In den Nachrichten⁠Politik
Stehzeugsteuer

Die F.D.P. ulkt (Archiv­ver­si­on):

Das Auto kosten­los in der City par­ken, immer grü­ne Ampeln: So könn­ten nach FDP-Ansicht die Innen­städ­te attrak­ti­ver wer­den.

Poli­ti­sche Mit­be­wer­ber las­sen sich Wider­spruch nicht neh­men, doch mit eige­nen kon­struk­ti­ven Ideen gei­zen sie. Dabei ist eine bun­des­wei­te Bes­se­rung der Ver­kehrs­si­tua­ti­on doch nicht nur ein­fach, son­dern auch von „links“ bis „rechts“ kon­sens­fä­hig:

Eine hohe Steu­er pro Tag, an dem ein Auto­mo­bil nicht bewegt wird („Steh­zeug­steu­er“ oder, um beim der­zei­ti­gen Duk­tus zu blei­ben, „Beweg­tes-Auto-Gesetz“).

Nein, war­tet, die Idee ist gar nicht so blöd. Im Gegen­teil: Alle der­zeit im Bun­des­tag ver­tre­te­nen Par­tei­en könn­ten guten Gewis­sens zustim­men!

  1. Die F.D.P. möch­te offen­sicht­lich mehr Bewe­gung auf den Stra­ßen sehen. Mein Vor­schlag, das Her­um­ste­hen teu­er zu machen, kommt die­sem Vor­schlag ent­ge­gen. Zumal stärkt er – beweg­te Auto­mo­bi­le wei­sen nun mal einen höhe­ren Ver­schleiß auf als nicht beweg­te – die deut­sche Wirt­schaft, ins­be­son­de­re die der Ener­gie- und Auto­teil­kon­zer­ne.
  2. Ich zie­he nach mei­nen bis­he­ri­gen Beob­ach­tun­gen in Zwei­fel, dass CDU/CSU sich die­ser Ansicht nicht anschlie­ßen wür­den.
  3. Die Grü­nen, für höhe­re Steu­ern immer zu haben, kön­nen sich so, da abseh­bar die Park­platz­strei­fen deut­lich redu­ziert wer­den kön­nen, mit mehr Platz für Fahr­rad- und/oder Pan­zer­we­ge (das scheint tages­form­ab­hän­gig zu sein) pro­fi­lie­ren.
  4. Ihre Steu­er­erhö­hungs­freun­de von der SPD, die nach einer Wahl bekannt­lich immer das Gegen­teil von dem tut, was sie vor einer Wahl ver­spro­chen hat, kön­nen so, da die Auto­mo­bi­li­tät ins­ge­samt zurück­ge­hen wird, nicht nur end­lich ihr Wahl­ver­spre­chen von „mehr E‑Mobilität“ bre­chen, son­dern auch ihre ver­meint­lich sozia­le Ader wie­der in die Fern­seh­ka­me­ras hal­ten, denn wohl wenig wäre für Fuß­gän­ger und Rad­fah­rer sozia­ler als emp­find­li­che Stra­fen für das Rum­ste­hen auf Fuß- und Rad­we­gen mit etwas, das weder Mensch noch Fahr­rad ist. (Ich möch­te nicht ver­schwei­gen, dass die­se Begrün­dung die­je­ni­ge ist, die mich selbst zu die­sem Vor­schlag ange­regt hat. Ich fin­de es nur scha­de, dass ich sie am ehe­sten mit der SPD ver­bin­de.)
  5. Die AfD weiß: Alle Aus­län­der haben immer ein dickes Auto und neh­men anstän­di­gen Deut­schen damit die Park­plät­ze weg. Pro­blem gelöst!
  6. Die Lin­ke weiß: Alle Rei­chen haben immer ein dickes Auto und neh­men der Arbei­ter­klas­se damit die Park­plät­ze weg. Pro­blem gelöst!
  7. Das Bünd­nis Sahra Wagen­knecht hat auf­grund sei­ner (d.h. ihrer) hete­ro­ge­nen Grund­über­zeu­gun­gen hier sogar die Wahl, ob es lie­ber wegen der Begrün­dung der AfD oder wegen der Begrün­dung der Lin­ken für den Vor­schlag stim­men soll. Das bedarf sicher eini­ger inner­par­tei­li­cher Dis­kus­si­on, aber das Ergeb­nis zählt. Distan­zie­ren kann sich das BSW dann ja immer noch von bei­dem oder kei­nem oder einem von bei­den.

