In den NachrichtenPolitik
Abschließende Bemerkung zu G20: Feuer und Flamme fürs Klima

Die antikapitalistische Linke, lebendes Belegexemplar der Hufeisentheorie, hat endlich neue iPhones und denkt sogar mal über Körperpflege nach. Durch die Ankurbelung der Glaserei- und Autowirtschaft mittels der Zerstörung von Schaufenstern und Dienstfahrzeugen von Krankenpflegern wurde dem Kapitalismus ein Schnippchen geschlagen und es ist sicher nur noch eine Frage der Zeit, bis die Banken freiwillig dem Freiheitsdrang der Bürger nachgeben. Die Verschonung von Geschäften, deren Besitzer rechtzeitig bekannt gegeben haben, auf der richtigen Seite zu stehen, hat in Deutschland bekanntlich eine bald achtzig Jahre alte Tradition und Tradition ist wichtig.

Dass nicht etwa die internationale Hochfinanz, sondern kleine Geschäftsleute, Journalisten und Polizisten teils ruiniert, teils schwer verletzt wurden, war auf dem Weg zu einer besseren Welt unvermeidlich, denn niemand muss Geschäftsmann, Journalist oder Polizist sein oder in Hamburg wohnen. Nachdem das Klima jetzt gerettet und der Kapitalismus endgültig besiegt ist, bleibt nur noch eine Frage ungeklärt:

Wie dumm ist Werner Rätz?

Senfecke

Bisher gibt es 9 Senfe:

  1. Schöne Links. Hooligans gehen ja auch nicht zu einem Fußballspiel, weil sie sich für das Ergebnis interessieren. Adventure-Tourismus für linksdrehende Zahnarztsöhne. Montag: BWL-Klausur in Hannover.

    • Glaube ich nicht. Eher Gender Studies oder sowas. BWLer sind zwar auch nutzlos für die Gesellschaft, brauchen aber wenigstens eine grundlegende Ahnung von wirtschaftlichen Zusammenhängen, sonst kommen sie nicht mal durch die Vorprüfungen.

  2. Erstens: Nicht die prosportlichen Fußballer haben die Anhänger von RB Leipzig angegriffen, sondern ein winziger Teil der BVB-Fans. So viel zu „antikapitalistische Linke“ (eine prokapitalistische ist m.E. übrigens keine).
    Zwotens: BWLer haben keine „Ahnung von wirtschaftlichen Zusammenhängen“. Das fängt schon damit an, dass sie Marx nicht lesen dürfen. Genderstudies sind auch immer noch nicht „links“. Sie sind Schwachsinn, den kann man sich auch als Nazi-Eso prima anhören.

    Drittens: Wo offenbart Werner Rätz in dem Interview Dummheit? Kann ich nicht sehen.

    • Antikapitalisten klauen auch keine iPhones; naja.

      Marxismus ist bisher überall, wo man versuchte, ihn anzuwenden, gescheitert. Frage mich insofern, ob Marx zu lesen tatsächlich ökonomisch klüger macht.

      Was Werner Rätz angeht: sein Interview klingt nach Stuhlkreis. Da berate man sich jetzt im Hinterzimmer, vermutlich Lieder für den Frieden singend, wieso eskalierend gekleidete Demonstranten plötzlich durchgedreht seien. Man könne aber selbstredend nichts dafür, denn gekommen wären die auch uneingeladen. Nach der Logik können die USA auch nichts für das Leid im Jemen. Das ist nun natürlich allein meine laute Interpretation und bewusst als Frage formuliert – vielleicht bin ich ja selbst dumm.

  3. Marxismus ist bisher überall, wo man versuchte, ihn anzuwenden, gescheitert.
    Das sind leider diese Aussagen derer, die ihn nicht gelesen haben. Das ist, als ob man daran scheitern könnte, Newton „anzuwenden“. Marx ist 98% Analyse – mit der sich niemand befasst, weil sie zu kompliziert ist. Es ist eben Wissenschaft. Reflexhaft so etwas wie „Diktatur des Proletariats“ hervorzubringen, zeugt von incihts als Unkenntnis. Ich empfehle sehr, diesen Zusztand zu beheben. Im Übrigen ist das „kommunistische Manifest“ ein schöner kurzer Text, der eine Ahnung verschafft, worum es geht und für die meisten Leser eine echte Überraschung.. Sein Hauptwerk ist freilich etwas anderes.

