serie Jah­res­rück­blick

Ach, wie haben sich die Leu­te doch gefreut, als das für Musi­ker erstaun­lich töd­li­che Jahr 2016 ein Ende nahm. Ich war­te­te mit der musi­ka­li­schen Jah­res­rück­schau 2016 also sicher­heits­hal­ber bis Janu­ar – und am Tag dar­auf wur­de der Tod John Wet­tons ver­mel­det. Eben­so hat die­ses Jahr bis­her Chuck Ber­ry, Allan Holds­worth und sicher noch ein paar bemer­kens­wer­te Musi­ker sozu­sa­gen auf dem Gewis­sen. Das macht doch alles kei­nen Spaß mehr.

Und wie immer, wenn ich den Spaß zu ver­lie­ren mei­ne, hilft – der Iro­nie bin ich mir bewusst – Musik, den rech­ten Pfad wie­der­zu­fin­den. Es fol­gen kon­se­quent die pri­ma­sten Musik­al­ben des ersten hal­ben Jah­res 2017 abzüg­lich der bereits zuvor the­ma­ti­sier­ten neu­en Alben von Bucke­thead, Pon­ti­ak und All Them Wit­ches. Ich emp­feh­le alles Wei­te­re den jewei­li­gen Arti­keln zu entnehmen.

Es gibt dies­mal ein paar Beson­der­hei­ten zu ver­mel­den: Ver­zich­tet wird dies­mal aus Moti­va­ti­ons­grün­den auf die Rück­schau auf die letz­ten 40 Jah­re sowie ab sofort auf die „Schrott“-Rubrik, denn das Leben ist zu kurz, um sich mit schlech­ter Musik zu beschäf­ti­gen. Man ver­zei­he mir die aus­nahms­wei­se Kür­ze der Haupt­li­ste – am Ende des Jah­res gibt es um so mehr nach­zu­ho­len. Die Rezes­si­on macht vor nie­man­dem Halt.

Gera­de des­halb: Einen Kopf­sprung gewagt!

1. Hör­stu!

  1. End­less Floo­ds – II

    Im Novem­ber 2014 erschien mit „The End­less River“ das letz­te und mit gro­ßem Abstand lang­wei­lig­ste Stu­dio­al­bum der sicher­lich nicht ganz unbe­kann­ten Art­rock­band Pink Floyd. Mit die­sem Album haben End­less Floo­ds nichts gemeinsam.

    Viel­mehr han­delt es sich bei die­sen um einen Abkömm­ling der fran­zö­si­schen Dro­ne-Metal-Grup­pe Mon­arch (auch: Mon­arch!), mit der sie zwei Mit­glie­der, aber auch sti­li­sti­sche Beson­der­hei­ten tei­len. Dem unbe­streit­ba­ren Fakt, dass fran­zö­si­scher Gesang in guter Musik höch­stens iro­nisch etwas zu suchen hat, steht beru­hi­gend ent­ge­gen, dass auf „II“, dem zwei­ten Voll­zeit­al­bum von End­less Floo­ds, nicht beson­ders viel gesun­gen wird, was das Album selbst um so inten­si­ver macht.

    In den drei – na gut, zwei­ein­halb – Stücken auf „II“, von denen das erste („Impas­se“) allein über 24 Minu­ten lang ist, geht es näm­lich recht dicht zu. Kolos­sa­le Dro­nes, die sich lang­sam aus dem Laut­spre­cher schie­ben, wer­den von einem gei­ster­haf­ten Schlag­zeug und ver­zerr­ten, Gän­se­haut erzeu­gend ver­zwei­fel­ten Schrei­en, zu denen es bestimmt auch irgend­wo einen nach­les­ba­ren Text gibt, beglei­tet. Gegen Ende des Stücks, das zwi­schen­durch so lang­sam wird, dass es bei­na­he zum Still­stand kommt (zum ersten Mal recht früh nach etwa vier Minu­ten), nimmt die Gitar­re doch ein wenig Fahrt auf, was vom selt­sa­men zwei­mi­nü­ti­gen Inter­lu­di­um „Pas­sa­ge“ (im Wesent­li­chen gänz­lich unauf­ge­reg­tes Fin­ger­picking) nur kurz unter­bro­chen wird.

    „Pro­ces­si­on“, mit 19:30 Minu­ten Lauf­zeit aber­mals recht lang, macht musi­ka­lisch da wei­ter, wo „Impas­se“ auf­ge­hört hat: Unter­legt von einem Grol­len, dies­mal jedoch ohne wei­te­re Stimm­be­tei­li­gung, errich­tet die Rhyth­mus­ab­tei­lung von End­less Floo­ds ein dro­hen­des Fun­da­ment, über dem die Gitar­re sich end­lich auch ein­mal auf kur­ze Noi­se-Aus­flü­ge – soll hei­ßen: ordent­lich ver­zerr­ter Krach – bege­ben darf. Ins­ge­samt jedoch sind die­se sicher­lich nicht die Essenz von „II“, son­dern es ist die schie­re Emo­tio­na­li­tät, die Dro­ne-Metal wie die­ser sie nun ein­mal besitzt. Inti­mi­tät ohne Gesäu­sel. Ich mag das.