Nicht ganz unei­gen­nüt­zig schen­ke ich die­se Idee hier­mit der Poli­tik. Sie möge Gutes bewir­ken.

In den Nachrichten⁠Montagsmusik⁠Computer
GYFTH – Deine Party // Helden (gut und schlecht)

Rumhängen (Panda-Edition)

Es ist Mon­tag. Die Heil­bron­ner CDU for­dert mehr Plan­wirt­schaft (Archiv­ver­si­on) in der dor­ti­gen Innen­stadt. Wel­cher Rea­li­täts­zweig ist das eigent­lich?

Apro­pos CDU: Die Bun­des­wehr, lese ich in der „taz“, locke­re ihre Brand­mau­er und betrach­te jetzt auch hoch­ran­gi­ge SS-Gene­rä­le grund­sätz­lich als Vor­bild, wenn sie auch nach dem Krieg noch mili­ta­ri­sti­sche Scheiß­ker­le waren. Ich neh­me an, mit sol­cher­lei Vor­ge­hen lockt man genau den rich­ti­gen Typen Mensch ins Heer. Den Übri­gen emp­feh­le ich einen Blick auf die Kriegs­grä­ber.

Die BBC sin­niert wäh­rend­des­sen über die wah­ren Hel­den des All­tags: Offen­sicht­lich ist es pro­blem­los mög­lich, meh­re­re Stun­den lang in einem Flug­zeug zu sit­zen, ohne dabei zu schla­fen und/oder auf ein Smart­phone zu glot­zen. Die Mensch­heit ent­deckt noch ganz neue Wun­der an sich.

Kur­zes aus der EDV: Die Ver­su­che der zu Recht weni­gen ver­blei­ben­den Fire­fox­nut­zer, nicht allein auf der Welt zu sein, wir­ken zuse­hends ver­zwei­fel­ter. Mitt­ler­wei­le scheint bereits „es benutzt nicht den­sel­ben Brow­ser­kern wie Chro­me!“ Als Argu­ment durch­zu­ge­hen. Hof­fent­lich bringt bald mal jemand einen drit­ten Web­brow­ser raus. – Hacker hacken Hacker­kon­fe­renz­bad­ges. Selt­sa­mer­wei­se sind ande­re Hacker dar­über erbost.

Sorgt hin­ge­gen stets für gute Lau­ne: Musik.

Dei­ne Par­ty

Guten Mor­gen.

Sonstiges
Medienkritik in Kürze: Strom aus der Steckdose und Kaffee aus dem Laden

Lisan­ne Dehn­bo­stel fragt in der aktu­el­len Sonntags-„FAZ“:

Ist Kaf­fee einer Röste­rei immer bes­ser als der aus dem Super­markt?

Die sol­ches Gefrag­te, Bär­bel Dahms, unter ande­rem Kura­to­rin des Kaf­fee­mu­se­ums in der Ham­bur­ger Spei­cher­stadt, ant­wor­te­te nicht etwa „auch Kaf­fee im Super­markt muss erst mal gerö­stet wor­den sein, Sie dum­me Nuss“ oder wenig­stens „das hängt von der Röste­rei und vom Super­markt und von der Zube­rei­tung und so wei­ter ab“, son­dern unge­fähr „ja“. Ich bewun­de­re Bär­bel Dahms für die­se Selbst­dis­zi­plin.

In den Nachrichten⁠Musik⁠Netzfundstücke
Liegengebliebenes vom 9. August 2024

Bin ich eigent­lich der Ein­zi­ge, den es nen­nens­wert stört, in hie­si­gen Medi­en die aus­nahms­wei­se nicht „ein­ge­ord­ne­te“ Fest­stel­lung zu lesen, dass irgend­ein Staat „Abschuss­li­sten“ (Archiv­ver­si­on) mit bis­lang leben­den Men­schen führt?


Penis, hihihi!


Ter­ror in Wien: Men­schen sin­gen laut Lie­der von Tay­lor Swift (Archiv­ver­si­on). Und nie­mand hält sie auf!


