Lukas Wallraff klagt in der taz, dass die Welt sich zu schnell – und das auch noch vorwärts – drehe, als dass Tageszeitungen auf Papier noch einen hinreichend relevanten Wert hätten. Ich halte dagegen: Muss man denn in einer hektischen Welt der Hektik folgen?
Andererseits: Die Wochenendzeitung, die ich (bei der Konkurrenz) selbst als einzige papierne Zeitung abonniert habe, bleibt unberührt, weil der Wochenüberblick ja doch völlig ausreicht und eben auch hinreichend langlebig bleibt. Von diesem ständigen Gewusel, in dem man ständig über Nonsens informiert bleibt und sich so täglich mehrmals enorm über Irrelevantes aufregen kann und wird, bekommt man zwar Informationen, aber auch einen Herzkasper. Ich könnte mir schönere Arten des Todes vorstellen als ausgerechnet vor Gram über eine Pushmitteilung über ein als besonders schön empfundenes Kleid irgendeiner Schauspielerin, die zu kennen ich nicht vorhabe, einen Herzkasper zu bekommen und tot umzufallen.
Lieber langsamer leben.

Full ACK!