    Rein­hö­ren: „II“ gibt es zur­zeit als Down­load und auf Vinyl-LP sowie Kas­set­te zu kau­fen, auf Bandcamp.com gibt es wei­te­re Infor­ma­tio­nen sowie einen voll­stän­di­gen Stream vom Album.

  2. The Tiger Lil­lies – Cold Night in Soho
    „If you want to win, take hero­in!“ (Hero­in)

    Das bri­ti­sche Dark-Caba­ret-Trio The Tiger Lil­lies ist mitt­ler­wei­le seit 28 Jah­ren nicht nur exi­stent, son­dern auch recht pro­duk­tiv: „Cold Night in Soho“ ist ihr mitt­ler­wei­le 30. Stu­dio­al­bum und das erste seit vie­len Jah­ren, das kei­ne Ver­to­nung bekann­ter Lite­ra­tur ist. Nun sind die drei Her­ren bei Wei­tem kei­ne Gute-Lau­ne-Com­bo und haben sich daher auch dies­mal ein The­ma aus­ge­sucht, das nicht eben einen Anlass zum Fei­ern lässt: Sän­ger und Tex­ter Mar­tyn Jac­ques schrieb, so wird behaup­tet, Erin­ne­run­gen an das Soho der 1980-er Jah­re, als die Tiger Lil­lies ihre ersten gemein­sa­men Auf­trit­te absol­vier­ten, auf, bevor auch dort die Gen­tri­fi­zie­rung einsetzte.

    Die­ses noch nicht „kli­nisch gerei­nig­te“ (Andy Gill) Soho scheint Lou Reeds New York nicht unähn­lich gewe­sen zu sein: Schwer­mü­tig beginnt das Album mit Blues­ge­sang zu nach­denk­li­cher Kla­vier­be­glei­tung, „Sal­va­ti­on Army“ beschreibt die Zustän­de in Soho als von Dro­gen­dea­lern, Pro­sti­tu­ier­ten und Gott­lo­sig­keit bestimmt. Auf den Stra­ßen tum­meln sich Alko­ho­li­ker („Let’s Drink“), Erfro­re­ne („In The Win­ter“, „Just Ano­t­her Day“), Ziel­lo­se („Ticking of the Hours“), an und trotz ihrer Reli­gi­on Ver­zwei­fel­te („The First Day“, „Go“), Die­be („Soho Clip­per Blues“) und Dro­gen­süch­ti­ge („Screwed Blues“, „Hero­in“). In die­sem Stadt­be­zirk, das steht außer Fra­ge, möch­te man nicht woh­nen müssen.

    Trans­por­tiert wird die Erzäh­lung in tie­fem Blues, melan­cho­li­schem Wal­zer („You Would­n’t Know“) und der band­ty­pi­schen Zir­kus­mu­sik („Hero­in“) mit Fal­sett­ge­sang, der auf „Cold Night in Soho“ auch schon mal über­ra­schend aggres­siv („Dance Floor“) daher­kommt. Im bis­he­ri­gen Schaf­fen der Tiger Lil­lies ist die­ses Album nicht beson­ders unge­wöhn­lich, wes­halb „Cold Night in Soho“ als über­mä­ßig her­aus­ra­gen­des Album zu bezeich­nen sicher­lich aus rein musi­ka­li­scher Sicht unpas­send wäre, jedoch ist und bleibt der Anspruch, den ich an ein Album stel­le, um bedeut­sam genug zu sein, dass es mir beson­ders gut gefällt, und „Cold Night in Soho“, eine musi­ka­li­sche Geschich­te auf durch­aus immer noch hohem Niveau, erfüllt die­ses Kri­te­ri­um mit Bra­vour. In den schwe­ren Momen­ten im Leben kommt die­se Musik gera­de recht.

    Rein­hö­ren: Für einen Kom­plett­stream möge sich TIDAL anbie­ten, für Stream und Kauf selbst steht auch das Ange­bot von Amazon.de zur Verfügung.

  3. Prya­pis­me – Dia­bo­li­cus Feli­n­ae Pandemonium

    Ein Pria­pis­mus ist, lati­ni­siert benannt, eine schmerz­haf­te Dau­er­erek­ti­on. Natür­lich stammt eine Band die­ses Namens – hier Prya­pis­me geschrie­ben – aus Frankreich.