Die „West­fa­len­Bahn“ habe, teil­te ein Aus­hang in einem Zug der „West­fa­len­Bahn“ mit, ein „West­fa­len­Bahn Kun­den­Cen­ter“. Da fehlt eigent­lich nur noch ein Apo­stroph zum end­gül­ti­gen Wahn­sinn. (Was ich als Pro­gram­mie­rer von der Camel-Case-Schreib­wei­se hal­te und ob die unga­ri­sche Nota­ti­on – wenn auch sonst etwas aus der Mode gera­ten – nicht weni­ger bescheu­ert wäre, bleibt hier das süße Geheim­nis des Ver­fas­sers.)


Die Redak­ti­on von „hei­se online“ ist genau so ent­setzt wie man es erwar­ten wür­de: Din­ge, in denen ein Mikro­fon ist, las­sen Ton nicht nur raus, son­dern auch rein. Wann genau in die­sem Pro­zess ein sol­ches Gerät „Laut­spre­cher“ den Namen „Wan­ze“ bekommt, bleibt lei­der offen. Im dor­ti­gen Forum wird ver­tei­digt: Wer sämt­li­che Hän­de gera­de belegt habe, der kön­ne ja nicht ohne Sprach­steue­rung das Lied wech­seln. Die­sen Men­schen sage ich, als Rat­schlag für ein offen­sicht­lich bestehen­des Pro­blem gemeint: Man muss gar kei­ne Lie­der wech­seln, wenn man sich selbst aus­sucht, was abge­spielt wer­den soll. Das geht wirk­lich! (Abt.: Was Oma noch wuss­te.)

In den Nachrichten⁠Mir wird geschlecht
Sichtbarkeitsskulpturen

Ja, aber…

Als „Denk-Ort sexu­el­le und geschlecht­li­che Viel­falt“ soll an der Ham­bur­ger Alster ein glä­ser­nes Kunst­werk in Regen­bo­gen­far­ben ent­ste­hen. (…) Ziel des Denk­or­tes sei es, Respekt und Aner­ken­nung zu the­ma­ti­sie­ren und Sicht­bar­keit für alle Per­so­nen der Com­mu­ni­ty zu schaf­fen.

…, abge­se­hen von den Fra­gen, ob erstens Respekt nicht (eine wei­te­re Leh­re aus Dik­ta­tu­ren) etwas ist, was man sich selbst erar­bei­ten muss und nicht per Sprech- oder Skulp­tu­ren­bau­akt ein­for­dern kann, und wie zwei­tens die­je­ni­gen „Per­so­nen der Com­mu­ni­ty“, die mit „der Com­mu­ni­ty“ lie­ber nichts zu tun haben wol­len, hier ein­ge­bun­den wur­den und wer­den: Wenn man errei­chen möch­te, dass zum Bei­spiel poly­amo­re Pan­se­xu­el­le „sicht­ba­rer“ gemacht wer­den sol­len, wäre es dann nicht ziel­füh­ren­der, ihnen ein Schild umzu­hän­gen, damit man sie über­haupt als sol­che erkennt?

Musik⁠Netzfundstücke
Kamala hält Platten

Für all­zu gelang­weil­te Freun­de US-ame­ri­ka­ni­scher Innen­po­li­tik und/oder Schall­plat­ten: Hier kann man die der­zeit amtie­ren­de dor­ti­ge Vize­prä­si­den­tin schein­bar ver­schie­de­ne Schall­plat­ten in eine Kame­ra hal­ten las­sen. Selbst­ver­ständ­lich gibt’s dort auch etwas von Anal Cunt.

(Abt.: Ist doch albern ist das doch!)

In den Nachrichten⁠Montagsmusik
Public Image Ltd – Albatross (live) // Schießen statt Rauchen

Erst mal Frühstück.

Es ist Mon­tag. Vor­ge­stern ende­te in Braun­schweig das dies­jäh­ri­ge „Bier­fest“ (der Name scheint eine Mar­ke zu sein). Unpo­pu­lä­re Fra­ge mit unkla­rer Ant­wort: War­um darf ich eigent­lich öffent­lich – das „Bier­fest“ fand direkt vor den Toren des Rat­hau­ses, mit­hin dort, wo auch Kin­der und son­sti­ge Unnö­ti­ge sich auf­hiel­ten, statt – laut schlim­me Musik hören und betrun­ken Pas­san­ten bepö­beln, aber wenn ich allein im Park ver­se­hent­lich die fal­schen Dro­gen in der Tasche habe, wird das teu­er?