    Zu Rätz: Es ist doch ein valides Argument zu sagen, dass die Hooligans auch kommen, wenn sie nicht willkommen sind. Der Unterschied ist de facto der, dass man so mit ihnen reden kann (auch wenn es wenig nützt). Implizit flüstert Rätz, dass die Organisatoren sich nicht generell von Militanz distanzieren wollen, weil es für sie einen nicht definierten Punkt gibt, an dem sie gerechtfertigt wäre. Er hält es womöglich für aussichtsreicher, mit den Hools zu dikutieren, ob deren Strategie, deren konkrete Militanz, nicht zufällig saudumm ist. Vielleicht ist er auch so doof wie das hieisige Establishment, das Militanz in Russland, der Ukraine und Syrien (bei den Bösen) super findet, weil er die Bösen hier verortet. Kann ich nicht ausschließen, aber das sagt er nicht, und ich halte es für unwahrscheinlich.
    Meist ist der Fall halt komplizierter, und was nach Dummheit aussieht, ist nur eine andere Sichtweise.

    • Hätte ich selbst Ahnung von Wirtschaft, schriebe ich vermutlich weniger darüber. Aber ich bin auch Arbeiter- und nicht Anwaltskind wie Karl Marx, mit ehrlicher Arbeit bin ich also aufgewachsen. Ich wäre wohl schon herkunftsmäßig ein schlechter Kommunist. – Sticheleien mal beiseite: Die „Diktatur des Proletariats“ ist so eine Phrase, die ich zum Glück für ausgestorben hielt. Dass man über die Definition von „Linkssein“ angesichts marodierender Irrer ganze Bücher füllen könnte, hat ein gewisser „flatter“ ja mitunter mal durchsickern lassen. Bis dahin sehe ich keinen Sinn darin, die Selbstbezeichnung der marodierenden Irren nicht einfach zu übernehmen. Wer wäre ich, ihnen vorzuschreiben, wer sie zu sein haben?

      Ich habe – unterschiedlichen Interessen sei’s gedankt – vom Herrn Rätz tatsächlich heute zum ersten Mal etwas gelesen und ich müsste selbst erst einmal recherchieren, wie viel Kurzsichtigkeit und wie viel Subtilität ihm zuzutrauen sind. Dass ich die absolute Wahrheit nicht zu vertreten hoffe, möchte ich zumindest als Voraussetzung geltend machen. Ich verstehe viele der aktuellen Vorgänge nur oberflächlich. Aber wer versteht schon einen Menschen?

  4. Nun, als „Linke“ bezeichnen sich auch Schröder, Chulz, Özdemir und – ich fürchte – sogar Sarrazin. Die „Autonomen“ sind schon ein besonderes Völkchen. In deren Umkreis wiederum befinden sich V-Männer, deren Selbstbezeichung mir unbekannt ist und wenn es dann brennt Hooligans, die sicher auch „gegen Islamisierung“ prügeln sowie Anrainer und Gelegenheitsplünderer. Viel Testosteron, wenig Großhirnrinde. Gibt es auch bei der Jungen Union, nur weicher, leiser und langsamer. Daher die ganzen Pickel. Ich persönlich habe die „Chaostage“ auch einmal für Rock’n Roll gehalten. Das wächst sich häufig aus.

  5. Eins ist klar: Ob die Generation Abenteuerclub Antifa etwas begriffen hat oder nicht – sie haben auf keinen Fall Marx gelesen. Sonst hätten sie nicht Fahrradläden angegriffen und Autos der Normalos abgefackelt. Sie hatten die Mächtigen wenige hundert Meter vor der Nase – und klauen Wodka??? Das ist so erbärmlich, dass ich gar nicht glauben kann, dass es Linke sind. Da fehlen mir die Worte. Der Schnaps in der Hand ist besser als die Merkel auf dem Dach, oder was? Eine Blamage …

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