    Die fünf Musi­ker, eine der ver­rück­te­sten Bands der Welt, nen­nen sich auf ihrer wun­der­schö­nen Web­site, die vol­ler Kat­zen­bil­der und schlim­mer Far­ben ist, eine Roko­ko­core-Band und haben im Febru­ar die­ses Jah­res ein der­zeit (Stand: 4. Juni 2017) noch nicht auf ihrer Band­camp-Sei­te ver­füg­ba­res neu­es Stu­dio­al­bum namens „Dia­bo­li­cus Feli­n­ae Pan­de­mo­ni­um“, was auf Deutsch nach Gram­ma­tik­kor­rek­tur unge­fähr „das teuf­li­sche Pan­dä­mo­ni­um der Kat­ze“ bedeu­tet. Kor­rek­ter­wei­se ist das der­zei­ti­ge Band­lo­go anschei­nend auch eine 8‑Bit-Regen­bo­gen­kat­ze mit einem umge­dreh­ten Kreuz auf der Stirn, was zu einer Band wie die­ser, die mit ver­meint­li­chen Tabus umgeht wie kaum eine zwei­te, hieß das Debüt­al­bum doch „Roco­co Holo­caust“, groß­ar­tig passt.

    Musi­ka­lisch haben wir es hier, wie der Banau­se sofort erkennt, mit einem schreck­li­chen Lärm zu tun. Über zehn Stücke hin­weg wird über­wie­gend instru­men­tal (in „La Boe­tie Sto­cha­stic Pro­cess“ ist vor­über­ge­hend sexua­li­sier­tes Stöh­nen zu hören) so etwas wie Gen­res nicht bloß igno­riert, son­dern rück­sichts­los in Scher­ben schlägt, immer wie­der unter­bro­chen von Miau­en und Schnur­ren der bei­den Band­kat­zen La Belet­te und Styx. Ver­gleich­ba­re Bands? Ha! Prya­pis­me pürie­ren Digi­tal Hard­core, Spa­ce­rock, Mathrock, Jazz­rock und Pro­gres­si­ve Metal – und das oft („A La Zheuleu­leu“) schon bin­nen andert­halb Minu­ten – und gie­ßen das Gebräu in einen damp­fen­den Kes­sel, der von des Trans-Sibe­ri­an Orche­stras längst legen­dä­rem „Wizards in Win­ter“ über Ata­ri Teena­ge Riot bis zum Pen­gu­in Cafe Orche­stra alles, was es wäh­rend sei­ner Her­stel­lung berührt hat, in Flam­men setzt. Dass das Stück „C++“ mit der gleich­na­mi­gen Pro­gram­mier­spra­che nicht mehr zu tun hat als mit eigent­lich allem ande­ren, über­rascht den Rezen­sen­ten da auch nicht mehr im Geringsten.

    Was die Band dem irri­tier­ten Genie­ßer damit (und mit den Kat­zen) eigent­lich sagen möch­te, bleibt uner­klärt und auch des­halb Teil der Fas­zi­na­ti­on. Gen­res, Schub­la­den, Kate­go­rien – alles Quatsch. Eine schmerz­haf­te Erek­ti­on bekommt man davon nicht, nur vor­über­ge­hend fühlt sich der Kopf ein wenig wat­tig an. Das legt sich viel­leicht irgendwann.

    Rein­hö­ren: Auf Amazon.de gibt es die übli­chen Aus­schnit­te zu hören, auf Bandcamp.com einen Ein­blick in das bis­he­ri­ge Schaf­fen der Grup­pe. Das kom­plet­te Album kön­nen zur­zeit unter ande­rem TIDAL-Kun­den streamen.

  4. Kai­ron; IRSE! – Ruination

    Kai­ron; IRSE! ist eine jun­ge fin­ni­sche Band, deren Name zwar sehr schön sper­rig ist, aber angeb­lich, glaubt man den Musi­kern selbst, kei­ner­lei rele­van­te Bedeu­tung hat, son­dern ledig­lich so ner­vig aus­se­hen soll wie mög­lich. Skan­di­na­vi­scher Humor trifft den mei­nen mit­un­ter durchaus.

    Mit dem im Febru­ar 2017 erschie­ne­nen „Rui­na­ti­on“ ver­öf­fent­lich­te Svart Records nun ihr zwei­tes Stu­dio­al­bum, das zumin­dest leich­ter aus­zu­spre­chen ist als der Erst­ling „Uju­ba­sa­ju­ba“, im Gegen­satz zu die­sem ver­zich­te­te das Quar­tett für „Rui­na­ti­on“ auch weit­ge­hend auf Impro­vi­sa­tio­nen, son­dern ver­brach­te laut eige­ner Aus­sa­ge zwei Jah­re mit Kom­po­si­ti­on und Abmi­schung. Leich­te Kost aber bleibt hier fern; es ist, als wäre die­se Band auch dann gut, wenn sie sich pro­fes­sio­na­li­siert. Verrückt!