„Com­pact“ heißt jetzt „Nän­cy“. Humor haben sie.

Hüb­sche Idee mit abseh­bar begrenz­tem Poten­zi­al: Peti­ti­on für gegen die Ser­ver­ab­schal­tung von Com­pu­ter­spie­len. Qua­si zum glei­chen The­ma auch: Ein Blog wei­ter las ich die­ser Tage, Deutsch­land habe Tau­sen­de min­der­jäh­ri­ge Sol­da­ten. Es ist ja offen­sicht­lich: Alko­hol, Tabak und vie­le „digi­ta­le“ Com­pu­ter­spie­le sind selbst­ver­ständ­lich unter 18 Jah­ren eine Gefähr­dung für die zar­te See­le, aber ein biss­chen Krieg mit Pan­zern und Rake­ten wird schon nicht so schlimm sein. Geht ja um uns alle. Für uns alle. Für den Frie­den, wis­sen­schon. Haupt­sa­che, sie rau­chen wäh­rend­des­sen nicht.

Apro­pos hüb­sche Idee: Geheim­dien­ste ein­fach dün­sten. – Par­don, ich mein­te natür­lich die­se hier:

Wenn also Homo­pho­bie zum Ent­zug der Men­schen­rech­te führt, bom­bar­die­ren wir dann den Vati­kan? Stecken wir pol­ni­sche PiS-Wäh­ler in Fol­ter­la­ger? Löschen wir Ober­bay­ern aus?

War­um eigent­lich nicht?

War­um eigent­lich nicht auch: Musik.

Public Image Ltd – Alba­tross | Live in Syd­ney | Mosh­cam

Guten Mor­gen.

Netzfundstücke⁠Nerdkrams
ClownStrike, triff Streisand

Ich habe in mei­nem bis­he­ri­gen Leben noch kein Unter­neh­men ken­nen­ge­lernt, das so unglaub­lich däm­lich han­deln wür­de wie Crowd­Strike, aber das kann natür­lich auch nur an mir lie­gen. Viel­leicht so viel: Wenn ich der Chef eines Unter­neh­mens wäre, das auf­grund eige­ner Däm­lich­keit einen noch unkla­ren grö­ße­ren Mil­lio­nen­be­trag an Scha­den ver­ur­sacht hät­te, dann wäre mei­ne größ­te Prio­ri­tät nicht das Weg­kla­gen sämt­li­cher Web­sites, die mein Ver­sa­gen lustig fin­den, son­dern ein Rück­tritt.

Ich bin übri­gens der Ansicht, dass BWL-Schlip­sis, die ihren Arbeit­ge­bern die Not­wen­dig­keit von Crowd­Strike-Pro­duk­ten oder ver­gleich­ba­rem Non­sens, das nichts als Scha­den anrich­tet, ein­ge­re­det haben, nie wie­der irgend­wo arbei­ten dür­fen soll­ten, wo sie einen tat­säch­li­chen Scha­den anrich­ten kön­nen. Wählt mich.

Musikkritik⁠Kaufbefehle
Kurzkritik: 417.3 – Strela

417.3 - Strela

Lan­ge nichts mehr über Musik geschrie­ben.

Im Janu­ar 2024 ließ das rus­si­sche Postrock­quar­tett 417.3 – lang­jäh­ri­ge Leser mei­ner Bei­trä­ge erin­nern sich sicher an es – mit einem nur 25 Minu­ten lan­gen Album namens „Stre­la“, was unter ande­rem „Pfeil“ bedeu­tet (Amazon.de, TIDAL, Bandcamp.com), von sich hören. Da deren jüng­ste Alben und EPs die Titel „34“ (2016), „40“ und „47“ (bei­de 2022) bezie­hungs­wei­se „Live 2021“ (2023) hie­ßen, lässt die­ser Name auf­hor­chen.