    Auf die Ohren gibt es eine fei­ne Mischung aus Shoe­ga­ze („Sini­ster Waters I“), Hard­rock inklu­si­ve jau­lend riff­en­der Gitar­re („Sta­rik“) und dem guten alten pro­gres­si­ven Jazz­rock der 1970-er Jah­re mit recht küh­lem Gesang, den man aus Hall­grün­den bedau­er­li­cher­wei­se nur schwer ver­steht. Gast­mu­si­ker Andre­as Hei­no setzt mit Saxo­phon und Kla­ri­net­te stil­un­ty­pi­sche Akzen­te, sel­ten beglei­tet von Vio­li­nen­ein­satz des Sän­gers Dmi­try Melet.

    Die im „Guar­di­an“ gewähl­ten Ver­glei­che – Yes, King Crim­son, Gent­le Giant, Ornet­te Cole­man, Fair­port Con­ven­ti­on – ent­fa­chen des Musik­freunds Begei­ste­rung kei­nes­wegs zu Unrecht, und oft ist „Rui­na­ti­on“ das alles gleich­zei­tig und klingt trotz­dem so frisch und modern wie nur weni­ge ande­re jazz­rock­be­ein­fluss­te Alben die­ses noch recht jun­gen Jah­res. Kai­ron! Irse!

    Hörn­se rein: Das kom­plet­te Album liegt der­zeit (8. Juni 2017) für Stream und Down­load auf Bandcamp.com her­um, für CD und Vinyl ist Amazon.de nicht ungeeignet.

  5. Sleaford Mods – Eng­lish Tapas
    „Bre­x­it loves that fuck­ing Rin­go“ (Dull)

    Glei­ches Jahr­zehnt, ande­re Szene.

    Das eng­li­sche Duo Sleaford Mods stammt aus Not­ting­ham (ha, rein­ge­fal­len!) und macht mini­ma­li­sti­schen Post­punk mit Anspruch. Das dies­jäh­ri­ge Stu­dio­al­bum „Eng­lish Tapas“ lan­de­te in der bri­ti­schen Hit­pa­ra­de, seit jeher ein etwas weni­ger schlech­ter Indi­ka­tor für gute Musik als es die hie­si­ge ist, immer­hin auf Platz 12. Der Band­na­me hat zwar mit der Mod­be­we­gung (vgl. The Who) durch­aus etwas zu tun, die Musik jedoch nur ein bisschen.

    Voka­list Jason Wil­liam­son und Klang­er­zeu­ger Andrew Robert Lind­say Fearn (wie man als Eng­län­der halt so heißt) näm­lich haben es mit Gitar­ren­mu­sik nicht so, wei­te Tei­le des Albums bestehen statt­des­sen aus gerin­ger Rhyth­mus­un­ter­ma­lung, also Bass und etwas Schlag­zeug, zur gewal­ti­gen Stim­me Jason Wil­liam­sons, was trotz­dem noch so klingt, dass es ohne zu zögern Bands wie Art Brut, The Fall und tat­säch­lich, in den etwas weni­ger zurück­hal­ten­den Momen­ten („Army Nights“), auch die Smit­hs ins Gedächt­nis ruft.

    Ganz Punk sind Sleaford Mods in ihren mit star­kem nord­eng­li­schem Dia­lekt vor­ge­tra­ge­nen (zumeist gerapp­ten) zeit- und sze­ne­kri­ti­schen Tex­ten, deren The­men­span­ne vom „Bre­x­it“ und sei­nen Prot­ago­ni­sten („Dull“, „Mop­top“) über die Plei­te der Kauf­haus­ket­te BHS („B.H.S.“) bis hin zu nost­al­gisch ver­klär­ten Frü­her-war-alles-bes­ser-Musik­hö­rern („Just Like We Do“) reicht; was mich einer­seits zwar trifft, ande­rer­seits aber auch nicht gera­de abstößt. Ich wer­de wun­der­lich, ver­mu­te ich.

    Rein­hö­ren: Zu mei­ner Über­ra­schung gibt es Vide­os zu „Mop­top“ und „B.H.S.“ mit ein­an­der recht ähn­li­cher Hand­lung, anson­sten möge Amazon.de oder TIDAL herhalten.

  6. Thin­king Pla­gue – Hoping Against Hope

    Das trotz aus­blei­ben­der per­so­nel­ler Über­schnei­dun­gen gele­gent­lich als zumin­dest sti­li­sti­scher Nach­fol­ger von Hen­ry Cow benann­te Musik­pro­jekt Thin­king Pla­gue ist nun auch schon seit über drei Jahr­zehn­ten in wech­seln­der Beset­zung aktiv. Wenn­gleich die Abstän­de zwi­schen zwei Alben – das Vor­gän­ger­al­bum „Decli­ne and Fall“ fand hier im Juni 2012 mei­ne nicht ganz unge­teil­te Auf­merk­sam­keit – nicht mehr die Kür­ze von einst haben, so bleibt die Musik doch packend.

    Das könn­te auch dar­an lie­gen, dass die schon ange­spro­che­ne Beset­zung sich aus­nahms­wei­se nicht nen­nens­wert geän­dert hat. Neben Grün­dungs­gi­tar­rist Mike John­son und so wei­ter ist auch die bemer­kens­wer­te Sän­ge­rin und Akkor­deo­ni­stin Elai­ne Di Fal­co, die schon auf dem Vor­gän­ger­al­bum mit ihrem schrä­ge Kon­tra­punk­te ein­füh­ren­den statt bloß die Melo­die beglei­ten­den Gesang die sowie­so schon pri­ma RIO-Kom­po­si­tio­nen letzt­lich ver­edelt hat, noch an Bord. Der inzwi­schen eben­falls lang­jäh­ri­ge Bas­sist Dave Wil­ley, der auch unter eige­nem Namen bereits sehr ähn­li­che Musik ver­öf­fent­li­chen ließ, setzt mit don­nernd grol­len­dem Bass schließ­lich genau die rich­ti­gen Akzen­te in einem Album, das strecken­wei­se („Thus Have We Made the World“) den Gen­reur­sprung im Jazz nicht zu über­tö­nen, son­dern zu beto­nen versucht.

    Die renom­mier­te Plat­ten­fir­ma Cun­ei­form, die auch „Hoping Against Hope“ ver­treibt, erklärt das Album unge­fähr so:

    Wol­ken schau­keln über einen sturm­ver­hüll­ten Him­mel, aber wäh­rend sie kurz­zei­tig sel­te­ne Scher­ben aus Blau­em frei­ge­ben, lau­ern meist noch schwär­ze­re, düste­re­re Graus hin­ter den Nebeln. (…) So viel die­se Musik auch abver­lan­gen mag, so ist sie doch gemacht wor­den, um ein­fach und, noch wich­ti­ger, wun­der­schön zu klingen.

    Und genau das tut sie.

    Rein­hö­ren: Bandcamp.com oder Amazon.de.

  7. Orche­stra Of The Upper Atmo­s­phe­re – ϴ3
    „Time opens the mind, time opens the door.“ (Syn­ap­tic)

    Von einer Musik­grup­pe, die sich Orche­stra Of The Upper Atmo­s­phe­re nennt, Bemer­kens­wer­tes zu erwar­ten ist sicher­lich kein beson­ders gewag­tes Unter­fan­gen. Dass mir die mehr­köp­fi­ge bri­ti­sche Com­bo um den Mul­ti­in­stru­men­ta­li­sten Mar­tin Archer trotz umju­bel­ter Live­au­f­trit­te mit Damo Suzu­ki erst mit ihrem drit­ten Stu­dio­al­bum „ϴ3“, also „The­ta 3“ (ein gro­ßes The­ta sieht, das hal­te ich dem Benen­ner zugu­te, ja fast wie eine Null aus) – der Vor­gän­ger von 2014 hieß selbst­ver­ständ­lich „ϴ2“ – ins Netz gera­ten sind, ist inso­fern so scha­de wie erstaunlich.

    Wie schon die bei­den Alben davor kommt auch „ϴ3“ auf zwei CDs daher, von denen eine ver­mut­lich aus typo­gra­fi­schen Grün­den „klei­nes Alpha“ und eine „gro­ßes Ome­ga“ heißt. Eine Vinyl­ver­si­on scheint es nicht zu geben. Ent­hal­ten sind jeweils zehn Stücke, deren Titel meist irgend­et­was mit Astro­no­mie zu tun haben. Klar: Wer als Orche­stra Of The Upper Atmo­s­phe­re gemein­sam musi­ziert, der schwebt nicht nur musi­ka­lisch in höhe­ren Sphä­ren. Zu sphä­ri­scher Musik passt natür­lich auch eine aus­la­den­de Beset­zung, und so ist das Orche­stra Of The Upper Atmo­s­phe­re hier ein Sep­tett, unter­stützt von drei Strei­chern und einem Posaunisten.

    Von Klas­sik ist hier, unge­ach­tet der Posau­ne, nichts zu hören, statt­des­sen treibt man sich auf dem wei­ten Feld zwi­schen Kammer‑, Kraut- und gon­ges­quem Spa­ce­rock sowie elek­tro­nisch gepräg­tem Jazz her­um, nicht ohne auch mal einen Abste­cher in den Blues („Solar Pro­mi­nen­ces“) oder den Free­jazz (das erfri­schend frei­för­mi­ge Ende von „Pororo­ca“) zu machen. Zwei­fel­los fällt „ϴ3“ in die gen­re­lo­se Kate­go­rie jener Alben, für deren Genuss ein­an­der eine gute Rei­se zu wün­schen nicht falsch wäre, auch, wenn es mit­un­ter gilt, auf dem Flug klang­li­chen Aste­ro­iden („Cir­cumze­ni­thal“, „Pororo­ca“) aus­zu­wei­chen. Die Musik schwirrt der­art ein­neh­mend am wohl­ge­son­ne­nen Hörer vor­bei, dass ihm nur wie durch einen Schlei­er über­haupt wahr­nimmt, dass – auch hier las­sen Gong grü­ßen – erst nach der Hälf­te der ersten CD in „Aniso­tro­pic Shapes“ so etwas wie Gesang, es ist eher ein fer­nes Flü­stern, ein­setzt. Frau frost­la­ke, trotz des inter­es­san­ten Künst­ler­na­mens außer­halb des Band­kon­texts bis­her kaum musi­ka­lisch in Erschei­nung getre­ten, macht ihre Sache wirk­lich gut.