Die Musi­ker kün­di­gen an, dass es auch das letz­te Auf­hor­chen sei:

Unse­re Band been­det ihre Akti­vi­tä­ten, dies ist unser letz­tes Album. Es ist unty­pisch für uns, da es nur aus Impro­vi­sa­tio­nen besteht, die auf eine „Gara­gen­art“ auf­ge­nom­men wur­den, und die Stücke dar­auf sind mit Wor­ten benannt.

Es gebe zwar in Zukunft ein „neu­es Pro­jekt“, doch betrübt mich die Infor­ma­ti­on hin­sicht­lich der Grup­pen­zer­streu­ung ein wenig, denn Musik­grup­pen, die ich mag, nei­gen sel­ten dazu, nach ihrer Umpro­jek­tie­rung noch Musikal­ben her­vor­zu­brin­gen, die ich mag.

Also sau­ge ich „Stre­la“ in mich auf. Die Stücke, das fällt auf, sind im Gen­re­ver­gleich recht kurz, die etwa 25 Minu­ten Lauf­zeit ist fünf­ge­teilt. Das Titel­stück – eben „Stre­la“ – ist mit 6:39 Minu­ten noch das läng­ste, kon­den­siert aber die Qua­li­tät der vier Musi­ker hin­rei­chend ein­drucks­voll:

Stre­la

Sicher: Alles schon mal da gewe­sen? Jede Melo­die ist schon gespielt, jede Gitar­ren­wand errich­tet und wie­der zer­schla­gen wor­den, doch wird täg­lich das glei­che dump­fe Pop­lied viel­fach neu ein­ge­spielt. Da kann es nicht scha­den, dem mit bewähr­ter Gitar­ren­mu­sik ent­ge­gen­zu­tre­ten.

Zumal 417.3 bis zum Ende ihre ganz eige­ne Fines­se, die, was sie tun, für mich immer schon inter­es­san­ter als eini­ge ihrer Kol­le­gen gemacht hat, bei­be­hal­ten: Das abschlie­ßen­de „Moroz“ klingt wie ein Aus­ru­fe­zei­chen hin­ter die Kar­rie­re (wie klin­gen eigent­lich Aus­ru­fe­zei­chen?) und bringt in nicht mal sechs Minu­ten das Laut-lei­se-Spiel und die von mir so geschätz­ten (wenn auch künst­li­chen) Strei­ch­er­klän­ge ein letz­tes Mal zusam­men.

Es muss ja auch nicht immer alles neu und auf­re­gend sein.

In den Nachrichten
E‑Roller umtreten

FUSS e.V.:

Wer mit E‑Scootern Fuß­gän­ger über­holt, muss bis­her laut § 5 Abs. 4 Satz 2 StVO einen Min­dest­ab­stand von 1,5 Metern ein­hal­ten. Die­se Pflicht will der Ver­kehrs­mi­ni­ster strei­chen.

Ein inter­es­san­ter Neben­ef­fekt die­ses Trei­bens dürf­te es sein, dass in der Unfall­sta­ti­stik die Auto­mo­bil­un­fäl­le hin­sicht­lich ihres Anteils zurück­ge­hen wer­den, wenn es – poli­tisch betrie­ben – mehr Unfäl­le mit den Tret­rol­lern für Betrun­ke­ne („E‑Scooter“) geben wird. Bis­her emp­fand ich zumin­dest Ver­ständ­nis für Men­schen, die im Weg ste­hen­de E‑Scooter miss­mu­tig umtre­ten, so lan­ge dabei nie­mand zu Scha­den kommt. Ich erwä­ge die­ses Ver­ständ­nis auf Men­schen zu erwei­tern, die E‑Scooter umtre­ten, die gera­de benutzt wer­den, so viel sei mit­ge­teilt.

(In eige­ner Sache: Ja, hier ver­schwin­den manch­mal Bei­trä­ge. Die mei­sten, weil sie eine grö­ße­re Über­ar­bei­tung bräuch­ten, bevor sie mir selbst gefal­len. So auch dies­mal.)

Persönliches
Ich möchte Menschen verachten dürfen.

Immer wie­der lese und höre ich die Fest­stel­lung, „Hass“ (nuan­cier­te Aver­si­on kommt im Sprach­ge­brauch zu vie­ler Men­schen lei­der nur noch sel­ten vor) sei „kei­ne Mei­nung“, was ja erst mal stimmt, son­dern müs­se ver­bo­ten wer­den, was ja erst mal nicht stimmt. Ich darf Men­schen ver­ach­ten und das ist auch gut so.