    „ϴ3“ gehört zu den bis­her weni­gen Alben des Jah­res 2017, die ihre eige­ne Stim­mung nicht nur selbst mit­brin­gen, son­dern die des geneig­ten Rezen­sen­ten dabei völ­lig igno­rie­ren. Schlech­te Lau­ne? „ϴ3“ hören! Bestens drauf? „ϴ3“ hören! Melan­cho­lisch? Rich­tig: „ϴ3“ hören! Übrig bleibt ein ein­zi­ges Gefühl: Man ist irgend­wie zufrie­den mit der Welt. Das ist ja auch nicht schlecht.

    Rein­hö­ren: Auf der Web­site zum Album gibt es zur­zeit (25. Juni 2017) neben einer Kauf­mög­lich­keit auch einen zwölf­ein­halb­mi­nü­ti­gen Aus­zug aus der hier ent­hal­te­nen Musik zu hören.

  8. Faust – fresh air

    Von den zwei kon­kur­rie­ren­den Fausts ist die­se (Eigen­schreib­wei­se der­zeit: faUSt) die offen­bar der­zeit im Stu­dio akti­ve­re. Seit sich die Wege von Hans-Joa­chim Irm­ler, der seit­dem mit einer eige­nen For­ma­ti­on von Faust aktiv ist oder war, und den bei­den ande­ren noch akti­ven Faust-Grün­dungs­mit­glie­dern nach über drei­ßig Jah­ren der musi­ka­li­schen Zusam­men­ar­beit um das Jahr 2002 her­um wohl end­gül­tig getrennt haben, sorgt zumin­dest letz­te­re For­ma­ti­on wei­ter­hin regel­mä­ßig für fri­schen Wind.

    2011 befass­te ich mich mit „some­thing dir­ty“, dem damals aktu­el­len Stu­dio­al­bum die­ser For­ma­ti­on, den Nach­fol­ger „j US t“ hin­ge­gen habe ich lei­der weit­ge­hend ver­passt. Sicher ist jeden­falls, dass mit Alter und Beset­zungs­re­duk­ti­on kei­ne Mil­de ein­tritt, was nicht nur von Anhän­gern der Krautrocki­ko­nen, son­dern auch von Ver­ant­wort­li­chen offen­bar geschätzt wird: Die Ham­bur­ger Plat­ten­fir­ma Bureau B, das auch ande­re Grö­ßen der deut­schen elek­tro­ni­schen Musik ver­trieb und ver­treibt, ist auch für die­ses Album zuständig.

    Anders als die vor­he­ri­gen Alben wur­de „fresh air“ in Tei­len jedoch nicht in den Band­stu­di­os in Los Ange­les und Austin – man kommt auch als Krautrocki­ko­ne offen­bar durch­aus in der Welt her­um – auf­ge­nom­men, das Titel­stück und das letz­te Stück „Fish“ näm­lich ent­stam­men im WFMU (ein nicht­kom­mer­zi­el­ler Hör­funk­sen­der in New Jer­sey) ent­stan­de­nen Aufnahmen.

    Kom­po­niert wur­de aber auch im Stu­dio wohl eher neben­bei. Band­fran­zo­se Jean-Her­vé Péron erwähn­te ein­mal, auf „fresh air“ habe die Band sich an Cadav­re Exquis ver­sucht, einer im Sur­rea­lis­mus behei­ma­te­ten Metho­de zum Errei­chen krea­ti­ver Höhe­punk­te, indem die ein­zel­nen Künst­ler von den Ergeb­nis­sen ihrer Mit­strei­ter nichts wis­sen. Wer annimmt, dass das zu schwer erträg­li­cher Musik führ­te, der unter­schätzt Faust sehr, denn „fresh air“ klingt zwar erwar­tungs­ge­mäß nicht weni­ger sper­rig als vor­he­ri­ge Alben der Band, dabei aber kei­nes­wegs unzu­gäng­li­cher als zum Bei­spiel The Vel­vet Under­ground, deren „The Black Angel’s Death Song“ ich in der Klang­samm­lung auch wie­der­zu­fin­den mei­ne, oder die frü­he­ren Gen­re­kol­le­gen Can.

    Als Gäste sind aus „fresh air“ unter ande­rem die Sän­ge­rin (hier viel­mehr: Erzäh­le­rin) Bar­ba­ra Man­ning und der mit ganz ande­rer Musik (Die Krupps) bekannt gewor­de­ne Jür­gen Eng­ler zu hören, es wer­den mal ein pol­ni­sches Gedicht, mal fran­zö­si­sche oder eng­li­sche Tex­te rezi­tiert, wäh­rend die Instru­men­ta­li­sten mit reich­lich Per­kus­si­on hyp­no­tisch-repe­ti­tiv („Birds of Texas“) bis dis­so­nant-aggres­siv („Lights Flicker“) drauf­los­krau­ten. Alt und ver­braucht wird es bei Faust wohl nie­mals geben, man prescht auch 46 Jah­re nach dem Debüt­al­bum noch in eine ein­zi­ge Rich­tung, näm­lich voll durch die Wand. „fresh air“ ist kein Album mit Ecken und Kan­ten, es ist ein Album aus Ecken und Kan­ten. Wer braucht schon Popmusik?

    Rein­hö­ren: Auf Sound­cloud gibt es momen­tan eine Vor­schau auf das Album, auf TIDAL einen Kom­plett­stream zu hören.

  9. Sam­s­a­ra Blues Expe­ri­ment – One with the Universe
    „Think about the pro­mi­ses we made!“ (One with the Universe)

    Von wegen „Blues“!

    Das Ber­li­ner Trio Sam­s­a­ra Blues Expe­ri­ment fei­ert im Jahr 2017 sein zehn­jäh­ri­ges Bestehen und ver­öf­fent­lich­te pas­send dazu, wenn auch wohl unab­hän­gig davon sein vier­tes Stu­dio­al­bum „One with the Uni­ver­se“, das erste mit dem 2014 ein­ge­führ­ten Bas­si­sten Hans Eiselt. Die Selbst­be­schrei­bung besagt, die Grup­pe spie­le „eine Mischung aus Stoner Rock, Psy­che­de­lic Blues, indi­schem Raga und Folk­mu­sik“ und liegt damit gar nicht mal völ­lig daneben.

    Auf­ge­baut sind die fünf Stücke auf „One with the Uni­ver­se“, wie Pseud­ony­mus „Mr. Omen“ rich­tig fest­stell­te, wie schon das Cover­bild qua­si wie ein Lie­bes­spiel: Je län­ger die Spiel­zeit andau­ert, desto inten­si­ver wird das Gehör­te. Beginnt „Vipas­sa­na“ noch mit Mee­res­rau­schen und anschwel­len­den Psy­che­de­lia, so wird schon zwei Minu­ten spä­ter frü­her Hard­rock wie ein Tep­pich aus­ge­brei­tet, rau­en Gesang ein­ge­schlos­sen. Von einem Quickie lässt sich bei immer­hin zehn vol­len Minu­ten Dau­er allein des ersten Stücks frei­lich nicht spre­chen. Um bei der Meta­pher zu blei­ben: Zum Höhe­punkt kommt die Band trotz­dem immer wie­der; und wenn wie in „Glo­rious Daze“ (ein her­vor­ra­gend dro­gen­um­wölk­ter Titel auch) die Ener­gie bis zum Ber­sten anschwillt, um sich in einem Cre­scen­do von beacht­li­cher Dich­te zu ent­la­den, dann ist das auf mehr als eine Art schön.

    Den ollen Wort­witz vom Ohr­gas­mus möch­te ich schon aus Stil­grün­den hier nicht noch wei­ter abnut­zen, aber wor­auf ich hin­aus will, soll­te sich aus mei­nen Schil­de­run­gen auch qua­si von allein erge­ben: Colour Haze, Led Zep­pe­lin, Elvis Pres­ley und die spä­ten Beat­les, mehr muss es gar nicht sein.

    Rein­hö­ren: Auf Bandcamp.com darf zur­zeit nach Her­zens­lust gestreamt werden.

  10. The Uni­ver­se by Ear
    „Make it look like an acci­dent!“ (Make It Look Like An Accident)

    Schon wie­der eines die­ser Musik­al­ben ohne einen anstän­di­gen Titel! Aber für das Debüt-Voll­zeit­al­bum – nach dem vor­ab ver­öf­fent­lich­ten und die­ses Album eröff­nen­den Stück „Seven Pounds“ vom Juli 2016 – mag es noch angehen.

    The Uni­ver­se by Ear ist ein Schwei­zer Trio, das von „20 Minu­ten“ als „der näch­ste Urknall“ oder wenig­stens als „Prog-Super­group“ bezeich­net wird, was eini­ger­ma­ßen über­trie­ben ist, denn vor­he­ri­ge Erfah­run­gen aus einer loka­len Frank-Zap­pa-Cover­band eta­blie­ren noch kei­nen Star­sta­tus. Nichts­de­sto­trotz schwapp­te sich die Wel­le, die The Uni­ver­se by Ear in Basel zum Schwin­gen brach­ten, augen­schein­lich bereits bis nach Australien.