Das ist in der heu­ti­gen Zeit sicher­lich unpo­pu­lär, wie ein Blick in die Zei­tun­gen belegt. ‘Ich möch­te Men­schen ver­ach­ten dür­fen.’ wei­ter­le­sen »

Netzfundstücke⁠Montagsmusik
Modest Mouse – Heart Cooks Brain // yaydl 0.14.1

Uff.

Es ist Mon­tag. Som­mer­loch der Woche: Frau­en, die zu wenig bum­sen, ster­ben viel­leicht frü­her. Ich woll­te es nur erwähnt haben, habe aber nicht vor, dar­aus etwas zu fol­gern.

CHIP.de warnt zwar kei­ne Bank­räu­ber vor zu gut geschütz­ten Tre­so­ren, wohl aber Raser vor zu gut geschütz­ten Stra­ßen. Mein Vor­schlag wäre ja, sich statt­des­sen an die Regeln zu hal­ten, aber das scheint gera­de nicht en vogue zu sein. – Zum jüng­sten Gesche­hen in Bezug auf die Coro­na­pan­de­mie­er­las­se eben­so wie zur Wie­der­wahl von Ursu­la von der Ley­en, deren ekli­ge Vor­stel­lun­gen von Poli­tik mich 2009 poli­ti­siert und fol­ge­rich­tig in die Netz­po­li­tik getrie­ben haben (dafür aus­drück­lich kein Dank), könn­te ich mich hier äußern, aber das kön­nen ande­re eben­so gut. Das ist nett. Dann muss ich das ja nicht mehr machen.

Auf You­Tube gibt es jetzt von einer „künst­li­chen Intel­li­genz“ zusam­men­ge­kleb­te Schla­ger mit zumin­dest inter­es­san­ten Tex­ten. Für so was hol­zen sie den Regen­wald ab. Min­de­stens. (In eige­ner Sache, apro­pos You­Tube: Zwar umgeht mein You­Tube-Her­un­ter­lad­werk­zeug yaydl seit einer Wei­le You­Tubes Ver­su­che, Her­un­ter­la­den zu ver­mei­den, indem es statt­des­sen auf Invi­dious zurück­greift, doch nei­gen auch Invi­diou­sin­stan­zen anschei­nend zum Ver­schwin­den und/oder For­mat­än­dern. Die neue Ver­si­on 0.14.1 kor­ri­giert das, Inter­es­sier­te bit­te ich um Nach­sicht.)

Auch auf You­Tube: Rich­ti­ge Musik.

Heart Cooks Brain by Modest Mou­se (Lyrics)

In this life that we call home, the years go fast and the days go so slow.

Guten Mor­gen.

Netzfundstücke
Medienkritik CXXIV: Ayaan Hirsi Ali stolpert über vorchristliche Ethik

Da ich in einem sozia­len Netz­werk gestern und heu­te in eine Dis­kus­si­on dar­über gezo­gen wur­de, ob Deutsch­land „mehr­heit­lich christ­lich“ (ist es nicht) oder wenig­stens „tra­di­tio­nell christ­lich“ (ist es, wenn man die meh­re­ren Jahr­tau­sen­de heid­ni­scher Tra­di­ti­on nicht berück­sich­tigt, damit das Nar­ra­tiv wie­der stimmt) sei und ob es einen mora­li­schen Unter­schied zwi­schen der „dro­hen­den“ isla­mi­schen („Scha­ria“) und der bereits in Kraft getre­te­nen christ­li­chen Gesetz­ge­bung (hier­zu cf. die lan­des­spe­zi­fi­schen Kar­frei­tags­re­ge­lun­gen) gebe, was ich anzweif­le, denn bei­den ist gemein, dass mir eine reli­giö­se Min­der­heit etwas ver­bie­ten will, kommt mir die­ser Auf­satz von Aya­an Hir­si Ali gera­de recht.

‘Medi­en­kri­tik CXXIV: Aya­an Hir­si Ali stol­pert über vor­christ­li­che Ethik’ wei­ter­le­sen »