    In einer ihrer Selbst­be­schrei­bun­gen üben die Musi­ker sich nicht in Zurückhaltung:

    Drei wage­mu­ti­ge Bas­ler Musi­ker haben sich zusam­men­ge­fun­den, um den Rock dort­hin zu füh­ren, wo bis­lang kei­ner einen Fuss auf den Boden gesetzt hat: in eine kom­ple­xe, far­ben­fro­he, über­ra­schen­de, har­te, melo­diö­se Land­schaft und in einen Kos­mos, in dem impro­vi­sier­ter Frei­fall neben durch­struk­tu­rier­ter Form existiert.

    Und sie haben damit sogar Recht. Das Klang­uni­ver­sum berei­sen sie tat­säch­lich hör­bar weit: Aus King Crim­sons „Larks‘ Tongues in Aspic“ (sämt­li­che Tei­le), Stoner- und Spa­ce­rock, aber auch den spä­ten Beat­les („Repeat Until Mus­cle Fail­u­re“, „Dead End Town“), Jazz­rock und Can­ter­bu­ry sowie Desert Rock (noch mal „Dead End Town“), ver­edelt mit irr­wit­zi­gen Instru­men­tal­eska­pa­den („Ocean/Clouds/Prism“), kre­ieren die Schwei­zer ihr ganz eige­nes erstes musi­ka­li­sches Aus­ru­fe­zei­chen. Der Gesang ist frei­lich nicht der beson­de­ren Rede wert, sti­li­stisch pas­send ori­en­tiert man sich hier über­wie­gend an den ein­schlä­gi­gen Krautrock­bands, aber es wird ja nicht immer nur gesun­gen; von Anfang an, schon in der zwei­ten Hälf­te von „Seven Pounds“, erfreu­en aus­ge­dehn­te bass- und schlag­zeug­la­sti­ge Instru­men­tal­pas­sa­gen des Hörers Ohren. Mein Album des Jah­res scheint gefun­den, aber ich las­se mich ja gern überraschen.

    Pseud­ony­ma „Eva Maria“ kom­men­tier­te auf „20 Minuten“:

    Unhör­bar sor­ry. Ist wahr­schein­lich the­ra­peu­tisch für die Musi­ker und ein Taxi­ti­ket zur Ein­lie­fe­rung in die Psychi für alle die es sich antun das hören zu wollen

    Ach, „Eva Maria“: dir ent­geht was.

    Rein­hö­ren: Einen Kom­plett­stream gibt es auf Bandcamp.com, Vide­os zu eini­gen Stücken auf You­Tube.

Habe ich was ver­ges­sen? Natür­lich habe ich was vergessen!

2. Kurz und würzig.

  1. The Jesus and Mary Chain – Dama­ge and Joy

    The Jesus and Mary Chain prä­sen­tie­ren zehn Jah­re nach ihrer Refor­ma­ti­on ein groß­ar­ti­ges Gara­gen­rock­al­bum, das Anhän­gern von The Vel­vet Unter­ground, den Strokes und Sonic Youth ein brei­tes Grin­sen auf’s Gesicht drückt. Ama­zon.

  2. Disper­se – Foreword

    Hin­ter dem unauf­fäl­lig­sten Gesang des Jah­res ver­steckt sich über­ra­schend ver­track­te­ster Pro­gres­si­ve Metal, für den ein ein­zi­ger Hör­durch­lauf gera­de­zu lächer­lich wenig ist. Band­camp.

  3. At the Dri­ve-In – in•ter a•li•a

    Die Nach­fol­ge­pro­jek­te, dar­un­ter die unver­gess­li­chen The Mars Vol­ta und Ante­mas­que, sind offen­bar alle­samt geschei­tert, also machen die Musi­ker von At the Dri­ve-In wei­ter mit dem, was sie am besten kön­nen: Ener­gie­ge­la­de­ne Rock­mu­sik mit Punk- und Indie­charme, gefei­ert von der Fach­pres­se und auch von mir trotz ein­schlä­gi­ger Werk­kennt­nis­se für über­ra­schend gut befun­den. Ama­zon.

  4. Nova Collec­ti­ve – The Fur­ther Side

    Instru­men­ta­ler Sym­pho­nic-Prog wie in der guten alten Zeit. Band­camp.

  5. Les Dis­crets – Predateurs

    Sphä­ri­sche Film-Noir-Musik zwei­er Fran­zo­sen mit Indie-Rock- und Trip-Hop-Hin­ter­grund. Band­camp.

Das war es schon? Vor­erst ja – aber das Jah­res­en­de steht ja schon wie­der bald bevor und mit ihm die Jah­res­rück­schau, näch­stes Mal wie­der in alter Pracht. Ich freue mich dar­auf und ihr soll­tet das auch.

Bis bald!

Seri­en­na­vi­ga­ti­on« Musik 12/2016 – Favo­ri­ten und Ana­ly­seMusik 12/2017 – Favo­ri­ten und Analyse »

Senfecke:

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